Beiträge von Morchel

    Insbesondere am Ende sollte es wirklich jedem klar sein, dass das nicht ernst war.
    Meinen Humor hat es nicht ganz getroffen, aber etwas schmunzeln musste ich dennoch. : )

    Wobei "nicht beachten" schon ein Fortschritt gegenüber "übersehen" ist.

    Meines Erachtens genau der richtige Wortlaut. Sollte immer (auch egal von welcher Verkehrsgruppe gersprochen wird) in solch eher neutralem Ton geschrieben werden. Gerade wenn die Faktenlage (noch) unbekannt ist.
    Es ist weder zu schwach formuliert (übersehen würde ja bedeuten er hat geguckt, aber nichts gesehen), noch wurde übertrieben (ich würde dem Fahrer nicht vorwerfen er habe die Vorfahrt missachtet, was ja bedeuten würde er habe die Radfahrein gesehen und sei trotzdem gefahren.
    Er hat sich vermutlich einfach zu sehr auf den Verkehr von links konzentriert und nicht (nochmal?) nach rechts geschaut bevor er los fuhr.
    Will das Geschehen an sich dabei nicht klein reden. Ist halt immer kacke, wenn sowas passiert.

    Eigentlich wollte ich hier (Sicher geradeaus! Leitfaden des Berliner Senats zur Sicherung des Radverkehrs vor abbiegenden Kfz) posten, wäre aber wohl doch zu off topic.

    Hat mich auch erstaunt. Von dem was man so hört, dachte ich eigentlich, Hannover sei nicht besser als Berlin oder gar Hamburg.

    Naja, Hannover hat seine guten Ecken, man merkt auch, dass sie sich Mühe geben die Infrastuktur für Radfahrer zu verbessern. Allerdings merkt man auch stark, dass die Priorität nach wie vor auf dem KFZ liegt und viele Dinge für Radfahrer nur dort gemacht werden, wo Platz ist.
    Ebenso haben einige Maßnahmen nur symbolischen Charakter. So ziemlich jede Fahrradstraße hier gehört zum Beispiel dazu (ist in den meisten Städten wohl nicht anders). Diese bewirken eigentlich keine nennenswerten Vorteile, wenn Kraftfahrzeuge weiterhin freigegeben sind und das Verhalten der entsprechenden Fahrer sich nicht anpasst.
    Die Fahrradstraßen kenne bieten ja nicht einmal Vorteile in der Route. In der Nähe der (recht stark befahrenen) Sallstraße gibt es zwei Fahrradstraßen, die auch nur semi parallel zu der Sallstraße führen. Teils auch ganz woanders hinführen (was je nach Ziel halt auch gut sein kann ; ) ). Schneller ist man jedenfall dort nicht unterwegs, da an jeder Kreuzung rechts vor links gilt und man gerne mal abbremsen muss um sich in den relativ engen Straßen doch mal mit entgegenkommenden KFZ arrangieren muss.
    Einzig die lange Laube ist mri bekannt, die vom Zweck der Fahrradstraße nicht völlig überflüssig ist. KFZ sind auch hier freigegeben, allerdings nur für Anlieger. Für alle anderen auch nicht sinnvoll zu befahren, da baulich für gesorgt wurde, dass für mehrspruige Fahrzeuge kein Durchgangsverkehr stattfinden kann. Am Ende der langen Laube folgt eine Bettlerampel, die über eine ebenfalls einigermaßen stark befahrene Straße führt. Einige Meter vor der Ampel gibt es eine Fläche mit Induktionsschleife oder so, die Bettlerampel schon in der Fahrt auslöst. Nähert man sich der Ampel mit etwa 15 km/h kriegt man auch rechtzeitig grün, wenn man dort angekommen ist. Außer natürlich, wenn gerade schon grün war, dann muss man etwa 30 Sekunden warten.
    Meiner Meinung nach ein guter Kompromiss an dieser Stelle.


    Wenig verwunderlich ist, dass die Radwege an den beiden ganz großen Hauptverkerhrsstraßen Hildesheimer und Vahrenwalder Straße besonders beschissen sind. 80 bis 100cm breit, nah an parkenden Autos, buckelig, auch Schilder teils sehr nah am Radweg, benutzungspflichtig. Vermeide ich nach Möglichkeit. Manchmal nachts, dann aber auf Fahrbahn. Gelangweilte Polizisten haben mich deswegen aber auch schon zweimal angehalten... (jeweils mit mündlicher Verwarnung).
    Diese Straßen haben aber auch nie wirklich Umgestaltungen erfahren und man könnte sagen: War schon immer scheiße, wird auch ohne sehr teuren Umbau scheiße bleiben.


    ABER:
    Auch neugestaltete Straßenzüge verbessern den Radverkehr nur minimal oder verschlechtern diesen sogar.
    Die Sallstraße wurde vor wenigen Jahren stellenweise komplett erneuer, von Hauswand zu Hauswand.
    Aber weiterhin benutzungspflichtiger Radweg. Immerhin nun 1,50 breit, aber großteils im Türbereich der parkenden Autos.
    Ne Radspur auf der Fahrbahn oder Schutzstreifen seien zu gefährlich, würden von vielen nicht benutzt. Absenkung auf 30km/h käme auf keinen Fall in Frage.
    Paar Parkplätze mussten weichen für Bäume und paar Fahrradbügel auf einer Seite des Baumes (zwischen Parkplatz und Baum). Frage mich immernoch, warum nicht noch paar Tausend Euro für weitere Fahrradbügel über waren? Auf der anderen Seite der Bäume. Benötigt werden die. Aber darf wohl nicht sein, dass mehr Fahrradstellplätze vorhanden sind als Parkplätze.
    Der Radweg ist wie gesagt alles andere als optimal, was dafür aber recht nett geworden ist, ist, dass Radfahrer (und Fußgänger) bei Kreuzung von Nebenstraßen auf einer Ebene bleiben und Fahrzeuge aus der Nebenstraße eine Erhöhung rauf und runter müssen. Der Radweg ist dadurch auch optisch durchgängig und wie sonst oft tyisch wird nicht der Radweg für die Nebenstraße unterbrochen, sondern die Nebenstraße für den Radweg. Autos tasten sich gefühlt auch eher an die Kreuzung ran (die Erhöhung wirkt ja auch wie ein Geschwindigkeitspoller) und preschen nicht immer sofort an den Rand der Kreuzung ran. Dennoch stehen einen sehr oft Autos im Weg.



    Noch schlimmer ist die Neugestaltung der Brücke am schwarzen Bären über der Ihme. Die Straßenbahnhaltestelle liegt nun genau auf dieser.
    Kompromiss. Auf beiden Seiten ist so ein Mischmasch aus getrennten ung gemeinsamen Fuß- und Radweg. Oder der Radweg hört einfach auf. Durch Dönerbuden und Kneipen mit Stühlen und Tischen, oder Werbetafeln bleiben an einer Stelle etwa 1,20 für Radfahrer und Fußgänger.
    Aber wichtig ist, dass der KFZ zwei spuren je Richtung haben. Ein eigener Rechtsabbieger ist halt wichtig...
    Genau diese Dinge hat auch der eine recht berühmte Kopenhagener Verkehrsplaner bemängelt ; )


    Ätzend ist auch, dass viele Radwege in zwei Richtungen freigegeben sind, obwohl nicht sonderlich breit oder nicht nötig. Soll als Service dienen. Ein paar Stellen sind nur sehr kurz (50 bis 100m) und sollen die Erreichbarkeit von bestimmten Nebenstraßen ermöglichen, da man sonst nur über unnötig große Umwege hinkommt. Akzeptabel, habe eine Stelle auch fast täglich genutzt, da wäre ich auch illegal im Gegenverkehr gefahren, da ich nicht für 100m zweimal eine viersprurige Straße mit mittigen Straßenbahnschienen gekreuzt hätte.
    Zu häufige Erlaubnis züchtet aber leider auch Geisterradler...


    Inakzeptabel sind teilweise auch Ampelphasen für Radfahrer. Kreuzung Friedrichswall / Willy-Brandt-Allee ist da ne große Spezialität.
    Geteiltes Piktogramm für Radfahrer und Frußgänger. 12 Sekunden früher gibt es hier rot im Vergleich zur Fahrbahnampel.
    Wenn sich nicht gerade ein rechtsabbieger von hinten nähert fahr ich hier auch bei rot rüber, wenn auf der Fahrbahn noch grün ist. Das ist mir sonst schlicht zu blöd.


    Manche nervige Straßen und Ecken in Hannover kann man aber zum Glück oft genug durch sehr schöne Wege ersetzen.
    Hannover hat sehr viele Wälder, Grünanlagen, Parks, Seen, Flüsse, Kanäle etc. Kleine Umwege lohnen sich oft für eine schönere Strecke, die nicht einmal zeitlich länger dauern muss.
    Mein Arbeitsweg ist mittlerweile von ursprünglich 11km auf 13km gewachsen.
    Dafür sind nur noch 2,5 bis 3km tatsächlich auf Straßen. Und nur etwa 1000 davon bieten wirklich Konfliktpotential (kann ja schon genügen).
    Der Rest ist einfach Strecke im Grünen. Ein paar kleine Abschnitte sind zwar ruppelig, andere hingegen hervorragend asphaltiert. Dafür eben insgesamt recht gemütlich und vor allem schön : )

    Diese Statistik von Google, dass auf 700k Meilen 11 unverschuldete Unfälle kamen, ist nicht aussagekräftig, eben weil Google die Statistik selbst gemacht hat. Man müsste das erstmal nach wissenschaftlichen Maßstäben untersuchen.


    Irgendwann wird es zu Unfällen kommen, wo das Programm Schuld hatte oder wo zumindest ein menschlicher Fahrer den Unfall vermieden hätte.

    Gibt es denn Infos darüber, wie häufig die menschlichen Mitfahrer eingreifen mussten?

    Allerdings denke ich auch, dass gerade in Deutschland die Vorbehalte sehr groß sein werden. Allgemeine Bedenken gegenüber neuen Technologien treffen auf das "Lieblingskind" Auto...

    Zum Statussymbol Auto gehört, dass man es selbst fährt, selbst die Kontrolle über 1-2 Tonnen Stahl und dutzende bis hunderte Pferde hat.

    Richtig. Man bedenke allein wie viele Menschen sich niemals ein Auto mit Automatikgetriebe anschaffen würde, weil sie es selbst ja besser könnten als eine Maschine.
    Ungeachtet des Komfortgewinns (wobei die Meinung gefühlt wirklich zurückgeht)

    Kann mich aus meiner Kindheit noch erinnern solche Haltestellen gesehen zu haben.
    Wurden dann mit Ampel aufgerüstet und hier in Hannover gibt es fast nur noch Hochbahnsteige.


    An dieser Stelle gab es vor einigen Jahren auf jeden Fall noch genau so einen Bahnsteig wie im Video.
    Bahn mittig der Straße, Fahrgäste warten auf dem gehweg.



    Die Situation ist für Radfahrer nicht unbedingt besser geworden. Auch hier verschlimmert der Schutzsteifen mal wieder einiges.


    Edit: Wobei ich nicht sagen kann, ob die Autos nicht dennoch rot bekommen, wenn eine Bahn einfährt. Komme da doch nur äußerst selten vorbei.
    Das Auto hinter der Bahn kann sich auch gerade noch so über die Ampel gemogelt haben oder so. Ich weiß es nicht.


    Zitat

    Tipp an alle Autofahrer: Lange und laut hupen! Der Stylo-Radler hört sie dank seiner dicken Dr. Dre Kopfhörer nicht.

    Hupen ist ein toller Tipp... -.-


    Abgesehen davon sind das Hipster Räder. Und die hören sicherlich kein Dr. Dre : p
    Diesen Typus Fahrrad hasse ich aber tatsächlich enorm. Üblicherweise sind das ja Single-Speeder oder gar Fixies... Ne, da kriege ich ne Krise bei, da der Anblick des Gesamtbildes so lächerlich wirkt in meinen Augen : D

    Kumpel arbeitet in eine Malerbetrieb. Ansage vom Chef: Parkt so nah am Einsatzort wie möglich, notfalls direkt davor auf dem Fußweg. Wenn es n Ticket gibt, bezahle ich es halt einfach.
    Was sagt uns das? Strafen sind sehr lasch und erwischt wird man dazu eh noch zu selten...



    Das fände ich auch mal spannend. Vor einigen Jahren stand ein Privatwagen mit so einer Genehmigung im temporären Parkverbot von unserem Umzug. Der Fahrer schlürfte im Café daneben seinen Kaffee und wollte nicht wegfahren. Nach einigen sehr kritischen Nachfragen von uns, warum er so eine Genehmigung im Privatwagen hat und einem Anruf bei der Polizei ist er dann doch murrend weggefahren.


    N alter Kollege von mir hatte auch mal ne Diskussion mit der Politesse, die gerade am Ausstellen von nem Strafzettel war.
    Sinngemäß:
    Ich habe doch ne Ausnahmegenehmigung?
    - Ja, die gilt aber nicht fürs Döner holen...

    Oja. Und da finden sich sogar alte Bekannte. Die Argumentation von "kleinelch" z.B. scheint mir doch sehr geläufig, der muss wohl aus einer Vorstadt kommen...


    Er hatte auch schon ganze Beiträge sowohl hier als auch bei Zeit Online 1:1 gepostet.


    I diesem wundervollen Tunnel sind seit längerem beidseitig Schutzstreifen aufgemalt worden.
    Jeweils vielleicht 80cm breit. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, wie knapp dort überholt wird, sollte man so bekloppt sein und den Schutzstreifen benutzen?
    Selbst ohne Gegenverkehr wird extrem knapp überholt. Man orientiert sich halt an der Linie...


    Fahre da zu Glück nur extrem selten durch, beobachte es aber hier und da als Fußgänger...

    Ich selber habe die Luxos ohne USB und Fernlicht. Also die kleinere Version, wo sich der Schnick Schnack in Grenzen hält.
    Einzig diesen Sensor, der automatisch Tagfahrlicht und Nachtfahrlicht umschaltet würde ich als Schnick Schnack bezeichnen. Keine Ahnung, wo hoch hier die Wahrscheinlichkeit ist, dass dabei was kaputt geht.
    Dadurch, dass die beiden LEDs fürs Tagfahrlicht eben auch nachts brennen - dann aber nur noch leicht - erkennt man Schilder sehr gut und von weitem (auch Fußgänger, sofern sie Reflektoren tragen). Es hat also nicht so eine harte Hell/Dunkel-Grenze, wie meine alte Fly.
    Als ich bei völliger Dunkelheit durch den Wald gefahren bin, konnte ich auch die Baumstämme noch etwas erkennen. Waren aber strecken, wo ich keine tiefen Äste befürchten musste.


    Habe versucht die Lampe auhc so einzustellen, dass ich soweit wie möglich sehen kann, dabei aber nicht blende. So 25 km/h kann ich hier noch locker fahren und im Sichtbereich vollständig abbremsen. Habe dennoch manchmal ein mulmiges Gefühl, ob ich nicht doch ein wenig blenden könnte. Aber dann wären besagte Tagfahr-LEDs schuld. Habe einen Kollegen gefragt, er meinte es sei schon hell, aber blenden würde ich nicht. Hab mich mit dieser Aussage halbwegs abgefunden.
    Sofern andere noch was sehen und nicht auf eine weiße Wand zufahren/gehen, bin ich zufrieden.


    Die Breite Ausleuchtung ist auf jeden Fall gut. Allein wegen Kurvenfahrten. Durchrasen geht natürlich auch damit nicht, aber im Gegensatz zu meiner alten muss mich nicht mehr zwingend auf Schritttempo runterbremsen.


    Irgendwer hatte ja schon

    verlinkt gehabt. Beim Bild zu "70 Lux, LED IQ2-TEC, mit Panorama-Nahlicht" (Ist ja von Malte nicht erwünscht, das Bild hier direkt einzubinden, oder?) erkennt man auch gut den breiten Kegel, wie auch, dass man durchaus die Kronen der Bäume links erkennt.



    (Wuhu, 100. Beitrag. Ich schaue mal häufiger wieder rein hier : ) )

    Schon ein wenig albern. Klar ist es schade drum was teuer gebaut zu haben (zu müssen) ohne das es genutzt wird. Aber letztendlich kann es denen doch egal sein, wie angereist wird. Dann stehen die Parkplätze eben ungenutzt. Geld ist eh futsch ob da nun ein Auto drauf steht oder Peng.