Beiträge von Hane

    Einerseits bin ich wieder einmal erstaunt, wie tief sich der Graben zwischen Auto- und Radverkehr in die Gesellschaft gegraben hat, um selbst einschlägige StVO-Vorschriften zulasten des Kraftverkehrs als irrsinnig oder überflüssig zu betrachten. Andererseits erweist ein nicht geringer Anteil von Radfahrern der restlichen Radfahr-Liga einen Bärendienst. Denn durch das Ignorieren der Regeln im Straßenverkehr fallen vor allem solche Radfahrer auf, die eben wie selbstverständlich auf Gehwegen, über Rot, in die falsche Richtung oder im Dunkeln ohne Licht fahren und damit tagtäglich massenweise Öl ins Feuer gießen, wofür sich die Kontra-Radverkehr-Fraktion natürlich fleißig bedankt. Die in geringer Anzahl noch vorhandenen Radfahrer, welche regelkonform unterwegs sind, werden damit praktisch unsichtbar. Und das teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes, wenn in einschlägigen Polizei-Unfallberichten oder Presseartikeln beschrieben wird, wie der einspurige Unfallgegner aus völlig unerklärlichen Gründen einfach nur "übersehen" wurde.

    Du musst Dich mit den Methoden der Diskriminierung vertraut machen. Dann überraschen einige Sachen nicht mehr und sind leichter nachvollziehbar.


    Ein Punkt ist beispielsweise, dass Schuld unterstellt wird, egal was man tut (Stichwort: Schuldumkehr). Auch fallen nicht die Radfahrer auf, die sich regelwidrig verhalten, sondern die, die sich unerwartet verhalten. Immer, wenn ich mit der Polizei zu tun hatte, war ich regelkonform unterwegs.

    Haben nicht auch KFZ Reifen Ventile? Ja? Alsoooo, was machen wir jetzt?

    Bei uns an der Ecke wurde vor ein paar Jahren ein Auto wirklich dusselig abgestellt: Man kam nicht mehr in den Müllraum und nur noch mir Kleinwagen in die Tiefgarage. Aber es muss ein Notfall gewesen sein, weil über ein Nagelbrett oder so gefahren wurde: Beide Reifen links waren platt.


    Ich habe es wirklich erst dann gesehen aber der Respekt gegenüber meiner Nachbarschaft ist gewachsen.

    Das ist dann ja wohl so richtig schiefgegangen: CDU-Bürgermeister (wahrscheinlich?) mit Stimmen der Adf gewählt.

    Gut, dass solche Wahlen geheim sind. So kannst Du Wegner diffamieren, ohne widerlegt werden zu können. Das ist unanständig!

    Sicherlich ist es möglich. Aber Fakt ist, dass Wegner mit genauso vielen Stimmen gewählt wurde, wie die Koalition hat. Zwei Wahlgänge, um den Unmut kund zu tun, und dann im dritten, das wirkliche Debakel abzuwenden, halte ich ebenfalls für plausibel. Wie sollte die AfD auch wissen, wie viele Stimmen gebraucht werden?

    Ich bezeichne den Verlust von gerade mal 2 der insgesamt 92 Sitze der alten Regierungskoalition als eine Bestätigung der zuvor bestehenden Regierungskoalition.

    Es werden immer noch Parteien gewählt und nicht Regierungen. Und alle drei Partienen haben verloren, insgesamz über 5 %-Punkte. Dass das nur den Verlust von zwei Sitzen bedeutete, ist der FDP zu verdanken.

    Wer mit der Lüge vom angeblich "erdrutschartigen Sieg" der CDU argumentiert, der blendet aus, dass die ebenfalls bürgerliche Partei FDP komplett aus dem Parlament rausgeflogen ist.

    Von 17,6 % auf 28,2 % zu klettern, ist erdrutschartig, sogar so erdrutschartig, dass die Verluste der FDP überkompensiert werden, sowohl beim Stimmenanteil als auch bei der Sitzverteilung, trotz des Ausscheidens der FDP. Wenn der Begriff erdrutschartig angebracht ist, dann hier.

    Und neben der Union und der FDP verorten sich auch die SPD und die Grünen in der bürgerlichen Mitte. Du versucht mit den Verlusten der FDP der CDU ein auszuwischen, die ja nichts miteinander zu tun haben, und nimmst gleichzeitig die Verlust der SPD und der Grünen irgenwie nicht zur Kenntnis.

    Da argumentiert die Richterin aber auf dünnem Eis. Denn die Übergänge sind fließend.

    «Fahrrad» ist jedes Fahrzeug mit wenigstens zwei Rädern, das ausschliesslich durch die Muskelkraft auf ihm befindlicher Personen, insbesondere mit Hilfe von Pedalen oder Handkurbeln, angetrieben wird

    Die Minimalvoraussetzung für dünnes Eis ist Eis. Ich sehe da keins. Gravitation wirkt nicht nur auf Fahrräder. Oder war es ein Kraftrad mir Gravitationsmotor?

    Jahrelang durfte man über die Robert-Schumann-Brücke in Wandsbek radeln :S Auch Ring2

    Der Wallringtunnel war auch erlaubt. Ich meine aber nach der Sanierung des Vorfeldes ein Verbotsschild gesehen zu haben. Kann das jemand bestätigen? Ich fahre deutlich seltener in die Innenstadt, seit die Einflugschneisen fahrradfreundlich umgestaltet wurden.

    Aber wie viele? Ich kann mir vorstellen, dass es auf der Strecke Rostock-Hamburg entsprechend zugeht. Aber die Bummelbahn aus Lüneburg? Und persönlich habe ich eher positive Erfahrungen gemacht. Der S-Bahnhof Stellingen liegt auf meiner Hausstrecke. Mit Fussballfans mag es voll sein, so voll, dass mans ich fragt, ob man noch reinpasst. Die Stimmung habe ich aber immer als positiv empfunden. Agressivität habe ich noch nicht erlebt.

    Da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll:

    Zitat

    Vorsitzende des Verkehrs- und Tourismusausschusses

    Der ADFC hält sich auch für einen Verkehrsklub.

    Zitat

    Der Entschluss soll vor allem für einen gezielteren Ausbau der Fahrradinfrastruktur ...

    Gezieltes an den Rad drängen? Fahrradinfrastruktur dient doch dazu, Radfahrer nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer betrachten zu müssen.

    Zitat

    Die jüngsten Fortschritte in unseren Mitgliedsstädten zeigen, dass sich die Mobilitätsgewohnheiten schnell ändern können, wenn ein starker politischer Wille durch eine angemessene Infrastruktur unterstützt wird

    Ein starker politischer Wille, der sich in solchen Sachen wie Tempolimits zeigen könnte, reicht nicht?

    Und solche Banalitäten wie Klimawandel, Zeitgeist etc. spielen keine Rolle? Es ist der politische Wille und die Infrastruktur?

    Zitat

    Radfahren bringt so viele Vorteile mit sich: ..., weniger Staus

    Und ich Trottel dachte, für weniger Stau bräuchte man weniger Autos!

    Zitat

    Mangel an ... Radwegen

    Ja, mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn zu fahren ... Das geht ja gar nicht!


    Da werden altbekannte urban legends wiedergekäut. Mir fällt dazu nur ein Sprichwort mit Farben und Sehbehinderten ein.

    Dass Giffey diese 105 Stimmen "retten" würden, ist ähnlich dick aufgetragen wie der Unsinn, dass der CDU-Spitzenkandidat Wegner die Wahl "gewonnen" habe.

    Geht's vielleicht auch mit ein bisschen weniger Polarisierung zwischen Personen?

    Wie wäre es, wenn Du selbst damit anfangen würdest? Eine Aussage wie, "Wie die FDP lernte, die Bombe zu lieben", ist nämlich genau das: Eine Diffamierung und Polarisierung!.


    Auch hat die Union die Wahl gewonnen! Wer denn sonst? Wer davon ausgeht, dass man mit knapp 5 % krachend scheitert, sollte eigentlich damit leben können, dass derjenige grandios eine Wahl gewinnt, der mit fast 10 %-Punkten vor den anderen liegt. Dir geht es nicht um die Begrifflichkeiten, sondern darum, dass sie für die Falschen zu Anwendung kommen. Das ist bigott!

    Die Kosten pro Kopf sind um so höher je weniger Menschen sie direkt nutzen können. Ganz besonder, wenn erst einmal längere Strecken ohne Anrainer überbrückt werden müssen um überhaupt bei den eigentlichen Nutzern anzukommen.

    Die Straßen werden auch dann gebaut werden müssen, wenn kein Kopf sie nutzen würde, von Salatköpfen abgesehen. Solange sich Kartoffeln nicht in den Supermarkt teleportieren können, müssen diese Straße gebaut werden. Was ist daran nicht zu verstehen?


    Und wenn man nicht die ökologische, das Pendel selber betreffende Argumente bringt, zeugt es nur von Missgunst, Pendlern die Nutzung der für Städter lebensnotwendigen Infrastruktur vorzuwerfen.


    Ein weiteres Gedankenexperiment: Was bleibt von Deiner Argumentation übrig, wenn die Pendler in Mehrfamilienhäusern leben würden?

    Aber vielleicht magst du mal erklären, warum du denkst, dass wir alle verhungern werden, sobald wir nicht länger teure Infrasturktur für Leute auf dem Land hochziehen.

    Ohne Infrastruktur kommen die Lebensmittel nicht mehr in die Stadt.


    Dir mag missfallen, dass Pendler die für die Stadt vital wichtige Infrastruktur mitbenutzen, aber ich bin froh, dass es diese Infrastruktur gibt. Und zu fordern, dass diejenigen, die diese Infrastruktur im Gegensatz zu mir nicht brauchen, diese Infrastruktur zu bezahlen haben, ...

    Das Gedankenexperiment funktioniert allerdings nur so lange, wie man mit dem Denken gar nicht erst anfängt. Dass auch auf dem Land die meisten Leute mit der Landwirtschaft nichts zu tun haben, hatte ich ja bereits angemerkt.

    Ja, ich kann offensichtlich nicht denken. Du musst mir Deine Gedankengänge besser darlegen. Meinst Du, die Stadtbevölkerung verhungere nicht, weil viele auf dem Dorf gar nicht in der Landwirtschaft tätig seien?

    Wenn die notwendige Infrastruktur von den Landbewohnern selbst erwirtschaftet werden müsste und sie sich ihren ausschweifenden Lebensstil nicht mehr von Dritten subventionieren lassen könnten wäre das Thema recht schnell durch.

    Machen wir ein Gedankenexperiment: Es gibt die Infrastruktur nicht mehr. Was passiert? Die Landbevölkerung verliert ihren Lebensstil, die Stadtbevölkerung ihr Leben.

    Ich behaupte weiterhin, dass "tolle Infrastruktur" ein netter Anreiz ist, um das Rad zu nutzen.

    Aber du kannst die auf ganzer Länge heizen, mit Rückenwind ausstatten und warmen Tee ausschenken: das ist kein Anreiz, umzusteigen!

    Eine ähnliche Replik ist mir auch beim Lesen des Beitrags in den Sinngekommen. Die übliche Wiederholung des Radverkertaktivistenmandras, die ohne Fakten auskommt, sich so aber selber immer wieder bestärkt. Die Erde ist ein Scheibe!


    Aber im Video gibt es eine Aussage, die auf gute (ohne Ironie) Radinfrastruktur hindeutet: Andere brauchen länger. Wenn die erwartete Reisezweit für Radfahrer kürzer ist als für andere, ist es ein starker Punkt für Radfahrer. Es stellt ja auch einen objektiven Vorteil dar. Aber für die Radwegapologeten liegt es an der gefühlten Sicherheit.

    Mein Schwager (oder wie das bei unverheirateten heisst) ist Mexikaner. Aber zu gerösteten Heuschrecken konnte ich mich noch nicht durchringen. Ich stehe den Insekten offen(en Mundes) gegenüber, solange ich keine Angst haben muss, Beinchen zwischen die die Zähne zu bekommen.


    Meerschweinchen hatte ich schon einmal. Kann man essen aber als etwas besonderes habe ich es nicht empfunden.

    Nein, mein Vorschlag wäre wie folgt:

    1.) Die Anzahl der Sitze bestimmt sich aus dem Ergebnis der Hauptstimmen (Zweitstimmen)

    2.) Direktmandate greifen nur bei parteilosen Kandidaten.

    3.) entfällt

    4.) Die Plätze gehen an die Direktkandidaten mit den besten Stimmenanteilen.

    5.) Gibt es mehr Plätze als Wahlkreise (nicht Direktmandate), gehen diese an Listenkandidaten.

    Es gibt auch heute bei vielen Partei-Bundesland-Kombinationen keine sicheren Listenplätze.

    Von der CSU ist beispielsweise kein einziger Listenkandidat im Bundestag. Auch von der Landesliste der SPD in Brandenburg ist kein einziger Listenkandidat im Bundestag. Das sind nur Direktkandidaten. Dito für die Landesliste Baden-Württemberg der CDU.

    Wenn ein Direktkandidat spontan chronisch erkrankt, rückt der Kandidat auf Listenplatz Eins nach. Es ist ja nicht so, dass so etwas nicht vorgekommen wäre.

    Was meinst Du damit?

    In jedem einzelnen Bundesland werden doch immer mehr Mandate verteilt als es Direktmandate gibt.

    Ich meinte es pro Partei. Wenn eine Partei mehr Mandate erringt als Direktmandate, kommt die Landesliste ins Spiel.

    Beschreibt das nicht exakt die von der Ampel vorgeschlagene Reform?

    Nein, ich würde die Wahlkreisstimme immer zu Rate zeihen, nicht nur, wenn es zu Überhangmandaten käme.


    Ich würde die Sitze wie bisher über die Haupt-/Zweitstimme wie bisher für Bundesland und Partei bestimmen. Der Vorschlag sieht zur Zeit vor, bei Überhangmandaten die schlechtesten Kandidaten im Regen stehen zu lassen. In diesem Fall unterscheidet sich mein Vorschlag nicht vom aktuell diskutierten. Wenn es jedoch weniger Mandate als Wahlkreise gibt, werden die besten Kandidaten der Wahlkreise genommen und nicht Mandate minus Direktmandate Abgeordnete von der Landesliste.


    Das hätte den Vorteil, dass jeder Kandidat persönlich vom Volk gewählt werden müsste. Es gäbe eben keine sicheren Listenplätze mehr, mit denen die Parteien ihre Bonzen ins Parlament bringen könnten. Deswegen sehe ich keine Chance für den Vorschlag.

    Dieser Vorwurf, der Staat sei eine Beute der Parteien, ging mir zu weit. Wollte man die Wahlrechtsreform so gestalten, dass die Direktkandidat*innen in jedem Fall im Parlament präsent sind, dann wäre ein möglicher Weg, die Wahlkreise in ihrer Anzahl zu halbieren, sodass ein Viertel der Abgeordneten garantiert direkt gewählt wurde. Dann würden allerdings auch die Wahlkreise doppelt so groß werden. Und es gäbe dann keine 50 zu 50 Besetzung mehr. (50% Direktkandidaten, 50 % Listenkandidaten)

    Mir geht der Einfluss der Parteien auch zu weit.


    Die angedachte Reform geht in die richtige Richtung aber für mich nicht weit genug. Ich würde die Landeslisten abschaffen oder besser sehr kürzen. Zuerst kämen die Dirketkandidaten nach ihren relativen Stimmenanteilen. Erst, wenn es mehr Abgeordnete als Wahlkreise gibt, kommt die Landesliste ins Spiel.


    Das hätte zur Folge, dass sich niemand auf die Landespartei verlassen kann oder muss. Jeder bräuchte ein Kreuz neben seinem Namen und nicht mehr neben den der Partei. Und, ja, es könnte sein, dass Wahlkreise keine Abgeordneten mehr stellen würden. Das ist bei der angedachten Reform aber auch der Fall.