Beiträge von Epaminaidos

    Da hat also jemand den Wunsch, über die Zukunft des Verkehrs zu diskutieren. Aber dabei dürfen keine Nachteile von Autos benannt werden. Und mögliche Einschränkungen für den Autoverkehr werden von vornherein als Verteufelung von Autofahrern ausgeschlossen.

    Ich hol mir mal das Popcorn.

    Es sollte aber auch darum gehen, die absoluten Zahlen runterzukriegen.

    Jede Maßnahme sollte nach ihrem Aufwand-Nutzen-Nebenwirkungs-Verhältnis bewertet werden. Und die mit dem besten Verhältnis sollten umgesetzt werden.

    Das ist ganz sicher kein einfacher Prozess, aber zumindest einer, bei dem bei guter Ausführung die Zahl der Verkehrstoten zu möglichst geringen gesellschaftlichen Kosten reduziert wird.


    In der aktuellen postfaktischen Landschaft ist das aber natürlich leider nur eine Träumerei, sollte aber die Richtschnur für politisches Handeln sein.

    Es werden natürlich viel mehr Kilometer mit dem KFZ als mit dem Rad gefahren.

    Ich würde mal schätzen, mindestens das 20-fache (vielleicht 10% am Modal Split, mittlere Wegstrecke aber wesentlich länger).

    Das ergibt nach der Quelle grob das 20-fache Risiko einer Kopfverletzung auf dem Rad verglichen mit dem Auto.

    10% ist also fast jeder?

    Das ist die gleiche Wahrnehmung, mit der "fast jeder" Radfahrer über rot fährt :-)


    Aber mal zu Gunsten des Autors: Die Aussagen widersprechen sich ja nichtmal.

    Aussage 1:

    Rein subjektiv "scheint" kaum einer von allen Radfahrern ohne Kopfhörer zu fahren.

    Aussage 2:

    10 % der Jugendlichen fahren mit Kopfhörer.


    Also selbst wenn man die rein subjektive Aussage ernst nimmt, könnte es ja sein, dass praktisch alle Radfahrer die "nicht jugendlich" sind, mit Kopfhörern fahren. Und dann stimmen beide Aussagen.


    Aber irgendwie glaube ich nicht, dass der Autor das so detailliert betrachtet hat und als Beispiel für besonders negatives Verhalten ausgerechnet die Gruppe anführt, die nach seinen Aussagen am wenigsten Kopfhörer tragen :-)

    Das Problem ist, dass das heutige Verbot von zu lauter Musik in der Praxis nicht kontrollierbar ist.

    Vor ein paar Tagen habe ich mal versucht, einen Radfahrer anzusprechen. Ich fuhr direkt neben ihm und auch beim zweiten Anlauf mit erhöhter Lautstärker meinerseits hat er überhaupt nichts verstanden.


    Nun kann man über ein Verbot diskutieren. Die wesentlichen Argumente sind ja schnell aufgezählt:

    - Praktisch keine zusätzliche Gefährdung Dritter

    - Sicherheitsgurte sind ja auch Pflicht


    Da wird man wohl zu keinem objektiven Ergebnis kommen.

    Also laut Wikipedia sind weltweit knapp 500 Kernkraftwerke in Betrieb. Das wäre dann also alle 60 Jahre. Da liegen wir aktuell drüber.

    Ein GAU ("Auslegungsstörfall") ist übrigens ein Störfall, bei dem außerhalb der Anlage noch keine Strahlengrenzwerte überschritten werden.

    Darüber liegt noch der Super-GAU ("super" im wissenschaftlichen Sinn von "über").

    Ich weiß nicht, auf welches von beiden sich die 30.000 Jahre beziehen.

    Nach dem Wortlaut der StVO ist das eventuell richtig. In der Praxis gestaltet sich das bei mir meist völlig problemlos per Reißverschluss.

    Bei uns ist aber auch nichts im Trinkwasser. Die meisten Autofahrer benehmen sich anständig. :-)

    Darf man natürlich nicht machen, keine Frage.


    Ist es wirklich nötig, an dieser Stelle den Radfahrstreifen (Hamburger Art ohne Blauschild) zu ignorieren? Ich finde, der schaut erstmal gar nicht so schlecht aus.

    Interessante Zusammenfassung, die rein dogmatisch betrachtet sicherlich richtig ist.

    In der Praxis entstehen aber mMn schon einige Unterschiede.

    Das Nebeneinanderfahren sorgt normalerweise nur dafür, dass Autos nicht mehr überholen können (bzw. dürfen). Mit dem Fahrrad bin ich bisher immer problemlos vorbei gekommen.

    Außerdem gibt es die klare Regel, dass Autos ihre Geschwindigkeit anzupassen haben. Es entfällt also jegliches Recht darauf, dass der Radfahrer ein Überholen ermöglicht.

    Unterstützt wird das noch dadurch, dass Radfahrer nichtmal behindert werden dürfen. Das ist aber dann doch etwas realitätsfern. Ein Autofahrer dürfte dann ja nichtmal anhalten, um einzuparken, wenn hinter ihm Radfahrer sind. Und in engen Straßen dürften sich Autos nicht begegnen, da sie dazu oft stark abbremsen müssen, was wiederum die Radfahrer hinter ihnen behindern würde.


    Außerdem nehme ich an, dass sich - unabhängig von den objektiven Vorschriften - auch etwas im Kopf der meisten Autofahrer tut. Natürlich nicht in dem Maße, in dem wir das alle gerne hätten :-)


    All das sind schon deutliche Unterschiede zu normalen 30-Zonen.


    Dazu kommt noch ein verwaltungsrechtlicher Aspekt: In normalen 30-Zonen ist der Normalfall, dass jede Einschränkung für Autos gut begründet werden muss. In einer Fahrradstraße ist es genau umgekehrt: Jeder Kfz-Verkehr muss begründet werden. Das führt dazu, dass in Fahrradstraßen wesentlich häufiger Beschränkungen für den Kfz-Verkehr an sich gelten. München ist in dem Fall ein Beispiel dafür, wie man es eben nicht machen sollte: dort sind laut Artikel fast alle Fahrradstraßen für alle Autos freigegeben. Sehr ärgerlich. Aber auch das findet sich mit den Jahren hoffentlich.

    Sie erzwingen ihre Vorfahrt: Dekra-Report: Viele Radfahrer sind lebensmüde!

    Manche Leute haben da aber auch eine bekloppte Wahrnehmung. Gerade gestern wieder: Ich auf dem Radweg, ein Bus biegt recht langsam rechts ab und nimmt mir die Vorfahrt. Ich bin noch bequem weit weg, fahre erstmal weiter und halte dann rechtzeitig an.


    Hinter der Kreuzung frage ich einen anderen Radfahrer, ob ich ihn als Zeuge nennen darf. Denn er war nur wenige Meter hinter mir und hat alles gesehen.

    Antwort: "Sie haben ja auch voll draufgehalten. Lieber auf die Vorfahrt verzichten und einmal zu viel bremsen!"


    Komische Wahrnehmung: Er hat gesehen, dass ich rechtzeitig angehalten habe. Und trotzdem hat das Manöver bei ihm anscheinend das Vorurteil vom Vorfahrt erzwingenden Radfahrer verfestigt, der lieber unter dem Abbieger liegt als anzuhalten.


    Er hatte auch Verständnis für den Busfahrer: "Irgendwann muss der ja abbiegen!". Warum der Bus nicht warten kann, bis kein Radfahrer kommt (bzw. die Ampel rot ist), konnte er mir auch nicht erklären.


    Florian Paul: Fahrradstraßen sind Straßen, auf denen Radfahrer Vorrang haben.

    Das ist der erste Satz von dem "Experten". Und schon habe ich keine Lust mehr auf den Artikel.


    Wie sollen Autofahrer auch das richtige Verhalten lernen, wenn es ihnen niemand richtig erklärt?

    Besser wäre:

    "Fahrradstraßen sind Straßen, auf denen keine Autos fahren dürfen. Oft sind sie für Anlieger freigegeben. Aber auch dann sind Autos nur Gäste und Fahrräder haben Vorrang."

    Es fühlt sich einfach falsch an, ein Bügelschloss aus gehärtetem Stahl an so einem Auge zu befestigen. Es ist natürlich möglich, dass dieser Ring auch gehärtet ist. Vertrauen würde ich darauf nicht.

    Ob regelmäßig Fahrräder mit Rohrschneidern geklaut werden, weiß ich nicht. Gehört habe ich davon aus dem Bekanntenkreis nicht. Wenn man den Tathergang erkennen kann, war es normalerweise ein Bolzenschneider.

    Na ein Glück: Die Räder waren eh Schrott (keine Gangschaltung) und man musste soweit ich weiß eine Kaution zahlen.

    Wäre ein Jammer gewesen, wenn die sich am Markt durchgesetzt hätten.


    Nur schade, dass jetzt vermutlich die Städte die Dinger einsammeln müssen.

    Ich weiß nicht so recht: Ich bin bei der Forderung nach erneuerbaren Energien ganz bei Greepeace, aber die Art des Protests?

    Ich stand heute zufällig neben einem LKW, der offensichtlich auch "dabei" war. Freunde macht man sich mit sowas eher nicht.

    Motorräder und ihre Fahrer sehen bestimmt auch entsprechend aus.


    Tolle Beschilderung auf gerade mal 20 Metern:

    - "Jetzt bitte sofort alle rauf auf den Gehweg!"

    - "Wenn Ihr wollt, könnt Ihr zurück auf die Fahrbahn."

    - "Und jetzt bitte wahlweise in Luft auflösen oder mit Schmackes durch die Absperrung!"


    Die Absperrung im Hintergrund steht noch vor der Kreuzung.


    Außerdem ist die Fahrbahn kein Stückchen schmaler als ohne Baustelle. Trotzdem ist der Radfahrstreifen scheinbar jetzt zu gefährlich.