Beiträge von Ullie

    Eine kleine Ergänzung, die die Sache in einem noch fahleren Licht erscheinen lässt: Den Aushangfahrplan der SVG (=Schaumburger Verkehrs-GmbH) hatte ich aus dem Internet kopiert. Da ich zufällig dieser Tage in Wiedensahl zu tun hatte, habe ich mich noch mal vor Ort überzeugen wollen, ob der Plan aus dem Internet mit dem an der Haltestelle übereinstimmt.

    Das ist der Plan vor Ort:

    Bei der Besichtigung vor Ort ist mir allerdings das Datum oben links im Plan aufgefallen:


    Wieder zu hause habe ich erst mal andersherum nachgesehen, ob der Plan vor Ort tatsächlich mit dem übereinstimmt, den ich im Internet auf der Internetseite des Schaumburger Verkehrs-GmbH gefunden habe. Tatsächlich er ist es! Wer selbst nachschauen möchte, hier der Link: https://download.transdev.de/t…8/fahrplan-linie-2121.pdf

    Das heißt seit dem 3. August 2017 fährt die SVG-Omnibuslinie 2121 von Stadthagen nach Loccum und zurück unverändert nach dem selben Fahrplan. Kann man ja vielleicht noch unter kundenfreundlich verbuchen, weil alle Jahre ein Fahrplanwechsel, das kann ja auch ganz schön nerven. ;)


    Wenn man sich jedoch den kleinen weißen etwas ausgefransten Hinweiszettel ansieht, dann stellt man fest, dass der auch schon ganz schön lange da hängt. Der Zettel weist nämlich auf den "Hochzeitsmarkt" 2018 hin. Zu diesem jährlich stattfindenden Ereignis wird die Hauptdurchgangsstraße, an der die Bushaltestellen liegen, gesperrt. Der Hochzeitsmarkt 2019 hatte jedoch am 16.11.2019 an dem ich diesen Zettel im Aushangkasten an der Bushaltestelle fotografierte schon eine Woche zuvor stattgefunden. Der Zettel im Aushangkasten jedoch bezieht sich auf den Hochzeitsmarkt 2018 (sic!).

    Hier der Zettel in groß. Den Text (bzw. die entscheidende Passage) habe ich nochmal extra reingebaut in das Bild, weil der wegen des Regenwetters an dem Vormittag nicht so gut lesbar war:


    Wie schon gesagt: Pirminator mit seinen Klagen über das autolose Landleben, kann ich gut verstehen. Aber es ist eben auch so, dass man es wohl als absolute Rücksichtslosigkeit und Ignoranz gegenüber den Fahrgästen bezeichnen muss, was sich die SVG dort leistet. Bevor ich jedoch jetzt hier weiter schimpfe, schreibe ich lieber erst mal an die SVG.


    Fazit: Hoffentlich hat der neu gewählte Oberbürgermeister in Hannover ein Auge drauf, das soche Schaumburger Verhältnisse uns in Hannover erspart bleiben.

    Der niederländische Verkehrsklub ANBW - eine Partnerorganisation des deutschen ADAC - bezeichnete die Einführung von Tempo 100 als gewöhnungsbedürftig. Allerdings hätten 51 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage unter ANBW-Mitgliedern die Maßnahme zum Schutz der Natur als positiv bezeichnet - im Vergleich zu 34 Prozent, die Tempo 100 ablehnten.Quelle: Spiegel online vom 14.11.19: Grüne pochen auf Tempolimit in Deutschland

    https://www.spiegel.de/auto/ak…ederlanden-a-1296406.html


    Nicht dass jetzt wer meint, dass ich Tempo 100 auf Autobahnen so toll fände. Ich plädiere für max. Tempo 80 auf Autobahnen und max. Tempo 60 auf Landstraßen! Innerorts max. Tempo 30!

    Nee Yeti, jetzt im Ernst!

    Ist es tatsächlich so, dass in diesem Falle (Foto 1) wenn das Radfahrer-frei-Schild unter dem Schild hängt, das das Abbiegen in eine bestimmte Richtung verbietet, dadurch ungültig wird, dass man es daneben statt darunter aufhängt? (Foto 2)

    Das würde heißen, hier hängt das Schild Radfahrer frei [Zusatzzeichen 1022-10] also richtig. Und die Radfahrer dürfen auch nach links abbiegen?


    Foto2:

    Und hier wird das Zusatzschild tatsächlich komplett dadurch entwertet, dass es rechts neben dem Schild hängt, das nur Geradeausfahrt und Linksabbiegen erlaubt? Ist das wirklich so Yeti?

    Und KleverRadfahrer, hast du das gemeint, was Yeti da schreibt, oder hast du an was anderes gedacht?


    Als ich das Foto aufnahm, waren diese Schilder [Zeichen 260] ganz neu aufgestellt gewesen. Ob sie beachtet werden, kann ich noch nicht sagen. Und leider habe ich nicht so oft Gelegenheit das zu beobachten.

    Aber eines ist ganz sicher, die Schilder wurden aufgestellt, weil viele Autofahrer das Schild Fahrradstraße ohne Zusatzschild "Autos frei" eher so interpretieren, dass man vergessen hat das "Autos frei" aufzuhängen.

    Ich befürchte wir leben noch zu sehr in der Phase, in der Autofahrer es für selbstverständlich halten, dass sie überall fahren (und parken) dürfen. Was man übrigens auch auf meinen Fotos beobachten kann (das mit dem Falschparken).

    Vielleicht wäre es auch zielführender anstatt weitere Schilder aufzustellen, besser eine deutliche Bodenmarkierung anzufertigen:


    Oder in Verbindung mit einer Änderung der Vorfahrtsregelung:

    Als ich vergangenen Sonntag (10.11.19) von der Platnerstraße in die Fahrradstraße hineinfuhr, war diese schon Einbahnstraße und zwar entgegengesetzt der Fahrtrichtung aus der das Foto gemacht wurde.

    Allerdings wunderte mich, dass dieses Schild nicht aufgestellt war: [Zeichen 267] (Zeichen 267, Einfahrt verboten).


    Hier die Ausschilderung vom anderen Ende her gesehen:


    Als ich dort heute nachmittag erneut von der Platnerstraße aus hineinfuhr, standen da diese Schilder: [Zeichen 260](Zeichen 260 Verbot für Kraftfahrzeuge).


    Die Absicht ist klar: Immer wieder hatten KFZ die von der Platnerstraße in die Kleefelder Straße einbogen, diese Schilder ignoriert:


    Auch an der Fahrbahn der Gegenrichtung steht ein entsprechendes Schild, das die Einfahrt in die Kleefelder Straße für KFZ unterbinden soll.


    Hintergrund: Die Fahrradstraße Kleefelder Straße ist sehr schmal und wenn von beiden Seiten Autos reinfahren, dann haben die Radler nicht mehr genug Platz. (Siehe Beitrag weiter oben.) Deshalb wurde kürzlich die Einbahnstraße eingerichtet.


    Aber sind das die richtigen Schilder[Zeichen 260], die hierher gehören?


    Oder müsste da nicht vielmehr das Schild stehen [Zeichen 267] mit dem Zusatz[Zusatzzeichen 1022-10]?

    Hier noch mit Skizze. Wenn der Bus in der Haltebucht steht, ist wohl jedem Radfahrer klar, dass er gucken muss, bevor er auf die Fahrbahn einfährt, oder?

    Ein Aspekt, der an der Stelle eine Rolle spielen könnte:

    Hält der Bus an dieser Stelle mit Warnblinklicht?

    Es gibt sogenannte Warnblinklicht-Haltestellen.

    Das würde bei der etwas abenteuerlichen Fahrbahnaufahrt für Radler bei allen Verkehrsteilnehmern die Sinne schärfen.

    Besser fände ich freilich, dass der Bus auf der Fahrbahn hält (Kap statt Bucht / Vorschlag voin Chrik weiter oben).

    Du sagst ja selbst, dass der Bus nur alle halbe Stunde dort stoppt. Da ist doch ein kleiner Autostau hinter dem Bus nun wirklich kein Problem - oder? ;)

    Wenn du in deinem Leben jemals ein Auto besessen und auf dem "Land" gelebt hättest, wüsstest du, dass in einem Auto eben nicht nur immer "die eine Kiste Mineralwasser" transportiert wird, sondern ganze Einkaufswagenladungen. Und dazu musst du es vorhalten. Wenn mir meine Karre fehlt, dann grade wegen der Transportmöglichkeiten. Und komm mir jetzt keiner mit mehrere Tausend Euro teuren "Cargobikes" als vermeintlicher Alternative... :rolleyes:


    Aber ja, verweisen wir polemisch auf die paar Idioten, die wegen einer Tüte Brötchen und zwei Bechern Kaffee das Auto nutzen. Die haben aber in den meisten Fällen gar kein Fahrrad (dafür muss man in einer Großstadt ja auch erstmal einen dauerhaften Abstellplatz für finden). Zur Versachlichung der Debatte trägt das ständige Herbeizerren stereotyper Klischees garantiert nicht bei.

    Diese "Idioten mit der Tüte Brötchen" gibt's doch auch auf dem Land zuhauf. Zumindest habe ich das so in Erinnerung. Aber das ist jetzt auch schon einige Jahre her, dass ich auf dem Land gewohnt habe. Auf jeden Fall, waren damals die Straßen in der Nähe des Bäckerladens am Samstagvormittag zugeparkt mit Autos, deren Besitzer keine andere Möglichkeit sahen, als eben mal schnell die 300 bis 1000 m mit dem Auto zurückzulegen.


    Aber es ist was anderes, das mir aufgefallen ist in der Diskussion um den Ausstieg aus der Auto-Gesellschaft: Es gibt inzwischen einen recht großen Konsens, dass autofreie Städte gar keine so schlechte Idee seien und von immer mehr Menschen als eine realistische und wünschenswerte Entwicklung gesehen werden. Doch kaum kommt dann einer auf die "Landbevölkerung" zu sprechen, stellt sich bei vielen so eine Art "Ernüchterung" ein. Und plötzlich geniert man sich, dass man eben noch so "verwegene Visionen" mit anderen teilte und dabei doch glatt die "Landbevölkerung" komplett vergessen hatte.


    Wie konnte einem nur dieser Fauxpas unterlaufen? ;) Glatt die Landbevölkerung vergessen. Und als Städter hat man ja auch keine Ahnung vom harten Leben auf dem kargen Land, da schweigt man besser still und lässt alles so wie's ist.


    Dabei ist es doch nicht die Aufgabe der Städter, die Menschen, die auf dem Land wohnen, aus ihrer selbst gewählten "Autofalle" herauszuholen. Die an dieser Stelle gern aufgestellte Behauptung, auf dem Land sei kein auskömmlicher ÖPNV möglich, halte ich für eine reine Schutzbehauptung. Dass in vielen ländlichen Gegenden kein ausreichender ÖPNV stattfindet, das trifft zu, das bedeutet jedoch noch lange nicht, auf dem Land könne der ÖPNV nicht die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen erfüllen.


    Es gibt da jedenfalls deutliche Unterschiede in ländlichen Regionen:

    https://www.google.de/maps/pla…!3d52.3666634!4d9.4795186

    Beispiel 1: Groß Munzel (Region Hannover), 1162 Einwohner, Regiobus 570 siehe Fahrpläne Da fährt tagsüber alle Stunde ein Bus auch Samstag und Sonntag fahren Busse.

    :


    Beispiel 2:

    https://www.google.de/maps/pla…2!3d52.382848!4d9.1197902

    Wiedensahl (Landkreis Schaumburg), 958 Einwohner, an Schultagen (gelb markiert) fahren immerhin einige Busse, an Ferientagen (blau markiert) und sonntags je einer in jede Richtung, samstags fahren keine Busse.


    Auch auf dem Land ist guter ÖPNV möglich, wobei auch in Groß Munzel noch deutlich Luft nach oben ist. Aber um das Potenzial auszuschöpfen, muss der Autoverkehr sanft ausgebremst werden. Denn es macht keinen Sinn, leere Busse fahren zu lassen, die gerne mal im Autostau stecken bleiben. Und statt einfach nur Busse auf die Strecke zu schicken kann man sie auch so fahren lassen, dass sie nicht an den Haltestellen von Autos überholt werden. Und auf den Landstraßen kann man das maximal erlaubte Tempo auf das der Busse herunterkorrigieren.

    Dagegen ist es m. E. nichts oder kaum etwas über den Preis regulierbar. Es würde auch keinen Sinn machen, das Herumgefahre mit dem Bus hochgradig zu subventionieren (kostenfreier ÖPNV). Es ist schlimm genug, dass das Herumgefahre mit dem Auto so stark subventioniert wird.


    Außerdem muss das Bezahlen vereinfacht werden. Nicht beim Busfahrer zahlen! Das hält ihn nur von seiner eigentlichen Arbeit ab. Die Monatskarte muss viel selbstverständlicher werden!


    In einer Sache stimme ich dir zu Pirminator, in einem Ort wie zum Beispiel in Wiedensahl zu leben, ohne über ein Auto zu verfügen, erfordert schon eine gewisse Portion Pioniergeist (und mindestens ein Fahrrad und vielleicht noch einen Anhänger dafür, der muss aber nicht mehrere tausend Euro kosten). Und an der lausig schlechten ÖPNV-Situation grundlegend was zu ändern, bedeutet viele dicke Bretter zu bohren. Aber es ist eben nicht einfach "unmöglich, undenkbar, nicht zu machen" und was sonst so gerne an dieser Stelle gesagt wird.

    Und leider kommt unser famoser öffentlich-rechtliche Rundfunk seinem Verfassungsauftrag nicht nach, diesen haltlosen Befürchtungen die Fakten entgegenzusetzen. Anstatt klarzustellen: »Für Aufgabenträger wie diese Frau wird es Lösungen geben« bleibt der Eindruck »oh weh, das kann man doch wirklich nicht machen, wie schrecklich!«

    Es gibt so Tage, da denkst du: "Verflixt noch mal, was wird hier für ein Schurkenstück aufgeführt."

    Leider bist du da jetzt auch noch reingeflutscht, Fahrbahnradler. Aber vielleicht schieb ich ja gerade auch einfach nur Paranoia?=O

    Der Reihe nach:

    1. Ich schaue mir heut früh den NDR-Beitrag über die Wahl des ersten grünen OB in Hannover an.

    https://www.ndr.de/fernsehen/s…nnover,hallonds55050.html

    2. In Minute 4:19 kommt eine Passantin zu Wort: "Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst und ich benötige das Auto um von Patient zu Patient zu kommen und ich habe Angst, dass wenn die Grünen gewinnen, das wir dann womöglich mit dem Fahrrad zu den Patienten fahren müssen."

    3. So weit so schlecht, denn es ärgert mich, dass in dem Interview so getan wird als bricht mit einem grünen Oberbürgermeister in Hannover die Öko-Diktatur an. Aber sei's drum. Hab' ich mir jedenfalls erst mal gedacht.


    4. Dann komme ich heute am frühen Abend an einem Schaufenster vorbei, in dem dieses Plakat hängt:

    Müsste man eigentlich mal hingehen sag ich mir und mach ein Foto davon, weil ich etwas in Eile war. Dass da "Experten" von der FDP dabei sind hatte mich allerdings schon stutzig gemacht. Und als ich schon weiterging und noch einen Blick zurückwarf auf den Laden mit dem Schaufenster in dem das plakat hing, was sehe ich da???

    5. Da muste ich dann noch ein Foto machen, denn jetzt kommt das mit der "Paranoia". Oder habe ich einfach zu schwache Nerven?;)


    6. Und dann komm ich nach hause und schaue ins Forum und Fahrbahnradler hat gepostet, dass ihm auch genau diese Passage bei 4:19 in dem NDR-Beitrag negativ aufgefallen ist. Da darf man sich doch schon mal fragen, was da gerade für ein übles Spiel gespielt wird - oder?


    Hat die FDP die Pflegedienste am kurzen Bändel und instrumentalisiert die jetzt, um am ungebremsten Autowahn festhalten zu können?


    Wenn man sich die Internetseite anschaut, auf die auf dem Plakat verwiesen wird, dann landet man bei der Suche nach der Diskussionsveranstaltung zur autofreien Stadt Hannover da:

    https://www.dmt.events/neuer-o…r-den-verkehr-neu-denken/

    Da sage ich nur, das Bild spricht Bände tosender Autoverkehr auf allen Ebenen und das Bild ist so gemacht, dass man merkt: Die es gemacht haben und die es hier als Aufhänger für eine Einladung zu einer Diskussionsveranstaltung verwenden, die wollen das so, den vielen Autoverkehr. (Oder ist das schon wieder ein Paranoia-Schub?;))


    Auf der angegebenen Serite heißt es: „Wem gehört die Stadt?“ und weiter: "Im Rahmen der DMT Arena unter der Überschrift „Wem gehört die Stadt“ diskutieren am kommenden Donnerstag Dr. Stefan Birkner, Fraktionsvorsitzender FDP Nds. und ehemaliger Umweltminister, Peter Löck, Mobilitätsberater, Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management (CAM) und Christian Bebek, Leiter Verkehrsabteilung IHK Hannover, die Fragen der urbanen Mobilität im Allgemeinen und der Stadt Hannover im Speziellen. Das Besondere an der Podiumsdiskussion: Auch das Publikum bekommt die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Moderiert wird die Diskussion von Franz W. Rother, Chefradakteur des Magazins EDISON"


    Peter Löck ist nach meinen Recherchen so einer von der Sorte, der mit autobasierten Personentransportangeboten beweisen will, dass es ohne Auto nicht geht. Obwohl eine ganze Menge mehr mit einer ganzen Menge weniger Auto sehr gut geht.


    Stefan Bratzel war unter anderem Produktmanager für den smart. Das Auto mit dem die Automobilindustrie einmal erfolgreich den Eindruck erweckte, es gäbe eine umweltfreundliche Ausgabe desProblemverkehrsmittels. Schon länger weiß man, der smart war in hoher Stückzahl von den Kunden als Zweitwagen begehrt, nicht als Alternative zum Erstwagen, sondern eben als Zusatz zum Erstwagen.


    Christian Bebek vertritt die IHK Hannover, also den Wirtschaftsverband, der in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausließ, gegen die angeblich ideologisch motivierte "Autohasserpolitik" der rot-grünen Ratsmehrheit zu polemisieren. Ferner vertritt die IHK vor allem den Standpunkt mehr Parkplätze und breitere Straßen in der Stadt, mehr kostenfreie Parkplätze, Ampelvorrangschaltungen für den ÖPNV sind ideologiemotivierte Autobremsen usw., usw.


    Wer da hingehen möchte am 14.11.2019 um 18:00 im Hannover Congress Centrum, der kann sich auf der DMT Internetseite dafür anmelden:

    https://www.dmt.events/events/anmeldung-arena/

    Das HCC erreicht man mit der Linie 11 Richtung Zoo, Haltestelle Hannover Congress Centrum. Die Stadtbahn hält direkt vor dem HCC. Das ist die Kuppelhalle von 1914 und angrenzende Gebäude. Und man kann natürlich auch sehr schön mit dem Fahrrad hinfahren!


    Man wird sich wohl dran gewöhnen müssen in den Diskussionen um den Ausstieg aus dem MIV: Nach der unausweichlichen Kiste Mineralwasser, die dass Auto als Transportlösung angeblich unverzichtbar macht, kommt nun die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes. Immerhin scheint man es für nötig zu halten, gegen die Verkehrsweende größere Geschütze aufzufahren. Und das ist dann ja auch schon irgenwie ein Erfolg.

    Mit 52,9 %, also einem knappen Vorspung vor seinem Kontrahenten Scholz, gewinnt Onay am 10.11.2019 die Wahl zum Oberbürgermeister von Hannover.

    Die letzten Prognosen sahen einen deutlicheren Vorsprung für Onay von 56 % gegenüber 44 % für Scholz.

    Hier ein Link zu einem NDR-Beitrag: https://www.ndr.de/nachrichten…annover,stichwahl438.html

    In den Wählerinterviews in dem NDR-Beitrag wird noch einmal deutlich, dass für die Wähler Onays Forderung nach einer autofreien Innenstadt mit wahlentscheidend war.

    Leider verbindet eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes damit die Befürchtung, nicht mehr mit dem Auto zu ihren Patienten fahren zu können.

    Und genau an der Stelle muss die Umsetzung der autofreien Innenstadt anknüpfen. Es geht nicht darum, notwendigen Wirtschafts- und Versorgungsverkehr zu unterbinden, sondern darum, den privaten motorisierten Individualverkehr für den Arbeitsstätten-, Einkaufsstätten- und Freizeitstättenzubringerverkehr auf den ÖPNV und das Rad zu verlagern, sowie den Fußverkehr zu stärken.

    Wenn es gelingt, das deutlich zu machen und entsprechend umzusetzen, dann wird es am dafür notwendigen Zuspruch nicht mangeln.

    Und es werden für die Idee der autofreien Innenstadt auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot geholt, die möglicherweise deshalb Scholz wählten, weil sie die autofreie Innenstadt bislang vor allem als ein Schreckgespenst sehen.


    Um kurz nach Sieben, als schon fast alle Wahlbezirke ausgezählt waren und der Sieg von Belit Onay praktisch feststand, tritt Onay am Fuß der großen Rathaustreppe vor die Mikrophone. Belit Onay ist für die nächsten sieben Jahre zum Oberbürgermeister von Hannover gewählt worden.

    Rewe wirbt massiv dafür, dass Rewe regionale Produkte verkauft:

    https://regional.rewe.de/regio…cid=sea_google_vs_brands_[em]-regional-[nt|br]_{e}-rewe-regional_text-ad_825870216_37877771010&gclid=EAIaIQobChMIy_zMmNnh5QIVQud3Ch3pnwNHEAAYASAAEgIke_D_BwE

    Und vermutlich werben sie erfolgreich damit, zumindest habe ich bereits im Bekanntenkreis Leute postiv darüber sprechen gehört.


    Für mich ein Beispiel dafür, dass die Diskussion um autonomes Fahren Gefahr läuft, wirklich wichtige Diskussionen in den Hintergrund zu verdrängen. Es kann ja sein, dass elektronisch gekoppelte LKW-Verbände lange Strecken spritsparend über die Autobahn zurücklegen können, weil sie aufgrund der elektronischen Kopplung und damit verbundenen automatischen Steuerung sehr dicht hintereinander fahren können.


    Aber viel entscheideneder ist doch, dass regionale Produkte in den Einkaufsläden stehen, so dass erst gar keine lange Fahrtwege anfallen.

    Die Fahrradstraße ist tot - Es lebe die Fahrradstraße!


    So muss wohl die gerichtliche Auseinandersetzung um die Fahrradstraße Kleefelder Straße am Rande des Zoo-Viertels in Hannover betitelt werden.

    Hintergrund:

    Ein Anwohner klagte gegen die Verwaltung, die die Kleefelder Straße zur Fahrradstraße erklärt hatte.

    Aus Sicht des Klägers, sei die Verkehrssicherheit in der Fahrradstraße nicht gewährleistet, weil zu wenig Platz für Begenungsverkehr vorhanden sei.

    Verwaltungsgericht Hannover vom 17.7.2019 https://www.verwaltungsgericht…e-erfolgreich-178893.html

    Das Verwaltungsgericht gab einerseits dem Kläger Recht, ermöglichte jedoch andererseits der Stadt Hannover bei der Fahrradstraße nachzubessern.

    Das ist inzwischen geschehen.


    Der selbe Anwohner hat jedoch - trotz der inzwischen verbesserten Rahmenbedingungen - erneut gegen die Anordnung der Fahrradstraße geklagt:

    "Stadt richtet Fahrradstraße im Zooviertel neu ein – Anwohner klagt wieder

    Der Streit um die Fahrradstraße in der Kleefelder Straße im Zooviertel geht weiter. Nach der Niederlage vor dem Verwaltungsgericht in Hannover hat die Stadt dort Einbahnstraßen und Parkverbote eingerichtet. Ein Anwohner will nun erneut klagen." Neue Presse vom 4.11.2019 https://www.neuepresse.de/Hann…radstrasse-in-Hannover-um


    Diese erneute Klage ist jetzt vom Verwaltungsgericht abgewiesen worden:

    "Kleefelder Straße darf Fahrradstraße bleiben. Das VG Hannover hat entschieden, dass die Landeshauptstadt Hannover (LHH) die Kleefelder Straße grundsätzlich zur Fahrradstraße erklären darf." juris, Das Rechtsportal vom 8.11.2019 https://www.juris.de/jportal/p…hten%2Fzeigenachricht.jsp


    Zu den von der Verwaltung durchgeführten Verbesserungen gehört, dass in der Kleefelder Straße ein Parkverbot erlassen wurde, das das Parken nur noch in gekennzeichneten Flächen zulässt. Mein Eindruck ist: Es gibt mehrere Anwohner mit Parkplätzen auf dem eigenen Grundstück. Die waren oft zu bequem, ihr Fahrzeug auf ihr Grundstück zu fahren, sondern haben stattdessen mit ihrem Fahrzeug ihre eigene Grundstückszufahrt blockiert. Oder sie wollten so verhindern, dass andere PKW-Besitzer die Zufahrt zu dem Parkplatz oder der Garage auf ihrem eigenen Grundstück blockierten.


    Die jetzt angelegten Parkmarkierungen sind selbstverständlich nicht vor den Grundstückszufahrten angelegt worden. Es scheint jedoch Bewohner zu geben, die das als "Parkplatz-Verlust" empfinden.


    Ein aktuelles Foto aus der Kleefelder Straße vom 10.11.2019

    Vor der Grundstückszufahrt sind keine Parkplätze markiert. Die neuen Markierungen kann man rund um die schwarze Limousine erkennen, die am Fahrbahnrand steht. Der schwarze Kleinwagen parkt auf dem Grundstück. Möglicherweise parkte er früher einmal am Fahrbahnrand vor der Grundstückseinfahrt. Jetzt besteht natürlich die Gefahr, dass ein Falschparker ordnungswidrig die Grundstücksausfahrt blockiert und der Fahrer des schwarzen Kleinwagens nicht mehr wegkommt.


    Diese neue Beschilderung informiert über das Parkverbot. Parken ist nur noch in dafür markierten Flächen erlaubt:

    Hat es eigentlich bei solchem gefährlichen Schwachsinn, wie in den Bildern dargestellt, es schon Jemand mal mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr ( § 315b) versucht ?

    Das nicht, aber ich hatte beide Fotos über das Beschwerde-Formular der hannover.de-Seite an die Stadt gesendet. Immerhin gab es in einem Fall Veränderungen:

    Vorher:


    Nachher:


    Das "sehr aufwändig";) temporär ungültig gemachte Verkehrszeichen 237, Radweg, [Zeichen 237], hier noch mal in Großaufnahme:


    Man hat den Eindruck, "die Guten" sitzen nicht in der Abteilung der Stadtverwaltung, die für die Anlage und Ausschilderung von Baustellen-Umleitungen für den Radverkehr zuständig sind.


    Unklar ist mir, warum über das Verkehrszeichen 240, gemeinsamer Geh- und Radweg, [Zeichen 240], das Schild angebracht wurde mit den Fußgängern, die sich nach rechts bewegen sollen. Soll das heißen, dass die im Grünstreifen laufen sollen?


    Der eigentliche Skandal ist: Es gibt dort drei Fahrspuren für den Autoverkehr. Von der könnte sehr gut eine umgewidmet werden für den Radverkehr, am besten über die Baustellenzeit hinaus, also dauerhaft.

    Im Zweifel wird für den ungebremsten Autoverkehr entschieden.

    Die Fahrradstraße im Stadtteil Ricklingen in der Straße Am Grünen Hagen ist einmal mehr ein schreckliches Beispiel dafür, wie verbohrte Autofanatiker in der Politik (vielleicht nicht einmal so sehr in der Verwaltung) sich über die Interessen der Radfahrenden hinwegsetzen und im Zweifel pro Autoverkehr entscheiden.

    Hintergrund sind baustellenbedingte Straßensperrungen in Ricklingen für die Umleitungsstrecken für den Autoverkehr ausgewiesen sind.

    Diese Umleitungsstrecken sind jedoch nicht nach dem Geschmack mancher Autofahrer, für die Umleitung heißt, wenn die Hauptstrecke gesperrt ist, dann ist das ein Grund sich dafür Stark zu machen, den kürzesten Weg als Umleitungsstrecke auszuweisen. Auch dann, wenn dadurch Anwohner belästigt und gefährdet werden und ganz besonders dann, wenn man damit so "absurden Ideen wie Fahrradstraßen und Bevorrechtigung des Radverkehrs ad absurdum führen kann.

    Und im zuständigen Bezirksrat Ricklingen finden sich leider genug "Freie Fahrt für freie Autobürger"-Büttel, die den "Weg frei machen für ungehemmte Raserei durch eine Fahrradstraße.

    Wie an vielen anderen Stellen in Hannover zeigt sich, dass die heißen Schwüre pro Radverkehr die in den Sonntagsreden abgelegt werden, im Alltag über Bord geworfen werden. Besonders deutlich zeigt sich das dann, wenn mal wieder bei einer Baustelle der Radweg mit dem Fußweg vereint wird und Radfahrer und Fußgänger auf engstem Raum zusammengequetscht werden.

    Beispiel Zeppelinstraße:


    Oder hier in der Gustav-Bradtke-Allee:


    In beiden Fällen ist jetzt schon seit Monaten ein Zwangs-Kuscheln von Fußverkehr und Radverkehr angeordnet, dass unweigerlich zu Konflikten führt. Und leider auch an vielen anderen Stellen in Hannover.

    Wenn es Baustellen-bedingt zu Engstellen kommt, dann muss der Radverkehr weichen, bzw. sich mit dem Fußverkehr auf engstem Raum arrangieren. Und es wird oft keine Möglichkeit geschaffen, dass der Radverkehr legal auf der Fahrbahn stattfinden kann.


    Und jetzt halt die Fahrradstraße Am Grünen Hagen in Ricklingen.

    Dort wurden Beton-Barrieren aufgebaut, weil bei weiter zurückliegenden Umleitungs-Regelungen Autofahrer nicht der ausgewiesenen Umleitungsstrecke folgten, sondern durch die Fahrradstraße abkürzten.

    Aktuelle ist erneut wegen Bauarbeiten eine Umleitungsstrecke ausgewiesen, der viele Autofahrer jedoch nicht folgen wollen. Und deshalb haben sie Stimmung gemacht gegen die Fahrradstraße und gegen die Beton-Barrieren, die die Fahrradstraße davor bewahren soll, eine Durchgangsstraße für den Autoverkehr zu werden.


    Und dieser kurzsichtigen Autofahrer-Protestmasche ist eine Mehrheit der Bezirksratspolitiker aufgesessen. Was bleibt da noch zu sagen?

    "Eines Tages, wenn der letzte Trampelpfad zur Durchgangsstraße ausgebaut wurde, werdet ihr feststellen, dass man in so einer Stadt nicht leben kann."


    Wer mal per streetview (im Jahr 2008) durch die Straße fahren will. Hier ist der Start bei der Einmündung in die Göttinger Chaussee https://www.google.de/maps/@52…!2e0!7i13312!8i6656?hl=de


    Aktueller ist diese Fahrt bei mapillary: https://www.mapillary.com/app/…ey=ZtJswN74BHvkAZICAKsqxQ Die mappillary Fahrt startet ebenfalls an der Göttinger Chaussee.


    Weitere Infos in der HAZ: https://www.haz.de/Hannover/Au…-Am-Gruenen-Hagen-stoppen

    und auf dem Blog von Dirk Hillbrecht: https://blog.hillbrecht.de/201…ment-page-1/#comment-8877

    So isses. Aldi verkauft in Karlsruhe anderes Mineralwasser als in Heilbronn - unter demselben Markennamen. Warum muss ich also bei Aldi in Hamburg vor bayerischem und sächsischem Joghurt stehen?

    Vermutlich weil Aldi-Hamburg beim bayerischen oder sächsischen Joghurt-Produzenten bessere Konditionen rausgehandelt hat, so dass die höheren Transportkosten mehr als abgedeckt sind.

    Und das zeigt: Das autonome Fahren an sich schafft keine Verbesserungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Umweltschutz usw. Viel entscheidener ist es die Transportkosten (zum Beispiel die LKW-Maut) so zu steigern, dass die für Aldi günstigen Konditionen der Joghurthersteller aus Sachsen und Bayern sich nicht mehr lohnen.

    Autonom fahrende LKW würden die sinnlose Hermkarrerei von Produkten sogar noch weiter anheizen, weil die autonomen LKW vermutlich preiswerter sind, da ja kein Fahrer mehr benötigt wird.

    Einerseits soll die Regelung, LKW dürfen nur noch mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen, die Verkehrssicherheit verbessern.


    Andererseits wird diese Verkehrssicherheit für die Fußgänger unter Umständen verschlechtert, wenn der LKW bei einer Ampel mit einem Rechtsabbiegeampelpfeil mit Schrittgeschwindigleit abbiegt. Denn es könnnte ja der Fall auftreten, dass der LKW gerade noch beim Grünpfeil die Ampel passiert hat, aber so langsam unterwegs ist, dass inzwischen bereits der parallel gehende Fußgänger Grün hat.


    Dann muss man halt die Ampel mit dem Pfeil so schalten, dass das Grün verkürzt wird.

    Die groben Fehler in der Änderungsverordnung sind mittlerweile auch im Bundestag angekommen: MdB Wagner kritisiert gefährlichen Fehler in StVO-Novelle

    In dem von dir verlinkten Text heißt es: "Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andreas Wagner geht hervor, dass für rechtsabbiegende Lkw an Kreuzungen Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben werden soll, auch wenn ein grün leuchtender Pfeil das konfliktfreie Abbiegen anzeigt (gesicherte Rechtsabbiegephase)." Der Begriff "gesicherte" Rechtasabbiegephase soll wohl andeuten, dass in dieser Phase mit dem leuchtenden Grünpfeil die Rechtabbieger sicher sein können, dass kein Fußgänger mit Vorrangberechtigung ihre Fahrt ausbremst.

    Viele Ampeln, die ich kenne schalten dann so weiter, dass im Anschluss der grüne Rechtsabbiegepfeil erlischt und für alle Fahrbahnen, also auch für die Geradeausfahrbahnen das ganz normale grüne Ampellicht gilt. Wenn es noch eine Linksabbiegespur gibt, dann gibt es eine ei8gene Ampel für die Linksabbieger.

    Das Adjektiv "gesichert" gilt jedenfalls nicht für den Fußgänger, denn der muss ja ohnehin warten, so lange für den Rechtsabbiegerverkehr der rechtsabbiegergrünpfeil leuchtet.

    Und wenn der dann aus ist und alle Fahrspuren Grün haben, dann beginnt der ganz normale Rechtsabbiegerverkehr und damit die Gefahr für den Fußgänger, der sich jetzt darauf verlassen muss, dass sein Vorrang respektiert wird.

    Vielen Dank für deine Antwort Fahrbahnradler, ich muss gestehen, mir war gar nicht bewusst, dass es eine standardisierte Kennzeichneung betreff des Herkunfts(-bundes)landes für Milchpprodukte gibt. Du meinst doch sicher die hier: https://www.bmel.de/SharedDocs…hen.jpg?__blob=poster&v=6

    Gefunden auf der Seite des Bundeslandwirtschaftsministeriums:

    https://www.bmel.de/DE/Ernaehr…entitaetskennzeichen.html

    Ich habe immer umständlich nach einer Adresse des Herstellers gesucht, wenn ich in Erfahrung bringen wollte, woher das Produkt stammt.


    Einerseits ist es ja erfreulich und im Sinne der Völkerverständigung wünschenswert, wenn Produkte nicht nur regional vermarktet werden, sondern dank günstiger Transportkosten auch über viele Landesgrenzen hinweg vermarktet werden können. Mit dem Argument, es diene der Völkerverständigung, werden ja auch Flugreisen subventioniert, indem das Flugbenzin steuerfrei gestellt ist.


    Andererseits tut es nicht not, dass ich das ganze Jahr hindurch frische Erdbeeren etc. kaufen können muss. Und was die Flugreisen angeht: Wenn mir Herr Meier von nebenan darüber Vorträge hält, wie es um die Qualität der Jägerschnitzel auf Mallorca bestellt ist, dann kommen mir da Zweifel, ob Flugreisen tatsächlich immer der Völkerverständigung dienen.


    Ich hab schon gelegentlich festgestellt, dass die Diskussion über billige Transportkosten aufgrund der hohen Subventionierung (Trotz LKW-Maut) des LKW-Verkehrs, auch eingefleischte Autofahrer zu GretaThunberg Fans machen kann. (zumindest kurzfristig)


    Ergänzung: Habe gerade noch mal auf der o. a. Ministeriumsseite nachgelesen und diesen Hinweis zu dem ovalen Kennzeichen gefunden: "Der Verbraucher kann an Hand des Zeichens nur erkennen, in welchem Staat und Bundesland das Erzeugnis zuletzt bearbeitet oder verpackt wurde. Dadurch sind Rückschlüsse auf die Transportwege möglich. Die Herkunft der Rohstoffe ist daraus jedoch nicht abzuleiten."

    Puh. Da haben Bahn und Flugzeug aber noch viel zu lernen.

    Nbgradler, du darfst nicht vergessen, dass die aus marktwirtschaftlichem Interesse heraus gewollte Loslösung von Preis und Entfernung dazu beiträgt, die Realitäten falsch zu beurteilen, bzw. das neue Realitäten geschaffen werden, die sich jedoch zum Beispiel in Hinsicht Nachhaltigkeit negativ auswirken.

    Das klassische Beispiel ist das Joghurt aus Bayern, das in Hamburg im Supermarkt-Kühlfach steht und ebenso preiswert angeboten wird wie ein Joghurt aus Niedersachsen oder Schleswig-Holstein. Obwohl es doch einen deutlich längeren Weg zurückgelegt hat.

    Ohne Stehplätze gibt es im ÖPNV keine Effizienz. Für den Fernverkehr gilt das nicht. Aber auch da taucht das Problem auf mit den Preisen. Natürlich könnte sich ein Fahrgast aus der Region Hannover darüber aufregen, dass er für die relativ kurze Fahrt im GVH relativ viel Geld bezahlt und sich dabei auch noch mit einem Stehplatz zufriedengeben muss. Obwohl er doch im letzten Urlaub mit einem Billigflugticket nach London flog und dabei einen Sitzplatz belegen konnte, möglicherweise für nur unwesentlich mehr Geld, als er in Hannover für ein Tagesticket im Nahverkehr bezahlen muss.

    Der ÖPNV funktioniert so, dass in den Verkehrsspitzen eine sehr große Anzahl Menschen transportiert wird, während in den verkehrsschwachen Zeiten deutlich weniger Menschen mit dem ÖPNV unterwegs sind. Gäbe es in den Verkehrsspitzen Sitzplätze für alle Fahrgäste, dann würden relativ große, bzw. viele ÖPNV-Fahrzeuge außerhalb der Verkehrsspitzen nur ganz wenigen Fahrgästen ftransportieren, jedenfalls ganz und gar nicht optimal genutzt werden. Und einfach nur rumstehen lassen geht auch nicht, weil es wichtig ist, den ganzen Tag über eine gute Taktung anzubieten.

    Deshalb meine Aussage: Ohne Stehplätze keine Effizienz. Und wenn du noch mal in den Video reinschaust, dann wirst du das vorgestellte Fahrzeug, den "people mover" auch mit Stehplätzen ausgestattet auf der Bildwand im Hintergrund sehen, die bei Minute 1:40 zu sehen ist. https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=108 Dort sind vier sitzende Fahrgäste und drei stehende Fahgrgäste im Bild zu sehen.

    Mein Verdacht: Diese Überlegungen mit den Stehplätzen werden gemacht, um das Projekt gesund kalkulieren zu können.

    Es wird darüber aber nichts ausdrücklich ausgesagt in dem Filmbeitrag. Denn dann würden manche Kritiker einwenden, es handele sich ja auch "nur" um so was wie einen kleinen Omnibus. Der Film will ja den Eindruck vermitteln, die Zukunftsvision Autos für alle ist weiter aktuell und daran müsse in jedem Falle festgehalten werden, ganz egal wieviel das den Steuerzahler kostet, die Umwelt verschmutzt, die Straßen verstopft, zu Unfällen führt, die Ressourcen verbrennt und so weiter.

    Und egal wie du da auch zu stehen magst, oder wie deine Zukunftsvsionen auch aussehen mögen. Du wirst dem kaum widersprechen können, dass ein ÖPNV mit Fahrzeugen in dem es neben den Sitzplätzen auch viele Stehplätze gibt, deutlich effizienter angeboten werden kann.

    Mit dem bin ich übrigens mal mitgefahren, ein Easymile-Kleinbus. Nach Auskunft des Begleitfahrers ohne Stehplätze, weil es dafür noch keine Zulassung gebe. Und wie man sehen kann: 6 Sitzplätze, je 3 gegenüberliegend. Der Einbeinhocker in der Mitte ist dem Begleitfahrer vorbehalten.

    Hier ein Bericht über den Einsatz eines "Easymile": https://www.golem.de/news/oepn…ndenburg-1907-142500.html Dort geht es allerdings tatsächlich darum, ein ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum zu schaffen, für die wenigen Menschen, die nicht auf ein eigenes Auto zugreifen können. "Die Idee in Bad Birnbach wie in Wusterhausen ist es, ländliche Regionen attraktiv zu machen. Dort fehlt es oft an Nahverkehrsmöglichkeiten, was für diese Regionen einen Standortnachteil bedeutet. Viele Bewohner greifen zwangsläufig auf das eigene Auto zurück. Benachteiligt sind diejenigen, die das nicht können: Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen." Aber das wird halt leider nur mit hohen Zuschüssen funktionieren. Kostendeckend, auch im ländlichen Raum, wäre dagegen ein richtiger ÖPNV der ganz deutliche Vorrangprivilegien gegenüber dem MIV genießt.

    "Das Stadtauto von morgen neu gedacht"

    https://www.dlr.de/content/de/…n-morgen-neu-gedacht.html

    Warum ist der Schwerpunkt beim "people-mover" der urbane und suburbane Raum? Filmminute 2:50 https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=167

    In den Städten und Vorstädten sind doch ÖPNV-Verkehrsmittel sehr viel effizienter, kostengünstiger und beanspruchen deutlich weniger Verkehrsfläche!


    Immerhin wird bei 1:40 darauf hingewiesen, dass es möglich ist, das Fahrzeug in die Höhe zu bauen, so dass innen Stehplätze möglich werden. Das ist zumindest auf einem Bild im Hintergrund zu erkennen. https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=106


    Ohne Stehplätze keine Effizienz! Aber solche Details verschweigt der Film. Insgesamt habe ich den Eindruck, da wird mal wieder eine neue Variante von der "schönen neuen Autowelt" beschworen. Dabei ergibt nur eines Sinn: Das Auto muss weg! https://www.westendverlag.de/kommentare/das-auto-muss-weg/