Beiträge von arvoituksellinen

    @alle Danke für die Tipps, insbesondere die schnelle RE-Verbindung über Koblenz-Köln-Duisburg hatte ich nicht auf dem Schirm. MIt dem Lastenrad und zu dritt wird es wohl fast unmöglich, den Fernverkehr zu nehmen. Tja, dann wird es wohl auf die Regionalzüge hinauslaufen. Und damit wird die Rückfahrt wohl auch von Deutschland aus laufen - von Belgien aus îst die Fahrt mit Regionalzügen sehr umständlich. Außerdem wird in Deutschland dann schon das 49-Euro-Ticket gelten.

    cubernaut Es geht übrigens um ein Pedelec (ohne S), das Lastenrad ist tatsächlich das oben abgebildete Shorty von urbanarrow, und eben ein "Biobike".

    Eine Bitte um Hilfe.

    Zwei Freunde und ich -- alle drei ehrgeizig, aber nicht wirklich erfahren in Ferntouren -- wollen in der ersten Augusthälfte eine Radtour den Niederrhein entlang machen. Wir haben ein E-Bike, ein Lastenrad (E, Shorty) und ein Biobike.

    Unsere Vorstellung bisher: Von Kaiserslautern aus bis Düsseldorf oder Duisburg mit dem Zug, dann über Arnheim und Utrecht bis Amsterdam. Über die weitere Strecke sind wir uns noch unklar: Entweder nach Norden, die niederländische Küste entlang, dann über Groningen wieder zurück nach Deutschland und mit dem Zug zurück. Oder nach Süden, über Rotterdamm und Seeland bis nach Belgien (Brügge, Gent, evtl. Brüssel) und wieder mit dem Zug nach Hause.


    Wie realistisch ist das?

    Ist die Anfahrt/Abfahrt mit dem Zug überhaupt möglich?

    Habt ihr Tipps zu den Do's and Don't's?

    Was vielleicht daran liegen könnte, dass Deutschland ein Transitland ist?

    (Das soll natürlich nicht heißen, dass die Ausländer an allem schuld sind. Aber ich könnte mir vorstellen -- und weiß nicht, wie ich es verifizieren sollte --, dass der internationale Verkehr in Deutschland höher ist als z.B. in Dänemark. Hängt dann natürlich davon ab, zu welchem Prozentsatz ausländische Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind, und auch das kann ich nicht verifzieren.)

    Dass ich zum Urlaub in das Oderbruch mit E-Bike per Bahn anreise - schön.

    Dass ich beim Radfahren in Berlin in die Straßenbahnschiene geraten bin und mir den Arm gebrochen und den Rücken verrenkt habe - weniger schön.

    Dass die Bahn mobilitätseingeschränkten Reisenden Hilfe beim Ein/Um/Aussteigen anbietet - wunderbar.

    Dass mir diese Hilfe verwehrt wird, weil ein E Bike kein orthopädische Hilfsmittel ist und die Arbeitsanweisungen untersagen, das Bike zu transportieren - unverschämt.

    Ich bin gerade heftig am Kochen.

    Vorsicht!

    Es gibt ICs, die auch mit Nahverkehrskarten genutzt werden können (in Niedersachsen z.B. der IC von Bremen Richtung Oldenburg/Emden).

    In der Bahn-App wird dazu explizit gesagt: "Alle Nahverkehrsfahrkarten werden anerkannt (nur IC 2430), 9-Euro-Ticket nicht gültig." Keine Ahnung, was die sich dazu gedacht haben. Und wie man das als "normaler" Bahnkunde verstehen soll.

    Ich habe ein Faltschloss von Fisher (?), eine Diskountmarke. Das ist mit einem Klettverschluss am senkrechten Rahmenrohr befestigt, grad oberhalb der Kurbeln. Da stört es nicht, und wackeln tut es auch nicht. Außerdem hängt da noch ein kleines Kettenschloss von Abus, das ist kunstvoll um die Sattelstange gewickelt und wird nur benutzt, um im Bedarfsfall das Vorderrad am Rahmen anzuschließen.

    Ich hatte gestern das Vergnügen, per Zug mit dem Fahrrad von Verden (Aller) nach Kaiserslautern zu fahren, über Hannover-Kassel-Frankfurt-Mannheim. Und dann fällt der RE Richtung Hannover aus, "Streckensperrung". Die gebuchte Verbindung war damit perdü. Immerhin, die Dame hinter dem Schalter konnte mir eine Alternative bieten, die auf dem Papier sogar bequemer war (1x Umsteigen in Kassel entfiel). Plus Sitzplatzreservierung!

    Im ICE 3 ab Hannover gab es 3 (!) Fahrradplätze. Natürlich mit Gepäck aller Art zugestellt, denn der Zug war hoffnungslos überfüllt. Aber ich kann ziemlich laut werden, es wurde dann ohne Murren - zumindest habe ich keines gehört - Platz für das Rad gemacht. Selten bin ich so froh gewesen um eine Reservierung wie gestern Der Zug war so voll, in Marburg wurden die Fahrgäste sogar aufgefordert, wieder auszusteigen, der Zug könne so nicht fahren. Und dann Stop&Go bis Frankfurt.

    Mit fast drei Stunden Verspätung war ich dann zuhause. Und trotzdem: Ich fahre gern mit der Bahn.


    PS: Warum kann man eigentlich online keine Fahrradreservierung unabhängig vom Ticket kaufen? Bei Sitzplatzreservierung geht es doch auch.

    Auf der Titelseite von Zeit Online habe ich heute einen Artikel (leider nur für Abonnenten) gesehen, der allerdings schon von Anfang Februar ist:

    Parkplatzhirsch

    Unser Kolumnist hat sich mit seinem Rad wie ein Autofahrer verhalten – und es auf einen Parkplatz gestellt.





    Er beschreibt, wie schnell man auf diese Weise zu Nazi wird:


    (...)

    Mir zitterten die Knie, als ich mein Rad am Straßenrand abstellte, in den Laden stiefelte, mich noch mal umdrehte ... und sah, wie ein Auto anhielt, der Fahrer ausstieg und mein Rad wegtrug.

    Also lief ich wieder raus und fragte, warum er das tue.

    "Ich steh hier nur für drei Minuten", sagte er.

    "Ich auch", sagte ich.

    "Schon klar", sagte er. "Und vor 45 hätten Sie den Arm gehoben!"

    Da uns bei der ZEIT auch Transparenz sehr wichtig ist: Diese Recherche hat zehn Sekunden gedauert und ergeben, dass ich ein Nazi bin.

    A propos Komoot: Peter hat davon gesprochen, dass Strava auf einen Weg "einrastet". Wenn ich mit Komoot eine Route fahre, die in Start und Ziel mit einem beschilderten touristischen Radweg übereinstimmt, dann würde ich es begrüßen, wenn das Programm auf diese Route "einrastet". Tut es aber allzu oft nicht. Wie kann ich es dazu bringen?

    Um den dritten Advent habe ich einen solchen Nachtzug benutzt -- den österreichischen Nightjet von München nach Rom und zurück. Angenehm. Nach einem Abendessen im Augustiner Stammhaus (ja, Touristenfalle, ich weiß. war trotzdem schön) um 20 Uhr in den Zug gestiegen, Liegewagen bezogen -- und am nächsten Morgen planmäßig um 9 Uhr in Roma-Termini (das wir dann doch erst um 11.30 ankamen -- geschenkt). Die Rückfahrt eine Woche später war dann aber auf die Minute pünktlich.

    Und weil das Reisen mit dem Nachtzug vernünftig ist, gibt es jetzt auch neue Verbindungen.