Beiträge von timovic

    Die Nummer da in Konstanz - wow. Das war doch eine angemeldete Demonstration. Wie kann da die StVO interessieren? Und weshalb werden irgendwelche Auflagen erst unmittelbar vor Beginn bzw. während des Beginns kundgetan? Und welche Polizei macht sich da zum Organ einer offenbar angepissten Verwaltung? Da krieg ich echt Blutdruck.

    Ich schaue mir zur Entspannung ganz gerne mal ein paar Folgen "Eisenbahnromantik" an. Das Nebenbahnsterben begann nicht erst in Vorbereitung auf die Privatisierung der Bundesbahn. Bereits lange vorher schrieb die DB tiefrote Zahlen und im Gegensatz zur Straße konnte und kann man das ja bei der Bahn auch leicht nachrechnen. Gleise müssen Geld verdienen, Straßen nicht bzw. in den allermeisten Fällen (insb. bei unwichtigen Kreisstraßen) weiß man vermutlich gar nicht so genau, wie der betriebs- und volkswirtschaftliche Nutzen oder Schaden aussieht.

    Mal ein Beispiel, an das ich mich erinnere. Es ging um eine Nebenbahn im Schwäbischen. Die darauf fahrende Schienenbuslinie wurde (in den 60ern) eingestellt, weil unwirtschaftlich, ersetzt werden sollte sie durch einen Bahnbus. Blöderweise war die zu nutzende Straße quasi einspurig und musste hierfür erst ausgebaut werden. Und diese Ausbaukosten laufen dann eben nicht über die Bücher der DB. Auch Wartung und Reparatur laufen nicht über die DB. Win-Win für DB.

    Ähnlich beim Güterverkehr. Das Zeug mit Schenker zu transportieren ist einfach billiger.

    Sicher? Dafür hat man doch einen Bauleiter, damit der sich um sowas kümmert. Ein Bauleiter ist jedenfalls kein Vorarbeiter, eher ein Architekt.

    Das ist nur im Innenverhältnis relevant. Für einen Fremdschaden haftet erst einmal der Bauherr. Deshalb ist z.B. eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ziemlich wichtig.

    Ähhhh...und die Polizei ermittelt wegen Unfallflucht? Unfall - Substantiv, maskulin - den normalen Ablauf von etwas plötzlich unterbrechender Vorfall, ungewolltes Ereignis.

    Mit einem Transporter in Menschenmengen fahren gilt anderswo als Terroranschlag.

    Wobei die Formulierung schon ganz schöner Kappes ist, wenn gleich im nächsten Satz steht, dass sie abnehmbar sein dürfen. Kommt die Polizei dann mit zu mir nach Hause, um die Einsatzbereitschaft meiner Akkulampen zu prüfen?

    Ja, an Kfz darf ich aber auch keine Akku-Stecklichter klemmen, die ich zudem nicht einmal mehr dabei haben muss, wenn ich nicht in entsprechenden Situationen mit dem Rad fahre. Mit der Sichtweise oben kann ich ja auch verwarnt werden, wenn ich mit zugelassener Akkubeleuchtung nachts unterwegs bin, am Rad jedoch auch ein alter Dynamo klemmt (wie das an vielen Bahnhofsrädern der Fall ist).

    Die Polizei Heinsberg twitterte heute über eine Verkehrskontrolle. Im Fokus lagen Radfahrer und deren Verhalten bzw. das Verhalten anderer gegenüber Radfahrern. Der verlinkte Artikel benennt dann die Vergehen im Einzelnen, stutzig gemacht hat mich die hohe Zahl an Verwarnungen für defekte oder fehlende Beleuchtungseinrichtungen, da die Kontrolle ausschließlich tagsüber stattfand.


    Ich antwortete dann etwas launig, wie das sein kann, wo man doch tagsüber gar keine Mitführpflicht für Beleuchtungseinrichtungen hat.

    Die Antwort halte ich rechtlich für reichlich dünn und erinnert an die Aussagen von TÜV-Prüfern.


    Wie seht ihr das?

    Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Zebrastreifen von vielen Kraftfahrern ignoriert werden und daher eine Gefahrenquelle sind. War afaik sogar die Aussage eines Polizisten.

    Und das eigene Wahlprogramm in den allwöchentlichen Talkshows breitzutreten (und gleichzeitig den politischen Gegner abzuwatschen) ist keine Wahlwerbung? So dröge Gestalten wie AKK haben jede Woche Gelegenheit, sich im TV zu präsentieren und damit auch ihre Vorstellung von Politik. Ich habe auch kein Problem damit, wie will man denn auch sonst den Wähler erreichen? Mit zig Seiten PDF oder Wurfsendungen sicher nicht.

    Die ganze Ecke ist eine einzige Katastrophe. Wie schlimm der freie Rechtsabbieger ist, war mir bisher noch gar nicht aufgefallen, weil ich normalerweise aus einer anderen Richtung komme. Aber auch hier gibt es einen benutzungspflichtigen Radweg, der quasi nicht regelkonform befahrbar ist. Wie soll man da um die Ecke kommen, ohne den Luftraum über dem Gehweg zu verletzen?

    Da bin ich einmal lang, dann zum Glück nie wieder. Schön auch die gemütliche Bank im Gebüsch. Aber naja, die gesamte Marsstraße soll ja neu aufgeteilt werden, die aufgepinselten Fake-Radwege sind nun wohl auch der Stadt peinlich.

    Nein zum links abbiegen fährt man rechts und wartet dort, wo die verpixelte grüne Person steht auf die Querampel. Längs der Isar gibt es auf dieser Seite einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsradweg, der sogar vergleichsweise breit ist. Trotzdem reicht er inzwischen für die Menge des auftretenden Radverkehrs nicht mehr aus.

    Hier die Strecke im Film. Bei Minute 2 ist die Unfallkreuzung zu sehen.

    Das kleine 205er ist für die indirekten links abbiegenden Radfahrer eine Wiederholung des "großen" 205ers. Im Luftbild versteht man die Situation besser. Typische Murksecke, in der Radverkehr nachträglich irgendwie hingebastelt wurde, ohne dass es Geld kosten durfte. Ähnlich beschissen sind sämtliche anderen Kreuzungen entlang der Isar gestaltet. Alles viel zu eng, unübersichtlich, unlogisch und auf den Flächen stattfindend, die der Kraftverkehr übrig ließ.



    /eine Weiche würde da kaum funktionieren, weil Busse und Taxis dort wie Radfahrer geradeaus fahren dürfen. Luftbild

    Das Problem hier ist ja eher, dass "unsere" Blauschilder" kontextabhängig eine andere Bedeutung haben. Steht ein Lollie an einem unabhängigen Weg, so zeigt er an, dass dort nur Radverkehr bzw. Geh- und Radverkehr zulässig ist. Steht er jedoch an einem straßenbegleitenden Weg drückt er eine Benutzungspflicht für einen Sonderweg aus.

    Naja, eine Fahrradstraße kann sich ja IN einer T30-Zone befinden. Nun kann man umständlich die Zone an jeder Kreuzung mit der Fahrradstraße aufheben oder man lässt es einfach. Es entstehen durch die "doppelte" Beschilderung ja keine gegensätzlichen Regelungen.


    /mit dem Beibehalten von T30-Zone und Fahrradstraße gibt es im Regelfall sogar deutlich weniger Schilder.

    Ein solcher Vorwegweiser für den Radverkehr gibt es auch in Fürstenfeldbruck, Kreuzung Oskar-von-Miller-Straße/Bahnhofstraße. Dort wird der Radverkehr auf dem Foto in Blickrichtung rechts mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] herangeführt. Hinter der Kreuzung geht es dann links zunächst mit [Zeichen 240] weiter, um sich dann nach zehn Metern in [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] zu verwandeln. Trotzdem will man den Radverkehr von der Fahrbahn fernhalten und hofft, dass so die Radfahrer die Beschilderung befolgen. Zumindest den Vorwegweiser. Ob dann tatsächlich nur in Schrittgeschwindigkeit balanciert wird, interessiert sowieso niemanden.


    Anstelle des Wegweisers hing da aber mal ein 240er, oder hab ich das falsch in Erinnerung?