Beiträge von Ullie

    Hallo lomo, ich habe dein Zitat in diesen Thread kopiert, ich hoffe du bist mir deswegen nicht böse.


    Zum Ampelüberweg Clauswitzstraße:

    Ob ich dort jetzt zügiger oder weniger schnell und sicherer oder weniger sicher rüberkomme habe ich mich auch schon oft gefragt. Statistisch ausgewertet habe ich da noch nichts (Sekunden Wartezeit und so.) Außerdem hätte ich dann ja vorher im alten Zustand bereits Daten erheben müssen. Was mich am meisten ärgert ist die Geschichte mit dem "Nichtfunktionieren" des automatischen Grünschaltens der Ampeln für den Radverkehr, wenn sich der Radverkehr nähert. Manchmal hatte ich schon den Eindruck das funktioniert. Du sagtest ja eine Geschwindigkeit um die 12 km/h sei die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt funktioniert. Ich vermute dass ich in der Regel etwas schneller unterwegs bin, so bis 18 km/h, aber das mit den 12 km/h werde ich mal ausprobieren. Auch wenn ich leider keinen Tacho habe, um das genau zu prüfen. Weil ich mir das mit der niedrigen Geschwindigkeit schon gedacht hatte, bin ich bislang auch so mit max. 15 km/h rangefahren. Aber ich werde es demnächst noch mal langsamer probieren.

    Ich habe allerdings den Verdacht, dass dem Autoverkehr größere Vorrechte eingeräumt werden als dem Radverkehr und das ist insbesondere im Hinblick auf die Zukunft der Verbindung (geplante Fahrradschnellstraße) nicht akzeptabel.

    Die Autobelastung der Straße finde ich auch eher niedrig, so dass ich mich schon manchmal frage, ob es früher nicht schneller ging da rüber zu kommen, als es noch keine Ampel gab. Aber es gibt zweifelsfrei auch starke Besuchstage im Zoo oder im HCC, so dass man nicht davon ausgehen kann, dass dort immer die Auto-Verkehrsbelastung niedrig ist.

    Dass man den Überweg nicht schräg angelegt hat, das finde ich weniger schlimm. Denn letztlich sollte auch der Fußverkehr zu seinem Recht kommen. Und für den Fußverkehr wurde die Seite neben dem Radwegübergang reserviert. Siehe dazu auch das folgende Bild, das von der Stadtparkseite aus fotografiert wurde. Da ist der Fußwegübergang rechts vom Radwegübergang:


    Nochmal Ähm: Das Ganze geschah in einer Fahrradstraße...

    Zudem gilt, dass wer auf seiner Fahrbahnseite ein Hindernis vor sich hat, warten muss. Genau das hat der Lkw-Lenker nicht getan.

    Wenn das in einer anderen Straße passiert wäre, dann hätte das rechtlich vermutlich auch nicht anders ausgesehen, denn der Fahrzeugverkehr auf dessen Fahbahnseite sich das Hindernis befindet, der ist wartepflichtig. Ob im Fall einer Fahrradstraße gilt, dass Radfahrer auch dann eine Engstelle zuerst passieren dürfen, wenn das HIndernis auf ihrer Fahrbahnseite befindet, das weiß ich nicht, spielt aber im vorliegenden Fall auch keine Rolle.

    Dass es sich jedoch um eine Fahrradstraße handelt, das spielt sehr wohl eine Rolle, denn weniger genau informierte Leser, lesen etwas von "Fahrradstraße" und assoziieren dann möglicherweise so etwas wie eingebaute Vorfahrt für Radler und finden deshalb das Verhalten des Kleinlaster-Fahrers besonders verwerflich.

    So? Das behauptet die Dame, ja. Sobald der Laster zuerst in der Engstelle drin war, stimmt das schon nicht mehr. Wenn sich mir ein Kraftfahrer derart wegen einer Ordnungswidrigkeit in den Weg stellen würde, würde ich ihn ziemlich sicher wegen Nötigung anzeigen.

    Ob David, als er den Goliath mit der Steinschleuder des Ziegenhirten besiegte, möglicherweise eine unzulässige Waffe für den Zweikampf benutzte, da fragt doch heute auch keiner mehr danach!

    Es ist vermutlich letztlich nicht zu klären, ob das eine Aktion war, wie du vermutest. Für mich sieht es sieht mehr so aus, als sei es ein spontaner Entschluss der Radfahrerin gewesen. Möglicherweise ein Entschluss, den sie schon früher einmal ins Auge gefasst aber dessen Umsetzung sie verschoben hatte.

    Bei einem spontanen Entschluss fragt man sich nicht unbedingt, wie das auf andere Menschen wirkt. Da tut man das dann einfach, was man meint jetzt tun zu müssen! Bei wem die Radfahrerin alles Sympathien gewonnen hat, das weiß ich nicht, aber auch das Motiv, Sympathien zu gewinnen, ist vermutlich nicht der Auslöser dafür gewesen, dass sie in der Situation ganz einfach stehen geblieben ist. Meine Sympathien hat sie jedenfalls erst mal gewonnen.

    Es war voraussehbar, dass die Diesel-Verbote in Hamburg nicht allzu viel in Sachen Luftreinhaltung bewirken würden. Jetzt nachdem erste Vergleichsdaten vorliegen, wird so getan, als stünde bereits fest, dass sie wirkungslos seien. Das ist natürlich weit an der Realität vorbei, weil die Datengrundlage viel zu dünn ist. (Der NDR von heute (20.11.2018) berichtete: https://www.ndr.de/nachrichten…-steigt,stickoxid136.html )

    Aber auch ein anderes Problem schlägt zu Buche. Zwar sind die betroffenen Straßen für Diesel-Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen gesperrt, aber sie sind für Diesel-Fahrzeug vermeintlich höherwertiger Schadstoffkjlassen weiter freigegeben. Bloß das diese nicht wirklich sauberer sind, sondern aufgrund der eingebauten Betrugssoftware oder auch ganz ohne Betrugssoftware viel mehr Stickoxide aus dem Auspuff blasen, als angenommen wurde, als man die Straßensperrungen-Richtlinien festlegte.

    Siehe dazu auch Deutschlandfunk vom 20.11.18: "https://www.deutschlandfunk.de/stickoxid-belastung-strassenverkehr-als-ursache-lange-zeit.740.de.html?dram:article_id=433407" Der Deutschlandfunk berichtet: "Welchen Beitrag die NOx-Quellen in der Stadt zur Gesamtbelastung liefern, wurde bisher an Modellen abgeschätzt: Experten haben dazu unter Laborbedingungen die Schadstoffwerte von Öfen oder die Abgase von Autos gemessen und dann auf das gesamte Stadtgebiet hochgerechnet. Doch spätestens seit dem Dieselskandal dürfte offenbar geworden sein, dass die realen Emissionen von Kraftfahrzeugen deutlich höher liegen als diejenigen auf dem Prüfstand – selbst wenn die Autos nicht über eine illegale Abschaltvorrichtung verfügen."

    Und jetzt zum vorrangberechtigten Fahrradweg, der über die Wilhelm-Blum-Straße hinweggeführt wird:

    Aktuell sieht die Situatiuon aus Sicht eines Verkehrsteilnehmers, der auf der Wilhelm-Blum-Straße in Richtung stadtauswärts fährt, so aus:


    Dabei bin ich mir unsicher, ob das Stopp-Schild überhaupt seine Berechtigung in einer verkehrsberuhigten Zone hat. Zudem ist seine Sichtbarkeit deutlich eingeschränkt.

    Die Verkehrsberuhigte Zone endet dort, wo (ganz klein im Bild) das Tempo 30-Zonen-Schild[Zeichen 274.1] steht. Ist das eigentlich so zulässig, oder müsste dort ein "Verkehrsberuhigte Zone endet"-Schild stehen? [Zeichen 325.2]


    Hier noch mal der Link zu einer googlestreetview-Aufnahme, die zeigt, wie es dort früher mal aussah:

    https://www.google.com/maps/@5…XXT-Cg!2e0!7i13312!8i6656

    Immer mal wieder wird in den Medien über den geplanten Radschnellweg Hannover-Lehrte berichtet. Außerdem gab es in anderen Threads Hinweise darauf. Deshalb eröffne ich diesen Thread, der sich speziell mit den Chancen beschäftigen soll, den der geplante Radschnellweg bieten kann. Außerdem soll der Thread die Möglichkeit bieten, Lösungsansätze zu erarbeiten für die erwartbaren Engstellen. Eine dieser Engstellen ist die Kreuzung des geplanten Schnellwegs mit der Clausewitzstraße. Bis vor Jahren gab es dort keinen Ampel-gesteuerten Überweg.

    In der HAZ wurde die Haltung des Oberbürgermeisters Hannovers zum geplanten Radschnellweg so wiedergegeben: "Laut Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist das Vorhaben ein Beispiel dafür, „dass wir es mit der Verkehrswende ernst meinen", wie er jüngst im Rat sagte. Berufspendler sollen ermuntert werden, auf das Fahrrad umzusteigen." HAZ vom 26.8.18 http://www.haz.de/Hannover/Aus…Radschnellweg-nach-Lehrte

    Zum Ampel-gesteuerten Überweg Clausewitzstraße heißt es in dem HAZ-Artikel: "Problematisiert wurde von den Bezirksräten auch der Überweg Clausewitzstraße; diese Straße wird nach Fertigstellung der geplanten Conti-Zentrale noch mehr Autoverkehr verkraften müssen als bisher. Die mittleren Zeitverluste eines Radfahrers durch Anhalten und Warten, so die Vorgaben für einen idealtypischen RSW, sollen innerorts keine 30 Sekunden pro Kilometer überschreiten – was zumindest zwischen City und Kleefeld schwer zu schaffen sein dürfte."

    Hier ein Foto vom Ampel-gesteuerten Überweg über die Clauswitzstraße:

    Das verkennst Du. Ich glaube mittlerweile an fast garnichts mehr, was in der Fahrradpolitik so abläuft. Geradezu aus der Distanz betrachte ich, was Aktivisten und "Radverkehrspolitiker" treiben, hoffe lediglich, daß es dieses Mal nicht soviel Mist ist wie beim letzten Mal (meistens ist diese Hoffnung vergebens). Als Radfahrer habe ich nie Vorfahrt, egal was die StVO sagt. Wenn ein querendes Auto nicht signalisiert, daß es anhalten wird, fahre ich nicht. Ich finde das zwar nicht gut, aber es ist für mich als Radfahrer so gesünder.


    Die Gegend am Pfarrlandplatz kenne ich nicht, ich komme in keiner Zeit nach Linden (schon garnicht in der aktuellen Jahreszeit bei Tageslicht). Ich habe mir das aber notiert. Irgendwann schaue ich mir die Stelle an - und bis dahin ist mir mein Weg in die Stadt auf dem kommenden "Radschnellweg Hannover-Lehrte" wichtiger.


    Mich würde interessieren, was Du zu meiner Beschreibung der Clausewitz-Kreuzung meinst, und wenn wir damit fertig sind, könnten wir uns auch über Scheidestraße/Stadtparkweg unterhalten.

    Hallo lomo,

    ich mach' einfach mal einen neuen Thread auf mit dem Titel "Radschnellweg Hannover-Lehrte: Verbesserungspotenzial und Engstellen"

    Hier der Link dorthin: Radschnellweg Hannover-Lehrte: Verbesserungspotenzial und Engstellen

    radverkehrsforum.de/attachment/8849/
    Das Geld für das Setzen dieser in meinen Augen für Radfahrer schädlichen Verkehrszeichen 301 hätte man besser gespart und als Anzahlung für eine Aufplasterung verwendet - die besser wirkt als das tollste Verkehrsschild.


    Für die von Dir genannte andere Stelle in Linden gilt das gleiche. Auch hier suggerieren diese Verkehrszeichen eine "Sicherheit", die de facto nicht besteht.

    Habe gerade noch mal zur Fahrradstraße Pfarrlandstraße recherchiert und einen interessanten Vorgang gefunden, an den ich mich jetzt beim Recherchieren auch wieder so erinnern kann. Vor drei Jahren wurde die Wilhelm-Blum-Straße erneuert und im Bereich des Radweges eine Aufpflasterung, die den Autoverkehr ausbremsen sollte, fast völlig entfernt. Das erzürnte viele Radler, und ich wage kaum hier darüber zu schreiben, weil es wahrscheinlich auch dir die Stimmung vermiesen wird.

    Ganz gut zusammengefasst ist das alles in diesem Antrag der Grünen, der meines Wissens auch dann im Bezirkrat abgesegnet wurde. Ob sich allerdings der Rat angeschlossen hatte, müsste ich erst noch mal recherchieren. (Hinweis für Ortsfremde: Bei solchen Anträgen hat der Bezirksrat nur "Vorschlagsrecht", kann aber nicht abschließend entscheiden.) Hier der Link zur Internetseite der Grünen mit diesem beschriebenen Antrag: https://linden-limmer.gruene-h…vetstrasse-pfarrlandplatz

    Man könnte jetzt natürlich hergehen und der Verwaltung einfach Dusseligkeit vorwerfen. Vielleicht ist es aber auch so, dass sich die Verwaltung sagt, eine Gefährdung der Radfahrer ist auch dann nicht gegeben, wenn die steile Rampe, die da vorher war, jetzt nicht mehr da ist.

    Hier die Drucksache mit dem Antrag, der vom Bezirksrat angenommen wurde:

    https://e-government.hannover-…webre.nsf/DS/15-2509-2015

    Ich muss gestehen, ich weiß jetzt nicht, wie das ausgegangen ist. Also ob da noch mal nahgebessert wurde und die Rampen wieder etwas steiler gemacht wurden. So steil wie sie früher mal waren sind sie jedenfalls nicht.

    Hier noch ein Blick auf googlestreetview, der zeigt, wie es früher dort mal aussah. Dabei fällt mir auf, dass damals Vorfahrt-achten-Schilder standen, wo heute Stopp-Schilder stehen, die den Autoverkehr bremsen sollen! Ich weiß allerdings nicht, wann dort die Stopp-Schilder hinkamen.

    https://www.google.com/maps/@5…XXT-Cg!2e0!7i13312!8i6656
    Und noch mal von der anderen Seite:

    https://www.google.com/maps/@5…-Zfb5A!2e0!7i13312!8i6656

    Und jetzt noch mal das bereits weiter oben gezeigte Foto:


    Dabei fällt mir ein, dass es noch einen weiteren Ausbaustand gab, der zwischen den google-street-view-Aufnahmen und den Neuerungen von 2015 liegt. Die Aufpflasterungsfläche wurde nämlich mal zwischenzeitlich verlängert, um auch den Grünflächenbereich mit einzubeziehen.

    Die Frage ist natürlich inwiefern kanibalisiert Carsharing den ÖPNV stärker, als den MIV mit eigenem Auto.

    Das ist meines Erachtens keine Frage, das ist so, dass Car-sharing dem ÖPNV schadet. Selbst wenn es das eine oder andere Beispiel gibt, dass wer sagt, dank Car-sharing benötige ich kein eigenes Auto. In einer Stadt, in der kein privater Autoverkehr stattfände, würde es auch ohne Car-sharing funktionieren. In dem Moment, in dem Car-sharing ins Spiel kommt, legitimiert das wieder die schlechten alten auf den Autoverkehr ausgerichteten Strukturen. Das Geschwätz: "Ganz ohne privaten Autoverkehr geht es halt nicht und demenstprechend müssen wir die Straßen für Autos planen.", wird durch Car-sharing doch erst recht so richtig angeheizt.

    In Germersheim fährt eine 11-jährige vor ein Auto, weil sie selbst während der Fahrt die Finger nicht vom Handy lassen kann. Und der Polizei fällt wieder mal nur Helmwerbung ein.

    In dem von dir verlinkten Artikel heißt es unter anderem: "Am heutigen Morgen wurde durch die Stadtverwaltung Germersheim und die Polizei an der Tulla-Schule in Sondernheim die Aktion "Sicher ohne Auto zur Schule" durchgeführt. In diesem Zusammenhang möchte die Polizei nochmals darauf hinweisen, dass beim Fahrradfahren immer ein Schutzhelm getragen werden sollte, um im Falle eines Unfalls das Verletzungsrisiko und die Folgen zu minimieren."

    Möglicherweise wird es in solchen Veranstaltungen und den Berichten darüber bald auch heißen: "Allen Eltern, die ihr Kind aus besonderen Gründen trotzdem mit dem Auto zur Schule bringen, hat die Polizei gesagt: Halten Sie möglichst in einiger Entfernung vom Schuleingang auf einem sicheren Stellplatz zum Aus- und Einsteigen der Kinder. Und fahren Sie auf keinen Fall bis zum Schultor. Außerdem wurden diese Eltern dringend gebeten, grundsätzlich nur mit aktiviertem Fußgängerschutzsystem zu fahren."

    Ich komme an dieser Stelle etwa fünfmal in der Woche vorbei. Neulich ist mir genau dieses Schild (Einmalige Vorfahrt) aufgefallen, ich habe es fotografiert als Beispiel für "Wie man Radfahrern Fallen stellt". Als Alltagsradfahrer weiß ich, daß ich mit meinem Drahtesel bauartbedingt niemals gegen die eingebaute Vorfahrt des Kraftverkehrs anstinken kann. Nicht gern, aber ungern halte ich mich im Interesse meiner Gesundheit daran. Ich finde ein dieses Schild kontraproduktiv und hätte es besser gefunden, die Stadt hätte es nicht aufgestellt. Es verblüfft mich, daß es gerade auf Radfahrerinitiative gesetzt worden ist.

    (...)

    Mir schiene es sehr viel wichtiger, über diese beiden (aus meiner Sicht ziemlich unmöglich gestalteten) Kreuzungen zu diskutieren.

    Deine Bedenken hatte ich ebenfalls. Aber eben auch die Bedenken, dass Radfahrende auf dem Radweg, der am Bahndamm entlang über die Klesstraße hinwegführt, gar nicht erkennen können, dass sie dort Vorrang vor dem querenden Autoverkehr haben. Natürlich ist ein Stopp-Schild [Zeichen 206] aufgrund seiner achteckigen Form auch von der Rückseite aus erkennbar. Aber das ist dann schon ganz schön um die Ecke gedacht.


    Sicherheit zuerst ist natürlich vollkommen richtig und wichtig, und die von dir beschriebene Fahrweise überlebenswichtig! Aber aus Sicherheitsgründen auf das Aufstellen der Vorfahrt an der nächsten Kreuzung-Schilder ganz zu verzichten[Zeichen 301]finde ich weniger ratsam als diese aufzustellen. Denn zur Gefährdung tragen auch die Situationen bei, in denen Radfahrende sich der Kreuzung nähern, nicht so recht wissen, was Sache ist und dann vorsichtshalber erst mal warten, und zwar auch dann, wenn sich gerade ein Auto langsam und vorsichtig nähert. Der Autofahrende weiß, dass sie/er stoppen muss. Und der Radfahrer, weiß es eben nicht so recht genau, was jetzt Sache ist. Und schon beginnt dieses Hin- und Her, wer denn jetzt wem den Vortritt lässt. Auch das kann zu bösen Situationen führen, insbesondere dann, wenn sich in dieser sensiblen Phase noch weitere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer nähern.


    In Linden-Nord wird der Radweg wie an verschiedenen anderen Stellen in Hannover ebenfalls vorfahrtberechtigt über die Straße hinweggeführt. Und dort stehen schon seit geraumer Zeit, wie neuerdings auch in Kleefeld, Vorfahrtsschilder, die dem Radfahrer signalisieren, dass er gegenüber dem querenden Autoverkehr Vorrang hat:



    Und die Fahrzeuge die auf der Querstraße (das ist die Wilhelm-Bluhm-Straße) unterwegs sind, müssen warten:


    Die Ampelanlage über die Clauswitzstraße benutze ich selber häufig. Und ich bin sehr unzufrieden damit. Vor allem ärgern mich die nach meiner Beobachtung falschen Versprechungen, die mit der Inbetriebnahme der Ampel gemacht wurden. Du meinst sicherlich diese Anlage auf dem Foto:


    Bei der Eröffnung hieß es, dass Kontaktschleifen in einem entsprechend weitem Abstand vor dem Ampelüberweg die sich nähernden Radfahrer erkennen und die Ampelanlage dann auf Grün für den Radverkehr schaltet. Wie schätzt du dass ein?

    Trifft das zu oder nicht? Oder haut es nur manchmal oder gar nicht hin?

    Meine Beobachtung ist, dass das in der Regel nicht klappt!

    Ich nähere mich mit mittlerer bis niedriger Geschwindigkeit (so ca. 12-15 km/h), aber muss trotzdem meistens noch mal anhalten und warten. Mein Verdacht ist, dass an diesem Überweg, der Autoverkehr und nicht der Radverkehr deutlich größere Vorrechte genießt. Dass der Stadtbahnverkehr vorrangig behandelt wird, das ist ja schön und gut und tatsächlich berechtigt. Aber wenn die Stadt Hannover es mit der Radverkehrsförderung tatsächlich ernst meint, dann muss diese Ampelsteuerung entsprechend verbessert werden.

    Gar keine Ampel, so wie es früher mal war, halte ich dagegen für nicht erstrebenswert. Besonders deshalb, weil der Auto-Verkehr auf der Clauswitzstraße in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

    Ist das ein Zweirichtungsradweg ?

    Deine Frage im Hinterkopf bin ich heute extra mal das Stück am Bauzaun entlang bis zum anderen Ende gefahren.


    Normalerweise bieg ich vorher ab. Aber es hat sich "gelohnt".

    Hier das, was dem Radfahrer von dieser Seite aus zugemutet wird:

    Bereits im Beschwerdeformular auf hannover.de eingetragen! Aber wer Ambitionen hat, der kann da ja gerne auch mal aktuv werden:

    https://e-government.hannover-stadt.de/impulsweb.nsf


    Auf diesem Straßenabschnitt gibt es übrigens drei Fahrspuren. Da kann ja wohl mal eine von umgenutzt werden?! Am Besten dauerhaft als protected bikeline! ;)

    Habe mir die Stelle gerade noch mal angehört. (Hier noch mal der Lnk zu der Radiosendung: https://mediandr-a.akamaihd.ne…AU-20181025-2127-5200.mp3 Bei 51:40 wird von einem der Experten im Studio auf einen Flyer hingewiesen, der in Hamburg veröffentlicht wurde. Ich nehme mal an, dass er damit den selben Flyer meint, den du verlinkt hast. ( https://www.hamburg.de/content…radstrassen-faltblatt.pdf )


    Die falsche Aussage des Hörers, der angerufen hat erkläre ich mir so: Wenn eine Fahrradstraße eingerichtet wird, dann sollte sie möglichst so eingerichtet werden, dass der Radverkehr auf der Fahrradstraße an den Kreuzungen Vorfahrt hat. Wenn die Fahrradtraße auch für den Autoverkehr (nicht nur zum Queren, sondern über die ganze Länge oder längere Teilstrecken) freigegeben ist, wird das jedoch problematisch, da man die Vorfahrtsregeln nicht trennen kann. Und so würde eine Fahrradstraße, die für Autos freigegeben ist, nicht nur eine Vorfahrtsstraße für Fahrräder sondern auch eine Vorfahrtsstraße für Autos, die absehbar zusätzlichen Autoverkehr anlocken würde.


    Möglicherweise hat der Hörer irgenwo im Hinterkopf die Information abgerufen, dass Fahrradstraßen als Vorfahrtsstraßen zu gestalten seien, und die weiteren Implikationen (was ist, wenn auch Autoverkehr zugelassen ist) nicht präsent gehabt. Das würde zumindest seine Aussage, in Fahrradstraßen genießt der Fahrradverkehr grundsätzlich Vorrang an den Kreuzungen, zumindest erklären. (Auch wenn es dadurch nicht richtiger wird.)


    Dass der Experte im Studio bezüglich der Vorfahrtsregeln, die Falschdarstellung des Anrufers nicht sofort unmissverständlich richtig gestellt hat, finde ich nicht so schlimm. So eine Sendung, bei der Hörer live anrufen, lebt schließlich auch davon, dass man nicht jeder Äußerung eines Anrufers detailgenau nachgeht. Sonst müsste man den Anrufer viel früher abbremsen und dürfte ihn immer nur zu einem ganz konkreten Punkt etwas sagen lassen. Schließlich sagte im konkreten Fall der Anrufer auch noch einige andere Sachen.


    Und der Experte hat unmittelbar in der Antwort auf den Anrufer hingewiesen auf den Flyer der Stadt Hamburg. Wenn es derselbe ist, den du verlinkt hast (s. o.), dann enthält er doch die geltenden Vorfahrtsbestimmungen, die in dem Flyer korrekt dargestellt werden. Sehr viel mehr, kann man m. E. nicht leisten in einer solchen Diskussionssendung mit Zuhörer-Beteiligung. Sonst würde man aus einer solchen Sendung eine Art mündliche Examensprüfung machen, bei der Wissensstoff abgefragt würde.

    Herr Scheuer präsentiert die Lösung:


    https://www.mopo.de/hamburg/im…oll-leben-retten-31570016

    Spannend wird es ja wenn die Berichterstattung sich nicht mehr nur damit beschäftigt, ob der Fahrradfahrer einen Helm getragen hatte, sondern immer öfter darüber berichtet wird, ob der LKW mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet war. Sozusagen Umkehr der gängigen bei vielen Berichterstattungen unterschwellig vorhandenen Schuldzuweisungen.

    Statt: Warum hat denn der Radfahrer keinen Helm getragen?

    Jetzt: Warum war denn der LKW nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet?

    Bei den vielen technischen Fahrhelfern sollte das eigentlich doch immer öfter thematisiert werden.

    In Hochspeyer (Pfalz) an der Bahntrasse (links im Bild) entlang gibt es einen kombinierten Fuß- und Radweg[Zeichen 240], der vom Bahnhof wegführt und so beschildert ist, dass dieses Schild [Zeichen 240] im Widerspruch steht zu dem Schild Verbot für Fahrzeuge aller Art [Zeichen 250].


    Von der anderen Seite kommend, also in Richtung Bahnhof, ist der selbe Weg nur so beschildert: [Zeichen 250]


    Das ganze scheint nun fertig zu sein. Die Lösung ist mal wieder typisch :thumbdown:


    Der getrennte Rad/Gehweg (mit Benutzungspflicht) tauscht im Bereich der Bushaltestelle die Seiten. Fußgänger müssten also zwei mal den Radweg kreuzen. Dazu für Radfahrer eine scharfe Kurve, wo nicht mal der Sand nach den Arbeiten richtig weg gemacht wurde. Man kann davon ausgehen, dass sowohl Fußgänger als auch Radfahrer dieses Konstrukt nicht alle beachten werden, am Ende hat man Konflikte. Besonders bei Dunkelheit dürfte es für Fußgänger schwer zu erkennen sein, wie sie dort gehen müssten. Aber Hauptsache auf der Fahrbahn daneben haben Kraftfahrzeuge damit kein Problem. :cursing:


    Dass die Fußgänger, die zum Bus wollen oder die vom Bus kommen, den Radweg einmal kreuzen müssen ist ja normal Hochbordradwegen, wenn der Radweg hinter der Bushaltestelle langgeführt wird. (Was ja seine Vorteile hat.) Vermutlich gehen die Planer davon aus, dass es keine Fußgänger gibt, die einfach nur die Materborner Allee entlanggehen und an der Bushaltestelle vorbeigehen wollen? Für die Planer gibt es nur Fußgänger, die zum Bus wollen, oder die mit dem Bus gekommen sind und dort aussteigen.

    Vielleicht gehen die Planer außerdem davon aus, dass Fußgänger, die keine Busfahrgäste sind (sollte es die entgegen der o. g. Erwartung doch geben), über den Supermarkt-Parkplatz gehen.

    Ich meine, nein. Was man meiner Meinung nach tun müsste, habe ich in Beitrag #25 beschrieben und ich vertrete diese Meinung nach wie vor. Es bedarf mindestens einer baulichen Unterbrechung der Gehwege entlang der Kleestraße. In der jetzigen Form ist der Vorrang/Nachrang der Fußgänger genau entgegengesetzt zum Fahrverkehr (und zur Vorfahrtsbeschilderung).


    Ist der westliche Gehweg der Kleestraße eigentlich nach wie vor in beiden Richtungen [Zusatzzeichen 1022-10]?

    Danke für den Hinweis. Da muss ich noch mal selbst vor Ort nachschauen. Bis dahin erst mal dieses google-street-view-Bild. Das zeigt die Einfahrt in den gemeinsamen Fuß- und Radweg von der Berckhusenstraße aus. Da steht dieses Schild: [Zeichen 240]als Kennzeichnung für den Weg, der am Bahndamm entlangführt. Die Aufnahme ist von 2008. Ob das seitdem einmal geändert wurde? Du schreibst ja, dass ein [Zusatzzeichen 1022-10] den Weg kennzeichnet. Oder kommt das [Zusatzzeichen 1022-10] erst später, also näher dran an der Radwegfurt über die Kleestraße?