Beiträge von Hane

    Ich staunte: Die beiden Fahrer waren gar nicht so dreist, dort einfach so zu parken, nein, die beiden Fahrer hatten bei den Beamten nachgefragt und sich die mündliche Erlaubnis zum Falschparken eingeholt.

    Die Polizei darf sich nicht nach eigenem Gutdünken die StVO ausser Kraft setzen. Was die Beamten können: Den Lieferwagenfahrern zusichern, dass sie vom Opportunitätsprinzip gebrauch machen werden.
    Dagen hilft: Vor den Augen der Polizisten ein Foto machen und der Bussgeldstelle zuschicken.

    Und an die Fahrbahn-Fraktion: Ja, irgendwann kreuzen sie die Fahrbahn: bei den Beispielfotos nach ungefähr vier Kilometern!

    Mir ist klar, dass das nicht überall geht. Aber die Ansicht, Fahrbahn sei immer und überall das geilste, eben auch nicht.

    Es gibt so ein paar Sachen, die sollte man nicht verwechseln:

    als und wie

    seit und seid

    Urlaub und Alltag

    Auf die viel einfachere Lösung kommt die Polizei allerdings nicht: Das Radfahren ist im gesamten Straßenquerschnitt ohnehin kraft [Zeichen 254] verboten.

    Naja, das würde Arbeit bedeuten, wenn sie ihre Arbeit richtig machen würden:

    Wenn durch Verbote oder Beschränkungen einzelne Verkehrsarten ausgeschlossen werden, ist dies in ausreichendem Abstand vorher anzukündigen und auf mögliche Umleitungen hinzuweisen.


    Wurde das Thema mal vor einem Landes- oder Bundesgericht entschieden?

    Ja, es War durch die Gerichte durch. Die Benutzungspflicht wurde aber umformuliert und das Fahrbahnverbot mit einer Konjunktion angefügt. Damit fällt eigentlich das Eine mit dem Anderen. Ich sehe deswegen inhaltlich keine Änderung. Aber .... wir reden von Rupert Schubert.

    Damit Hamburg sich Fahrradstadt nennen darf fehlen noch mindestens 35 Euro finde ich.

    Milchmädchenrechnung. Fahrbahnen sind auch Fahrradinfrastruktur (solange jedenfalls, wie sie nicht wegen dezidierter Fahrradinfra zur NoGo-Area gemacht werden...

    Nicht nur das. Die wirklich auf das Ziel Fahrradstadt (oder besser Menschenstadt) gerichteten Infrastrukturinvestitionen (zB Rückbau von Parkplätzen oder Fahrstreifen) laufen über andere Haushaltposten.

    Man "plant" vom hinter der Kreuzung gelegenen rechten Fahrbahnrand aus indirekt abzubiegen, begibt sich hierzu auf die Radverkehrsanlage und ....

    Nein, indirekt würde man abiiegen, wenn man am rechten Fahrbahnrand (mit der gültigen vollen Scheibe) auf die Furt führe, dort wartete, bis frei ist, und dann, ungeachtet irgendwelcher Ampeln, abböge.


    Wenn man sich auf die Radverkehrtführung befiebt, biegt man nicht indirekt (im Sinne der StVO) ab.

    Die Straßenverkehrs-Ordnung sieht solche Konstruktionen schlichtweg nicht vor.

    StVO schrieb:

    Wer über eine Radverkehrsführung abbiegt, muss dieser im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich folgen.

    Das lässt eine halbwegs praktikable Ampelauswahl zu. Beim Klassiker von Radweg auf Radweg sind auf einmal ja auch 2 Ampeln gültig, weil es eben weder ein direktes noch indirektes Abbiegen ist. Genauso sehe ich es hier:


    Der Schutzbeeich ist die Furt. In die fährt man bezüglich der ersten Ampel nicht ein, wenn man vor ihr die Fahrbahn verläßt. Beim anschießenden Queren der Fahrban dann schon, was die zweite Ampel, wenn sie die passende Streuscheibe hat, in Spiel bringt. Ist sie unpassend, gilt wohl keine, weil die Ampel, um vom Neuen Pferdemarkt in die Strese abzubiegen, eine volle Scheibe hat.


    Wobei man doch auf der Fahrbahn, auf der man im Neuen Pferdemarkt ja schon fährt, gleich in die Stresemannstraße abbiegen kann.

    Dann müsste es auf Deiner Seite vielleicht 2 Varianten aller Routen geben. Die derzeit gültige "offizielle" Route und eine optimierte Variante anhand der derzeitigen Situation vor Ort

    Wenn Du so an die Sache rangehst, könnte man auch über ein dritte Version, eine vernünftige nachdenken.


    Für mich als Eidelstedter ist die 2 vorgesehen um zum Rathaus zu kommen. Aber drücken wir es so aus: Um zum dorthin zu kommen, nutze ich die 2 zwischen Vogt-Kölln-Straße und Gazellenkamp und zwischen zwischen Holstenglacis und Dragonerstall.


    Die guten Verbindungen zwischen zwei wichtigen Duellpunkten sind doch schon lange alle vergeben, selbstverständlich für den Kraftverkehr. Selbst, wenn die Vetorouten es in Punkten Breite, Belag und Vorfahrt es mit den Hauptstraßen aufnehmen könnten, wären sie auf Grund ihrer Linienführung, Wege zweiter Klasse.

    Wo es geht machen wir Platz für schnellere Radfahrer. Wo es nicht geht muss der restliche Verkehr sich halt gedulden.

    Nein, muss er nicht, nur der restliche Radverkehr.

    Ohne dich angreifen zu wollen Forumteilnehmer , aber für mich klingt das nach derselben Argumentation die Autofahrer benutzen um Radfahrer von der Fahrbahn fernzuhalten.

    Die Du ja auch verinnerlicht hast und wohl, ohne es zu merken. Ich bin voll und ganz auf Deiner Seite, wenn es darum geht, dass langsamere Recht haben, vor einem herzufahren. Solche Situationen mögen mich ärgern also die Situationen aber nicht die langsameren Vorfahrer.


    Jedoch scheinst Du, da Du davon ausgehst, dass Radfahrer dann langsam machen müssen, den Radfahrern selber das Recht abzusprechen, denn anders könnten sie ja leicht zum Überholen auf die Fahrbahn ausweichen.

    Das schreibt Explosiv nirgends bzw. unterstellt er nirgends.

    Nicht?


    Zuallererst ist es völlig egal, ob die Begrenzungsleuchte benutzt wird oder wenn, ihren Zweck erfüllt. Sie muss laut StVZO am Fahrzeug funktionieren, wenn man damit im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sein will. Punkt. Man kann nicht erwarten, dass man als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wird, wenn man selber die Regelnd für den öffentlichen Straßenverkehr nicht ernst nimmt, indem man rosinenpickend sich nur an das hält, was man selber für notwendig erachtet oder angenehm findet.

    Man kann nicht erwarten, dass man als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wird, wenn man selber die Regelnd für den öffentlichen Straßenverkehr nicht ernst nimmt, indem man rosinenpickend sich nur an das hält, was man selber für notwendig erachtet oder angenehm findet.

    Ich weiss gar nicht, wie viele Böcke Du mit dieser Aussage geschossen hast.


    1) Du unterstellst (im Kontext anzunehmen) Radfahrern, sie würden sich signifikant weniger an Regeln halten als andere. Dafür hätte ich gerne Belege.

    2) Du gehst davon aus, dass Radfahrer wegen fehlender Regelbefolgung die Arschlöcher des Straßenverkehrs sind.

    3) Da sie es dann erwarten dürfen, hältst Du diese Herabwürdigung für moralisch gerechtfertigt. (Go to 1)


    Die Radfahrer sind die Nigger des Straßenverkehrs, damit sich die Herrenfahrer freie Bahn verschaffen können. So simpel ist das. Denn, wären sie nicht minderwertig, gäbe es keine Rechtfertigung für die Bevorzugung des Kraftverkehrs. Um diese Minderwertigkeit zu begründen, wird die Mär vom regelverachtenden Ramboradler geschaffen. Es spielt keine Rolle, ob die Mär stimmt, ob sie für die Diskriminierung verantwortlich ist, ob die Diskriminierung damit zu rechtfertigen ist, Es ist schlicht und einfach postfaktischer, menschenverachtender Populismus.

    Ich benutze meine Klingel jeden Tag. Oft mehrfach. Ausschließlich im Sinne der StVO.

    Das halte ich für ein Gerücht.


    Ich fahre ja nun auch nicht erst seit Gestern Rad und kann mich nicht an ein einziges Klingeln im Sinne der StVO erinnern.


    Wenn ich in Gefahr schwebe, habe ich andere Sorgen als zu klingeln (abgesehen von der erwarteten Nichtwirksamkeit), oder ich kann klingen, schwebe aber nicht wirklich in Gefahr.


    Und beim ausserörtlichen Überholen, rufe ich, weil es besser funktioniert, oder bleibe ruhig, weil dann die anderen erst Probleme bereiten können, wenn ich vorbei bin.

    Mangelndes ÖPNV-Angebot vermute ich als einen Hauptgrund für's Autofahren.

    Autofahren vermute ich als einen Hauptgrund für's mangelnde ÖPNV-Angebot.


    Wir haben uns als Gesellschaft ein Jahrhundert lang - naja, nicht übertreiben, ein Dreivierteljahrhundert - vom Auto abhängig gemacht. Wir sind aufs Land gezogen und haben den ÖPNV verkümmern lassen. Ich sehe keinen Grund, warum man diese Entwicklung nicht umdrehen könnte. Man muss es nur wollen.

    Das Problem ist, dass du nicht vom Mittelwert/Median gestreift wirst, sondern von den extremen negativen Ausreißern. Meine aufgezählten Fälle 1-3 oben bezogen sich auf dieses gefährliche Sub-Kollektiv der Überholer.

    Ja und Nein.


    Sicherlich dient das selbstbewusste Fahren eher dem eigenen Wohlgefühl. Der Platz Rechts wird von vielen Autofahrern als der Platz angesehen, den der Radfahrer zu brauchen scheint, und ihm dann auch Links gewährt, so ungefähr.


    Aber bei eine Fehleinschätzung (Fall 2) muss um so größer ausfallen, je mehr Abstand eigentlich eingeplant war.

    Aber trotzdem gibt es so viele PKW. Warum nur?

    Ich nenne einfach zwei archaische Gründe, gegen die objektive Überlegungen nur schwer an kommen:


    Wie leben in einer Überflussgeselschaft. Für unsere Genetik ist das aber neu. Die rechnet noch immer mit Nahrungsmittelknappheit, Hunger. Das Autofahren dient also dem körperlichen Energiesparen, um nicht unnötig viel Nahrung zu verbrauchen.


    Genauso rechent unsere Psyche noch mit Säbelzahntiger oder anderen gefährichen Kreaturen wie anderen Homos. Deswegen hat er seine mobile Höhle so gerne. Deswegen führt eine Steigerung des Radverkehrsanteils auch eher zu einer Reduzierung des ÖPNVs als des Autoverkehrs, weil ÖPNVnutzer ihre Höhle schon verlassen haben.

    Der erste Satz ist ein Allgemeinplatz

    Und ich Dussel habe es immer für einen Euphemismus gehalten, weil ...


    Der Allgemeinplatz nicht einmal mehr im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club mehr Platz hat und als überholte Ideologie der 70er gilt.

    Fahrräder nicht Fahrzeuge sondern Gehhilfen, Sportgeräte, Verkehrshindernisse, Freizietgeräte, Spielzeuge und was es nicht alles gibt sind.

    Fahrzeuge nicht auf Gehwegen geführt oder von Fahrbahnen verdrängt werden.

    Der Allgemeinplatz kommt nur zum Tragen, wenn es um Schuldzuweisungen geht.


    Der Allgemeinplatz muss eben Allgemeinplarz werden. Dann sind die Probleme der Radfahrer gelöst.

    Trotzdem lohnt es sich, das Thema Helme zu diskutieren. Nur eben unter anderen Vorzeichen. Zum Beispiel: Wer profitiert dabei?

    Natürlich die Radfahrer werden da viele rufen!

    Dabei wurde hier mehrfach darauf hingewiesen, dass es vor allem der Autoverkehr ist, der davon profitiert.

    Selbstverständlich profitieren zuerst die Helmträger davon. Anderenfalls wären sie ja nicht die schlimmsten Helm-Apologeten. Wäre es anders, wäre der Helm kein Thema, selbst nicht für Politiker oder andere Lügner. Die Frage ist nur, wie profitieren sie davon.


    Machen wir uns Nichts vor: Radfahrer sind minderwertige Verkehrsteilnehmer. Sie sind nicht Verkehrsteilnehmer sondern Verkehrshindernisse, Sportler, Spieler, Arme, Säufer, Schmarotzer, ... eben Abschaum. Und das möchte keiner sein. Der Wechsel vom Autos aufs Fahrrad ist nicht nur sinnvoll sondern auch ein sozialer Abstieg. Diesen versuche die Helmträger dadurch abzufangen, indem sie sich als vollwertige Verkehrsteilnehmer geben, die das Radfahrern eben vollwertig betreiben, mit Helm, Wahnweste, Regelbefolgung wie die Führerscheinpflichtigen *hüst*. Sie versuchen sich dadurch von den minderwertigen, die sich keinen Helm leisten können oder wollen und wie Arsch fahren, zu unterscheiden. Nur würde das keiner zugeben. Noch nicht einmal sich selbst gegenüber. Da wird eben die Mär von der Sicherheit hochgehalten, wie es nur geht. Dem kommt man nicht mit Fakten bei, wie beispielsweise der fehlenden Gefährlichkeit: "Mein Helm ist aber zerbrochen und hat mein Leben gerettet, mindestens" -> Ist doch gefährlich (Fussaufstampf)! "Wer nichts auf dem Kopf hat, hat nichts im Kopf" -> Fakten von Idioten sind keine Fakten (Fussaufstampf). Wir kennen alle die üblichen Äußerungen der Helm-Verfechtern. Nur können sie grundsätzlich nicht mit Belegen, mit Fakten aufwarten, weil es eben keine in ihrem Sinne gibt. Der Helm muss aber einen Sicherheitsgewinn darstellen, sonst wäre man ja ein Idiot.


    Dass sie mit dem (unbewussten) Versuch, sich von den minderwertigen Radfahrern zu unterscgheiden, genau diese Sichtweise zementieren, die als Gegenpol das Primat des Kraftverkehrs hat, ist das schlimsmte daran.

    Es geht darum, über die „Top 10“ derjenigen Dinge zu reden, die Radfahren sicherer machen, anstatt Zeit und Aufmerksamkeit mit den „Nachkommastellen der Verkehrssicherheit“ zu verschwenden.

    1) Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug.

    2-10) Unwichtig, kann aber ausformuliert werden und ist quasi dem 1) implizit.

    Es ist halt das Einzige, das man propagieren kann, ohne sich wirklich um Lösungen zu kümmern.

    Lösungen wofür?


    Das ist eine wirklich interessante Frage, über die es sich zu sinnieren lohnt. Und in Anbetracht der Vehemenz, mit der die Helm-Apologeten den Helm rechtfertigen, müssen Helme eine wichtigen Zweck erfüllen, der aber nicht die Sicherheit sein kann, weil es da für Radfahrer keine signifikantes Problem gibt.


    Ich finde es ist und bleibt ein Thema welches wirklich umstritten ist.

    ... durch Fussaufstampfen umstritten gehalten wird.


    Fahrradhelme kann man nicht rational begründen.

    1) Fangen wir mit der Gefährdung beim Radfahren an. Die ist schlicht und einfach nicht gefährlicher als andere Tätigkeiten oder Verkehrsteilnahmen, bei denen selbstverständlich kein Helm getragen wird. Warum das beim Radfahrern, damit meine ich nur beim Radfahren, anders sein sollte, kann ich nicht begründen.

    2) Mit Helm trägt man, wegen der Risikokompensation ein erhöhtes Risiko.

    3) Es ist immer noch nicht gelungen, den Schutz wissenschaftlich fundiert zu belegen, obwohl die Studien von teilweisen für den Helm sehr günstigen Fragestellungen ausgehen. Wenn der Helm schützt, macht er es minimal, sonst wäre die Schutzwirkung leicht nachzuweisen.

    4) ... keine Lust mehr, zu warm. Es wären auch noch jede Menge indirekten Auswirkungen zu nennen.


    Es bleibt also die Frage, warum der Fahrradhelm so vehement propagiert wird .... Der Schutz, kann es nicht sein.