Beiträge von Fahrbahnradler

    An einem anderen Kreisel in Hannover hat man Ampelgesteuerte Durchwegungen durch die Kreiselmitte geschaffen:

    https://www.google.de/maps/pla…!3d52.3688199!4d9.7121165

    Hier beträgt der Durchmesser allerdings auch von Fahrbahnen-Außenkante zur gegenüberliegenden Außenkante über 100m.

    Ist das überhaupt ein Kreisverkehr? Wo sind da [Zeihen 215] aufgehängt? Ich sehe überall Ampeln und einsame [Zeichen 205]an den Zufahrten.

    Und sehe ich es richtig, dass ein Radfahrer, der von Nordosten aus der Deisterstraße kommt und nach Südwesten in die Bornumer Straße will, vier (!) Ampeln überqueren muss (sind da überall Fahrräder in den Streuscheiben) und nicht etwa "geradeaus" durch die Grünanlage, sondern Albrechts fahren muss, damit er nach einem Haken an der Wachsbleiche in die Bornumer Straße einfahren kann?

    Es gibt dazu einen Bericht der UDV: https://udv.de/de/publikatione…er-radwege-kreisverkehren

    Darin steht, dass die kreisrunde Führung von Radwegen gemäß ERA problematisch ist, weil Radfahrer darauf zu schnell fahren und zwischen den Kreiszufahrten zu weit von der Kreisfahrbahn entfernt sind.

    Aber darin steht auch, dass die Verzweigungspunkte der Radwege nicht zu dicht an der Überfahrt liegen sollen, damit man früh genug erkennt, wann Radfahrer dem Verlauf des Kreisverkehrs weiter folgen.


    https://udv.de/de/strasse/kreu…er-radwege-kreisverkehren


    Ich habe nix zur zu hohen Geschwindigkeit von Radfahrern gefunden, aber folgende verblüffende Aussagen:

    Zitat

    Eingefärbte Radfurten: Kreisverkehrsarme mit eingefärbten Radfurten weisen eine um 62 Prozent höhere Unfallrate für Radfahrer auf, als solche ohne Furteinfärbung.

    Warum? Weil Radfahrer dort ihre Vorfahrt wahrnehmen und darauf vertrauen, dass Autofahrer sie respektieren, während sie ohne Farbe stehenbleiben und womöglich absteigen? Nein? In der Langfassung wird darüber aufgeklärt, dass Ursache und Wirkung eher andersherum sind:

    Zitat

    Bei der Bewertung dieses Zusammenhangs ist allerdings zu berücksichtigen, dass unfallauffällige Kreisverkehre möglicherweise besonders häufig mit eingefärbten Furten ausgestattet werden. Eingefärbte Furten sind daher nicht zwangsläufig die Ursache für ein höheres Unfallrisiko. Als Maßnahme zur Reduzierung der Unfälle mit Radfahrern ist diese Maßnahme hingegen ungeeignet.

    Wumm. Und weiter in der Langfassung:

    Zitat

    Bezogen auf alle Kreisverkehrsarme hat das Aufbringen von Radfahrerpiktogrammen keinen positiven Einfluss auf die Verkehrssicherheit von Radfahrern.

    Und das eindeutige Ergebnis: Radwege außenrum weisen eine um 60 % höhere Unfallträchtigkeit auf als andere Lösungen, und die Unfallträchtigkeit ist geringer, wenn die Radfahrer vorher auf der Fahrbahn unterwegs waren.

    Das Buch ist pure Fiktion. Auf Seite 14 gibt es einen Autofahrer, der stehenbleibt, als er am Bordstein zwei Zivilisten entdeckt - keine Polizei, keine Lotsin, kein Zebrastreifen weit und breit. Wo gibt's denn sowas?

    Wenn ich es richtig sehe, hat der östliche Arm (Beim Schiffertor) keine Radwege. Wie läuft dort der Übergang zwischen Kreisverkehr und Straße für Radfahrer?


    Wie wird die Vorfahrt zwischen Radfahrern geregelt?

    Soll dort der Radverkehr im Kreisverkehr Vorrang haben oder der Verkehr aus Richtung der zulaufenden Wege? Die beiden Knoten im Südwesten sind so weit vom Kreisverkehr abgesetzt, dass es vielleicht nicht klar ist, ob hier RvL oder Kreisverkehr gilt.


    Für den Knoten im Südwesten gilt noch ein Spezialfall: Wir nehmen eine Radlerin, die aus Westen (Schiffertorsstraße) kommt und dem Kreisverkehr im normalen Rechtsverkehr folgen möchte. Und dann kommt ein Radfahrer aus dem Süden auf dem linksseitigen Radweg und will die Schiffertorsstraße überqueren und der Radverkehrsführung mittels erlaubtem Geisterradeln folgen. Wer von den beiden hat Vorrang? Der Radfahrer aus Süden denkt: Ich! (Aus seiner Sicht will die Radlerin aus dem Norden abbiegen und seinen Weg kreuzen, außerdem sind da Linien aufgemalt, die seine von ihrer Fahrspur trennen.) Die Radfahrerin aus dem Norden denkt: Ich! (Aus ihrer Sicht folgt sie dem Kreisverkehr, während der andere in den Kreisverkehr einfahren will.)


    Dann wird natürlich das erzwungene Geisterradeln auf der Westseite dazu provozieren, dass man auch auf anderen Abschnitten »linksrum« radelt - etwa bei Überqueren der Wassermühle (Norden) oder der Wallstraße (Süden). Sollen dort Verkehrsschilder aufgestellt werden?


    Die Kurvenradien sehen abenteuerlich aus. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist es doch bei [Zeichen 241-30]nicht erlaubt, mit dem Lenker in den Luftraum über dem Fußgängerbereich einzudringen. Könnten die Verantwortlichen sich mal auf Fahrräder setzen (normales Rad, Liegerad, Lastenrad, Fahrrad mit Kinderanhänger) und einen solchen Parcours abfahren? Mit welcher Geschwindigkeit geht das?


    Welchen Fußgänger auf der Ostseite vor/nach dem Überqueren der Fahrbahn den roten Radwegbereich meiden, also Haken schlagen, oder werden sie über den Radweg hinweg abkürzen?


    Wie soll das alles bei Dunkelheit, bei nassem Bodenbelag oder womöglich bei Schnee(matsch) ablaufen?


    Dann natürlich das schon angesprochene leidige Thema, dass das Befahren des Kreisverkehrs an den meisten Stellen aussieht wie Linksabbiegen - erwartet da irgendjemand, dass der Arm ausgestreckt wird?


    Ach, und ein'n hab' ich noch: Soll der rote Murks benutzungspflichtig sein?

    https://www.mopo.de/hamburg/po…sind-eine-ansage-36954664


    Zitat

    Exakt 2,75 Meter messen die neuen Radfahrstreifen an der Binnenalster. Pro Fahrtrichtung, wohlgemerkt. Und das ist eine Ansage! Einst wurden Radwege in Hamburg lediglich mit einer Breite von etwa 1,85 Metern geplant, zuletzt immerhin mit 2,25 Metern – und jetzt gibt’s eben die XXL-Variante.

    Das mit den 1,85 war aber die addierte Breite der Radwege auf der einen und der anderen Seite der Straße ...

    https://www.mopo.de/im-norden/…adweg-zur-schule-36932724


    Zitat

    Es gebe zwei Möglichkeiten für die Verbindungsstraße zwischen den beiden Dorfteilen. Entweder wird die Strecke für den Verkehr komplett gesperrt und zur Radstraße umfunktioniert, oder es wird ein neuer Radweg hinter dem Knick gebaut.

    ...

    Für den Beginn des Schuljahres haben die Eltern schon eine Aktion geplant. Dann wollen sie die Fahrräder mit Schwimmnudeln als Abstandhalter ausstatten. So soll auf die Gefahr durch mangelnden Abstand zwischen Radlern und Autofahrern aufmerksam gemacht werden. „Wer dann keinen Abstand hält, wird angezeigt“, meint Stiller-Hoppe.

    Bisher sei es auf der Strecke zwar noch nicht zu Unfällen gekommen, aber in der schmalen Straße hätten die Radler kaum Platz, betont Stiller-Hoppe. Mittlerweile würden viele Eltern ihre Kinder nur noch mit dem Auto zur Schule bringen, aus Sicherheitsgründen.

    Hamburgs Polizei (das ist die mit dem Dienstherren, der seine Vertragsverlängerung mittels Verstoß gegen die Corona-Regeln feiert) hat ihre Berufsfähigkeit wieder eindeutig unter Beweis gestellt:

    https://www.mopo.de/hamburg/po…-und-kassiert-ab-36945366

    Zitat

    Im Rahmen der Großkontrolle waren 40 Beamte sechs Stunden lang im gesamten Stadtgebiet unterwegs. In rund 50 Fällen missachteten Radfahrer rote Ampeln, fast 80 Radfahrer fuhren auf der falschen Straßenseite. Etwa 130 Mal waren Radfahrer auf Geh- oder Fußwegen unterwegs. Fünf Radler hatten während der Fahrt ihr Handy am Ohr. Insgesamt zählte die Polizei 287 Verkehrsverstöße.

    40 Beamte mal 6 Stunden sind 240 Personalstunden. 287 Verstöße sind dann: 1,1958 Verstöße pro Personalstunde oder alle 50 Minuten ein Verstoß.

    Jetzt stelle ich mir vor, die Beamten würden mal eine Straße mit zugeparktem Radweg ablaufen oder sich die Abbiegesituation an einschlägigen Kreuzungen angucken oder die Fußgänger auf Radwegen zählen ... was das wohl für eine Quote gäbe?

    "Nebenan" im VP aufgetaucht:

    Man hat wieder einen Fehler beim Zitiergebot gefunden wie schon bei der Schilderwaldnovelle ...

    *seufz* Praktikanten im Verkehrsmysterium?

    Es gibt ja einen Foristen, der »Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.« als seinen Leitspruch publiziert. Ich hingegen würde den Herrschaften im Scheuerministerium alles zutrauen.

    Zitat

    1958 fuhr hier noch die Linie 13 von Rönneburg nach St. Pauli, 1962 wurde endete nach einigen Linienzusammenlegungen und -kürzungen die Linie 11 aus Lurup, dann wohl irgendwann die Linie 12.

    Soviel zum Thema »Sprung über die Elbe« - alles schon mal dagewesen und dann dem Fetisch Auto geopfert.