Velo und Bahn ...

  • Mit unserer ehemaligen Klasse haben wir eine Reise im September nach Barcelona vor. Ich möchte da mit der Bahn hin, da ich Bahn fahren entspannter finde und je nachdem gleich noch eine andere Stadt auf der Strecke besuchen möchte. Also habe ich mal bei der SNCF online die Verbindung abgefragt und wollte mal wissen, wie viel die Reise kostet am gewünschten Wochenende: "Dieser Zug ist noch nicht buchbar". Meine ehemaligen Klassenkameraden haben das Flugticket schon, aber ich kann meine Reise wahrscheinlich erst 3 Monate vorher buchen: https://ch.oui.sncf/de/hilfe-ch/verkaufsbeginn


    Die Bahnfahrt wird wahrscheinlich sogar günstiger ausfallen als die Reise mit dem Flug (185€ vs. 220€), aber man ist auch einiges länger unterwegs.

  • Genau vor der selben Entscheidung stand ich auch. Von DD nach Barcelona wäre es aber nur mit Zwischenstop über Paris gegangen. Knapp 14 Stunden Fahrzeit und mit der Übernachtung in Paris wäre es ein Tag "Verlust" an Urlaubszeit. Zug wäre mit der Übernachtung natürlich auch teurer als der Flug (~270€ Hin und Zurück mit LH). Nachtzüge oder dergelichen gibt es auch nicht, eigentlich schlimm. Vor allem fürs eigene Gewissen.

  • Ihr Schweizer habt's gut. Eure Züge nach Paris kommen an dem Bahnhof an, an dem die Züge nach Barcelona abfahren ... obwohl es eigentlich irre ist, von Basel aus nach Paris zu fahren, um nach Lyon zu kommen ... aber da fehlen halt noch ein paar Züge auf der Strecke Basel bzw. Mulhouse - Dijon - Lyon, und vor allem fehlen ein paar Züge auf der Strecke Genf - Barcelona.


    Das gab's alles mal. Nachtzug Zürich-Barcelona, Talgo tagsüber Genf-Barcelona.


    Jetzt zu Dresden. Da fällt mir derzeit nur ein: ab nach Berlin, dort 21:07 Nachtzug nach Offenburg, an 06:16, ab 07:13 nach Paris Est, an 09:35 und dann mit Stadtbummel 14:07 ab Paris Gare de Lyon und Barcelona an 20:34


    Oder etwas »schneller«: Nachtzug bis Basel SBB, 07:51 an, 08:21 oder 09:21 mit dem TER nach Mulhouse (dauert 23 Minuten), dann 09:57 in Mulhouse ab mit dem TGV bis Lyon, 12:56 an, 14:24 AVE nach Barcelona, 19:30 an. Das Reisebüro (z. B. die Bahnagentur Schöneberg in Berlin) würde dann sicherlich auch schauen, ob man die Preise drücken kann, wenn man den Umstieg nicht in Lyon, sondern weiter im Süden vollzieht (der TGV ab Mulhouse fährt bis Montpellier)


    Übernachtung in Lyon wäre vielleicht eine gute Alternative zur Übernachtung in Paris.


    Früher war zwar nicht alles besser, aber die Zugverbindungen auf jeden Fall: Nachtzug Berlin-Paris, Nachtzug Dresden-Zürich, Nachtzug Zürich-Barcelona, Nachtzug Paris-Barcelona, Nachtzug Strasbourg-Port Bou ...

    Und dann kamen die »Liberalisierung!«-Fuzzis und die Vertreter der Flugzeugindustrie und haben die internationalen Verbindungen systematisch ruiniert.


    Wir haben mal Parteien zur Europawahl befragt; ein paar Antworten sind schon da:

    https://back-on-track.eu/corne…pean-parliament-election/

  • Mit unserer ehemaligen Klasse haben wir eine Reise im September nach Barcelona vor. Ich möchte da mit der Bahn hin, da ich Bahn fahren entspannter finde und je nachdem gleich noch eine andere Stadt auf der Strecke besuchen möchte. Also habe ich mal bei der SNCF online die Verbindung abgefragt und wollte mal wissen, wie viel die Reise kostet am gewünschten Wochenende: "Dieser Zug ist noch nicht buchbar". Meine ehemaligen Klassenkameraden haben das Flugticket schon, aber ich kann meine Reise wahrscheinlich erst 3 Monate vorher buchen: https://ch.oui.sncf/de/hilfe-ch/verkaufsbeginn


    Die Bahnfahrt wird wahrscheinlich sogar günstiger ausfallen als die Reise mit dem Flug (185€ vs. 220€), aber man ist auch einiges länger unterwegs.

    Ich zitiere aus dem aktuellen Schreiben eines Briten an die EU-Kommission:

    https://www.era.europa.eu/site…v_elisabeth_werner_en.pdf


    Dear Ms Werner


    I read recently that you are seeking proposals to encourage modal shift to rail, particularly innovations in infrastructure and operations.


    My idea however is likely to be far cheaper than any of these, and appears on the face of it to be quite easy!


    As a passenger who has recently defected from aircraft to trains for our annual holiday I am discouraged by the difficulty of actually booking a long journey where it involves more than one train operator. Websites loco2 and trainline are a big help of course (for those operators who are registered with them) but the simplicity that these sites provide is negated during the long period between operators opening services for sale 180 days prior to journey and those who do so later, at 120, 90 or 60 days.


    I have found that in order to take advantage of affordably priced train fares it is necessary to book early. I have to be a diligent ‘travel agent’ with numerous calendar reminders, and there is always the risk that the timetable for part of a journey might change unexpectedly during the period after purchasing a ticket for one or another sections.


    At the moment I am part way through booking our trip from Shrewsbury in the UK to Barcelona for June 2019. It serves as a good example of the difficulty:

    2 December London to Paris

    13 December Paris to London

    4 February Paris to Barcelona

    11 February Barcelona to Nimes

    1 March Shrewsbury to London

    11 March Nimes to Paris

    11 March London to Shrewsbury.


    All of the above for just a return trip to Barcelona, something which would be simplicity itself by air. When doing two or three trips in one year (as we did in 2018) the various booking dates overlapped and it became nightmarish at times!


    I am sure you are well aware of this problem. Is there anything that can be agreed between track and train operators to use just one date, whenever that is? I believe it would make a huge difference as to whether more people would consider international rail travel a practicable alternative to flying.


    Yours sincerely

  • Fahrbahnradler

    Nun, dann scheine ich in der Tat ein Pechvogel zu ein?

    Meine E-Mail-Anfrage liegt 10 (!) Tage zurück. Mein erneuter Anruf heute über die Service-Nr.: Freundliche Mitarbeiterin: "Wenn Sie die Kollegen vom E-Mail-Service angeschrieben haben, werden sie sich dem schon annehmen." [...] "Äh, ja, danke, Ihnen auch noch einen schönen Tag."

    Also weiter warten. Scheint bei der Bahn ja Volkssport zu sein.

    Sorry für meine Polemik, aber nach Lektüre des oben verlinkten offenen Brandbriefes des langjährigen Lokführers sehe ich mich noch nicht rechtzeitig in Leipzig.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Gerade mit dem Fahrrad ist in der Bahn nichts mehr wirklich entspannt. Fahrradkarten kann man nicht immer auf dem Telefon kaufen, deswegen habe ich schon Züge verpasst. Und seitdem die Bahn auch Busse betreibt, die Zugnummern haben, muss man höllisch aufpassen, was man bucht. Im IC-Bus darf man nur wenig Gepäck mitnehmen (und eigentlich garkeine Kartons, weil es Koffer oder Reisetaschen sein müssen), der fährt nicht an den Bahnhöfen ab, sondern gerne mal 15 Minuten Fußweg weiter weg, und bleibt dann jedesmal bei der bayrischen Grenzpolizei hängen, für die Verspätung gibt es dann keine Entschädigung.

    Auto mieten ist sehr unkompliziert, wenn man bei den großen Anbietern bleibt. Ich bin mittlerweile guter Kunde bei Hertz (dank der Deutschen Bahn) und bekomme deswegen 30% auf die regulären Mietpreise, die Mietbedingungen sind recht unkompliziert (unbegrenzte Kilometer bei allem außer Kleinlastern, Tank voll übernehmen und voll zurückgeben, Selbstbeteiligung 2000 Euro wenn was am Auto ist, was ich in 14 Jahren Führerschein bisher nicht geschafft habe), ich kann am Abend vorher anrufen, habe innerhalb von 3 Minuten ein Auto reserviert, und kann so viele Fahrräder, Freunde, und Kartons einladen wie ich will.

    Bahnfahren zu meinen Eltern kostet (ohne Fahrradkarte) 320 Euro für den Roundtrip (und ich habe schon ein Halbtax), für einen Mietwagen für eine Woche bezahle ich meist um die 250 Euro. Benzin und Bla-Bla-Car-Mitfahrer gleichen sich ungefähr aus. Und ich muss nicht 4 mal umsteigen. Ich fahre sehr gerne Bahn, und besonders Nachtzüge, aber bei den derzeitigen Bedingungen kommt es leider immer seltener in Frage.


  • Kenne ich aus meinem Nebenjob. Wir hatten jahrelang einen Transporter in Dauermiete, brauchen außerdem zwei Mal im Jahr zu (fast) festen Terminen einen oder zwei Lkw. Da lässt sich schon was aushandeln.

    Schön auch, dass man immer ein aktuelles und sauberes Fahrzeug bekommt, allerdings oft auch einen engen Japaner statt dem Dingens im Bild.