Beiträge von Malte

    Nächste Episode: Drei Radfahrer, die eine Reservierung für Wagen 3 haben, sind in ihrer Not angesichts des überfüllten Fahrradabteils auf der anderen Seite des Wagen 3 eingestiegen, also im Sitzbereich. Das war etwas unappetitlich, weil dort zwei Stellplätze für Rollstuhlfahrer vorgesehen sind, so dass man sich an einer Art Witz versuchte, „Wenn jetzt ein Rollifahrer kommt, hängen wir den hinten an die Lok, das passt ja mit der Spurbreite, hahahaha“.


    Nun wurde über den Lautsprecher zum Zählappell gerufen: Alle Radfahrer mit einem Fahrrad in Wagen 3 unterwegs sind, mögen bitte einmal ihre Reservierung vorzeigen. Der Zugbegleiter war nicht so ganz entspannt, dass im Fahrradabteil so viele Räder herumpurzeln, die dort offenbar nicht hineingehören.


    Nun gibt es wieder das übliche Gezeter:


    Woher soll man denn wissen, dass es in Wagen 5 noch ein Fahrradabteil steht? (Steht ja auf dem Ticket drauf.)

    Wie soll man in der Hektik sein Fahrrad in den richtigen Wagen stellen? )…)

    Die Kollegen in Hamburg hätten gemeint, die Radfahrer aus dem ausgefallenen Zug sollten einfach eine spätere Verbindung nehmen.

    Es sei nur angesagt worden, dass sich das Fahrradabteil im Abschnitt A befände.


    Die drei Räder aus dem Rollstuhlbereich sollen auf Wunsch des Zugbegleiters dennoch in den Wagen 3 — wie auch immer das funktionieren soll, denn der ist so voll, dass sich noch nicht einmal die Glastür in die richtige Richtung öffnen lässt, geschweigedenn dahinter irgendwie Platz für ein Fahrrad wäre.


    Der Zählappell verhallt jedoch ohne weitere Beachtung: Es findet sich niemand ein. Nun steht er da, der Zugbegleiter, zu recht ziemlich angefressen, und möchte gerne Ordnung in seinen Zug bringen. Klappt halt nicht, wenn keiner mitwirkt.


    Seit nunmehr einer Viertelstunde ist er nicht mehr wiedergekommen — so wichtig scheint es nicht zu sein.

    Das ist nun schon die dritte Fahrt in Folge mit einem InterCity, der „falsch herum“, also in umgekehrter Wagenreihung ans Gleis fährt.


    Für die mitreisenden Radfahrer hat das den Nachteil, 8 mal 25 Meter rennen zu müssen, weil das Fahrradabteil natürlich ganz vorne anstatt ganz hinten ist. Letztes Mal blieben nach meiner Beobachtung eine Handvoll reservierter Plätze im Fahrradabteil leer, die mit Hamburg beginnend bezettelt waren.


    Von einer Lautsprecherdurchsage werden alle Radfahrer ans andere Ende des Zuges getrieben, so dass nun zwei Probleme entstehen:


    1. Alle schmeißen ihre Räder nach vorne in das Fahrradabteil von Wagen 3, auch jene Räder, die eigentlich ihre Reservierung in Wagen 5 haben. Im Moment klemmen dort mehr als fünf Fahrräder herum, die noch keinen Stellplatz haben.
    2. Vor drei Stunden ist ein mir nicht näher bekannter Zug ausgefallen. Die dort gebuchten Radfahrer wurden vom Reisezentrum abgebügelt, einfach in den nächsten InterCity einzusteigen. Suuuper.

    Ich bin dann eben doch mal nach vorne gestiefelt, um das Mysterium um das Fahrradabteil in Wagen 5 aufzuklären, aber es ist leider schon zu spät: Da bekommt man nun keine Räder mehr herausrangiert und beim nächsten Halt in den richtigen Wagen sortiert.


    Was bin ich froh, dass ich nur noch mit Faltrad unterwegs bin.

    Wie ich es sehe bin ich sehr sachlich was hat der Sommer damit zu tun das auch Menschen die andere Meinung haben hier nicht mitdiskutieren dürfen aber es ist wie es ich sehe sie sind doch nicht willens oder in der Lage eine sachliche Diskusion zu führen .

    Sagen wir mal so: Wenn jemand mit einem neuen Benutzerkonto ins Forum stürmt und erstmal mit Beiträgen loslegt, die zwar nicht unbedingt beleidigend sind, aber, mit Verlaub, 1 zu 1 den Weisheiten entsprechen, die man regelmäßig in Kommentaren auf Facebook oder unter Artikeln der einschlägigen Nachrichtenseiten lesen kann, dann schrillen zunächst einmal die Alarmglocken.


    Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Ja, es gibt auf dem Fahrrad Idioten ohne Ende. Ich persönlich könnte mich mittlerweile jeden Tag mehrfach darüber aufregen, wie sich andere Verkehrsteilnehmer auf dem Fahrrad verhalten. Wir könnten nun eine lange Diskussion führen, warum das womöglich so ist und wie man diesem Zustand Abhilfe schafft — aber ich bin mir nicht sicher, ob du daran interessiert bist, ob es quasi die Zeit wert ist, denn dein Einstandskommentar sah eher nach dem Ablassen von Frust statt der Einladung zu einer unaufgeregten Diskussion aus.

    Mattimat und mir sind quasi zeitgleich so eine Art feindliches Grün vor dem Bahnhof Dammtor aufgefallen:


    Vom Signalgeber vor dem Bahnhof Dammtor bis zur eigentlichen Kreuzung am Dammtordamm sind es knapp 45 Meter. Das ist schon eine tüchtige Strecke. Nun ist am Bahnhof Dammtor leider immer Stau, ganz egal ob Sommerferien oder nicht, so dass einige Kraftfahrzeuge bereits hinter der Haltinie, aber vor der Kreuzung stehen. Der Signalgeber zum Rechtsabbiegen wird rot, der Signalgeber für Radfahrer grün, aber die wartenden Kraftfahrzeuge biegen ganz ungerührt ab:




    Da hinten mangelt der Metrobus 5 beinahe zwei Radfahrer um, die bei grünem Licht losgefahren sind.


    Das ist ja mal wieder großartig gelungen. Mag jemand mal dort vorbeifahren, die Sache überprüfen und gegebenenfalls bei PK 14 petzen?

    Es hat kein Sinn mit jemanden zu diskutieren der sofort mit Lungengift und Dreck daherkommt.

    Diskussionen, in der ein Diskussionspartner vorgibt, welche Themen nicht behandelt werden dürfen, sind aber erfahrungsgemäß etwas einseitig. Deinen übrigen Beiträgen entnehme ich, dass wir zwar annehmen müssen, dass viele Radfahrer irgendwie lebensmüde unterwegs sind und quasi immer und überall rote Ampeln missachten, aber dass Kraftfahrzeuge Schadstoffe ausstoßen, das lassen wir unter den Tisch fallen, weil das die Diskussion vergiftet?

    Dass der Radfahrstreifen auch von Fußgängern und Geisterradlern rege genutzt wird, überrascht mich auch nicht mehr so richtig. Ich weiß zwar nicht, wie man ernsthaft auf die Idee kommen kann, in so einer Situation auf der falschen Seite zu fahren und das auch noch für eine gute Idee zu halten, aber naja: Bei Begegnungsverkehr müssen diese Experten dann immer halb auf den rechten Fahrstreifen ausweichen. Boah.


    Gestern wurd’s dann aber kurios, weil ein Geisterradler einen Fußgänger beiseite bitten musste. Ich finde, das beschreibt die Nutzung dieses Weges ganz gut:

    Ich habe eine Weile mit mir gerungen, ob ich hier den Notruf oder wenigstens direkt bei PK 23 anrufen sollte, aber nachdem ich noch immer an einer Prellung in der rechten Hand leide, war meine Motivation, mir womöglich wieder allzu kluge Sprüche von den Beamten anzuhören, eher gleich null. Sorry, aber hier muss eine Mail reichen.

    Zitat

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    im Lokstedter Steindamm befindet sich in Höhe der Hausnummer 61 eine Arbeitsstelle entlang des dortigen Gebäudes. Heute lagen dort gegen 19.30 Uhr Teile der Absperrung auf dem Geh- und Radweg; Radfahrer und Fußgänger mussten über die Fahrbahn oder den Grünstreifen neben dem Radweg ausweichen.


    Nach meiner Kenntnis und berichten von Radfahrern aus meinem Umfeld sind die Absperrgitter an der dortigen Arbeitsstelle bereits häufiger umgekippt. Ich möchte Sie darum bitten, bei der zuständigen Baufirma darauf hinzuwirken für eine verbesserte Standsicherheit zu sorgen, beispielsweise indem die Werbemaßnahmen auf den Absperrgittern im Sinne einer verbesserten Windlast entfernt oder mit zusätzlichen Querverstrebungen entlastet werden.


    Es wäre toll, wenn in diesem Zuge noch das herrenlose Zeichen 239 im Hintergrund wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückgestellt werden könnte.


    Mit freundlichen Grüßen
    Malte Hübner

    Auf facebook machen mehrere Meldungen die Runde, dass mal wieder ein Radfahrer am Berliner Tor „übersehen“ wurde. Dieser freilaufende Rechtsabbiegestreifen wird seit einigen Jahren von einem Radweg gekreuzt, der zumindest zeitweise nach meiner Erinnerung auch für beide Fahrtrichtungen vorgesehen war. Zusammen mit den teilweise eingeschränkten Sichtverhältnissen aufgrund der benachbarten Baustelle war das hier schon immer brandgefährlich — heute morgen wurde dort wohl ein Radfahrer von einem abbiegenden Taxi gerammt:


    Die Dekra möchte gerne § 5 Abs. 8 StVO streichen, so dass Lastkraftwagen nicht mehr von Radfahrern rechts überholt werden dürfen: Radfahrer sollen Lkw nicht rechts überholen


    Dabei gerät natürlich mal wieder alles durcheinander:


    Zitat

    „Das Tragische hier ist, dass der ausreichende Raum auf der rechten Seite erst dann entsteht, wenn der Lkw rechts abbiegen will, und sich daher etwas weiter links eingeordnet hat, um um die Kurve zu fahren“, erläutert der Diplom-Ingenieur.


    In diesem skizzierten Fall dürfen Radfahrer aber ohnehin nicht überholen, denn § 5 Abs. 8 StVO erlaubt das überholen explizit nur an wartenden, also stehenden Kraftfahrzeugen.


    Dann:


    Zitat

    Früher habe man das Warten auf dem rechten Seitenstreifen und das Überholen mit mäßiger Geschwindigkeit rechts unterstützt, weil man Radfahrern nicht zumuten wollte, im Abgasstrom zu warten. „Das hat sich erledigt, da das Abgasverhalten moderner Lkw sich deutlich verbessert hat und das Abgasendrohr sich links befindet“, erläutert Klinke.


    Das Abgasverhalten moderner Lastkraftwagen hat sich sicherlich gebessert — wenn man denn nicht an einen älteren Lastkraftwagen oder an ein Fahrzeug mit ordnungswidrig deaktivierter Abgasreinigung oder ein Kraftfahrzeug gerät, das den Auspuff hinten rechts hat. Das ist ja nun wirklich das drolligste Argument, das ich seit langer Zeit zu § 5 Abs. 8 StVO gehört habe.


    Dann:


    Zitat

    Es gebe Situationen im Stadtverkehr, bei denen der Radfahrer den Lkw an jeder Ampel überholt – immer und immer wieder. „Jeder Vorgang birgt erneute Gefahren“, sagt Klinke und mahnt: „Hier gilt es dringend, einen Riegel vorzuschieben. Denn im Duell des Schwächsten gegen den Stärksten verliert immer der Schwächste, sprich: der Radfahrer oder Fußgänger.“ Am besten geeignet sind Klinkes Ansicht nach von der Fahrbahn getrennte Fahrwege mit entsprechend sicher gestalteten Knotenpunkten.


    Auch diese Argumentation halte ich für etwas unausgegoren. Genauso könnte man fordern, dass Lastkraftwagen nicht mehr rechts abbiegen dürften, weil sie sich offenbar nicht an die Regeln halten und im entscheidenden Moment ebenjenen Radfahrer „übersehen“, den vorher schon fünf Mal überholt haben. Ist aber halt Blödsinn, man kann doch nicht immer nur auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer abstellen.


    Und wie es um die Sicherheit dieser von der Fahrbahn getrennten „Fahrwege“ bestellt ist, lässt sich in jeder Unfallstatistik eindrucksvoll ablesen: Diese vermeintlich sicher gestalteten Knotenpunkte sind nämlich ebenjene Punkte, an denen Radfahrer zu Tode kommen, weil sie dort nämlich „wie aus dem Nichts angeschossen kommen“, für Lastkraftwagen-Fahrer hinter parkenden Kraftfahrzeugen, Litfaßsäulen und Straßenbegleitgrün unsichtbar bleiben — und weil diese vermeintlich sicher gestalteten Knotenpunkte das Gefühl vermitteln, hier in trügerischer Sicherheit die Kreuzung queren zu können.


    Das endet eben manchmal tödlich.


    Ich hätte mir gewünscht, dass die Dekra vielleicht nicht nur auf den Selbstschutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer abzielt, sondern stattdessen auch mal ein Wörtchen zum vorsichtigen Rechtsabbiegen, Abbiegeassistenten oder Beifahrern verliert.