Therings kleine Anfrage zu Aggro-Bikern, Radrambos, Kampfradlern und Zweiradraudis

  • Früher hatten Autos Türen, die sich nach vorn öffneten. Vermutlich weil das Ein- und Aussteigen als bequemer empfunden wurde.

    Deine Quelle nennt den wahren Grund:

    Minimierte Produktionskosten: Alle Türen an der B-Säule


    Schau Dir mal das Ford Model T an. Da sind die Türen dort angeschlagen, wo die größte Stabilität ist. Vordertüren vorne, hintere Türen hinten.

  • "Die hinten angeschlagenen Türen wurden 1961 in Deutschland verboten, weil sie bei unbeabsichtigtem Öffnen während der Fahrt nicht durch den Fahrtwind zugedrückt, sondern durch den großen Luftwiderstand der Türfläche aufgerissen und überdreht werden."

    Also mein Meriva hat solche, das Öffnen während der Fahrt wird elektronisch verhindert.

    Würde ich trotzdem eher nicht nochmal kaufen. Denn oft stehe ich hinten und helfe den Kindern beim Ein- und Aussteigen. Wenn dann bei normalen Türen ein Auto gegen die Tür fährt, ist halt die Tür ab. Wenn das bei den hinten angeschlagenen Türen passiert, stecke ich fest.

  • Also mein Auto hat solche, das Öffnen während der Fahrt wird elektronisch verhindert.

    Würde ich trotzdem eher nicht nochmal kaufen. Denn oft stehe ich hinten und helfe den Kindern beim Ein- und Aussteigen. Wenn dann bei normalen Türen ein Auto gegen die Tür fährt, ist halt die Tür ab. Wenn das bei den hinten angeschlagenen Türen passiert, stecke ich fest.

    Vermutlich ist das automatische elektronische Verriegeln die Voraussetzung dafür, dass eine Tür verbaut werden darf, die sich nach vorne öffnet.

  • Auf facebook macht die Hamburger CDU Stimmung gegen das nächtliche Tempo-30-Vorhaben des rotgrünen Senats:


    Zitat

    Nächtliches Tempo 30 auf Hamburgs Hauptverkehrsstraßen reduziert Autolärm nicht wahrnehmbar, erhöht dafür aber die Abgasbelastung! Statt rot-grüner Placebos braucht es kluge Verkehrspolitik. Wir fordern daher mehr mobile Blitzer und "Flüsterasphalt" für mehr Ruhe in unserer Stadt.


    Echt geil. Vor zwei Wochen noch sang der Verkehrsexperte der Hamburger CDU das Abzocklied, weil es keine Warnhinweise vor stationären Geschwindigkeitsmessanlagen gäbe. Jetzt fordert man… mobile Blitzer. Im Fachjargon der Kraftfahrer nennt man so etwas Wegelagerei, Raubrittertum, Abzocke. Falls sich der Hamburger Senat tatsächlich für mehr Geschwindigkeitskontrollen erwärmen könnte, müsste der Verkehrsexperte wahrscheinlich Überstunden schieben, um die ganzen Pressemitteilungen bezüglich Abzocke und Melkkuh der Nation veröffentlichen zu können.


    Genauso funktioniert das Spielchen mit dem Flüsterasphalt. Wenn jetzt auch nur eine Handvoll Hauptverkehrsstraßen mit Flüsterasphalt ausgestattet worden wären, Mann, das wäre eine Party für die CDU, man könnte sofort die Steuergeldverschwendung, das Baustellenmanagement, die Verkehrsbehinderung, die Abzocke und die Melkkuh der Nation bemängeln.


    Alles wie immer. Das Spiel ist wirklich ermüdend.

  • Ich bin gespannt ob aus dem Modellversuch des Landes Niedersachsen zu Tempo 30 auf stark belasteten Hauptverkehrsstraßen was wird. Nach langem Zögern auch auf Seiten der SPD hat der Rat schließlich doch die Bewerbung für die Beteiligung an den Modellversuch abgegeben. Wenn es auch FDP und CDU anscheinend darauf anlegen, ein Scheitern des Versuches konstatieren zu können: "FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke begründete den Schwenk so: Es handele sich um ein wissenschaftliches Projekt in einer sehr umstrittene Frage: „Wir erhoffen uns davon Fakten zu der Frage, ob Tempo 30 etwas bringt oder nicht.“ Auch SPD und CDU stimmten mit dieser Begründung zu." HAZ vom 20.12.2017, http://www.haz.de/Hannover/Aus…se-und-Goettinger-Strasse

    Gerade FDP und CDU hatten sich vor mehr als zehn Jahren vehement gegen die Einführung der Umweltzone in Hannover ausgesprochen und übel dagegen polemisiert. Inzwischen ist klar, dass die Umweltzone dazu beigetragen hat, die Feinstaubbelastung zu senken. Dass die Stickoxidbelastung nicht reduziert werden konnte, auch das ist inzwischen klar, liegt nicht an Mängeln der Umweltzone an sich, sondern an der Betrugssoftware der Autohersteller.

    Es ist wichtig die Berichterstattung zum Modellversuch Tempo 30 genau zu verfolgen und der erwartbaren Polemik dagegen fundiert entgegenzuwirken!




  • Die Ergebnisse sind:

    • deutlicher Rückgang der hohen Geschwindigkeiten über 50 km/h bei Tempo 30
    • der Rückgang der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit im Vergleich zu Tempo 50 beträgt 4–14 km/h
    • Schallpegelreduzierung um 2,9 -4,5 dB
    • 60% der antwortenden AnwohnerInnen haben eine Verbesserung durch Tempo 30 nachts wahrgenommen, 25% sehr deutlich
    • keine Hinweise auf Verlagerungseffekte auf andere Straße
    • von den befragten Verkehrsteilnehmern fühlen sich 54% durch Tempo 30 nachts sehr beeinträchtigt, weitere 12% eher beeinträchtigt
    • die Auswirkungen auf die Reisezeiten sind bei Tempo 30 nachts nicht erheblich – ausschlaggebend für längere Fahrtzeiten sind erforderliche Halte und Wartezeiten an LSA-Anlagen

    Ich finde es immer noch abgefahren, dass man Tempo 30 anordnen muss, um die T50-Verstöße zu reduzieren. Bei einer 4-14-km/h-Reduzierung fahren die meisten wohl zwischen 40 und 55 und eigentlich niemand 30.

  • Die Ergebnisse sind:

    • von den befragten Verkehrsteilnehmern fühlen sich 54% durch Tempo 30 nachts sehr beeinträchtigt, weitere 12% eher beeinträchtigt

    Laut Quelle waren das 197 Personen, die als »Verkehrsteilnehmende« bezeichnet werden, mit denen NICHT Fußgänger gemeint sein konnten, denn es wurde danach gefragt, wie oft sie die Strecken gefahren sind. Ich kann aber nicht erkennen, ob auch radfahrende Verkehrsteilnehmende gemeint waren und zu den Antwortenden gehören.

  • Das jetzt kombiniert mit stationären und mobilen Blitzern, und es könnte wirklich was werden.

    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: zhG um 20 reduziert, Reduktion der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit 4-14.

    Aber die Radfahrer halten sich nie an die Regeln :S8|:thumbdown::?:

  • oooch, passend dazu hat gestern die StVB erklärt, dass in dem Fahrradstraßenstück der Von-Essen-Straße täglich(!) 3500 KFZ durchfahren. Trotz "Fahrradstraße" mit "Anlieger frei".

    messerscharfe Schlussfolgerung der StVB dazu: Fahrradstraße müsste dort eigentlich abgeschafft oder aber mit "KFZ frei" beschildert werden...


    Eine richtlinienkonform handelnde StVB hätte entweder die Fahrradstraße von vorneherein gar nicht erst eingerichtet, oder müsste jetzt Maßnahmen ergreifen, die dazu führen, dass die Sache mit der dominierenden Verkehrsart demnächst auch eintritt.