Beiträge von Epaminaidos

    Habe neulich den passenden Kommentar dazu gelesen.


    Trump ruft ja aktuell weiterhin zu Spenden auf, um seinen "Kampf" gegen die gestohlene Wahl zu finanzieren. Im Kleingedruckten zum Spendenaufruf steht aber, dass ein Großteil der Spenden genutzt wird, um Wahlkampfschulden zu begleichen.


    Vermutlich schaut er einfach regelmäßig, wie viele Spenden eingehen und wie viel ihn die juristische Show kostet. So lange er Gewinn macht, spielt er das Spiel weiter.


    Und bis dahin freut er sich über die Idioten, die ihm seine Schulden bezahlen.


    Das wäre zumindest mal eine rationale Erklärung für diesen Quatsch.

    Nachhaltiges Wirtschaften gleichzusetzen mit einer Rückkehr ins Mittelalter, halte ich für gefährliche Polemik.

    Ich habe das mit kein Wort geschrieben.


    Deine Aussage war, dass es langfristig _immer_ besser ist, erneuerbare Energien zu verwenden, als fossile Brennstoffe unwiederbringlich zu verbrennen.


    Und das ist falsch. Denn hätten unsere Vorfahren so gedacht, hätten sie die fossilen Energieträger ungenutzt gelassen. Dann hätte es keine industrielle Revolution gegeben und wir würden immer noch leben wie im Mittelalter.

    Wenn etwas teuer ist, dann hat es auch irgendwo in der gesamten volkswirtschaftlichen Mehrwertschöpfungskette entsprechend Dreck verursacht.

    Quatsch. Gerade Strom aus erneuerbaren Energien ist teurer als Kohlestrom.


    Und gerade "Dreck verursachen" ist leider häufig im Preis nicht enthalten.

    Siehe Quelle oben.

    Die Quelle hat doch mit der von mir zitierten Behauptung überhaupt nichts zu tun.

    Deine Behauptung:

    Zitat

    Es gibt außerdem keinen Grund, warum die Nutzung quasi unerschöpflicher Energien teurer sein sollte als die Verbrennung fossiler Energieträger,

    Aussage der Quelle: Aktuell kommen die erneuerbaren Energien so langsam in den Bereich, dass sie tatsächlich billiger sind.


    Das ist etwas vollkommen anderes als Deine Aussage.

    Langfristig ist alles schlechter, was nicht nachhaltig ist.

    Die Industrialisierung vor 200 Jahren war garantiert kein nachhaltiger Prozess. Denn es wurden viele unwiderbringliche Ressourcen verbraucht.


    Wäre es wirklich besser gewesen, weiter zu leben wie im Mittelalter?

    Es gibt außerdem keinen Grund, warum die Nutzung quasi unerschöpflicher Energien teurer sein sollte als die Verbrennung fossiler Energieträger, ganz im Gegenteil.

    Wie kommst Du darauf?


    Es gibt sogar jede Menge Grüne. Zuvorderst, dass fossile Energieträger über die letzten 200 Jahre wesentlich einfacher in Strom umgewandelt werden konnten als als andere Energieformen.


    Ob es wünschenswert ist, dass fossile Energieträger billiger sind, ist eine ganz andere Frage.

    Vor ein paar Jahren im Zuge der Überarbeitung der Erneuerbare Energien Richtlinie der EU gab es Kritik von Wissenschaftlern verstärkt Holz als Brennstoff zu nutzen.

    Ich habe mir das mal durchgelesen.


    Das Argument funktioniert ungefähr wie folgt:

    Langfristig (100 Jahre) ist Energiewirtschaft mit Holz unstreitig besser, kurzfristig aber schlechter:


    Mal angenommen, ein Deutscher hat letztes Jahr 10 Tonnen CO2 aus Erdöl erzeugt. Diese 10 Tonnen verbleiben dauerhaft in der Atmosphäre. Und die 10 Tonnen von nächstem Jahr aus.


    . Wenn ein Baum gefällt wird, um ihn zu verbrennen, wird natürlich CO2 frei. Er wird aber durch einen neuen Baum ersetzt, der über nächsten 100 Jahre genau das freigesetzte CO2 wieder bindet.

    Wenn man hingegen Erdöl verbrennt, verbleibt das CO2 dauerhaft in der Atmosphäre.


    Über einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet, ist Holzwirtschaft also besser für das Klima.


    Kurzfristiger betrachtet sind hingegen fossile Brennstoffe besser. Denn sie erzeugen pro Tonne CO2 wesentlich mehr Energie.



    Wenn man also Erdöl durch Holz ersetzt, steigen die Emissionen erstmal. Dann man braucht viel mehr Holz als Erdöl.

    War das ernst gemeint?

    Natürlich. Ich bezog mich auf die Aussage, dass der Mensch jährlich mehrere Tonnen CO2 ausatmet. Und in diesem Kontext kann das eigentlich nur so gemeint sein, dass damit auch der Klimawandel angeheizt wird.

    Und das ist falsch.

    stößt der Mensch etwa 1 Tonne bis 10 Tonnen CO2 pro Jahr alleine durch Atmung aus

    Der Mensch selbst (also der Organismus) ist Bestandteil des natürlichen CO2-Kreislaufes und klimaneutral. Vollkommen egal, wie viele Tonnen CO2 jemand ausatmet. Denn jedes Gramm CO2 wurde in den Jahren vorher von den Pflanzen gebunden, die der Mensch (bzw. die verzehrten Nutztiere) verspeist hat.


    Hätte der Mensch es nicht gegessen, wäre die Pflanze irgendwann verrottet und hätte das CO2 auch so freigesetzt.


    Ein negativer Effekt auf das Klima entsteht erst durch die verwendeten Maschinen.

    Zum ersten: Wenn man den Baum nicht fällt, kann er noch CO2 aus der Luft ziehen.

    Dafür kippt ein anderer Baum wegen Altersschwäche um und emittiert das in ihm gebundene CO2.


    Ein normaler "natürlicher" Wald besteht aus Bäumen jeden Alters. Seine CO2-Bilanz ist neutral: alte Bäume sterben ab, verrotten und emittieren dabei CO2, neue Bäume wachsen nach und binden es wieder.


    Wenn man jetzt die alten Bäume entnimmt und verbrennt, anstatt sie verrotten zu lassen, bleibt die Klimabilanz neutral. Man darf halt nur das entnehmen, was pro Jahr nachwächst.

    Das heißt, genaugenommen muss die Waldfläche wachsen

    Wenn immer etwas CO2 (wohl eher Kohlenstoff?) zusätzlich im Boden verbleibt, müsste die Waldfläche doch sogar schrumpfen können, oder?


    Wobei ich keine Ahnung habe, wie groß dieser Anteil ist, der im Boden bleibt.

    Der Vergleich hinkt aber stark.


    CO2, das durch die Verfeuerung von Erdöl in die Atmosphäre kommt, verbleibt dort dauerhaft. Zumindest nach menschlichen Maßstäben.


    Wenn bei der Verfeuerung von Holz die Waldfläche konstant gehalten wird, wird das entstandene CO2 hingegen über die nächsten 80 Jahre wieder gebunden.


    Der CO2-Anteil steigt in beiden Fällen erstmal an. Aber bei der Verfeuerung von Holz hört es nach einigen Jahrzehnten von alleine auf. Zumindest so lange die Waldfläche konstant bleibt.


    Ich habe mich gerade noch gewundert, ob die Anzahl der Bäume für den aktuellen Energiebedarf überhaupt ausreichen würde.

    Mal sehr hemdsärmelig gerechnet:

    Pro Mensch gibt es aktuell 422 Bäume. Bei einer Wachstumsdauer von 80 Jahren dürfte jeder Mensch pro Jahr 5 Bäume "verbrauchen". Ein Baum wiegt irgendwas zwischen 2 und 4 Tonnen. Macht also 15 Tonnen Holz pro Person und Jahr. Bei einem Brennwert von 4 kWh/kg sind das 60 MWh pro Person und Jahr.

    Aber wie viel Energie benötigt ein Deutscher pro Jahr? Ich rechne mal von den im Mittel emittierten 10 t CO2/Jahr rückwärts. 10 t CO2/Jahr entsprechen ca. 3 t Erdöl. Das wiederum hat einen Brennwert von 11,8 kWh/kg, also insgesamt ca. 30 MWh.


    Müsste also insgesamt aufgehen. Aber leider sind die Bäume wohl nicht alle gut zugänglich.


    Edit: Anstatt wild vom CO2 rückwärts zu rechnen habe ich gerade mal noch den Energiebedarf pro Kopf in Deutschland ergoogelt: 40 MWh.

    Also wenn ich auf einem Trampelpfad abseits der "offiziellen" Wege durch den Wald gehe und mir dort ein Ast auf den Kopf fällt, dann haftet der Waldbesitzer?

    Soweit ich weiß, normalerweise nicht.


    Das ist ein historischer Kompromiss: Die meisten Wälder sind Privateigentum. Trotzdem ist der Allgemeinheit gestattet, sie zu begehen. Im Gegenzug ist die Haftung eingeschränkt.

    Müsste es nicht reichen, solche Wege mit einem Schild als "verboten" zu kennzeichnen?

    Das Problem ist, dass dann wieder jemand anderes solche Schilder als reines Lippenbekenntnis missbrauchen könnte.


    Beispielsweise der Betreiber eines Kiosks in der Nähe der Strecke. Der Graubereich ist riesig.


    Und wenn dann jemand stürzt, findet sich bestimmt irgendein Anwalt, der vor Gericht argumentiert, dass die Strecken zur Tourismusförderung stillschweigend geduldet wurden. Und mit etwas Pech für den Staat findet sich sogar ein Richter, der dem folgt.

    Was bin ich in dem Fall froh, in Bayern zu wohnen. Hier ist immer noch "testen für alle, wann immer, auch nur zur Vorsicht" drin und bezahlt.

    Bin neidisch!


    Ich verstehe ja auch, dass die Tests knapp sind. Aktuell haben wir ca. 20.000 Neuinfektionen und Kapazität für 200.000 Tests am Tag. Verbleiben also 180k Tests pro Tag zur freien Verfügung. Würde man wenigstens die Haushaltsmitglieder konsequent testen, würde das gerade mal 20k davon benötigen (durchschnittliche Haushaltsgröße ist 2).


    Und eine stärkere Verwendung der Schnelltests wäre auch wünschenswert. Zumindest für die Personen, die sonst gar nicht getestet würden. Besser ein 90%-Ergebnis als gar kein Ergebnis.


    Nur mal grob überschlagen, wie viel Kapazität man brauchen würde:

    - Laut RKI bräuchte man für den Test von jedem Schnupfen ca. 3-5 Millionen Tests pro Woche.

    - Dazu aktuell pro Woche ca. 130k Neuinfizierte. Mal 10 Kontaktpersonen sind nochmal gut 1 Mio Tests.


    Aktuell haben wir 1,3 Millionen PCR-Tests pro Woche.


    Die Schnelltests könnten hier die Lösung sein:

    Verkauf in der Apotheke. Die Sensitivität beträgt aufgrund von Anwendungsfehlern dann vielleicht nur 80%. Trotzdem könnte man damit bequem R von aktuell "ca. 1" auf "weit unter 1" drücken.

    Weiß eigentlich jemand, ob bei einem Fall in der Familie (alle in einem Haushalt) wenigstens die anderen Familienmitglieder getestet werden? In der oben verlinkten Teststrategie steht dazu nichts.


    Gibt es vielleicht irgendwo eine Sonderregelung für Familienmitglieder? Die sind ja besonders enge Kontaktpersonen.


    Ein Mitschüler aus der Klasse meiner Kleinen hat gerade einen Fall in der Familie. Da wäre es natürlich gut zu wissen, ob der Mitschüler andere Kinder in der Klasse infizieren konnte oder nicht.

    Einen Kaminofen zum Spaß zu betreiben, ist ein Luxus, den die Nachbarn bezahlen.

    Bei uns in der Nachbarschaft gibt es auch immer mehr von diesen Luxuskaminen. Da alle Fernwärme haben, ist keiner darauf angewiesen.

    Bei entsprechendem Wetter kann ich abends nicht mehr lüften.

    Ich finde es ziemlich nervig, wenn man abends rausgeht und die ganze Gegend verbrannt riecht.


    Und kurzfristig ist keine Abhilfe absehbar :-(