Beiträge von foobar

    Vielen Dank :)

    gab es den in der letzten Version noch nicht?

    Ich erinnere mich nur noch sehr dunkel daran, dass es früher (2.x, 3.0?) komplizierter war als bei der aktuellen Version.

    Installier doch Replace URL By Name (kostenlos). Das ergibt zwar etwas längere Textlinks, weil die Seitentitel mancher Medien recht lang sind, aber besser als kryptische URLs ist’s allemal.


    Auf User-Seite kann ich Format Link empfehlen (Firefox, Chrome). Dazu noch [url={{url}}]{{text}}[/url] für einfache Textlinks und [quote={{title}},{{url}}]{{text}}[/quote] für Zitate in den Einstellungen anlegen und schon erhält man ansehnliche und informative Links in wenigen Sekunden: Text markieren, Kontextmenü – Format Link – Option auswählen, Tab wechseln, Einfügen :)

    New research from Transport for London (TfL) claims that people walking, cycling and using public transport spend more than motorists in local shops. Conducted by Matthew Carmona from University College London's Bartlett School of Planning, the research reveals that those not in cars spend 40% more each month in neighborhood shops than motorists.


    The research was conducted in areas of London which have benefitted from Dutch-style streetscape improvements, such as the addition of cycleways.

    Falschparken in Sachsen und Hessen wird ab sofort radikal geahndet!

    Auf der anderen Seite hat Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) unlängst einen Gegenvorstoß unternommen: Der Rechtsstaat dürfe "auch bei massenhaft auftretenden Delikten mit regelmäßig nur geringen Schadenshöhen" keine Toleranz zeigen, wenn er nicht weiter an Respekt einbüßen wolle. In Sachsen, wo am 1. September gewählt wird, soll die Justiz künftig Diebstahlsverfahren schon bei einem Schadenswert von zehn Euro nicht mehr ohne Auflage einstellen dürfen. Eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens, so hat auch Hessens Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) gesagt, wäre "eine Kapitulation des Staates vor den Massendelikten".

    Ok, es geht doch fast ausschließlich ums Schwarzfahren ;) Angesichts der überlasteten Justiz und auch der Kosten, die durch das Verbüßen von Ersatzfreiheitsstrafen entstehen, ist da in der Tat Handlungsbedarf vorhanden.

    Eigentlich wollte ich ja nur ein Fundstück posten …

    Flensburg. Ein Lastwagenfahrer ist vom Amtsgericht Flensburg zu einer Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, weil er einen vorfahrtsberechtigten 14 Jahre alten Radfahrer beim Abbiegen übersehen und überfahren hat. Die Richterin sah es bei der Urteilsverkündung am Montag als erwiesen an, dass der tödliche Unfall vom Lastwagenfahrer hätte vermieden werden können.

    Der heute 54-Jährige wurde zu einer Haftstrafe von acht Monaten, ausgesetzt auf Bewährung, verurteilt. Die Bewährungsfrist beträgt drei Jahre. Zudem erhielt er ein dreimonatiges Fahrverbot und muss als Geldauflage 1500 Euro an einen gemeinnützigen Verein in Flensburg zahlen. Gegen das Urteil kann Revision oder Berufung eingelegt werden. […]

    Sein Erfolg beweist, dass man mit polarisierenden Aussagen immer Aufmerksamkeit kriegt. Dann wird man sogar in linksgrün-versifften Fahrradforen verlinkt. ;)

    Jup ;) Ich hatte es auch nur mit gewissen Bauchschmerzen gepostet. Auch wenn MB zerlegt wird, bekommt er ja dennoch Reichweite. Angesichts dessen, dass hier sicher einige mit ähnlichen „Argumenten“ konfrontiert wurden und werden, hielt ich das Fortbildungsangebot „Wie ticken die anderen?“ aber durchaus für brauchbar ;)

    Was "safety in numbers" betrifft, bin ich auch allgemein etwas skeptisch. Ich wohne ja in einer Gegend mit quasi Null Radverkehr - und fühle mich hier nicht unsicher. Im Gegenteil - grade weil es so gut wie keine Radfahrer gibt, fällst du umso mehr auf.

    Es ging um Großstädte mit einem signifikanten Radverkehrsanteil.

    Meine Ansicht zur separaten Infrastruktur hatte ich neulich schon geäußert. Für mich ist sie letztlich nur Mittel zum Zweck. Ich bin und bleibe Verfechter von Radfahren auf möglichst kraftfahrzeugfreien Straßen/Fahrbahnen bei Tempo 30 innerorts.


    Bitte bedenke bei meinen Posts generell, dass ich nicht zwangsläufig sämtliche Interpretationen 1:1 unterschreiben würde, nicht alle Fakten geprüft habe oder die Message gutheiße. Manches ist einfach nur ein „Guckt mal hier, kann vielleicht jemand brauchen.“ (wie in diesem Fall) oder ein Anstuper zur Diskussion. Nicht umsonst weise ich im Regelfall auf die Quelle(n) hin (und suche sie oft sogar vorher).


    Das Statistische Jahrbuch Dänemark 2017 weist z.B. für ganz DK (!) nur insgesamt 807 Verletzte ("non-fatal casualties") bei 26 Getöteten mit Fahrrädern aus (Tabellen 105 und 106). Das Verhältnis [Beteiligt/Getötet] beträgt somit für DK 32. D hatte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im gleichen Zeitraum 383 Getötete, 14.230 Schwerverletzte und 63.563 Leichtverletzte. Das Verhältnis [Beteiligt/getötet] ist 204, während die Relation [schwerverletzt/getötet] 37 ist. Die Unfallstatistik DK umfasst also offensichtlich lediglich Getötete und Schwerverletzte.

    Danke für deine wie gewohnt sachliche Einschätzung der Lage und die Hintergrundinfos.

    Angenommen, die Relationen der Verletztenzahlen sind von DE auf DK übertragbar, dann wäre die Schlussfolgerung daraus, dass der obige Vergleich aus dem Greenpeace-pdf stark hinkt. Die Anzahl der Verletzten müsste man also für Kopenhagen etwa um den Faktor 4,6 (64/14) nach oben korrigieren. => 0,7*5,6 = 3,92 (0,749*5,6 = 4,19). Das wäre dann immer noch signifikant unter den Werten der deutschen Städte. Vorausgesetzt es gibt kein Problem mit der Bezugsgröße (pro 1 Mio. Wege), braucht’s also noch eine andere Erklärung.

    Übersehe ich etwas?

    Prinzipiell gilt das Gesagte auch für die NL im Allgemeinen bzw. AMS im Speziellen: so kommt AMS nach dieser Quelle bei 800.000 Einwohnern auf ~600 schwerverletzte Radfahrer, während es in Berlin bei 3,6 Mio Einwohnern nur ~650 sind. Annähernd gleiche Zahl an Schwerverletzten bei 4,5-facher Population: das dürfte locker ausreichen, auch den weit größeren Modal Split des Radverkehrs in AMS beim Unfallrisiko mehr als zu kompensieren.

    Auf die Problematik hinsichtlich der Belastbarkeit bzw. Zuverlässigkeit der Daten und auch die Tatsache, dass keine jüngeren Daten verwendet werden konnten, wird im niederländischen Vorwort sehr umfangreich und deutlich eingegangen.

    Nebenbei: AMS 850.000 und Berlin 3,75 Mio., Verhältnis passt aber trotzdem (4,4). Angesichts von 40 % bzw. 15 % Radverkehrsanteil sind die Verletztenzahlen in der Tat sehr interessant und wären wohl eine genauere Untersuchung wert. (Ich kann und mag da allerdings jetzt nicht tiefer einsteigen.)

    „safety in numbers“ in einer Grafik (im Vollbild sieht man auch Kopenhagen ;) ) :

    aus https://www.greenpeace.de/site…se-verkehrssicherheit.pdf (Quellen sind dort gelistet)

    via https://twitter.com/Radkultur_MD/status/1107540898475360256 (Die dortige Grafik ist plakativer, aber nicht fehlerfrei und außerdem mag ich Diagramme ohne Werte, Skalen oder gescheite Legenden überhaupt nicht. Es sei denn sie sind bewusst gefälscht, wie z. B. Katja Berlins Torten der Wahrheit in der Zeit.)

    Mario Barth ist nur ein „Opium des Volks“ oder anders ausgedrückt:

    Mario Barth hat es ganz offensichtlich geschafft, den deutschen Massengeschmack zu treffen. Man braucht keine politische Bildung, kein wirtschaftliches Verständnis, noch nicht einmal einen Sinn für Ironie, um die Witze zu verstehen.

    Wie ein Alchemist hat er eine Zauberformel gefunden, die den alltäglichen Dreck seines Lebens in Gold verwandelt, ohne dass er noch groß daran herumfeilen müsste.

    Für mich ist er einfach nur ein widerwärtiger, reaktionärer, populistischer Sexist. Sein „Erfolg“ beweist lediglich, dass er nur die Spitze des Eisbergs ist …

    Das war ein Lehrstück -- nur, fürchte ich, werden es nur wieder diejenigen schauen, die ohnehin nicht dem postfaktischen Milieu angehören. :|

    Davon ist auszugehen. Für deren „Bildung“ hat sich dann Mario Barth einen Tag später ins Zeug gelegt. Ohne Twitter wüsste ich auch davon nichts ;) Aber so gibt’s immerhin ein paar Auszüge: „Die Anstalt“ und Mario Barth im direkten Videozweikampf

    Wer’s nicht gucken mag: pwned!

    Danke für den Hinweis, schaue in der Regel kein Fernsehen. Noch besser kann man den Dieselskandal satirisch kaum aufarbeiten.

    Gerne. Ohne Twitter wäre das auch an mir vorbei gezogen, da ich Die Anstalt ebenfalls nur „auf Zuruf“ gucke.

    Die Sendung war im Großen wie im Kleinen richtig gut (und auch deutlich besser als die letzte über die Deutsche Bahn).


    Der Mitarbeiter des Jahres der Autoindustrie aka Autominister musste i. ü. – vermutlich unfreiwillig – einen Einblick in seinen Terminkalender gewähren: 2018 gab’s demnach 15 Treffen mit Konzernvertretern und 0 mit Umweltverbänden – natürlich …

    Sie gelten als die "Mobilitätsrevolution", werden gefeiert als Klimaretter: die Elektroroller. Und Bamberg ist die erste Gemeinde Deutschlands, die in einem Pilotprojekt deren Verleih testen darf. Doch nicht alle, die an die Klimarettung glauben, glauben auch an den ach so gehypten E-Scooter und mahnen: Bringen die neuen Kleinfahrzeuge Autofahrer wirklich zum Umsteigen? Oder handelt es sich einfach nur um ein verkapptes Geschäftsmodell? Und: Wird es dann nicht noch enger auf den jetzt schon viel zu wenigen Radwegen Bambergs? Ein Glaubenskampf um den richtigen Weg der Klimarettung.

    Ausgerechnet in Bamberg. Viele der Straßen und Gassen der Alt-/Innenstadt sind recht eng und in einigen Bereichen gibt es Kopfsteinpflaster oder ähnlich groben Belag. (Weltkulturerbe lässt grüßen.) Bei gutem Wetter ist die Altstadt zudem proppenvoll (>700k Übernachtungen, bald wohl 8 Mio. Tagesgäste), so dass man selbst zu Fuß Probleme hat (ernsthaft!). Dazu noch die Förderung des Radverkehrs … sorry, musste bei „Förderung“ lachen (s. Vorgeschichte in Bamberg: Ein Geisterrad mit Symbolkraft.) :S

    Positiv betrachtet: Es ist eine Nagelprobe. Falls es dort unter imho ziemlich widrigen Umständen reibungslos funktionieren sollte, könnte man das durchaus als Fingerzeig begreifen.

    Die geplante Änderung des BImSchG ist unmittelbare Folge der untauglichen Aufarbeitung der Dieselskandale und mithin der völlig verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahre. Die Verkehrspolitik selbst ist aufgrund des Anteils des Verkehrssektors an den Emissionen (> 15 %) eine wichtige Säule der Klimapolitik.

    Die Bundesregierung könnte also die Zeichen der Zeit erkennen und die Chance ergreifen, sich den Realitäten zu stellen und endlich die richtigen Schlüsse zu ziehen, um auf eine nachhaltige Verkehrspolitik umzuschwenken. Sie könnte aber auch weiterhin (relevante) Experten ignorieren und sowohl an Kraftfahrzeugindustrie wie auch deren Kunden das Zeichen „Passt schon. Weiter so!” senden. Nur stößt sie damit einem sicher nicht zu verachtenden Teil der Bevölkerung vor den Kopf, dessen Schnittmenge mit den o. g. Gruppen nicht gerade klein sein dürfte. Das war mit „Fingerspitzengefühl“ gemeint.

    Schülerinnen und andere gehen seit Wochen und an immer mehr Orten (weltweit) auf die Straßen, bald 20k Forschende aus DACH unterschreiben einen Appell, die Forderungen von FridaysForFuture endlich ernst zu nehmen, und die GroKo beweist ihr Fingerspitzengefühl so:

    […] An diesem Donnerstag stehen das Bundesimmissionsschutzgesetz und das Straßenverkehrsgesetz im Bundestag zur Abstimmung. Am Freitag segnet dann wohl auch der Bundesrat das Paket ab, so dass es im April in Kraft treten kann. […]

    Der Grenzwert für Stickoxide von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter wird aufgeweicht. Bis zu einem Durchschnittswert von 50 Mikrogramm gelten Fahrverbote künftig laut Gesetz in der Regel als unverhältnismäßig. Denn die Regierung geht davon aus, dass der Grenzwert dort auch durch andere Maßnahmen eingehalten werden kann. Zudem werden Euro-6-Fahrzeuge grundsätzlich von Fahrverboten ausgenommen, auch wenn sie hohe Emissionen haben. Ältere Diesel dürfen in Fahrverbotszonen einfahren, sofern sie weniger als 270 Milligramm Stickstoffdioxid pro Kilometer ausstoßen – deutlich mehr als der Euro-5-Grenzwert von 180 Milligramm. […]