Beiträge von Malte

    Die groben Fehler in der Änderungsverordnung sind mittlerweile auch im Bundestag angekommen: MdB Wagner kritisiert gefährlichen Fehler in StVO-Novelle


    Zitat

    „Da solch langsame Geschwindigkeiten nicht in den Ampel-Sicherheitszeiten berücksichtigt sind, entstehen neue Gefahren für den Fuß- und Radverkehr. Biegt nämlich ein Lkw an einer Ampel mit grün leuchtendem Pfeil mit Schrittgeschwindigkeit ab und schaltet die Ampel kurz darauf auf Rot, kann es passieren, dass der Fuß- oder Radverkehr über die Straße, in die abgebogen wurde, schon Grün erhält, bevor der Lkw die Querungsstelle (Furt) überhaupt erreicht hat. Besonders für Kinder, blinde und sehbehinderte Menschen kann das zur tödlichen Falle werden, wenn sie bei Grün loslaufen. In der Antwort des Ministeriums von Minister Scheuer wird nur lapidar auf die „Sorgfaltspflicht“ beim Betreten der Straße verwiesen.“

    Ich habe für den Sonnabend einige Wartungsarbeiten vorgesehen, die leider in den letzten Wochen liegengeblieben sind. Ich werde darum das Forum gegen 23 Uhr abstellen, ein Backup durchführen und hoffe, dass spätestens um 1 Uhr morgens wieder alles seinen geregelten Gang gehen wird.

    Hinweise darauf, dass in diesem ICE-1-Zug Fahrräder in den Abteilen in Wagen 1 untergebracht werden sollen, fehlen dieses Mal, die beiden Radfahrer wurden davon vom Personal am Bahnsteig von Hamburg-Dammtor informiert:

    Momentan ist zwischen Stuttgart und Kiel mal wieder nur ein ICE 1 unterwegs, bei dem die vier Abteile in Wagen 1 notdürftig für Fahrräder hergerichtet wurden. Das klappt — naja — nur mäßig: Es hängen zwar die gelben Zettel zur Markierung von defekten Türen an den Scheiben, gleichzeitig werden aber Reservierungen angezeigt und natürlich sitzen Fahrgäste drin. Mindestens ein Fahrgast mit Fahrrad ist anscheinend wieder abgezogen und rollt mit dem Regionalverkehr hinterher.



    Der Zug kam auch gestern so lustig in Kiel an, ein Fahrrad stand im Gang, ein anderes wurde offenbar in der Toilette verkeilt transportiert — von letzterem habe ich leider kein Foto, das habe ich zu spät mitbekommen. Früher wurden die Abteile ja abgeschlossen, um Fahrgäste vom Einsteigen abzuhalten, beziehungsweise die anschließenden Diskussionen zu vermeiden, wenn ein Fahrrad rein sollte, davon ist man mittlerweile wohl abgerückt:



    Vor ein paar Wochen wurden immerhin deutlichere Hinweise angebracht, dass man die Abteile Bitteschön für Fahrräder freihalten möge. Das hat natürlich auch nicht jeder verstanden, zumal die weiße Schrift auf dem Glas kaum zu erkennen war:



    Ich bleibe also dabei: Für Fahrten mit dem Rad lieber Verbindungen ohne ICE 4 wählen.

    Letzte Bahn fährt 21:31 ab Burg. Von Puttgarden nach Burg kommt man sicher irgendwie.

    Danke für den Hinweis — das habe ich im Fahrplan offenbar übersehen, obwohl ich vor anderthalb Jahren schon mal auf diese Besonderheit reingefallen bin. Nur: Dann reicht es nicht zum Übersetzen mit der Fähre, weil man nicht rechtzeitig zurückkommt, beziehungsweise dann auch noch eine halbe Stunde mit dem Rad nach Burg rasen muss.

    Am 14. Dezember fahren zum allerletzten Mal die dänischen Gumminasen von Hamburg über die Fährverbindung von Puttgarden nach Kopenhagen. Nach meiner Recherche ist der letzte Zug von Hamburg nach Kopenhagen der EC 39, der um 17:28 Uhr in Hamburg losdüst, Puttgarden um 19:05 Uhr erreicht, dann bis 20:13 Uhr nach Rødby trajektiert wird und um 22:26 Uhr in Kopenhagen ankommt.


    Hat jemand Lust, sich das anzusehen? Malte 1 ? Patrick ? Ich würde dann ja bis Rødby mit dem Zug fahren, dann direkt wieder mit der Fähre zurück nach Puttgarden und dann erstmal blöd gucken, weil man auf der Insel festsitzt — die letzte Bummelbahn nach Hamburg fährt um 19:15 Uhr ab. Nebenan gibt es ein Hotel mit grandioser Aussicht und Zimmern im Charmce der 60er mit dem Geist der Vogelfluglinie ab 72. Euro, ich fürchte fast, man kommt nicht drumherum.


    Es besteht natürlich noch die Option, einen Gran Fondo anzuhängen und von Puttgarden bis Kiel, Eutin oder Lübeck zu fahren, aber ob das bei der winterlichen Witterung ein Vergügen ist? Ich bin mir unsicher.


    Wäre denn jemand interessiert, sich das anzusehen?

    Eine Sechsjährige ohne Fahrrad wurde in Pinneberg von einem abbiegenden Kraftfahrer getötet. Oder wie man es auf Kfz-Deutsch formuliert: „Übersehen“, „touchiert“, „im Rettungswagen verstorben“.


    Mädchen (6) wird von BMW erfasst und stirbt im Rettungswagen


    Die Unfallstelle befindet sich in Pinneberg und ist nicht besonders gut einsehbar. Theoretisch müsste man als Fahrzeugführer also entsprechend langsam und umsichtig fahren.

    Momentan häufen sich die Unfälle, so dass man kaum noch hinterher kommt:


    Ich habe heute Abend mal den frühen Feierabend genutzt, um die Holtenauer Straße einmal mit der Kamera rauf und runter zu fahren:


    https://youtu.be/hCuyPxBux90


    Was fehlt sind tatsächlich tätliche Übergriffe von Kraftfahrern — ansonsten bekommt man aber einen guten Eindruck, warum die meisten Radfahrer wohl eher auf dem Radweg bleiben. Es ist auch fast alles dabei, von engen Überholern bis zum „Übersehen“ auf der Fahrbahn und einem Wagen, der beim Einparken beinahe ein Verkehrsschild umgeschmissen hat. Ich möchte an dieser Stelle um Entschuldigung für mein Mansplaining in dieser Situation bitten, aber ich war nach der Fahrt tatsächlich ein bisschen fassungslos, was mir da heute alles widerfahren ist.

    Danke für die Rückmeldungen, gerade hinsichtlich des Überholabstandes. Ich hatte mich tatsächlich ursprünglich verlesen und eine ganze Menge Absätze darüber zurechtgetippt, dass man sich auf Radwegen nicht mehr überholen dürfe, weil der Mindestabstand beim Überholen auch für Radfahrer gelte. Stimmt aber — zum Glück — nicht.

    Ich hatte mir den Termin im Kalender notiert, aber nun haben wir kurzfristig Besuch bekommen — ich kann es leider nicht einrichten.

    Ebenfalls vertreten sind die schwedische Regierung und ihre Verkehrsbehörde, die sich um neue Nachtzüge von Stockholm nach Kontinentaleuropa kümmern wollen. Also nach Hamburg und vielleicht darüber hinaus.

    Ich wäre tatsächlich sehr an Verbindungen nach Kopenhagen, Stockholm oder Oslo interessiert. In den Süden auch gerne, vielleicht wieder mal nach Amsterdam — Verbindungen nach Wien existieren ja bereits, nach Venedig offenbar mit Umstieg.

    Wie viele Fahrradstellplätze sollten Nachtzüge haben - in die Schweiz, nach Österreich, nach den Niederlanden und nach Schweden?

    Tja, das kann ich nicht bemessen — ich nähme gerne mein Rad mit, aber ich vermute, das kannst du mit deiner Erfahrung besser einschätzen.

    Ich glaube, die Holtenauer Straße in Kiel war hier schon mehrfach Thema im Forum, auch wenn ich trotz der Suchfunktion die einzelnen Threads nicht mehr finden kann.


    Es handelt sich um eine längere Straße mit gemischter Bebauung, also Geschäfte im Erdgeschoss, darüber Wohnungen. Der Querschnitt besteht aus vier Fahrstreifen, von denen die beiden äußeren tagsüber häufig ordnungswidrig beparkt werden, jeweils einem Seitenstreifen zum Parken, dann einem untermaßigen Radweg, ein paar Bäumchen und einem Gehweg.



    Der Radweg ist das hier. Ich glaube, ich muss denen hier im Forum anwesenden Nutzern nicht erklären, was hier alles problematisch sein könnte.



    Dieser Radweg soll nach dem Willen der Stadt Kiel nicht mehr genutzt werden. Das hört man sich relativ häufig an, beispielsweise bei den so genannten Stadtteilspaziergängen mit unterschiedlichen Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern. Die Stadt Kiel möchte gerne, dass Radfahren auf der Fahrbahn stattfindet. Dazu wurden in den Kreuzungsbereichen der Holtenauer Straße Fahrradpiktogramme appliziert. Leider aber nur im direkten Kreuzungsbereich und nicht als Schutzstreifen über die gesamte Länge der Straße, so dass nicht jeder Verkehrsteilnehmer sofort kapiert, was das bedeuten soll.



    Eine relativ beliebte Interpretation dieser Markierungen lautet, dass man mit dem Auto beim Abbiegen auf Radfahrer achten möge und darum diese Symbole auf der Fahrbahn aufgebracht wären. Dass hier aber Radverkehr auf der Fahrbahn stattfinden soll, scheint für die meisten Leute ein Ding der Unvorstellbarkeit zu sein.


    Für mich ist die Holtenauer Straße eine relativ schnelle Verbindung von meiner Wohnung zum Bahnhof — ich brauche durchschnittlich elf Minuten, flitzte morgens einträchtig mit dem Kraftverkehr über eine einigermaßen grüne Welle zum Dreieicksplatz, warte dort kurz an einer Ampel zum Rechtsabbiegen und düse die Bergstraße herunter zum Bahnhof. Parallel verlaufen zwar Fahrradstraßen und der Knooper Weg, aber die Kieler Fahrradstraßen sind bekanntlich auch eher ein Parkplatz mit Fahrradpiktogramm in der Mitte: Wenn dort ein Kraftfahrzeug entgegenkommt, muss der Radverkehr abbremsen und zur Seite fahren und dass an den Kreuzungen der geradeausfahrende Radverkehr kraft abgesenkter Kantsteine Vorfahrt haben soll, klappt auch nur ganz mäßig.


    Seit der Kieler Woche Ende Juni ist die Holtenauer Straße allerdings sehr unangenehm zu befahren. Ich weiß nicht, ob die Leute dort aufgrund der Straßensperrungen gestresst waren oder abends zu lange an der Förde getrunken haben und morgens wieder früh hoch mussten, jedenfalls gab es jeden Tag (!) mehrere Übergriffe (!) in Form von Anhupen und Pöbeleien. Das Highlight war ein Lieferwagenfahrer, der mich vor Wut mit seinem Fahrzeug an eine Anti-Terror-Barriekade drängen wollte, weil ich nicht auf dem tollen Radweg gefahren bin.


    Dann war eine Zeit lang Ruhe, bis sich das Spiel mit den Straßensperrungen zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wiederholte. Seitdem häufen sich die Übergriffe und ich werde mindestens jeden zweiten Tag relativ unfreundlich angesprochen, warum ich denn nicht auf dem Radweg führe. Heute morgen erfolgte die Ansprache aus einem Oberklassefahrzeug etwas unfreundlicher und weil der Fahrer kurz darauf nach rechts auf einen Parkplatz fuhr, wollte ich mich noch ein bisschen unterhalten, aber ich kam überhaupt nicht zu Wort: Radfahrer fahren nicht auf dem Radweg, Radfahrer fahren immer über rot, ich müsste mal bei ihm mitfahren, was er alles mit Radfahrern erlebt, Radfahrer pöbeln und beleidigen und so weiter und so fort. Und aus dieser Laune heraus erwächst dann mit der Zeit womöglich die Bereitschaft, auch mal das eigene Kraftfahrzeug als Waffe einzusetzen und den zweirädrigen Kontrahenten nach rechts auf den Bestimmungsort zu bugsieren.


    Ich weiß nicht warum, aber die Leute sind schon morgens zwischen 5 und 7:30 Uhr ausgesprochen schlecht gelaunt, obwohl das Verkehrsaufkommen ausgesprochen mäßig ist und ein paar Fahrbahnradler in dem Moment nun wirklich keine Stresshormone ausschütten können. Tja.


    Die Stadt Kiel meint, man könnte da momentan nicht viel machen, weil ja bald, also irgendwann in ferner Zukunft, die StadtRegionalBahn durch die Holtenauer Straße fahren soll. Nach meiner Kenntnis ist noch nicht einmal ansatzweise klar, ob die wirklich gebaut wird, aber man möchte einigermaßen verständlicherweise nicht jetzt sehr viel Geld in die Hand nehmen, um dann in drei Jahren noch einmal alles umzubauen (als ob die Bahn bereits in drei Jahren wirklich gebaut würde!). Aber bis zu jenem fernen Tage bleibt der Straßenquerschnitt wie er ist — und man wird sich auf dem Rad wohl weiterhin maßregeln lassen müssen.


    Und nun? Habt ihr irgendwelche Ideen, was man bei der Stadt anregen oder sogar durchsetzen könnte? Durchgängige Schutzstreifen, die also eine Verknüpfung der Stummel in den Kreuzungsbereichen darstellten, wären ja wahrscheinlich am effektivsten um anzuzeigen, dass hier Radverkehr stattfinden soll, aber dafür mangelt es wohl bei diesem Querschnitt an Platz. Den ganzen rechten Fahrstreifen als Schutz- oder Fahrradstreifen zu markieren dürfte ebenfalls illusorisch sein, damit wäre das geliebte Parken in der zweiten Reihe nicht mehr möglich und dann hat nämlich der Einzelhandel noch ein Wörtchen mitzureden; das wird also kurzfristig nicht durchsetzbar sein.


    Einfach ein paar Fahrradpiktogramme auf dem rechten Fahrstreifen malen? Das tut niemanden weh, da kann dann weiter für den Einzelhandel „nur ganz kurz“ in zweiter Reihe geparkt werden, aber immerhin ist für ein paar mehr Leute sichtbar, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn stattfinden soll.


    Andererseits — ob sich wütende Kraftfahrer von ein paar zusätzlichen Piktogrammen beruhigen lassen?


    Immerhin bin ich längst nicht mehr der einzige, der dort auf der Fahrbahn radelt. Trotz der häufigen Übergriffe, die ich auch bei anderen Radfahrern beobachte, rollt da wohl grob geschätzt ein Viertel bis ein Drittel der Radfahrerenden auf der Fahrbahn.