Beiträge von DMHH

    Kurios: Das Verkehrsschild direkt vor dem Verteilerkasten sowie der Baum direkt dahinter blieben unbeschädigt.

    Radfahrer haben eben eine schmale Silhouette! quasi punktuelle Einwirkung auf ein Hindernis :D

    Ergo: war kein KFZ, war ein Radfahrer. Oder Jogger.

    unweit meiner Heimatstadt wurde sowas nach wenigen Monaten zurückgebaut.

    Es war wohl recht aufwändig, ein paar LKW aus dem Graben zu bergen und PKW von der Verkehrsinsel zu kratzen.

    Zeigt zwar eher, dass wir ein Regeleinhaltungsproblem haben - aber ohne dieses Problem bräcuhten wir auch nicht solch bauliche "Lösungen". hm. alles doof.

    Ist vermutlich Jacke wie Hose.

    Durch das VZ [Zeichen 244] ist dem KFZ-Verkehr die Einfahrt bereits verboten.


    Darum auch in die "Freigabe" der Fahrradstraße für KFZ-Verkehr in anderer Richtung durch Zusatzzeichen.


    Streng genommen dürften sowohl [Zeichen 267] als auch [Zeichen 260] eigentlich ein Verstoß gegen §45 (9) StvO sein. Fahrradstraße verbietet schon die Einfahrt - warum noch das Verbot durch andere Beschilderung anordnen?

    Achso, Überwachungsdefizit... ;)

    der "grün leuchtende Pfeil" ist doch aber nur dann zulässig, wenn keine Verkehrsteilnehmer kreuzen (können).

    Dann ergänzt man eben den § um einen Satz: "dies gilt nicht für separiert signalisierte Abbiegerelationen" oder sowas.


    Bei "normalen" Ampeln muss dieses "Schrittempo-Abbiegen" im Schaltplan auch nicht berücksichtigt werden und führt nicht zu mehr Gefährungen.

    Der Hintermann des Abbiegers hält gefälligst an der Haltelinie der Ampel an, weil er nicht sicher abschätzen kann, ob er den Kreuzungsbereich noch verlassen kann.

    Ich kam ins Radverkehrsforum.

    Ich fand: Wall of Text. Bleiwüste.


    Was ich unumwunden zugebe: Beiträge von Pirminator und Ullie lese ich bei mehr als 10 Zeilen schon gar nicht mehr. Meine Zeit ist mir dafür einfach zu schade. Da trainiere ich lieber weiter meine Querlese-Fertigkeit.


    Ich fänds besser, wenn solche Grundsatzdiskussionen in irgendeinem Unter-unter-unterforum weitergeführt würden.

    Danke.

    von denen die meisten allerdings zur Unkenntlichkeit zerlabert wurden mit so viel Larifari,

    -> von den die meisten allerdings mit so viel Larifari bis zur Unkenntlichkeit zerlabert wurden, damit ...


    Denn sobald das Rechtsüberholen aus § 5 Abs. 8 StVO nicht mehr im Bereich von Kreuzungen stattfindet, gilt auch für rechtsüberholende Radfahrer der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern.

    -> öh. aber im § steht doch "Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von Radfahrenden".


    und dem, was Bundesabwägungsministerium als unverhältnismäßig erkennt.

    -> was das Bundes...

    dass beim Parken die Halterhaftung greift

    --> dass beim Parken die umgangssprachliche Halterhaftung greift.

    ab punktbewehrten Verstößen droht übrigens bei Amnesie eine Fahrtenbuchauflage. Punkte gibts erst ab 60,-

    kosequent wäre es, wenn fürs falschparken dann 59,99 aufgerufen würden. :D



    ansonsten wie immer gut und interessant geschrieben. :)

    Danke dafür.

    [...] dann ist die angebotene Alternative gar nicht zu verachten.

    aha. Ich finde es eine Frechheit, diese "Alternative" in einen Radwanderweg einzubauen.
    Nach der Logik hätten wir dann ja ein super-duper Rad-Fernwege-Netz in Deutschland.

    Ja klar sind da einige Lücken - aber die Alternative ist doch Bahn. Oder Bus. Oder das eigene Auto...

    Dienstag, 02. Oktober. Gebucht: ICE nach Hannover mit Stellplatz um 15:24.


    Welcher Zug fällt aus? Der ICE nach Hannover. :S

    Immerhin bietet die DB einen Ersatzzug an. InterCity ganz ohne Express. Und laut Wagenstandsanzeiger auch ganz ohne Fahrradabteil. X/


    Ok, Zug fährt ein. Zugbegleitpersonal steigt aus. "Hallo. Da dies der Ersatzzug für meinen gebuchten ICE nach Hannover ist - können Sie mir sagen, wo ich hier das Fahrradabteil finde?"


    große Augen blicken mich an. "Bis wohin fahren Sie?"

    "Hannover"

    Mitarbeiter der DB verschwindet mit den Worten "moment" im Waggon.

    Kurze Zeit später erscheint er im Türbereich und winkt mich herein. 8)


    Ein Abteil ist noch frei und mein Reiserad wird im Familienbereich eingeschlossen.

    Top! Danke DB!

    :)

    Ein langes Wochenende in und um Hildesheim. Die Stadt des Unesco-Weltkulturerbes grüßt mit dem markigen Slogan:

    Die Region Hildesheim - ein Juwel für Fahrradfahrer :*


    Nachdem ich aus dem Zug bzw. dem Hauptbahnhof polterte, dauerte es keine 800m, bis ich von einem Hildesheimer standesgemäß heimatlich gegrüßt wurde: "RAAADWEG!!!"

    Zur Abwechslung mal ein Fußgänger! An der Bushaltestelle. Weil ich eben nicht bereit war, der B-Pflicht durch den Wartebereich Folge zu leisten. Hurra. Fängt ja gut an hier.


    Immerhin: im Hotel wurde auf Nachfrage nach einem trockenen Plätzchen für die Räder ohne Umschweife auf den Speisesaal verwiesen. Dort durften die Räder tatsächlich hingestellt werden.


    Tag 1: "Radweg zur Kunst".

    Verspricht viel, ist auf offiziellen Wegweisern ausgeschildert und ... gnaaaa!!!!! ||


    während ich noch recht ungehalten über bescheidene Oberfläche und Matschradweg entlang des Flüsschens Innerste bin, rausche ich fast in die Brems- und Absteigeschikane an einer Holzbrücke.

    Jajaja, "Sichtfahrgebot". Ich hätte auf den ersten 4km lernen sollen: "nicht in der Gegend rumgucken, konzentrier dich auf den Weg!"


    Und während ich noch schimpfe und um die 2. Schikane am anderen Ende der Brücke herumkurve...

    potztausend, sind wir hier richtig?!?!

    (Blick zurück zur Brücke)


    Das Elend changiert zwischen "Radfahrer, bitte bleiben Sie der Fahrbahn fern!!! Wir haben linksseitige B-Pflichten!" und "Sie können sicherlich erahnen, wo es längs geht, oder? Wegweiser sind überbewertet!"

    Dieser Radweg ist ein schönes Beispiel für "Immer vorbereitet sein. Niemals ohne Navi.", denn schon im ersten Dörfchen südlich von Hildesheim war der "häh?!"-Punkt erreicht. Kein Wegweiser, nix. Blick aufs Mobilophon... ah, ok, da längs.


    Nützt aber alles nüscht, wir verfransen und trotzdem. Und das liegt nicht an den diversen(!) verdrehten Wegweisern!


    Irgendwie schaffen wir es zurück auf den Radweg zur Kunst in Bad Salzdethfurt.

    ja-nee... ach, lass mal gut sein. X/


    natürlich alles nur "kurze Stücke", um Radfahrer fern von "Straßen" zu halten.

    Wie auch hier an der Bahnlinie:

    narf! Hildesheimer Land, meine Perle.



    Tag 4 - mal nach Hannover fahren. Sind schließlich nur knapp 35km. Und es kann eigentlich doch nur besser werden, oder? :|

    Vorweg: nope!

    kennt jemand diese tolle Art von "befestiger Weg"?

    sieht eigentlich gar nicht sooo schlimm aus.


    "eigentlich". Denn das ist einfach nur Rütteloberfläche. Mag sein, dass das mit 1,5-bar-Ballonreifen auf Hollandrad erträglich ist. Mit 35mm-Reifen auf 6bar ist es unerträglich.



    Das Elend nach Hannover geht aber trotz meiner Jammerei weiter.

    Mit Betonplatten durch die Kulturlandschaft..


    und hinter der Kurve auf Kleinpflaster in die Botanik.


    Irgendwann kurz vor oder bereits in den Außenbereichen von Hannover führt der Radweg über eine Fußgängerbrücke. Kein Witz, wer kennt es nicht: [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1012-32]

    ?(

    na klar, Brückengeländer zu niedrig. Wer steigt ab? Julia und Matthias. Wer drängelt sich mit den Worten "hihi, wir sind nicht so brav.." rechts dran vorbei? Genau, die Gruppe Rentner-Pedelec-Fahrer. Die 200m nach der Brücke natürlich vom knatternden Freilaufgeräusch hinter ihnen nichts mitbekommen und keinen Platz machen. Hatte kurz überlegt, auch mal "nicht so brav" zu sein und mit 20cm Abstand vorbeizuziehen. Habs sein lassen.


    Weiter Richtung Hannover:


    Jo. Während wir noch drüber sinnieren, über welche Distanz die erneute Kombi aus

    [Zeichen 239] und [Zusatzzeichen 1012-32] nun hier in der Wallachei Gültigkeit entfalten möge, zieht die Rentner-Gang wieder ungeniert an uns vorbei.

    Tja, jetzt waren wir auch nicht mehr brav und sind auf dem Matschweg mit Teilpflasterung fluchend weiter in Richtung Zentrum gehoppelt.


    Ja, am Tag vorher ein bisschen Regen, aber wat mutt, dat mutt. Nech?


    Zur Abwechslung mit Pflasterung:

    Neinnein, das ist kein Ein-Richtungs-Radweg. Das ist ein Zwei-Richtung-Fuß-und-Radweg. Vielleicht gilt hier noch immer "Fußweg, Radfahrer absteigen"? No one knows...



    Und klaro, wenn der Radweg hier längs geführt wird, aber von gesperrter "Fußgängerbrücke" geschrieben wird, muss es für Radfahrer schon irgendwie weitergehen. Ist schließlich keine Umleitung ausgeschildert.


    ach, doch nicht. Macht doch nix, als Radfahrer ist man mobil und Umwege sind Teil des Erlebnisses!


    Wir hatten ernsthaft zwischendurch überlegt, einfach umzudrehen. Denn am Abend hätte der Rückweg über die grandiose Scheiße nach Hildesheim auf uns gewartet.

    Aber dann doch lieber Zähne zusammenbeißen und auf die S-Bahn zurück hoffen.

    In Hannover angekommen stellen wir fest: die wollen fast 10,- für die Fahrt nach Hildesheim haben. :rolleyes:

    Nicht mit gebürtigen Schwaben und Ossis!!! Da trag ich mein Fahrrad lieber 40km, als für 26min Fahrzeit 10,- hinzublättern!


    Wäre doch gelacht, wenn wir nicht anderweitig nach Hildesheim kämen.

    Zum Beispiel über Mittellandkanal und Seitenkanal.


    Ja nun ... während sich der Weg am Maschsee und durch die Eilenriede noch halbwegs ok fuhr, erwartete uns hier, im Nirgendwo zwischen Hannover und Bolzum ein abruptes Ende des bsi dahin doch passablen, asphaltierten Weges.

    *zonk*

    links im Bild verläuft der Mittellandkanal. Auf den geschotterten Deich gelangt man vom Aufnahmeort, indem man das Rad über eine Leitplanke hebt, das Warnschild mit "Betriebsgelände" ignoriert und das Rad die Treppe hochwuchtet.


    Auch hier diskutierten wir erstmal 5min, ob wir nun den Weg mit dieser Qualität für eine unbekannte Distanz verfolgen, oder gegen das Verbotsschild verstoßen. Wir trafen letztendlich wohl die richtige Entscheidung und wechselten auf den Deich.


    Die restlichen Kilometer nach Hildesheim waren nicht besser. Falsche Wegweiser, keine Wegweiser, gesperrte Straßen ohne Umleitung, Radfahren verboten, Matschkuhlen und absurde B-Pflichten.


    Und komische Schutzsteifen. Wie der hier:

    Hildesheim und ich - wir werden keine Freunde mehr. :rolleyes:


    Wer dort mit dem Fahrrad fährt, hat vermutlich wirklich keine Freunde, kein Geld und keinen Verstand. Warnwestenquote hoch, Helmtragequote hoch, Gehwegradlerquote hoch.


    Lichtblick: KFZ-Lenker im Wesentlichen vernünftiger drauf als in Hamburg.

    Dein Arbeitgeber ist aber weder in Bundeseigentum noch mit Daseinvorsorge befasst, oder? Die DB untersteht dem Verfassungsauftrag aus Artikel 87e Absatz 4.


    Der Staat kann sich ja auch nicht einfach von Schulen trennen, weil sie mehr Ärger machen als Nutzen einbringen. ;-)

    Aber der Staat kann sagen: Inklusion funktioniert nicht, machen wir wieder wie früher. Sonderschulen.
    Und ich bezweifle, dass die Beförderung von Fahrrädern im Fernverkehr der Daseinsvorsorge dient.


    So könnte die DB sicherlich auch das Bordrestaurant abschaffen. Oder erstmal das Bier. Oder tierische Produkte. Oder das Rauchen...

    bei meinem aktuellen AG trennen wir uns von Produkten/Dienstleistungen, die am Ende mehr Ärger machen als Nutzen bringen. Weil wir es können. ;)

    Grundsätzlich könnte die DB das auch tun. Fahrradmitnahme im Fernverkehr? macht nur Probleme. Wird abgeschafft. Dürfen wir. Gesetzgeber definiert Fahrradmitnahme nicht als zu erbringende Dienstleistung.

    Nein, bei dieser Frage wären und sind wir nicht. Denn die DB verkauft ja Fahrradtransportleistungen, jedoch mit hanebüchenen Wenn-Dann-Bedingungen. Die Frage, ob das ihre Aufgabe sei, ist also obsolet.

    doch, ich denke schon, dass wir am Ende genau bei der Frage sind.

    Wenn die DB am Ende sagt: "Wir machen die Bedingungen für Fernverkehr und entscheiden: keine Fahrräder, keine Kühlschränke, keine Strohballen", gibt's halt gar keine Probleme mehr.


    Ich würde die gesamte Fahrt stornieren und die Kosten (für die Tickets) zurückverlangen. Wenn vernünftige Gründe dargelegt werden, sollte das kein Problem sein. Bei den Fahrgastrechteabteilungen arbeiten keine Vollpfosten...


    Unabhängig davon würde ich es begrüßen, wenn die DB bei Fahrradmitnahme (und Sitzplatzreservierungen) Start-Ziel-abhängige Reservierungen umsetzt.

    Wer von Hannover nach München will, hat - meiner Meinung nach - verloren, wenn alle Stellplätze von einer Gruppe gebucht werden, die von Hamburg nach Hannover wollen... Die Plätze werden afaik nicht mehr angeboten.

    Sogar bei dem bisher einmaligen Ausfall einer Verbindung wurde auch die Fahrradmitnahme anstandslos auf die selbe Alternative 2 Stunden später umgebucht.)

    Ich behaupte einfach mal, dass sich auch bei der DB eine Umbuchung auf eine spätere Verbindung problemlos realisieren lässt. Wenn Kapazitäten da sind.