Beiträge von Moni

    Das habe ich nichts mitbekommen...

    An der Ecke Stresemannstraße / Hartkortstraße gab es wohl heute einen klassischen Rechtsbbiegerunfall mit LKW (Mopo, Twitter). Die Fotos im Mopo-Artikel sehen schlimmer aus als es war. Der Fahrradfahrer lag zwar unterm LKW, konnte aber von der Feuerwehr leichtverletzt herausgeholt werden. Wie man der Stelle (Mapillary) "übersehen" werden kann, verstehe ich aber nicht. Es ist zwar separater Radweg auf dem Hochbord, aber seit hunderten Metern direkt neben der Fahrbahn.

    Im Grunde ist es doch relativ einfach. Mein Fahrlehrer hat es mir so erklärt: Das ist wie eine Grundtückseinfahrt. Wenn du von da kommst, hast du nie Vorfahrt. Und wenn du da rein willst, musst du alle querenden Verkehrsteilnehmer passieren lassen. Eben §10 StVO.

    Dachte ich auch mal, aber in Hamburg ist auch die Straßenverkehrsbehörde anderer Meinung. Hatten wir schon an anderer Stelle: Veloroute 6 Vorfahrt oder nicht

    Der Bereich soll aber im nächsten Sommer neugestaltet werden. Die Thadenstraße wird dann eine Fahrradstraße und es wird eine abknickende Vorfahrt zu Beim Grünen Jäger geben. Siehe hier Bezirk Altona

    Daraus auch:


    Zitat

    Der Knotenpunkt Beim Grünen Jäger/Thadenstraße/Wohlwillstraße/Neuer Pferdemarkt wurde als Unfallhäufungsstelle gekennzeichnet. Die Schadensereignisse sind aufgrund von Vorfahrtsmissachtungen, Rangieren im Kreuzungsbereich und Konflikten mit ruhendem Verkehr aufgetreten.

    Ich finde diese Aufpflasterungen total bescheuert, weil man fast nie weiß wie die Vorfahrt und der Vorrang geregelt sein sollen. Mal ist es mit abgesenktem Bordstein und anderem Belag als der Fußweg, mal ohne abgesenktem Bordstein aber dem gleichen Belag wie der Fußweg. Mal ist der Bordstein abgesenkt und weitergeführt von dem Fußweg der Straße, mal ist es ein neuer flacher Bordstein und der Bordstein des Fußweges geht abgesenkt um die Kurve.

    Wenn man die jeweilige Ecke nicht kennt, kann es noch gut sein, weil man nicht weiß was Sache ist und so Rücksicht nimmt. Wenn man an der Stelle aber häufiger vorbeikommt, denken womöglich beide sie hätten Vorfahrt...

    An dieser Stelle, bin ich bisher davon ausgehen, dass kein RvL gilt. Aber nur weil es irgendwie so aussieht. Eigentlich ist der Bordstein nicht abgesenkt, und nach Fußweg sieht es auf den zweiten Blick auch nicht aus, da der Belag ein anderer ist und der durch einen abgesenkten Bordstein abgegrenzt ist

    Für mich ist diese Kreuzung realtiv eindeutig. Fährt man auf der Fahrbahn, gilt die Fahrbahnampel, egal aus welcher Richtung man kommt und in welche Richtung man möchte. Nutzt man die Radwege der Hauptstraße muss man die Ampel für Radfahrer also die Kombiampeln beachten.

    Heute morgen war die Zufahrt zur Schanzenstraße gesperrt.
    Wie man sie erreichen konnte? Kein Hinweis. Auch nicht für Fußgänger.

    Das sieht heute immer noch so aus. Wobei es für die Fußgänger sogar einen kleinen versteckten Hinweis gibt:

    Man läuft dann aber auch erstmal ne Weile, bis die Möglichkeit besteht den Kleinen Schäferkamp zu überqueren. Man muss aber sagen, dass wenigstens diesmal die Fußgänger und Radfahrer nicht benachteiligt wurden. Die Autofahrer, die aus der Weidenallee kamen, standen mit dem gleichen ratlosen Gesichtsausdruck an der Kreuzung.


    Eigentlich finde ich die Baustellen-Verkehrsführung für Radfahrer noch akzeptabel: Man ist wenigstens bemüht, dass Radfahrer während fast aller Umbauphasen legal in alle Richungen kommen. Dass es eng wird und deshalb häufig nur in Schrittgeschwindigeit vorran geht, lässt sich glaube ich nicht vermeiden, wenn die komplette Straße von Haus zu Haus neu gestaltet wird. Und natürlich wäre es schön wenn auch an allen Stellen immer sofort die richtigen Schilder aufgestellt würden...


    Was mir schon mehr Sorgen macht ist die Verkehrsführung nach dem Umbau. Abgesehen davon, dass ich die Schutzstreifen für überflüssig und eher gefährlich halte, sieht man in Maltes Video (ca 10:20), dass es keine Möglichkeit mehr geben wird, vom Dänenweg in die Weidenalle zu kommen. Vor dem Umbau war hier noch eine Art Fahrradweg-Bypass, so dass man auf Höhe der Margaretenstraße wieder auf die Fahrban geführt wurde. Jetzt muss man wohl vom Dänenweg erst links in den Kleinen Schäferkamp und dann rechts in die Weidenallee abbiegen und somit wohl an zwei Ampeln warten.



    diese Lösung ist aber irgendwie auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Finde die Lösung okay. Besser als wenn die Fahrradgeradeausspur rechts von der Rechtsabbiegerspur ist. Vollidioten würden einen wohl auch schneiden, wenn die Geradeausspur nicht verschwenkt wäre...

    Hoffe nur, dass auch in anderer Richtung - von Weidenstieg in Weidenalle - eine akzeptable Lösung gefunden wird.

    Hat sich einer von euch etwa beschwert, dass da zuviel auf den Schutzstreifen steht?

    Gestern kam tatsächlich die Polizei (nein, keine Mitarbeiter des Parkraummanagements) zu dritt im Auto. Ein Polizist stieg aus und zettelte alle Autos ab, die auf den Schutzstreifen standen. Die anderen beiden blieben sitzen und fuhren in Schrittgeschwindigkeit nebenher (super Teamwork!) oder warteten kurz im Auto neben den Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Sogar der Paketbote wurde ermahnt, dass er nicht zulang auf dem Schutzstreifen stehen darf.

    Der Abschnitt der Weidenalle ist fast fertig. Gestern wurde markiert. Das ganze sieht ähnlich wie das obere Schulterblatt / Eimsbütteler Chaussee nebenan aus. Hier der Kartenausschnitt. Es gibt schmale Schutzstreifen neben Parkstreifen und eine ebenfalls schmale Restfahrbahn:




    Ich habe nicht nachgemessen, aber in der erwähnten Eimsbütteler Chaussee sind es je 1,50 m Schutzstreifen und in der Mitte eine Restbreite der Fahrbahn von 4,50 m (pdf, s.S. 22). Meiner Meinung nach ist das alles viel zu schmal. Man erkennt das auch daran, dass normalbreite Autos schon die Schutzstreifen mitbenutzen, wenn sie sich begegnen. Wenn dann aber noch ein Fahrrad auf dem Schutzstreifen fährt, wird natürlich nicht gewartet, sondern auf Linie überholt und die Luft angehalten... Muss ja passen. Wenn einem aber ein kleiner Transporter entgegenkommt oder auf einmal eine Sprunginsel auftaucht, dann hofft man darauf, dass der Gegenverkehr auf den Schutzstreifen ausweicht, wo hoffenltich kein Fahrradfahrer unterwegs ist bzw. der Radfahrer anhält, schließlich wird an der Sprunginsel ja der Schutzstreifen unterbrochen... Wenigstens solche Spunginseln gibt es in der Weidenalle nicht.


    Um auch positives zu berichten: Die schmalen Radwege auf dem Hochboard sind weg, so dass genug Platz für Fußgänger und Außengastronomie ist.

    Außerdem kann man jetzt von der Weidenallee auf der Fahrbahn über die große Kreuzung der Christuskirche in den Weidenstieg Richtung Kaifu-Rafweg:



    Vorher sollte man da außenrum und hatte mindestens drei Ampel auf dem Weg zu beachten. Ich hoffe, in Gegenreichtung und vom Schanzenpark (Dänenweg) kommend gibt es ähnlich komfortable Lösungen.

    Bloß nicht RE 7 oder RE 70 fahren.

    Auch wenn Malte warnt, plane ich gerade eine Landpartie für Samstag. Dafür wollen wir morgens mit der Bahn zu dritt oder viert von Hamburg nach Wrist und abends von Nortorf zurück. Und das ganze natürlich mit Fahrrädern.

    Morgens fährt der Zug ja alle halbe Stunde und immer direkt, so dass das keine zu großen Probleme geben sollte. Abends gibt es um 20:12 ne Direktverbindung und um 22:12 eine mit Umstieg in Neumünster.


    Wie sieht es denn bis auf die vielen Verspätungen generell mit der Fahrradmitnahme aus? Ist das Risiko hoch, dass die Mehrzweckabteile voll sind und man mit Fahrrädern nicht mehr in den Zug kommt oder vom Schaffner wieder rausgeschmissen wird?

    Das erklärt, wie man einen LKW auf dieser Straße nicht bemerken kann. Hatte mich nach Lektüre des Mopo Artikels schon gewundert...

    Dieses Mal fuhr offenbar der Radfahrer bei rotem Licht von der Bellealliancestraße nach rechts rum in die Weidenallee und wurde dabei von einem Lastkraftwagen gerammt. Das ist auch eine absolut selten blöde Idee, auch wenn an dieser Kreuzung an der Christuskirche tatsächlich alle so fahren wie sie wollen, gerade jetzt in Hinblick auf die Baustellen in der Weidenallee und im Weidenstieg.

    Kann mir kaum vorstellen, dass er aus der Bellealliancestraße auf der Fahrbahn nach rechts in die Weidenallee abgebogen ist, da fahren eigentlich alle abkürzend über den Radweg und dann ist gerade auch noch Baustelle, so dass man auf der Fahrbahn gar nicht in die Weidenallee einfahren kann.

    Er wollte wohl in den Weidenstieg und hat (wie eigentlich auch alle) die Abkürzung an der U-Bahn Haltestelle vorbei genommen, da kommt man ohne Absteigen nicht legal hin. Legal fahrend muss man an fünf Ampeln warten... Aber auch hier kann ein LKW meines Erachtens nur von links kommen, wenn der Radfahrer ohne zu Gucken die mehrspurige Fruchtallee kreuzt.

    Aber wer wo gefahren ist, ist ja auch nebenächlich denn:

    Der Fahrradfahrer war ohne Helm unterwegs.


    Zum Glück ist er wohl nicht allzu schwer verletzt.

    Am Ende des Artikels wird noch erwähnt, daß in Hamburg 44 automatische Fahrradzähler installiert werden sollen. Hatte ich bisher gar nicht mitbekommen. Offensichtlich gab es wohl bei den Behörden/dem Senat die gleichen Argumente gegen die Einmalzählungen, wie hier im Forum.

    Habe ich bisher auch nicht mitbekommen. In dem Artikel ist auch eine Karte verlinkt in der die Stellen markiert sind, an denen gemessen werden soll. Es werden wohl Säulen wie an der Gurlittinsel und "unsichtbare" Zähler. Besonders in den Bereichen Dammtor/Kennedybrücke und Elbbrücken wollen sie wohl heruasfinden, wo die meisten radeln. Hoffentlich werden die Daten auch veröffentlicht...

    Beim indirekten Linksabbiegen aus der Kieler Straße in die Stresemannstraße ist für Radfahrer allerdings gar kein gültiger Signalgeber zu erkennen. Radfahrer, die beim Umschalten des Signalgebers für Fußgänger losfahren, begehen einen Rotlichtverstoß, da der nicht einsehbare Signalgeber für den Fahrverkehr erst zwei Sekunden später auf grünes Licht umschaltet.


    Gerade bei vielen neugestalteten Kreuzungen mit den markierten Aufstellflächen für das indirekte Linksabbiegen hat man nur Sicht auf die Fußgängerampel. Ich frage mich, ob das beabsichtigt ist, da man wirklich davon ausgeht, dass sowieso alle Radfahrenden die Fußgängerampel beachten. Und wenn es doch mal zu Konflikten kommt, hat der Radfahrende trotzdem Schuld, da man laut StVO den querenden Verkehr beachten muss:

    Zitat von StVO §9

    (2) Wer mit dem Fahrrad nach links abbiegen will, braucht sich nicht einzuordnen, wenn die Fahrbahn hinter der Kreuzung oder Einmündung vom rechten Fahrbahnrand aus überquert werden soll. Beim Überqueren ist der Fahrzeugverkehr aus beiden Richtungen zu beachten. Wer über eine Radverkehrsführung abbiegt, muss dieser im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich folgen.

    Eine Kombistreuscheibe in der Fußgängerampel zusätzlich zur Fahrbahn- oder Fahrradampel wäre auch nicht sinnvoll, da man dann für den Geradausverkehr zwei verschiedene zu beachtende Ampeln hätte.

    Eine extra Ampel für indirekte Linksabbieger ist viellecht die einzige sichere am wenigsten verwirrende Lösung. Aber es gibt auch die Meinung, dass man eine extra aufgestellte Fahrradampel oder Kombistreuscheibe an der Fußgängerampel nicht beachten müsste, da rot anordnet vor der Kreuzung zu halten (§ 37 Abs. 2 Nr.1 StVO), man sich aber schon in der Kreuzung befindet...