Beiträge von Fahrbahnradler

    Wir haben hier keine, jeder hat ein wenig Unrecht Situation.

    »Der LKW-Fahrer sagte gegenüber der Polizei sinngemäß: Ich habe viele Radfahrer gesehen als ich in die Straße eingebogen bin. Aber das waren so viele, da hätte ich ewig warten müssen. Also bin ich in die Straße reingefahren.»

    Der Lkw-Fahrer hat vorsätzlich gehandelt, seinen Lkw dazu nutzen wollen, Radfahrer zum Vorrangverzicht zu zwingen. Und das die Polizei dabei geholfen hat, die Nötigung zu vollenden, ist ... ich weiss gar nicht, wie ich meine Verachtung ausdrücken soll.

    Nach diesem Spruch des LKW-Fahrers wäre ich auch stehengeblieben. Und wenn ich dabei online gewesen wäre, hätte ich diesen Spruch herumgeschickt. Und vermutlich noch das eine oder andere Telefonat mit einem Pressevertreter geführt.

    Zitat Polizei:

    »Der baulich noch vorhandene Radweg wurde zum Gehweg umgewidmet. Deshalb ist mit VZ315 das Parken dort freigegeben und VZ315 "überschreibt" quasi den baulichen Zustand. Da der Radweg baulich noch vorhanden ist, darf,wo möglich, auf diesem dennoch mit dem Rad gefahren werden.«


    Muss ich das verstehen?

    Da schlägt einer VZ 244.1 vor, also »Fahrradstraße«. Nöö. VZ 259 (Verbot für Fußgänger) wäre angesagt.

    Wieso kommt denn NIEMAND, wirklich NIEMAND auf die Idee, heute mit dem Fahrrad zu fahren? Wenn man denn schon weiß, dass die Züge nicht fahren und die Straßen dicht sein werden. Ich verstehe es absolut überhaupt nicht. Lieber steht man zwei Stunden im Stau oder harren die Fahrgäste an den S-Bahnhöfen aus, um festzustellen, dass sie nach Streikende auch in die dritte S-Bahn nicht mehr hineinpassen. Wie viele Fahrräder soll es in Deutschland doch gleich geben...?

    In Berlin habe ich heute ziemlich viele Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit erlebt. Unter anderem MdB Matthias Gastel.

    Gehen die Anwohner nicht auf die Barrikaden, angesichts der Schmalheit des verbleibenden Gehweg-Streifens?

    These für den alten Zustand: Wetten, dass die einfach über den Radweg-Streifen gelatscht sind?

    These für den neuen Zustand: Die haben doch die gesamte Breite zur Verfügung. (Es müsste nur jemand dafür sorgen, dass der Belag vereinheitlicht wird.)

    Ähmm, ja ... sonst wäre ja mehrspuriger Kolonnenverkehr gar nicht möglich. Ich halte einen halben Tacho Abstand zum Vordermann, und wenn das rechts von mir fahrende Auto nach links in diesen Abstand reinzieht und bremst, ist der Schuld, wenn's knallt, nicht ich.


    Der Disput in Bochum geht doch im Grunde darum, ob die Bahn auf ein (seit langem da) stehendes Hindernis (Auto, Kleiderschrank, tote Wildsau) aufgefahren ist oder ob im fließenden Verkehr der Autofahrer rechts von der Tram plötzlich langsamer wurde und dann die entscheidenden 2 oder 3 cm nach links gezogen ist, ohne zu bedenken, dass die Tram bis dahin nicht mehr bremsen kann.


    Das wissen wir nicht, das weiß der WDR nicht, und ich habe keine Ahnung, was die Beweisaufnahme ergeben hat.

    Wenn aber dieser Autofahrer eine Heidenangst vor sich öffnenden Stehzeugtüren als Grund dafür angibt, dass er sein Auto in der Spur der Tram abstellt, dann werde ich misstrauisch.

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann hat der Anwalt im Studio darauf hingewiesen, dass eine Straßenbahn sich darauf verlassen darf, dass die anderen sich an Regeln halten, also nicht abbremsen muss, wenn seitlich versetzt vor ihr jemand fährt, der nach links herüberziehen könnte.


    Wir wissen übrigens nicht, wie lange das Auto da schon gestanden hat. Der Anwalt erklärte ebenfalls, dass davon einiges abhinge.


    Es war einige Male die Fahrbahn zu sehen. Auffallend: keine Markierung am rechten Rand des Lichtraumprofils der Tram, sondern nur so komische unterbrochene Doppelstriche in der Fahrbahnmitte. Das weckt bei mir den Verdacht, dass wegen einer für zwei reguläre Fahrspuren zu schmalen Richtungsfahrbahn die Stadt eine unechte Zweispurigkeit zulassen wollte - mit allen Risiken, die das mit sich bringt. Alternative: Lichtraumprofil abmarkteten und womöglich abpollern oder mit Begrenzungs-Schwelle sichern. Aber das würde ja die Leichtigkeit des Kfz-Verkehrs usw. ...

    Haaaaach, isses nicht schön, mal von einem Autofahrer zu hören »Ich kann doch nicht direkt neben einem geparkten Auto entlangfahren, denn da könnte ja eine Tür aufgehen.«

    Das wird er sicherlich jedem Radfahrer auch zubilligen, oder?


    (Spoiler: Es ging eigentlich darum, warum er nicht beim Bremsen nach rechts lenkte, um die Straßenbahnspur freizumachen. Da muss er vor Fahrertüren der Stehzeuge keine Angst mehr haben.)


    Und dann natürlich: Überholabstand. Aus Angst um sein Heilix Blechle fährt er meterweit von Stehzeugen entfernt. Prima, das wird er bei Radfahrern auch so machen, oder?

    Auf Englisch, über einen Versuch einen Superhighway für Fahrräder wieder abzuschaffen.


    https://www.theguardian.com/en…Rtw_2E1DHubYs5dXPb8rNsn68

    Oh, weitgehend verdecktes Lobbying mit falschen Tatsachenbehauptungen ... bei einem anderen Thema erleben wir das gerade in Hamburg, wo jemand neben drei Punkthochhäuser (die mal unter der Voraussetzung genehmigt wurden, dass eine entsprechend große Fläche nebenan nicht bebaut wird) noch mal ein paar Mehrgeschosser setzen will. Eine Bürgerinitiative (https://www.sos-muehlenkampkanal.de) wehrt sich dagegen und hat das Profitmodell der Bauherrin offengelegt. Nun ist Bürgerentscheid. Da tauchen plötzlich eine Website und Plakate auf, die für die Bebauung werben und auf denen Leute der Initiative als »Egoisten« bezeichnet werden (https://www.dorotheenstrasse.hamburg). Unten kleingedruckt die Quelle der Propaganda: Robert Vogel GmbH & Co KG, also die Bauherrin höchstselbst. Hamburgern muss man nichts Weiteres sagen, für alle anderen: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Vogel_(Politiker)

    Dass eine Firma, die Profit machen will, ihre Gegner mit dem Begriff »Egoisten« diffamiert, hat schon was.

    Ob der vor zehn Jahren verstorbene Firmengründer das gutgeheißen hätte, wage ich zu bezweifeln. http://www.spiegel.de/wirtscha…luxussteuer-a-155618.html