Beiträge von KleverRadfahrer

    Beispiel 3: Das Verkehrsschilderkennungssystem entdeckt dieses für den Fahrradverkehr gedachte Baustellenschild und ISA bezieht das Schild auf den Autoverkehr.


    Also wenn ISA Systeme sich so verhalten würden fände ich es lustig. Dann würden ja Behörden und Bauleute Verkehrszeichen plötzlich korrekt aufstellen müssen um Probleme beim KFZ Verkehr zu vermeiden. :D


    Also ich verstehe diese Zeichen ganz klar so: Dort ist eine Baustelle und in diesem Bereich ein Radweg mit Benutzungspflicht. Darunter kommt kein Zusatzzeichen, sondern ein nächstes Gebotszeichen (5 km/h max.). Da drunter kommt ein Radfahrer frei, also sind Radfahrer von den 5 km/h ausgenommen.


    Das ganze ist doch logisch. Es muss besondere Gefahren auf der Fahrbahn geben, weswegen Radfahrer zwangsweise auf den Rad(und Geh-)weg geschickt werden, Kraftfahrzeuge müssen wegen dieses Gefahr auf der Fahrbahn entsprechend langsam fahren. Ist doch ganz logisch. :S

    nein, verhindern lässt sich "zu schnell fahren" mit keiner Vorrichtung. Jede Vorrichtung kann umgangen werden. Mit mehr oder weniger Aufwand.

    Daher wäre die Formulierung treffender: Die Anzahl und Schwere von Geschwindigkeitsübertretungen lässt sich reduzieren.

    Das stimmt schon. Eine Hürde wäre es natürlich trotzdem und eine andere Situation, wenn jemand erwischt wird; Vorsatz wäre dann nicht mehr zu leugnen.


    Das Hauptproblem sehe ich darin, dass ISA Systeme noch nicht zuverlässig genug arbeiten. Das macht es schlicht nötig dass man diese überstimmen kann, sollte das System sich irren. Was aber heute schon zuverlässig und leicht möglich wäre, die Höchstgeschwindigkeit generell zu beschränken. Die freiwilligen 250 km/h sind eh nur noch dafür da, damit Aufpreise genommen werden können um diese Sperre (was die Hersteller quasi nichts kostet) heraus zu nehmen, bei teuren Sportwaagen. Es spräche meiner Meinung nach nichts dagegen, Neuwaagen grundsätzlich aus Sicherheitsgründen nicht schneller als x km/h fahren zu lassen. Volvo z.B. macht es freiwillig und begrenzt bei 180 km/h.


    Das zweite Problem dürfte der Punkt der Freiheit sein, die man nicht gewährleisten kann und gleichzeitig jede Form von Unsinn verhindern. Es stehen schon genug Leute in den Startlöchern die dann noch viele weitere "intelligente Einschränkungen" wollen. Z.B. wollen manche, das Computer nicht jede Datei kopieren können, manche Informationen damit nicht abrufbar sind, usw. Da ist man ganz schnell in einer Welt der Fremdkontrolle. Da lebt man evt. doch lieber mit dem Risiko, weil es das geringere Übel ist.


    Zumal ein wichtiger Punkt hier wohl noch nicht aufgefallen ist, die zulässige Höchstgeschwindigkeit muss zum rasen gar nicht immer überschritten werden. Das geht an vielen Stellen auch so. Und wenn sich Leute dann z.B. Rennen auf kurvigen Straßen liefern, wo man die erlaubte Höchstgeschwindigkeit aufgrund enger Kurven nicht ausfahren kann, dann ist das nicht weniger Gefährlich für Dritte.

    Das große Problem ist das PKW zwei Dinge gleichzeitig sind: Panzer bzw. gefährliche Waffe und rohes Ei, wo jeder Kratzer teuer wird. So geht man im Auto kein Risiko für sein Leben ein, wenn man sich rücksichtslos gegenüber Radfahrern oder Fußgängern verhält. Verfolgt von den Behörden wird es so gut wie nie, eine direkte Gegenwehr ist nicht möglich oder führt direkt zu einem belegbarem Schaden.


    Dabei sind die Schäden welche durch so eine Fahrweise verursacht werden ja durchaus vorhanden. Wenn es dazu führt, dass sich am Ende manche Menschen nicht mehr aufs Rad trauen kostet es auch. Es ist nur eben nicht ein belegbarer Betrag den man klar einem Verursacher nachweisen kann.


    Ich habe mich schon bei der letzten Novelle der STVO gefragt, ob die 1,5m/2m Regel jetzt wirklich ein Fortschritt ist. Sie ist nämlich auch eines, eine sehr billige Möglichkeit für Überholmanöver wie im Video gesehen, ein gefährliches Vergehen lächerlich zu bestrafen. Dort sind keine Abstufungen festgelegt worden bei der Strafe. Also egal wie dicht es wird, es bleibt bei 30 Euro. Für 1,4m statt 1,5m wäre eine so geringe Strafe (bezogen auf die Kosten eines PKW eigentlich nur ein kostenpflichtiges Erinnerungsschreien an die STVO) ja ok, aber nicht mehr, wenn es deutlich weniger wird. Hier hätte man es analog zum den Strafen fürs Drängen unter PKW Fahrern auf der Autobahn machen können und direkt Steigerungen festlegen für weniger als X% des Abstandes. Und ja auch diese Reglung ist so gestaltet, dass sie nur Kraftfahrer ordentlich schützt, die Strafen für zu dichtes Hinterherfahren sehen erst ab 80 km/h Punkte vor.

    2017 war das Ganze nur als Gehweg mit Radverkehrsfreigabe angeordnet:

    https://www.mapillary.com/map/im/YGULYtGm9ZndGxdgOa7rzA

    Dann fände ich das [Zusatzzeichen 1012-32] legitim, da es ja primär ein Gehweg ist.


    Es kommt drauf an. Wenn da früher ein [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] (oder sogar die andere Form, wo dort in Schrift "Radfahrer frei" steht) war und dann dann das Ganze in [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1012-32] geändert wurde, dann kann man das wirklich sehr leicht übersehen.


    Dazu wage ich mal folgende Behauptungen:


    1) Seitdem dort [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] steht hat sich niemals ein Polizist um die Einhaltung der Regeln dort gekümmert, Schrittgeschwindigkeit wurde da nie überprüft. Sonst würden ja schnelle Radfahrer (ja wie es die STVO vorsieht) noch auf die Fahrbahn ausweichen und den Autoverkehr behindern.


    2) Bei der Sperrung für den Radverkehr wurde überhaupt gar nicht berücksichtigt, das dieser auf dem Gehweg eh nur Schritttempo fahren dürfte.

    Also ich sehe Section Control als unnötig an. Was die Kläger da befürchten ist leider durchaus realistisch. Man nehme nur mal die aktuellen Beispiele, wo die Polizei sich die Corona Gästelisten geschnappt hat (Quelle). So viel sind Versprechen die Daten sind nur für X und werden nicht für andere Dinge genutzt wert.


    Verboten und gefährlich ist es überhaupt zu schnell zu fahren, nicht nur im Schnitt. Am Ende setzt da die Autofahrerlogik ein: "Jetzt war ich langsamer wegen Trecker/Radfahrer/... jetzt kann ich innerhalb der Section ausgleichen". Ist doch jetzt bereits so bei den Bußgeldern, viele fahren so viel zu schnell wie es ohne Punkte möglich ist.


    Das nächste praktische Problem (was ich hier in der Region Niederrhein beobachte) bleibt auch ungelöst. Es wird immer an den gleichen Stellen gemessen. Diese kennt man nach einer Zeit und merkt dann auch, dass dort wo es typischerweise nie kontrolliert, dieses auch ausgenutzt wird. Wenn SC dazu führt, dass es durch Schilder angekündigt werden muss, dann verschlimmert es das Problem evt. sogar, dass mache zu schnell fahren, wenn sie gerade nicht kontrolliert werden.


    Weiteres Problem, wer mit dem Auto nur das maximal erlaubte Tempo fährt wird recht schnell unangenehme Blicke in den Rückspiegel erleben. Leider wird aber nur das Tempo kontrolliert und nicht gleichzeitig auch die Abstände, das bleibt mit SC ebenfalls ungelöst.


    Und das Hauptproblem, das insgesamt zu wenig (vor allem sind die die Kontrollen wichtig, die nicht stationär sind) kontrolliert wird ist ein Personalproblem, das bleibt durch Section Control auch ungelöst.

    Das Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mitunter deutlich teurer als mit dem eigenen Auto: Wer mit der Bahn pendelt, zahlt drauf


    Und da ist nicht mal eine Berechnung der Zeit mit drin. Mut Bus/Bahn braucht man in der Regel länger, rechnet man das in Zeit um (in Form eines Stundenlohns) dann steht der ÖPNV noch schlechter da.

    Da sieht man mal wie sehr das Auto subventioniert wird, wenn es trotz geringerer Effizienz besser da steht.

    https://www.spiegel.de/wirtsch…ocket-newtab-global-de-DE


    Wieso freut es mich, das Benzin/Diesel teurer geworden sind, obwohl ich auch selber dadurch mehr bezahlen muss?


    Traurig aber vermutlich richtig: Mir kam beim lesen gerade der Gedanke, das ein [Zeichen 244] alleine wohl ständig missachtet werden wird. Wenn aber von der anderen Seite bei einer engen [Zeichen 244][Zusatzzeichen 1020-30][Zeichen 220-20] Straße Kfz einfahren dürfen, und es dadurch unter Kfz zu Problemen kommt, dann dürfte das die einzig realistische Chance sein, dass sich da bei den Kfz Lenkern ein Lerneffekt einstellt.

    Mich würde bei diesen Zahlenerhebungen mal interessieren, ob bei den Fahrradbenutzer-Zahlen die Schüler dabei sind? Zumindest meine Kids *hassen* Fahrradfahren und sehnen den Tag herbei, an dem sie ihr Fahrrad über die Wupper kicken können und endlich Autofahren dürfen. Bei mir wars ähnlich.


    Insofern frage ich mich bei diesen Zahlen immer, wieviele Prozent eigentlich auf Menschen entfallen, die tatsächlich *freiwillig* Fahrrad fahren - und das auch noch morgen tun werden.


    Das ist eine gute Frage, die muss man sich auch im Zusammenhang mit Verstößen stellen, wenn Kfz Verkehr mit Radverkehr verglichen wird. Da werden auch gerne die Verstöße von Radfahrern (Kindern + Erwachsende) mit denen von Autofahrern (fast nur Erwachsende) gegenübergestellt.


    Wenn deine Kids diese Einstellung haben, dann liegt das wohl leider daran, dass immer noch Radfahrer Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse sind :( , die wollen halt gerne aufsteigen.

    Leider steht dort nicht, ob das System dann auch aufzeichnet, ob diese Einstellung benutzt wurde. Könnte bei einem Unfall evt. relevant werden.

    Mein Vorschlag wäre ja, schon einen Punkt ab 1 km/h drüber, dann wäre der gesellschaftliche Anteil bei diesem Problem schnell entschärft. Es steht ja im Artikel, die Einstellung wird gewünscht, weil es offenbar sonst Druck von anderen Fahrern gibt, wenn sich jemand genau an die Beschränkung hält. Die nennen es halt nur an den Verkehrsfluss anpassen.


    Ich fahre ja auch ab und zu mal Auto, zu schnell fahren kann evt. mal passieren wenn wirklich ein Schild übersehen wird, weil man gerade seine Aufmerksamkeit woanders dringend benötigt und dann das Schild nicht mit bekommt. Aber ein Punkt ab und zu mal entzieht ja auch nicht die Fahrerlaubnis. Das man schneller wird als mal fahren will ist mit Tempomat eigentlich kein Problem mehr, ausser bei alten Autos (wo der Tempomat nur Gas weg nimmt aber nicht bremst) bergab oder Leuten die den Tempomaten nicht bedienen können.

    http://www.verwaltungsvorschri…_26012001_S3236420014.htm


     
    23Die vorgegebenen Maße für die lichte Breite beziehen sich auf ein einspuriges Fahrrad. Andere Fahrräder (vgl. Definition des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968, BGBl. 1977 II S. 809) wie mehrspurige Lastenfahrräder und Fahrräder mit Anhänger werden davon nicht erfaßt. Die Führer anderer Fahrräder sollen in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen;



    Das ist aber durch das "sollen" sogar weniger verbindlich als die Reglungen, wann die Zeichen [Zeichen 237][Zeichen 240][Zeichen 241-30] aufgestellt werden dürfen. Auf die Verkehrsteilnehmer selber hat es gar keine Wirkung, da zählt nur die Stvo, die Verwaltungsvorschriften dazu richten sich ausschliesslich an die Behörden.


    Im übrigen, wenn "die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist" müsste laut der Rechtsprechung auch für alle "normalen" Fahrräder gelten.

    Hat jemand, der so gut wie immer zu dicht auffährt, vergessen, dass es eine Regel "Halber Tacho" gibt?


    Hier haben wir doch ein schönes Beispiel, was besser werden würde, wenn man alle 2 Jahre jeden grundsätzlich nochmal nachprüfen würde. Viele überholen z.B. Radfahrer mit zu wenig Seitenabstand auch ohne Aggression, weil Sie glauben das passt so. Gleiches beim halben Tacho Abstand, da scheint es oft auch eine Fehleinschätzung zu sein. So etwas könnte man damit wunderbar entgegen wirken.


    Aber eben auch Regeln die Leute falsch kennen, weil die sich vor kurzem erst geändert haben (z.B. neue Regeln oder Fragen zur Benutzungspflicht von Radwegen, die gerade mal zwei Jahrzehnte alt sind) könnte man damit wunderbar einfach mit abfragen. Dann würde das Problem der Regelunkenntnis geringer, denn die Leute müssten sich ja aktiv über die aktuellen Regeln informieren um die Prüfung zu schaffen.

    Ich glaubs nicht wirklich. Ein Blitzer als "ständige Gefahrenquelle" muss weg. Was kommt als nächstes? In BW steht in jedem kleinen Kaff einer.


    Leider ist der Artikel hinter einer Paywall, deswegen kann ich nur auf die Überschrift und deinem Kommentar reagieren.


    Wäre es an der Stelle dann nicht sinnvoll die Abstände zu messen und zu dichtes Auffahren zu sanktionieren?

    Viel gerechter und diskriminierungsfrei wäre hingegen eine Tauglichkeitsprüfung um weiterhin KFZ bewegen zu dürfen, U 50 alle 5 danach alle 2 Jahre.


    Warum erst Ü50 und nicht einfach für alle diese Prüfung alle 2 Jahre. Das könnte man wunderbar damit verknüpfen, dort Fragen zu stellen, zu geänderten Regeln oder Regeln, die oft falsch in den Köpfen der Leute sind (Benutzungspflicht von Radwegen, Schritttempo, Überholabstände, Abstände, ...). Einfach zum Erhalt der Fahrerlaubnis alle zwei Jahre eine neue Fahrprüfung wo genau solche Fragen kommen. Die Pflicht die aktuellen Regeln zu kennen besteht ja bereits.


    Das könnte wirklich etwas verbessern, wenn man so die Leute dazu bringen würde diese Pflicht, die aktuellen Regeln zu kennen, ach umzusetzen und gleichzeitig die Fahrtüchtigkeit zu prüfen.

    Innerstädtisch aber sollen diverse markante Verbesserungen erstellt werden und hier rings herum lebe ich bald umschlossen von "Fahrradstraßen" Vgl Seite 93ff des Konzeptes. Ampeln sind ein leidiges Thema, auch da stimme ich dir zu.


    Wird hier in Kleve auch gemacht mit den Fahrradstrassen. Die haben aber nur dann einen Vorteil, wenn man mit mehreren Radfahren unterwegs ist und so durch das dort dauerhaft (auch wenn Kfz deswegen warten müssen) erlaubte Nebeneinaderfahren ein überholt werden blockieren kann. Fährt man dort alleine, wird man meistens genauso zu eng überholt wie woanders auch.


    In der Praxis sind es nur längliche Parkplätze, die genutzt werden um "etwas für Radfahrer zu tun". Erkennt man daran, dass dort nahezu grundsätzlich immer Kfz freigegeben sind, nicht einmal nur Anlieger, nein immer alle Kfz. Dazu kommt, zumindest hier in Kleve, haben Fahrradstrassen noch keinen einzigen schlechten Radweg ersetzt, die werden hier nur in 30 Zonen gesetzt.

    Ähm, ist der Mensch, der dort mit ADFC Logo auf der Brust spricht wirklich der Meinung er hätte Vorfahrt, wenn er über einen abgesenkten Bordstein wieder auf die Fahrbahn auffährt (ca. bei 0:40)? ?(


    Aber Radwege, sogar mit Benutzungspflicht, gerade dort zu bauen, wo Kreuzungen kommen zeigt doch, dass die Behörden keine Ahnung von der Materie haben. X(

    ... also alle Straßen mit 1,5m breitem Seitenstreifen pro Fahrtrichtung bauen / ergänzen.:/

    Die meisten Landtraßen haben doch sehr breite Schutzstreifen, nennt man dort aber Mittellinie. Nach aktueller STVO müssen Kfz eh komplett da drüber, wenn die legal überholen möchten (bei normal breiter Landstraße).


    Die entscheidenden Faktoren dürften aber Tempo 70 und die Anzahl der Radfahrer dort sein. Wenn sich diese erhöht, dann wird die Situation automatisch besser für Radfahrer.