Beiträge von Chrik

    Vielleicht geht es darum, dass die Akzeptanz da sein könnte? Jedenfalls ist das meine Befürchtung. Solange nur genug davon profitieren oder meinen davon zu profitieren oder meinen davon in Zukunft profitieren zu können, sind das doch wahrscheinlich wenig Unfälle für die Abwägung. Wenn man sich jetzt mal überlegt, wie viele MIV-Unfälle allgemein akzeptiert werden.


    2017 wurden in Hamburg pro Tag im Schnitt rund 2,5 Personen bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder getötet (Verkehrsunfallstatistik für Hamburg 2017). Das sind dann 7,5 alle drei Tage. 7,5 schwere bis tötliche Personenschäden sind also das, was momentan als normal wahrgenommen wird. Ehrlich gesagt, denke ich, dass sie die Gesellschaft (in Großstädten) auch für Flugtaxis an eine solche Quote gewöhnen würde. Ich denke, dass die Frage der Akzeptanz weniger am Kollateralschaden in der Großstadt liegen wird als an der Sicherheit der Insassen. Ist ja jetzt bei PKW und LKW auch so.

    Ich halte das alles für großen Unsinn und fürchte gerade deshalb, dass es Realität werden wird.


    Genau deswegen denke ich, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre das öffentliche Image zu prägen. Das gleiche, was sich die Entwickler auch denken...


    Edit: Ich habe gar nichts gegen die Entwicklung, aber mich stört das Image, das aufgebaut wird. So ein bisschen wie das Märchen vom völlig sauberen E-Auto.

    Ich weiß nicht, wo das Thema hinsoll, aber da über E-Scooter auch hier diskutiert wird, versuche ich es mal hier.


    Vor kurzem war das Thema Flugtaxi wieder in den Medien z.B. hier . Von Seiten der Flugtaxi-Projekt-Vorantreiber wird das Bild der tollen neue Mobilität propagiert, das Verkehrsprobleme in Ballungsräumen lösen soll. Meine Wahrnehmung ist, dass das entweder als Sci-Fi-Quatsch belächelt wird oder positiv aufgenommen wird. Es gibt auch kritische Stimmen, aber ich habe die Befürchtung, dass sich die positive Sichtweise in der breiten Masse durchsetzt (wer will denn nicht damit fliegen?). Ich sehe das ganze nicht positiv, sondern eher so wie Knie hier: Flugtaxis sind keine Lösung für den Transport von Massen von Menschen und damit kein zentraler Bestandteil für die urbane Mobilität (im Gegensatz zum Fahrrad z.B.). Mir erscheinen die Prioritäten bei den Bundesministern bizarr.


    Dass Flugtaxis, die bis zu 4 Passagiere aufnehmen können (erstmal sogar nur 3+Pilot), keine massentaugliche Transportlösung sind, sagt einem eigentlich der gesunden Menschenverstand. Ich wüsste aber gern noch mehr Details. Wie ist die zu erwartende Ökobilanz von Flugtaxis (absolut und verglichen z.B. mit Fahrrad und Elektroauto): Herstellung, Betrieb, Akku. Welche Lärmemissionen sind zu erwarten?


    Das einzig Positive bezogen auf die Umwelt ist wahrscheinlich, dass beim Betrieb kein (direkter) Feinstaub anfällt?

    Die Superkreuzung aus NL...

    Sehe ich das richtig, oder darf der Radverkehr geradeaus nacheinander an zwei Ampeln warten? Denn sonst gäbe es ja wieder Konflikte mit Rechtsabbiegern.

    Das wüsste ich auch gern. Ich nehme an, dass es keine separate Ampelschaltung gibt. Meine Nachfrage nach der Ampelschaltung in einem Kommentar ist entweder nicht freigeschaltet oder automatisch als Spam kassiert worden. Deine Frage finde ich besser. Vielleicht versuchst du es mal?


    Edit: Ich habe gesehen, dass diese Art des Kreuzungsdesigns den sozialen Druck von den PKW-Fahrern nehmen soll beim Rechtsabbiegen doch endlich die Fahrbahn frei zu machen. Wenn ich mir da HH angucke: Da biegt doch selten einer allein ab. Da reicht der Platz doch nicht. Und bei LKW: Ich befürchte, dass das Kreuzungsdesign dazu führt, dass man als Radfahrer noch viel später erkennt, wann ein LKW abbiegen möchte und dass der LKW einen Radfahrer beim Abbiegen noch schlechter sehen kann. Stimmt das?

    Ups — wie heißt diese Art der Verschwenkung denn? Diese Bezeichnung hatte ich mal bei irgendeiner Planung aufgeschnappt, als auch noch in diesem Jahrtausend diese unsinnigen Verschwenkungen gebaut werden sollten.


    oh, mit meiner Formulierung zur "baulichen Anti-These zur Berliner Lösung" wollte ich gerade darauf hinaus, dass ich die Berliner Lösung eigentlich als sehr gangbaren Kompromiss empfinde.


    An der Kreuzung hier hat es nun gerade keine Berliner Lösung, der Radfahrer wird nicht parallel zur Fahrbahn geführt, sondern eben von der Hauptlinie weg verschwenkt. Wie in den Fotos und Text richtig dokumentiert.


    Hier wird sowas neu gebaut: "Leichtes Schwenken der Radwege nach außen, schafft zusätzliche Reaktionszeit und direkte Sicht auf Radfahrende". Wahnsinn. Für den geradeaus fahrenden Radfahrer erkenne ich keinen Unterschied zur Unfallstelle ;( Wenn es keine getrennte Ampelschaltung gibt, halte ich das Kreuzungsdesign für deutlich gefährlicher.

    Jetzt geht's noch weiter Off-topic. Ich möchte noch was zum Beitrag von DMHH hinzufügen: Nachverdichtung sorgt nur deshalb für "Parkdruck", weil die Leute pro Kopf zu viele PKW haben. Hamburg hatte schon einmal eine so hohe Bevölkerung wie jetzt und ich meine mich zu erinnern, dass die Bevölkerung damals auf kleinerer Fläche (also auch höhere mittlere Bevölkerungsdichte) gewohnt hat. Diese Daten sind allerdings nicht so einfach zu finden, wie die Bevölkerungsdichte für ganz HH. Vielleicht findet das ja jemand in einer der Datenbanken. Es ist schon absurd, dass die Anzahl der Haushalte mit PKW zurückgeht und gleichzeitig die Anzahl der zugelassenen PKW und deren Größe zunimmt und dadurch auch die Zahl der PKW pro Haushalt mit mindestens einem PKW zunimmt. Man könnte meinen, dass es Leute gibt, die so nett sind kein Auto zu haben, damit andere um so mehr haben können.

    Bevor ich nun wertvolle Lebenszeit verschwende und mich mit der Hochbahn auseinandersetzen muss: Ist für die Hochbahn ein Faltrad ein Fahrrad? Oder bin ich nur mal wieder an einen ganz speziellen Fahrer geraten?

    Gute Frage. Ich bin bis vor ca. 5 Jahren regelmäßig mit Faltrad im Bus gewesen (nicht 5er, aber auch in sehr vollen Bussen) und hatte mit den Fahrern nie Probleme.


    Edit: Eher mit den Fahrgästen.

    Dass es Vorteile bringt, wenn man *einen* Sicherheitsabstand zwischen zwei Fahrzeugen durch *zwei* Sicherheitsabstände zu stehenden Hindernissen ersetzt, will sich mir nicht so ganz erschließen. Ich werd wohl auch nie kapieren, wozu Radfahrer, und zwar seltsamerweise nur auf der Fahrbahn, einen Raum auf ihrer linken Seite benötigen, der ein Jederzeitiges aus-dem-Stand-einfach-so-ohne-Abfang-Reflex-Umkippen-und-sich-gestreckt-auf-die-linke-Schulter-Ablegen gestatten würde. Beim rollenden Fahrrrad fällt der Körperschwerpunkt aus physikalischen Gründen nach vorne...

    Zum ersten Punkt: Ich weiß nicht so recht, aber ist das jetzt ein Missverständnis oder wirklich so gemeint? Es soll Städte geben, da scheren sich Kfz-Lenker nicht um schraffierte Flächen, was physikalisch möglich ist, wird gemacht/befahren. Und zu dem Abstand: Der kommt doch nicht daher, dass man aus dem Stand 2m nach links umfallen könnte...

    Aus den hier erhobenen Daten kann man überhaupt gar keine Rückschlüsse ziehen. Ich möchte aber trotzdem meinen Senf dazu geben:

    Ich fahre immer so weit links, dass ich sicher fahre. Das heißt, dass ich abschnittsweise mittig fahre. Je nach Fahrbahn aber gerade so weit rechts von der Mitte, dass es nicht nach mittig aussieht, aber den gleichen Effekt hat (unsicheres Überholen verhindern).

    Meine Beobachtungen mit Leuten, die so weit rechts wie möglich fahren (ist natürlich immer die Frage, was maximal geht, aber ich meine so weit rechts, dass sie in der Lage sind ihr Fahrrad sicher zu führen und alles andere vernachlässigt wird):

    Autos überholen dann in der Spur mit wenig Abstand und daher gibt es in Summe mehr Überholmanöver ohne ausreichenden Abstand. Da würde dann schon ein kleiner Schlenker mit dem Lenker reichen zur Berührung und deswegen kann ich mir für die meisten innerstädtischen Szenarien nicht vorstellen, dass es sicherer sein soll diese Überholvorgänge zuzulassen. (Das Fahren in der Dooringzone kommt dann noch oben drauf.)


    Berührungen beim Überholen: 0


    Da hier so munter über Gründe und Ursachen spekuliert wird: Ich denke, dass zum einen meine Fahrweise dazu beiträgt (und die ist nicht möglichst weit rechts zu fahren, sondern unsichere Überholmanöver zu unterbinden), bei blöden Manövern habe ich nach rechts noch Platz oder ich bremse einfach (z.B. bei Gelenkbussen, die zu früh nach rechts rüberziehen. Bei Rückspiegeln von Autos bringt das natürlich nichts), bestimmte Situationen versuche ich schon im Voraus zu vermeiden (z.B. bei EInfädelung auf die Fahrbahn, entweder ich fahre mittig rauf, sobald ich kann oder ich warte eben noch). Zum anderen denke ich, dass im Vergleich zu manch anderen hier nicht besonders viele km/Jahr fahre und es deswegen weniger Vorfälle gibt. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es Strecken (und uhrzeitabhängige Verkehrsteilnehmer) gibt, die anfälliger für Berührungen sind als die, die ich alltäglich befahre.


    Ich hatte überhaupt nur eine Berührung, aber zum Glück nicht bei relevanter Geschwindigkeit. Da ist ein entgegenkommender Transporter zu uns in eine Engstelle rein anstatt in einer Lücke zu warten. Trotz Ausweichens ganz nach rechts musste ich mich mit dem Handschuh abstützen bei dem Versuch nicht umzufallen, was den Fahrer wahnsinnig aufregte (Beschädigung?). Die Beifahrerin zerrte den Mann förmlich wieder ins Auto zurück. Das Auto direkt hinter uns musste auf den Gehweg ausweichen. Das war jemand, der überhaupt kein Kfz führen dürfen sollte.

    Ich bin vor kurzem an einem Auto vorbei gelaufen und wunderte mich, warum das Nummernschild nicht das Licht der Straßenlaterne wie gewohnt reflektiert. Es stellte sich raus, dass das Kennzeichen hinter Glas (?) war. Ich weiß, dass es Leute gibt, die versuchen über irgendwelche Tricks ihr Nummernschild für Blitzer unlesbar zu machen. Kann das hier auch der Fall sein? Ich habe im Bußgeldkatalog BKatV folgendes für 65€ gefunden "Fahrzeug in Betrieb genommen, dessen Kennzeichen mit Glas, Folien oder ähnlichen Abdeckungen versehen ist" (179b). Ich sehe, dass in §10 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung aber auch zahlreiche Ausnahmen vorgesehen sind. Meine Frage ist also, ob in Deutschland Autos zugelassen werden/worden sind, die das Nummernschild hinter einer Abdeckung/Glas haben?


    Edit: Es gibt anscheinend Produkte, die für die Verwendung mit dem hinteren Nummernschild zugelassen sind und ich habe nur das hintere Nummernschild sehen können. Dann denke ich mal, dass das schon so erlaubt ist und derjenige nur ein besonders toll beleuchtetes Nummernschild haben will.

    EinBekannter berichtete mir einmal dass er vor rund 20 Jahren in China die Gelegenheit hatte, eine Kreuzung zu beobachten. Auf den beiden sich kreuzenden Straßen herrschte stets starker und dichter Radverkehr. Es gab keine Ampeln. Eine zeitlang fuhren die Radler auf der einen Straße während auf der Querstraße sich die wartenden Radler immer weiter im Pulk nach vorne bewegten, wie zwei Keile. Dadurch wurde der Durchlass immer kleiner bis irgendwann die Radler auf der Querstraße fahren konnten. Und gleichzeitig begann die Keilbildung wieder auf der anderen Straße.

    Das Prinzip gibt es abgeschwächt immer noch trotz Ampeln. Als Fußgänger kann man sich nicht auf die Ampeln verlassen, sondern "geht mit der Masse". Als Radfahrer ist das auch immer noch die beste Strategie. Ein Problem hat man bei einer solchen Regelung, wenn keine Masse da ist, mit der man gehen/fahren kann, wenn man einen schier endlosen Strom von Fahrzeugen durchqueren möchte.

    Hallo,

    ich vermute, dass man auch einen Vergleich zu vorherigen Tests haben will und daher die Fragen nicht ändern möchte.

    Stefan


    Das hatte ich auch gedacht, aber Vergleichbarkeit um jeden Preis ist überhaupt nicht sinnvoll. Man verschenkt dann jedes Mal die Möglichkeit valide Aussagen über den aktuellen Zustand zu treffen und wenn man es mal halbwegs richtig macht, würde man sich zumindest in Zukunft mit der Gegenwart vergleichen können.

    Ich habe es wieder versucht und wieder abgebrochen. Schon die Fragestellungen sind tendenziös und nach belieben auslegbar.

    Ich teile die Ansicht zum Teil, aber ich werde es bis zum Ende durchziehen, weil es zumindest eine Frage gibt, wo man sich positiv dazu äußern kann auf der Fahrbahn zu fahren. Werde auch noch einen Kommentar am Ende da lassen. Ist halt blöd, wenn der Inhalt des Fragebogens schon so einen großen Einfluss darauf hat, wer den Fragebogen am Ende überhaupt abschickt.

    Yeti

    Unbelievably busy bicycle crossing in Amsterdam

    … nur die Fahrzeuge mit den 4 Rädern stören irgendwie.


    Erinnerte mich an den Campus der Tsinghua-Universität in Peking. Dort darf man nur mit Fahrrad oder E-Roller fahren. Leider habe ich kein Video vom Verhalten an Kreuzungen gefunden, aber hier bekommt man einen guten Eindruck davon, wie viel zu bestimmten Zeiten (z.B. Mittagspause) los sei kann: https://www.youtube.com/watch?v=OIbtmI8YBpE Solange man an einer Kreuzung nicht der einzige ist, der die Straße überqueren möchte, funktioniert das auch bei den Massen ohne Signalgeber.

    Ich habe bei Twitter ja schon (vergeblich) gefragt, was an dem Vorschlag jetzt besser sein soll als an dem, was hier in München an vielen Kreuzungen aus den 60er und 70er Jahren Usus ist.

    Habt ihr hier und auf den Folgeseiten schon nachgelesen? (Ich habe das irgendwann mal verlinkt gehabt, aber - immer noch - nicht selbst gelesen. D.h. ich gehe davon aus, dass dort die Argumentation zu finden ist, aber das heißt nicht, dass ich die Sichtweise teile)

    In meinem Fall sind’s noch mal 80 Euro oben drauf — aber dann fehlt eben die Mitnahmeregelung am Wochenende, die Lischen-Radieschen und ich momentan recht ausgiebig nutzen.

    Genau. Ich denke, dass es nur wenige Leute gibt, bei denen sich die Netzkarte lohnt. Sobald man auch außerhalb von SH unterwegs ist, lohnt sich die BahnCard 100. In SH ist wahrscheinlich auch eher so, dass Vielfahrer auch einfach viel Auto fahren.