Beiträge von Schwachzocker

    Lass gut sein Keule.


    Edit: Auch das bewusste Unterlassen von erforderlichen Maßnahmen ist mMn erstmal grundsätzlich lediglich fahrlässig, solange auf einen guten Ausgang der Situation vertraut wird - und das Gegenteil muss nachgewiesen werden ToiToiToi. Aus welchem Hut dann noch Heimtücke, Verdeckungsabsicht, Habgier etc. gezaubert werden sollten ist mir persönlich schleierhaft.

    Gut aus der Hüfte geschossen John Wayne!

    Wir sind uns also einig, dass die Autofahrerin den Radfahrer nicht umbringen wollte?! Totschlag ist es dann auch nicht.


    Was wollt Ihr dann jetzt tun? Immer wieder feststellen, dass die Autofahrerin schuld ist? Und das wollt Ihr nun bis an Euer Lebensende feststellen? Und immer wieder wollt Ihr überrascht sein, dass Menschen Fehler machen, unvollkommen sind und irgendetwas missachten? Und Ihr habt die Hoffnung, dass die Autofahrer irgendwann perfekte Menschen werden, so wie die Radfahrer?

    Was glaubt Ihr? Wird das passieren?


    Oder sollte man als durchschnittlich intelligenter Mensch nicht doch vorher wissen, dass andere Menschen (nicht man selbst) unvollkommen sind und diese bahnbrechende Erkenntnis bei seinem eigenen Verhalten berücksichtigen?

    Wenn ich aber genau hinschaue, evtl. sogar noch meine Brille putze, bewusst feststelle, dass die Katze nicht dort ist und mich dann trotzdem draufsetze, würde ich mir Sorgen machen.

    Natürlich kann man das so machen. Dann hast Du das Problem aber nicht verstanden.

    Du konzentrierst Dich so sehr auf eine eventuell vorhandene Katze, wie sich die Autofahrerin auf den Kfz.-Verkehr konzentriert hat.

    Du hast nun zwar vermieden, dass Du Dich auf die Katze setzt, jedoch den Tiger nicht wahrgenommen, der direkt neben dem Sofa saß. Und die Autofahrerin hat erfolgreich vermieden, mit dem Kfz.-Verkehr zusammenstoßen, dabei den Radfahrer aber nicht wahrgenommen.


    Tatsächlich sind es natürlich sehr viel mehr Sinnesreize, die im Straßenverkehr auf einen einwirken. Alles muss geistig verarbeitet werden (Was bedeutet das gesehene für mich?). Was die Kapazitäten überschreitet, fällt hinten runter. Man nimmt es nicht wahr, obwohl man möglicherweise hingeschaut hat.


    Und natürlich bleibt sie dafür verantwortlich. Das ist aber nur deshalb so, weil der Gesetzgeber es nun einmal so festgelegt hat. Es muss schließlich mindestens jemanden geben, der völlig unabhängig von einem moralischem Fehlverhalten haftet.

    Nur wird mit diesem Ansatz leider kein einziger Unfall verhindert.


    Den Kampfpiloten bei der Bundeswehr mutet man nicht zu, mehr als drei Dinge zeitgleich geistig zu verarbeiten, weil man weiß dass das nicht mit hinreichender Sicherheit möglich ist. Bestenfalls ist es Glück.


    Du meinst vmtl. beispielsweise dies hier, oder? Nur schreibst du auch etwas erlernen. Und dies ist eine bewusste Entscheidung bestimmte Dinge wider besseren Wissens als irrelevant abzuhaken.

    Wenn das so gewesen wäre, wäre es Mord bzw. Mordversuch. Möchtest Du das unterstellen?

    ...

    In dem Fall sieht m.E. alles so aus, als sei die Autofahrerin halt einfach über die Furt bis zur Fahrbahn vorgefahren ohne zu schauen, ob ein Radler kommt. Dürfte in den meisten derartigen Fällen wohl die eigentliche Unfallursache sein: Gar nicht erst geschaut.

    ...

    Da lehnst Du Dich aber ziemlich weit aus dem Fenster. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Autofahrerin zwar geschaut, die Angelegenheit jedoch geistig nicht richtig verarbeitet hat, mithin ein Wahrnehmungsfehler.

    § 2 (4) III: "Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden."

    Es ist daher Fakt, dass es separierte Verkehrsflächen ohne 237/249/241 gibt. Steht genau so genau dort in der StVO.

    Man kann drüber streiten, wann ein Radfahrer erkennen darf, wann ein solcher vorliegt, aber nicht deren Existenz kategorisch ablehnen.

    Wer hat denn die Existenz solcher Radwege abgelehnt?


    Nach VwV-StVO KÖNNEN "240er ohne 240" mit Piktogrammen kenntlich gemacht werden, da das aber nicht in der StVO direkt steht, dürfen, wenn es mit rechten Dingen zugeht, Radfahrer nicht verfolgt werden, wenn sie aufgrund anderer Indizien (Bspw. Schilder div. Art und darauf zuführende Furten).

    Natürlich sollen Radfahrer, die den Seitenstreifen benutzen, nicht verfolgt werden. Wer hat das denn in Frage gestellt?


    Und Autofahrer haben beim Parken gefälligst zu schauen, wo sie parken.

    Genau! Und wenn sie beim Schauen einen Seitenstreifen entdecken, der mit lustigen Malereien versehen ist, dann sollen sie darauf parken.

    Bei welchem Verkehrsteilnehmer siehst Du hier welchen Regelverstoß?

    Aus Deiner Schilderung heraus: bei keinem! Das sollte eine allgemeine Feststellung sein.

    Bisher sehe ich lediglich einen Verkehrsteilnehmer mit schlechten Gefühlen. Das ist bei mir im Straßenverkehr aber der Regelfall, egal ob mit Auto oder mit Fahrrad.

    ...Für unglücklich gelöst halte ich die Verkehrsführung hier trotzdem.

    Kann ich nicht nachvollziehen.

    Straßenverkehr ist eben nicht zum Kuscheln da. Es ist auch kein Wellnessurlaub.


    Dort ist es so, wie überall: Wenn man sich nicht an die Regeln hält, dann kann etwas passieren. Lösen kann man das nicht.

    Nun ja ...

    Man kann ja auch aus Gehwegen durch Aufmalen von zusätzlichen (Fuß- und) Radpiktogrammen nicht bentzungspflichtige gemeinsame Geh- und Radwege nach § 2 (4) III machen.

    Warum nicht auch aus Seitenstreifen durch Piktogramme Radwege auf Fahrbahnniveau machen?

    ...


    Das wurde in den Postings über Deinem erklärt:

    Weil es keine Radwege wären und auch keine Radfahrstreifen.


      Ein Radfahrstreifen ist ein durch Zeichen 237 angeordneter Sonderweg, der mittels Zeichen 295 (Breitstrich: 0,25 m) von der Fahrbahn abgetrennt ist

    Das kann rechtlich eigentlich nicht funktionieren:

    Ein Radfahrstreifen ist mit Vz 237 zu kennzeichnen (sonst ist es kein Radfahrstreifen). Vz 237 bedeutet, dass der Radverkehr diese Verkehrsfläche zu nutzen hat, womit die Nutzung anderer Verkehrsflächen (also auch der baulich angelegte Radweg) automatisch untersagt ist.

    Allerdings ist im konkreten Fall kein Vz 237 erkennbar. Es handelt sich hier daher wohl um einen rot eingefärbten Seitenstreifen, auf dem man seinen Pkw zum Parken abstellen kann.

    Das nenne ich mal kreativ.


    Im tatsächlichen Verkehrsablauf ist es aber ohnehin egal, denn man sieht ja links im Bild einen Radfahrer, der es vorzieht, auf den Straßenbahnschienen zu fahren.

    Die Frage steht bereits im Thread-Titel: Darf man auf der Fahrbahn ein Fahrrad schieben, wenn da das [Zeichen 267] steht?

    Ja, klar!

    Du darfst Dein Fahrrad in die Straße hineinschieben, und wenn Du hinter dem Vz 267 kannst Du wieder aufsteigen und weiterfahren.

    Ob es sich um eine echte Einbahnstraße mit Vz7 220 handelt, wissen wir ja nicht. In dem Fall dürfte man das natürlich nicht.


    Im Grunde genommen hat das Vz 267 für Radfahrer nicht wirklich eine praxisrelevante Wirkung.