Beiträge von Alf

    Ich war letzte Woche in Wuppertal. Wegen des Hochwassers war die Schwebebahn außer Betrieb genommen. Man muss erst sicherstellen, dass die Fundamente nicht unterspült wurden.


    Gleichzeitig fällt mir auf, dass man in Wuppertal anscheinend den Unterschied zwischen Radweg und Gehweg nicht kennt oder aber man sich nicht entscheiden kann, wer das Hochbord denn nun benutzen soll...


    Ich habe jetzt mal meinen Stadtradeln-Account reaktiviert (alles für die Wissenschaft). Und tatsächlich, meine jahrealten Meldungen bei RADar! sind noch vorhanden. Alle noch auf Status "unbearbeitet". Wenn meine Gemeinde irgendwann mal bei RADar! teilnimmt, ist zumindest nichts verloren gegangen...

    Die Abgabe Deiner Meldung muss aber zu einer Zeit erfolgt sein, als Deine Gemeinde einen aktiven Meldezeitraum hatte. Ist der Meldezeitraum vorbei, kann auch nichts mehr gemeldet werden.

    "Gescheit" wäre so eine Kennzeichnungspflicht schon, findet der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Unterhaching, Detlef Hüttner.

    Vielleicht sollte man erst einmal über eine doppelte Kennzeichnungspflicht von kennzeichnungspflichtigen Fahrzeugen nachdenken. Die bisherige Kennzeichenpflicht hält ja offensichtlich nicht von unzähligen Vergehen, Behinderungen, Gefährdungen, Nötigungen, Verletzungen und im schlimmsten Fall sogar Tötungen ab. Wenn alle kennzeichnungspflichtigen Fahrzeuge doppelt gekennzeichnet sind, kehrt bestimmt Recht und Ordnung ein.

    ...

    Aber vielleicht ist das ja auch in der Gegend von Oberhachingen üblich, die Fahrradfahrer "Radler" und die Autofahrer "Autler" zu nennen?

    Radler ist jedenfalls eher ein abwertender begriff, eine Art Verniedlichungsform von Fahrradfahrer.

    Dieser Begriff widerspricht der Intention des Plakates, das ja die Fahrradfahrer darauf aufmerksam machen soll, dass sie den Autofahrern gleichberechtigte Fahrbahnnutzer*innen sind.

    ...

    Ganz schlimm finde ich in der Tagespresse auch immer den Begriff "Tesel". In dieser Kurzform zwar kaum anzutreffen, aber dafür in der Langform "Drahtesel". Das ist einfach eine ganz klare Diskriminierung von bestimmten Fahrzeugen. Warum müssen Fahrräder verniedlicht werden? Warum nicht Mofas, Leichtkrafträder, Roller oder Motorräder?


    Der Begriff "Auto" oder "Kraftfahrzeug" wird hingegen jedoch nie gegen "Töfftöff", "Brummbrumm", "Blechkiste" oder "Schw...verlängerung" ersetzt. Warum eigentlich nicht? Hier wird hingegen sogar der Name des Herstellers genannt. Bei Fahrrädern habe ich jedoch noch nie gelesen: "Der Radfahrer fiel von seinem Scott". "Ein Kettler hat ein "Tuuut" übersehen." oder auch "Der Fahrer wollte um jeden Preis seinen Milan ausfahren und fand sich plötzlich im Jahr 1955 wieder, als er die Geschwindigkeit von 88 mph überschritt".


    Von solchen Plakaten könnte es mehr geben.

    1.

    Schade, dass auch hier der Unterschied zwischen Straße und Fahrbahn anscheinend unbekannt ist.


    2.

    Äußerungen, bestimmte Verkehrsmittelgruppen hätten "Vorrang" kann zu leicht mit Vorrang im vorfahrtsrechtlichen Sinne missverstanden werden. So wie es die Presse ja immer wieder zu erklären versucht, dass Radfahrer in Fahrradstraßen stets "Vorrang" hätten, was vorfahrtsrechtlich gesehen natürlich völliger Quatsch ist.


    Fazit:

    Selbst ein solch gut gemeintes Plakat sollte vor Freigabe erst durch wirkliche Fachleute geprüft werden. Schon irre, was man selbst in einem so kurzem Text alles vermurxen kann. Spiegelt halt den alltäglichen Verkehrsraum wieder.

    Dann ist es allerdings ein Spurwechsel wegen Wegfall der eigenen Fahrspur, welcher zur Folge hat, dass Radfahrer am Ende des "Beschleunigungsstreifens" tatsächlich wartepflichtig wären, wenn von der Langen Laube ein Radfahrer kommt. Gibt es solche Kunstwerke auch für Fußgänger?

    Ich hab mal irgendwo gehört, dass die Radverkehrsbeauftragte vom OB Raff ordentlich "eingenordet" wurde, was ihre Rolle angeht. Meinst du, du würdest dich da einigermaßen "einleben" können?

    Ich würde da erst einmal völlig unvoreingenommen ans Werk gehen. Immerhin erlässt ein RVB ja keine straßenverkehrsrechtliche Anordnungen. Da bedarf es dann schon eher die Überzeugungskraft bei den Entscheidungsträgern, dass die StVO bis hin zur aktuellen Novelle inklusive der Verwaltungsvorschrift auch mal mutig umgesetzt wird. Anstatt immer nur Leserbriefe an den Münchener Merkur zu schreiben, würde sich für mich die Möglichkeit eröffnen, mit den richtigen Ansprechpartnern auf Augenhöhe hoffentlich sachliche Dialoge zu führen und langsam aber sicher den sturen Betonkern jahrzehntealter Ansichten und Überzeugungen von innen auszuhöhlen. Ich weiß jedoch nicht, ob hierfür meine Dialogpartner erst selbst irgendwann in Rente gehen müssen oder ich freiwillig bis 87 arbeiten werde, um meine gesteckten Ziele wenigstens halbwegs zu erreichen.

    Ich würde sagen, das ist ein freilaufender Rechtsabbieger nur für den Radverkehr. Interessant ist allerdings, dass Radfahrer, welche den freilaufenden Rechtsabbieger passiert haben, wegen Rechts vor Links nun sogar Vorrang gegenüber den Radfahrern haben, die bei Grün aus der Langen Laube kommen. Da hätte es dann noch nicht einmal die Beschleunigungsspur gebraucht. Ich frage mich, ob der Entwurf für dieses Bauwerk von jemanden stammt, der vorher Autobahnen gebaut hat...

    Auf manche meiner abgegebenen Meldungen habe ich erst nach zwei Jahren eine Antwort erhalten bzw. ist der Status von "unbearbeitet" nach "in Bearbeitung" oder "erledigt" gerutscht. Bei einem schriftlichen Dialog mit der Radverkehrsbeauftragten der Stadt Fürstenfeldbruck wurde mir dann erklärt, dass schlichtweg das Personal fehlt, um sich die Meldungen überhaupt aufzurufen. Von Abarbeiten will ich hier mal gar nicht reden. Ach ja, und die Radverkehrsbeauftragte ließ auch durchblicken, dass sie auch noch andere Aufgaben hat, als sich um Missstände in der Radinfrastruktur zu kümmern. Ich hatte daraufhin vorgeschlagen, dass ich den Job gerne übernehmen würde. Wurde nicht weiter darauf eingegangen.

    Zwei "Fachleute", ein Gedanke... ^^


    Ja, in München gibt es viele Stellen mit solchen Schildern. Wobei ich mich dann immer frage, wie der Richter entscheidet, wenn es wegen sowas zu einem Unfall mit einem Querverkehr-Radfahrer kam, der zweifellos grün hatte.

    Die Münchener Variante kommt da mit Blechschildern aus:


    Das ganze gibt es auch noch nur für die Tram:


    Hier müssten Radfahrer auch auf dem Radweg die Signalgeber beachten. Oder doch nicht, weil der Masten links vom Radweg steht?

    Um ganz sicher zu gehen, fährt man hier mit dem Rad am besten immer nur in die entgegengesetzte Richtung, wo auf gleicher Höhe der Bayerstraße das ganze dann so aussieht:


    Hier ist dann nun zweifellos der Radfahrer wirklich an die Signalgeber gebunden. Hält sich allerdings niemand vom den Radfahrern dran. Die sind ja kein Verkehr und schon gar keine Fahrzeuge, gell? :P

    oder durch umstellen des Fahrzeuges...

    Ah, prima!


    Gilt das dann auch für Tretroller, Rollschuhe, Rollstühle, Inliner, Laufställe, Laufräder, Fahrräder, Dreiräder, Velomobile, Pedelecs, S-Pedelecs, Mofas, Mopeds, Mokicks, Leichtkrafträder, Motorräder, Pkw, Lkw, Busse, Panzer? Oder wo ist da die Grenze, ab wann sich der Halter seines illegalen Parkplatzes sicher sein kann? Schieben kann man letztlich alles, wenn wir hier alle mit anpacken. Selbst Lokomotiven sind durch Muskelkraft bewegbar, Wenn die Bremsen nicht anliegen...

    Es sei denn, sie werden kurzfristig zum Fußgänger und das Fahrrad zur Schubkarre. Es gibt tatsächlich Kreuzungen, bei denen sich das lohnt, wenn man schnell vorankommen will.

    Aber dann nutze ich doch sicherlich keine für Radverkehr in Schrittgeschwindigkeit freigegebenen Gehwege, wenn ich schnell vorankommen will.

    ... Der ungeneigte Radler darf auf dem Gehweg weiter fahren und wird dann sogar von einer Kombischeibe begrüßt, die es gar nicht geben dürfte, weil vor und nach der Kreuzung keinerlei Radverkehrsanlage zu sehen ist. ...

    Das würde dann ja bedeuten, dass Fahrradtorkler dann die Signalgeber des Kraftverkehrs zu beachten hätten, wenn es keine Kombi-Streuscheibe wäre, weil reine Fußgängerampeln seit viereinhalb Jahren niemalsnie für Radfahrer gelten.

    Genau so haben aber auch gute Fahrradwege und andere Fahrrad-Infrastruktur ihre Berechtigung, ohne dass es eine Verpflichtung zur Benutzung gibt.

    Auf genau diese Ansicht komme ich auch immer wieder regelmäßig, wenn die Fahrbahn mit zweispurigen Fahrzeugen verstopft ist.