Beiträge von Epaminaidos

    Das eigentlich Deprimierende ist, dass die korrekte Ausführung der Arbeiten offensichtlich nicht kontrolliert wird.


    Ist aber in Berlin nicht anders. Da gibt es oft Baustellen in der Leitungsabdeckung (=Radweg), die erbärmlich schlecht verschlossen werden. Und keinen interessiert's.

    Die Frage ist, ob der Fahrer in der Lage ist, die Masse an Bildern überhaupt zu verarbeiten.

    Man muss sie halt anständig aufbereiten. Ich war etwas überrascht, dass die im Ergebnis einfach die heutigen Spiegel simulieren. Mit einer Kamera und Display gibt es doch wesentlich bessere Möglichkeiten, die Umgebung darzustellen.

    Entweder haben sie sich nicht getraut oder die Vorschriften geben es nicht her.

    Man braucht sich nicht zusätzlich anzustrengen, um Entfernungen abzuschätzen.

    Der Effekt nimmt mit der Entfernung schnell ab. Laut Wikipedia gibt es zwei physikalische Mechanismen, um Entfernung direkt zu ermitteln. Der erste endet bei 3 m, der zweite bei 10 m.

    Alles darüber ist eine freie und meist überraschend akkurate Erfindung des Gehirns.

    Was sollen denn Verschwörungstheorien in dem Zusammenhang?

    Die rationale Erklärung ist doch recht einfach: die Dinger sind neu und genießen deshalb gerade besondere Aufmerksamkeit. Fertig.

    Dass nach den ersten Unfällen eine eigene Kategorie gefordert wird, kann ich gut verstehen. Eigentlich müsste es doch sogar eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Fortbewegungsart der Unfallbeteiligten korrekt erfasst wird.

    Dass die Forderung an sich überhaupt nötig ist, ist die eigentliche Peinlichkeit für die Polizei.

    Gerichte haben geurteilt, dass ein Fahrtenbuch nur bei schweren Verstößen angemessen ist. Im Allgemeinen solche, sie einen Punkt zur Folge haben.

    Die Nicht-Ermittlung des Fahrers bleibt bei Parkerstößen also folgenfrei.

    Wenn die Leute nur abgebrüht genug sind, bringt eine Erhöhung der Bußgelder für falsches Parken also rein gar nichts.

    Im VP gab es doch neulich einen Thread, wo einer selbst 30 € schon in die Halterhaftung in Höhe von soweit ich weiß 28,50 € laufen lässt. Das wird für ihn leider niemals Folgen haben. Egal wie oft er das macht.

    Nachdem zwei schweren Unfällen mit E-Scootern in Berlin wird jetzt schon wieder über schärfere Regelungen nachgedacht.

    Meiner Meinung nach durchaus zurecht. Wenn ich sehe, wie die Fahrer auf Radwegen rumeiern, kann ich mir kaum vorstellen, dass diese Gefährte auf einer Fahrbahn sicher bewegt werden können.

    Leider wird es wohl ausschließlich bei zusätzlichen Vorschriften für die Scooter bleiben anstatt einen Mix aus Verschärfungen für den MiV und Scooter anzustreben.

    Erste Erfahrung mit den Dingern von mir: Das dürfte noch spannend werden.

    Letzten Freitag ist mir aufgefallen, dass ich zu Fuß gehend plötzlich von diesen Teilen überholt wurde. Fand ich mangels ausreichendem Abstand zu mir ganz schön unangenehm. Erst danach habe ich die Meldung gelesen, dass der Verleih in Berlin begonnen hat.

    Nach ein paar Tagen fällt mir jetzt auf, dass einige Rollerfahrer doch ganz schön wackelig auf dem Radweg unterwegs sind. Man muss also mit mehr Abstand überholen.

    Der Heini von heute bleibt hoffentlich die Ausnahme: Wackelt erst auf dem Radweg herum und ist nur schwer zu überholen. Dafür fährt er an der nächsten Ampel Slalom durch die wartenden Radfahrer. Nur um hinter der Kreuzung wieder vor allen herumzuwackeln.

    Also ich habe meinen Führerschein nicht immer dabei, wenn ich denn mal mit dem Auto fahre

    Einige Leute empfehlen sogar, den Führerschein immer zu hause zu lassen.

    Vorteil: Er kann vor Ort nicht beschlagnahmt werden. Selbst wenn das zu Unrecht erfolgt, dauert es einige Zeit, bis man ihn wieder hat. Und in der Zeit darf man dann nicht fahren.

    Nachteil: Das kostet dann vielleicht 1-2 mal im Leben 10 € Bußgeld.

    Kommst du aus einer Stadt mit gutem ÖPNV?

    Berlin finde ich eigentlich ziemlich brauchbar: Einmal quer durch die Stadt für 2,8 €. Da ich die kurzen Strecken mit dem Rad fahre, passt das für mich ganz gut.


    Blöd wird es immer mit mehreren Personen. Denn die zusätzlichen Passagiere fahren praktisch kostenlos im Auto mit.


    Also für die ganze Familie sind es dann nicht 2,8 €, sondern gleich 9 € für eine Richtung. Aber scheinbar arbeitet der Senat auch daran und hat gerade ein kostenloses Schülerticket eingeführt.

    Es wird wohl niemand bestreiten, dass die Quote von technischen Mängeln bei Fahrrädern viel höher ist als bei Autos. Häufigere Kontrollen finde ich da durchaus angemessen.

    Bei Autos hingegen bin ich immer wieder erschrocken über den Anteil der Fahrer ohne Führerschein. Das könnte man auch mal häufiger kontrollieren. Ich selbst habe überhaupt erst eine einzige allgemeine Verkehrskontrolle erlebt.

    Bei der Recherche der Änderungenist mir gerade noch etwas aufgefallen, das vielleicht noch nicht jeder mitbekommen hat:

    Das klare Verbot von zusätzlichen Leuchten ist entfallen. Darf man jetzt wirklich wie ein Weihnachtsbaum herumfahren? Natürlich nur bei entsprechender K-Nummer auf den Leuchten.


    Zur Mitführungspflicht:

    Die Presseartikel zur Änderung beinhalteten damals die eindeutige Aussage, dass die Lampen nicht mehr ständig mitgeführt werden müssen.

    Aus dem Wortlaut der StVZO bin ich mir nicht mehr so sicher. Zumindest früher gab es bei Rennrädern die klare Anforderung, die Lampen ständig mitzuführen. Das ist jetzt entfallen.

    Habe mir jetzt mal 67 StVZO durchgelesen. Die Änderung ist ja wirklich schlecht gemacht.

    Im Dunkeln begegnen mir sogar recht häufig Fahrräder mit defekten fest installierten Lampen und zusätzlich angebrachten Batzerieleuchten.

    So eine Kontrolle tagsüber mag juristisch korrekt sein. Für hilfreich halte ich sie nicht.

    Wenn der Verstoß bei einer Schwerpunktkontrolle festgestellt wird, dann ist das Motiv für die penible "hard core"-Auslegung der Rechtsnormen eindeutig, eine möglichst beeindruckende Beanstandungsquote für die obligatorische begleitende Medien-Kampagne zu erzielen: "Seht her, Leute, wir kümmern uns!".

    Und gleichzeitig wird bei Geschwindigkeitskontrollen für den Kraftverkehr die Auslöseschwelle auf 10 drüber eingestellt.

    Vermögen werden fast ausschließlich vererbt und nicht erarbeitet.

    Also laut der Grafik von Rezo sind es aktuell ca. 51%. Das ist etwa die Hälfte und sehr weit entfernt von "fast ausschließlich".

    Ob das ein Problem ist, liegt im Auge des Betrachters.


    Und gerade bei Erbschaften landet man ganz schnell bei praktischen Problemen. Denn der Eigentümer ist ja tot. Also muss sein Vermögen irgendwie aufgeteilt werden. Beispielsweise sein Eigenheim (das reicht ja oft schon, um zu den reichsten 10% zu gehören).

    Was soll damit passieren? Werden Einfamilienhäuser dann verstaatlicht? Oder versteigern wir sie? Dann bekommen sie die Immobilienhaie.

    Und wie verhindern wir dann, dass der Eigentümer die Häuser noch mit warmer Hand an seine Kinder überträgt?


    Und ist es überhaupt wünschenswert? Eine selbst genutzte Immobilie ist quasi ein kleiner "Familienbetrieb". In solchen wird sehr häufig gut und nachhaltig mit Vermögen umgegangen. Und das soll man ändern? Einfach weil man "51%" für "zu hoch" hält?


    Der nächste große Block sind Familienunternehmen, die vererbt werden. Da kommen schnell rechnerische Millionenwerte zusammen. Ist auch nicht ganz einfach, da eine gute gesetzliche Regelung zu finden, die gleichzeitig den Wert von Erbschaften reduziert.


    Alles keine einfachen Fragen, auf die es definitiv keine einfachen Antworten gibt.

    Ich verstehe deine Aussage so, dass du meinst, dass die Vermögensverteilung nicht aus dem Ruder läuft

    Zumindest ist die aktuelle "Erbquote" in Deutschland in keiner Weise etwas Besonderes. Weder historisch, noch im internationalen Vergleich. Damit ist schonmal die Dramatik raus, die im Video von Rezo angedeutet wird: Es gibt keine dramatische Entwicklung an dieser Stelle. Aktuell kehrt dieser Kennwert einfach wieder in den historischen und internationalen Normbereich zurück. Nicht mehr und nicht weniger.


    Ob man etwas dagegen machen möchte, ist eine ganz andere Frage. Und auch darauf wird es wohl keine einfachen und eindeutigen Antworten geben. Da kann man ganze Bücher mit Pro- und Kontra-Argumenten füllen. Denn eine gewisse Ungleichheit ist auch ein Antrieb für neue Ideen.


    Das geht bis in die Psychologie:

    Sind Menschen glücklicher, wenn es objektiv den meisten materiell besser geht? Oder ist es wichtig, dass es niemand anderem allzu viel besser ergeht?


    "Ganze Bücher" reicht da gar nicht. "Bibliotheken" trifft es eher :-)


    Um zu den "reichsten 10%" zu gehören, genügen übrigens 468.000€ Nettovermögen. Das sind keine Menschen, die den ganzen Tag Champagner trinkend auf Partys rumhängen. So mancher arbeitende Besitzer eines Eigenheims wäre wohl überrascht, dass er schon zu den "reichsten 10%" gehört.