Ärzte und Statistik😈
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Dass es aber bereits an der für besondere Schutzmaßnahmen erforderlichen besonderen Gefährdung für Radfahrerköpfe mangelt, hatte ich oben ja schon gesagt.
Hier mal ein Ausschnitt aus der amtlichen Todesursachenstatistik 2015 für Deutschland. Dass Radfahrerköpfe ganz besonders gefährdet sind, seht ihr doch auch alle, oder? ODER??
Beachtet dazu die Anzahl an Kopf-Toten durch Unfallereignisse insgesamt außerhalb des Straßenverkehrs (wozu auch Stürze zu Fuß auf der Straße zählen, soweit Fußgänger stolpern/Treppen herunterfallen etc., ohne dass Fahrzeuge daran beteiligt sind; gelbe Umrandung).
Es gibt genau 2 Motive, die verantwortlich dafür sind, dass Helme ausgerechnet beim Fahrrad empfohlen werden:
1) Innerhalb der verschiedenen Verkehrsarten stellt der Radverkehr den höchsten Prozentsatz (nicht aber: die höchste Absolutzahl!) an Opfern, die isoliert an Kopfverletzungen sterben. Bei Fußgängern und KFZ-Nutzern spielt allerdings der Bereich "Polytrauma" eine wesentlich größere Rolle (wo dann neben dem in aller Regel geschädigten Kopf auch noch andere Regionen lebensbedrohlich verletzt werden). Beim Radverkehr ist im Ergebnis also gar nicht der Kopf in besonders großem Maße gefährdet, sondern die anderen Körperregionen sind nur in der Regeln viel weniger schlimm betroffen als bei anderen Verkehrsarten - ein Grund mehr, das Radfahren als besonders sichere Tätigkeit herauszustellen, anstatt mit unsinnigen Helmkampagnen den gegenteiligen Eindruck zu promoten. Von der viel weniger schädlichen externen Wirkung des Verkehrsmittels auf andere Verkehrsteilnehmer als bei KFZ-Nutzern mal ganz abgesehen.
2) Fahrradhelme sind Bestandteil der ewigen psychologischen Kriegführung zwischen Autofahrern und Radlern. Ohne den Antrieb seitens der um ihre Haftung besorgten Kraftfahrerschaft und ohne das "Autos? Gefääährlich!!!"-Kesseltreiben der Verkehrswendeagitation wären Fahrradhelme unineressant bzw. bestenfalls Privatvergnügen ohne Erwägungen für eine gesetzliche Regelung.