Das ist vermutlich die selbst durchgeführte Erhebung von Dr. Ian Walker?
Ja, und er hat sich sogar später selbst widerlegt.
Ich bin der Meinung, dass die Aussage zum Überholabstand zwischenzeitlich mehrfach widerlegt wurde. 
Die Varianz im Überholabstand schwankt um nicht mehr als paar Zentimeter*, und dass das Zufall und nicht Absicht ist, erkennt man daran, dass die mittleren Abstände in der zweiten Studie in keinster Weise systematisch von den gewählten Art des Outfits des Testradlers (Dr. Walker) abhängen. Unfallstatistisch hätte es sogar auch dann keine Relevanz, wenn es tatsächlich eine Korrelation zwischen Abstand und Outfit gäbe. Die besorgniserrend schweren Auffahrunfälle resultieren aus „Nichtüberholen“ infolge Nichtwahrnehmens, so dass alles, wo der auflaufende KFZ-Führer bewusst irgend einen Abstand gewählt hat, aus logischen Gründen als Unfallauslöser ausscheidet, weil der Überholer das nur tun kann, wenn er das Fahrrad vor sich ausreichend früh sicher als solches identifizieren konnte.
*) der Elefant im Raum ist der Befund, dass die beste Korrelation in der ersten Studie, die wegen der vermeintlichen Abhängigkeit der Abstände von Helm (kleiner) bzw. blonder Perücke (größer) in den Massenmedien für Furore sorgte, diejenige zwischen Fahrradabstand zur Bordsteinkante und gewährtem Überholabstand bestand. Je dichter Walker am Rand blieb, desto mehr Platz bekam er im Mittel von den Überholern. Zwischen größter und kleinster Distanz bestand eine Differenz von ca. 25 cm (was ein Mehrfaches der vieldiskutierten Helm-Perücken-Varianz ist).