Beiträge von Yeti

    Auf jeden Fall sollte man an solchen Kreuzungen nicht mit 25km/h auf der falschen Straßenseite ankommen, egal mit welchem Fahrzeug. Hier ist es ja selbst mit Schrittgeschwindigkeit gefährlich.


    Die Verantwortlichen, die auf solchen Wegen das Geisterradeln erlauben, sollte man im Übrigen auch sofort aus dem Verkehr ziehen. Vermutlich glaubt man aber, dass das Problem durch die Installation des Spiegels gelöst sei.

    Der linksseitige, 1,50m "breite" Gehweg, den man auf der leicht abschüssigen Strecke mit einem [Zusatzzeichen 1022-10] auch für Gehweg-Geisterradler freigegeben hat, ist natürlich in Gegenrichtung mit [Zeichen 240] benutzungspflichtig.

    Immerhin hat der Scooter-Fahrer auf meinen Hinweis, dass auf Gehwegen Schritttempo gefahren werden muss, auf die Fahrbahn gewechselt. Vorher war er mit ca. 25km/h an den zahlreichen schlecht einsehbaren Ausfahrten und Einmündungen vorbeigescootert.


    Peter Altmaier wurde doch kürzlich mit den Worten zitiert, Klimaschutz dürfe nicht zu Lasten der Wirtschaft gehen. Damit meint er die derzeitige Wirtschaft und nicht eine zukünftige Wirtschaft, in der neue Arbeitsplätze entstehen können: Eine Automobilindustrie, die SUVs baut, Energiekonzerne, die Kohlekraftwerke betreiben. "Energie muss bezahlbar bleiben", bedeutet, dass Kernenergie und Kohlekraftwerke weiter subventioniert werden, indem die Langzeitkosten auf künftige Generationen verschoben werden, während Windenergie und Solarenergie sich nach den Regeln des Marktes durchsetzen sollen. Das kann nicht funktionieren und schon gar nicht, wenn man den weiteren Ausbau regenerativer Energien deckelt, damit die Kohlekraftwerke noch lange gewinnbringend betrieben werden können.


    In den letzten Jahren sind 80.000 Arbeitsplätze in der deutschen Solarindustrie verloren gegangen und aktuell stehen 40.000 Arbeitsplätze in der Windenergiebranche auf der Kippe. Wichtig ist aber, dass die 20.000 Arbeitsplätze im Braunkohlebergbau mit aller Gewalt erhalten werden.


    Ich hoffe, dass unser Wirtschaftsminister bald platzt. Noch ein winziges Minzplättchen, Herr Altmaier?

    Der Pfaffe hat's verstanden: Der SUV braucht keine Segnung. Der setzt sich allein durch seine Masse gegen die gesegneten Kleinwagen durch.


    Segnet die katholische Kirche eigentlich auch Schwarzgeldkonten, Zwangsprostitution und Menschenhandel? Wäre doch vielleicht noch eine Marktlücke...

    Wer sich auskennt, darf schneller fahren!

    Aber dafür nicht mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen. Pech für die Müllabfuhr: Die müssen dann mit kleineren Fahrzeugen den Müll abholen und mehrmals fahren. Die verlorene Zeit holen sie wieder raus, indem sie dann schneller als 50km/h fahren.

    Der Otto-Normal-Durchschnittsverdiener hat von solchen Luxusproblemen erst gar keine Vorstellung.

    Du offenbar auch nicht, dafür aber ein gefestigtes schwarz-weiß Denken. In Hamburg sind die Mieten mittlerweile doppelt so hoch wie hier im Umland. Das spielt in der Tat schon eine Rolle, welche Strecken die Pendler auch finanziell auf sich nehmen. Oder glaubst du ernsthaft, dass hier nur die reichen Leute wohnen, denen Hamburg zu schäbig ist? ^^

    Ich habe nichts ausgeblendet, sondern gebe dir in diesem Punkt recht, was die Ursachen der großen Distanzen angeht. Dazu habe ich auch einen Artikel verlinkt, den du mal lesen kannst.


    Mir hat gestern jemand von einem Kollegen erzählt, der in Hamburg arbeitet und sich in Soltau ein Haus gekauft hat. Die Wahl fiel auf Soltau, weil er von dort auch genauso "schnell" in Bremen wäre, falls sein Arbeitgeber ihn dorthin versetzt. Wie wäre wohl seine Entscheidung gefallen, wenn es keine Autobahnen gäbe? Würde er dann auch täglich 80km einfache Strecke zur Arbeit fahren?


    Ein Schienenweg nutzt den Leuten genauso viel wie eine Autobahn: Man muss dort erstmal hinkommen. Gut wäre daher natürlich eine gute Busanbindung der Bahnhöfe, damit nicht alle einzeln mit dem Auto zum Bahnhof fahren. Wer allerdings mit dem Auto nicht zum Bahnhof sondern auf die Autobahn fährt, fährt üblicher Weise auch am Zielort mit dem Auto weiter, während Bahn-Pendler am Zielort in der Regel mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren. Insofern wird die A26 auch in Hamburg zu mehr Autoverkehr führen, hurra! Gleichzeitig werden Pendler, die in Hamburg arbeiten, noch weiter weg auf's Land ziehen, weil sie in der selben Zeit noch größere Entfernungen zurücklegen können. Das von dir angesprochene Problem wird also auch dadurch noch größer: Mieten und Immobilienpreise steigen in einem immer größeren Umkreis, während die Versorgung vor Ort immer schlechter wird.


    Umgekehrt werden auch weniger Leute mit dem Auto fahren, wenn es attraktive Bahnverbindungen gibt. Und seien es nur die Leute, die in der Nähe der Bahnlinie wohnen. Dort, wo Bahnlinien stillgelegt wurden, wird der Autoverkehr zugenommen haben.


    Reicht das als Begründung, warum eine Autobahn zusätzlichen Autoverkehr generiert? Hier aus dem Blickwinkel eines Kleinstadtbewohners in der Metropolregion Hamburg. Dass die Bedingungen in der Pfalz anders sein mögen, stelle ich nicht in Frage. Es geht auch überhaupt nicht darum, dass alle Menschen nur noch mit der Bahn oder nur noch mit dem Fahrrad fahren. Das ist ein sinnloses Totschlagargument. Es würde sich schon viel verbessern, wenn es diejenigen tun würden, die es könnten und wenn man dafür sorgen würde, dass künftig mehr Menschen ohne Auto mobil sein können. Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist mir auch klar.

    Jaja, wer nicht deiner Meinung ist, begeht wieder Denkfehler. Komm mal von deinem hohen Ross runter.


    Das Autobahnnetz entlastet nicht die sonstigen Straßen, sondern führt auch auf den sonstigen Straßen zu mehr Autoverkehr. Man kann das direkt beobachten: Auch in meinem Bekanntenkreis fahren einige Leute, die in Hamburg arbeiten, wieder mit dem Auto anstatt mit der Bahn, seit nur das Teilstück der A26 bis kurz vor Buxtehude fertig ist. Diese Autobahn "entlastet" also höchstens den RE und die S-Bahn.

    Was ist an (für Radfahrer nicht gesperrten oder zwangsberadwegten) Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bitteschön "Autoinfrastruktur"?

    Ich habe die geplanten Autobahnen genannt. Dort fahren weder Binnenschiffe, Eisenbahnen oder Radfahrer und auch als Start- und Landebahn für Flugzeuge sind Autobahnen nur in Ausnahmefällen geeignet und nicht generell vorgesehen. Also ist das reine Auto-Infrastruktur (Auto = PKW + LKW).


    1 Kilometer Autobahn-Neubau kostet je nach Gelände 15-20 Mio EUR. Auf dem moorigen Marschboden im Elbtal muss der Boden erst jahrelang durch Vorbelastungsdämme verdichtet werden, bevor der eigentliche Bau beginnt. Das macht mir ein wenig Hoffnung, dass das Ganze noch so lange dauert, dass man es noch rechtzeitig abblasen kann. Das Geld wäre für den Ausbau oder die Reaktivierung des Schienennetzes deutlich besser investiert. Und du hast recht: Das müsste man wollen. In der Vergangenheit war man immer nur der Meinung, dass die Bahn wirtschaftlich arbeiten müsse, während Auto-Infrastruktur schon immer massiv subventioniert wurde. Das Selbe in der Energiewirtschaft: Erneuerbare Energien sollen wirtschaftlich sein und sich "nach den Regeln des Marktes" gegen massiv subventionierte Kohle- und Atomenergie behaupten. Lobbyisten machen sich die Welt wie sie ihnen gefällt.


    Nicht aus dieser Woche, sondern aus der letzten (sorry, falls der Link schon gepostet wurde):

    Vollbremsung https://www.heise.de/tp/features/Vollbremsung-4442357.html

    Jeder Euro, der heute noch in neue Auto-Infrastruktur investiert wird, ist rausgeworfenes Geld, weil das den Teufelskreis nur noch weiter antreibt: Autofahren wird noch bequemer und die Distanzen, die sich die Leute zumuten (sich zumuten lassen), mit dem Auto zu fahren, immer größer.


    Aktuelle Großprojekte hier in der Gegend: Autobahn A26 mit Anschluss an die A7. Die Autofahrt nach Hamburg dauert dann künftig nur noch halb so lange wie mit der Bahn. Verlängerung der A26 nach Nordwesten und Bau der A20 mit neuem Elbtunnel zwischen Glückstadt und Drochtersen, Verlängerung der A20 bis nach Bremerhaven. Kehdingen wird boomen, wenn das Autobahndreieck Drochtersen erstmal durch die Verkehrsnachrichten bekannt wird.


    Das kostet ein Vielfaches von dem, was es kosten würde, auf der Bahnlinie Hamburg-Cuxhaven z.B. ein drittes Gleis zu verlegen, um langsamen Güterverkehr von der S-Bahn und RE zu trennen, um bei Störungen weiterhin Zugbetrieb in beiden Richtungen aufrecht zu erhalten oder die Taktrate zu erhöhen. Derzeit ist auf den beiden Gleisen alles schon am Limit und sobald das labile System gestört ist, kommt alles durcheinander. Und wenn die S-Bahn und der RE nicht fahren, dann fahren sowieso alle wieder mit dem Auto nach Hamburg und parken den Elbtunnel zu. Wenn das künftig noch einfacher geht, dann sowieso.


    Die Regionalbahn durch die Lüneburger Heide von Braunschweig nach Uelzen ist regelmäßig gut gefüllt und fährt im Stundentakt. Der Bedarf wäre da und das Angebot würde noch attraktiver, wenn die Bahn halbstündlich fahren würde. Dafür müsste man aber an einigen Bahnhöfen ein zweites Gleis bauen (meinetwegen auch dazwischen), damit mehr Züge auf der eingleisigen Strecke fahren können. Das wären Peanuts im Vergleich zu den irrsinnigen Kosten einer völlig neuen Autobahn.


    Es mag ja sein, dass man in der Pfalz zwingend Auto fahren muss, aber woanders gäbe es auch Alternativen (wenn man wollte).

    Im Rahmen der Einwohnerbeteiligung zum geplanten Stadtumbau der Harschenflether Vorstadt haben wir unseren Senf dazu gegeben. Der Kommentar hat es immerhin -wenn auch in gekürzter Form- in den Rahmenplan geschafft.


    Rahmenplan: https://sessionnet.krz.de/stade/bi/getfi...534&type=do&;

    Auf S. 25

    Zitat
    Die Fahrrad-Initiative Stade weist darauf hin, dass das Klimaschutzkonzept der Hansestadt Stade aus dem Jahr 2013 einen „Masterplan fahrradfreundliches Stade“ enthält, der besagt, dass die Führung des Radverkehrs stärker berücksichtigt werden soll. Eine gemeinsame Nutzung der Fahrbahn durch Kfz und Fahrrad wird für sicherer als Radwege im Seitenraum befunden und damit empfohlen. Die genannten Aspekte werden, soweit dies hinsichtlich des zu erwartenden Verkehrsaufkommens faktisch und rechtlich möglich ist, insbesondere beim Neubau der Wischhafener Straße berücksichtigt.

    Diese Formulierung stößt mir schon wieder auf, denn sie erweckt den Eindruck, als müsse man erst prüfen, ob es rechtlich möglich sei, Radfahrer auf der Fahrbahn fahren zu lassen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Es muss begründet werden, ob ein Benutzungsverbot der Fahrbahn (Radwegbenutzungspflicht) angeordnet werden darf, während die Fahrbahnnutzung durch Radfahrer den Regelfall darstellt. Hier zeigt sich wieder einmal, dass das Rechtsverständnis der Stadtverwaltung diametral zur gängigen Rechtsprechung ist.


    Am Ende wird es vermutlich wieder auf 2,00m breite, gemeinsame Geh- und Radwege hinauslaufen, die an jeder Einmündung so von der Fahrbahn abgerückt sind, dass die Sichtbeziehungen zwischen Radfahrern und PKW-Fahrern irgendwo zwischen "schwierig" und "unmöglich" angesiedelt sind. Man wird es damit begründen, dass man das schon immer so gemacht hat und dass bislang keine Unfallschwerpunkte (>3 Unfälle an der selben Stelle/Jahr) bekannt sind. Das bisherige Vorgehen hat sich also bewährt.

    Ist das Kind unter 8 Jahren, dann dürfte es nicht auf dem Hochbordradweg fahren, sondern müsste den Bürgersteig benutzen.

    Wenn ein von der Fahrbahn abgetrennter Radweg vorhanden ist, dürfen auch Kinder unter 8 Jahren diesen benutzen.



    StVO §2(5)

    Zitat

    Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen.