Beiträge von Gerhart

    Trotzdem macht die Politik praktisch nichts. Das liegt aber nicht am Wirtschaftssystem, sondern an den Menschen, die es in der Mehrheit leider nicht wollen.

    Das Problem ist, dass wir in einer Demokratie leben. Und der Souverän wird massiv beeinflusst, so dass er Entscheidungen trifft, die für ihn selbst schlecht sind und nur einigen wenigen nützen. Das spiegelt sich dann in der Politik wieder, die dann einen CO2-Preis von 10€/t beschließt, um ja den Souverän nicht gegen sich aufzubringen.

    Einziger Lichtblick: Auf absehbare Zeit ist das nun die letzte Union+SPD-Regierung.

    Da werden diese Radpiktogramme mit Doppelpfeilspitze, "Sharrow", benutzt. Es gibt keine eigene Radspur, Radfahrer stellen sich zwischen den Autos auf.

    Wenn man sich an die Markierungen hält, ja. Aber ich würde wohl auf dem kleinen unmarkierten Streifen rechts an den KFZ vorbeifahren und mich ganz vorne an die Ampel stellen.

    Da frage ich mich gerade, warum dieser Streifen existiert; hab sowas noch nie gesehen. Verschwörungstheorie: Dient dazu, Verstöße durch Radfahrer zu generieren und die ahnden zu können.

    Dabei quere ich nur die Fahrbahn der Querstraße, die ist aber "eine ganz andere Straße" und nicht die Fahrbahn, zu der mein Radweg ein anderer Straßenteil wäre.


    Nehmen wir mal eine ganz andere Situation: EIne Fahrbahn (mit Fußweg als Nebenfläche) und ein Radwanderweg kreuzen sich. Es gibt keine Beschilderung. Aber Radfahrer die dem Radwanderweg folgen, müssen über einen abgesenkten Bordstein auf die Fahrbahn und auf der anderen Seite wieder hoch.

    Es ist doch ziemlich deutlich, dass der durchgehende Verkehr auf der Fahrbahn nach §10 Vorfahrt hat.

    CDU

    https://www.nahverkehrhamburg.…uer-eine-stadtbahn-13057/

    https://cduhamburg.de/files/up…-2020-der-CDU-Hamburg.pdf


    Nur kurz überflogen. Zu Rad- und Fußverkehr schreibt die CDU nichts. Ansonsten Ausbau von ÖPNV, Car Sharing und mehr Technologie (E-Autos, autonome Autos). Ansonsten Autopartei, aber weniger extrem als die FDP.



    Ich hab mir das Grünen-Programm noch nicht angeschaut, aber die wollen vermutlich auch mehr ÖPNV. Wenn sich alle Parteien einig sind, dann sollte es doch kein Problem sein, hier mal ordentlich ranzuklotzen?

    Der Radverkehr, der da parallel zum Zebrastreifen entlang geführt wird, ist im Grunde genommen Verkehr auf der Vorfahrtsstraße und daher vorrangberechtigt.

    Aus Sicht der rechts Abbiegenden steht kein [Zeichen 205]. Aus Sicht der Rad Fahrenden gibt es auch keine Beschilderung. Rad Fahrende fahren sogar noch über einen abgesenkten Bordstein auf die Fahrbahn, wenn sie den Rechtsabbieger queren.

    Nach welcher Regel sollten rechts Abbiegende denn wartepflichtig sein?!


    Nach meinem Verständnis gilt das [Zeichen 306] also nur bis zur Querung der Hauptfahrbahn, bei der Querung des Rechtsabbiegers gilt §10.


    Es wäre auch in dem Bereich wo ein benutzungspflichtiger gemeinsamer Fuß- und Radweg markiert ist nach aktueller Rechtslage nicht erlaubt.


    Wenn meine obige Interpretation stimmt und der Radfahrer gegenüber einem Rechtsabbieger wartepflichtig ist, nimmt er nicht an den Regeln der Vorfahrtsstraße Teil. Und dann ist der Radweg (zumindest ein Stück davon) nicht straßenbegleitend, Radfahrer können also auf der Fahrbahn fahren wenn sie wollen.


    Idealerweise würden die Behörden nachbessern und die Vorfahrt eindeutig regeln. Oder die Kreuzung besser nochmal umbauen. Wie wäre es mit einem [Zeihen 215]? :P

    FDP
    https://www.fdphamburg.de/wp-c…Crgerschaftswahl-2020.pdf


    Gefordert werden Ausbau des ÖPNVs und speziell des Schienennetzes (U2 in beide Richtungen verlängern, U4 nach Süden, S-Bahn-Tunnel bei Altona, U5 über UKE+Siemerskreuzung,Arenen, usw.).


    Für den Autoverkehr möchte man mehr Umgehungsstraßen und (möglichst kostenfreie) Parkhäuser und Tiefgaragen haben. Fahrverbote, T30 auf Hauptstraßen und autofreie Zonen werden abgelehnt, Parkplätze dürften nicht weiter vernichtet werden. Bei der Parkplatzsuche setzt man auf Digitalisierung. Carsharing soll auch in den Außenbezirken gestärkt werden.


    Radverkehr ist für die FDP ein Verkehrsmittel auf der Kurzstrecke; dafür brauche man magenta angemalte geschützte Radwege zwischen Parkstreifen und Fußwegen. In Nebenstraßen sind auch Fahrradstraßen in Ordnung. Der Radverkehr solle möglichst außerhalb der Hauptverkehrsstraßen fahren, um Nutzungskonkurrenz mit dem MIV zu vermeiden. Schutz- und Radfahrstreifen werden abgelehnt, stattdessen verschwenkte Radwege an Kreuzungen. Abbiegeunfälle durch LKW sollen insbesondere mit Aufklärung der anderen Verkehrsteilnehmer vermieden werden, aber auch mit Technik.


    Für den Fußverkehr sollen die Fußwege vor Altenheimen, Schulen und Kitas besser instand gehalten werden.

    Kann ich dem Artikel so nicht entnehmen, aber natürlich möglich. Kennst Du die Stelle?

    Nach meiner Erinnerung steht das 1022-10 alleine.

    Vorher war da eine beidseitige RWBP angeordnet. Ich frag mich, warum die dort auf dem schmalen Weg mit dem Rad fahren wollen...

    auf der Fahrbahn daneben ist für LKW übrigens T30 angeordnet. Und soviel Verkehr gibt's da insgesamt auch nicht.

    Bisher hatte ich gehofft, dass eine nötige Notbremsung als Gefährdung gilt. Ist aber offensichtlich nicht so. Wenn ich also hin höchster Not durch eine Notbremsung den Unfall verhindere, kommt die Gegenseite mit einer einfachen Behinderung davon :-(

    Gefährdungen sind Beinahe-Unfälle. "Auto parkt auf Radweg" ist damit in aller Regel nur eine Behinderung.

    Aber eine geglückte Notbremsung (d.h. eine normale reichte nicht mehr) sollte eigentlich als Gefährdung zählen.

    Die Quintessenz des Artikels stimmt aber: Gefährdungen und Sachbeschädigungen nach dem neuen Bußgeldkatalog werden eher nicht verhängt werden.


    Und dass Polizisten erst einen Radfahrer für eine Behinderung sehen müssen, ist auch ok. Denn nicht nur Polizisten schreiben Anzeigen ;-)

    Heute in der Hammer Straße, Unterführung unter der Bahnstrecke:

    Ich war zu Fuß unterwegs, um mir den Baufortschritt anzuschauen. Zu Fuß kommt man da schon längs. Mit dem KFZ vielleicht ab Dienstag, aber nur eine Spur. Radfahren ist derzeit verboten, aber technisch gesehen möglich.

    Ein Radfahrer fährt mit recht hohem Tempo (so 20-30 km/h) aus Richtung Kreisel kommend in die Unterführung runter, ihm entgegen kommt ne Famiie (?) mit zwei Hunden. Klingelt wie wild, macht kaum Anstände zu bremsen. Die Menschen können gerade noch zur Seite springen; einer der Hunde nicht und wird breitseits erwischt. Ist hoffentlich nicht weiter beschädigt.

    Der Radfahrer geht selbst noch zu Boden (unverletzt) und pöbelt dann noch rum, er habe doch geklingelt usw.

    Ich habe dazu geraten die Polizei zu rufen, aber das wollten die Unfallopfer nicht.

    Der Unfallverursacher hat mich dann noch angepöbelt wer ich sei und was ich von ihm wolle. Meinte dann auch nur, ich sei hier Zeuge. Der Typ hat dann sauer seinen Weg fortgesetzt.

    Aber ja, es bräuchte wirklich eine ernsthafte Radfahrer-Vertretung. Ich sehe da aber keinen, der am Aufbau einer Alternative zum ADFC ein ernsthaftes Interesse hätte.


    Ich hätte Interesse daran, und ich denke einige andere hier im Forum und sonstwo auch. Mir fehlt aber schlichtweg die Zeit dazu, das selbst zu machen.

    Mit Klagen zum Thema Radverkehr kannste halt kein Geld verdienen.


    Nur ist so ein Anwalt [...] schweineteuer


    Ich sehe da einen kleinen Widerspruch in deinen Aussagen ;-)


    Aber natürlich stimmt es; aus Sicht des Klägers ist auch ein Anwalt nach RVG teuer. Aus Sicht des Anwalts ist die Gebühr nach RVG so niedrig, dass sich das kaum lohnt, der Anwalt also nur sehr wenig Zeit in so ein Verfahren investiert. Ergo bekommt man in unserem System keine qualitative Rechtsvertretung, wenn man's nicht zahlen kann/will.


    Eine Lösung innerhalb des kapitalistischen Systems: Klageverein gründen. An Vereinen wie der Deutschen Umwelthilfe e.V. sieht man, dass das funktionieren kann.

    Wie kam es denn trotzdem zu den 3600 Euro?

    "

    Ist die Klage bereits erhoben, so kann das Gericht mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das Verfahren vorläufig einstellen und zugleich dem Angeschuldigten die in Absatz 1 Satz 1 und 2 bezeichneten Auflagen und Weisungen erteilen."


    Ich stelle mir das so vor: "Wir haben keinen Bock mehr auf den Affenzirkus hier. Zahlen Sie 3600€ und wir können alle nach Hause gehen. Oder wir machen weiter und fällen irgendwann ein Urteil, das sonstwie ausfallen könnte -- OK, zahl ich halt."