Beiträge von Julius

    Darf man als Reiter auf einem Fußweg eigentlich sein Pferd führen, ähnlich wie ein Radfahrer, der ja einen Fußweg benutzen darf, wenn er dabei das Rad schiebt? Oder muss ein Reiter grundsätzlich immer die Fahrbahn benutzen? Und was ist mit einem Radweg außerorts? Auf dem dürfen doch sogar Mofas fahren. Dürfen auch Reiter den benutzen?

    Nein. Ja. Nein.


    Interessiert nur leider keinen. Die Sch***e bleibt dann ja auch gleich da liegen. X/

    Angenommen, ich schubse im Museum jemanden, der stolpert und haut eine teures Ausstellungsstück vom Sockel. Ich haue unerkannt ab. Ist nun der Geschubste Schuld (weil "fahrlässig" gestolpert?) und muss den Schaden ersetzen ..!? Eher nicht.

    Natürlich. Gleicher Fall. Ersetze Hausverbot durch das Übertreten der Absperrung, die das versehentliche Umwerfen der Vase hätte verhindern sollen. Das kommt wohl der Benutzungspflichtverletzung nahe.

    Das Radweg-Geschwurbel ist die Zurückweisung der Äußerungen des Beklagten. Das kann man nicht weglassen. Das gehört in ein Urteil hinein.


    Wenn der Beklagte behauptet hat, dass Radwege nicht vor Unfällen im Längsverkehr und den daraus entstehenden Schäden schützen sollen/können, muss sogar ich als Radweggegner widersprechen. Unfallverhinderung im Längsverkehr ist so ziemlich die einzige positive Wirkung, die Radwege haben. Mit der Begründung werden sie doch überall dauernd gefordert.

    Hab ich ein anderes Urteil gelesen? Das Verhalten des mutmasslichen LKW wird doch garnicht im Urteil thematisiert.


    Hier geht es um Schadensersatz nach §823 Absatz 1 BGB. Da haftet man auch für Fahrlässigkeit. Und verklagt wird der Radfahrer. Der gegen eine Vorschrift verstoßen hat. Und der unmittelbar kausal einen Schaden verursacht hat. Sich dafür nicht ausreichend rechtfertigen kann. Und ein unmittelbar schädigendes Verhalten eines Dritten nicht beweisen kann. Dann wird man genau nach Klageantrag verurteilt. Da gibts keinen Rabatt.


    Das sieht unser BGB nunmal so vor, damit der völlig schuldlose Geschädigte seinen Schaden ersetzt bekommt.


    Der Standardfall, warum man eine Haftpflichtversicherung haben sollte.


    Für mein Rechtsempfinden ist das ganz fair, der unbeteiligte Geschädigte verdient den Schaden erst recht nicht.

    Die Schilder sind heilig, die dürfen nicht einfach entfernt oder versetzt werden. Da wurde offenbar sorgfältig drum herum gebaut.

    Da könntest du Recht haben. Anscheinend wurde nur die Bushaltestelle erneuert oder entfernt. Wenn die ausgeschriebenen Leistungen nur diesen Bereich umfassen, darf nichts sonst angefasst werden. Das Schild ist immerhin auch eine gültige polizeiliche Anweisung/Verwaltungsakt.


    Und wenn da steht "baue eine Aufleitung für einen Hochboardradweg", dann wird genau das gebaut. Und nur das. Selbst, wenn es einen solchen garnicht gibt oder jemals geben wird.


    Dieser Umbau wurde wohl aus dem ÖPNV-Budget bezahlt.

    Das ist in meiner Vorstellung auch nicht angenehm, sondern Stadtverkehr.


    Das Tempoproblem hat nichts mit dem toten Winkel zu tun.


    Ich bin innerorts übrigens ein Fan vierspuriger Straßen ohne Radweg. Da behindert man niemanden als Radfahrer, egal wie langsam man fährt.

    Die Lösung wäre, vor der Kreuzung das überholen baulich zu unterbinden. In beide Richtungen. Ist das Fahrrad vorne, muss der LKW langsam hinterherfahren. Ist der LKW vorne, muss der Radler langsam hinterherfahren.


    Dann entfällt jeglicher Konfliktpunkt zwischen den beiden Verkehren. Das setzt aber voraus, dass man nicht in Radwege separiert und dass man es aushalten muss, dass man bei der Verkehrsteilnahme manchmal andere Leute (LKW) legal behindert bzw. legal behindert wird (Radler). Das wollen aber irgendwie ein Großteil beider Lager niemals. Lieber wird endlos die Diskriminierung der jeweils anderen Seite gefordert.


    Wenn man meint, Fahrbahnen wegen Radfahrern verbreitern zu müssen (Schutzstreifen), importiert man sich nur wieder das alte Radwegproblem des "Durchdrängelns".

    Ich hab als konstruktive Beiträge mal ~20 wirklich problematische Stellen eingetragen, die mir so in letzter Zeit begegnet sind. Bin mal gespannt, ob und wann die freigeschaltet werden.

    Ich hab mal für den Hamburger Nordwesten geschaut. Irgendwann hatte auch ein Beitrag hatte mal mit einem Radweg zu tun. Ansonsten geht es um "da ist kein Radweg, da muss man ja auf dem Gehweg fahrn!"- "Da muss man ja auf der Straße fahren zum Linksabbiegen!" und eine Menge Polemik.

    Ich sehe in dem Ergebnis eigentlich nur ein klares Ergebnis: Die Infrastruktur ist für das subjektive Gesamtempfinden ziemlich egal. Anders kann ich mir nicht erklären, dass Städte, die bereits eine Menge getan haben und auf einem guten Weg sind, fast gleichauf oder teilweise sogar knapp hinter Städten mit 50er-Jahre-Infrastruktur liegen.


    Beispiele, die ich selbst erfahren habe. Kiel (3,8) vs. Halstenbek (4,0) oder Preetz (3,3). In den beiden letzteren fährt es sich am besten abseits der "Fahrradinfrastruktur".

    Dann geh doch.


    Fände ich sehr schade, aber bei derart heftigen Vorwürfen wäre ich schon lange weg. Da du so unkonkret-generell bleibst, fühle ich mich als aktiver Nutzer schon irgendwie vors Schienbein getreten. Zumal Blödsinn hier meiner Empfindung nach nie besonders lange unkommentiert stehen bleibt. Aber Zensur kann keine Lösung sein. Und die forderst du hier ganz offen ein.


    Eine gemeinsame Gesprächsgrundlage besteht aus viel mehr als einer einstimmigen Meinung.


    Also bitte, bleib und schreibe gegenan. Auch, wenn es manchmal mühsam ist.


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    Um den Bogen zurück zum Thema zu schlagen, finde ich es sogar wichtig, was Fahrbahnradler anspricht. Das Filtern "terroristischer Inhalte" geschieht immer nach einer Definition von "Terror". Und diese Definition muss nicht immer die eigene Einschätzung widerspiegeln. Ich hatte im anderen Thema bereits die Befürchtung geäußert, dass wir uns bei einer europäischen Verordnung mit der ungarischen Definition von "Rechtsstaatlichkeit" und "Terror" auseinandersetzen müssen. Oder auch mit der polnischen. Oder bald wieder mit der Irisch-Nordirischen. Und wenn es ganz düster kommt mit der nationalsozialistischen...