Beiträge von bOamiii

    Die wichtigste Regel ist ganz einfach: Der Gehweg ist tabu.


    Nach meiner Beobachtung werden die Dinger aber hauptsächlich auf dem Gehweg gefahren. Mindestens, wenn keine Radverkehrsanlage vorhanden ist.


    So lange das so ist, braucht man sich eigentlich über Feinheiten, welches Zusatzzeichen für wen gilt, noch keine Gedanken zu machen.

    Verwundert auch nicht - ich wurde auch schon aus dem Auto (mit Kind daneben) belehrt dass ich "Vollidiot" doch auf dem Gehweg zu fahren hätte. Ich glaube viele haben gar keinen Bock mehr sich damit von A nach B zu bewegen, einfach aufgrund des Rufes der eScooter. Wird halt wieder Auto gefahren...

    Da sollte meiner Meinung nach eh ein richtiges Konzept her. Wenn nächstes Jahr Segways (oder Monoroller oder Hoverboards oder ...) der Shit schlechthin sind und Segway-Betreiber auf den Markt strömen hat man wieder das gleiche Problem.

    Fest irgendwie drei Parkplätze im Stadtgebiet dafür vorzusehen scheint mir auch unausgereift. Der große Vorteil an Leih-Rollern/Rädern/... liegt vor allem darin, in Laufweite jederzeit eines vorzufinden.


    Ich finde das Konzept in meiner Heimat tatsächlich sehr gelungen, wenn es dann einmal komplett ausgebaut ist, sogenannte Mobi-Punkte.

    Das sind Mobilitätspunkte bei denen man generell folgende Dinge vorfindet:

    - ÖPNV Anbindung

    - Car-Sharing

    - Leihräder


    Zudem gibt es diese entsprechend oft, im Zielausbau sollte man im Stadtgebiet nie mehr als 5 Minuten vom nächsten Mobipunkt entfernt sein. Ich glaube dass ist auch der Knackpunkt - wenn es an jeder Ecke einen solchen Punkt gibt, wird sich dass auch eher durchsetzen.

    Dadurch, dass es an diesen Punkten eine Ladeinfrastruktur (für die E-Autos) gibt, wäre sogar denkbar eine Ladeinfrastruktur für sonstige e-Kleinfahrzeuge mit aufzubauen und an Betreiber zu vermieten. Wenn man sich beispielsweise ein Rad leiht und es an einem Mobi-Punkt abstellt, bezahlt man (wenn ich mich recht entsinne) weniger oder garnichts für die halbe Stunde. Ebenso wird es günstiger (sowohl Rad als auch Auto) wenn man eine ÖPNV-Dauerkarte hat.


    So in etwa schaut dass dann aus: https://www.meidresden.de/2-dr…e-und-ladesaeulen-geplant

    Hier mal ein Flyer: https://www.dvb.de/-/media/fil…infoflyer_8seiter_web.pdf

    Was dann aber wohl dazu führt dass es keine Leihscooter/räder mehr gibt, weil es sich nicht mehr lohnt.

    Also doch wieder Taxi oder am besten direkt mit dem Auto fahren?

    Aber welche Lehre soll man daraus ziehen? Sollen jetzt generell alle Gegenstände in der Öffentlichkeit mit 1t Mindestgewicht versehen werden, damit diese keiner mehr wegbewegen kann?

    Oder soll man den Überwachungsdruck erhöhen um solche Straftäter auf frischer Tat zu ertappen, damit diese dann direkt den Feuerwehr(?)einsatz zur Bergung bezahlen müssen?

    Oder verbietet man Leihräder/Scooter, damit die Leute dann wieder schön Taxi/Auto fahren?

    Bin immernoch zufrieden.

    Die Schwachpunkte sind der klapprige Ständer sowie die Reflektoern bzw. deren Anbringung. Die fliegen beim Beladen oder Rangieren gern mal ab.


    Aber die Laufräder, Anbringung am Rad und generell die Stabilität des Anhängers sowie die Befestigungsmöglichkeiten - da hab ich nichts zu meckern. Auch als Schubkarrenersatz muss er ab und an herhalten - gefällt dem Lack zwar nicht so gut aber da muss er durch :)

    Die 95€ die ich damals dafür bezahlt habe, haben sich auf jeden Fall gelohnt!

    Und Höhenabstand (wenn du den noch brauchst) gewinnst du , indem du die Abstandshalter durch kleinere Austauschst und hinten die Abstandsstangen etwas weiter oben festschraubst. Die Bleche sind ja recht flexibel, kannst dir ja damit den Radius bauen den du benötigst (im gewissen Rahmen natürlich).

    Passend enn evtl. die 42er Bleche rein? Problem ist ja hier nicht direkt der Höhenabstand zum Reifen sondern eher, dass die jetzigen ziemlich schmal sind. Ansonsten einfach den Spacer gegen was anderes tauschen. Muttern oder Unterlegscheiben oder so, damit es passend ist. Habe bei mir diese konischen Unterlegscheiben von alten Bremsbacken genommen, die hatte ich noch in X verschiednen Stärken rumliegen und hält wunderbar.

    Das wird hier zumindest etwas granularer abgefragt. Da gibt es (neben den verschiedenen Markierungen) auch mal links und rechts parkende Fahrzeuge als Unterscheidung.

    Umfrage zum Thema wo man auf der Straße fahren soll/möchte. Explizit auch für "nicht-Radfahrer".

    Umfrager: Technische Universitaet Dresden, Fakultät Psychologie, Diagnostik und Intervention

    Dauer: 10 Minuten

    Ergebnisse wie erwartet. Radfahrer gönnen sich mehr Platz, KFZ'ler "gönnen" Radfahrern weniger Platz.


    Interessant ist evtl. noch dass der Schutzstreifen wohl eher das Gegenteilige vom Namen bewirkt:

    Zitat

    Die Markierung hatte keinen signifikanten Einfluss darauf, welche Position im Mittel als "in Ordnung" eingeschätzt wurde.
    Es gab allerdings eine Tendenz, dass beim Schutzstreifen Positionen näher an der Bordsteinkante als "in Ordnung" eingeschätzt wurden.

    Aber schau mal, § 10 eKFV sieht das anders und ist an dieser Stelle eben nicht intuitiv: Unabhängig von der Benutzungspflicht muss auf der rechten Straßenseite alles befahren werden, was nach Radweg aussieht, erst wenn auch kein nicht-benutzungspflichtiger, aber baulich vorhandener Radweg zu sehen ist, darf die Fahrbahn genutzt werden.

    OK, neben den benutzungspflichtigen Radwegen müssen auch separate aber nicht benutzungspflichtige benutzt werden, da hast du Recht.

    Nicht besonders intuitiv ist dagegen, dass ein Roller aber nicht grundsätzlich von Zusatzzeichen 1022-10 erfasst wird, also die Freigaben für Gehwege, linksseitige Radwege oder Fußgängerzonen. Da ist ja beispielsweise die Stadt Kiel auch anderer Meinung und geht davon aus, dass Roller in Fußgängerzonen irgendwie okay wären.

    Das finde ich auch voll OK, es geht ja genau darum, dass man eben nicht in Fußgängerzonen herumfährt, auch wenn man das mit dem Rad (in Schrittgeschwindigkeit) darf (was ich persönlich auch doof finde). Warum das die Stadt Kiel anders sieht kann ich dir nicht sagen, wäre aber nicht das erste mal dass da jemand eine "besondere" Rechtsauffassung hat.

    Ich sehe die (Leih-)Roller nicht in Zusammenhang mit einer App. Mag sein, dass es bei gewissen Leuten eine Assoziation hervorruft aber ich denke eher dass der Punkt "schnelle, unkomplizierte, leichte Mobilität für kurze Strecken" da ausschlaggebender ist.


    Ich bin auch der Meinung dass der Gesetzgeber gut gearbeitet hat, einzig das Tempo hätte ich gern auf 25KM/h gesehen - alles andere passt für mich. (Über ein Abstellgebot auf der Fahrbahn hätte ich mich aber auch gefreut..) Denn es ist eben nicht erlaubt überall dort zu fahren, wo Fahrräder dürfen sondern weit weniger. Lediglich benutzungspflichtige Radwege dürfen/müssen befahren werden. Aber genau so sehr wie sich Radfahrer an Schrittgeschwindigkeit bei "Fahrrad Frei" halten, halten sich Rollerfahrer an das "Fahrbahngebot" oder PKW-Lenker an Haltverbote. So ist es nun mal, wenn nichts sanktioniert wird.


    In meiner Stadt gibt es auch weiterhin eine Freefloat-Fahrradflotte (Nextbike in Zusammenarbeit mit Verkehrsbetrieben, kann sogar mit Monatskarte der Verkehrsbetriebe umsonst genutzt werden) und natürlich stellen dort Leute die Räder auch mitunter völlig bescheuert ab. Kopfsteinpflaster geht mit dem Roller übrigens besser als mit dem Rad, sind ja auch viel dickere Reifen mit weniger Druck.

    Außerdem ist privater Besitz durch komplizierte Zulassungsvorgaben teuer und unattraktiv, zumindest wenn man versichert unterwegs sein will.

    Ich finde 25€/Jahr nicht "teuer und unattraktiv".


    Im Prinzip sind die Geräte in allen Belangen außer dem Volumen Rädern unterlegen".

    Sehe ich nicht so. Sie sind kleiner, lassen sich auch dadurch besser Abschließen, haben keine Zubehörteile die man sich klauen lassen kann, i.d.R. sind sie auch günstiger als Räder, man benötigt keine Kraftanstrengungen.


    und selbst das lohnt nur für Sonderfälle, z. B. für jemand, der mit dem Auto und Roller im Kofferraum bei gutem Wetter die letzte Meile nicht zu Fuß zurücklegen kann.

    Ich weiß nicht ob ich ein Sonderfall bin aber für Strecken >5KM, bei großer Hitze, wenn am Ziel keine Möglichkeit besteht das Rad zu sichern oder nach/vor einem langen Lauf (Liste sicher nicht abschließend) benutze ich öfter meinen eScooter oder auch mal ein Leihrad. Ich glaube auch fest daran, dass wenn dies alle tun würden anstatt sich in ein Auto zu setzen, die Welt eine bessere wäre :)


    Im Übrigen gelten sämtliche von Malte genannten Probleme gleichwohl auch für (Leih-)Räder und (Leih-)Autos, ich sehe da keinen Unterschied.