Beiträge von Yeti

    Die Haltestelle befindet sich direkt hinter der Kreuzung. Wenn dort der Bus am Fahrbahnrand hält, kann es einen Rückstau auf die Kreuzung geben. Da glaube ich nicht, dass sie die Haltebucht zurück bauen werden. Die Altländer Straße, von der die Salztorscontrescarpe abzweigt, ist eine der Hauptstraßen zur Innenstadt. Ich habe schon genug damit zu tun, dass sie dort die Benutzungspflicht aufheben. Aber selbst, wenn das erfolgt ist, werden hier 99% der Radfahrer weiterhin den "Radweg" benutzen. Ein Rückbau des "Radweges" und Führung aller Radfahrer auf der Fahrbahn halte ich hier (noch) nicht für realistisch. Man hat ja gerade erst angefangen, Benutzungspflichten an weniger stark befahrenen Straßen aufzuheben und das war auch bislang immer eine schwere Geburt.


    Seit 1 1 /2 Jahren ist der "Radweg" vom Salztor bis zur Salztorscontrescarpe wegen einer Baustelle gesperrt und stadtauswärts müssten Radfahrer auf der Fahrbahn fahren (auf diesem Abschnitt) https://goo.gl/maps/GEANT94H9XR4dAav6 Man hat auch Tempo 30 angeordnet, aber statt auf der Fahrbahn fahren dort bestimmt 95% der Radfahrer als Geisterradler auf dem linksseitigen "Radweg".

    Hier noch mit Skizze. Wenn der Bus in der Haltebucht steht, ist wohl jedem Radfahrer klar, dass er gucken muss, bevor er auf die Fahrbahn einfährt, oder?

    Wenn gerade ein Bus in der Haltestelle steht, funktioniert es nicht, das ist klar. Der Bus fährt dort aber nur alle 30 Minuten. Wenn ein Bus dort steht, müsste man als Radfahrer entweder warten oder schon vor dem Bus auf die Fahrbahn wechseln.


    Vor der Haltebucht aufleiten, geht nicht. Das ist schon ganz am Anfang der Straße, hier: https://goo.gl/maps/4BzpiSaGnfqav3K89


    Am besten funktioniert es übrigens, wenn man auch schon in der Altländer Straße auf der Fahrbahn fährt. Dann braucht man auch keine Überleitung.

    Die Stadt hat das Problem nun auf ihre Art und Weise "gelöst" und die Linien schmaler gemacht. Nun müssen wir noch ein weiteres Mal die Bedeutung des Verkehrszeichens 340 erklären, die sich nicht ändert, wenn eine Leitlinie als Breitstrich oder als Schmalstrich ausgeführt ist.


    Was haltet ihr von diesen beiden Vorschlägen?


    1. Aufleitung auf die Fahrbahn hinter einem festen Hindernis. Die Fahrbahnbreite haben wir gestern Abend gemessen, sie beträgt an der Stelle 8m. Für Busse, die aus der Haltebucht ausfahren, könnte das ggf. problematisch sein.


    2. Aufleitung der Radfahrer bereits am Beginn der Haltebucht und stetiger Beginn der Leitlinie.


    In den Skizzen ist nicht maßstäblich dargestellt, dass die Fahrbahnbreite im Bereich der Abbiegespuren größer ist als 8m.

    hugo790 Meine Anmerkung war gar nicht mal auf dich bezogen, sondern bereits in der Überschrift des Artikels steht

    "Radfahrer zerstört in Niederkassel 35 Autoscheiben"


    Es war also keine Person, oder ein Mann, der anschließend auf einem Fahrrad geflüchtet ist, sondern ein Radfahrer. Wie jeder weiß, sind Radfahrer auch die, die immer bei rot über die Ampel, ohne Licht und trotz gut ausgebauter Radwege mitten auf der Straße [sic.] fahren und sich von hinten in dunkler Kleidung in den Toten Winkel anschleichen. Und jetzt schlagen diese Radfahrer auch noch Autoscheiben ein. Eigentlich gefundenes Fressen für die Auto-Bild :)

    Ich finde es interessant, dass man gleich davon ausgeht, dass diese Tat durch die Tatsache motiviert ist, dass der Täter Radfahrer ist. Vielleicht hat er aus ganz anderen Motiven gehandelt und ein Fahrrad war für die Tat einfach nur praktisch.


    Hat man schonmal gelesen, dass ein Autofahrer eine Bank überfallen hat, weil ein Bankräuber mit einem Auto geflüchtet ist? Oder dass ein Autofahrer einen Einbruch begangen hat, weil das Diebesgut mit einem Auto weggefahren wurde?


    Passend dazu "Der Fahrradtrottel"

    https://www.facebook.com/criti…rt/posts/585897944907785/

    Zitat

    Du auch nicht

    Sicherlich mehr als du denkst. Du schreibst von der entsolidarisierten Gesellschaft und merkst nicht, dass sämtliche Ursachen für die von dir genannten Probleme auch die Ursachen des Klimawandels sind. Du tust so, als könnte man das Eine vom Anderen trennen, dabei hängt das alles zusammen: Ein aus den Fugen geratener Kapitalismus, der keine Grenzen kennt und der ausschließlich darauf angelegt ist, hier und jetzt den Profit zu maximieren, ohne Rücksicht auf Verluste: Ohne Rücksicht auf Schwächere, ohne Rücksicht auf die, die nach uns kommen. Ein paar Wenige lassen es sich gut gehen auf Kosten aller anderen. Das ist die Ursache für die von dir genannten Probleme und gleichzeitig die Ursache des Klimawandels. "Nach uns die Sintflut" war noch nie treffender.


    Ich lebe hinter dem Deich, so dass der steigende Meeresspiegel hier auch so schnell nicht das größte Problem darstellen wird, jedenfalls nicht in der Zeit, die mir noch bleibt. Wenn ich in 30-40 Jahren den Löffel abgeben muss, dann wird die Elbe draußen einen halben Meter höher stehen. Unser Haus hat in den letzten 200 Jahren schon einige Sturmfluten überstanden und wird das auch in Zukunft noch können.


    Das größere Problem wird nicht einmal in Indien oder Brasilien der steigende Meeresspiegel sein, sondern die Tatsache, dass die hohen Temperaturen dort in Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit an immer mehr Tagen im Jahr nicht überlebbar sind. "Potenziell tödliche Hitzetage" nennt man das. Schau mal hier: https://www.nature.com/articles/nclimate3322

    Wenn du glaubst, dass es dich in der Pfalz nicht betreffen wird, wenn eine Atommacht mit derzeit schon über 1 Milliarde Einwohnern in weiten Teilen nicht mehr bewohnbar ist, dann glaube das von mir aus einfach weiter.


    Und glaube einfach weiter daran, dass sich die Menschheit schon immer an veränderte Bedingungen angepasst hat und dass das auch weiterhin so möglich sein wird. Na gut: Früher mussten sich ein paar Millionen Menschen auf diesem Planeten an Veränderungen anpassen, die in Zeiträumen von Zehntausenden Jahren abgelaufen sind. Jetzt stehen die selben Veränderungen innerhalb weniger Jahrzehnte an und es betrifft bald 8 Milliarden Menschen. Aber das wird schon nicht so schlimm werden (in der Pfalz).


    Und beruhige dich: Es gibt nicht mehr genug Eis auf diesem Planeten, als dass das Meer irgendwann die Pfalz überfluten könnte. Wenn alles geschmolzen ist, wird der Meeresspiegel nur um ca. 70m steigen und das dauert noch sehr lange, da hast du völlig recht. Man wird in der Pfalz auch noch bei einer um 4°C gestiegenen globalen Durchschnittstemperatur überleben können. Was interessieren dich also andere? Während andere Teile der Welt von Dürren oder Überschwemmungen bedroht sind, kannst du dich also weiter damit befassen, auf der Bundesstraße 10 Fahrrad fahren zu dürfen und weiter den Klimawandel leugnen. Du bist echt auf der Gewinnerseite...

    Es gäbe sozial- und wirtschaftspolitisch drängenderes.

    Nein. Denn wir nehmen uns mit der Untätigkeit gegen den Klimawandel gerade selbst jeglichen Handlungsspielraum, die Probleme, die dir drängender erscheinen, zu lösen. In 50 Jahren wird es hier nicht mehr um die Frage sozialer Gerechtigkeit gehen, sondern ums nackte Überleben. Und zwar nicht, weil uns selbst das Wasser bis zum Hals steht, sondern weil andere Teile der Welt nicht mehr bewohnbar sein werden, in denen derzeit Hunderte Millionen Menschen leben.

    Du glaubst, dass 2 Mio Syrische Bürgerkriegsflüchtlinge für Europa ein Problem waren? Dann warte mal ab, was noch kommt.

    Hier wurde alles hingestellt, was die Schilderkiste hergab: Alles mit [Zeichen 250][Zeichen 254][Zeichen 259] verboten und per [Zeichen 240] [Zusatzzeichen 1012-32]vorgeschrieben (aber irgendwie auch wieder nicht) und das Umleitungsschild weist direkt in die Baustelle.



    Dabei halte ich das VZ 600 für das am besten selbsterklärende Verkehrszeichen überhaupt, das eigentlich keiner weiteren Beschilderung bedarf.

    ..."grundsätzlich ist es nämlich nicht erlaubt, Musik auf beiden Ohren wegen der Verkehrsbeeinträchtigung zu hören..." 1:06


    Wie macht man das beim Autoradio, dass man die Musik immer nur mit einem Ohr hört?

    Deine Aussage illustriert vortrefflich die allgemeine kognitive Dissonanz des Menschen bei der Risikobewertung: das Risiko, was wir selber auslösen, unterschätzen wir maßlos bzw. stellen es gleich ganz in Abrede, während wir bei Risiken, die wir anderen zuschreiben, schon auf pure Einbildung bzw. minimale abstrakte Gefährdungen überaus empfindlich reagieren.

    Das ist aber irgendwie auch nachvollziehbar. Wenn ich mit Gehwegradlern spreche, höre ich oft das Argument, dass sie die Risiken dort selbst durch ihr Verhalten beeinflussen können, während sie sich auf der Fahrbahn hilflos ausgeliefert fühlen. Dazu kommt das, wovor sie Angst haben, auch noch von hinten. Ob ein Auto beim Überholen in den "intimen Bereich" eindringt, merkt man erst, wenn es neben einem ist, oder man hat einen Rückspiegel. Aber selbst mit Rückspiegel kann man daran nichts ändern, sondern das Wissen, dass da von hinten gleich jemand zu dicht an ihnen vorbei fahren wird, dürfte ängstliche Radfahrer, die die "Gefahr" schon vorher im Rückspiegel haben kommen sehen, eher noch weiter in die Dooring-Zone drängen.


    In solchen Gesprächen treffen dann Fakten auf Emotionen. Es geht dann ja gar nicht um eine wirkliche Risikobewertung, sondern darum, wie es sich anfühlt. Daher sehe ich das nicht als "kognitive Dissonanz", sondern es sind einfach zwei völlig unterschiedliche Ebenen, die sich gar nicht vergleichen lassen


    Ständig erzählen mir die Leute hier, dass sie andauernd angehupt werden, wenn sie auf der "Straße" [sic.] fahren. Mir passiert das komischer Weise so gut wie nie und wenn, dann ist es mir egal. Vielleicht merke ich es mir deswegen auch nicht, wenn mich mal jemand mit der Hupe grüßt. Andere sehen darin die Bestätigung, wie gefährlich es ist, was sie ohnehin für gefährlich halten. Da hilft dann auch keine wissenschaftliche Statistik, dass noch niemand totgehupt wurde. Angst zu schüren ist einfach, aber den Leuten ihre Angst zu nehmen, ist schwierig.

    Für einen Abstand von anderthalb Metern und mehr zwischen rechtem Fahrbahnrand und wartenden Fahrzeugen hätten jedoch die wartenden Fahrzugführer zuvor beim Fahren den Tatbestand der Verletzung des Rechtsfahrgebotes verwirklicht.

    Nicht, wenn es dort einen ausreichend breiten Schutzstreifen oder Radfahrstreifen gab.


    Ansonsten sehe ich das Vorbeifahren rechts an wartenden Fahrzeugen auch sehr kritisch, weil man sich als Radfahrer dadurch genau in die gefährliche Situation bringt, dass einen Rechtsabbieger nicht wahrnehmen. Solange die Fahrzeuge stehen, mag es ja noch gehen, aber §5(8) besagt ja auch, dass man eben nicht mehr rechts überholen darf, sobald sich die wartenden Fahrzeuge wieder in Bewegung setzen, weil sie dann nicht mehr warten.


    Und wer erklärt jetzt dem durchschnittlichen Radfahrer, dass er auf einem Radfahrstreifen vorbei fährt und auf einem Schutzstreifen überholt? Für die Leute sind das doch beides "Radwege auf der Straße".


    Per Definition der VwV-StVO ist

    ein Radfahrstreifen ein mit Zeichen 295 von der Fahrbahn abgetrennter Sonderweg,

    ein Schutzstreifen ein durch Zeichen 340 gekennzeichneter Teil der Fahrbahn.


    Überholen kann man nur auf dem selben Straßenteil, aber auf einem anderen Straßenteil fährt man vorbei. Bitte korrigiert mich, wenn ich mit dieser Interpretation falsch liege.

    20 Jahre hat es gedauert, bis die Stadt Stade eine Maßnahme des Radverkehrskonzeptes von 1999 umsetzt und das vorgeschriebene Geisterfahren in den Straßen Am Bahnhof und in der Salztorscontrescarpe aufhebt. Im März hatte ich noch auf die ERA 2010 hingewiesen, wie man eine sichere Überleitung vom "Radweg" auf die Fahrbahn schafft.


    Eine Antwort habe ich am letzten Freitag in Form geschaffener Tatsachen erhalten. :rolleyes:




    Zitat

    Wer aus einem Grundstück, aus einer Fußgängerzone (Zeichen 242.1 und 242.2), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325.1 und 325.2) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen. Die Absicht einzufahren oder anzufahren ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen. Dort, wo eine Klarstellung notwendig ist, kann Zeichen 205 stehen.

    http://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__10.html


    Zitat

    VwV-StVO Zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen

    Beim Einsatz moderner Mittel zur Regelung und Lenkung des Verkehrs ist auf die Sicherheit besonders Bedacht zu nehmen.

    Verkehrszeichen, Markierungen, Verkehrseinrichtungen sollen den Verkehr sinnvoll lenken, einander nicht widersprechen und so den Verkehr sicher führen.

    http://www.verwaltungsvorschri…_26012001_S3236420014.htm

    Zum Glück habe ich Satteltaschen, in denen ich Dinge mitnehmen kann und einen Gepäckträger. Dann ist das wohl ein Lastenrad. Oder wird das dann in der VwV-StVO genau definiert, wie groß ein Fahrradkorb sein muss, damit es sich um ein Lastenrad handelt?


    Was ist mit Fahrrad-Abstellanlagen, die in einigen Städten am Fahrbahnrand gebaut wurden? Müssen die dann wieder entfernt werden?

    Ich glaube auch, dass die meisten dieser Hindernisse verhindern sollen, dass die Wege als Abkürzungen von motorisierten Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Das funktioniert aber auch eher nur so mittel, wenn z.B. Poller ständig umgelegt sind und so nur noch eine Gefährdung darstellen und ihren eigentlichen Zweck dabei gar nicht erfüllen. Gerade jetzt im Herbst, wenn alles noch schön durch Laub getarnt ist.


    In dem zweiten Beispiel oben ist es auch so, dass man mit dem Auto sowieso nicht weit käme. Vielleicht muss man es einfach mal drauf ankommen lassen, dass jemand mit seinem Auto dort ein paar Meter weiter stecken bleibt. Das Ganze dann garniert mit einer angemessenen Rechnung für entstandene Sachschäden und Bergungskosten.