Beiträge von Fahrbahnradler

    Das Landgericht Landau lehnt die Schadenersatzklage eines E-Bike-Fahrers gegen das Land ab. Er war wegen eines Schlaglochs gestürzt, das durch das Land nicht repariert worden war. Tenor: Stimmt, das Land hat schuldhaft die Instandhaltung der Straße vernachlässigt, trotzdem kein Schafenersatz wegen Eigenverantwortung.

    Interessant an diesem Fall: Dies ist der erste Fall „Recht im Alltag“, der von der Pressestelle des Landgerichts auch in Comicform behandelt wird.

    https://lgld.justiz.rlp.de/presse-aktuell…m-alltag-1-2026 (eine hochaufgelöste Version der Grafik am Ende des Textes)

    Zitat:

    Zitat

    Der E-Bike-Fahrer habe selbst angegeben, nicht auf die Fahrbahn geachtet zu haben.

    Na dann ...

    Der "Abendblatt-Journalist" schrieb mir auf meine Kritik zu der von ihm beschriebenen Vorführung:

    Spoiler anzeigen

    Ich finde das pädagogische Konzept dieser Veranstaltung ebenfalls fragwürdig. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Verantwortung für die Sicherheit im Straßenverkehr auf die Kinder geschoben wird, statt dort die Fahrer sowie Kommunen und Gesetzgeber in die Pflicht zu nehmen.

    Allerdings war mein Auftrag, nur darüber zu berichten, was stattgefunden hat. Ein kritisches Hinterfragen ist natürlich immer wünschenswert, war hier aber bislang nicht möglich.

    Das Verhalten als Fahrradfahrer wurde in "meinem Lastwagen" nicht thematisiert. Das mag daran gelegen haben, dass Grundschulkinder teilweise noch nicht auf dem Radweg fahren dürfen, es erst ab 8 Jahren dürfen, aber nicht müssen.

    Zur Zulassung von Lastwagen: Ja, es gibt strenge Regeln für Neufahrzeuge, doch weiterhin sind unzählige Altfahrzeuge ohne diese Hilfsmittel unterwegs.

    Über vergleichbare Nachschulungen für Berufskraftfahrer ist mir nichts bekannt.

    Ein Bekannter von mir bringt zum Thema Spritsparen sogar Profis noch was bei :)

    Eco|Consult - Home

    Jeder Liter zählt: Der Mann, der den Deutschen das Spritsparen beibringt
    Seit dreißig Jahren bringt Ulrich Pfeiffer den Menschen bei, wie man Sprit spart. Dank Trump ist er jetzt ein gefragter Mann. Und auch wenn vieles naheliegend…
    www.sueddeutsche.de
    Wie sparen Sie bis zu 25 Prozent Sprit? Ein Fahrtrainer gibt Tipps
    Vorausschauend fahren, Tempo senken, Motor aus – mit einfachen Tricks lässt sich Sprit sparen. Warum macht es trotzdem kaum jemand? Fahrtrainer Ulrich…
    www.badische-zeitung.de
    Diese Fehler machen viele Autofahrer – sie zu vermeiden, kann den Verbrauch um ein Viertel senken
    Ein Fahrexperte erzählt, wie Autofahrer Sprit sparen können, warum es dennoch die wenigsten tun und was Taxifahrer zu einer besonderen Spezies am Steuer macht.
    www.suedkurier.de

    So wichtig die Aufklärung... also der potenziellen Opfer.

    https://www.abendblatt.de/schleswig-hols…orderstedt.html

    na, wer findet den abgehängten Rampenspiegel? :rolleyes:

    archive.ph/LdB27

    Ich habe den Autoren gefragt, wie er angesichts dieses Satzes

    Zitat

    Für die Vorführung hatte er die zusätzlichen Spiegel abgeklebt, die im Alltag den toten Winkel kleiner machen.

    und der Tatsache, dass die Kiddies kaum übers Lenkrad gucken können den Wahrheitsgehalt der Gruselkampagne einschätzt.

    Hier ein RP Artikel über die Bahntrassen. Scooterfahrer räumt Radfahrer ab und flüchtet, Radfahrer tot. Rennradler beachtet die Vorfahrt bei Querung nicht - ebenfalls tot. Daraufhin werden die Drängelgitter wieder eingesetzt. Bedauerlich - ich hatte es gefeiert, dass die abgebaut worden waren - gerade wenn wir mit der Rikscha unterwegs sind. Ich weiß nicht wie lange/oft der Link funktioniert.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/so…76a566cd30ddff5

    hmm...

    Zitat

    „FAIRkehr auf dem Panorama-Radweg“. „Diesen Verkehrsraum teilen sich viele unterschiedliche Nutzer – Rennradsportler, Pendler- und Freizeit-Radler, Pedelec-Fahrer, Jogger, Spaziergänger, Inline-Skater und Leute, die auf dem E-Scooter unterwegs sind“, zählt Pressesprecher Daniel Uebber auf. Und mahnt: „Hier ist Rücksicht geboten – von allen!“

    Irgendwas verstehe ich da nicht.

    Insbesondere vor diesem Hintergrund:

    Zitat

    Der Sprecher aus dem Wuppertaler Polizeipräsidium empfiehlt neben Schutzkleidung inklusive Helm

    Wie hoch ist die Helmquote bei Joggern und Spaziergängern?

    Ich erinnere mich dunkel, dass meine Abfragemaske in meinem Steuerprogramm immer nach dem Verkehrsmittel gefragt hat.

    Richtig, das ist aber pillepalle, solange bei der Multiplikation von Tagen, Entfernung und Kilometersatz nicht mehr als 4.500 Euro rauskommen. Außerdem lässt die Maske es nicht zu, bei "manchmal Auto, manchmal anders" die jeweilige Anzahl der Tage einzutragen, ohne den Datensatz doppelt anzulegen. Und schließlich könnte ja mit "immer" gemeint sein: "jeden Tag aufs Neue" ...

    Eine Bekannte sprach mich hierauf an:

    POL-RZ: Verkehrsunfall zwischen PKW und Radfahrer in Reinbek / Radfahrer schwerverletzt
    Ratzeburg (ots) - 01.07.2026 | Kreis Stormarn | 30.06.2026 - Reinbek Gegen Nachmittag kam es gestern an einer Einmündung in Reinbek zu einem Unfall zwischen…
    www.presseportal.de

    Sie fahre da öfter lang und wundere sich, dass da nicht dauernd was passiere - die Hecke sei so hoch, dass man nichts erkennen könne. Sie steige da vorsichtshalber ab.

    Sie wusste nicht, ob das Blauschilder hängen, und sagte nur: "Da ist ja nur auf einer Seite ein Radweg."

    Und sie wollte wissen, was man machen könne, sie habe schon überlegt, der Polizei zu sagen "die unerklärte Ursache kann ich Ihnen erklären". Ich habe ihr gesagt: "Klar, entweder Hecke weg oder Blauschild weg, sodass man auf der Fahrbahn radelt".

    Kennt jemand den aktuellen Zustand der Ecke? Beschilderung?

    Auf dem Luftbild ist eine rote Furt zu sehen, aber auf den Streetview-Aufnahmen von 2022 oder 2023 sieht es nach einem chaotischen Wechsel von Gehweg und Gehweg/sonstigem Radweg aus.

    Na, dann haben wir ja die Lösung des scheinbaren Widerspruchs, und ich war mit dem Horner Kreisel auf der richtigen Spur.

    Das hier nennt sich Kreisverkehr:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

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    Das hier nennt sich Kreisverkehr:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com
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    Da stehen zwar dieselben Schilder [Zeichen 205][Zeihen 215], aber von der baulichen Anlage und der fahrerischen Herausforderung her sind das drei Paar Stiefel.

    Ach deswegen kannte ich den Straßennamen nicht! (Ich war schon wegen "äußerst gepflegt" in Verbindung mit "Barmbek-Nord" etwas irritiert) Das ist auf dem Gelände, das früher zum Allgemeinen Krankenhaus Barmbek gehörte und jetzt bewohnt wird ... da stehen ein paar Carsharing-Autos, und ich fand es immer nervig, in diesen engen Sträßchen zu fahren, die keine Einbahnstraßen sind. Hundert(e) Meter ohne sichtbare Ausweichmöglichkeit, selbst bei Fahrrad versus kleinem Pkw gibt das immer Konflikte.

    Bezeichnend, dass ausgerechnet die dort wohnende Klientel sich aufregt, anstatt froh zu sein, dass die überhaupt auf der Fahrbahn parken dürfen (es gibt natürlich auch Tiefgaragen auf dem Gelände).

    Denen gönne ich jeden Strafzettel.

    Im ersten Moment dachte ich, "Senior Mass" sei das flüssige Gegenstück zum Seniorenteller, aber nun gut, dann muss man wohl sich Gedanken machen, wie eine "seniorengerechte Radinfra" aussieht.

    Wichtig ist also erstens, dass die Sonne einem nicht auf die Birne brennt und die Temperatur nicht höher liegt als der durchschnittliche IQ des Berliner Senats. Ergebnis: Radinfra muss überdacht sein, mit Solarzellen drauf und einer Sprühnebelanlage drunter. U-Bahn-Viadukte in Mittellage sind entsprechend umzurüsten. Zweitens: Alle 20 Minuten muss Gelegenheit für eine "Hydration Break" bestehen, also alle 3 km ein Rastplatz. Drittens: Um zu vermeiden, dass die Zielgruppe alleine schon bei dem Gedanken, auch nur ein einziges Auto zu behindern, einen Herzkasper bekommt ("wir orientieren uns am unterwürfigsten Radfahrer"), werden alle benötigten Flächen von den Fußwegen abgeknapst. Viertens: um das Dogma des "one fits all" ("was für den unterwürfigsten Senioren gut ist, ist für alle gut") aufrecht zu erhalten, gelten Personen, die schneller als 11 km/h fahren möchten, nicht als Radfahrer; gegen diese Raser wird der Senat mit aller Härte vorgehen. Alternativ wird dieser Personengruppe angeboten, bei einer noch von der Verkehrssenatorin oder ihrer Familie zu gründenden Firma Autos zu kaufen.

    die Polizei wieder...

    https://www.nordbayern.de/polizeibericht…pell-1.15156313

    so gefährlich, diese Landstraßen. 2 tödliche Unfälle. 1x Alkohol, 1x Alleinunfall

    fürchterbar gefährlich, diese Landstraßen!

    Meine Zuschrift:

    Spoiler anzeigen

    Hallo Frau Gerbeth,

    da Sie Kunstgeschichte studiert haben, ist Ihnen bekannt, mit welchen Mitteln („Tricks“?) Gemälde so angelegt werden können, dass man als Betrachter mit seiner Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Bereiche hingelenkt wird.

    Bei Texten funktioniert so etwas auch, und Ihrer ist ein Musterbeispiel dafür:

    Am Anfang steht die Zahl „25 Tote im vergangenen Jahr“. Die Überschrift nennt bei den Gemahnten als erstes „Radfahrer“, dann erst „Autofahrer“.

    Assoziationskette also: 25 Tote - Radfahrer - Autofahrer. Da bleibt womöglich hängen „25 tote Radfahrer"

    Dann kommt die dramaturgische Opposition: Landstraßen - schöner, aber besonders gefährlich, geframed mit den Verben „gelten“ (plus der Einschränkung „für viele“) bei der Schönheit, aber „sind“ bei der Gefahr: subjektiver Eindruck einer Teilmenge versus objektive Realität. Immerhin wird beides durch „zugleich“ verbunden statt durch „in Wirklichkeit“ einander diametral entgegengestellt.

    Dann kommen die nächsten Zahlen: Von 37 Toten entfallen 25 auf Landstraßen.

    Zwei Drittel. Schrecklich viel. Man schaudert. Und wird jetzt mit Buzzwords wie „Gefahren“, „Risiken“, „gerade auf Landstraßen“, „gefährlichen Situationen zwischen Radfahrenden und Autofahrenden“ und den diversen Fahrradtypen getriggert.

    Und dann folgt das nächste Zahlenpaar: neun tote Radfahrende, „zwei von ihnen auf Landstraßen“.

    Moment - wie bitte?

    Am Anfang standen insgesamt 37 Verkehrstote. Jetzt stellt sich heraus: 9 davon, also rund ein Viertel, waren auf dem Rad unterwegs.

    Auf Landstraßen starben 25 Menschen. Bei den Radfahrern waren es 2. Also ein Zwölftel! Nicht rund ein Viertel wie bei der Gesamtzahl, das wären 6, und schon gar nicht (weit) mehr als 6, was man erwarten müsste, nachdem man mehrere Absätze lang von den besonderen Gefahren der Landstraße zu lesen bekam.

    Bei den Nicht-Radfahrern, also Autofahrern und Fußgängerinnen, gab es 37-9=28 Verkehrstote. Auf der Landstraße betraf dies 25-2=23 Opfer, das sind mehr als vier Fünftel! Wenn die Landstraße also für jemanden eine hohe Gefahr darstellt, dann für diejenigen, über die man in der typischen Meldung liest „nachts in einer langgezogenen Kurve von der Straße abgekommen und am Baum gelandet“, und man hat sofort die Heimfahrt mit Alkohol im Kopf.

    Man kann das Zahlenquartett auch andersherum ins Verhältnis setzen: Wenn von 37 Toten 25 auf der Landstraße starben, dann kamen 12 anderswo ums Leben. Ein Drittel.

    Von neun Radverkehrstoten starben zwei auf der Landstraße, also sieben anderswo - fast achtzig Prozent!

    Jetzt weiß ich nicht, ob auch Bundesautobahnen in diese Statistik eingerechnet sind, und nehme einfach mal an: nein. Also bleibt der Bereich innerorts. 12 Verkehrstote, davon sieben auf dem Fahrrad, das sind mehr als die Hälfte.

    Wenn ich bei der Polizei in Oberfranken wäre, dann wüsste ich, wo ich meine Schwerpunktkampagnen ansetze. Und wenn dann noch die Presse die richtigen Fragen stellt, dann würde in der Zeitung folgender Satz stehen, dessen Wahrheitsgehalt weit höher ist als die Formulierung „Landstraßen gelten für viele als der schönere Weg. Zugleich sind sie aber besonders gefährlich“, nämlich:

    „Radwege gelten für viele als die beste Lösung für den Radverkehr. In Wirklichkeit sind sie aber besonders gefährlich.“

    Warum? Rechtsabbiegeunfälle, Missachtung der Vorfahrt durch Einfahrende aus der Seitenstraße von Rechts mit „Vorfahrt achten“ oder „Stopp“, Lkws fahren aus einem Firmengelände, Pkws aus einer Tankstelle, Behörden ordnen Geisterradeln an, Bordsteinkanten verlaufen spitzwinklig und führen zu Stürzen, Belag ist schadhaft, Hindernisse und und und.

    Es wäre begrüßenswert, wenn darüber auch berichtet würde.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wenn wir den Teil hier auch auf "Radwege" anwenden, wäre das ja sogar ein Gewinn.

    "Ein zulässiger Fahrweg muss demnach so beschaffen sein, dass er ganzjährig von zweispurigen, nicht geländegängigen Kraftfahrzeugen befahren werden kann. Schmale Wege, Pfade auf naturfestem Untergrund und Rückegassen werden explizit von der Definition eines Fahrweges ausgenommen."

    holla die Waldfee!

    dann sind 90 % der Blauschilder illegal

    Wenn überhaupt wäre eine Anzeige interessant, aus der hervorgeht, in welcher Zeit das Ziel erreicht ist.

    Erstens gibt es so eine Anzeige schon: eine der beiden Spalten bei Fahrplananzeigen, nämlich die mit den Abweichungen vom Plan.

    Zweitens ist der Indikativ Präsens fehl am Platze: aus dieser Anzeige geht nur hervor, wann das Ziel erreicht wird, wenn nichts dazwischenkommt. Das "ist" wird erst angezeigt, wenn der Triebkopf schon am Bahnsteig ist ...


    Die Tempoanzeige findet sich vermutlich in allen Hochgeschwindigkeitszügen. Da mag Angeberei eine Rolle spielen ("mein TGV ist schneller als Dein ICE"), aber mit "wir sind mit 320 durch die Champagne und mit 60 durch den Pfälzer Wald" haben die, die eine Reise tun, auch was übers Tempo zu erzählen.

    Fun fact: Als der TGV Strasbourg-Lyon kurz vor der Ortsumfahrung von Dijon auf 50 km/h runterging, schaltete die SNCF die Anzeige ab. Man fand das wohl zu peinlich.