Beiträge von Explosiv

    Nunja, wenn hinterher das eine oder andere Stück Plastik an dem heiligen Blechle fehlt oder lose ist oder das Blechle selber deformiert wurde, ist der Ärger groß.

    Ich finde da das System Berlin besser. Eigene Abschlepper für das Verkehrsunternehmen, die unverzüglich tätig werden. Da kann der Falschparker hinterher keinen Schadenersatz fordern, sondern muss den Geldbeutel aufmachen, um sein Fahrzeug auszulösen. Das hat erheblich mehr erzieherische Wirkung. Und dauert nicht so viel länger, wenn der Abschlepper auf Zack ist.

    Ich hatte die SKS Raceblades. Schön leicht, schnell zu befestigen und unauffällig beim Fahren. Haben also nicht gestört, geklappert oder sonst was.

    Konstruktionsbedingt sind die Schutzbleche nicht so wirkungsvoll wie die fest verbauten an anderen Rädern. Sie enden genau vor den Bremsen, was zu deren starker Verschmutzung führt. Wenn es stärker regnet oder man durch Pfützen fährt, treibt der Fahrtwind den Rückprall des Wassers an der Vorderradbremse an die Beine des Fahrers.

    Das Problem haben aber beide nachgefragten Systeme, da sie an der gleichen Stelle enden.

    Der Rest ist wohl Geschmacksache und eine Frage des Geldbeutels, wenn sie unterschiedlich viel kosten.

    Jedenfalls ist es besser, mit einem solchen Kompromiss unterwegs zu sein, als gänzlich ohne Schutzbleche.

    Ich denke mal, in meinem Auris 2 mit Pollenfilter und Aktivkohlefilter wird, regelmäßiger Austausch vorausgesetzt, von Feinstaub und Kohlenwasserstoffen nicht viel übrig bleiben im Innenraum. Wie weit auch NOx in der Aktivkohle hängenbleibt, kann ich aber nicht abschätzen.

    Das entspricht dem Bußgeld in Deutschland, das für das Parken von Autos auf Grünflächen verhängt wird. ("Während ein abgelaufener Parkschein durchschnittlich mit 10 bis 15 noch verhältnismäßig günstig ist, kostet das Parken auf Grünflächen gleich richtig Geld und schlägt mit einem 35 Euro Knöllchen zu Buche." http://parkaffe.de/falschparken-auf-gruenflaechen/ )

    Theoretisch.

    Praktisch kann man als Halter angeben, nicht selber dort geparkt zu haben und um eine Beschreibung des Fahrers bitten. Da man sich nicht mehr erinnern kann, wer in der Zeit der Fahrer war.

    Dann läuft das noch nicht mal in die Kostentragung des Halters- ca. 25 Euro- da nur die StVO, nicht aber die Grünflächensatzung eine Kostentragungspflicht des Halters kennt. Manche Gemeinden versuchen das zwar einzutreiben, aber wer bereit ist, damit bis zum Richter zu gehen, kommt kostenfrei aus der Sache raus.

    Würde man dagegen auf Grünflächen konsequent abschleppen, gäbe es das Problem schon lange nicht mehr.



    Die Zentrale Verkehrsüberwachung im Großraum Nürnberg ist nur für die Nürnberger Innenstadt zuständig (also Ring als Grenze). Alles andere ist Freiparken.

    So ist es fast überall. Der Ordnungsdienst hat seinen Überwachungsbereich, der fleißig bestreift wird. Alles was außerhalb liegt wird nicht etwa ab und zu bestreift, sondern gänzlich ignoriert.

    Für mich ist das ne Luftnummer zum Einschüchtern.

    Aber das Prozessrisiko bleibt nun mal. Ich kann gut reden, ich könnte mir das leisten. Und würd mir das nicht bieten lassen.

    Wenn das Geld knapp ist, einfach gar nix tun. Ist sehr fraglich, ob der RA damit tatsächlich vor Gericht ziehen wird. Bilder zur Beweissicherung, die lediglich der zuständigen Behörde zugänglich gemacht werden, sind regelmäßig legal. Wie das mit dem Anzeigenportal aussieht, ob dort auch Behördenfremde Zugriff auf die Bilder haben, kann ich aber nicht beurteilen. Ich schicke meine Falschparkerbilder immer per Email an den Sachbearbeiter.

    Sehr schön auch die Verniedlichung des Schuldanteils des Autofahrers, der den Radler nicht etwa umgefahren hat, sondern lediglich touchiert.

    Und der Radler ist eben gestürzt, warum auch immer, und hatte keinen Helm auf. Tja, dann war das wohl Schicksal.

    Ich hoffe, der Staatsanwalt sieht das anders, befürchte aber, dass da nicht viel bei rumkommt. Besteht ja auch wenig öffentliches Interesse. Hier fehlt jetzt der kotzende Smilie.


    oder auch nicht....

    Ich kann jetzt nicht sehen, wo das von Dir verlinkte Urteil meiner Ansicht widerspricht. Anwesende Fußgänger werden gar nicht erst erwähnt. Da es um ein Urteil in einem konkreten Sachverhalt geht, ist davon auszugehen, dass gar keine Fußgänger anwesend waren, die zur Orientierung hätten verwendet werden können. Davon ausgehend würde das Urteil meine Ansicht eher stützen als widerlegen. Dass eben der Tacho nur ohne Fußgänger eine Rolle spielt.

    Und hier hat dankenswerter Weise das Gericht und die Staatsanwaltschaft Augenmaß bewiesen und die irrealen 15 auf 10 gedrückt. Was immer noch flott ist.

    Türlich, das wäre auch schön. Mein Tempomat schaltet sich leider unterhalb von Tempo 40 ab, wirklich lästig.

    Aber nicht jedes Fahrzeug hat Tempomat eingebaut.

    Dabei geht es unter anderem um das Lamentieren, dass ein Autotacho so geringe Geschwindigkeiten gar nicht richtig anzeigen würden und wenn doch, die Fahrzeugführer so darauf fixiert wären, diese Geschwindigkeit im Blick zu halten, dass sie andere Gefahren übersehen könnten.

    Daher das Konstrukt, dass es kein Problem ist, wenn Fußgänger da sind. Dann orientiert man sich an denen und bleibt dahinter.

    Oder es sind eben keine da, dann behindert oder gefährdet man erst mal keinen, und dann kommen erst Zahlen auf dem Tacho überhaupt zum Tragen. Und da kommt es eben drauf an, welchen Richter man erwischt.

    Aber richtiger wäre es schon, erstens eine definierte Höchtgeschwindigkeit dessen anzusetzen, was ohne Fußgänger zur Orientierung noch erlaubt ist, und zweitens, die Fahrzeughersteller dazu zu verdonnern, dafür taugliche Tachos einzubauen. Die Technik kann das schon lange, nur manche Designer nutzen das halt nicht aus.

    Das würde so laufen wie die Sperrlisten und Filter für Kipo, die man einrichten wollte. Natürlich sind die Sperrkriterien und Filterregeln dann geheim, damit die interessierte Kundschaft keine Hilfestellung für passende Suchbegriffe bekommt und die "Anbieter" von dem ungewollten Zeugs keine Anhaltspunkte, wie sie Sperren und Filter austricksen können.