Beiträge von KleverRadfahrer

    Andererseits sind an vielen der so markierten Furten nur wenige Radler, die die Fahrbahn benutzen.

    Es nutzen generell nur sehr wenige Radfahrer die Fahrbahn neben nicht benutzungspflichtigen Radwegen, gleiches leider sogar neben [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10].

    Das liegt zum einen an der gefühlten Gefahr auf der Fahrbahn zum anderen aber auch an denn dort immer wieder vorkommenden vorsätzlichen Gefahren, die manche PKW Lenker bewusst erzeugen um Radfahrer davon ab zu halten dort zu fahren. Natürlich fahren die meisten vernünftig, aber ein paar wenige Problemfälle reichen bereits aus. Leider gibt es in diesem Bereich überhaupt keine angemessenen Konsequenzen für diese Nötigungen.


    Gedankenexperiment: Es gäbe Fußgänger, die mit dem Zeichen 315 nicht einverstanden sind und diese Reglung schlicht nicht kennen (wollen). Parkt nun jemand sein Auto dort legal auf dem Gehweg, gehen 98% der Fußgänger normal vorbei, ein kleiner Teil aber zieht eine Pistole, schießt knapp am Kopf des Fahrers vorbei und ruft dabei: "Parkhaus". Gehen nun Fahrer die deswegen Angst haben zur Polizei kommt: "Ist ja nix passiert" oder es wird darüber diskutiert ob dieser Fahrer dort wirklich hätte parken dürfen.


    Ob man derartige Zustände wohl akzeptieren würde:?:

    Immer mehr E-Scooter flitzen durch die Städte - Freude löst das nicht überall aus. Um Gefahren zu vermeiden, könnte eine Tempo-Drosselung in Fußgängerbereichen helfen. Die ist aber noch nicht zugelassen."


    Also Trettroller mit E-Motor sollen eine Elektronik bekommen die abhängig vom Ort das Tempo drosselt? Die Elektronik zur Ortung des Fahrzeuges ist bezogen auf das Fahrzeug selber teuer und aufwendig.

    Bei PKWs würden die Kosten und das Gewicht dieser Elektronik (die meistens in neuen Fahrzeugen eh schon verbaut ist) nicht relevant sein. Gleichzeitig ist überhöhtes Tempo dort sehr gefährlich. Wieso diskutiert man derartige System für E-Trettroller aber nicht für PKW?

    Für das fast hätte ich gerne Beispiele.

    Außerorts gibt es häufiger gute und/oder sinnvolle Radwege.


    In Städten geht so etwas aufgrund der Platzverhältnisse nicht. Da wäre Tempo 30 und ein gesetzlicher Mindestabstand (Hinterherfahren, Überholen und auch Seitenabstand im Gegenverkehr) die beste Lösung. Nur dies müsste dann auch vernünftig überwacht werden.


    Also in den Niederlanden gibt es durchaus gute eigene Wege, den F325.

    https://www.youtube.com/watch?v=SFAOf-mXx-A

    Die Polizeidirektion Kaiserslautern gibt Tipps, wie man mit E-Bikes sicher auf dem Gehweg radelt:

    Das Ding heißt übrigens Fahrbahn... :rolleyes:


    Dieses Sprachproblem tritt leider ständig auf. Das als normal an zu sehen wäre nicht mal schlimm. Schlimm ist allerdings, dass der häufige Wechel zwischen Fahrbahn und Seitenraum als normal angesehen wird. Diese ganzen Unfälle wären vermeidbar, würden Radfahrer einfach mal strikt in einem Bereich davon geführt werden.


    Da ergibt sich noch die Frage in welchem davon. Richtig gut wäre ein eigener und sicherer Seitenraum ohne Benachteiligung des Radverkehrs. Leider gibt es so etwas fast nicht.

    Wenn ich mir das Bild so ansehe, das [Zeichen 254] gilt eigentlich für die gesamte Straße. Radfahrer müssten dort, wenn Sie die STVO exakt befolgen ihr Rad schieben. Offenbar geht man aber davon aus, dass sie auf dem Gehweg Fußgänger behindern würden, sie sollen nach §25 auf der Fahrbahn schieben. Dafür ist die Verkehrsführung ja bereits klar ausgelegt.


    Was wäre so schwer daran gewesen dort das richtige Verkehrszeichen zu platzieren, damit man das anzeigt, was angezeigt werden soll? Es wäre übrigens dieses hier gewesen: [Zeichen 239]


    Aber auch jm Artikel schafft man keine korrekte Umsetzung:

    "Alle fahren jetzt auf der Straße". Es ist falsch, siehe oben, außerdem muss es Fahrbahn heißen.


    Von der Erfahrung her bin ich bei der C*U da skeptisch. Die denken einfach anders und deswegen muss man Aussagen evt. anders interpretieren als es Menschen mit gesundem Verstand machen würden:


    1. Wir setzen auf individuelle und klimafreundliche Mobilität: Für uns gilt: Mobilität ist persönliche Freiheit. Das lässt sich mit dem Ziel, einen höheren Klimaschutzbeitrag zu leisten, verbinden. Bedeutet: Wir erlauben jedem eine fette Karre zu fahren, wir glauben einfach blind den Prospektverbrauch und fördern den Kauf neuer Autos, der uns später tolle Pöstchen bei den Firmen bringt.
    2. Technologieoffen und markwirtschaftlich nach neuen Antrieben forschen
      Wir wollen schneller neue, emissionsarme Antriebsformen entwickeln. Dabei legen wir uns nicht auf Technologien fest. Für eine gute und umweltfreundliche Fortbewegung brauchen wir den Wettbewerb um die besten Innovationen. Das ist auch für Wirtschaft und Forschung in unserem Land der Weg in die Zukunft. Bedeutet: Für unsere Pöchsten (siehe 1.) machen wir so tolle Aktionen wie die Umweltprämie. So werden wir durch zu frühe Entsorgung noch gute Autos los, damit neue gebaut werden können. Das diese neuen Autos größer und stärker sind hält uns nicht davon ab den ganzen Unsinn als Umweltprämie zu verkaufen. Die Arbeitsplätze in der Industrie die uns später die schönen Zahlungen in Aufsichtsräten sichert sind wichtig. Die freien Werkstätten die so ihre Kunden (mit gebrauchten dort reparierbaren Autos) verloren haben und reihenweise pleite gegangen sind, sind allerdings egal.
    3. Unsere Infrastruktur für die Zukunft sichern
      Für die Mobilität der Zukunft brauchen wir landesweit eine gute Infrastruktur. Investitionen in Autobahnen, Schienen- und Wasserwege müssen mit dem Bedarf Schritt halten. Bedeutet: Wir bauen Autobahnen, damit die (siehe 1. und 2.) überdimensionierten Autos auch bequem ausgefahren werden können. Schienenwege da bauen wir natürlich nicht so aus, das Leute wirklich umsteigen, nö wir verknallen richtig Geld um einen Bahnhof in Stuttgart unter die Erde zu legen.
    4. Elektromobilität auf die Straße bringen
      Vor allem für die Elektromobilität brauchen wir schnell die nötige Infrastruktur: Wir möchten Ladesäulen an unsere Autobahnen und Mobilstationen in unsere Städte bringen. Das Laden beim Arbeitgeber und in Gemeinschaftsgaragen soll einfacher werden. Bedeutet: Damit unsere Autoindustrie nach der Aktion aus 2. schon wieder neue Autos verkaufen kann, ändern wir den Antrieb der Autos, was vorher so lange möglich verschleppt wurde. Elektroräder haben wir hier nicht genannt.
    5. Mehr Raum für das Fahrrad
      Im Stadtverkehr und auf Pendelstrecken spielt das Fahrrad eine immer wichtigere Rolle. Deshalb möchten wir eine echte Radverkehrsoffensive: Fahrradwege müssen bei der Stadt- und Raumplanung viel stärker berücksichtigt werden. Mehr und breitere Radwege sowie Radschnellwege bringen größere Sicherheit für Fahrradfahrer auf unseren Straßen. Wir wollen den Umstieg auf das Fahrrad dort leicht machen, wo es eine Alternative zum Auto sein kann. Bedeutet: Wir wollen tolle Radwege zum Biergarten hin bauen. In der Stadt wo es um Arbeitswege und Einkaufsfahren geht, da wägen wir ab, wie viel Raum wir Fußgängern weg nehmen können um Radfahrer von der Fahrbahn fern zu halten. Immerhin haben wir in 1. und 2. und 4. dafür gesorgt das Autos sehr kraftvoll beschleunigen können, das muss auch in der Stadt möglich sein und bequem mit den tollen Autos. Deswegen schreiben wir hier auch nichts von Tempo 30 oder dem umwanden von Parkraum.
    6. Für einen besseren und saubereren ÖPNV
      Ein verlässlicher, klimafreundlicher und leicht erreichbarer ÖPNV in Stadt und Land ist zentral. Wir wollen mehr darin investieren. Bus und Bahn können zum Beispiel mit Car-Sharing, Fahrrädern und Elektrorollern gut kombiniert werden. Tickets und Fahrzeuge werden über Apps digital gebucht – und ab geht die Fahrt. Dazu brauchen wir besser kombinierte Fahrpläne, Buchungs- und Ticket-Systeme. Automatisierte Shuttles und Pooling-Systeme machen den ÖPNV auch auf dem Land besser nutzbar. Bedeutet: Es bleibt dabei, dass man Tickets kaufen muss. Nicht das am Ende doch noch Leute auf Bus und Bahn umsteigen, wenn man den ÖPNV einfach mal kostenlos macht, das würde ja Geld kosten. Nee, nee, das lassen wir mal sein und machen halt eine neue coole App.
    7. Mehr aufs Gleis
      Wir müssen mehr in Instandhaltung, Ausbau und Reaktivierung unseres Schienennetzes investieren. Ein vereinheitlichter Fahrplan, besserer Kundenservice und Komfort sowie pünktlichere Züge können durch mehr Investitionen und Digitalisierung erreicht werden. Nur so wird der Bahnverkehr in Zukunft einen höheren Klimaschutzbeitrag leisten können. Bedeutet: Wir haben die letzten Jahrzehnte da alles vergammeln lassen. Jetzt können wir ja damit punkten, dass wir ankündigen diesen Fehler wieder gut zu machen. Da interessiert es auch nicht, dass wir hier Versprechen machen, die am Ende ein Unternehmen halten soll. So können wir doch gut Gelder ausgeben, für ein Unternehmen, was ständig wachsende Managergehälter vorzuweisen hat. Ronald Pofalla ist ja sicher nicht der Letzte aus unseren Reihen, der von diesen hohen Managerehältern dann profitiert.
    8. Mobilitätsangebote vervielfältigen und kombinieren
      Wir wollen ein breites Angebot an Mobilität zur Verfügung stellen. Dazu verbinden wir unterschiedliche Mobilitätsformen: eine schnelle und pünktliche Bahn, ein ausgebauter ÖPNV, sichere Radwege sowie Sharing- und Pooling Dienste verschiedenster Art. Bedeutet: Davon sind wir sehr weit weg, aber man wird ja nocht träumen dürfen. Das dieser Punkt zusammen mit 7. gar nicht zu dem Ausbau der Autobahnen in 4. passt ist ja egal.
    9. Mobilität ist europäisch
      Wenn wir unterwegs sind, dürfen wir Europa grenzenlos erleben. Das Reisen durch Europa soll noch leichter, schneller und klimafreundlicher werden. Dazu wollen wir ein europäisches Verkehrsnetz: Ein verknüpftes Schienensystem mit einem vielfältigen Angebot von Fern- und Nachtzügen. Das ist nicht nur für unsere Wirtschaft gut, sondern auch für unser Leben in Europa. Bedeutet: Nix Neues, die Grenzen in Europa sind schon offen der Rest stammt aus vorherigen Punkten.
    10. Zukunftsvisionen mutig verfolgen
      Wir blicken mit Neugier und Begeisterung für neue Fortbewegungsmöglichkeiten in die Zukunft. Deutschland ist ein Mobilitätsland und führend in Forschung und Entwicklung. Für unsere Wirtschaft hält die Mobilität der Zukunft viel bereit. Neue Technologien bieten Chancen – für ein mobiles und klimafreundliches Leben. Bedeutet: Scheiß auf unsere Probleme, da wird sicher schon bald jemand was erfinden was die löst.

    Ich hoffe ich bin einfach nur zu pessimistisch und verschätze mich mit meinen Deutungen.

    Endlich versteht mal jemand das auch Fahrräder Fahrzeuge sind und nicht nur PKW (die Kinder nicht fahren dürfen, mit 17 nicht alleine). Unberechtigt parkende Fahrzeuge werden abgeschleppt, Eltern haften für ihre Kinder:

    Dann aber bitte auch den §3 STVO Punkt 2a mit angeben:

    Zitat

    (2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

    Ich würd da ja einfach ein [Zeichen 260] nehmen. Und es - um Missverständnisse auszuschließen - über dem Weg anbringen... Aber das wollen sie scheinbar auch nicht.


    Das geht nicht, da [Zeichen 260] für die gesamte Straße gelten würde und nicht nur für einen Sonderweg. Außerdem beinhaltet ein [Zeichen 240] oder besonders auch [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] eine bessere Position für Fußgänger.

    Der Verein Fuss e.V. hat natürlich recht, es wäre nicht gut, wenn sich schnelle Personen zwischen langsamen (Kindern/älteren Leuten) Fußgängern durch schlängeln, dass erzeugt gerade bei älteren Menschen Angst und schränkt so auch schnell Menschen in der Freiheit ein. Dazu braucht es keine Konkrete aktive Bedrohung, die bloße Wahrnehmung kann da reichen.


    Was an der ganzen Diskussion allerdings traurig ist, ist die Tatsache, dass man nur noch mit/ohne Motor unterscheidet und dabei blind davon ausgeht, ohne Motor wäre gleich langsam. Ein klassischer Trettroller kann durchaus schnell werden und ist schon immer auf Gehwegen und in Fußgängerzonen erlaubt. Gleiches gilt für Skates.