Beiträge von Peter Viehrig

    Das natürlich richtige Argument der sozialen Last wäre relativ einfach mit eine Regelung zu einem Mindesteinkommen, ab dem die Abgabe erst anfällt, zu entschärfen.

    Im Grunde ist das der wiederaufgewärmte alte Vorschlag der Piraten zum fahrscheinlosen ÖPNV. Finanzierbar ist das, sobald man jene heranzieht, die massenhaft und allüberall den öffentlichen Raum mit ihrem Privatblech verschandeln.

    Erst montiert man Hochglanzgriffe, die man der Optik wegen bloß nicht anhusten darf, um sie anschließend zum Schutz der Optik mit häßlichen Überziehern auszustatten. Erscheint nur mir das sinnfrei?

    Sehe ich genauso. Genau deswegen brauchen wir ja eine bessere Infrastruktur für Radfahrende.

    Sorry, aber nein. Wir brauchen nicht bessere, sondern weniger Infrastruktur für Radfahrende, jedenfalls innerorts. Infrastruktur für Fahrzeuge ist mehr als ausreichend vorhanden, da gehören auch Radler hin.

    Daß es Einzelfälle geben kann, wo es sinnvoll ist, von diesem Grundsatz abzuweichen, bestreite ich nicht. Die sind aber genau das: Einzelfälle. Also sehr selten.

    Dabei haben alle Fraktionen vorher versprochen, die AfD argumentativ zu entzaubern. Das kann ich bisher nicht erkennen. Sichtbar ist nur Kindergarten.

    Ich glaube nicht, daß man die sogenannte AfD überhaupt argumentativ entzaubern kann. Schön beschrieben hat das meiner Meinung nach Holger Klein in einem Interview auf dem 34C3 für Jung & Naiv:


    Ab etwa Minute 15:25



    Ich könnte mir noch die Konstellation aus den Haaren herbeiphantasieren, daß die entsprechende Beschilderung gerade eben nicht mehr auf dem Photo zu erkennen und zugleich die Fahrbahnmarkierung etwas "verrutscht" ist... 8)

    Was Verschleiß angeht. Im regenreichen Jahr 2017 dürfte ich so 7500km auf der blauen Sau, meinem Alltagsrad, gesessen haben.
    Gebraucht habe ich: 5 Ketten, Marke Shimano billig. 1,5 Zahnkränze. 1 Kettenblatt. 60 ml Dynamic Kettenöl. Einmal Schaltzughülle.
    In Geld ausgedrückt sind das so um die 130,- Euro.

    Bei durchaus vergleichbarer Fahrleistung, nämlich ca. 6300km auf dem Alltagsrad mit Nabenschaltung und Kettenkasten: Einmal Kette etwas nachspannen, zweimal nachölen, Stahlritzel und Stahlkettenblatt sind ohne sichtbare Verschleißspuren. Wenn ich alles einschließlich der Nabenschaltung anteilig auf die Jahre umzulegen versuche, sind das ca. 20 Euro p.a.

    Wer Kettenschaltung bevorzugt, soll halt eine nehmen, sie hat ja auch Vorteile...


    Der Verschleiß einer Nabenschaltung ist deshalb erheblich geringer, weil die Schaltvorgänge nach innen, in eine vor Witterungseinflüssen und Dreck geschützte "Kapsel" verlegt sind, die Kette keine Schaltungsvorgänge mehr absolvieren und deshalb auch keine Querbelastung ertragen muß. Ein Kettenspanner läßt sich im übrigen auch an einer Nabenschaltung nachrüsten, wenn man auf einen Kettenkasten keinen Wert legt (was ich bevorzuge, weil ein solcher auch die Kette selbst vor Dreck und Nässe schützt und den Verschleiß nochmal signifikant senkt).

    https://rad-spannerei.de/2018/…ner-radzaehlstellen-2017/


    Ich finde die Entwicklung derart auffallend analog zu Hamburg, daß ich die "Großwetterlage" nun doch wieder für einen entscheidenden Faktor der parallelen Stagnation halte. Politisch und/oder technisch ist mir nichts erinnerlich, was diesen auffallenden Gleichklang erklären könnte.