Beiträge von Hane

    Zudem: Wenn ich ein Kind auf dem Gehweg mit dem Rad sehe, rechne ich _genau damit_. Das nennt sich Antizipation aufgrund von Erfahrung und Umsicht.

    Nicht nur das!

    Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

    Wie die Angst geschürt wird, wissen wir ja. Aber was kann man dagegen tun?

    Vorbild sein! Mehr ist mir nicht eingefallen, weil alle reicheweitenstarken Organisationen ein trumpsches Faktenverständnis haben.


    Sich in solchen Foren tummeln, in der Hoffnung, hier möglichen Meinungsmultiplikatoren zu treffen. Oder auf Facebook und Konsortien sachliche Gegenrede halten.

    Mit der Fähigkeit, das Fahrrad sicher zu bedienen, ist es nicht getan. Es benötigt auch eine gewisse geistige Reife, um ständig ausreichend aufmerksam zu fahren.

    Im Gegenteil! Man muss die Spur halten können. Das war es im Grunde schon. Niemanden hinten drauf zu brettern ist für Radfahrer recht einfach. Dann gibt es noch Vorfahrt, Ampeln. Auch kein Ding.


    Das ist ja die Krux. Auf der Fahrbahn zu fahren, ist so einfach, dass das selbst bei Autofahrergeschwindigkeiten millionenfach praktiziert wird, ohne dass massenhaft etwas passiert. Kommen Radwege ins Spiel, sollen gerade diejenigen, die noch nicht (oder nicht mehr) für andere mitdenken können, dort besonders sicher unterwegs sein.


    Je unsicherer man ist, um sicher ist die Fahrbahn für einen, weil es dort so gefährlich einfach ist.

    Denke nicht. Ein [Zeichen 240], wenn nicht Teil der Fahrbahn, gilt nicht als Weg/Straße, ist in der Regel auch mit Furt über einen (mit Glück abgesenkten) Bordstein von der Fahrbahn getrennt. entsprechend sind die Ausführungen der VwV.

    Die minimale Voraussetzung, um ein Straßenteil zu sein, ist es, Teil einer Straße zu sein. Radwege können damit Straßen sein. Das ist auch klar im Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr bestimmt.

    «Radweg» ist eine eigene Strasse oder der Teil einer Strasse

    Dort ist auch bestimmt, was eine Straße, was eine Kreuzung ist. Die Bundesrepublik hat sich verpflichtet, das Übereinkommen in nationales Recht umzusetzen und hat es nach eigenen Angaben auch getan mit Ausnahmen zur Bereifung (Spikes).


    Das bedeutet: Wo ein Radweg ist (egal ab fahrbahnbegleitend oder nicht), ist auch eine Straße. Wo sich Straßen kreuzen, ist eine Kreuzung. Und an einer Kreuzung greift § 8.


    Das schließt jedoch Rechtsbrüche seitens der Legislative, Executive oder Judikative nicht aus. Das ist halt eine übliche Begleiterscheinung der Diskriminierung.

    Doch, siehe §1 Abs. 2. Direktes Linksabbiegen ist ein vollkommen üblicher Vorgang. Wenn man sich stattdessen behindernd zwecks indirektem Linksabbiegen aufstellt, begeht man einen Verstoß.

    Es sei denn, man hätte nach irgend einer anderen Regel Vorrang.


    Wie kommen die Leute nur auf die Idee, § 1 hätte irgendeine regelnde Wirkung?

    Könntest du das mal etwas ausführen, warum das so ist? Das ist mir so direkt jetzt nicht klar.

    Ich subsummiere eine Impfung durchaus unter das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das somit großen Bevölkerungsgruppen verwehrt wurde.

    Andererseits sind, wie du ja selbst geschrieben hast Grundrechte individuelle Recht jedes Einzelnen. Folglich ist deren Einschränkung auch nur zulässig, wenn sie für den jeweiligen Einzelnen zur Abwehr von Gefahren notwendig ist. Oder hast du hier eine andere Auffassung? Wenn ja, welche?

    Nein, nur habe ich vielleicht andere Vorstellungen davon, was in Gefahr geraten könnte. Der gesellschaftliche Frieden beispielsweise.

    Andererseits wäre man juristisch auf recht dünnem Eis, wenn man Leuten, von denen kein signifikantes Ansteckungsrisiko ausgeht, die Grundrechte beschränkt (denn das lässt sich ja nur durch das Ansteckungsrisiko begründen).

    Grundrechte sind für Individuen. Und das ist das Problem, denn eine Gesellschaft ist mehr als die Summe der Individuen.


    Eine Priorisierung kann ja nicht mit Grundrechten begründet werden, sondern nur über den gesellschaftlichen Nutzen. Grundrechte sprächen gegen eine Priorisierung. Sich als Nutznießer einer in meinen Augen grundrechtswidrigen Priorisierung jetzt auf diese Grundrechte zu berufen, ist unterste Schublade.

    Angst um meine Gesundheit habe ich eigentlich nicht.

    Ich auch nicht. Deswegen war es mir relativ egal, wann ich geimpft worden wäre. Für mich ist der gesellschaftliche Vorteil deutlich wichtiger als der persönliche. Für den ist es aber egal, ob ich oder ein anderer zuerst dran gewesen wäre. Ich hatte mich im Januar schlau gemacht, wann ich in etwas dran gewesen wäre. Ich hätte mich jetzt um einen Termin kümmern können. Doch dann kam ein Angebot aus einer völlig unerwarteten Ecke. Mittwoch war mein zweiter Schuß.


    Mich stört völlig, dass die Vorgehensweise nach politischen Vorteilen entschieden wird (und wurde). Die Priorisierung hätte nicht aufgehoben werden dürfen. Auch, dass geimpfte auf einmal Privilegien erhalten, .... Mein Gedächtnis ist noch gut genug, um mich an bestimmte Politkerreden zu erinnern. Solidarität ist keine Einbahnstraße.

    Ich halte Variante B für die schlimmste, weniger wegen der Dooring-Gefahr (Lieferdienste beschäftigen selten Beifahrer), sondern weil man mit dem Rad hinter dem haltenden Fahrzeug verschwindet, und dann plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Nicht nur wegen der kurzen Aufmerksamkeitsspanne mancher Autofahrer, sondern eher, weil nicht alle Straßen schnurgerade und kreuzungsfrei sind.

    Abgesehen davon, dass ich das A nicht gefunden habe, praktiziere ich in der Regel B.


    Bei B hat man einen Fahrstreifen zur Verfügung. Da kann man reichlich Platz lassen.

    Vielleicht kommt Doorig auf dem Streifen (Variante A?) nicht so oft vor, dafür befürchte ich Paketing. Lieferwagen haben auf der rechten Seite solch eine schön große Schiebetür. Wenn dann auf der anderen Seite auch noch geparkt wird, ... Die Variante wird nur sehr langsam praktiziert.

    Der Ausschluss von fehlenden Daten ist scheinbar üblich.

    Zitat von aus der genannte Quelle zur Statistik

    Denn in der Forschungspraxis hat es sich bewährt, bei weniger als 5% von Fällen mit fehlenden Werten nur die kompletten Fälle für eine Regressionsschätzung zu benutzen und die anderen Fälle ohne weitere Behandlung aus der Analyse auszuschließen. Die Ergebnisverzerrung, die von weniger als 5% fehlender Fälle ausgehen kann, ist als zu vernachlässigende Größe anzusehen.

    Zitat von aus der Helmstudie

    39%

    Ich hab da mal was hervorgehoben und bleibe dabei: Die Autoren der Helmstudie wussten, dass sie da einen Bock vor sich hatte oder hatten so wenig Ahnung von Statistik, dass die ganze Studie als Raten bezeichnet werden könnte.

    Als einzige Kritik reicht mir das noch nicht.

    War es ja auch nicht. Das Beste kommt halt zum Schluss.

    However, helmet status was not completed for 39% (n¼5419) of the registered injured cyclists. In a logistic regression, a case-complete analysis (ie, excluding subjects with missing data) is said to be robust to ‘not missing at random’ data. Accordingly, we excluded subjects with missing helmet status from the analysis, leaving 8373 subjects.


    Die wurden für die Auswertung einfach nicht berücksichtigt, weil eine wichtige Information nicht vorhanden war. Damit gehen die Betroffenen auf keiner Seite der Auswertung falsch ein. Halte ich für den richtigen Ansatz zur Bewertung.

    Wo fange ich an?


    is said to be

    Es wurde nicht gesagt, es sei so! So weicht man aus, wenn man nicht direkt lügen möchte.


    robust

    Als robust wird ein statistische Verfahren bezeichnet, wenn es weniger empfindlich auf Ausreißer reagiert, beispielsweise ist der Median robuster als der Mittelwert. Ich frage mich aber auch, wo hier die Ausreißer zu suchen sind, einzelne grob falsch eingeschätzte Verletzungsgrade?


    not missing at random

    Nunja, ich kenne kein Verfahren, dass unempfindlich gegen systematische Fehler ist. OK, doch, das Bauchgefühl.


    Ich deute den Abschnitt so, dass die Autoren genau wissen, welchen Bock sie gerade vor der Flinte haben, wollen ihn aber dennoch erlegen, ohne dass es jemanden auffällt.


    Wir können ja raten, welche Daten fehlen.

    https://injuryprevention.bmj.com/content/18/1/27.short


    Also dieses Abstract hier behauptet, eine Schutzwirkung wäre deutlich nachweisbar. Aus der Zusammenfassung ist rein der medizinische Fall als Grundlage herangezogen, damit wäre die (möglicherweise?) höhere Anzahl an verunfallten Helmträgern hier nicht bewertet.

    Ich versuche mich einfach an einer Kritik:


    Den Hauptkritikpunkt hast Du ja genannt. Die Risikokompensation wird ausgeblendet.


    Es wird eine "fully adjusted OR" genutzt. Eigentlich ist eine odd ration recht einfach aus 4 Zahlen zu berechnen. Ich weiß nicht, was es da zu adjusted gibt. Die genannten Verhältnisse sich aber durch das Adjusten besser für den Helm geworden. Nachtigall ...


    Bei 39 % ist nicht klar, ob ein Helm getragen wurde. Das wurde von den Autoren als unbedeutend abgetan. Ein Singvogel hat mir aber gezwitschert, dass es einem Helmträger viel leichter fällt, seinen Helm nicht auszusetzen, als einem Nichthelmträger, seinen Nichthelm nicht auszusetzen.


    Auch ist die Altersstruktur interessant. Nur etwa jedes achte verunfallte Kind hat einen Helm getragen. Dagegen etwa jeder dritte Erwachsene. Oder anders ausgedrückt: Erwachsene sind hauptsächlich Rennradfahrer und mit Helm ausserorts unterwegs. Ausserorts beträgt die Wirksamkeit der Helme übrigens gute 85 %! Helme werden halt viel besser, wenn man den Ort verlässt. Oder es werden einfach zwei gänzlich andere Unfalltypen verglichen und es dem Helm zugeschrieben.