Beiträge von Yeti

    Nochmal zu den Unfalldaten aus dem Unfallatlas. Ich habe mir nochmal die Rohdaten für die Stadt Stade angeschaut.


    Insgesamt wurden im Jahr 2017 43 Unfälle erfasst, mit 36 leicht und 7 schwer Verletzten.

    Häufigste Unfallart ist 5 = "Zusammenstoß mit einbiegendem / kreuzendem Fahrzeug" (25 Unfälle)

    Häufigster Unfalltyp ist 3 = "Einbiegen / Kreuzen-Unfall" (18 Unfälle)


    Von den 3 Unfällen Art 3 "Zusammenstoß mit seitlich in gleicher Richtung fahrendem Fahrzeug" sind zwei Unfälle vom Typ 2 "Abbiegeunfall".


    Von den 4 Unfällen im Längsverkehr waren 2 Unfälle solche zwischen Fahrrad und Fußgänger, sowie 2 Unfälle mit entgegenkommendem PKW bei Dämmerung oder Dunkelheit, kein einziger Unfall beim Überholen.


    Jetzt muss ich mir noch anschauen, wie man die UTM-Koordinaten umrechnet, um die Unfälle den Unfallorten zuordnen zu können.

    Gefahren, denen man sich hilflos ausgesetzt fühlt, werden in der Regel überschätzt. Anders herum werden Gefahren, auf denen man Einfluß zu haben glaubt (dann fahre ich halt langsamer, verzichte ich auf meine Vorfahrt) unterschätzt.

    Exakt das wird mir in den Gesprächen immer wieder so gesagt, von allen Seiten. Und man findet das auch so in den Medien wieder und in Pressemeldungen der Polizei: Radfahrer, schützt euch, fahrt vorsichtig und defensiv, verzichtet lieber auf eure Rechte, zieht euch Wahnwesten an und setzt Helme auf. Kurz gesagt: Sorgt selbst für eure Sicherheit, denn die anderen tun es nicht. Da fährt man dann lieber dort, wo man meint, das Risiko selbst kontrollieren zu können. Aber das ist ein Trugschluss.


    Ich hatte ein einschneidendes Erlebnis, bei dem ich fast unter einem rechts abbiegenden LKW gelegen hätte. Ich habe den LKW gesehen und ich habe realisiert, dass er rechts abbiegen wird. Ich hatte Blickkontakt mit dem Fahrer über die LKW Spiegel (jedenfalls habe ich den Fahrer über die Spiegel gesehen und meine wahrgenommen zu haben, dass er auch in die Spiegel geschaut hat). Der Fahrer hat vor dem Abbiegen deutlich gebremst. Ich war mir sicher, dass er mich durchlassen wird, aber in dem Moment, wo ich auf die Furt fahre, biegt er ab. Ich habe keine Ahnung, ob er mein defensives Verhalten, selbst die Geschwindigkeit zu reduzieren, missverstanden hat, dass ich auf meinen Vorrang verzichten werde, oder ob er mich trotz Blick in den Spiegel nicht wahrgenommen hat, oder ob er auf das Recht des Stärkeren gesetzt hat oder ob er zu oft bei der Polizei oder in der Autobild gelesen hat, dass Radfahrer auch mal zu ihrer eigenen Sicherheit auf ihre Vorfahrt verzichten müssen.

    von außen nehmen? gar nicht.

    das muss von selbst kommen.

    Bei mir kam es auch von selbst und in der Tat aufgrund vernünftiger Überlegungen, nachdem ich mich tiefer mit der Materie auseinandergesetzt habe und nachdem ich es einfach ausprobiert habe.

    Derjenige solle einfach mal eine kleine Statistik führen, wie oft er im Monat auf seinen "sicheren" Radwegen gefährdet und behindert wird.

    Habe ich tatsächlich getan: Im vergangenen Winter 43 kritische Situationen, davon 4 auf der Fahrbahn, 39 auf Radwegen. Das Ergebnis hat mich am Ende völlig überzeugt. Seitdem ich die Radwege meide, auf denen ich immer wieder die selben Situationen erlebt habe, ist es in der Tat drastisch weniger geworden.

    Aber wer treibt schon solch einen Aufwand? Da ist es doch auch bequemer, weiterhin zu glauben, was alle anderen auch glauben und was einem immer wieder erzählt wird.

    Heute auf der Heimfahrt war es mal wieder so weit. Passiert zwar selten, aber heute wollte mich wieder jemand erziehen (Achtung, Klischee: schwarzer 5er BMW). Erst dachte ich, der bremst, weil er rechts abbiegen will. Als ich links zum Überholen ansetze, fährt er weiter und ruft mir durch's Fenster irgendwelche Nettigkeiten und irgendwas mit "Fahrradweg" zu. Egal, was soll's.

    Ängste zu schüren, indem man drängelt, nötigt und beleidigt, ist halt einfacher als diese Ängste zu nehmen. Auch die Verantwortlichen haben Angst, für ihre Entscheidungen einen Shitstorm zu ernten. Da braucht man auch als zuständiger MA der Verkehrsbehörde einen breiten Rücken und die Überzeugung, das Richtige zu tun, oder wenigstens die unbedingte Rückendeckung von oben.

    Zitat von Pirminator

    Mir wär es lieber, man würde die Leute einfach mal zum Kopfdoktor zu schicken, damit jener diese armen Seelen mal von ihrer Fahrbahnphobie heilt...

    Aus diesem Thread: Bike-Flash: Warnende LED für Kraftverkehr


    Hättest du auch noch einen umsetzbaren Vorschlag, wie man den Leuten ihre Angst nehmen kann? Mit Fakten lässt sich schlecht gegen Emotionen argumentieren. Mich gucken hier alle an, als wäre ich komplett lebensmüde, wenn ich auf der Fahrbahn statt auf dem benutzungspflichtigen Gehweg fahre.

    Mit der Statistik von Th(oma)s kann ich vielleicht noch etwas bei der Polizei oder den Entscheidungsträgern erreichen, aber nicht bei den ängstlichen Radfahrern. Im Gegenteil: Je mehr man mit ängstlichen Leuten über tödliche Unfälle spricht, desto größer wird ihre Angst.


    Also wie bringt man Leute dazu,

    1. es einfach mal selbst auszuprobieren und nicht von vornherein abzulehnen?

    2. es so lange durchzuhalten, bis sie merken, dass ihre Angst unnötig ist, auch wenn sie mal angehupt oder mit weniger als 1,5m Abstand überholt werden?

    3. ihre eigene Sicherheit über die Flüssigkeit des Kraftverkehrs zu stellen? > breiter Rücken statt schlechtes Gewissen, den "richtigen" Verkehr zu stören?

    4. die vielen Gefahrensituationen auf den "sicheren Radwegen" auch als solche wahrzunehmen und zu begreifen, dass diese gefahrensituationen der Tatsache geschuldet sind, dass sie auf Radwegen fahren?


    Die entscheidende Frage ist: Wie kann man in einer autofixierten Gesellschaft das Radfahren auf der Fahrbahn mit positiven Emotionen verbinden? Wie kann man überhaupt in der Gesellschaft das alltägliche Radfahren mit positiven Emotionen verbinden? Nichts Belehrendes (gesund, umweltschonend) oder Vernünftiges (günstig) und auch nichts Elitäres, das eine Bewunderung für etwas auslöst, das man selbst nie tun würde (Boa, bei dem Wetter fährt der Fahrrad...). Wie kann man zeigen, dass es Spaß macht, obwohl es nass, kalt und anstrengend ist und obwohl man manchmal angehupt, beleidigt und bedrängt wird? Woher wissen wir, dass wir nicht selbst diejenigen sind, die zum Kopfdoktor müssen, weil uns das unterm Strich noch mehr Spaß als Ärger macht?

    E-Mail von der Verkehrsbehörde. Dort hatte ich Anfang des Jahres nachgefragt, wann denn nun endlich umgesetzt wird, was bereits beschlossen ist.

    Ich habe mich in meiner Antwort artig bedankt, aber auch nochmal nach einem konkreten Zeitrahmen gefragt. "In Kürze" habe ich hier schon zu oft gehört.


    Bezüglich des Bahnhofsumfeldes habe ich auf einen Unfall aus dem Jahr 2017 verwiesen, der aus dem Unfallatlas hervorgeht. Dort endet ein getrennter Geh- und Radweg mit [Zeichen 241-30] unvermittelt vor einem Fußgängerübergang und nach zweimaligem Queren der Fahrbahn soll man anschließend auf der linken Straßenseite fahren, während in Gegenrichtung keine Benutzungspflicht besteht. Was soll es denn da für eine erneute Änderung geben, wenn man diesen Quatsch endlich aufhebt?


    Ich befürchte ja, dass anstelle von [Zeichen 240] und [Zeichen 241-30] künftig überall einfach nur [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] aufgestellt wird und damit die Erwartung verbunden ist, dass alle Radfahrer artig auf dem Hochbord bleiben.


    Ermutigender finde ich da unseren Kontakt zur nieders. Landesbehörde und Straßenbau und Verkehr, wo wir am kommenden Freitag einen Termin haben, bei dem es um die Bedenken bei der Gestaltung des geplanten "Turbo-Kreisels" an der B73 / Thuner Straße geht. Man fand es wohl ganz gut, dass wir uns schon frühzeitig gemeldet haben, wo etwaige Änderungen noch in die Planung einfließen können. Zur derzeitigen Situation in der Thuner Straße (1,40 - 1,80m breiter, einseitiger Zweirichtungs-Gehweg mit [Zeichen 240]) sagte unser Ansprechpartner nur "Schilder weg und gut".

    Grundsätzlich stimme ich da zu. Dennoch muss es doch aber Möglichkeiten geben, Neues auszuprobieren und unter definierten Randbedingungen zu testen, bevor man es endgültig in die StVO übernimmt. Dass man auf den Testbetrieb einer solchen Anlage hinweisen muss, steht außer Frage. Das macht man ja auch z.B. auf Autobahnen, wo man neue Fahrbahnbeläge testet und auf ungewöhnliche Rollgeräusche aufmerksam macht.

    Aber der letzte Satz...

    Zitat

    Immerhin ist Kleve offiziell eine „fahrradfreundliche Stadt“. In der Radler nun die Wahl haben, ob sie lieber Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich in den Autoverkehr wagen wollen.


    Verbesserungsvorschlag: In der Radler nun die Wahl haben, ob sie lieber Schrittgeschwindigkeit auf dem Gehweg fahren oder sicher und zügig auf der Fahrbahn.


    Wenn ich mir das Bild anschaue, mit dem der Artikel illustriert ist, kann ich dort nicht mal ansatzweise ein Wagnis erkennen. Aber wieder einmal wird unterschwellig suggeriert, dass es auf dem linksseitigen Gehweg sicherer wäre als auf der Fahrbahn.

    Es ist eher so, dass die Parkgebühren hier so niedrig sind, dass sich daraus niemals ausreichende Einnahmen erzielen lassen. Geschweige denn, dass sich jemand aufgrund der Parkgebühren für den Bus oder das Fahrrad entscheidet.

    Es wäre noch zu hoffen, dass die Stadt wenigstens gegen Falschparker in der Innenstadt konsequenter vorgeht, wenn das neue Parkhaus nicht ausgelastet ist. Aber auch das wird wohl Wunschdenken bleiben.

    Ein Parkhaus wird ja errichtet, um (weitestgehend leistungslos...) Geld zu verdienen.

    Ich habe gehört, dass es für die Bewirtschaftung des neuen Parkhauses unterschiedliche Szenarien gab: Im am optimistischsten angenommenen Fall würde das Parkhaus ein jährliches Defizit von ca. 20.000,- EUR "erwirtschaften". Realistischer sind allerdings wohl eher jährliche Verluste in 6-stelliger Höhe.


    Die Geschichte des Parkhausbaus ist auch so eine Posse. Anfangs wollte der Investor, der das seit Jahren leerstehende Hertie-Kaufhaus abgerissen und an der gleichen Stelle ein neues Einkaufszentrum gebaut hat, auch das Parkhaus bauen. Die Stadt bestand allerdings darauf, das Parkhaus selbst zu bewirtschaften, damit es in das städtische "Konzept" zur Parkraumbewirtschaftung passt. Darauf hin hat der Investor gesagt, dass die Stadt das Parkhaus dann auch selbst bauen solle. Nachdem mehrere Ausschreibungen der Stadt zum Bau des Parkhauses erfolglos waren, hat dann doch der Investor das Parkhaus gebaut und die Stadt musste wohl sogar eine Vertragsstrafe zahlen, weil das Parkhaus zur Eröffnung des neuen Einkaufszentrums nicht fertig war. Nun mietet die Stadt das Parkhaus vom Investor und bekommt dafür die Einnahmen aus den Parkgebühren, die die Mietkosten aber allenfalls im günstigsten Fall annähernd decken.


    Man kann nur heulen, was da wieder für Geld verschwendet wurde und auch langfristig verschwendet werden wird. Das Geld, das dort versenkt wird, fehlt an allen Enden und Ecken.


    Als ich dort gestern Abend gegen 18:00 Uhr reingefahren bin, waren vielleicht 20 Autos drin. Die ersten 60 Minuten sind zudem kostenlos, was sicherlich den einen oder anderen Sparfuchs auch motiviert, sich möglichst nicht zu lange in der Innenstadt aufzuhalten. So geht hier Wirtschaftsförderung ;(

    Irgendwie habe ich da den Eindruck man muss die Wahlfreiheit umsetzen aber will nicht, dass sich Radfahrer auch für die Fahrbahn entscheiden.

    Da hast du leider Recht: Anstatt gefährliches Gehwegradeln konsequent zu unterbinden und parallel dazu Maßnahmen zu treffen, dass Radfahrer sicher auf der Fahrbahn fahren und sich dort auch sicherer fühlen, damit sie von ihrer Wahlfreiheit auch Gebrauch machen, versucht man lieber das Gehwegradeln weiter zu ermöglichen und toleriert dabei, dass sich niemand an das Gebot der Schrittgeschwindigkeit hält. Da wird dann auch schon mal von den Behörden geäußert, dass man solche Anordnungen "aus Gründen der Verkehrssicherheit" trifft.

    Ich habe keine AGB gefunden. Sollten die AGB allerdings erst im Parkhaus ausgehängt sein, würde ich auch gerne wissen, wie ich da wieder rauskommen soll, wenn ich erst mal vor der Schranke stehe :saint:


    Natürlich hat niemand daran gedacht, dass ein Radfahrer auf die Idee kommen könnte, in das Parkhaus zu fahren (die kennen mich halt erst seit 2 Jahren). Leider hat sich auch niemand darüber Gedanken gemacht, dass auch Radfahrer Abstellplätze für ihre Fahrräder in der Innenstadt brauchen. Man hätte bei der Planung des Parkhauses gleich vorsehen können, dass es auch Stellplätze für Fahrräder gibt. Dann gerne auch mit eigener Zufahrt.

    Ich könnte noch vorschlagen, die links-elbische Route aus dem Programm zu nehmen. Eigentlich schade, weil das hier nämlich ganz schön ist. Aber wenn man nur in S-H legal an der Elbe entlang fahren darf, dann können die niedersächsischen Orte entlang der Strecke halt nichts mehr an den Radtouristen verdienen. Pech gehabt!


    A propos Pech gehabt: Immer wieder kommt in Stade auch das Thema der mangelnden Fahrradstellplätze auf. Pünktlich vor Weihnachten hat ein neues Parkhaus für 500 Kraftstehzeuge in der Innenstadt geöffnet und es wurde beanstandet, dass dort keine Fahrradstellplätze vorgesehen seien.


    Ich habe es ausprobiert: Ob ich auf dem Fahrrad die 2m einhalte, müsste ich noch mal checken, aber mit den 3 Tonnen habe ich kein Problem. Also rein da!


    Dann die Ernüchterung bereits am Ticketautomaten. Ich kann so oft ich will, auf die Taste drücken, aber das Ding spuckt keinen Parkschein aus und die Schranke bleibt zu. Zum Glück kommt man aber mit dem Fahrrad vorbei und die ersten 60 Minuten sind sowieso kostenfrei (wofür die Stadt Stade so alles Geld übrig hat). Trotzdem finde ich das doof, denn ich wollte gerne ein Parkticket lösen. Vielleicht muss ich beim nächsten Mal einen Gullideckel mitnehmen, damit die Kontaktschleife reagiert.


    Wenn man erst mal drin ist, findet man viele Stellplätze. Leider fehlt eine Möglichkeit, das Fahrrad auch anzuschließen.


    An der Ausfahrt wieder das Problem, dass man an der Schranke vorbei muss, was sich dort deutlich enger gestaltet als bei der Einfahrt. Hätte ich bei der Einfahrt ein Ticket bekommen, wäre das kein Problem.


    Im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass zu Unrecht gemeckert wird. Hier hat die Stadt schöne überdachte innenstadtnahe Fahrradstellplätze geschaffen. Abzüge gibt es für die Tatsache, dass man als Radfahrer bei der Einfahrt davon abgehalten wird, ordnungsgemäß ein Parkticket anzufordern. Wünschenswert wären neben der Anpassung der Kontaktschleife Anlehnbügel, an denen man sein Fahrrad festschließen kann, sowie ein Rabattangebot, falls man sich mit mehreren Radfahrern einen Stellplatz teilt.

    OK, danke für den Hinweis. "Rechts am Stau vorbei fahren", also rechts überholen darf man auf dem Schutzstreifen genauso wie ohne Schutzstreifen unter den Bedingungen des §5: Also mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht an wartenden Fahrzeugen.


    Gemeint war von mir, dass man nicht auf dem Schutzstreifen rechts an langsameren Fahrzeugen auf der Fahrbahn überholen darf, weil die nicht warten. Da habe ich mich ungenau ausgedrückt.

    Wo? Bei YouTube steht nix. Wurde da etwa gelöscht?

    Offensichtlich ja. :cursing:


    *edit: neuen Kommentar geschrieben

    Der Weg verläuft überwiegend im Bereich des Außendeiches. Gerade im Winterhalbjahr sammelt sich darauf häufig Treibgut, das bei Hochwasser (gibt es hier 2 x am Tag) angespült wird. Ich denke auch, dass eine Erlaubnis, den Weg zu befahren auch mit den entsprechenden Sicherungspflichten verbunden ist. Es stellt sich dennoch die Frage wie die Wegweisung und veröffentlichte Routenführung mit dem Verbot vereinbar ist, den Weg zu nutzen. Und so lange die Polizei nicht die Radtouristen abzettelt, ist diese Frage auch erst im Schadensfall relevant.

    Die Wegweisung erfolgt wohl durch den Landkreis, die Anordnung des [Zeichen 250] aber auch. Allerdings sind das zwei unterschiedliche Stellen.

    Unterm Strich heißt das: Sie wollen zwar die Fahrradtouristen hier haben, aber den ausgeschilderten Weg nutzen die dann widerrechtlich auf eigenes Risiko. Das ist aber nicht nur im Ldkrs. Stade so, sondern war mir auch an anderen Stellen aufgefallen.

    Ich hatte neulich die Koordinierungsstelle des Elberadweges freundlich darauf hingewiesen, dass man im Landkreis Stade auf dem Elberadweg wegen [Zeichen 250] gar nicht Fahrrad fahren darf. Darauf erhielt ich gestern diese originelle Antwort:

    Zitat von Koordinierungsstelle Elberadweg

    ...

    Bei Gästebeschwerden versuchen wir dergleichen dann auch mit den Partnern vor Ort zu klären. Ihre aufgeführten Stellen sind bislang erstaunlicherweise noch nicht Hintergrund von Gästebeschwerden gewesen. Das mag Zufall sein oder Hinweis, dass es für Gäste vielleicht doch nicht so verwirrend ist, schon gar sie fast immer den Deich/Deichverteidigungsweg benutzen dürfen, aber ich auch weiss, dass dies in einigen Regionen heiss umstritten ist.

    Manchmal ist es dann besser, nicht an bestehenden Lösungen zu rütteln, sonst gibt es Totalverbote und dann dürfen die Radler gar nicht mehr auf den schönen Deichwegen fahren.

    ...

    Ich habe daher etwas deutlicher geantwortet:

    Mal sehen, ob er es nun begreift...