Beiträge von Malte

    Diese seltsamen Aufstellflächen zum indirekten Linksabbiegen sorgen ja offenbar immer wieder für Verwirrung: https://twitter.com/RadwegH/status/1131490425888542721


    In dem Video erwischt die Hamburger Polizei eine Radfahrerin beim Überfahren der roten Fahrbahnampel, während die seltsame Fahrradampel im Hintergrund noch grünes Licht zeigt, aber eben zum indirekten Linksabbiegen angedacht ist. Diesen groben Unfug kann man doch niemandem erklären.

    Zu den immer wieder von der Stadt Kiel versprochenen Maßnahmen gegen die Überschreitung der Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub gehörte auch die Einrichtung eines Leihradystems. Und immer, wenn dazu in der Presse oder auf Podiumsdiskussionen die Rede war, klang das immer so, als ginge man ernsthaft davon aus, dass Pendler aus den umliegenden Städten mit dem Leihrad zur Arbeit nach Kiel fahren könnten.


    Einerseits glaube ich, dass die Zielgruppe von hartnäckigen Radfahrern, die tatsächlich bei Wind und Wetter von Eckernförde, Preetz oder Plön nach Kiel zur Arbeit fahren, doch eher überschaubar ist, andererseits glaube ich, dass jene Pendler eher nicht mit dem Leihrad fahren werden.


    Aber sei’s drum: Kiel bekommt nun ein Leihradsystem: "Sprottenflotte" verbindet die Kiel-Region


    Und wie versprochen gibt es tatsächlich auch Stationen in den umliegenden Städten. Die ganze Sache kommt nun allerdings eher touristisch daher, man braucht die Räder nicht wieder an der gleichen Station abgegeben, sondern kann damit auch von Eckernförde nach Kiel fahren und mit dem Zug zurück. Es sind 30 Stationen mit 245 Fahrrädern geplant, pro halbe Stunde kostet der Spaß einen Euro, die erste halbe Stunde ist kostenlos, der maximale Tagessatz beträgt neun Euro.


    Ich bin ja mal gespannt, wie schnell man das aus dem Boden stampfen wird.

    Der kaputte Zug wurde auf dem Werksgelände Neumünster offenbar nur auf ein anderes Gleis geschoben und präsentiert sich den vorbeifahrenden Fahrgästen jetzt in seiner ganzen Pracht. Also mal im Ernst: Ich hätte den ja eher in der allerletzten Reihe geparkt oder wenigstens einen Sichtschutz aufgebaut, mit so einem Anblick steigert man sicherlich nicht das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste. Mir selbst rutscht auch jedes Mal das Herz in die Hose, wenn wir daran vorbeifahren. Das ist wirklich ein fürchterlicher Anblick.



    Andererseits gibt es wohl viele Zugunglücke, bei denen die Hinterbliebenen und Opfer wohl froh gewesen wären, wenn der Zug noch so intakt gewesen wäre. Der Fahrgastbereich ist ja größtenteils intakt geblieben, der Zug nach der Entgleisung nicht umgekippt, insofern kann man echt nur von Glück sprechen, dass die Ramme nicht frontal getroffen wurde.

    Einen Link auf solche Videos zu setzen halte ich für unbedenklich, zumal wir das hier ja schon seit einiger Zeit in diesem Thread so praktizieren. Ist halt im Endeffekt nur die Frage, ob man sich selbst damit einen Gefallen tut, insofern würde ich tatsächlich solche Videos auf YouTube so gut es geht verstecken.

    Ich habe leider nur ein einziges Foto von Dietmar Kettler auftreiben können. Ich hatte ihn auf dem Moblitätstag am 17. September 2017 auf dem Kieler Blücherplatz kurz gesprochen, er verschenkte dort eine alte Auflage seines „Recht für Radfahrer“.



    Sehr traurig, dass er nicht mehr unter uns weilt.

    Leg dir einen "Türkenkoffer"* zu (die gibt's auch in Brompton-Größe), die haben einen Reißverschluss, und damit wäre das Klapprad nicht als solches erkennbar.

    Ich habe schon die Transporttasche für das Rad. Das blöde ist nur: Die Handhabung des Faltrades wird damit erheblich erschwert, weil ich es am Bahnhof dann nicht mehr rollen kann, zumal ich es ja auch jedes Mal ein und auspacken muss, was dann eben auch so eine 60 bis 180 Sekunden dauert — und das jeden Tag vier Mal ist mir dann doch noch lästiger als einmal im Quartal nicht in den überfüllten Zug gelassen zu werden.


    Und wenn ich mal mit einem Tag Abstand diese ganze Debatte betrachte, dass ich als Fahrrad-mitführender Fahrgast angeblich überhaupt gar keine Fahrgastrechte mehr habe, ist ja die Fahrt in so einem überfüllten Zug auch nicht so wirklich geil, zumal der noch an jeder Milchkanne hielt, um Fahrgäste der ausgefallenen Nordbahn aufzunehmen — wo auch immer die sitzen oder stehen sollten. Es wäre insofern auch eher witzlos gewesen, sich mit dem Zugbegleiter, der ohnehin schon unter erheblichen Druck stand, seinen Zug in einen abfahrbereiten Zustand zu versetzen, noch um mich und mein Faltrad zu streiten — so wichtig nehme ich mich dann auch nicht, dann warte ich lieber eine halbe Stunde auf den nächsten Zug und finde dann wenigstens einen Sitzplatz auf der Treppe.


    Was mich halt echt verdrießt: Wenn ich aufgrund solcher Mätzchen beispielsweise in zwei Wochen meine Fahrt nach Berlin nicht wahrnehmen könnte, wäre ich echt verärgert.

    Warum hast du dir keinen Hotelgutschein besorgt??? Zur Not ohne und hinterher das Geld zurueckholen.

    Ich bin mir nicht sicher, dass die Fahrgastrechte für den schleswig-holsteinischen Nahverkehr solche Manöver stützen. Und wenn ich dann 60 oder 80 Euro für ein Hotel in Bahnhofsnähe investiert hätte und mir die Bahn dann eine lange Nase dreht, hätte ich mich doppelt geärgert.

    Danke für die Doku. Ich finde es ehrlich gesagt eine absolute Frechheit, dass Du das Rad (immerhin nicht größer als ein einfacher Rollkoffer) im Bus und Taxi nicht mitnehmen durftest. Sofern Platz da ist, warum nicht? Beschwer Dich da bitte und mach' klar, dass es sich nicht um ein richtiges großes Fahrrad handelte!

    Ich habe die Mittagspause heute genutzt, um aufgrund eines einigermaßen aktuellen Anlasses — der RE 7 fuhr heute nur von Kiel bis Neumünster, in den nachfolgenden, leider überfüllten RE 70 durfte ich aufgrund meines Faltrades nicht einsteigen — noch mal nachzuforschen und das Ergebnis ist halt mal wieder die totale Fahrrad-Opferrolle: Sobald man ein Fahr- oder Faltrad mitführt, ist man halt in jedem Fall der Dumme, weil ich als Fahrrad-mitführender Fahrgast bei Überfüllung nicht zusteigen darf oder aussteigen muss, je nachdem, auf welcher Seite der Zugtür ich mich befinde.


    Weil ich mir die Sache mit dem Fahrrad aber freiwillig antue, kann ich mich laut Auskunft der Deutschen Bahn auch nicht auf die Fahrgastrechte berufen, denn für Fahr- oder Falträder besteht nunmal kein Anspruch auf Beförderung. Wenn ich also keinen Platz im Mehrzweckabteil finde, aus welchem Grund auch immer, und am Bahnsteig zurückbleibe, dadurch womöglich meine folgenden Anschlüsse im Fernverkehr verpasse, gucke ich eben in die Röhre: https://twitter.com/DB_Bahn/status/1130396629201227776


    Nun ist mir natürlich klar, dass ich mit meinem Fahr- oder Faltrad der erste bin, der aus dem Zug geschmissen wird, wenn es etwas enger wird, aber das ich noch nicht einmal einen Anspruch habe, irgendwie über nachfolgende Züge oder Umwege an mein Ziel gebracht zu werden, das macht die ganze Sache etwas unschön.


    Will sagen: Vielleicht überlege ich es mir noch mal, ob ich mein Fahrrad für den nächsten Urlaub wirklich im Zug mitnehmen möchte. Irgendwo morgens zwischen Kiel und Hamburg zu stranden ist die eine Sache, da fährt normalerweise jede halbe Stunde ein Zug, aber wenn ich dann meinen Fernverkehrsanschluss in Hamburg verpasse, keine Fahrradmitnahme in den übrigen Zügen mehr buchen kann und dann auf den Stornierungskosten fürs Hotel und für die Rückreise sitzen bleibe, puh…


    … dann nehme ich vielleicht doch wieder das Auto.

    Butter bei die Fische: Ich lade jeden von euch ein, bei mir mein Lasten-S-Pedelec über eine ebene Strecke von 1, 2 Kilometern auf echten 45 km/h, mein Pedeleclastenrad auf echten 27 km/h zu halten.

    Wer das ohne größere Anstrengung - wenn überhaupt - schafft, darf sich gleich einen Kasten Bier mit der Marke seiner Wahl mitnehmen. Alles andere ist theoretisches - pardon! - Gelaber.

    Wann schaffen wir beide es mal zur Critical Mass nach Norderstedt? Im Juni ist es bei mir schlecht, vielleicht im Juli?

    Diese Ansicht teile ich nicht. Es wurde gehupt, ja, aber nicht dauernd. In meiner Erinnerung war es letztes Jahr schlimmer. Meiner Ansicht nach könnte das aber an den Die-In-Orten und Zeiten (Dammtor erst recht spät und nicht schon um 19:30) gelegen haben.

    Gut, da habe ich mich falsch ausgedrückt: Ich meinte nicht, dass ständig irgendjemand hupte, aber dass die Hupe irgendwie zu den Hintergrundgeräuschen gehörte. Gerade den bereits erwähnten Weg vom Schanzenpark bis zur Stresemannstraße empfand ich angesichts des Anlasses extrem unangenehm.

    Gestern war ja rund um den Globus der 17. Ride of Silence:



    Ein paar Fotos von der Hamburger Tour habe ich hier ins Forum hochgeladen:



    Grundsätzlich spielte sich abseits der Schweigeminuten und Die-Ins das übliche ab: Wutschäumende Kraftfahrer wünschten mir schon auf dem Weg vom Schanzenpark zur Stresemannstraße mehrfach den Tod, eine Frau brüllte „Ich hoffe, ihr werdet alle totgefahren“ aus dem Fenster. Dauerndes Gehupe gehörte während der Schweigeminuten zum Hintergrundrauschen. Die Polizeibeamten mussten sich den üblichen Unfug in einer Wortwahl anhören, die ich gegenüber der Polizei niemals anstimmen könnte.


    Das öffentlich-rechtliche Fernsehen war ebenfalls dabei und lief während der Die-Ins und Schweigeminuten ständig mit Kamera und Mikrofon im Teilnehmerfeld herum, um Teilnehmer zu interviewen. Das halte ich ja grundsätzlich für etwas ungünstig, aber der resultierende Bericht entspricht in etwa den Erwartungen: Ride of Silence (die Drunterkommentare bei Facebook sind natürlich mal wieder der Knaller)


    Insofern ist es wohl noch ein langer, langer Weg zur Vision Zero.


    Ein bisschen Vision Zero hatten wir allerdings während der Demonstration, als die Polizei den Demonstrationszug zur Rettung einer verletzten Taube anhielt:


    Im Frühjahr sprießen mal wieder die tollsten Beschilderungen aus dem Straßenbegleitgrün und man wird schon ganz schwummerig vom vielen Kopfschütteln, da sieht man erst auf dem zweiten Blick, welch offenkundiger Unsinn hier in die Nebenflächen gesät wurde. Es fällt mir tatsächlich schwer zu ergründen, welche Regelung die Straßenverkehrsbehörde hier eigentlich beabsichtigt hat von wegen „man sieht doch was gemeint ist“.



    Hier wird links gebaut, darum wird es rechts etwas enger. Okay, gut, dann wird’s halt ein freigegebener Gehweg. Das halte ich für ein bisschen vorschnell angesichts der Halbierung des ohnehin untermaßigen Radweges, aber okay, normalerweise hat man diese Schilder nicht so schnell zur Hand, hier hat man also mal sorgfältiger gearbeitet.


    Vier Meter später dann doch lieber ein benutzungspflichtiger Fuß- und Radweg? Warum nun die Benutzungspflicht, wenn die Hoheluftchaussee ohnehin seit ein paar Jahren nicht mehr benutzungspflichtig beschildert ist? Immerhin folgt dann am Ende Zeichen 241 in der richtigen Reihenfolge, auch wenn die Benutzungspflicht damit weiterhin besteht. Tja. Andererseits irgendwie schon gut, dass man sich angesichts der Verengung des Radweges mit der daraufhin zwangsläufigen Nutzung des Gehweges Gedanken gemacht hat, aber die Umsetzung beinhaltet sicherlich noch Verbesserungspotenzial.


    Beim heutigen Ride of Silence an der Amsinckstraße fand ich diese Kombination vor. Gemeinsamer Fuß- und Radweg, hmm, okay, ich vermute angesichts der Absperrgitter dort links am Rand, das hier vor kurzem gebaut wurde oder bald gebaut wird, da hat man wohl vergessen die Schilder wieder abzunehmen. Passiert.



    Dann aber Zeichen 241. Falschrum. Rechts Räder, links Füße. Ist das Absicht? Dann Zeichen 237 mit beschildertem Linksverkehr. Also ist das gespiegelte Zeichen 241 vorher doch Absicht? Fahren Radfahrer dann im Linksverkehr auf dem Gehweg und Fußgänger laufen auf dem Radweg oder gilt der Linksverkehr dann doch irgendwie auf dem Radweg und entgegenkommende Radler fahren auf dem Gehweg? Und Fußgänger?



    Aber: Warum denn das Ganze? Es lässt sich auch in der Gegenrichtung kein Grund erkennen, warum Radfahrer hier im Gegenverkehr fahren sollten. Aber so steht die Beschilderung halt irgendwie in der Gegend herum und man lernt dazu, sowas nicht allzu ernst zu nehmen.


    Gestern rückte ich mit der Spiegelreflexkamera an und stellte fest: Es gab nichts zu sehen. So ist das eben auf einem Güterbahnhof, da stehen auch mal Güterwagen im Bild:



    Nächste Gelegenheit oben von der Brücke und vom nördlichen Ende des Bahnsteiges:



    Kurz danach rückte der Güterzug ab, der immer die Sicht vom vorbeifahrenden Zug auf das Wrack verhinderte und ich versuchte mein Glück kurz darauf aus dem RE 70. Ist aber natürlich nichts geworden dank der dreckigen Scheibe im Kombination mit der tiefstehenden Sonne:



    Nächster Versuch heute morgen aus dem vorbeifahrenden Zug ohne Spiegelreflexkamera. Natürlich wieder zu früh abgedrückt, danach genehmigte sich die Kamera ihre Gedenksekunde und der Zug war schon fast nicht mehr im Bild. Da merkt man eben doch den Unterschied zu einer Spiegelreflexkamera mit Serienbildfunktion, die schon im mittleren Preissegment ihre fünf bis zwölf Fotos pro Sekunde durchrattert und zwischendurch noch Zeit für die Nachjustierung des Autofokus’ findet:



    Auf den Fotos ist zu erkennen, dass der verunfallte Zug aus 445 013 vorne und 445 029 hinten gebildet wurde. Von dieser Seite sind allerdings keine großen Beschädigungen zu erkennen außer zwei beschädigten, aber nicht gebrochenen Fensterscheiben, die andere Seite sieht bekanntlich deutlich schlimmer aus, von der Front ganz zu schweigen.


    Was macht man jetzt eigentlich mit dem kaputten Triebwagen? Werden solche Schäden repariert oder bestellt man bei Bombardier noch einen kompletten neuen Zug?