Beiträge von Hane

    Alles andere ist mit mehr oder weniger großen Unsicherheiten und ggf. Gefährdungen behaftet.

    Guggstdu Vertrauensgrundsatz. (Autofahrer nutzen ihn selbstverständlich.) Wenn man bei Vorfahrt nicht einfach über die Kreuzung fahren könnte, weil die Unsicherheit darüber, ob einem die Vorfahrt wirklich gewährt wird, den Verkehr, so wie wir ihn kennen, zu erledigen bringen würde.


    Das läßt sich auch juristisch begründen: Die Spezialregel geht vor. Wenn etwas besonders geregelt ist (zB Vorfahrt in $ 8), ist der $ 1 raus.

    Antwort "Eigene Radwege" hat es bei mir nicht unter die Top 4 geschafft.

    So weit oben?


    Die Antwortmöglichkeit "Keine Radwege" gibt es ja nicht einmal. Das spricht schon Bände.


    Aber bei einigen vorherigen Frage, gab es Eingabefelder. Auf die Frage, "Was würden sie in dieser Situation tun," habe ich geschrieben: Gegen die Beifahrertür klopfen, wenn er sich neben mich stellt. Nur befürchte ich, dass versteht von denen niemand.

    Wenn man die Geschwindigkeit des Hintermannes für die Formel zu Grunde legt eben gerade schon.

    Nein, der Sicherheitsabstand beruht auf dem Reaktionsweg, nicht dem Anhalteweg. Man muss wie der Vordermann eine Bremsung eingeleitet haben, bevor man dessen Eingangsposition erreicht hat. Wie lang dann noch der Bremsweg ist ...

    Das ist einfach nachzuvollziehen, wenn der Vordermann schon steht ...

    Die Abweichungen von der Regel "darunter" sind explizit in der StVO definiert:

    - Radfahrer oder Straßenbahnen kreuzen ÜBER 205 bzw. 206

    - Radfahrer frei alleinstehend für linke Radwege.

    Nein, in der Regel bedeutet in der Regel. Es gibt unregelmäßige Platzierungen.

    Die genannten Beispiele sind nicht einschlägig. Im ersten Fall hat der Zusatzzeichen nur einen informativen Charakter. Im zweiten ist es die einzige rechtliche Wirkung einen Zusatzzeichens ohne Zeichen; da macht regelmäßig unter dem Zeichen überhaupt keinen Sinn.

    Aldi-Hamburg wird sowas sicher nicht alleine für sich verhandeln.

    Die Discounterketten ziehen ihre Preisvorteile daraus, dass eine Zentrale bundesweit verhandelt und somit große Massen abnimmt und entsprehcend Druck ausüben kann. Ob Aldi-Nord und -Süd getrennt verhandeln oder inzwischen auch gemeinsam für zumind. einen Teil ihrer Produkte, entzieht sich aber meiner Kenntnis ... Unterschiede im Produkt-Portfolio gibt es ja durchaus ...

    Aber ich möchte abführen, dass - mindestens ALDI-Nord - Unterzentren, die ein gering unterschiedliches Angebot haben. Für eine allergiegeplagte Freundin habe ich immer Chip bei ALDI in Hamburg gekauft und mitgebracht, die es in Nordniedersachsen nicht bei ALDI gab. Ein regionales Angebot ist deswegen möglich.

    Da gibt's die einen Radler, die immer und stets eine möglichst weit abseits von Autofahrbahnen gelegene Streckenführung bevorzugen und dafür allerhand Ungemach in Kauf nehmen, wie zum Beispiel Abschnitte mit starken Steigungen, Engstellen, schlechter Bodenbelag usw.


    Und da gibts andere Radwanderer, die da keine Kompromisse in Sachen starke Steigungen, Engstellen, schlechter Bodenbelag usw. machen möchten und stattdessen lieber eine Strecke fahren, auf der regulärer Autoverkehr zugelassen ist.

    Autofahrbahn? Radler ... und ... andere Radwanderer? Freudsche Fehlleistung? Und es gibt Radfahrer, die nur irgendwo hinwollen. Und das sind die wichtigen, wenn man solchen Blödsinn wie eine Verkehrswende ins Auge fasst. Man ermittelt dann, nach welchen Kriterien das Verkehrsmittel gewählt wird. Gänseblümchen am Wegesrand werden es wohl nicht auf die ersten Plätze schaffen. Ich spekuliere auf die Zeit als Spitzenreiter. Unnötige Steigungen, schlechte Beläge, Umwege sind deswegen wohl kontraproduktiv.

    Bei nächster Gelegenheit will ich mal versuchen einen wirklich tollen Radweg bzw. Radwegabschnitt in Niedersachsen vorzustellen.

    In drf warten sie schon so lange auf ein Beispiel des guten Radweges, wie ich dort mitlese. Ich bin gespannt.

    Klar die aktuelle Gesetzes- und Verordnungslage spricht klar dagegen. Das ist aber etwas, das geändert werden kann (und muss!). Was spricht denn sonst dagegen?

    Das Komplement?


    Warum wird immer wieder vergessen, dass es neben der Radverkertinfrastruktur noch den Rest der Straße gibt, der zum Wohle der Autofahrer dann fahrradfrei ist?

    Wenn man Separation fordert, läuft man Gefahr, genau diese zu erhalten. Die zeigt dann ihre hässliche Fratze in Form von Verschwendung, Gefahr, Diskriminierung, ....

    Er hat dann auch (so absurd das halt klingt, aber das ist halt eine weitere dieser unlogischen, juristischen Verrenkungen, die erst durch so einen Blödsinn wie "Radwege" enstehen...) keine "Fahrbahn".

    Fahrbahnen entstehen primär durch Fusswege, Radwege sind nicht nötig. Es ist auch nicht entscheidend, ob ein selbstständiger Radweg eine Fahrbahn darstellt. Wichtig ist, dass es sich um eine Straße handelt.

    Und du legst maximal für dich selber fest, wer echter Radfahrer ist.

    Nein, da irrst Du Dich, weil Dus Sichtweise quasi - wohl bis auf ein paar Details - meiner entspricht. Für mich ist ein "echter" Radfahrer, der sich als Verkehrsteilnehmer ernst nimmt. Das können Alltagsfahrer sein, das können Sonntagsfahrer sein, wobei bei ersteren der Anteil höher sein wird. Auchradfahrer gehören aber nicht dazu.


    Auch irritiert mich der gutmenschliche Ansatz vieler. Wer einer eingeengten oder unterbrochenen Radweg gutheisst, damit kein Baum gefällt wird, argumentiert nicht als Radfahrer sondern als Umweltschützer. Es muss ohne Frage eine Abwägung geben, aber nur Radfahrer brauchen dazu keine Umweltschützer mehr, sie verringern ihre Ansprüche schon im Vorfeld zugunsten von Aspekten, die sicherlich von verschiedenen Radfahrer verschieden beurteilt werden.

    Das ist halt ein demokratische Grundproblem. Ich bin gegen Tempo 60, Sie dafür.

    Stimmt, das hat zu einem recht berühmten Zitat geführt:

    Zitat von Winston Churchill
    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.

    Selbst die Demokratie ist zu verdammen, wenn sie zur Diktatur der Mehrheit verkommt.

    Also laut Überschrift natürlich »Kreuzungen«, aber schon in der ersten Bildlegende geht's mit der faktischen Legende los: »Gut markierte Radwege helfen, Unfälle zu verhindern.«

    Das kommt immer auf den Vergleich an. Im Bild ist ja eine rot eingefärbte Furt zu sehen. Wenn das nicht flächendeckend sondern gezielt eingesetzt wird, werden dadurch Unfälle vermieden. Das gilt jedoch nur im Vergleich zu farblosen Furten. Im Vergleich mit der Fahrbahn ....


    Und ich habe ja schon geschrieben, dass ich den ADAC für die bessere Radfahrerlobby halte, weil dort gelegentlich Fakten und auch Kosten berücksichtigt werden.

    "Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist oder verwendet werden kann, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).

    Nicht schlecht! Gibt es tatsächlich keine Hände-Apps, die so etwas können? Oder darf man tatsächlich keine Smartphones mit mitführen?

    Mich regt diese ideologische Schräglage in Sachen Pendlerpauschale sowieso generell auf: Wer der Ansicht ist, dass die Kosten von der Wohnung zur Arbeitsstelle nicht mehr absetzbar sein sollten, sollte dann bitteschön auch fordern, dass im Unternehmensbereich sämtliche Transportkosten nicht mehr zu den Betriebsausgaben zählen.

    Dadrüber können wir reden, wenn Unternehmen einen Grundfreibetrag bekommen. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.


    Aber ich bin schon erstaunt, dass Du den Reichen zu Vorteilen verhelfen möchtest. Das Leben in der Stadt ist teurer als auf dem Land. In Hamburg hat ein Steuermensch mal ausgerechnet, dass die Fahrkosten schon von den niedrigen Immobilienpreisen finanziert werden. Warum sollen diejenigen, die sich ein Haus im Grünen leisten, noch zusätzlich belohnt werden?


    Was mich beim Vorschlag zur Pendlerpauschale aufregt, ist, dass sie erst ab 20 km greift. Als Radfahrer fühle ich mich verarscht.

    Und was für einen Führerschein? Führerschein Klasse B, also den Autoführerschein?

    Für Kraftfahrzeuge mir begrenzter Leistung bis etc pp braucht mein eine Prüfbescheinigung. Die kann man einzeln machen. Da aber jeder Führerschein aufwendiger ist, ist die Prüfbescheinigung enthalten. Wenn man alt genug ist, WIMRE Baujahr 64 und vorher, braucht man keine. Es sollte also jeder Führerschein, die Prüfbescheinigung oder ein entsprechendes Alter ausreichen.

    Bei Statistik bin ich ja nicht der große Spezialist, aber wäre es nicht sinnvoller, statt der "Personenkilometer" die im Verkehrsmittel verbrachte Zeit als Grundlage zu nehmen?

    Ja, das Risiko wird in der Regel zeitlich normiert. Im Verkehr sind auch Wege üblich und in meinen Augen auch sinnvollerweise. Mit dem Auto oder Fahrrad brauche ich in der Regel unterschiedlich viel Zeit und lege unterschiedlich große Entfernungen zurück (andere Strecken halt). Über beides kann ich also nicht einfach angeben, mit welchem Verkehrsmittel in sicherer von A nach B komme. Aber das ist die entscheidende Frage.


    Sollte jemand das Risiko über die Entfernung geben, gehe ich von irgendwelchen politischen Absichten aus. So komisch es klingt, würden sich bei dieser Normierung ausgerechnet die Verkehrsteilnehmer des sichersten Verkehrsmittels ernsthaft Gedanken über Testamente machen. Die Realität ist aber eine andere: Von 135 Flügen des Space Shuttles endeten 2 tödlich. Es kommt eben auf die Wege und nicht die Kilometer an.


    PS:

    Zahlen aus den USA (National Safety Council) lauten so: Todesfälle pro Mh (=114 Jahre)

    Leben: 1,57

    Auto: 0,47

    Fahrrad: 0,26

    Motorrad: 8,80

    Schulbus: 0,02

    Wann sollte man sich ernsthaft Gedanken über die Sicherheit machen? Vielleicht ab 1? Ich würde weder Autofahren noch Radfahren als gefährlich bezeichnen.

    Erstaunlich finde ich, dass sich Leute dagegen wehren, mit der Helmpflicht von anderen vorgeschrieben zu bekommen (wobei ich das selbst sehr verständlich finde, bin auch gegen die Helmpflicht) was sie auf dem Radl tragen sollen, gleichzeitig aber anderen vorschreiben wollen, wie sie zu fahren haben, was hier im Forum ziemlich weit verbreitet zu sein scheint, und was man auf dem Radl nicht tragen soll.

    Was ist daran erstaunlich? Dass man, wenn man gegen eine spezielle Vorschrift ist, nicht automatisch grundsätzlich gegen Vorschriften ist?

    In Hamburg gab es vor ein paar Jahren einen ganz ähnlichen Unfall (finde ich auf die Schnelle nicht): Epileptischer Anfall, Kontrolle verloren, vier Tote Fußgänger. Mediales Echo war vorhanden, auch, weil es vier relativ bekannte Menschen getroffen hat. Das Auto wurde nicht thematisiert.


    Ein SUV ist kein Auto sondern ein Charakterzug. So etwas ist einfach unvernünftig und hyperfluid. Aber die gegenwärtige Hetzjagd findet nicht meinen Beifall, so gar nicht. Nicht SUVs sind gefährlich sondern Autos, vor allem bei 50 km/h. Bei dem medialen Echo wird jetzt auf SUVs eingeschlagen, damit das Auto nicht in Frag gestellt wird. Genauso wie Abbiegeassistenten die Radwegproblematik nicht lösen, den Mob aber ruhig halten.