Beiträge von Epaminaidos

    Aber es kann doch nicht im Sinne der StVO sein, dass Radfahrer ihr eigenes Verhalten an dem orientieren, was andere Verkehrsteilnehmergruppen tun dürfen.

    Ich sehe da ehrlich gesagt kein Problem: Radfahrer müssen beim Abbiegen wie andere Fahrzeuge auch den Verkehr in der neuen Fahrtrichtung beachten.

    Kann ja die StVO nichts dafür, dass sie keiner kennt :-)


    Ich glaube, ich muss mal die Behörde fragen, wie ich als Radfahrer hier links abbiegen soll:

    https://www.google.de/maps/@53…jtMXlg!2e0!7i13312!8i6656

    In dem Fall mal eindeutig: Der Radweg führt rechts um die Ecke. Wenn Du also nach links möchtest, gilt die B-Pflicht für Dich nicht, da der Radweg nicht zu Deinem Ziel führt. Du kannst Dich also wahlweise links einordnen oder an der Ampel rechts nach vorne fahren.

    Spannender wäre es, wenn vorne eine Radwegführung nach geradeaus/links vorhanden wäre. Ich bin mir nicht so sicher, ob ein ortskundiger (!) Radfahrer dann auf die Linksabbiegerspur darf.

    In dem Fall bleibt immer noch die Fußgängerampel als sicheres Zeichen, wann die Fahrbahn sicher überquert werden kann. Es sagt ja niemand, dass man früher fahren muss. Ich sage nur, dass diese Linksabbiegerampel für Radfahrer meist keinen Mehrwert bietet und dazu noch Nachteile hat.

    Einen Mehrwert kann ich mir nur vorstellen, wenn es keine normal geschaltete Fußgängerampel gibt.

    Also muss ich die 2. Radfahrerampel beachten oder nicht?

    Nein, denn Du bist bereits im geschützten Kreuzungsbereich. Diese Fußgänger-Radfahrer-Streuscheibe gilt nur für Fußgänger und Radfahrer, die aus der anderen Straße kommen.

    Nur wenn eine Ampel speziell für Fahrrad-Linksabbieger existiert, gilt sie zusätzlich.

    Du hast vollkommen recht, diese Regelung ist nicht neu. Seit 1. Januar 2017 ist jedoch neu, dass die Lichtzeichen für Fußgänger für indirekt linksabbiegende Radfahrer nicht mehr gültig sind.

    Ein Radfahrer, der bei grün in die Kreuzung einfährt, darf sie auch ohne Beachtung weiterer Lichtzeichen wieder verlassen. Auch vor dem 01. Januar 2017. Denn die Ampeln für den Querverkehr gelten nur für Personen und Fahrzeuge, die neu in den geschützten Kreuzungsbereich möchten. Der Radfahrer ist aber schon drin. Das gilt auch für kombinierte Streuscheiben mit Radfahrersymbol.


    Die einzige mir bekannte Ausnahme sind die speziellen Linksabbiegerampeln nur für Radfahrer. Diese Dinger sind ausschließlich ein Nachteil. Denn wenn so eine existiert, muss der Radfahrer immer warten. Existiert sie nicht, kann man eventuell früher fahren und fährt im schlimmsten Fall bei Fußgänger-Grün los (und damit meist immer noch ein paar Sekunden bevor diese Linksabbieger-Ampel geschaltet hätte).

    Ist mMn ganz einfach: die Realität ist, dass Auto- und LKW-Fahrer in ihrer Gesamtheit recht viele Menschen töten. Das ist eine unangenehme Wahrheit, die praktisch jeden Einzelnen betrifft. Genauso wie der Dieselskandal und der Klimawandel.

    Und solche unangenehmen Wahrheiten werden ungerne akzeptiert. Und um das zu vermeiden, gibt es alle möglichen Strategien. Z.B. Verleugnung der Fakten oder Abschieben der Verantwortung.

    Das ist alles nur menschlich.

    Wieso braucht man weniger Leute um sparsame Autos zu bauen?

    Weil die 35% voraussichtlich über einen vermehrten Verkauf von Elektroautos erreicht werden. Und für die braucht man weniger Arbeitskräfte.

    Trotzdem ist die Drohung von Herrn Diess totaler Quatsch.

    Denn wenn die 35% kommen, gehen NUR 100.000 Jobs verloren. Kommen sie nicht, setzt die deutsche Autoindustrie weiter auf nicht mehr zeitgemäße Verbrenner, während der Rest der Welt auf Elektroautos umstellt. Das würde wesentlich mehr Jobs kosten.

    Man muss sich einfach darauf einstellen, dass die Industrie schrumpfen wird. Nur der Umfang ist noch offen. Wenn Deutschland es geschickt macht, entstehen in der Akkuproduktion neue Stellen. Aber nur, wenn die Zellenfertigung in Deutschland schnell ausgebaut wird.

    Damit bestätigt sich mal wieder das Vorurteil, dass Radwege für einige Kommunen nur preiswerte Abdeckungen von Versorgungsleitungen sind.


    Aber die Probleme mit Asphalt kann ich leider bestätigen. Das liegt aber nicht an Asphalt an sich, sondern an miserabel ausgeführten Arbeiten. Da bleibt oft eine Stufe von mehreren cm Höhe übrig :-(

    Habe schon mehrfach kurz nach dem Abschluss von solchen Arbeiten an die Stadt geschrieben. Interessiert nur leider niemanden.

    Wenn ich das richtig sehe, ist das der Baum, der auf den Planunterlagen höhe Hausnr. 79c nicht durchgekreuzt ist. Ich ahne Böses...

    *g* Der ist nicht nur nicht durchgekreuzt, sondern der Radweg wird sogar unterbrochen. Genauso wie vor HNR 63 und an mehreren Stellen auf der gegenüber liegenden Seite. Bei den durchgekreuzten Bäumen ist hingegen ein durchgängiger Radweg eingezeichnet.

    Das macht mich auch neugierig auf das Endergebnis.


    Edit: In Gegenrichtung müssen die Radfahrer auf gerade mal 800 m 11 Verschwenkungen folgen. Also 22 Richtungswechsel vornehmen. Bei 30 km/h ist das ein Richtungswechsel alle 4,4 Sekunden. Fahrradstadt wird man so nicht.

    Das Urteil in Berlin ist mMn äußerst milde. Nach den bisherigen Urteilen waren Fahrverbote zu erwarten. Mit diesen 11 Straßenstückchen sind sie aber extrem gering ausgefallen. Und diese Teilsperrungen von ein paar kurzen Abschnitten kann man ja kaum "Fahrverbot" nennen.

    Außerdem hat die Stadt sehr großzügige 9 Monate Zeit zr Umsetzung bekommen. Keine Ahnung, warum eine Stadt 9 Monate Zeit bekommen muss, um vielleicht 150 Schilder aufzustellen.

    Insgesamt ist das kaum mehr als ein symbolisches Urteil. Besser als nichts, aber auch nicht mehr.

    Aber die Polizei sieht keine Behinderung

    Das ist überhaupt das bekloppteste an diesen Diskussionen.


    Denn laut Definition ist eine Behinderung jegliche erzwungene, aber eigentlich ungewünschte Handlung. Sogar eine Verunsicherung genügt schon. Man kann also in der Stadt praktisch nicht falsch parken, ohne dass es eine Behinderung gibt.


    Ich bin jedesmal ziemlich genervt, wenn mir ein Polizist erzählt, er sehe keine Behinderung. Aber leider reagieren Polizisten normalerweise nicht konstruktiv, wenn ihnen jemand ihre Arbeit erklärt.

    Also ich bin das grüne Ding jetzt ein paar mal gefahren und muss meine Meinung ändern: Der Belag ist aus zwei Gründen Mist.

    1. Er ist sehr "körnig". Man merkt beim Fahren die raue Oberfläche. Der Rollwiderstand ist dadurch höher.
    2. Und wellig ist er auch noch. Einfach weil er nicht so schön glatt aufgetragen wurde. Neben dem Streifen auf dem Asphalt gibt es diese Wellen nicht.

    Im Grundsatz, dass die Strafen sehr gering sind, stimme ich mit dem Text überein.


    Allerdings sollte der Autor sich mal schlau machen, dass Totschlag und Mord Vorsatz voraussetzen. Und den vom Autor genannten fahrlässigen Totschlag gibt es gar nicht.

    Im Bereich des Straßenverkehrs geht es fast immer um fahrlässige Tötung. Und das ist in fast allen Fällen auch gut so.

    Ich hoffe, es gibt nur zwei mögliche Ausgänge:

    1.) Der Richter glaubt die ganzen Ausreden -> Dann ist der Führerschein hoffentlich dauerhaft weg.

    2.) Der Richter glaubt die ganzen Ausreden nicht -> Dann gibt es eine anständige Strafe und ein paar Jahre Führerscheinsperre.


    Bin gespannt.

    Ich habe (versehentlich) nicht für einen Pendler gerechnet, sondern für den mittleren Radfahrer, der bei den gezählten Fahrten dabei war. Also 0,4% stürzen in zwei Monaten. Das sind 2,4% pro Jahr bzw. 12% in fünf Jahren.

    Deine Zahlen legen ja noch näher, dass die 0,4% entweder falsch sind oder wir irgendwas noch nicht verstanden haben.