Lustige Schilder

  • Meiner Beobachtung nach haben die Regelverstöße durch Radfahrer mit Beginn der warmen Jahreszeit wieder deutlich zugenommen. Während mir im Winter nur vergleichsweise wenige Radfahrer auf der falschen Straßenseite entgegen kommen, ist es an jedem warmen Frühlingstag ein Vielfaches davon. Manchmal fahren hier mehr Radfahrer auf der falschen als auf der rechten Seite. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass die Radfahrer, die sich am wenigsten an die Verkehrsregeln halten, eigentlich die meiste Zeit Autofahrer sind.


    Klischee: Junge Frau, ca. Mitte 20, unterwegs auf dem linksseitigen Gehweg mit einem Hollandrad, 0,5 bar Luftdruck auf den Reifen, Kabel am Vorderlicht vor 7 Jahren abgerissen und seitdem nicht wieder angeklemmt. 8)

    Warum meinst du, dass diese "Gut-Wetter-Radler" die meiste Zeit Autofahrer seien?

    Viele Radfahrer sind einfach mit der Komplexität der für Radfahrer geltenden Regelungen überfordert. Die fahren dann ihren ganz eigenen Stil, besonders dann, wenn sie eben nicht regelmäßig das Fahrrad benutzen, sondern zum Beispiel im Winter und bei schlechtem Wetter den ÖPNV benutzen. Diese Radfahrer sind dann oft auch genervt davon, dass es Radwegeführungen gibt, wo sie mal die Straße benutzen sollen mal mit einem Schutzstreifen mal ohne oder oder mit einem Radfahrstreifen. Dann ist der Bürgersteig mal für die Benutzung freigegeben und mal wieder nicht. Da sagen sich einige, das ist mir alles viel zu kompliziert, ich fahr so wie ich es für richtig und sicher halte. Und das ist nicht unbedingt immer identisch damit, was die Experten für sicher halten. (Jetzt mal völlig unabhängig davon betrachtet, was denn tatsächlich sicher ist und für wen). Diese ständige Diskussion über die optimale Radwegeführung verunsichert und befördert beliebiges Verhalten.

  • Ich habe mich auch gefragt, ob das "frei" absichtlich überklebt ist. Vielleicht ist es tatsächlich gewollt, den Weg bis zur Querungshilfe frei zu geben. Das ist ca. 300m hinter dem Ortseingang und der Radweg verläuft außerorts auf dieser Seite. Vorher gibt es zwei Kreuzungen, wo es in ein Wohngebiet geht. Vielleicht möchte man ermöglichen, legal dort hin zu fahren, ohne zweimal die Straßenseite zu wechseln.

  • Habe das gegoogelt..hat es schon jemand live gesehen? Scheint ja ein Kiel exklusives Schild zu sein..


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    Habe ein Schild mit demselben Inhalt bei einem Bodenseeurlaub in Friedrichshafen gesehen. Ist jetzt schon ca. 10 Jahre her, deshalb weiß ich nicht, ob's immer noch da steht. Gesehen habe ich es auf dem Weg von der Jugendherberge in Richtung Innenstadt auf einem Weg, der dicht am See lang führte. Vielleicht erinnere ich mich deswegen daran, weil es mich geärgert hat, dass Friedrichshafen wie viele andere Kommunen auch, zwar sehr viel für Autofahrer tut, aber den Radverkehr darüber vernachlässigt. Wenn's dann mal eng wird, dann wird an die Radfahrer appelliert, sich doch bitte vernünftig zu verhalten. Wenn ich mich recht erinnere (hab grad openstreetmap zu Hilfe genommen) stand das Schild an der Ecke Eckenerstraße/Östliche Uferstraße gegenüber der Schreienöschstraße https://www.openstreetmap.de/karte.html

    Das Schild wurde dort wohl deshalb aufgestellt, weil die Östliche Uferstraße in dem Bereich für Autos verboten ist und an schönen Tagen und am Wochenende dort viele Fußgänger lang gingen. Da wollte man den Radverkehr wohl lieber aussperren. An weniger schönen Wochentagen aber ist das Radeln dort kein Problem. (So erinnere ich mich, vielleicht weiß es ja wer genauer?)

  • Habe ein Schild mit demselben Inhalt bei einem Bodenseeurlaub in Friedrichshafen gesehen. Ist jetzt schon ca. 10 Jahre her, deshalb weiß ich nicht, ob's immer noch da steht. Gesehen habe ich es auf dem Weg von der Jugendherberge in Richtung Innenstadt auf einem Weg, der dicht am See lang führte. Vielleicht erinnere ich mich deswegen daran, weil es mich geärgert hat, dass Friedrichshafen wie viele andere Kommunen auch, zwar sehr viel für Autofahrer tut, aber den Radverkehr darüber vernachlässigt. Wenn's dann mal eng wird, dann wird an die Radfahrer appelliert, sich doch bitte vernünftig zu verhalten. Wenn ich mich recht erinnere (hab grad openstreetmap zu Hilfe genommen) stand das Schild an der Ecke Eckenerstraße/Östliche Uferstraße gegenüber der Schreienöschstraße https://www.openstreetmap.de/karte.html

    Das Schild wurde dort wohl deshalb aufgestellt, weil die Östliche Uferstraße in dem Bereich für Autos verboten ist und an schönen Tagen und am Wochenende dort viele Fußgänger lang gingen. Da wollte man den Radverkehr wohl lieber aussperren. An weniger schönen Wochentagen aber ist das Radeln dort kein Problem. (So erinnere ich mich, vielleicht weiß es ja wer genauer?)

    Ah..ok..ich habe das noch nie gesehen und fand es eher lustig da es so aus dem Rahmen fällt.

    Aber das weniger für die 'Radler getan wird ist wahr. Ich denke das mit Radfahren i.A. nicht soviel Geld verdient werden kann wie mit dem KFZ. Herstellung, Kauf von Neuwagen Benzin, Reperatur..da hängen viele Industrien und Arbeitsplätze dran..

  • Schreib mal dem Kieler OB, dass er durch die Großschreibung des Worts »Anderen« das Verbot über die »anderen Radfahrer« (was vermutlich gemeint ist) hinaus auf alle Anderen ausdehnt, die sich irgendwie fahrend fortbewegen: Rollerfahrer, Rollschuhfahrer, Skateboardfahrer - und natürlich auch Kfz-Lenker ...

    Sollte man eigentlich in der Grundschule gelernt haben ;-)


    Oder Du schreibst ihm ironiefrei, dass er schon VZ 254 (und wegen der S-Pedelecs auch VZ 255 und 256) aufhängen muss, wenn er da keine Zweiräder haben will. Plus Umleitungsschilder, um die sichere Verkehrsführung zu gewährleisten. ;-)