Beiträge von Alf

    Vermutlich ist ein Kind in so einem Spielzeugauto tatsächlich auch vorrangberechtigt an einem Zebrastreifen.

    Ja, genau wie ein Kind in einem Elektrorollstuhl. Es ist ein Fußgänger, auch wenn es nicht ab- oder aussteigen kann.

    Anders bei einem Velomobil eines Erwachsenen. Hier kann der Erwachsene zwar auch nicht aussteigen, da er das Ding ja sonst nicht antreiben kann oder es anderweitig ziemlich auffändig wäre (z. B. Frikar Podbike), aber dennoch gilt sowas dann als Fahrrad. Schließlich steigen Autofahrer ja auch nicht aus und schieben ihr Fahrzeug als "Spielzeug" auf den Radweg.

    Malte, bearbeitest Du Deine Fotos nach oder fährt in Lüneburg wirklich jeder Radfahrer mit Licht, wenn es dunkel ist? Hier im Münchner Raum beobachte ich regelmäßig Radfahrer ohne oder nur mit halber Beleuchtung. Gerade auch Schülerinnen und Schüler sind sich offenbar keinerlei Gefahren bewusst, wenn sie zwar nicht auf dem Gehweg, dafür aber fast unsichtbar auf der Fahrbahn fahren. Aber das Thema "verkehrssicheres Fahrrad" wird ja leider nur in der Grundschule kurz angerissen und auch im Elternhaus wohl noch heftiger vermieden als das Thema "Pubertät".

    Das hat er aber schon auf der Landsberger vor dem Friedhofparkplatz begonnen.

    Ich weiß auch nicht, was die anderen Verkehrsteilnehmer da vorher einnehmen, bevor sie die westliche Landsberger Straße benutzen. Da werde ich fast jedes Mal sanktioniert. In der östlichen Landsberger wird Fahrbahnradeln hingegen großzügig toleriert. Genau so wie das aufgeschulterte Gehwegparken.

    Deswegen wechselt man da ja vorher auf die Fahrbahn. Ist ja auch kein Problem, wer kommt nicht aus der Cerverterie-Straße ;-), wenn er Richtung Moorenweis will.

    Zumindest aus der Cerveteristaße gibt es keine Benutzungspflicht, so dass man tatsächlich am Kreisel Puch in der Kreiselfahrbahn landet. Aber hinter dem Kreisel gibt es dann wiederum keine legale Überleitung auf den benutzungspflichtigen gemeinsamen Geh- und Radweg. Nur ein ausgefahrenes Bankett, auf welchen man sich schön langlegen kann. Dann fahre ich halt lieber zumindest bis Kaiser-Ludwig-Straße auf der Fahrbahn der Staatsstraße . Das wird ein Spaß! Machst Du Fotos? Und bringe bitte Deine Ersthelferausrüstung mit!

    Der Kreisverkehr wird heute noch von vielen Autofahrenden abgefeiert, als sei es die Lösung aller Verkehrsprobleme. Kreisverkehre funktionieren tatsächlich auch bei einem geringen Verkehrsaufkommen einigermaßen leidlich, aber sie sind niemals in der Lage dieselben Verkehrsmengen abzuwickeln wie ampelgesteuerte Kreuzungen.

    Vor allem außerörtliche Kreisverkehre sorgen für ein Erliegen des Radverkehrs an diesen Stellen, denn außerorts müssen umlaufende Radwege an Kreisverkehre stehts ein VZ 205 erhalten. Da stehst Du als Radfahrer dann wirklich ewig. Du musst abwarten, bis auf der Kreiselfahrbahn niemand mehr unterwegs ist, der genau Deine Ausfahrt nehmen könnte, um dich umzumähen. Auf Fahrtrichtungsanzeiger gebe ich da gar nichts. Wie auch, wenn oft nicht geblinkt wird? Gerade in den Hauptverkehrszeiten ist das ein wirkliches Geduldspiel. Da habe ich schonmal zehn Minuten an einem Außerortskreisel bei Fürstenfeldbruck gestanden und gestanden und gestanden. Katasprophe! Und innerorts wird ebenfalls oft gerne das VZ 205 für Radfahrer hingeknallt, wobei es hier nicht zwingend vorgeschrieben ist. Da stehst Du als Radfahrer dann eben auch und guckst dumm...

    Achwas. Anders herum: für die einbiegenden Fahrzeuge der Premium-Herseller wird notfalls der Verkehr auf der Hauptstraße verzögert oder angehalten. Bei anderen Herstellern kannst du das „Priority-Upgrade“ notfalls im Einzelfall oder als Abo zubuchen.

    Das Prinzip ist gar nicht dumm. Nur dass das Buchen von "Vorrangpaketen" nicht an Herstellern geknüpft sein sollte, sondern idealerweise vielmehr eine staatliche Einnahmequelle darstellt. Dafür fällt dann die KFZ-Steuer weg, bringt aber Einnahmen zum Erhalt der Infrastruktur, die insgesamt dann um ein vielfaches höher ist als die Steuer. Möchte jemand schneller unterwegs sein, so muss er sich dies halt erkaufen, wobei es auch hier unterschiedliche Stufen gibt. Je nachdem, wie viel man bereit ist, für schnelleres Ankommen am Ziel bereit ist zu zahlen. Da gibt es dann auch Einzeltickets, z. B. für die Fahrt zum Kreissaal. Sind halt in der Relation natürlich teuer als ein Jahresabo. Mit Ausstellen der Geburtsurkunde gibt's als Ausgleich dann aber auch einen Gutschein für das erste Laufrad.


    Ach so, was passiert, wenn irgendwann ALLE das Premium-Paket buchen? Dann gibt es halt ein noch teureres Super-Premium-Paket.

    ... und jetzt noch das Konzept für den autonomen Fußgänger incl. der Autonomen Fußgänger ...

    Zur Not hilft auch hier ein strenges Verbot. Dies hätte sogar den Vorteil, dass Nebenflächen den Fahrbahnen zugeschlagen werden können. Dadurch steigt wiederum der Durchsatz.


    Natürlich meine ich dies nicht ernsthaft so. Aber ich frage mich, wo denn dann die Grenze sein soll zwischen bisherigem selbstständigen Führen von Fahrzeugen und der angestrebten autonomen Abwicklung der Mobilität. Und wann ist der zeitliche Punkt erreicht, an dem es sich offenbart, dass das Weiterentwickeln von Automatisierung nichts mehr bringt und sich damit auch kein Geld mehr verdienen lässt. Wenn beide Systeme nebeneinander bzw. parallel geführt werden müssen, ist dies ja nicht unbedingt ein Gewinn für die zu befördernde Person, weil sich die Zeiten, in denen man unterwegs ist, sich wohlmöglich sogar verlängern. Eben deswegen, weil entweder das benutzte Verkehrsmittel seiner Programmierung folgt und aufgrund des Mischsystems mehr Zeit benötigt oder aber man aufgrund der ganzen selbstständig fahrenden Fahrzeuge ebenfalls manuell nicht weiterkommt. Da nützt dann auch kein Hupen, Schreien, Keifen oder Weinen. Und nötigen lassen sich solche automatischen Systeme auch nicht. Im Zweifelsfrei bleiben die Dinger dann halt einfach stehen.

    Also keine Radfahrer mehr ?

    Das wird in der Umsetzung zugegebenermaßen wirklich kompliziert. Da Radfahrer auf das Fahrzeug keinen Einfluss nehmen dürfen, wird das Fahrrad zu einem E-Bike (kein Pedelec!). Dann handelt es sich um ein Kraftfahrzeug, wie z. B. auch ein Motorrad. Die Umsetzung der Autonomie obliegt da der technischen Entwicklung. Oder aber Radfahren wird komplett verboten, was sicherlich sehr vielen Verkehrsteilnehmern schon jetzt ordentlich in die Karten spielen würde.

    Wenn es eine 100-prozentige Quote an vollständig autonom fahrenden Fahrzeugen geben würde, könnte man sich ja von einigen Verkehrsregeln verabschieden, wie z. B. die Pflicht auf gegenseitige Rücksichtnahme oder auch das aktuell gültige Tempolimit gemäß StVO. Die Höchstgeschwindigkeit der einzelnen autonom fahrenden Fahrzeuge bemisst sich dann aufgrund der aktuellen Verkehrssituation und der Schnelligkeit der Rechner an Bord und in der Cloud. Es gibt keinen Grund mehr, an den bisherigen starren Vorgaben festzuhalten. Dies wäre vergleichbar mit der Linienzugbeeinflussung bei Schienenfahrzeugen, die Signale auf der Strecke überflüssig machen wie z. B. bei vielen ICE-Schnellfahrstrecken oder auch bei der Münchener S-Bahn-Stammstrecke. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass SÄMTLICHE Verkehrsteilnehmer an diesem System teilnehmen, also auch Fußgänger und Radfahrer. Oder man sorgt dafür, das solche "Störfaktoren" ausgesperrt werden. Das klappt ja bereits heute vielerorts prima.


    Auf die allermeisten Verkehrsschilder kann dann ebenfalls sogar verzichtet werden, da der Passagier hierauf ohnehin nicht mehr mit seinem bewussten Agieren antworten und in das Verkehrsgeschehen eingreifen kann. Dies wäre sogar kontraproduktiv, da dies für das System unvorhergesehene und willkürliche Eigriffe darstellt, auf die das System dann wiederum unverzüglich reagieren müsste.


    Auch ist es nicht mehr erforderlich, dass Passagiere die Verkehrsregeln lernen, kennen, befolgen, eine Prüfung ablegen und einen Führerschein erlangen müssen. Das müssen Bus- Bahn- oder Fluggäste ja schließlich auch nicht. Die Verkehrsregeln kennt dann nur noch der Programmierer, die dann vom globalen System in Echtzeit umgesetzt werden. Auch wären dynamische Verkehrslenkungen denkbar oder sogar Standard. So könnte man zeitliche Prioritäten bezüglich bestimmter Wegebeziehungen oder Großraumziele setzen. Ballungsräume wären besser erreichbar oder auch verlassbar, wenn der verfügbare Platz optimal gemäß der Auslastung aufgeteilt würde.


    Und eine "gegenseitige Rücksichtnahme" kennen Computer meines Wissens ebenfalls nicht. Diese wird vielmehr kompensiert durch die Berechnung einer Vorausschau der in Frage kommenden Möglichkeiten der einzelnen Verkehrssituationen, was meiner Meinung jedoch Voraussetzung ist, um vollautonomes Fahren überhaupt erst zu ermöglichen. Somit kennt das System bereits jetzt, wie das Verkehrsgeschehen in wenigen Sekunden aussehen wird, da sich die Teilnehmer untereinander automatisch anpassen und jedes Fahrzeug seinen "Korridor" erhält. Ähnlich also wie im Flugverkehr. In diesem Sinne ist das dann doch schon eine Art "Rücksichtnahme", aber nicht in dem Sinne, was wir Menschen darunter verstehen, sondern eine Vorausschau auf die bereits angemeldeten und eventuell wartenden Verkehrsbewegungen.


    Vergleicht man das mit dem Betrieb einer führerlosen U-Bahn oder mit einem stinknormalen Aufzug, so ist die Höchstgeschwindigkeit durch den Programmierer vorab vorgegeben. Sicherheitsreserven (z. B. Verschleiß) oder konstruktionelle Aspekte dürften hier eine Rolle spielen. Dennoch ist die vorprogrammierte Höchstgeschwindigkeit rein willkürlich, wenn auch technisch erforderlich. Theoretisch könnte das System durchaus höhere Geschwindigkeiten berechnen und auch betreiben, wenn die übrigen Parameter und Komponenten angepasst würden.


    Der allerbeste Weg zur Lösung des globalen Mobilitätsproblems der Menschheit ist jedoch, Mobilität überhaupt erst gar nicht erforderlich zu machen.

    Wär halt nett, wenn die Pol da direkt mal Kontrollen macht zur gefahrenen GEschwindigkeit auf dem Gehweg.

    Das wird wohl ein ewiger Traum bleiben. Wohl auch deswegen, weil ja auch selbst bei der Polizei nicht überall bekannt ist, dass bei der Servicelösung ausschließlich Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. Außerdem finde ich, dass man dann erst einmal anfangen sollte, die Ausübung motorisierter Gewalt auf der Fahrbahn zu sanktionieren.

    Für mich sieht das durchaus begründbar wie ein "sonstiger Radweg" aus.

    Ähhh..., ist das ohne Beschilderung nicht eher ein [[gemeinsamer Geh- und sonstiger Radweg]]?


    Ich würde es jedenfalls nicht als einen solchen definieren und auf der Fahrbahn fahren. Und mir zwei Wochen später vermutlich ein Auto kaufen.

    Konsequenz: Überall ausnahmslos Shared-Place einrichten. Somit würde der vorhandene Verkehrsraum dynamisch verwendet und niemand kann sich mehr beschweren, der andere würde verbotenerweise in sein Revier eindringen. Keine Radwege, keine Gehwege, keine Blauschilder. Einfach nichts.