Beiträge von Fahrbahnradler

    Neues aus dem Irrenhaus:

    Katherina Reiche (CDU) behindert erneuerbare Energien und Netzausbau, wo sie nur kann. Dito der Herr Söder von der CSU.

    Dennis Thering (CDU, Hamburg) fordert

    Zitat

    Den Senat forderte Thering auf, die Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik voranzutreiben. „Da sind wir von den Potenzialen noch weit entfernt“. Um eine flächendeckende Energieversorgung sicherzustellen, müsse zudem das Stromnetz weiter ausgebaut werden, sagte Kranig. Für die CDU gelte dabei der Grundsatz „Stromnetz first“.

    Ah ja. Und wenn Stromnetz first, dann heißt das:

    Zitat

    „Dann muss man auch mal andere Dinge – lass es einen Radweg sein – hinten anstellen.“

    Gibt es da eigentlich eine klinische Diagnose für diese Radverkehrsfixierung?

    CDU will Radwege für Stromnetze hinten anstellen
    Hamburgs CDU setzt auf Kernenergie, Wasserstoff und „Stromnetz first“. Was das für die Energiepolitik bedeuten soll.
    www.mopo.de

    Wessen Name eine Kombination von Franz Josef Strauß und Günther Krause (kennt ihr ihn noch? Kohls Mann auf der anderen Seite des Verhandlungstisches zum DDR-Beitritt) ist, kann es schon mal schwer haben. Ich erinnere mich, dass der Kabarettist Dietrich Kittner seinerzeit eine ganze Nummer daran hochzog, dass er bei einer fiktiven Tagesschaumeldung, es habe Minister Krause Gedanken geäußert - stutzte, müsse es nicht heißen der Minister habe krause Gedanken geäußert, oder überhaupt: "Gedanken"? Der Typ? Na ja, Scherz beiseite. Herr Krause möge bitte definieren, was ein Rennrad ist. Das neben ihm auf dem Bold ist keins. Es hat nämlich einen geraden Lenker und keine Klickpedale, ich würde mal sagen: Gravelbike?

    Außerdem sieht der Typ so aus, als ob er pendelt.

    Ich bin natürlich befangen: ich habe 7 Jahre lang 300 Meter vom Haupteingang entfernt gewohnt und habe zum Auftakt meiner Trainingsrunden immer den Friedhof durchquert, um in Bramfeld gleich auf Straßen ohne Radweg weiter nach Volksdorf zu fahren. Unter Beachtung des Tempolimits. Überholt haben mich nur Autos. Mit denen hat Herr Krause keine Probleme?

    Zitat

    Auch die Nutzung von Verkehrsmitteln wird bei der Berechnung des Sterberisikos mit einbezogen. Fliegen gilt dabei als besonders sicher. Wer fliegt, kann 12.000 Kilometer bis zu einem weiteren Mikromort zurücklegen. Wer Auto fährt braucht dagegen nur 500 Kilometer zurücklegen. Und wer Rad fährt hat schon nach 30 Kilometern ein weiteres Mikromort gesammelt.

    12.000 km im Flugzeug - 12 Stunden. Wobei ich ja vermute, dass das Risiko von 40 Kurzstreckenflügen je 30 km höher ist als bei Paris rauf und in Santiago de Chile runter.

    500 km Auto - hm. 4 Stunden Autobahn oder 20 Stunden Stadtverkehr.

    30 km Fahrrad - 30 Minuten bergab in den Alpen wäre wohl anders zu bewerten als 3 Stunden durchs hyggelige Hinterland eines dänischen Badeortes ...

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126722/6369881

    die Göschwitzer Straße in Jena. schnurgerade und mit widersinniger Beschilderung bzgl. Gehweg/Radweg.

    Nee, ich war es nicht. Aber bei den Versatzstücken der PM ist natürlich nur eine Aussage drin: die der Autofahrerin. Plötzlich neben der Autofahrerin. wie jetzt? während der Fahrt? mit 50? und neben dem Auto fahrend hat er die Fahrerin zum Anhalten gezwungen? Und dann sein Fahrrad "weggeschmissen"? :/


    Zitat

    erblickte das Kind der Fahrerin und entfernte sich folglich in unbekannte Richtung

    das "folglich" weckt schlimmste Befürchtungen - wie sah das Kind bloß aus? Wie "Carrie - Tochter des Satans" oder wie Linda Blair in "Der Exorzist"?

    Radfahrerin stirbt bei schwerem Unfall: Von Lastwagen mitgeschleift und überrollt
    Ein Unfall zwischen einem Lastwagen und einer Radfahrerin hat verheerende Folgen.
    www.schwaebische.de
    Zitat

    In einer Pressemitteilung erläutert die Polizei den aktuellen Ermittlungsstand. Die 63-Jährige fuhr demnach ...

    Ah ja, dann lesen wir doch mal die Pressemitteilung:

    PP Ravensburg: Meldung aus dem Landkreis Ravensburg
    Ravensburg (ots) - Schlier / Unterankenreute Pedelec-Fahrerin erleidet schwere Verletzungen Am Samstagmittag, um 12:05 Uhr kam es in Unterankenreute zu einem…
    www.presseportal.de
    Zitat

    Pedelec-Fahrerin erleidet schwere Verletzungen

    Am Samstagmittag, um 12:05 Uhr kam es in Unterankenreute zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen befuhr eine 63-jährige Pedelec-Fahrerin den links neben der Fahrbahn verlaufenden Gehweg der Wolfegger Straße vom Kreisverkehr am Ortseingang in Richtung Ortsmitte. Ein 68-jähriger Lastwagenfahrer fuhr vom Kocherweg kommend an die Einmündung zur Wolfegger Straße heran. Hier bog er nach rechts auf die Wolfegger Straße in Richtung Wetzisreute ab. Die Fahrradfahrerin erfasste die Situation offenbar zu spät und fuhr vom Gehweg in den abbiegenden Lkw, der sie erfasste, eine kurze Strecke mitschleifte und letztlich mit seiner Hinterachse überrollte. Die Frau erlag trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahme durch Ersthelfer noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg ordnete ein Unfallgutachten an. Ein verständigter Unfallgutachter nahm zusammen mit dem Verkehrsunfalldienst des Polizeipräsidiums Ravensburg die erforderlichen Daten an der Unfallstelle auf. In der Zeit der Unfallaufnahme blieb die Unfallstelle zwischen dem Kreisverkehr Wolfegger Straße und der Einmündung Wolfegger / Altdorfer Straße mit der Laurentiusstraße für den Verkehr gesperrt. Die innerörtliche Sperrung dauerte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung um 15:45 Uhr noch an.

    Mal abgesehen von der makabren Diskrepanz, dass die laut Text noch vor Ort verstorbene Radlerin laut Überschrift "nur" schwere Verletzungen erlitten hat, stellt sich der Unfall ganz anders dar als vom Qualitätsmedium der Schäuble-Tochter und Ex-Innenministers-Gattin verbreitet wurde.

    Tödlicher Unfall mit LKW und Fahrrad in Unterankenreute
    Bei einem schweren Unfall in Unterankenreute (Schlier) ist eine 63-jährige Radfahrerin tödlich verunglückt. Beteiligt war auch ein Lastwagen.
    www.wochenblatt-news.de

    Das ist die Stelle, entgegen der Blickrichtung der Radfahrerin. Der Lkw kam aus dem Seitengässchen.

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.de

    Das Satellitenbild ist von September 2024, Streetview ist von September 2023. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Kaff auch noch im September 2026 der Kocherweg den Charakter einer Hofeinfahrt hat und der Lkw über zwei Bordsteine hoppeln musste, um die Vorfahrtstraße zu erreichen, ist also relativ hoch.

    Nächste Frage: Was machte die Radfahrerin auf dem "links neben der Fahrbahn verlaufenden Gehweg"? Nun, sie kam offenbar vom Kreisverkehr. Dieser hat zwei Zufahrten, eine von Süden, eine von Osten. Die von Osten auf den Kreisverkehr zulaufende Straße hat rechts einen Gehweg ohne Radverkehrsfreigabe (der auch noch an manchen Stellen unterbrochen ist). Das hier ist der Weg aus dem Süden:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.de


    Die Piste links ist ein [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] und ich würde Gift darauf nehmen, dass eine in dieser Gegend konditionierte Seniorin diesen Weg links weiter befährt, anstatt an der Querungshilfe vor dem Kreisel auf die Fahrbahn zu wechseln. Am Ende des Kreisverkehrs stößt sie dann auf das Schild [Zeichen 239] ohne Freigabezusatz und soll offenbar drei Meter weiter die Querungshilfe nutzen, um auf die Fahrbahn zu wechseln. Das hat die Radlerin offenbar nicht gemacht, sondern ist auf dem Gehweg geblieben.


    Ein Stück westlich der Unfallstelle endet die Konstruktion einfach so im Grünen:

    Street View · Google Maps
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    www.google.de

    Im Westen stehen nirgends Schilder, die den Gehweg für Fahrräder freigeben würden, das erste solche Schild steht erst direkt am Kreisverkehr, dort wo auf der Gegenseite nur [Zeichen 239] ohne Radfreigabe hängt.

    Man sieht also, was gemeint ist, aber es ist stümperhaft ausgeführt.

    Wir haben also eine Stelle, an der das Radfahren untersagt ist - und die praktisch genauso sichtbehindert daherkommt wie Dutzende (Hunderte?) Stellen, an denen in Stade Blauschilder hängen.

    Und jetzt kann man nur mutmaßen, ob die Radlerin noch versucht hat, im letzten Moment dem rücksichtslosen Lkw auszuweichen und auf die Fahrbahn gezogen ist oder ob der Lkw sie an der Ecke voll auf dem Gehweg erwischt hat und bis zur anderen Hausecke mitgeschleift hat. Auf jeden Fall ist der SWR-Text "Die Fahrradfahrerin erfasste die Situation offenbar zu spät und fuhr vom Gehweg in den abbiegenden Lkw" heftiges Victim-Blaming.

    Zitat

    Nach Polizeiangaben

    Nach Angaben eines Autofahrers und seiner Beifahrerin ...

    Es würde mich nicht wundern, wenn umgekehrt der Fahrer den Radler so eng überholt hätte, dass der Außenspiegel den Radler "touchierte" und dem empörten Radler dann auch noch Schläge angedroht hätte ... worauf dann die Radler sich in Sicherheit gebracht hätten.

    Mallorca: Vater aus Deutschland findet Kinder nicht mehr – stundenlange Suchaktion
    Ein Vater wollte nach einer Reifenpanne Hilfe holen und verlor selbst die Orientierung: Eine deutsche Familie hat auf Mallorca eine Suchaktion ausgelöst – mit…
    www.spiegel.de

    Vorschläge, was man dem Papa zum nächsten Geburtstag schenken kann:

    Smartphone (ggf. mit Powerbank und einer Simkarte für Spanien)

    Wanderkarte/Fahrradkarte von Mallorca

    Kompass

    Flickzeug und Basiswerkzeug (Knochen, Reifenheber) in einem praktischen, kleinen Etui

    Mir ist vor Jahren mal ein Buch mit einem für mich Kauf verlockenden Titel über den Weg gelaufen, allerdings eines Priors, in dem sich ein Kapitel auch mit dem Tod beschäftigte und nach dem es früher für gläubige Menschen ein Graus gewesen wäre "plötzlich und unerwartet" aus dem Leben gerissen zu werden, wie es sich heute viele "wünschen" ohne langes Leiden, weil sie sich so nicht drauf vorbereiten, sich nicht verabschieden etc. können, habe nicht mehr alle Argumente parat. Er hätte das also bejaht ...

    Ja, die Kirchen haben damals die Auffassung verbreitet, man könne nur dann in den Himmel kommen, wenn man sich lang und breit mit den eigenen Sünden auseinandergesetzt und um Vergebung gebeten hätte - natürlich nicht die eventuell Geschädigten, sondern dieses grundgütige, allmächtige und rachsüchtige Fabelwesen über den Wolken.