„Ich hab den Assi“

  • Herr, gib mir Kraft!


    Ich habe mir schon länger gewünscht, dass die Problematik blind rechtsabbiegender Last- und Personenkraftwagen endlich mal auf dem bundespolitischen Parkett diskutiert wird, aber leider würde eine solche Diskussion auch bedeuten, dass mit dem Bundesverkehrsministerium die CSU die Finger im Spiel hat.


    Einen Tag habe ich nun mit mir gerungen, was ich zu dieser Aktion schreiben sollte und ich denke, es zeugt von ganz besonderer Diplomatie, wenn ich das einfach mal so stehen lasse:


    Bundesminister Scheuer startet „Aktion Abbiegeassistent“

  • welcher Aufkleber ist für den Radler der ohne bremsen einfach über die Kreuzung fährt und auch nicht bei Rot oder für Fußgänger hält ?? Der sein Tempo erhöht und meint er hat Vorfahrt und zeigt es den blöden Autofahrern auch gerne mit Stinkefinger oder auf das Auto schlagen. Manchmal frage ich mich was solche "Radler" sich denken das sie stärker sind das Ihnen die Straße alleine gehört ? Selbst wenn sie im Recht sind und der Autofahrer hat sich wie ein "Horni" benommen hilft es dem Radler nicht er ist leider ohne "Knautschzone " unterwegs. :evil:8o

  • Na, sind die Sommerferien wieder so langweilig, weil alle anderen im Urlaub sind?


    Du darfst dich auch gerne sachlich zum jeweiligen Thema äußern, wenn du das kannst. Wenn das Thema, so wie hier, nicht passt, eröffne selbst ein passendes. Ist garnicht so schwer, wie es aussieht. :*

  • Wie ich es sehe bin ich sehr sachlich was hat der Sommer damit zu tun das auch Menschen die andere Meinung haben hier nicht mitdiskutieren dürfen aber es ist wie es ich sehe sie sind doch nicht willens oder in der Lage eine sachliche Diskusion zu führen . Danke führ Ihre Meinung .

  • Was möchten Sie denn zur Aktion "Abbiegeassistent" des Bundesverkehrsministers diskutieren? Denn darum geht es in diesem Thema.


    Wie ich bereits schrieb, dürfen Sie zu ihrem Lieblingsthema, welches das Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zu sein scheint, ein eigenes Thema eröffnen, wo es dann nur darum geht.

  • Wie ich es sehe bin ich sehr sachlich was hat der Sommer damit zu tun das auch Menschen die andere Meinung haben hier nicht mitdiskutieren dürfen aber es ist wie es ich sehe sie sind doch nicht willens oder in der Lage eine sachliche Diskusion zu führen .

    Sagen wir mal so: Wenn jemand mit einem neuen Benutzerkonto ins Forum stürmt und erstmal mit Beiträgen loslegt, die zwar nicht unbedingt beleidigend sind, aber, mit Verlaub, 1 zu 1 den Weisheiten entsprechen, die man regelmäßig in Kommentaren auf Facebook oder unter Artikeln der einschlägigen Nachrichtenseiten lesen kann, dann schrillen zunächst einmal die Alarmglocken.


    Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Ja, es gibt auf dem Fahrrad Idioten ohne Ende. Ich persönlich könnte mich mittlerweile jeden Tag mehrfach darüber aufregen, wie sich andere Verkehrsteilnehmer auf dem Fahrrad verhalten. Wir könnten nun eine lange Diskussion führen, warum das womöglich so ist und wie man diesem Zustand Abhilfe schafft — aber ich bin mir nicht sicher, ob du daran interessiert bist, ob es quasi die Zeit wert ist, denn dein Einstandskommentar sah eher nach dem Ablassen von Frust statt der Einladung zu einer unaufgeregten Diskussion aus.

  • Gegenspieler

    Ich habe durchaus nichts dagegen, innerhalb eines Themas mal (!) auf Abwege zu geraten -- ich bin selbst einer, der manchmal vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt.

    Ich bitte aber zu bedenken: Satzzeichen sind so billig, da kann man ruhig mehr von nehmen. Beiträge, in denen Sätze über vier Zeilen mäandern, ohne dass ein einziges Komma den Lesefluss etwas gliedert, sind mir zu schwer zu lesen.

  • welcher Aufkleber ist für den Radler der ohne bremsen einfach über die Kreuzung fährt und auch nicht bei Rot oder für Fußgänger hält ?? Der sein Tempo erhöht und meint er hat Vorfahrt und zeigt es den blöden Autofahrern auch gerne mit Stinkefinger oder auf das Auto schlagen. Manchmal frage ich mich was solche "Radler" sich denken das sie stärker sind das Ihnen die Straße alleine gehört ? Selbst wenn sie im Recht sind und der Autofahrer hat sich wie ein "Horni" benommen hilft es dem Radler nicht er ist leider ohne "Knautschzone " unterwegs. :evil:8o

    Soll das jetzt eine Drohung sein, in den sog. "sozialen Netzwerken" dazu aufzufordern, Radler platt zu fahren? Gerade heute hat mich ein schwerer LKW auf einer Straße innerorts besonders dicht überholt und der Beifahrer brüllte unflätige Worte aus dem Fenster, verbunden mit der Aufforderung, ich solle gefälligst den Radweg benutzen. Bloß da war kein Radweg. An der besagten Stelle gibt es einen Fußweg, der für Radfahrer freigegeben ist. Aber es gibt gute Gründe, den als Radfahrer nicht zu benutzen.

    Und jetzt erzählen Sie mir mal, wie ich einem schweren LKW, der mich zu dicht überholt, mit der Hand auf's Autodach hauen soll??? Mag sein, dass der eine oder andere Radfahrer meint, dafür seinen Frust halt an anderen Autofahrern auslassen zu müssen. Ihre diesbezüglichen Pauschalisierungen gehen da aber deutlich zu weit Gegenspieler.

  • Kurzer Hinweis am Rande: Wenn Ihnen jemand beim Überholen aufs Autodach schlagen kann, haben Sie den Seitenabstand massiv unterschritten. Kein Arm ist mehr als 150cm lang. Und nein, eine Pflicht, am äußersten rechten Fahrbahnrand zu fahren, existiert nicht; wir sind nicht mehr im Deutschen Reich. Ein Fahrrad ist kein Schienenfahrzeug und kann durchaus auch mal von seiner Fahrlinie abweichen, benötigt also auch etwas Luft nach links und rechts.

  • 80 cm Abstand zum rechten Fahrbahnrand ist als Mindestabstand dringend zu empfehlen. Meist findet dort auch Fußgängerverkehr statt. Tritt ein Fußgänger unvermittelt auf die Fahrbahn und man hat nicht wenigstens 80 cm Abstand eingehalten, läuft man Gefahr, von einem Richter eine Mitschuld für den träumenden Fußgänger aufgebrummt zu bekommen. Außerdem hat man so wenig Chancen, auf den Fußgänger zu reagieren.

    Und schließlich hat man bei 80 cm Abstand zum Fahrbahnrand noch genug Platz, einem zu-dicht-Überholer noch auszuweichen, ohne sich am Bordstein auf die Fresse zu legen.

    Stehen rechts auch noch geparkte Fahrzeuge, ist mindestens ein Abstand von 1m erforderlich, will man nicht in sich öffnende Türen geraten und falls doch auch noch eine Mitschuld vor Gericht zu bekommen.

    Das sind alles Dinge, die der gemeine Autofahrer gar nicht auf dem Schirm hat und sich nur aufregt, wenn der Radler vor ihm nicht äußerst rechts fährt, um ihm Platz zu machen. Viele Dinge wären viel entspannter, wenn der Autofahrer auch mal die Perspektive wechseln würde. Und ich meine jetzt nicht die Spazierfahrt am Sonntag abseits des Autoverkehrs mit dem Rad übers Feld oder durch den Wald, sondern die Alltagsradelei auch zu Berufsverkehrszeiten mitten durch die City.

  • Zitat

    Und schließlich hat man bei 80 cm Abstand zum Fahrbahnrand noch genug Platz, einem zu-dicht-Überholer noch auszuweichen, ohne sich am Bordstein auf die Fresse zu legen.

    Schafft ihr das echt?


    Ich bin eigentlich immer zu langsam um zu reagieren, wenn mich einer zu dicht überholt. So lang ist ein Auto nicht ... 5m? Wenn der mich mit 10m/s Differenzgeschwindigkeit überholt (~70km/h bei meinen ~30km/h .. das passt so in etwa), dann ist der Überschnitt irgendwas um eine halbe Sekunde. Da ist meine Reaktionszeit zu lange für ... kann dann nur danach den Lenker verreißen.

  • Schafft ihr das echt?


    Ich bin eigentlich immer zu langsam um zu reagieren, wenn mich einer zu dicht überholt. So lang ist ein Auto nicht ... 5m? Wenn der mich mit 10m/s Differenzgeschwindigkeit überholt (~70km/h bei meinen ~30km/h .. das passt so in etwa), dann ist der Überschnitt irgendwas um eine halbe Sekunde. Da ist meine Reaktionszeit zu lange für ... kann dann nur danach den Lenker verreißen.

    Ich halte ein rechtzeitiges reflexartiges Ausweichen aus neuro-physiologischen Gründen auch für unmöglich. Und aus physikalischen Gründen wäre der Versuch außerdem kontraproduktiv: wenn du mit einem Zweirad bei voller Fahrt scharf einlenkst, wird das Rad zunächst eine kleine Konterbewegung in die Gegenrichtung ausführen, bevor es in die gewollte Richtung kippt. Die Konsequenz ist, dass du dem Objekt, vor dem du ausweichen willst, zunächst mal noch ein paar (u.U. fatale...) Zentimeter näher kommst.


    Die sinnvollste Reaktion, wenn es mal eng werden sollte, ist m.E. unter Beibehaltung der bisherigen Fahrlinie bremsen.

  • Oft ja. Nachts ist es gar kein Problem, weil man den Scheinwerferkegel sieht. Tagsüber hört man häufig, dass der Autofahrer dicht überholt. Zudem habe ich einen Spiegel am Lenker.

    Da bin ich dabei ... das ist aber (für mich) kein Ausweichen, sondern eher ein "vorausschauendes Platz machen". Wenn dies meinem eigenen Schutz dient, bin ich gerne dabei. Auf den Nürnberger Schutzstreifen ist so was häufig sinnvoll. Da wurden aus zwei Fahrspuren irgendetwas plus ein Schutzstreifen. Wenn da zwei Autos neben mir fahren bin ich manchmal in der Mitte meines Streifens besser aufgehoben als am linken Rand. Nicht wenn da noch jemand parkt, aber wir haben auch manchmal Wald daneben.


    Und eigentlich unterschreite ich dabei meinen Sicherheitsabstand nach rechts - würde ich aber natürlich auch, wenn ein Schlagloch "eher links" auf meiner Fahrlinie auftaucht.

  • Wenn der mich mit 10m/s Differenzgeschwindigkeit überholt (~70km/h bei meinen ~30km/h .. das passt so in etwa), dann ist der Überschnitt irgendwas um eine halbe Sekunde.


    In diesem Moment immer der Gedanke: Was kommt danach? Hängt ein Anhänger dran? Falls ja: Ist der Anhänger breiter als das Zugfahrzeug? Oder kommt ein anderes Fahrzeug mit viel zu geringem (Längs-)Abstand hinterher, dessen Fahrer gar nicht anders kann als den Radfahrer zu "übersehen"?


    Die sinnvollste Reaktion, wenn es mal eng werden sollte, ist m.E. unter Beibehaltung der bisherigen Fahrlinie bremsen.

    Nach dem Dicht-überholt werden schwenke ich gerne deutlich weiter nach links in Richtung Fahrbahnmitte, falls ich den Folgeverkehr abschätzen kann und der Geschwindigkeitsunterschied nicht zu hoch ist. So kann man dem Fahrer freundlich in den Rückspiegel winken und verhindern dass nachfolgende Fahrzeuge hinterherschießen. Es scheint ja so ein Herdenverhalten zu sein: Wenn mich einer dicht überholt, machen die nachfolgenden Fahrer es gerne genauso

  • Im Vekehrsportal hatten wir gerade den Fall, dass ein schneller Rennradler von einem Sattelzug abgedrängt wurde. Da er ziemlich Fahrbahnmitte fuhr, hatte er noch Platz zum Ausweichen, Geschwindigkeitsabbau und Einstellung auf den unbefestigten Randstreifen und die Wiese dahinter. Nicht viel passiert. Wäre er sehr weit rechts gefahren, wäre er mit ca. 50 km/h auf den unbefestigten Seitenstreifen geraten und wahrscheinlich dort schon zu Fall gekommen. Ansonsten fast ungebremst in die Wiese, wo es ihn auf jeden Fall hingehauen hätte.


    Im nicht so schlimmen Normalfall ist es häufig so, dass man beim Dichtüberholen erschrickt und ohne Nachzudenken einen Schlenker nach rechts macht. Bei LKW besorgt das allein schon der Winddruck. Wer dann zu dicht am Bordstein ist, hat keine Chance mehr. Mit etwas Glück fällt er dann genau vor die Zwillingsreifen des Aufliegers. Das wars dann.


    Ich wurde selber auch schon von ewig langen Sattelzügen mit Hänger dicht überholt. Und ich hab mich jedes mal geärgert, wenn ich nicht genügend Platz nach rechts gelassen habe, um selber meine Situation verbessern zu können. Das ist mir nicht sehr oft passiert.