Medienhinweise

Am 27. Februar 2020 ist das Forum von 9 Uhr bis mindestens 12 Uhr wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.
  • Eὕρηκα!


    Ok, es war nicht Bern, sondern Zürich.



    The city agreed to fix the number of parking spaces in the downtown area.
    That means the city must account for any new car parks or street spaces by removing spaces elsewhere. In many cases, this has meant that new underground parking garages have freed up space above ground.

    Seit den Neunzigern muss für jeden neuen Parkplatz ein alter weichen. D.h. durch die Verbannung von Parkraum unter die Erde wurde Platz zum Leben geschaffen.


    Kurz vor Ende des Videos bei ca. 2:10 geht's um das Limmatquai:



    Das Limmatquai war im 20. Jahrhundert eine der wichtigsten Verkehrsadern in der Innenstadt, abgesehen von zwei Tramlinien wurde es Ende der 1990er Jahre täglich von 20'000 Autos und Lastwagen befahren. Die Verkehrsberuhigung des Limmatquais war jahrelang ein städtisches Politikum. Bürgerlichen politischen Kräften, allen voran das ansässige Gewerbe, gelang die jahrelange Verzögerung der Umsetzung des Volkswillens für ein autofreies Limmatquai. 2004 wurde das Limmatquai verkehrsberuhigt und bis 2006 zu einer Flanierzone umgebaut: Die Tramstationen wurden erhöht und die Trottoirs alle in Pflasterstein gelegt. Die Fahrspuren blieben als Reserve für Notfälle oder Umleitungsmassnahmen bestehen, gleichzeitig gelten Fahrverbote.

    Und allen Befürchtungen zum Trotz haben sich nach kurzzeitigem Rückgang auch dort die Umsätze letztendlich erhöht.



    Kurzversion:


    Langversion:

  • Ganz einfache Rechnung: Mit dem Fahrrad krieg ich vielleicht, wenn ich gut staple, 40 kg Einkäufe abtransportiert. In ein Auto passt 840kg Zuladung:
    Ein Autofahrer macht also 21x so viel Umsatz wie 1 Radfahrer. Warum soll man dann ein Autostellplatz durch nur 8 Fahrradstellplätze ersetzen? Ist doch absoluter Unsinn!

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Ein Autofahrer macht also 21x so viel Umsatz wie 1 Radfahrer.

    Ich bin jetzt echt verwirrt - da fehlen die Ironie-Tags, oder?


    Meine Erfahrung nach kaufen "Autofahrer" etwas mehr als Radfahrer ein. Aber ich sehe nur seltenst jemanden der einen wirklich vollen Einkaufswagen hat, von dem Faktor acht mal ganz zu schweigen.

  • Klar war das ironisch. Der Link spricht Bände. ;)


    Ich erinnere mich an eine dänische Studie, in der gezeigt wurde, dass Radfahrer dem ursprünglichen Einzelhandel sogar mehr Umsatz bringen als Autofahrer. Sie kaufen viel spontaner, häufiger und sogar auch hochwertiger ein.


    Allerdings, das ist der wahre Teil der Ironie - könnten so manche Discounter auf der grünen Wiese tatsächlich einpacken wenn mehr Menschen Rad fahren.

  • da fehlen die Ironie-Tags, oder?


    Dein Ironiedetektor scheint defekt zu sein, reparier den mal ;-)


    Für mich ist wichtig, ob ich mein Fahrrad vernünftig abstellen kann. Ich bin auch schonmal weiter zur Konkurrenz gefahren.
    Ich geh so 2-3x pro Woche einkaufen. Dass ich Radfahrer bin bedeutet auch nicht, dass ich weniger verdienen würde als ein durchschnittlicher Autofahrer oder weniger Geld ausgeben würde. Eher ist das Gegenteil der Fall, weil ich ja knapp 200€/Monat mehr zum Ausgeben habe.
    Gibt natürlich die Superverdiener die sich die supergroßen SUVs leisten können und auch tatsächlich reichlich Geld für Luxus-Lebensmittel haben. Aber ist das die Zielgruppe von Rewe?!

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Nur weil ich pro Einkauf weniger mitnehme, heißt das nicht, daß ich über die Woche weniger esse. Ich fahre halt häufiger und spontaner. Das würde ich aber eh wollen, bin nicht so der Typ der eine Woche das Menü vorraus plant.


    Genau genommen schöpfe ich sogar nur 50% des Ladevolumens aus, da ich statt zweier Taschen immer nur eine am Rad habe. Meine Einkäufe sind also schon nicht durch das Transportmittel begrenzt.




    Zitat

    Allerdings, das ist der wahre Teil der Ironie - könnten so manche Discounter auf der grünen Wiese tatsächlich einpacken wenn mehr Menschen Rad fahren.

    Und diejenigen Läden, die mangelnde Qualität mit Nähe wett machen. Viele Pennys zum Beispiel (insb. der in meiner Nähe) haben eine schlechtere Auswahl, zu gleichen oder schlechteren Preisen in völlig überfüllten Geschäftsräumen. Aber sie mieten halt gezielt kleine Räume an, wenn die näher an den Kunden sind. Da geh ich z.B. nur hin, wenn ich zu faul bin das Rad aus dem Keller zu holen.

  • Ich bin jetzt echt verwirrt - da fehlen die Ironie-Tags, oder?

    Gerhart's Humor ist zuweilen staubtrocken... :thumbsup:


    Dass ich Radfahrer bin bedeutet auch nicht, dass ich weniger verdienen würde als ein durchschnittlicher Autofahrer oder weniger Geld ausgeben würde. Eher ist das Gegenteil der Fall, weil ich ja knapp 200€/Monat mehr zum Ausgeben habe.

    Würde der Autoverkehr nicht extrem subventioniert und müssten die Besitzer der meist im Stau stehenden Blechpanzer alle Kosten tragen, die sie verursachen, hättest Du rund 400,- Euro mehr pro Monat zum Ausgeben, als ein durchschnittlicher Autofahrer.

    "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
    Peter Ustinov

  • Autos parken geht offensichtlich nicht nur vor Fahrrad parken, sondern leider auch vor sicher mit dem Rad voran kommen:


    Die Lösung Gehweg+Radfahrer frei hat doch massive Nachteile. Viele halten es für Radwege, was Fußgänger gefährdet (zu schnelle Radfahrer) und Autofahrer zu Erziehungsmaßnahmen verleitet. Als Radfahrer kann man sich dann entscheiden, ob man sich lieber anpöbeln lassen will und um geparkte PKW herum fahren muss oder doch lieber Schritttempo fährt (diese Pflicht ist im Artikel natürlich nicht erwähnt genau wie die Tatsache, dass es keine Pflicht gibt dort zu fahren).

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

    Über 40 Jahre später: Juristen und Verwaltungsleute leiten Projekte und scheitern an einem einfachen Flughafen in Berlin.

  • Gibt es eigentlich irgendwo mal jemanden, der sich mit dem Problem Kreisverkehr + Radweg außerorts beschäftigt.


    Leider steht tatsächlich in den VwV das Radfahrer dort ein Zeichen 205 bekommen sollen.
    Ein Beispiel gibt es dann hier:


    Derartige Stellen sehe ich auch immer öfter. Das Problem fängt ja schon damit an, das PKW Fahrer dann Vorfahrt haben, obwohl sie abbiegen. Das kann ganz schnell zu Missverständnissen führen. eigentlich sollte diese Reglung dringend geändert werden, damit der Grundsatz wer abbiegt muss warten überall gleich gilt.


    Dazu kommt noch, das viele im Kreisverkehr nicht blinken vor dem raus fahren. Das ist sonst nur ein Ärgernis, aber in dem Beispiel gefährlich, wenn sich ein Radfahrer darauf verlässt, das blinkt nicht auch bedeutet fährt da nicht raus. Die Alternative bedeutet an jeder Einmündung im Kreisverkehr so lange zu warten, bis niemand kommt.

    1969: Ingenieure leiten ein Projekt und der erste Mensch betritt den Mond.

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  • Autos parken geht offensichtlich nicht nur vor Fahrrad parken, sondern leider auch vor sicher mit dem Rad voran kommen

    So ist es.


    In Hamburg-Bergedorf gibt es z.B. die Holtenklinker Straße. Nachdem der Ordnungsdienst dort seit einiger Zeit Kontrollen durchführt, ist der dortige Radweg weitgehend(!) Autofrei. An Nicht-Arbeitstagen und in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden sieht es dort allerdings so aus (unterhalb der parkenden Autos befindet sich der Radweg):



    Der Grund: Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes haben dann frei, was die Autler recht schnell gemerkt haben. Die Polizei hat (angeblich) zu wenig Kapazitäten und die "Prioritätensetzung" bedingt - natürlich - vorrangig wichtigere Einsätze (seit vielen Jahren...).


    Bereits im Jahr 2012 gab es einen Antrag der GRÜNEN mit Unterstützung DER LINKEN in der Bezirksversammlung, den Radweg durch entsprechende Absperreinrichtungen vor den Gehwegparkern zu schützen. Dieser wurde mehrheitlich von CDU und SPD abgelehnt!


    Bis heute ist dieser Radweg (inzwischen ohne Benutzungspflicht) regelmäßig zugeparkt. Radfahrer, die sich nicht auf die Fahrbahn trauen, fahren ordnungswidrig neben den Autos (in der "dooring-Zone"!) auf dem Gehweg und belästigen und gefährden dadurch die Fußgänger. Kommt mal einer plötzlich aus einer der vielen Eingangstüren, dann.... Aber Absperrelemente würden ja den Parkraum verknappen!


    Hier tritt einmal mehr ungeschminkt die wahre Gesinnung von SPD und CDU offen zutage: Radverkehr, ja bitte gern - aber nur dort, wo er dem Autoverkehr, und sei es dem ruhenden, nicht ins Gehege kommt! :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

    "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
    Peter Ustinov



  • 274 Radwege im Bezirk Nord marode!




    (bebildert wird das mit einem Pulk Fahrbahnradler ...)


    Ein „Rekordhoch“ nennt Christoph Ploß (CDU) die Zahl der sanierungsbedürftigen Straßen wie beispielsweise den Borgweg, die Eppendorfer Landstraße oder den Uhlenhorster Weg. ... „Am Beispiel Harvestehuder Weg oder auch am Mühlenkamp sieht man, dass der Senat nicht durchdacht und konzeptlos handelt“, sagt Ploß. Zurzeit müssen Radler dort oft eine Slalom-Fahrt absolvieren, weil parkende Autos den Radweg verengen.


    Mal abgesehen davon, dass der Harvestehuder Weg nicht im Bezirk Nord liegt, zieht Herr Ploß bitte welche Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass Kampfparker den Radweg verengen?