Beiträge von mkossmann

    Bei so einer Kolonnenfahrt geht man folgenden Ausgangsbedingungen aus : Die Fahrzeuge haben gleiche Ausgangsgeschwindigkeit und gleiche konstante Bremsbeschleunigung. Und damit auch gleiche Anhalte- und Bremswege. Aufgrund der Reaktionszeit des hinteren Fahrers verringert sich sich der Abstand des hinteren Fahrzeugs aber trotzdem . Und zwar aus zwei Gründen :

    1. Er fährt während der Reaktionszeit t_r mit der Ausgangsgeschwindigkeitv ungebremst weiter und legt dabei s = v *t_r Weg zurück.

    2. Zum Zeitpunkt wo beim Hintermann die Bremsung mit der Bremsbeschleunigung a beginnt hat der Vordermann seine Geschwindigkeit bereits um dem Wert

    v_d = a* t_r verringert und somit holt der Hintermann während der Bremszeit v/a weitere Strecke s2 = v_d * v/a = a*t_r *v/a = t_r*v auf.

    Insgesamt also 2* t_r*v , die als Abstand benötigt werden , damit gerade nicht auf den Vordermann aufgefahren wird.

    Für was wird die abgesperrte gepflasterte Fläche hinter dem Bauzaun ( ehemaliger Gehweg ?) denn gebraucht ?

    Auch die Brachfläche daneben scheint weitgehend unverändert zu sein, obwohl ein Jahr dazwischen liegt.

    Und das Z.240 dürfte doch dem Abbau der Holzkonstruktion, an der es hing, zum Opfer gefallen sein.

    Hat es eigentlich bei solchem gefährlichen Schwachsinn, wie in den Bildern dargestellt, es schon Jemand mal mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr ( § 315b) versucht ?

    Man sieht bei dieser Diskussion vor allem eines: Es gibt sehr unterschiedliche Ansprüche an Radwege. Bei Freizeitradfahrten ist Ruhe und Abwesenheit von KFZ-Verkehr oft ein wichtiger Punkt. Alltagsradfahrer bevorzugen eher schnelles Vorankommen und haben weniger Probleme mit KFZ. Der größere Teil der Radwege ist aber an eher den Ansprüchen von Freizeitverkehr ausgerichtet. Und sobald so ein Weg fahrbahnbegleitend ist , werden Alltagsradfahrer durch Benutzungspflicht dazu gezwungen diesen auch zu benutzen obwohl die Fahrbahn ihren Ansprüchen besser genügen würde.

    /hm, interessant, vor 10 Jahren durfte man ernsthaft noch mit dem Kfz durch diese Unterführung?! klick

    Klar doch . Man kann Autofahrern doch nicht zumuten auszusteigen und zu schieben ( Das unterste Zusatzschild unter der Geschwindigkeitsbegrenzung sieht doch sehr nach "Radfahrer absteigen" aus)

    Gilt der Mindestabstand beim Überholen eigentlich auch, wenn der Radfahrer auf einem "Radweg" fährt?


    Falls nein: Warum nicht?

    Früher (tm) wurde das von Juristen so begründet: Radwege sind kein Teil der Fahrbahn und somit findet rechtlich gesehen auch kein Überholen sondern ein Vorbeifahren statt. In der STVO ist aber aber nur von Überholen die Rede.

    Das Rechtsgutachten von Anfang des Jahres negiert diese Aufassung aber.

    Punkte die Radfahrer betreffen:

    Zitat

    - die Zulassung des Befahrens auch von Grundstückszufahrten auch über angeordnete
    Radfahrstreifen hinweg bei Zeichen 295. Die Änderung bewirkt, dass Radfahrstreifen
    künftig nicht mehr an Grundstückzufahrten unterbrochen werden müssen, um ein Erreichen der Grundstücke gewährleisten zu können.

    Wohl kein Vorteil für Radfahrer.

    Zitat

    die Klarstellung, dass das Absteigen von Rad fahrenden Kindern bei Querung von Fahrbahnen auf die Nutzung eines Gehweges beschränkt ist,

    Was benutzt das Kind bei gemeinsamen Geh- und Radweg ? Nach Vorschrift den Gehweg -> keine Änderung. Und bei getrennten Geh- und Radweg muss es ja auf dem Gehweg fahren -> keine Änderung. Nur bei unabhängig geführten Radwegen ohne parallelem Gehweg dürfte sich sich das auswirken.


    Zitat

    die Klarstellung der Parkregelung bei abgerundetem Kreuzungs- und Einmündungsbereich; insbesondere zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer soll die dadurch geschaffene größere Freifläche eine verbesserte Sicht im Kreuzungs- und Einmündungsbereich
    gewährleisten

    Ich vermute, bei vielen Kreuzungsunfällen sind die Opfer durchaus sichtbar und werden nicht durch parkende Autos verdeckt sondern der Unfall wird allein durch mangelhafte Verkehrsbeobachtung des KFZ-Führers verursacht.


    Zitat

    - die Ermöglichung des Rechtsabbiegens bei Anordnung des Grünpfeils auch für Radfahrer, die nicht aus dem rechten Fahrstreifen, sondern aus einen am rechten Fahrbahnrand
    gelegenen Radfahrstreifen oder einem baulich angelegten straßenbegleitenden Radweg
    bei Rot abbiegen sowie Einführung eines speziellen Grünpfeils nur für Rad Fahrende,

    Neben den von Fuss e.V befürchteten Konflikten mit Fußgängern dürfte es an vielen Stellen schwierig werden an geradeausfarenden und damit warteten Radfahrern legal vorbeizukommen.

    Und ja, da kann man bei Beidem durchaus auch ganz ohne Ironie diskutieren, inwieweit da nicht der erwartete Schutz ins Verhalten der Fahrer durchaus eingepreist ist.

    Hmm, diese Positionskämpfe gab es auch vor der Helmpflicht bei Rennen. Und die typische Berufsverletzung von Radrennfahrern war schon immer der Schlüsselbeinbruch, nicht etwa Kopfverletzungen.

    Diese Schwellen braucht man unbedingt , damit Radfahrer langsam fahren und damit sie besser von aus dem Kreisverkehr ausfahrenden Autofahrern übersehen werden können. Deswegen hat man den Radweg um den Kreisel auch in beide Richtungen freigegeben ...