Woche 36 - 05.September bis 11.September 2016

  • Beim ersten Unfall ist die Schilderung der Polizei rätselhaft:
    Die Radfahrerin befuhr die Behringstraße stadtauswärts. In Höhe der Grünebergstraße missachtete eine 46-jährige Frau in ihrem PKW-Volvo das Rotlicht der Fußgängerampel und kollidierte mit der Radfahrerin, die gerade bei grünem Licht die Fahrbahn überquerte.

    Zum zweiten Unfall: linksseitig angeordnete Benutzungspflicht! Wenn ich Streetview trauen darf, ist der Weg, auf dem sie abgeschossen wurde, in beiden Richtungen benutzungspflichtig, während rechtsseitig stadtauswärts auch noch eine Benutzungspflicht besteht.
    * Kann man eigentlich die Beamten, die diese Beschilderung verbrochen haben (und die Richter, die sie möglicherweise abgesegnet haben), mit auf die Anklagebank setzen? *

  • Die Wege in der gesamten Pinneberger Straße auf Hamburger Gebiet sind seit ein paar Jahren nicht mehr benutzungspflichtig. Stadtauswärts Rechts ist ab der Ampel/Parkplatzzufahrt reiner Gehweg. Links ist radweg, der stadtauswärts mit [Zusatzzeichen 1022-10] freigegeben ist.

    Die Unfallstelle ist wegen des o.g. Verhaltens (= Unfallursache) lebensgefährlich. Direkt an zweiter Stelle nach der Kreuzung Süntelstraße ein paar Meter zuvor (Zebrastreifen, Winkel, Verkehrsaufkommen.)

  • Owei, da sind aber jemandem die Uhrzeiten ganz schön durcheinandergekommen. 19 Uhr ist für diesen Herrn Röhl "Nachmittag"? Und er hat ausgerechnet an einem Freitag um diese Uhrzeit massenhaft "Pendler" gesehen?
    Na ja, wer bei Broder mitschreibt, was soll man von dem schon erwarten.

  • Da zeigt sich nur wie völlig selbstverständlich die Probleme des Autos akzeptiert werden aber wehe etwas anderes macht mal ähnliche Probleme fürs Auto:
    Ein mal im Monat stockt der Verkehr weil Radfahrer in der CM unterwegs sind ist also ein Problem? Jeden Tag stockt der Verkehr, weil Leute in unnötig großen Autos alleine (in die meisten passen 4 oder 5 Leute rein) unterwegs sind und so täglich Verkehrsraum grundlos verschwenden. Dazu kommen noch die oft unnötig großen parkenden PKW die auch Flächen weg nehmen.

    Dann noch auf zu führen, dass ja Millionen in den Neubau und Unterhalt von Radwegen gesteckt werden ist blanke Ignoranz. Einfach mal gucken, was wirklich für den Radverkehr ausgegeben wird und wie groß diese Summe im Verhältnis zu den Investitionen in den PKW Verkehr sind.

    Doomsday: It's nature's revenge for what we've done (Chris Pohl)

  • Links ist radweg, der stadtauswärts mit [Zusatzzeichen 1022-10] freigegeben ist.

    das ist genau das Problem: rechts ist ein Radweg und links ist ein Radweg. Die Radfahrer suchen sich aus ob sie: rechts fahren, links fahren, auf der Fahrbahn fahren. Das ist genau das Gegenteil von "Safety in numbers," weil die Autofahrer jetzt überall kucken müssen.

    Und die Erwartung, dass wenn ich über einen Radweg auf die Fahrbahn ausfahre ich auf dem gegenüberliegenden Radweg nicht in beide Richtungen schauen muss, kann ich verstehen. Klares Versagen der Verkehrsinfrastruktur. (Dass er dann so stark beschleunigt hat, dass die Radlerin noch mitgeschleift wurde, ist unentschuldbar.)

    Das Radfahrer-frei dort gehört weggeordnet: der Radweg ist zu schmal, es gibt sowieso keinen Quellverkehr von der Straßenseite und wer aus der Süntelstraße kommt ist sowieso schon in den Egenbüttler Weg eingefahren. Der einzig findbare Grund sind gegen die Fahrtrichtung fahrende Gehwegradler aus der Pinneberger Straße weiter östlich. <X

  • Interessant wäre es, einmal mit dem Autor darüber zu reden, wie unser Planet aussähe, wenn jeder Erdbewohner seine CO2-Bilanz hätte!
    "Wolfgang Röhl: Intensive Reisetätigkeit mit Schwerpunkt Südostasien und Lateinamerika"
    Da ist es nur konsequent, wenn dieser lächerliche Ignorant das Auto (auch mit nur einer Person darin) für ein selbstverständliches Verkehrsmitel hält. Ansonsten ist sein Text nur eines: Dampf ablassen, weil die Welt (zum Glück!) nicht so ist, wie er sie gern hätte... :thumbdown:

    "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
    Peter Ustinov

  • Stimmt das denn, was der da zitiert:

    Zitat

    Selbst der Radfahrerverein ADFC lobt: „Das Radverkehrsnetz der Stadt verbindet alle Wohngebiete und wichtigen Zielorte ohne Umwege. Die Strecken sind angenehm, sicher und zügig zu befahren.“

    Ist der ADFC Hamburg wirklich so dämlich?

    Twitter: @Nbg_steigt_ab

  • es gibt sowieso keinen Quellverkehr von der Straßenseite

    Ich stimme dir grundsätzlich zu. In diesem Punkt muss ich jedoch widersprechen. Es gibt dort an allen Stellen massiven Quellverkehr. Am anderen Ende des Egenbüttler Weges ist ein Krankenhaus. Der Parkplatz am Bahnhof hat eine Vielzahl von Fahrradstellplätzen, die auch zum Umsteigen genutzt werden. Und neben dem Bahnhofsparkplatz ist eine Moschee, auf deren Hof ein temporäres Flüchtlingsheim (aka Containerburg) steht. Viele der Bewohner, viele Kinder, bewegen sich mit dem Rad. Außerdem geht der linke Radweg in Ellerbek in einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsradweg über. Er übernimmt hier quasi die Funktion als Fernradweg.

    Dort ist gerade bei gutem Wetter ein relativ hohes Fahrradaufkommen. Die meisten davon fahren auf dem Radweg der Unfallstelle, trotz der Gefahren.

    Radler auf der Fahrbahn sind extrem selten, vor allem, weil dort meistens Stau ist. (Die Bahnübergänge Pinneberger und Süntelstraße sind immer mehrere Minuten geschlossen, danach ist der gesamte Stadtteil dort verstopft). Wenn kein Stau ist, wird dort zwischen Stadtgrenze und Bahnübergang viel zu schnell gefahren (und ohne Abstand überholt).

  • Ich muss genauer sagen was ich meine:

    Ich stimme dir grundsätzlich zu. In diesem Punkt muss ich jedoch widersprechen. Es gibt dort an allen Stellen massiven Quellverkehr.

    es gibt zwischen Süntelstraße und Egenbüttler Weg keinen Quellverkehr auf der Südseite. Natürlich hat das Albertinen Quellverkehr. Die fahren durch den Egenbüttler Weg. Oder meinetwegen auf der Pinneberger Straße auf der falschen Seite wenn sie vom Postplatz zur Süntelstraße fahren. Wer vom Postplatz kommt und zur Landesgrenze möchte fährt halt auf der rechten Seite bis zur Fußgängerampel.

    Mein Punkt ist überhaupt nicht, dass man bei den Radwegen auf der Fahrbahn fahren muss oder sollte. Sondern dass es quatsch ist, die Radfahrer auf dem gegenläufigen Radweg zu erlauben obwohl gegenüber ein (breiterer) Radweg verfügbar ist.

  • Mein Punkt ist überhaupt nicht, dass man bei den Radwegen auf der Fahrbahn fahren muss oder sollte. Sondern dass es quatsch ist, die Radfahrer auf dem gegenläufigen Radweg zu erlauben obwohl gegenüber ein (breiterer) Radweg verfügbar ist.

    Der breite Radweg verschwindet aber im Nichts.
    Wenn man von der Süntelstr. Richtung Ellerbek möchte, müsste man die stark befahrene Pinneberger queren. Kein Spaß mangels Sprunginsel.
    Deshalb die Freigabe in beide Richtungen, auch im Hinblick auf die vielen Schüler die dort unterwegs sind.
    Prinzipiell funktioniert das auch ganz gut da der Radweg, bis auf die Engstelle am Egenbüttler Weg, doch recht breit ist.
    Bei Stau benutze ich ihn ab und zu, da gibt es weitaus schlimmere Stellen in Hamburg.

  • Der breite Radweg verschwindet aber im Nichts.

    naja, er endet an einer Bedarfsampel. Möglicherweise ist diese schlecht eingestellt, sodass man zum wechseln zu lange warten muss.

    Wenn man von der Süntelstr. Richtung Ellerbek möchte, müsste man die stark befahrene Pinneberger queren. Kein Spaß mangels Sprunginsel. Deshalb die Freigabe in beide Richtungen, auch im Hinblick auf die vielen Schüler die dort unterwegs sind.

    Wer komfortabel und schnell aus der Süntelstraße in Richtung Ellerbek möchte kürzt durch den Egenbüttler Weg ab und spart sich nicht nur das (dann) kurze Stück Radweg auf der rechten Seite der Pinneberger Straße, sondern vor allem zwei AKN-Übergänge. Ich kann mir nicht vorstellen, warum die Beziehung Süntelstraße->Ellerbek bis zum Ende der Süntelstraße gefahren wird; durch den Egenbüttler Weg ist kürzer und schneller, unabhängig davon ob man rechts/links auf der Pinneberger Straße fährt.

    Viele Schüler sind auf der Pinneberger Straße (Südseite) unterwegs die von der Frohmeschule nach Hause fahren. Aber was soll daran sicher sein? Warum können die nicht auf dem rechtsseitigen Radweg (Nordseite) fahren? Meinetwegen lass die Schüler in Richtung Süntelstraße weiter links fahren weil die Einmündung der Süntelstraße verhunzt ist, aber jene in Richtung Pinneberger Straße haben auf der Südseite nichts verloren.

    Die Pinneberger Straße ist nicht stark befahren. Die Pinneberger Straße hat vielmehr 9000 Kfz in 24h an Werktagen.