Beiträge von DMHH

    https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-06/freilauf-geraeusch-rennrad-laerm

    https://archive.ph/vbUhL

    Tja, Assis gibt's überall. mein Canyon schweigt still, mein Reiserad surrt mit White-Industries-Sound.

    Grundsätzlich kann ich die Anwohnenden verstehen, halte es aber dennoch für ein bisschen "First-World-Problems", wenn man mal den Leidensdruck vieler Menschen im Schwarzwald betrachtet. Stichwort: Motorrad.

    Klar, macht das eigene Empfinden nicht weniger doof, wenns anderen noch mieser geht.

    Der Ölmühlenweg kreuzt den Wandsewanderweg. Deswegen wollte der Radfahrer wohl dort die Straße queren. 30km/H nützt da nur begrenzt. Der KFZ Verkehr steht gerne dort. Das Problem ist da die Anforderungsampel.

    der Unfall ist aber ca. 200m von der signalisierten Querungsstelle Wandse-Wanderweg und Ölmühlenweg entfernt.

    Und die Bettelampel an der Querungsstelle war zu meiner Zeit "akzeptabel", was die Dauer bis "grün" betrifft. Andererseits bin ich da auch sehr selten entlang gefahren. Wassergebundene Oberfläche, viele Jogger, viele Hunde - Walddörfer Straße war schneller und besser.

    Mahnwache in Hamburg

    Hamburgs vierter getöteter Radfahrer: ADFC ruft zur Mahnwache für 57-Jährigen auf
    Ende Juni wird ein Radfahrer auf dem Ölmühlenweg von gleich zwei Autos erfasst. Der Fahrrad-Verein fordert den Senat zum Handeln auf.
    www.abendblatt.de

    https://archive.ph/kQASf

    Im Ölmühlenweg. gleich von 2 Autos erfasst! Straße mit 4 Fahrstreifen!!! und benutzungspflichtigen Radwegen 🤔

    oh, achso

    Zitat

    Der 57-jährige Fahrradfahrer habe die Straße queren wollen und sei dabei zuerst mit einem VW Polo und dann auch noch mit einem VW Transporter kollidiert.

    Tjo. :rolleyes:

    Radfahrer! Unfall! mehr Radwege! Tempo30

    Tja. technisch gesehen muss man das aus OpenStreetMap-Daten herausoperieren können. Da aber in der OSM-Systematik die 4 Querungen an einer signalisierten 08/15-Kreuzung das selbe tagging-Schema aufweisen wie eine Querungsampel auf freier Strecke, ist das mal wieder enorm umständlich.

    Die Mapillary-Aufnahmen sind von Mai 2026 und man kann sehen, die Velo-Gleis-Abschnitte existieren noch. So ganz schlecht kann das Velogleis dann doch nicht sein:

    nur, weil Abschnitte noch existieren (weiter unterhalten werden), heißt das nicht, dass die Probleme der Haltbarkeit des Elastomers gelöst wären. Nach einem gewissen Zeitraum sind die Dinger hin. Und wenn der Zeitraum deutlich unterhalb der üblichen Eingriffserfordernisse liegt, sind das definitive Mehrkosten.

    haben wir eigentlich schon darüber diskutiert, dass eine Straßenbahn-Schiene in Deutschland einen völlig anderen Aufbau als die Grafik da oben hat?

    hier sehen wir Bitumenmasse von links bündig ans Gleis geführt.

    und in der Titelgafik

    sehen wir W-Klemmung der Schienen? ohne Asphalt jetzt? Oder werden die Klemmungen einfach dringelassen?

    Worauf ich eigentlich hinaus will:

    bei Straßenbahnen werden üblicherweise Rillenschienen verbaut, wenn die Bahn im Straßenbereich fährt.

    Schiene (Bahn) – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    da ein Velogleis einzubauen, geht doch gar nicht ohne weiteres? Da kann man doch in die Rille nicht einfach 'n Streifen Elastomer reinlegen... :/

    https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-06/kopfsteinpflaster-radfahren-wege-fahrraeder-fraestechnik

    https://archive.ph/M1aeN

    Zitat

    Ganz billig ist die Prozedur allerdings nicht. In der Berliner Hufelandstraße wurde der Umbau aus Landesmitteln finanziert. Die Arbeiten auf 600 Metern Strecke dauerten zweieinhalb Wochen und kosteten etwa 600.000 Euro, sagt Eric Feind. Bei vier Metern Breite summierten sich die Schleifarbeiten aber auf immerhin 2.500 Quadratmeter – eine Fläche, die der Größe eines halben Fußballfeldes entspricht, rechnet die Bauherrin InfraVelo GmbH vor.

    Ooooh, die Kosten. Das ist echt nicht von der Hand zu weisen.

    FunFact: bei der Fräsmaschine handelt es sich nicht um eine Sonderanfertigung. Damit werden üblicherweise ganz normale Asphalt- und Betonfahrbahnen im Zuge von Deckschichtsanierung etc. abgefräst. Ja, Kopfsteinpflaster hat häufig höhere Härten als Beton, was mit höherem Verschleiß am Fräskopf einhergeht - die Kosten sind aber nicht so exorbitant höher. Was ich sagen will: beim Kopfsteinpflaster ist "oooh, die Kosten!" ein Argument. Die gleichen Summen werden aber bei jeder Straßensanierung in Asphalt allein schon fürs Entfernen der Deckschicht aufgerufen. Da isses wie immer dann: muss so, geht ja nicht anders...

    naja, ich glaube, dass in dieser Runde hier niemand sagen wird: "wie kannst du nur gegen die RWBP vorgehen wollen!"

    Das Risiko einer Niederlage vor dem VG ist stets gegeben, auch bei Abschnitten, bei denen man eigentlich sagen würde, dass die StVB sich hier Begründungen aus dem A... alten Hemdsärmel zieht. Wenn es gut begründet ist, wird ein VG sich nicht hinstellen und die Begründung auseinanderpflücken. :/

    ... was ich im Übrigen als Problem sehe. Also das es keine neutrale, unabhängige, fachkundige Stelle gibt, die der StVB auf die Finger schaut. Die oberste Landes-StVB könnte es, macht es aber nicht. Die Gerichte können es nicht, weil inhaltlich nicht in der Sache und nicht zuständig. Andere Optionen gibt es dann nicht.

    Aber andererseits würde so eine Forderung auch nicht Umsetzbar sein, weil: wer soll es denn machen? So eine Stelle müsste man schaffen. Und wie besetzen? Landes-VAO-beauftragten. per Gesetz unabhängig und Weisungsbefugt; nimmt sich der Probleme an und fungiert als dem VG-Verfahren vorgeschaltete Stelle... und übernimmt wegen Arbeitsüberlastung einfach nur die Argumentation der unteren StVB, weil man schließlich nicht riskieren möchte, den Schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen, wenn ein Radfahrer verunfallt wird.

    hier wurde vor 2 Jahren eine Radfahrerin von einem Autofahrer tätlich angegriffen (Körperverletzung), weil sie nicht auf dem Gehweg, sondern auf der Fahrbahn fuhr.

    Diese singuläre Straftat wird noch immer in Kreisen der Bubble als Argument genommen, dass Radfahren auf der Fahrbahn gefährlich ist.

    Mein Einwand, dass man ja auch mal hinterfragen könnte, warum der Autofahrer der Meinung sei, die sollte auf dem Gehweg fahren (der bis vor 3 Jahren mit "Gehweg, Radverkehr frei" garniert, und bis vor 10 Jahren noch mit einer BPflicht versehen war.

    Die Antwort könnte leider verstörend und kontra-intuitiv sein: weil es Radwege gibt, weil es Gehweg-Freigaben gibt. Gäbe es diese nicht und der Radverkehr würde stets, mit Ausnahme von Kindern, auf der Fahrbahn rollen, käme wohl niemand auf die Idee, Radfahrende mit Gewalt auf Gehwege verbannen zu wollen.

    wäre doch auch mal schön, Radfahrenden nicht nur die Dooring-Zone zu erklären, sondern auch die "Haltestellenzone", wo man eben wegen Abstand Gleis-Hochbord nicht fahren sollte. Aber gut, wenn man vor und hinter der Haltestelle doch wieder rechts der Gleise fährt, muss man 2x wechseln über eine Schiene.

    das Velogleis ist ein Kostentreiber im ÖPNV, weil die Gummis nicht sehr lange halten. Gleichzeitig ist die schematische Zeichnung, wonach Oberkante Schiene quasi bündig mit Asphaltdecke ist, ein ... Wunschdenken. Zumindest hier in Jena ist das nicht der Fall. Ich würde auch beim Velogleis nicht auf die Idee kommen, Geisquerung in sehr spitzen Winkeln zu vollführen.