Beiträge von zud_ritt

    Ich kenne insbesondere die Ostroute recht gut. Das ist 1) so ziemlich der direkteste Weg den es gibt, 2) scheinen das sinnvolle Anpassungen an den Straßen zu sein.


    Der Friedrichshulder Weg fühlt sich eh seit eh und je wie eine Fahrradstraße an, da wird sich nicht viel ändern. Bin gespannt, wie das dann weiter über Halstenbek geführt wird, da kann man den ja nicht mehr an der Bahnlinie entlangführen (zumindest nicht, ohne komplett neue Wege zu schaffen).


    Kleine Anektdote am Rande zum Friedrichshulder Weg: Ich habe mal auf dem Weg von der Arbeit einen ca. zwei Meter hohen Gebüschbrand gelöscht, den offensichtlich Kinder angezündet und dann nicht mehr kontrollieren konnten. Eine Trinkflasche & sehr sehr großer Blasendruck sei Dank!


    Edit:


    Habe nochmal nachgeschaut und laut ADFC Pinneberg soll es auf der Strecke im SH-Gebiet nur zwei Ampeln geben: Ahrenloher Straße in Tornesch und die Dockenhudener Chaussee in Halstenbek. Dementsprechend würde die Strecke in Halstenbek westlich der S-Bahn verlaufen: Am Bahndamm -- Holstenstraße -- Neuer Luruper Weg -- Friedrichshulder Weg (Diese ganzen Namensdoppelungen!)

    aber ist dieses Freigabe der Priorisierung ab dem 7. Juni jetzt ernsthaft die Konsequenz aus dem „Impfangebot für alle“?

    Nein, das ist eine Konsequenz daraus, dass es insgesamt nur vier Prioritäts-Gruppen gibt und vermutlich in drei Wochen fast alle aus Prio 1-3 die wollen einen Termin bekommen (der Termin kann natürlich nach dem 7.6. liegen). Also müssen logischerweise dann Leute aus Prio 4 in die Terminvergabe. Berechnungsgrundlage: 37% haben Erstimpfung, ca 50% haben Prio 1-3, also noch 13% der Bevölkerung in drei Wochen. Selbst wenn es noch 20% sein sollten, ist das 800k pro Tag, was nur minimal über dem aktuellen 7-Tage-Schnitt von 680k/T liegt.


    Die Länder können auch da weiter unterteilen (wie Hamburg das z.B. in Prio 3 macht), aber da müsste man dann objektivizierbare (und überprüfbare) Kriterien finden.


    "Vollständig geimpft" bedeutet: zweite Impfung erhalten, du schiebst also das Ziel fälschlicherweise zwei Wochen vor.


    Ansonsten: Ja, die Infrastruktur ist 1) sehr unterschiedlich und 2) bevorteilt sie technisch versierte Leute. Eine Bekannte in SH (Ü80 mit relevanten Vorerkrankungen) hat jetzt erst AZ vom Arzt bekommen, weil der sie angerufen hat. Hätte schon seit Januar einen Impftermin haben können, aber es fehlen die Verwandten die sich kümmern. Ich habe Freitag einen Rückläufer-Termin für Samstag gebucht bekommen, weil ich mir Javascript schreiben konnte, dass das wiederholte Klicken auf der Hamburger Seite automatisiert hat. Meine Eltern haben gestern beide die SH-Impflotterie gewonnen und können jetzt jeweils quer durchs Land fahren (unterschiedliche Tage & unterschiedliche Orte), weil man in der Schnelle einfach irgendein Zentrum anklickt.


    In Hamburg wird Biontech übrigens aktuell mit 6-Wochen-Abstand verimpft, was ich sehr begrüße. Dadurch bekommen früher mehr Leute eine erste Immunität. Initial war Biontech mit drei Wochen ins Rennen gegangen.

    Wir waren mit LOLA, dem LOkstedter LAstenrad im Niendorfer Gehege unterwegs. Aktuell befindet es sich noch in einer internen Testphase und wird hoffentlich bald für alle kostenlos ausleihbar sein. Fährt sich schon echt geil und man kann erstaunlich gut querfeldein fahren. Kind(er) vorne rein und ab geht es!


    Wen es interessiert: Bullitt in Clockwork Orange, rad drei Box, Alfine 11-Gang, schnellverstellbarer Lenker&Sattel, racktime Gepäckträger, TRP hydraulische Scheibenbremsen, Shutter Precision Dynamo, monsterschweres Schloss.


    Ich hoffe, dass es viele ausprobieren & nutzen werden.

    Nur so halb Rad-Infrastruktur, aber das ist mal eine sehr gelungene Umbaumaßnahme: In einer T-30-Zone (Lohkoppelweg) wurde der Kurvenradius *drastisch* angepasst und schon hat man fast 100qm mehr Fläche. Diese wird genutzt für 5 Fahrradbügel, zwei Grünflächen und eine Bank sowie einfach Freifläche. Warum ist das für mich Radinfrastruktur? Neben den Bügeln auch weil ich da immer mal wieder Kind auf dem Gehweg begleitet habe und davor einfach schrecklich war: keine Sichtbeziehung, ca. 15 meter Fahrbahn überqueren (WTF) Kurvenradius für schnelles Abbiegen optimiert.


    Den Zustand davor kann man sich bei Google Streetview ansehen (wo noch sehr wenige Autos parkten -- die letzten Jahre war es komplett voll)

    Ich hatte weiter oben die Primärquelle dazu zitiert und verlinkt. Im Zeit-Artikel wird das als "Unserer Forschung nach hat die Ausgangssperre die Zahlen
    sogar nach oben getrieben" zitiert, das bezieht sich aber auf die zusätzliche Ausgangssperre ab 18 Uhr, nicht auf Ausgangssperre versus Nichtausgangssperre. Insgesamt haben sie noch immer einen positiven Effekt gefunden, aber schon ab 18 Uhr Ausgangsperre führt halt zu einem geringerem positiven Effekt.


    N.B.: Das bedeutet alles nicht, dass ich Ausgangssperren gut finde -- für uns mit Kind zu Hause & 2x Vollzeit Arbeit können wir realistisch erst nach acht überhaupt in Ruhe raus um eine Pause zu haben.

    Schaut man sich solche Untersuchungen aber an, beobachtet man keinen großen Effekt von Ausgangssperren

    RND zitiert da eine Studie, die sich Daten von Anfang 2020 anschaut -- und zu dem Schluss kommt, dass schon die freiwillige Reduktion der Mobilität den Effekt erreicht und die Ausgangssperren damals keinen Mehrwehrt gebracht haben. Das Problem ist, dass wir aktuell eine deutlich höhere Mobilität als am Anfang der Pandemie haben (Siehe z.B. PM statistisches Bundesamt). Das heißt, der in der Studie gefundene Effekt (welcher Ausgangssperren effektlos macht) existiert aktuell (leider!) nicht mehr.


    Studien zu aktuellen Daten (d.h. zweite Welle) kommen zu einem anderen Ergebnis:

    Finally, we find that a stricter mask-wearing policy (mandatory in most or all shared/publicspaces) and a night time curfew had moderate, but statistically significant effects [12%, 95%CI:7-17%] and [13%, 6-20%]).

    D.h. der Effekt einer nächtlichen Ausgangssperre wird mit 13% geschätzt, mit einem Konfidenzintervall von 6 bis 20%.


    Andererseits kann eine zu frühe Ausgangssperre auch negative Effekte haben: So wurde eine Ausgangssperre ab 18 Uhr statt 20 Uhr als dem Virus hilfreich angesehen:

    The circulation of the virus among Toulouse inhabitants was reduced by 38% by the 8 pm curfew [...] The nation-wide 6 p.m curfew stating on January 16, 2021 provided the second data set for Toulouse (January 20–24, 2021). The real increase in positive PCR tests was above 10%, which was even greater than that predicted by the model after an 8 p.m curfew. The corresponding constraint was therefore 35%

    D.h. hier verringerte sich die lokale Effektivität von 38 auf 35% durch das Verlängern der Ausgangssperre. (Modulo 1 Prozentpunkt Abweichung, die im Artikel beschrieben wird, aber ich muss jetzt ins Bett)

    Das ist zwar einerseits richtig, andererseits ist es aber bei allen anderen Punkten von Selbstgefährdung auch so.

    Der relevante Punkt, den du geflissentlich übergangen bist, ist bei unbeteiligten Dritten und das ist nicht gesellschaftlich akzeptiert. Wenn du im Erwartungswert dafür verantwortlich bist, dass andere 1) Lebensqualität einbüßen und 2) teuer behandelt werden müssen, kannst du keinen Analogschluss zu z.B. Extremsportarten ziehen, bei denen du dich nur selbst gefährdest und die Behandlungskosten auch nur im Extremfall eintreten. Und wann hast du dich das letzte mal mit Fettleibigkeit angesteckt?


    Also: Autorennen auf abgesperrter Strecke: okay. Autorennen in Innenstadt: nicht okay -- auch da könnte man ja argumentieren, dass Leute die nicht umgefahren werden wollen ja einfach ihr Verhalten anpassen können (probiere das mal hier in einer anderen Diskussion und schau wie sozial akzeptiert das ist).

    Ich gehe Party machen, infiziere mich durch Leichtsinn und muss in der Folge ins Krankenhaus. Für mich besteht zwar ein Risiko länger anhaltender Gesundheitsschäden, es hat aber kein Dritter darunter zu leiden.

    Das gülte so nur, wenn du garantieren könntest, niemanden anzustecken (und das geht aufgrund der asymptomatischen Übertragung nicht). Sobald du mindestens eine Person ansteckst bist du für diese und die Folgeansteckungen verantwortlich -- bei einem R-Wert von über 1 können das ganz schön viele sein.


    Zusätzlich kostet eine stationäre Behandlung im Schnitt über 10.000€ -- diese Kosten der Entscheidung werden ebenfalls nicht individuell sondern von der Gesellschaft übernommen. D.h. du kannst sehr schnell für Behandlungskosten im sechsstelligen Bereich und vermeidbares Leid bei unbeteiligten Dritten verantwortlich sein, inklusive Langzeitfolgen.


    Und für die Arbeit schicke ich jetzt eine Mail an einen Kollegen, der aktuell immer in Cafés arbeitet weil man da so gemütlich Kaffee trinken kann ;(


    [Edit: im letzten Satz vergessen zu schreiben, dass der Kollege in Australien lebt ...]

    Wir haben in Stade seit dem 18.02. das erste Lastenrad am Start und das war bislang erst an zwei Tagen nicht gebucht.

    Für LoLa wurden insgesamt 4500€ an Spenden gesammelt und das hat ein bisschen gedauert. Aktuell wird die Versicherung finalisiert und dann kann es initial losgehen.


    Das Rad fährt sich übrigens sehr gut. Wir haben uns für ein Bullitt mit rad3 box entschieden; fährt sich deutlich agiler als ein Backfiets und die Verstellmöglichkeiten (Lenker & Sattel) sind für wechselnde Fahrer:innen ideal. Wer schon das Oskar gefahren ist: LoLa hat ziemlich identische Ausstattung.


    Organisiert hat das ganze primär Sebastian Dorsch im Rahmen der Zukunftswerkstatt Lokstedt.

    Nach welchem Rechenmodell sind diese Kurven entstanden? Bzw. Falls die nicht von dir selbst erstellt sind: Wo kommen die her?

    Das sind einfach zwei Exponentialkurven Jeweils mit passenden Initialwerten (die aber für das generelle Geschehen irrelevant sind). Blau ist ca. f(x) = 1000*0.85^x, gelb ist g(x) = 1*1,15^x, rot ist die Summe h(x) = f(x) + g(x). Wie gesagt: Initialwerte kann man da beliebig ändern, die Grundaussage ist immer die gleiche: bei exponentiellem Wachstum ist ein Exponent >1 schlecht für uns, wird aber aktuell durch den zweiten Verlauf mit Exponent<1 gerade unsichtbar gemacht.


    /edit: Da war Yeti schneller als ich. Eine Ergänzung: "Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, muss der R-Wert insgesamt unter 1 liegen" -> er muss *jeweils* unter 1 liegen; aktuell liegt er ja im Durchschnitt drunter, aber das nützt auf lange Sicht nichts.

    "Die Kinder sind schon nach 10 Minuten nicht mehr aufmerksam" -> Glaubt sie, dass es alleine zu hause besser ist?

    Es ist aber tatsächlich ein Unterschied. Wir haben einen wöchentlichen Logopädie-Termin bei den wir mal per Video und mal vor Ort gemacht haben. Obwohl es da eine 1-zu-1-Betreuung gibt, funktioniert Video einfach nicht. Es funktioniert nicht schlechter, es funktioniert gar nicht. Gleiche Person auf der anderen Seite, Unterstützung von mir im Video-Fall und trotzdem mussten wir die Video-Versuche abbrechen. Vor Ort wird fleißig mitgearbeitet, per Video unter dem Tisch versteckt. Wir können Aufgaben zu Hause machen, Aufgaben vor Ort funktionieren, Video funktioniert nicht. Sicherlich funktioniert es bei anderen Kindern besser, aber wenn man eine ganze Klasse hat, sind auch Kinder dabei, die sich schwerer als der Durchschnitt tun.

    Nein, "die Wissenschaft" ist sich da auch alles andere als einig, wie die Pandemie zu bremsen ist.

    Die Leopoldina spricht sich in ihrer Empfehlungen (https://www.leopoldina.org/upl…orona_Feiertage_final.pdf) für die Notwendigkeit eines Lockdowns aus. Dieses Papier ist allerdings auch lediglich ein Positionspapier, keine wissenschaftliche Publikation. Die Evidenz ist allerdings recht dünn. es wird die Wirksamkeit eines härteren Lockdowns nur am Beispiel Irlands gezeigt. Wobei diese Daten auch noch in etwas fragwürdiger Weise präsentiert werden, da nicht berücksichtigt wird, das man die Infektionskurve eigentlich um ca. 10 Tage (Infektion bis Meldung) verschieben müsste.


    Andererseits gibt es eine (peer reviewte) Publikation (https://doi.org/10.1111/eci.13484), die aus dem Vergleich verschiedener Länder in der ersten Welle eine kaum signifikante Wirkung eines harten Lockdowns gegenüber milderen Maßnahmen feststellt.


    Ok, da geht ein bisschen was durcheinander. 1) Die Empfehlungen der Leopoldina sind keine wissenschaftliche Veröffentlichung, was aber nichts negatives ist. Es ist nicht einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, Handlungsempfehlungen zu geben. Wenn sich jetzt die nationale Akademie der Wissenschaften zusammensetzt und Handlungsempfehlungen schreibt, hat man sowohl breite als auch tiefe Expertise.


    Andersrum heißt peer review nicht, dass die Inhalte eines Artikels unanfechtbar wären. 1) Peer review ist dazu da, unter gleichen gegenseitig zu schauen, dass in Journals und auf Konferenzen kein Müll veröffentlicht wird, es ist die Hürde, um in den Diskurs *einzusteigen* und sagt quasi aus, dass der Inhalt gut genug ist, um danach innerhalb des wissenschaftlichen Diskurses kritisiert werden kann (oder auch einfach ignoriert, wenn es niemand interessant findet ...). Zudem ist die Latte die angelegt wird je nach Veröffentlichungsort (also Wenn jetzt *eine* Gruppe *eine* Publikation veröffentlicht hat, in der sie auf relativ oberflächliche Weise (mixed effects model gefitted) Handlungen über Ländergrenzen hinweg vergleicht (ohne darauf einzugehen, was in den Ländern tatsächlich passiert ist etc.) heißt das noch lange nicht, dass man keine Wirkung hat. Es heißt nur, dass mit dem in diesem Fall ziemlich stumpfen Element der mixed effects models und ihrem konkreten Ansatz kein Effekt gefunden worden konnte.


    Quelle: Ich schreibe regelmäßig an wissenschaftlichen Veröffentlichungen (die erfreulich oft erfolgreich durchs peer review kommen), reviewe regelmäßig Arbeiten anderer und habe Beiträge mit mixed effects models veröffentlicht.

    - In Asien kamen sie vor allem wegen Luftverschmutzung auf, die hatten wir hier zu der Zeit bereits gelöst

    - Asiaten zeigen ungerne Emotionen, da kommen ihnen die Masken gerade recht, während Masken bei uns die Kommunkation verschlechtern,

    Sorry, aber das ist einfach Käse.


    1) Das spielt wahrscheinlich auf Luftverschmutzung in China an, aber Asien ist viel größer. Japan z.B. hat Mask tragen wenn man krank ist schon lange und das hängt nicht mit Luftverschmutzung zusammen .


    2) basiert auf Vorurteilen (um ein harmloses Wort zu verwenden) -- Es werden sehr wohl Emotionen gezeigt (auch in der Öffentlichkeit). Z.B. wurde ich nach einem Restaurantbesuch sogar explizit per Umfrage danach gefragt, wie freundlich die Bedienung geschaut hätte -- da ist es stereotypsisch gesehen eher umgekehrt und man wünschte sich in Deutschland mehr Masken um Unmut zu verdecken.


    Es ist natürlich leichter sich einzureden dass alles nur eine Frage unterschiedlicher Kulturen sei als anzuerkennen dass im asiatischen Raum einfach besser und evidenzbasierter gehandelt wurde. Ich habe einige Kollegen hier in Deutschland aus dem asiatischem Raum und die waren schon fast entsetzt darüber, auf welchem Niveau hier über das Masketragen diskutiert wurde/wird.


    Zu der Wirksamkeit: Es gibt übrigens auch zum Zähneputzen & Zahnseide keine kontrollierten Studien und trotzdem haben wir keine Anti-Zahnseide-Fraktion die hier meint, man würde die Freiheit einschränken etc.pp. (Big Pharma will mit Zahnseide an unser Geld!!1) Das Ding mit Masken und Zahnseide ist einfach: Es gibt einen gut verstandenen physikalischen Wirkmechanismus und der Effekt ist schlüssig dargelegt.


    Ähnlich wie bei den Masken für Grippe / Schnupfen könnte man jetzt sagen "früher haben wir unsere Zähne auch nicht so gründlich geputzt und sind klargekommen" -- ja, früher haben auch die Leute dann im Alter reihenweise ihre Zähne verloren / Füllungen bekommen etc. Nur weil man früher etwas gutes nicht gemacht hat muss man ja nicht weiterhin darauf verzichten.




    Und zu dem ganzen Themenkomplex "Kinder werden durch Maske tragen belastet": Unser Kind ist noch nicht einmal 6 und trägt tatsächlich gerne Maske (und hat es sogar selbst verlangt), die Beeinträchtigung ist minimal. Bei Freunden tragen die Kinder in der ersten Klasse Maske und das funktioniert auch gut. Sich da jetzt hinzustellen und "aber die Kinder!" zu rufen ohne selbst eine Belastung (z.B. durch eigenes Kind) zu haben ist unredlich und die Zahlen zeigen sogar in sehr niedrigem Alter aktuell eine relevante Inzidenz -- siehe z.B. REACT-Studie (1REACT-1 round 7 updated report, Tabelle auf Seite 13).

    Ich wünsche mir schon lange einen vernünftigen Montageständer.

    Wir haben seit längerem den Feedback Sports Pro Elite Montageständer und das hat sich richtig gelohnt, insbesondere beim Radausbau (->Scheibenbremsbelagwechsel) unseres Tandems. Aber auch sonst möchte ich den nicht mehr missen. Typisches Gerät das man selten nutzt aber wenn man es nutzt freut man sich, dass alles einfach funktioniert.


    Das Tandem bocke ich damit einseitig auf (hat zu viel Hebel), normale Räder trägt er super so.

    Bei allen Bahnen, die ich benutzte, habe ich entsprechend der Vorschrift Mund und Nase zu bedecken, ein Schutzvisier aus Kunststoff benutzt.

    Das ist *kein* Mund-Nasen-Schutz und hat auch *nicht* die gleiche Schutzwirkung. Ein MNS ist dafür da, die Austrittsgeschwindigkeit der Luft zu reduzieren, eine Plastikfolie lenkt die Luft nur um. Im Gegensatz zu MNS hält eine Plastikfolie auch keine Tropfen zurück. Du hast ja schon das RKI dazu zitiert, auch andere stimmen dem zu:

    • A face shield is primarily used for eye protection for the person wearing it. At this time, it is not known what level of protection a face shield provides to people nearby from the spray of respiratory droplets from the wearer. There is currently not enough evidence to support the effectiveness of face shields for source control. Therefore, CDC does not currently recommend use of face shields as a substitute for masks.

    Du kannst die also *zusätzlich* zu einem MNS tragen, aber nicht stattdessen.


    Nur weil es keine Einwände gibt, heißt das nicht, dass das Nichttragen von MNS vertretbar wäre. Ich sehe auch regelmäßig Leute ohne MNS im ÖPNV und niemand spricht sie an. Und bei aller Liebe zu Bahnmitarbeitern, das sind keine Experten für Aerosoldispersion, genausowenig wie Herr Kekulé. Weder ist er vom Fach (nur weil man darüber geforscht hat wie bestimmte Viren in einem Organismus wirken heißt es nicht, dass man Ahnung davon hat, wie sie sich in der Luft verbreiten) noch veröffentlicht er aktuell überhaupt irgendetwas (die letzte Publikation die ich von ihm gefunden habe ist von 2017).


    Zusammenfassend: Bitte trage einen MNS.

    Ich habe jetzt schon mehrfach eine Aussage von Experten gehört, die mich verwirrt. Kann das jemand erklären?

    Die Aussage ist sinngemäß: "Aktuell liegt R bei 0,8. Jeder Infizierte steckt also 0,8 andere an. Wenn wir die scharfen Maßnahmen weiter aufrecht erhalten, sinkt R auf 0,2 oder tiefer."

    Ein Grund ist, dass die meisten Menschen noch Kontakte haben, aber zu wenigen Leuten. Es stecken sich zum Beispiel Personen im gleichen Haushalt an, aber irgendwann ist man lokal (d.h. im Haushalt) durch damit und die Repoduktionszahl sinkt weiter obwohl die Maßnahmen gleich bleiben.


    Zu der Maskenfrage: "Masks for all? The science says yes." gibt einen guten Überblick, ganz oben sind zwei wissenschaftliche Veröffentlichungen zu dieser Frage verlinkt. Die Erstautorin einer der Veröffentlichungen hat sich auf Twitter mit einigen Gegenargumenten befasst, die Ullie geschrieben hat:


    Externer Inhalt twitter.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Bevor ich jetzt das Laufrad wechsele: hat jemand eine Idee oder einen Tip?

    Davor würde ich erst einmal die Bremsbeläge vorne / hinten tauschen. Dann siehtst du, ob es an denen liegt & der Tausch ist bei den Magura ja trivial.

    Aber wie viele Menschen sind gestern gestorben, wie viele am 15.04.2019? Wie viele im Jahr davor? Sterben dieses Jahr besonders viele Menschen oder so viele wie sonst auch?


    Dazu Hat Karl Lauterbach zwei Grafiken getwittert, einmal New York und einmal UK. Die Unterschiede sind deutlich zu erkennen und lassen sich durch eine zufällige Schwankung nicht erklären:

    Zitat
    Einfacher und drastischer kann man es nicht darstellen, weshalb Covid-19 nicht mit einer schweren Grippe vergleichbar ist. pic.twitter.com/cuJEdrkm55
    — Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) April 13, 2020


    Zitat
    Oft wird argumentiert, Covid-19 würde man in der Gesamtsterblichkeit kaum bemerken. Das ist natürlich Unsinn, wie zB diese Graphik aus UK zeigt. Wenn in der nächsten Stufe bei der Lockerung Fehler gemacht werden hilft auch keine Beatmung. Auch mit Beatmung sterben zu viele. pic.twitter.com/DEccCKk5C0
    — Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) April 14, 2020