Beiträge von Christian F

    Kann es eigentlich sein, dass die Magura-Felgenbremsen einen Kraftbegrenzer oder sowas verbaut haben?


    Ich wundere mich doch sehr über das Verhalten meiner Vorderradbremse:

    Bis zum Druckpunkt geht der Hebel ganz leicht. Dann kommt ein recht klarer Druckpunkt. Aber wenn ich den überwinde, kann ich den Bremshebel mit praktisch konstantem Druck bis an den Lenker ziehen.


    Das fühlt sich so an, als ob irgendeine Komponente die maximal übertragene Kraft begrenzt.

    Bei meinem Tourenrad, das ich mit Magura HS33 Bremsen nachgerüstet habe, ist der weiche Rahmen der "Druckbegrenzer" für die Felgenbremse - allerdings am Hinterrad: Man kann schön sehen wie die Rahmenstreben durch die Seitenkraft der Bremsen nach außen gedrückt werden.

    friert deine Rohloff im Winter bei Minusgraden auch ein

    Nein das habe ich nicht erlebt. Ich fahre das Rad seit Herbst 2015 auf dem Weg zur Arbeit, und die Tiefsttemperatur war so -15 Grad. Im Gegenteil schätze ich dieses Rad sehr, weil es unter allen Umständen zuverlässig und fast ohne Wartung funktioniert. Ich hab mir oft gedacht, dass ich statt nach Unterföhring einfach bis China weiterfahren könnte... Am Rad scheitert es nicht.

    Die App für die Riemenspannung funktioniert so, dass man am Riemen zupft und das Handy dann die Ton-Frequenz feststellt. Die Ergebnisse waren bei meinen Versuchen sehr uneindeutig. Deswegen hab ich mir das Messgerät angeschafft. Das ist (für die 30 Euro die genommen werden) erstaunlich primitiv: Man hängt ein Gewicht an den Riemen und sieht an der Skala wie sehr er durchhängt.

    funktioniert vermutlich auch noch nach dem Atomschlag

    ja definitiv - da kann nix kaputtgehen

    Oder macht man einfach die zwei Radschrauben auf und zerrt das Rad mitsamt dem Riemen raus?

    Hi, ich fahre mit Gates Centertrack und Rohloff. Beim Radkauf habe ich mir es so zeigen lassen: Schrauben öffnen, Rad rausnehmen, Riemen vorsichtig seitlich abnehmen. Hat sich bewährt und funktioniert gut. Ich lockere also vorher nicht die Riemenspannung.

    Der Riemen darf nicht zu straff sein, dafür habe ich mir damals ein Messgerät besorgt (so eines). Vom Gefühl her würde ich den Riemen auch richtig straff spannen, das ist aber gar nicht nötig und treibt nur den Verschleiß und den Leistungsverlust hoch.

    Der Radverkehrsbeauftragten ist die Situation bekannt. Ich habe sie persönlich in ihrem Büro aufgesucht und ihr eine umfangreiche schriftliche Ausarbeitung von insgesamt vier fragwürdigen Kreuzungen in Fürstenfeldbruck überreicht. Hat sie sich schenken lassen. Ansonsten ist seitdem viel Wasser die Amper hinuntergeflossen.

    Das wäre dann diese Seite aus der aktuellen Umfrage der Uni Mainz:




    RE: Umfragen

    ich auch... wenn Ihr auch alle "radverkehrsforum.de" als Internetseite auf der Ihr euch informiert angegeben habt, können sie diese Antworten ja leicht rausfiltern :-)

    Brockmanns Behauptung, der Abbiegeassistenz sei überfordert mit dem niederländischen Kreuzungsdesign und deshalb dürften solche Kreuzungen nicht gebaut werden, ist jedenfalls viel zu kurz gegriffen.

    Das hat er nicht behauptet. Vielmehr zeigt Herr Brockmann verschiedene Probleme mit diesem Kreuzungsdesign auf, und eines davon ist:


    Zitat

    "Der Assistent kann aber nicht unterscheiden, welcher Radfahrer nach rechts abbiegt und welcher in die Kreuzung einfahren will", sagt Brockmann. Für das System sähen beide gleich aus: Sie fahren raus aus der unmittelbaren Gefahrenzone, darum würde der Assistent keinen Alarm schlagen. Theoretisch ließe sich der Bereich, den der Abbiegeassistent erfasst, vergrößern. Dann würde sich aber auch die Zahl der Fehlalarme erhöhen - was dazu führen könnte, dass Fahrer die Systeme entnervt ausschalten.

    Das ist unabhängig vom Abbiegeassistenten ein Argument gegen die "Dutch Junction". Auch ein aufmerksamer menschlicher Fahrer wird sich oft darin täuschen, ob der Radfahrer abbiegen oder gradeausfahren will.

    Entsprechend oft wird man als KFZ-Fahrer umsonst anhalten, nur um festzustellen dass der Radler doch nicht kommt.

    Titelseite der Süddeutschen Zeitung dieses Wochenende - Im "Wissen"-Teil gabs dazu eine ganze Doppelseite.


    Den Artikel gibts auch Online:
    https://www.sueddeutsche.de/wi…ng-1.5121614?reduced=true

    hinter der Paywall. (Die SZ bewirbt das nicht, aber wenn man nach "Süddeutsche Tagespass" googelt, kommt man auf folgende Seite https://produkte.sueddeutsche.de/tagespass-und-komplett/ und kann für 1,99 24h lang auf das Online-Angebot zugreifen.)


    Die verschiedenen Planungsvarianten für städtische Kreuzungen werden grafisch vorgestellt;

    es kommt Stephanie Krone vom ADFC ausführlich zu Wort, die das sogenannte Holländische Design mit den versetzten Radwegen und den Schutzinseln so bewertet: "Bei kleineren Kreuzungen mit wenig Verkehr braucht es so eine Kreuzung vielleicht nicht. Aber bei hohem Tempo und viel Auto- und Radverkehr ist das der Goldstandard."


    Dann führt Siegfried Brockmann von der Unfallforschung der Versicherer die (hier im Forum bekannten) Kritikpunkte an: z.B. dass Abbiege-Assistenten bei versetzten Radwegen nicht richtig funktionieren.


    Lt. Brockmann gibt es nur eine Maßnahme, die geradeaus fahrende Radfahrer vor abbiegendem Motorverkehr wirksam schützt: Getrennte Grünphasen.


    Auf einen Aspekt geht Brockmann besonders ein: Die ganzen Maßnahmen, die auf bessere Sichtkontakte abstellen, funktionieren nur bei stehendem Verkehr: Wenn sich also die Verkehrsteilnehmer an einer roten Ampel aufstellen, die Ampel grün wird und alle losfahren. Das dynamische Geschehen wenn die Ampel schon länger grün ist und man sich ihr nähert, bleibt unberücksichtigt.


    Der Artikel schließt mit der Aussage "Es geht bei dem Streit um die beinahe philosophische Frage, was Sicherheit überhaupt ist.". Also um den Konflikt zwischen "gefühlter" und "messbarer" Sicherheit. Und mit einem Verweis auf das zuständige Bundesministerium, von dem in absehbarer Zeit nichts zu erwarten ist - "ein entsprechendes Forschungsprojekt sei bereits in Vorbereitung"


    Soweit der Bericht.

    Diese "geschützten Kreuzungen" sind eine Mogelpackung, weil sie nur in genau einer Situation einen Vorteil bringen: Wenn KFZ/LKW und Radfahrer an der Ampel warten und diese auf grün schaltet.

    Wenn die Ampel schon länger grün ist, und sich dann Kraftfahrzeug (mit der Absicht abzubiegen) und parallel dazu Radfahrer (der geradeaus fahren will) auf die Kreuzung zubewegen, bleibt es unverändert lebensgefährlich.



    Hier ein Beispiel von einer Kreuzung (in D) die der "geschützten Kreuzung" recht nahe kommt:


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    Und hier ein Twitterdialog zum Thema:


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    Man muss auch mal daran denken, aus welchen Zeiten einige Vorschriften noch stammen

    Zum Beispiel die Vorschrift zu Pedalreflektoren:

    Zitat

    Loibl war nicht der einzige und wahrscheinlich nicht der erste, der einen Pedalreflektor erfand, aber er hatte die richtigen Kontakte. 1936 gründete die SS zusammen mit Loibl die “Anton Loibl GmbH”, um seine Erfindung zu vermarkten. Anton Loibl beantragte und erhielt am 11. Juni 1937 ein Deutsches Reichspatent auf seinen “Tretrückstrahler”.

    Am 13. November 1937 erließ Himmler eine neue “Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr”, die im § 25 die Ausrüstung mit Toni Loibls „TOLO-Tretstrahler“ für alle Fahrräder auf deutschen Straßen verpflichtend machte. Die Hersteller mussten Loibls Design verwenden und Lizenzgebühren an die “Anton Loibl GmbH” zahlen. Ab 1.10.1938 sollten die Pedalreflektoren den roten Rückstrahler ersetzen.


    https://adfc-blog.de/2015/10/a…nd-deutsche-vorschriften/

    Auf der Seite sind auch noch weiterführende Links angegeben. Das ist keine Aussage zum Sinn oder Unsinn von diesen Reflektoren. Ich finde den historischen Kontext interessant.

    Wie kann man aus den Unfall-Daten erkennen, dass Fahrbahnradeln im Vergleich zur Radwegnutzung ggf sicherer ist, solange das Fahrbahnradeln streng verboten bleibt?

    Ja, die Wortwahl ist falsch (Straße statt Fahrbahn), die Rechtslage ist falsch dargestellt (für die Benutzungspflicht muss man eine besondere Gefahrenlage begründen, nicht umgekehrt), der Verweis aufs Rennradfahren ist nicht hilfreich, und der Ansatz mit den Unfallzahlen ist falsch.

    Ich sehe hier eher das Positive: Ein Artikel in einer überregionalen Zeitung (ok Lokalteil), der das oft gehörte Credo "zum Radfahren in der Stadt braucht man getrennte Wege" in Frage stellt. Es geht in die richtige Richtung.



    Währeddessen auf Twitter so....


    Ich glaube, es ist "30" auf die Fahrbahn gepinselt. Ist das dann eine "Zone"?

    O mei, was man alles wissen muss....

    Wenn das diese Stelle in Puchheim ist:

    https://www.mapillary.com/map/im/VwuI-HlYzcFKW2Dwkq2qFg

    also Allinger Straße zwischen Ringpromenade und Blumenstraße: Da gilt von 7 bis 19 Uhr Tempo 30, sonst 50. Also keine 30er Zone. Auf den Mapillary Bildern ist der Schutzstreifen in Gegenrichtung. Nach meiner Beobachtung wird dieser Schutzstreifen regelmäßig von KFZ als Teil der Fahrbahn benutzt, so als ob er nicht da wäre; und falls mal tatsächlich ein Radfahrer dort unterwegs ist, dient er als Ausrede, keinen Seitenabstand beim Überholen zu halten.

    In Puchheim wurden vor den letzten Kommunalwahlen eine Menge Sachen gemacht. Z.B. dieser Schutzstreifen. Und die Ausweisung von Fahrradstraßen, in Wohngebieten mit "Anlieger Frei", wo niemals ein Radfahrer durchkommt, der dort nicht wohnt (und auch vorher schon kein Autofahrer). Und eine Menge mehr, was gut für die Statistik ist aber dem Radverkehr keinen wirklichen Nutzen bringt, und vor allem den KFZ Verkehr in keiner Weise einschränkt.

    Ich war bei einer Infoveranstaltung zum Radverkehr in Puchheim, von einer lokalen Wählerinitiative, die auch bei den Kommunalwahlen angetreten ist. Dort macht auch die lokale ADFC Prominenz mit. Es war sehr frustrierend; man möchte sich schon bemühen, denkt aber viel zu sehr an "Radwege" und "Separierung" und viel zu wenig an den Radverkehr als selbstverständlichen Teil des allgemeinen Verkehrs. Seitdem ziehe ich noch mehr als vorher vor den Leuten den Hut, die sich im Interesse des Radverkehrs mit langem Atem in die Kommunalpolitik stürzen, wie z.b. Yeti und einige andere hier.

    Ach ja, bei mir war im Dezember ein neuer Riemen fällig. Nach 24000 km. Einige der Zähne sind abgerissen:


    Der neuen Riemen kostete 90 Euro.


    Ich war nicht sicher ob ich die Riemenscheiben hätte austauschen sollen; habs nicht gemacht. So sehen die aus:

    vorn:

    hinten:



    Im Handbuch sieht es so aus - man hätte also vermutlich tauschen sollen. Ich lasse es jetzt mal drauf ankommen, rechne aber damit dass der neue Riemen schneller als der alte aufgibt:


    So sieht das Messgerät für die Riemenspannung aus (ich hab ein Exzenter-Tretlager, mit dem man die Spannung einstellt):