Radfahrstreifen Dammtor und Edmund-Siemers-Allee in Hamburg

  • Jetzt geht's noch weiter Off-topic. Ich möchte noch was zum Beitrag von DMHH hinzufügen: Nachverdichtung sorgt nur deshalb für "Parkdruck", weil die Leute pro Kopf zu viele PKW haben. Hamburg hatte schon einmal eine so hohe Bevölkerung wie jetzt und ich meine mich zu erinnern, dass die Bevölkerung damals auf kleinerer Fläche (also auch höhere mittlere Bevölkerungsdichte) gewohnt hat. Diese Daten sind allerdings nicht so einfach zu finden, wie die Bevölkerungsdichte für ganz HH. Vielleicht findet das ja jemand in einer der Datenbanken. Es ist schon absurd, dass die Anzahl der Haushalte mit PKW zurückgeht und gleichzeitig die Anzahl der zugelassenen PKW und deren Größe zunimmt und dadurch auch die Zahl der PKW pro Haushalt mit mindestens einem PKW zunimmt. Man könnte meinen, dass es Leute gibt, die so nett sind kein Auto zu haben, damit andere um so mehr haben können.

  • Habt ihr jemals gelesen oder gehört, der Radstreifen in der Edmund-Siemers-Allee sei zu schmal und das Engüberholen zu gefährlich?

    Vergesst alles - bei der letzten Vorbeifahrt im Bus waren da zwei Radler nebeneinander unterwegs. Nicht leicht versetzt, nein - Lenker exakt neben Lenker. Und damit rechts auf Tuchfühlung mit der Botanik und links mit den Lkw auf dem rechten Fahrstreifen ... <X

  • Man könnte meinen, dass es Leute gibt, die so nett sind kein Auto zu haben, damit andere um so mehr haben können.

    Der springende Punkt ist tatsächlich, dass diese Leute, die kein Auto haben, nett sind. Wären sie nämlich weniger nett, dann hätten sie schon längst radikal aufgeräumt. Ein Auto ist durchaus nicht so unangreifbar wie diese Stadtpanzer manchmal den Anschein erwecken.

  • Habt ihr jemals gelesen oder gehört, der Radstreifen in der Edmund-Siemers-Allee sei zu schmal und das Engüberholen zu gefährlich?

    Vergesst alles - bei der letzten Vorbeifahrt im Bus waren da zwei Radler nebeneinander unterwegs. Nicht leicht versetzt, nein - Lenker exakt neben Lenker. Und damit rechts auf Tuchfühlung mit der Botanik und links mit den Lkw auf dem rechten Fahrstreifen ... <X

    Nicht so was hier, vermute ich?


    http://pro-rikscha.de/wp-conte…e_mit_fahrg%C3%A4sten.jpg

  • Das betrifft auch den Radverkehr in der Grindelallee.


    Die Haltestelle vom Metrobus 4 wurde von der Mitte an den rechten Rand auf den Radstreifen verlegt. Ohne Beschilderung oder Markierung für den Radverkehr. Damit begeht jeder dort haltende Bus eine Ordnungswidrigkeit, Halten auf Radstreifen, jedenfalls aus Sicht der Radfahrenden.


    Gefährlich ist aber, dass Radfahrer in die zwei Fahrstreifen stadteinwärts ausweichen müssen, wenn sie an einem dort unerlaubt stehenden Bus vorbei fahren wollen.


      



    Genervt sind auch die Fahrgäste. Der Bus steht im Stau. Und wenn sie endlich grün an der Fußgängerampel haben, ist der Bus gerade von der provisorischen Haltestelle abgefahren.


    Genervt sind auch die Autofahrer. Denn der Bus muss auf die linke Fahrspur wechseln, um in der Edmund-Siemers-Allee auf die ursprünglich Busspur zu gelangen. Das sorgt für Stau, in dem dann die nachfolgenden Busse stehen.


      

  • Nach der provisorischen Bushaltestelle geht es aber weiter.


    An der Edmund-Siemers-Allee / Bundestraße hätte es mich dann fast erwischt. Die Fahrradampel für geradeaus ist vorbildlich mit einer Mülltüte verhängt, die Ampel links davon zeigte grün. Irgendwo eine Absperrbake, aber kein Problem daran vorbei zu fahren. Kennt man ja als Radfahrer, Radwege sind selten frei.


    Dumm, dass die grüne Ampel einen kleinen grünen Pfeil nach links hat. Der ist aber leider nicht zu erkennen. Oder seht ihr da auf dem Bild einen Linkspfeil in der inzwischen roten Ampel?



    Naja, rechtzeitg gebremst und ab nach links, entgegen der Fahrtrichtung, aber offiziell so erlaubt.

    Auf der anderen Straßenseite dann deutlich das Umleitungsschild zu sehen.



    Direkt vor dem Schild stehend ist es dann aber nicht so eindeutig wie das mit der Umleitung gemeint ist. Ich möchte eigentlich Richtung des hohen Hotelbaus auf der rechten Seite und nicht nach Kiel zu Malte.



    Offenbar ist es aber auch anderen aufgefallen, dass das Umleitungsschild blöd steht. So ist es seit freitag eine wenig gewandert und steht heute da:



    Aber zu spät. Inzwischen ist wieder Geisteradeln vor dem Uni-Hauptgebäude angesagt.



    Habe ich am Freitag dann auch gemacht.

    Nochmals Entschuldigung an alle Radfahrer, die ich durch mein Fehlverhalten gefährdet habe!


    Jetzt könnte man wegen der Bilder vermuten, dort sind überhaupt keine Radfahrer unterwegs, stimmt aber nicht.


  • Ich durfte gerade diese Stelle als Businsasse genießen.

    Die Verlegung der Bushaltestelle halte ich für völlig unnötig. In die normale Fahrbahn einsortieren könnte sich der Bus auch nach Ausfahrt aus der regulären Haltestelle, da programmiert man ihm eben 10 Sekunden Vorlauf beim Grün ein und fertig. Mein Bus stand nach der Abfahrt von der »Logo«-Haltestelle mit der Schnauze schon ganz links, aber natürlich wollte ein Oberschlaumeier mit dem Pkw immer noch links vorbei.

    Die Ecke hat normalerweise 4 Fahrspuren. 2 davon werden auf 50 Metern Länge für eine Baustelle gebraucht.

    Rein theoretisch könnte man sagen: auf dieser Länge ist links für Bus und Autos, rechts für Fahrräder und Autos.

    Aber wir sind ja in der Fahrradstadt. Also hebt man die Busspur und die Fahrradspur auf, damit die beiden »Autospur« möglichst ungehindert weitergeführt werden können.

  • Dass Radfahrstreifen mittlerweile gehäuft als Ausweichhaltestellen für den Busverkehr genutzt werden ist auch ein "gutes Zeichen" für die Falschparker. Wenn die Busse da schon halten (tw. in der Grindelallee drei lange M4 und M5 hintereinander), kann ich diese Streifen als Autfahrer doch auch mal eben für zwei, drei (10...) Minuten nutzen. Wer sich übrigens hinter dem Verbund von Bussen als Radfahrer einreiht und nicht in den fließenden Verkehr einschwenken kann (und auch nicht über den Gehweg ausweicht, was in wahrhheit wohl ca. 90 % dort jetzt machen...), steht dann gerne mal zwei Minuten an, da nicht alle drei Busse gleichzeitig abgefertig werden können.

    Verkehrsplaner jubeln. Diese "neuen" Strefien sind ja super praktisch. Die machen Baustellen so einfach. Als da noch Hochbordradwege waren, war alles viel komplizierter! Wie, diese Streifen sind als Radfahrstrefien gedacht und nicht als Ausweichfläche für Baustellen? So ein Unsinn. Der MIV muss fließen!
    Traurig.

  • einerseits... andererseits...


    Den Bus auf der Fahrbahn anhalten zu lassen, geht auch nicht. dann werden die Fahrgäste direkt auf den Radfahrstreifen geworfen und die Einstiegshöhe ist recht groß.


    Radfahrstreifen temporär mit Asphalt aufhöhen, so dass der Bus auf der Fahrbahn hält: ginge. Was macht man mit den Radfahrern? durch den Wartebereich der Haltestelle führen?


    bei Straßen mit 2 Spuren pro Richtung könnte man eine temporäre Halteinsel mit Erhöhung auf dem rechten Fahrstreifen errichten. Der Bus hält dann auf dem linken Fahrstreifen.

    trägt übrigens zur sicherheit bei, da so kein Auto mehr vorbeikommt und Fußgänger umnieten kann.

    Wie kommen die Passagiere aber nun zum Gehweg über den Radfahrstreifen? Absenkung auf der einen seite, der temp. Halteinsel geht ja noch. Aber andere Seite? Da wäre nur eine Anrampung möglich. Die würde in den Fahrbereich des Radfahrstreifens ragen. Auch doof.


    Vielleicht Busse generell abschaffen? Oder Autos verbieten, damit die Busse besser halten können?

  • Berechtigte Einwänd eund Ergänzungen! Ich widerspreche nicht, denn "einfach" ist Planen nicht, schon gar nicht innerstädtisch, wo der Platz sehr begrenzt ist.
    Daher müssen immer Einzelfallentscheidungen her, und die sollten doch bitte nach gründlicher Prüfung und Abwägung erfolgen.
    Und genau daran zweifle ich.
    Im konkreten Einzelfall "Grindelallee" als Vorlaufstrecke zur Leitungs-Baustelle Edmund-Siemers-Allee gibt es zwei Fahrtsreifen für den motorisierten Verkehr.
    In meinen Augen die beste Variante:
    Verengung auf einen Fahrstreifen (linker Fahrstreifen bleibt offen), Bus hält auf dem Radfahrstreifen am Fahrbahnrand auf temporär markierter Bushaltefläche, Radfahrstreifen wird temporär links an der Ersatzbushalte vorbeigeführt (auf dem für den motorisierten Verkehr gesperrten Fahrstreifen). So, wie es bspw. auch bei diversen Umbaumaßnahmen dauerhaft geplant wird.
    Diese Variante stellt für mich die einzige Diskriminierungs-freie Variante dar.