Ein neues Bike muss her

  • Hier meine beiden Räder. Das vordere ist super bequem und ideal für lange Strecken. Leider kaum für Zug oder PKW Transport geeignet und außerdem 30 Jahre alt.
    Das hintere ist ein kompletter Eigenbau. Ich hab ca.500km gebraucht um es zu beherrschen, für die Stadt leider auch nicht ganz geeignet, da der Start immer etwas schwierig ist, aber auf Strecke und vor allem bei Gegenwind unschlagbar. Es hat vom Rahmen bis zum kompletten Rad ca.1Jahr mit Trial und Error gedauert. Vorteil ist, es ist absolut einmalig.
    Gruß Delle

  • Nun gut, dann will ich mein Glück einmal hier versuchen. Ich suche für meine bessere Hälfte einen Rahmen. Und zwar einen Mixte-Rahmen mit Schaltauge und ohne Cantisockel. Aus Stahl soll er sein. Nach intensiver Suche insb. mittels des schönen "Stahlrahmenbikes"-Blog habe ich exakt EINEN gefunden. Leider ist die Farbe nur 2. oder gar 3. Wahl und er ist in einem Berliner Laden zu erwerben und nur noch in einer Größe zu haben. Immerhin bietet man auch Versand an.
    Alternativ habe ich schon überlegt, ein Komplettrad zu erwerben und die Komponenten nach meinem Geschmack zu tauschen - allerdings gibt es immer irgendetwas, das nicht so ist, wie ich das gerne hätte, und sei es nur die Position der hinteren Bremse. Daher meine Bitte: Wenn ihr eine Idee habt, wo man einen solchen Rahmen erwerben könnte - immer her damit!

  • schon mal direkt in China versucht? Oder bei einer kleineren Fahrradschmiede. Mit Böttcher hab ich gute Erfahrungen gemacht. Die haben soweit ich weis auch gute Stahlrahmen. Sofern ich die Wahl habe ziehe ich Stahl Alu immer vor. In meinem Velomobil ist die Aluschwinge nach 40Mm gebrochen. Jetzt hab ich eine aus Stahl und die sollte ewig halten, bei kaum mehr Gewicht.

  • Vielen Dank schon mal für die Rückmeldungen!


    Ich habe nicht nachgefragt, aber verkauft Böttcher Rahmensets? ?(
    Maßfertigung kam mir auch schon in den Sinn, ist preislich aber eine komplett andere Nummer als mir eigentlich vorschwebt. Nicht, dass es mir keinen Spaß machen würde, einen schönen Rahmen mit feinen Campa-Komponenten auszurüsten... :thumbup:


    China/Taiwan...wie bekommt man denn Kontakt zu den Herstellern dort? Man erfährt ja selten bis nie wer die Rahmen für den Weltmarkt denn nun wirklich baut.

  • Böttcher verkauft meines Erachtens keine Rahmensets, aber die sind bei Kundenwünschen sehr flexibel. So habe ich es zumindest bei meinem letzten Aufrechtradkauf erlebt. Da habe ich mir Querbeet durch das ganze Programm die Komponenten ausgesucht. Sogar die 7Gang Shimano "ohne Rücktritt " war möglich. Frag einfach mal an und hartnäckig bleiben. Achso der Preis war auch gut. Gruß Delle

  • Wenn Du über Stahlrahmenbikes-Blog gesucht hast, hast Du Wittich Manufaktur sicher gesehen. Trotzdem noch mal der Tipp.
    Mein Fahrrad (Stahlrahmen von Wittich) wurde als "Baukasten" angeboten, verschiedene technische Ausstattungen als Standard, gegen Aufpreis sind, soweit ich weiß, andere Ausstattungen möglich. Und für Farben gibt es eine Standardfarbauswahl, gegen Aufpreis auch eine Pantone-Farbe. Dein Wunschrahmen scheint allerdings nicht dabei zu sein.


    Falls Du trotzdem stöbern möchtest:



    Und der Katalog:

  • Bis gerade eben hat’s im Schneeweißchen ganz komisch geklötert. Jedes Mal, wenn ich über Kopfsteinpflaster, Hamburger Qualitätsradwege oder angeschrägte Kantsteine fuhr, klapperte das Ding wie ein alter Baumarkt-Zossen.


    Die Ursache hatte ich schnell ausgemacht: Die Fahrradkette schlug beim Rücklauf zum Schaltwerk immer gegen das untere Kettenblatt. Geschickt wie ich bin entfernte ich drei Glieder aus der Fahrradkette und nietete das Ding wieder zusammen in der Hoffnung, dass jetzt genügend Spannung drauf sein sollte, um dieses Geklöter abzustellen.


    Pustekuchen!


    Die eigentliche Ursache entdeckte ich erst sehr viel später: Das innenverlegte Kabel vom Frontscheinwerfer zum Rücklicht lag so locker im Rohr herum, dass es bei ruckartigen Bewegungen diese Geräusche verursachte. Ganze drei Zentimeter Kabel zog ich unten am Tretlager aus dem Rahmen, seitdem klappert’s auch nicht mehr.


    Und ich sah mich schon wieder in der Werkstatt sitzen, weil irgendwo etwas gebrochen wäre.

  • Ich müsste auch demnächst mal wieder ein Glied aus der Kette ausbauen. Nabenschaltung...

    Glaube mein nächstes Rad hat dann mal wieder Kettenschaltung.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Dir ist schon klar, daß der Verschleiß dann um Potenzen größer wäre?

    Tatsächlich ist mir das nicht klar. Ich hab von Fahrrad-Technik keine Ahnung (Auch wenn ich das meiste selbst repariere). Nach meiner Erfahrung verschleißt Kettenschaltung auch nicht schneller. Und man braucht dank Kettenspanner die Kette nicht manuell nachspannen oder kürzen wenn schon 1 Glied zu lang ist.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Wer Kettenschaltung bevorzugt, soll halt eine nehmen, sie hat ja auch Vorteile...


    Der Verschleiß einer Nabenschaltung ist deshalb erheblich geringer, weil die Schaltvorgänge nach innen, in eine vor Witterungseinflüssen und Dreck geschützte "Kapsel" verlegt sind, die Kette keine Schaltungsvorgänge mehr absolvieren und deshalb auch keine Querbelastung ertragen muß. Ein Kettenspanner läßt sich im übrigen auch an einer Nabenschaltung nachrüsten, wenn man auf einen Kettenkasten keinen Wert legt (was ich bevorzuge, weil ein solcher auch die Kette selbst vor Dreck und Nässe schützt und den Verschleiß nochmal signifikant senkt).

  • Nach meiner Erfahrung verschleißt Kettenschaltung auch nicht schneller.

    Ich teile da eher Peters Erfahrung: Der Verschleiß ist bei einer Kettenschaltung deutlich höher. Länger als ein halbes Jahr hält eine Kette bei mir nie durch, an meinen vorigen Fahrrädern musste allenfalls hin und wieder mal die Kettenspannung erhöht werden, da hielt die Kette aber jahrelang.

  • Was Verschleiß angeht. Im regenreichen Jahr 2017 dürfte ich so 7500km auf der blauen Sau, meinem Alltagsrad, gesessen haben.
    Gebraucht habe ich: 5 Ketten, Marke Shimano billig. 1,5 Zahnkränze. 1 Kettenblatt. 60 ml Dynamic Kettenöl. Einmal Schaltzughülle.
    In Geld ausgedrückt sind das so um die 130,- Euro.
    Eine Rohloff hätte ich also nach 5 Jahren drin. Aber ich mag Kettenschaltung ;)

  • Was Verschleiß angeht. Im regenreichen Jahr 2017 dürfte ich so 7500km auf der blauen Sau, meinem Alltagsrad, gesessen haben.
    Gebraucht habe ich: 5 Ketten, Marke Shimano billig. 1,5 Zahnkränze. 1 Kettenblatt. 60 ml Dynamic Kettenöl. Einmal Schaltzughülle.
    In Geld ausgedrückt sind das so um die 130,- Euro.

    Bei durchaus vergleichbarer Fahrleistung, nämlich ca. 6300km auf dem Alltagsrad mit Nabenschaltung und Kettenkasten: Einmal Kette etwas nachspannen, zweimal nachölen, Stahlritzel und Stahlkettenblatt sind ohne sichtbare Verschleißspuren. Wenn ich alles einschließlich der Nabenschaltung anteilig auf die Jahre umzulegen versuche, sind das ca. 20 Euro p.a.

  • Moin,


    fahre Räder mit unterschiedlichen Antriebsarten.


    Tipp für Vielfahrer bei Rädern mit Kettenschaltung:

    • alle 1000 bis 2000 KM (je nach Bastellaune) Kette wechseln
    • "alte" Kette in Verpackung aufbewahren, mit Nr. oder KM-Leistung beschriften
    • neue Kette auf die gleiche Länge kürzen
    • mit wiederverwendbarem Kettenschloss anbauen
    • nach z. B. dem fünften Kettenwechsel wieder mit der ersten Kette anfangen usw.

    So halten Ritzel und Kurbelblätter bei Kosten für den gesamten Antrieb in Höhe von ca. 60 Euro bei mir mehrere Jahre. Wenn hinten dann doch irgendwann die Kette auf dem kleinste Ritzel durchrutscht, wechsle ich das Ritzel und ggf. Kettenblätter.


    Beim Rohloff-Rad bin ich faul und wechsele ich die Kette wohl nur alle 5000 km. Das Ritzel hinten war nach ca. 40.000 runter. Das Kettenblatt vielleicht nach der Hälfte...


    Am neuen Alltagsrad (Canyon Commuter, seit Frühsommer 2017) habe ich eine Alfine mit Conti Riemen; bisher keine Probleme, aber es gab wohl schon diverse Riemenrisse ab ca. 3.000 km. Habe jetzt 2.900 km runter;-)

  • Ernsthaft? Riemen gerissen?

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)