Die dreistesten Unfallursachenausreden

  • Ist doch eigentlich nur die Frage, wie der Seitenraum links derzeit beschildert ist.

    Google Streetview zeigt noch ein [Zeichen 237] links und noch weiter links ein [Zeichen 240] ; bei der jüngsten mapillary-Aufnahme aus diesem Jahr lässt es sich schwer im Gegenlicht erahnen, aber es könnte sein, dass die Uferpromenade jetzt mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] beschildert ist.


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  • aber es könnte sein, dass die Uferpromenade jetzt mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] beschildert ist.

    Auf der Gegenseite gibt es einen Hochbord-Gehweg ( ohne zu erkennende Beschilderung) und die die durch einen Grünstreifen abgetrennte Uferpromenade, die zumindest für die Gegenrichtung mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] beschildert ist. Da halte ich es für unwahrscheinlich , das die Fahrtrichtung des Rennradfahrers mit [Zeichen 240] beschildert ist . Abgesehen davon kann man auch bezweifeln, ob die Promenade fahrbahnbegleitend ist.

  • einen ähnlichen Unfall scheint es vor ein paar Tagen in Jena gegeben zu haben. nur eben mit größerem Fahrzeug.

    Foto dazu


    btw: wie hoch müssen eigentlich Bordsteine sein oder wie stabil die Poller an protected Bikelanes, damit so ein LKW nicht einfach so drüber rollt? :/

  • btw: wie hoch müssen eigentlich Bordsteine sein oder wie stabil die Poller an protected Bikelanes, damit so ein LKW nicht einfach so drüber rollt? :/

    Für die gefühlte Sicherheit von Radweg-Lemmingen Befürwortern ist das egal. Da könnte man auch eine Pappwand aufstellen, damit die sich sicher fühlen. Gerne wird ja auch der Radfahrstreifen bei PBL-Aktionen mit Kuscheltieren abgegrenzt.


    Hoppla, warum liegt denn da ein Poller am Straßenrand?


  • btw: wie hoch müssen eigentlich Bordsteine sein oder wie stabil die Poller an protected Bikelanes, damit so ein LKW nicht einfach so drüber rollt? :/

    Kannst du komplett knicken. Es gibt ja seit ein paar Jahren auf Weihnachtsmärkten diese Betonklötze, laut DEKRA Test halten nicht einmal diese einen LKW signfikant auf.


    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/sicherheit-weihnachtsmaerkte-deutschland-terro

    Zitat

    Allerdings tragen auch die Betonsperren kaum zu mehr Sicherheit bei: Ein Test der Dekra im Auftrag des MDR ergab im Frühjahr, dass selbst die schwerste Variante dem Aufprall eines Lasters nicht standhält: Der schob sie bei Tempo 50 einfach zur Seite und fuhr kaum gebremst weiter.

  • Kannst du komplett knicken. Es gibt ja seit ein paar Jahren auf Weihnachtsmärkten diese Betonklötze, laut DEKRA Test halten nicht einmal diese einen LKW signfikant auf.

    Ganz so schlimm ist es nicht, es geht nur nicht ohne Verankerung. Der Amerikanische Test ist häufiger herangezogen: https://www.astm.org/f2656_f2656m-20.html


    Der Test unterscheidet dann, wie schnell und schwer das aufprallende Fahrzeug ist und wie weit es die Barriere durchdringen darf. Bei der höchsten Energie im Test muss dann ein 65000 Pfund LKW mit 50 Meilen pro Stunde in weniger als 3,3 Füßen aufgehalten werden (H50 - P1). Diese Barrieren sind dann aber nicht mehr mobil um mal kurz einen Weihnachtsmarkt zu schützen, sondern eher praktisch mittelalterlich mit Graben und an der Welt verankertem Stahlrohr mit Betonfüllung.


    Oh: Bilder gibt es auch noch. Hier verkauft ein Hersteller so ein Ding: https://www.guardiar.com/produ…ad-h50#prod-specification Das ist aber nur P2 (also zwischen 3,3 und 23 Füßen Stoppdistanz). So etwas fände ich zwischen Radweg und Fahrbahn doch etwas unpraktisch. Der Seitenaufprall sieht schmerzhaft aus.

  • Ganz so schlimm ist es nicht, es geht nur nicht ohne Verankerung. Der Amerikanische Test ist häufiger herangezogen: https://www.astm.org/f2656_f2656m-20.html


    Der Test unterscheidet dann, wie schnell und schwer das aufprallende Fahrzeug ist und wie weit es die Barriere durchdringen darf. Bei der höchsten Energie im Test muss dann ein 65000 Pfund LKW mit 50 Meilen pro Stunde in weniger als 3,3 Füßen aufgehalten werden (H50 - P1). Diese Barrieren sind dann aber nicht mehr mobil um mal kurz einen Weihnachtsmarkt zu schützen, sondern eher praktisch mittelalterlich mit Graben und an der Welt verankertem Stahlrohr mit Betonfüllung.


    Oh: Bilder gibt es auch noch. Hier verkauft ein Hersteller so ein Ding: https://www.guardiar.com/produ…ad-h50#prod-specification Das ist aber nur P2 (also zwischen 3,3 und 23 Füßen Stoppdistanz). So etwas fände ich zwischen Radweg und Fahrbahn doch etwas unpraktisch. Der Seitenaufprall sieht schmerzhaft aus.

    Nicht nur die Verankerung der Betonklötze macht einen Unterschied. Es macht auch einen entscheidenden Unterschied, ob das Fahrzeug mit einem Notbremsassistenten ausgerüstet ist oder nicht und wie der konfiguriert ist. Selbst bei dem schlimmen Terrorangriff auf dem Berliner Breitscheidplatz an Weihnachten vor 5 Jahren wurde eine noch höhere Anzahl von Opfern dadurch verhindert, dass der Notbremsassistent zumindest ein vom Täter nicht beabsichtigtes Abbremsen des Fahrzeuges eingeleitet hat. Insbesondere ergänzt durch einen intelligenten Geschwindigkeitsassistent kann einiges an zusätzlicher Verkehrssicherheit für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden, wenn denn die Bereitschaft größer wäre hier entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

  • Für die gefühlte Sicherheit von Radweg-Lemmingen Befürwortern ist das egal. Da könnte man auch eine Pappwand aufstellen, damit die sich sicher fühlen. Gerne wird ja auch der Radfahrstreifen bei PBL-Aktionen mit Kuscheltieren abgegrenzt.


    Hoppla, warum liegt denn da ein Poller am Straßenrand?


    Ich verstehe ja in gewissem Maße deinen "Kreuzzug" gegen Fahrradwege und kann das Nachvollziehen. Aber mit der Abschaffung der Radwege alleine wäre es längst nicht getan. Ob auf einem Radweg oder nicht auf einem Radweg, wenn ein Zweiradfahrer sich zu sehr in den Seitenraum zurückzieht ist er gefährdet. Ab einer bestimmten Fahrbahnbreite wird der Verkehr aber ganz von selbst zweispurig, auch wenn dort nur eine Spur je Richtung markiert ist. Das beobachte ich immer am Rudolph-von-Bennigsen-Ufer in Hannover. Da sind keine zwei Fahrspuren je Richtung markiert. Trotzdem wird so gefahren, als gäbe es dort zwei Autofahrspuren je Richtung.

    Fahr dort mal auf google-streetview hin und her, dann siehst du was ich meine.

    Google Maps
    Mit Google Maps lokale Anbieter suchen, Karten anzeigen und Routenpläne abrufen.
    www.google.de

  • Ob auf einem Radweg oder nicht auf einem Radweg, wenn ein Zweiradfahrer sich zu sehr in den Seitenraum zurückzieht ist er gefährdet. Ab einer bestimmten Fahrbahnbreite wird der Verkehr aber ganz von selbst zweispurig, auch wenn dort nur eine Spur je Richtung markiert ist. Das beobachte ich immer am Rudolph-von-Bennigsen-Ufer in Hannover. Da sind keine zwei Fahrspuren je Richtung markiert. Trotzdem wird so gefahren, als gäbe es dort zwei Autofahrspuren je Richtung.

    Ich hab das so verstanden, dass mit der Fahrradnovelle 1998 eigentlich ein Auftrag an die StVBs in D entstanden wäre, dafür zu sorgen, dass zukünftig alle Fahrzeuge gleichermaßen sicher und gleichberechtigt die Fahrbahnen benutzen können. Statt dessen wurden "gemeinsame Geh/Radwege" erfunden.


    Mir kommt der Verkehr heute so vor, als würde man die Kunden von Bankfilialen daran hindern, diese zu betreten, weil ja Bankräuber kommen könnten. Aus Sicherheitsgründen darf also kein Bankkunde die Filiale betreten, dieses ist ausschließlich den Bankräubern vorbehalten. Die Bankkunden müssen andere "Sonderwege" benutzen (z.B. Online-Banking).


    Wie absurd das Ganze mit den getrennten Radwegen ist, erschließt sich m.E. ganz gut, wenn man es in den Kontext von anderen, vergleichbaren, Situationen setzt.

  • Nicht nur die Verankerung der Betonklötze macht einen Unterschied. Es macht auch einen entscheidenden Unterschied, ob das Fahrzeug mit einem Notbremsassistenten ausgerüstet ist oder nicht und wie der konfiguriert ist. Selbst bei dem schlimmen Terrorangriff auf dem Berliner Breitscheidplatz an Weihnachten vor 5 Jahren wurde eine noch höhere Anzahl von Opfern dadurch verhindert, dass der Notbremsassistent zumindest ein vom Täter nicht beabsichtigtes Abbremsen des Fahrzeuges eingeleitet hat. Insbesondere ergänzt durch einen intelligenten Geschwindigkeitsassistent kann einiges an zusätzlicher Verkehrssicherheit für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden, wenn denn die Bereitschaft größer wäre hier entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

    Das Sie die Opfer eines Terroranschlages für Ihre weltfremde Werbung für ein imaginäres System benutzen finde ich wiederwärtig. Wenn Sie mir die Frage gestatten: Sind sie noch ganz sauber?

  • Das Sie die Opfer eines Terroranschlages für Ihre weltfremde Werbung für ein imaginäres System benutzen finde ich wiederwärtig. Wenn Sie mir die Frage gestatten: Sind sie noch ganz sauber?

    So reden oftmals Autofahrer daher, wenn sie sich "ertappt" fühlen.

    Und hier geht es keineswegs um ein "imaginäres System," wie Sie vermuten. Lesen Sie selbst:

    "Der Bordcomputer des Terror-Lastwagens von Berlin hat bei dem Anschlag offenbar weitere Opfer verhindert. Nach Informationen des "Spiegel" löste der Notbremsassistent des Lkw, mit dem der mutmaßliche Attentäter Anis Amri über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz raste, eine Vollbremsung aus."

    "Autonomes Bremssystem stoppte Berliner Terror-Truck" in: manager-magazin.de vom 29.12.2016

    Terroranschlag in Berlin: Notbremsassistent stoppt Todes-Lkw
    Der Bordcomputer im entführten Lastwagen hat nach Informationen des "Spiegel" offenbar verhindert, dass bei dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt…
    www.manager-magazin.de