Beiträge von Th(oma)s

    jetzt mit mehr Erkenntnissen […]

    :/:?:

    Ich finde erstaunlich, dass die beiden Beamten angeblich mehr als drei Tage lang keine Aussagen zu machen brauchen, obwohl sie sich offenbar bester Gesundheit erfreuen. Ich finde erstaunlich, dass eine simple Auswertung des Fahrtenschreibers angeblich tagelang nicht möglich ist. Ich finde erstaunlich, dass die Notrufzenzentrale angeblich nicht auf Anhieb weiß, welche Einsatzfahrten zur Unfallzeit wann und wo stattgefunden haben. Kurzum: das ganze riecht nach Nachrichtensperre. Falls das nur bedeuten soll, dass die Details zwar bekannt, aber vor der Veröffentlichung noch besonders gründlich quer- und gegengeprüft werden sollen, damit nicht der Verdacht entsteht, die Polizei würde aus falsch verstandenem Corpsgeist Fehlhandlungen von Kollegen unter den Teppich kehren, hat die Intransparenz leider das genaue Gegenteil bewirkt.

    Die Strecke besitzt einen Radweg "Hollandträumchen"[TM](R). Genannt wird nur die Fahrtrichtung des Streifenwagens, was der Radfahrer gemacht hat bleibt unklar. Es war zum Unfallzeitpunkt schon dunkel. Was da wohl passiert ist? Der Polizeibericht spricht von einem "E-Bike". War es wirklich ein Pedelec und damit auch ein "Radfahrer"?

    Hier gibt es Bilder:

    Tempo 70 und Warnschilder: E-Bike-Fahrer nach Unfall mit Polizeiauto im Kreis Nordhausen gestorben – Ermittlungen laufen
    Im Landkreis Nordhausen hat ein Streifenwagen einen 35-jährigen E-Bike-Fahrer tödlich verletzt. Erlaubt sind dort 70 km/h, Schilder machen auf Fußgänger…
    www.thueringer-allgemeine.de

    Angesichts des Schadbildes an Rad und PKW, der Endlage des PKW weit links der Fahrbahmitte und der Lage der Unfallstelle am Ausgang der Kleingartenanlage am Ortsrand mit gepollertem Übergang zum jenseits der Fahrbahn gelegenen Radweg war es wohl eine gescheiterte Fahrbahnquerung.

    https://www.spiegel.de/panorama/justi…f6-4295abeffc14

    und wenn sogar die Polizei Radfahrer überfährt...

    Die Strecke besitzt einen Radweg "Hollandträumchen"[TM](R). Genannt wird nur die Fahrtrichtung des Streifenwagens, was der Radfahrer gemacht hat bleibt unklar. Es war zum Unfallzeitpunkt schon dunkel. Was da wohl passiert ist? Der Polizeibericht spricht von einem "E-Bike". War es wirklich ein Pedelec und damit auch ein "Radfahrer"?

    Typisch, dass in Abweichung von sonstigen Gepflogenheiten der Lenker des Streifenwagens im Unfallbericht weder Geschlecht noch Alter hat. "Amtspersonen" (wozu scheinbar auch Lokführer und Busfahrer gehören) haben offenbar Anspruch auf besonders sorgfältig gehütete Anonymität.

    Ist also nicht nur in der BRD so, dass Radfahrer nix auf der Fahrbahn verlosren haben sollen.

    Die Solidarisierung mit dem Täter ist ein Abwehrreflex, der aus der pauschalen Anklage gegen alle Autofahrer resultiert, die im Zuge der Berichterstattung über solche Ereignisse zum Ritual gehört. Da steht eben nie einfach nur dieser eine Idiot am Pranger, welcher den Unfall verursacht hat. Ebenso ist nie einfach nur diese konkret angefahrene Frau das Opfer - es läuft immer auf "wir gegen euch" hinaus, und das spüren die Menschen sehr genau.

    Vorurteil 1: In den Niederlanden gibt es ja bekanntlich ordentliche Radwege und nicht so gefährliche Tode^h^h Schutzstreifen wie in Deutschland.

    Vorurteil 2: Naja, aber jedenfalls, wenn auuuusnahmsweise doch mal, dann definitiv ohne Längsparker und zwingend mit Tempo 30 kombiniert!

    Vorurteil 3: die Radwege in NL sind so sicher, dass die sogar ihre Kids jederzeit sorglos irgendwie mit aufs Rad setzen und losradeln können.

    Die Realität so:

    Ernstig gewond slachtoffertje aanrijding overleden
    Het kindje dat woensdagmiddag ernstig gewond raakte bij een verkeersongeval op de Vrijheidslaan in Leiden is overleden. Dat heeft de politie donderdagmiddag…
    sleutelstad.nl

    Schutzstreifen, Längsparker, Tempo 50

    Vorurteil 4: aber außerorts, da gibt es jedenfalls keine Schutzstreifen in NL, und wenn doch, dann nur mit Tempo 70 und falls der Platz nicht reicht, dann wird eben gnadenlos die Fahrbahn verengt und nicht die Streifen.

    Wielrenner (76) overleden na botsing met auto
    Bij een ernstig verkeersongeval op de Zeedijk in Nijkerk is maandagavond een wielrenner overleden. Dat bevestigt de politie.
    www.gld.nl

    Die Realität so:

    Schmale Schutzstreifen außerorts, kein speziell niedriges Limit. Die Dinger sind so neu, dass sie auf Streetview-Aufnahmen von Mai 2026 noch nicht abgebildet sind.

    Wieder so ein "Überholunfall" trotz/wegen Radweg. Dabei hatten sie doch extra so eine hübsche Wartefläche an die Fahrbahn geflickt.

    POL-NI: Warpe - Zusammenstoß beim Überholen: 75-jähriger Radfahrer erleidet schwere Verletzungen
    Warpe (ots) - (KEM) Am Sonntagabend, den 13.09.2026, kam es auf der Kreisstraße in Warpe zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem…
    www.presseportal.de

    Zur Einordnung der im verlinkten Artikel den arglosen Laien zwecks Radwege-Nudging unkommentiert hingeworfenen Zahlen der Unfallstatistik:

    • [Analyse Auffahrunfälle Mecklenburg-Vorpommern]

    Selbe Methode, nur für das Land Berlin angewandt:

    • Im letzten Jahr 4767 Fahrradunfälle insgesamt in den Opendata des Unfallatlas registriert, davon 235 (4,9% von allen Radunfällen) mit [Typ 6 & (Art 2 v 3) & PKW]. Darunter keine Toten, 15x schwer verletzt (0,3% von allen Radunfällen).
    • Begutachtung der 15 Unfallstellen im Streetview zeigt 12x irgendeine Fahrradinfrastruktur (3x Busspur Rad frei, 3x getrennter Hochbordweg ohne Schild, 1x Busspur Rad frei plus getrennter Hochbordweg ohne Schild, 1x kurzer Schutzstreifen vor Kreuzung, 2x Radfahrstreifen Zeichen 237, 2x getrennter Hochbordweg Z.237). Bei den drei verbleibenden schweren Auffahrunfällen mit PKW im Mischverkehr war am Unfallort 2x Tempo 30 angeordnet.
    • in Berlin sind seit der erstmaligen Teilnahme des Landes am Unfallatlas 2019 bisher überhaupt nur 2 Todesfälle mit [Typ 6 & (Art 2 v 3) & PKW] gelistet. In beiden Fällen ist allerdings ein simples Anfahren von hinten aufgrund der Fotos und Berichte aus der Tagespresse ausgeschlossen (1x Kollision in der Überholspur im Zuge eines Linksabbiegemanövers der gestorbenen Radfahrerin, anderer rechter Hochbordweg vorhanden, 1x Freakaccident spätnachts, Fahrlinie des Radfahrers unklar, PKW ist nur auf der Fahrerseite beschädigt (linker Rückspiegel abgebrochen, Beule im linken Kotflügel).

    Das nur JFTR, falls mal wieder jemand behauptet, die Fahrbahnängste von Radfahrern wären angeboren.

    Zur Einordnung der im verlinkten Artikel den arglosen Laien zwecks Radwege-Nudging unkommentiert hingeworfenen Zahlen der Unfallstatistik:

    • für 2025 gibt es in den Opendata von Destatis insgesamt 1573 registrierte Verkehrsunfälle mit Fahrradbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern. Darunter waren 886 (56%) mit PKW. 13 davon wiederum sind als "Anfahren von hinten" (Typ 6 mit Art 2 oder 3) und mit mindestens schwerer Verletzung geschlüsselt (1x tödlich, entspricht 0,06 % aller Fahrradunfälle ; 12x schwer, 0,7 % von allen)
    • der tödliche Unfall wurde durch einen 93-jährigen PKW-Führer verursacht, dem noch an der Unfallstelle der Führerschein wegen absoluter Fahruntauglichkeit abgenommen wurde. Auf diesem Abschnitt der L11 zwischen Bützow und Jürgenshagen sind dem Unfallatlas zufolge in den letzten 5 Jahren 3 weitere Todesfälle auf freier Strecke passiert, bei denen allerdings gar keine Fahrräder involviert waren. Geht sicher auch alles sofort weg, sobald wir da einen Radweg hinrotzen. /s
    • unter den verbleibenden 12 Fällen mit schweren Verletzungen gab es bei Prüfung der Unfallorte im Luftbild 6x eindeutig "Infrastruktur" (5x Einseiten-2-Richtungs-Z.240, 1x Zweirichtungs-Z.239 "Rad frei" bei T30 innerorts). Hervorzuheben ist ein Unfall, wo genau an der Unfallstelle ein benutzungspflichtiger 1-Seiten-2-Richtungs-Radweg im rechten Winkel in die Fahrbahn mündet. Welche Unfallszenarien zeigt euch für diese Fälle euer Kopfkino? Simples "Falsches Überholen" eines unbescholten mangels Radinfra einfach die Fahrbahn entlang kurbelnden Radfahrers mit zu wenig Sicherheitsabstand ist es jedenfalls bei mir nicht.
    • die wenigen schweren von-hinten-Unfälle streuen wohllos über das komplette Bundesland. Es gibt also keine notorischen Unfallschwerpunkte, die man irgendwie durch Radwegebau enschärfen müsste bzw. könnte.

    Gestern auf der B104 in MeckPomm:

    Schwerer Verkehrsunfall auf Bundesstraße: Kind kommt dabei ums Leben
    Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich im Landkreis Nordwestmecklenburg ereignet.
    www.nordkurier.de

    (9-jähriger Junge wird wegen Seitenwechsel Einseiten-Zweirichtungsradweg beim Fahrbahnqueren überfahren.)

    Im Artikel das Heraufbeschwören von wohligen Gruselgefühlen durch Aufsagen der Werte für verletzte und gestorbene Radfahrer im Vorjahr, natürlich tastsachenwidrig ausschließlich im Passivum formuliert "wurden getötet/verletzt" - der Radfahrer als wehrloses "Opfer". Kontext, so wichtig. Dadurch gesendete Botschaft an die Leser: "Auch du persönlich bist im Visier der Autofahrer! Fahrbahnradeln? Niemals! Bööse Autos!!". Passend dazu auf der Meldungs-Seite verlinkt: "Radweg fehlt an viel befahrener Straße. Wann wird die Lücke geschlossen?". Kein Wort dazu, dass die Tragödie von gestern durch genau einen solchen "Lückenschluss" provoziert wurde. Gleich daneben ist ironischerweise dann auch noch ein echter schwerer Überholunfall verlinkt - allerdings ohne Fahrradbeteiligung. Dementsprechend nur eine nüchterne Beschreibung dessen, was passiert ist, ohne jede unterschwellig transportierte Botschaft "das könntest du sein, also fürchte dich und mach dir Sorgen!". Wie dummdreist kann man sein als Redakteur? Der Nordkurier: Ja!

    Das nur JFTR, falls mal wieder jemand behauptet, die Fahrbahnängste von Radfahrern wären angeboren.

    Wenn dir das Langsamfahren auf dem Fahrrad so schwer fällt, dann probier es halt mal damit:

    […]

    Es trifft nicht zu, dass das Fahrradfahren mit niedrigen Geschwindigkeiten unter 10 km/h sofort einen Schlingerkurs hervorruft.

    Ja. Das rollende Fahrrad schlingert nicht. Was den Boohei mit dem Seitenabstand und den wegen dessen Nichteinhaltung angeblich notwendigen Radwegen nebst der aus (Un-)Sicherheitsgründen angeblich zwingend erforderlichen Benutzungspflicht als Vorwand entlarvt.

    Die Geradeausfahrt auch bei einem Auto ist stets begleitet von Abweichungen von der Geradeaus-Ideallinie. Um diese Abweichungen auszugleichen, muss gegengelenkt werden. Je höher das Tempo ist, um so länger hat das Fahrzeug Zeit nach links oder rechts abzuweichen bevor die Fahrerin / der Fahrer mit Gegenlenken reagieren kann.

    Das Auto hat als mehrspuriges Fahrzeug genau gar keine aus physikalischer Notwendigkeit resultierenden seitlichen Schwankungen. Der größere Platzanspruch bei wachsender Geschwindigkeit ergibt sich nicht, weil das Auto seitlich ausbricht, sondern weil man mit steigendem Tempo größere Mühe hat, die exakt benötigte Fahrlinie zu treffen. Eine schnelle KI könnte ein Auto wahrscheinlich mit 150 Sachen durch ein Garagentor steuern, das nur 20cm breiter ist als das Auto, ein Mensch wäre schon mit 20 km/h überfordert.

    Ohne Zusatzmotorkraft fahre ich im Bereich um die 15 km/h. Mit 20 +

    Um so besser für den Geradeauslauf und um beim Anfahren möglichst schnell die Wackelei zu beenden. Unterstütztes bergauf Fahren reduziert auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man beim durch unzureichende körperliche Leistungsfähigkeit bedingten Langsamfahren eine für Überholer überraschende plötzliche Welle einlegt.

    Die Statistiken sind schwer zu beurteilen, wenn nicht deutlich wird, wieviele (oder ob überhaupt) zusätzliche Fahrradfahrten und auf welchen Strecken sie unternommen werden und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden.

    Als ob diese Skrupel jemals jemanden interessieren würden, so lange der absolute Trend fürs offenbar erwünschte Alarmieren steigt. Tatsächlich kommt der Einwand „aber die Faaahrleistung!!“ nur, sobald die Unfallzahlen zurückgehen.

    Meine Vermutung ist, dass Pedelecs das Tempo beim Fahrradfahren verschärft hat und dass sich das negativ auswirkt auf die Unfallstatistik in der Form, dass Alleinunfälle zugenommen haben.

    Meiner Beobachtung nach fahren Pedelecnutzer nicht schneller als normale Radfahrer. In meinem Hellfeld, bei den Todesfällen, korrelieren die Unfall-Zuwächse mit dem Elektroantrieb IMO bloß. Kausal scheint mir erstens das höhere Durchschnittsalter der Pedelecnutzer mit seinen Auswirkungen auf Kognition und Physis „schuld“ an der scheinbar ungünstigen Entwicklung bei den Elektrorädern und zweitens der Umstand, dass mit Pedelecs der Aktionsradius steigt, wodurch die Exposition der Radfahrer gegenüber schnellen KFZ außerorts zunimmt. Eine weitere Rolle mag „Unsafety in Beginner Numbers“ spielen, weil viele erst durchs Pedelec ermutigt neu/wieder einsteigen.

    Der typische tödliche Pedelecunfall betrifft eine Person 75+, die aus einer Nebenstraße bzw. einem Feld- oder Waldweg kommend die Vorfahrt des schnellen KFZ-Verkehrs auf der Landstrße übersieht. Sofern bei Alleinunfällen in Unfallberichten die Geschwindigkeit thematisiert wird, geht es ums Bergabfahren. Da läuft man aber auch schon mit dem normalen Fahrrad Gefahr, für die Fahrfähigkeiten zu schnell zu rollen.

    Die Abwanderung der Seniorenkohorte zum Pedelec hat außerdem die Konsequenz, dass der entsprechend anfälligere Teil der Fahrradkohorte heute dort fehlt - was die Diskrepanz zur Pedelec-Kohorte automatisch nochmals größer scheinen lässt.

    weil mehr Radwege gebaut werden.:whistling:

    Wenn Korrelation Kausalität bedeutet, dann hat dieser Radwegebau vor allem Alleinstürze begünstigt. Der Rückgang bei PKW-Gegnern beruht auf der Abnahme von Typ 2- (Abbiegen) und Typ 3-Unfällen (Kreuzen), beim einzig Radwege-relevanten Typ 6 (Längsverkehr, incl. Frontalkollisionen und Auffahrunfällen mit Fahrrad auf stehende PKW) hat sich hingegen kaum was getan.

    Das ist jetzt aber schon sehr aus der Perspektive eines schnellen Fahrradfahrers betrachtet.

    Du betrachtest das Radfahren wie alle Radwegefans (auch wenn sie vorgeben, selber Radfahrer zu sein) sehr einseitig aus der Perspektive des schnellen Autofahrers.

    Edit: Aktuelles Beispiel für diese Sichtweise:

    Radgesetz in Bayern: Warum die Niederbayern trotzdem Auto fahren
    Radlland Bayern? Drei Jahre gilt nun das Radgesetz, trotzdem meiden viele aus Angst das Rad. Und in Niederbayern steigt die Auto-Dichte. Warum eine Pendlerin…
    www.br.de

    Angst, Angst, Angst, Radwege, Angst, keine Radwege, Angst. Die vermeintlich stetig wachsende Gefahr kommt dabei nur von hinten, es gibt weder Alleinunfälle noch Vorfahrtfehler.

    Das verheerendste an solch plumper Pro-Radweg-Agitation: Autofahrer lesen mit und lernen nur zu gerne „tja, wir sind halt so, und deshalb brauche ich mich auch nicht dafür zu schämen, wenn ich wie alle anderen den doofen Bodenlurchen trotz aller nett gemeinten Verkehrsregeln auf die Pelle rücke. Sollnse halt Radwege bauen.“

    Da es um Bayern geht, die reale Entwicklung dazu: Unfälle mit KFZ sind entgegen der Meinungsmache im stetigen Sinkflug:

    Wer wettet jetzt?

    „Vorfahrt gewähren“ aus Gewohnheit mit Full Speed überfahren?

    Wie kommst du auf "Full Speed"? Der Unfall war am Ende der Abfahrt der Kraftfahrstraße, für "Full Speed" hätte der Autofahrer gleich geradeaus wieder auf die Auffahrt wollen gemusst. Nicht ganz unmöglich, aber jedenfalls extrem unplausibel. Nach rechts ist für KFZ gesperrt. Die einzige logische Fortsetzung der Fahrt wäre das Linksabbiegen gewesen, was man wiederum aus physikalischen Gründen nicht mit >30 schafft.

    Das ganze ohne etwas, das man „Radweg“ zu nennen übereinkam, aber genau das die Ursache ist.

    Die Fortsetzung des von links an die Abfahrt führenden Bürgersteiges ist heute mit einer rot eingefärbten Furt dekoriert, obwohl der Hochbordweg bis runter nach Unterkochen weder freigegeben noch benutzungspflichtig ist. K.A:, ob diese Pinselei eine Reaktion auf den Unfall ist, oder ob sie schon damals präsent war, und den Radfahrer erst in die Falle gelockt hat.

    „nahm bei Dunkelheit und Nebel einem Radfahrer die Vorfahrt“ lautet es im ersten Teil der zweiteiligen Serie.

    Das mit dem Nebel kann man heute schwer nachvollziehen, dunkel war es zumindest am genannten Tag und Uhrzeit auf jeden Fall noch.

    Übel irreführend ist die Schlagzeile der Schwäbischen Post. Der Unfall war keineswegs "auf der B19", die als Kraftfahrstraße ausgewiesen ist.

    Th(oma)s hat mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass auch auf Radwegen, weitab von jedem Autoverkehr tödliche Fahrradunfälle passieren. Na und? Das bedeutet noch lange nicht, dass Fahrradwege überflüssig oder grundsätzlich gefährlich sind.

    Es ist außerdem meines Erachtens fast komplett aussichtslos, Menschen dafür zu gewinnen, die Fahrbahn zu benutzen anstatt einen vorhandenen Fahrradweg, indem du auf mögliche Gefahrenquellen von Radwegen aufmerksam machst.

    Mein Anliegen ist zunächst die Botschaft, dass das Radfahren eine immanent sichere Tätigkeit ist. Radwege kommen darin nur insoweit vor, als ich dieses ständige irreführende und bangemachende "Aaaaah! Radfahren wegen Exposition gegenüber bösen Autos leeebensgefäääährlich!! Wir brauchen dringend mehr Radwege!"-Geheule der Verkehrswendeagitation für einen im Hinblick auf die angeblich damit beabsichtigte Vermehrung der Radfahrerzahlen grandiosen Knieschuss erachte.