Woche 44 vom 1. bis 7. November 2021

  • Eine mehr als 50 Jahre alte Autobahnbrücke wird gesprengt. Trailer:

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    Und per live-stream kann jeder am 6. November 2021 ab 11:00 Uhr dabei zuschauen:

    Frankfurter Neue Presse vom 2.11.2021:

    Wiesbaden: Sprengung der Salzbachtalbrücke wird live übertragen – Alle Infos zum Streaming-Spektakel

    Wiesbaden: Sprengung der Salzbachtalbrücke wird live übertragen – Alle Infos zum Streaming-Spektakel
    Die Sprengung der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden wird am 6. November live übertragen. Alle wichtigen Informationen und die Hintergründe auf einen Blick.
    www.fnp.de


    Das ist der Link zu der Seite auf der der live-stream gestartet werden kann und der in dem Artikel genannt wird:

    West
    www.autobahn.de

  • Diese Brücke wird allerdings nicht gesprengt, weil man die Autobahn dort aufgeben will. Sondern weil sie dem Neubau der Ersatzbrücke im Wege steht und etappenweiser Abriss unter Aufrechterhaltung des Verkehrs nicht möglich ist, weil sie bereits einsturzgefährdet ist. Z.B ist dewegen auch der Bahnverkehr nach Wiesbaden Hbf massiv eingeschränkt.

  • Und leider ist zu befürchten, dass die neue Autobahnbrücke noch breiter wird und noch höhere und stabilere Leitplanken bekommt, so das noch schneller darauf gefahren werden wird. ;(


    Aber egal, die Sprengung werde ich trotzdem genießen! Manchmal kann man sich an so einer Stelle auch mal damit etwas Gutes tun, indem man von einer Verkehrswende weg vom Auto träumt. ;)


    Und darüber hinaus sollte der Anlass genutzt werden, die vielen Absurditäten des Autowahns zu thematisieren.

  • Besonders treffend an dem Knoflacher-Interview finde ich diese Passage: "Die Menschen begreifen nicht, dass das Auto sie in eine völlig andere Raum-Zeit-Dimension katapultiert, die sie nicht verstanden haben. Sie fühlen sich gut, während sie die Natur zerstören, die Landschaft zerstören, die Städte zerstören, die Wirtschaft zerstören. Das sind langsame Prozesse, die viele nicht bemerken. Dazu kommt, dass das Auto Menschen mit nachhaltigen Verkehrsmitteln den Boden entzieht, indem es den öffentlichen Raum zur lebensgefährlichen und ungesunden Umwelt macht."

  • Via Facebook darauf gestossen, sorry wenn es schon irgendwo gepostet wurde.


    Autofahrer macht Jagd auf Radfahrer

    1. Update: SZ liegt Video des unglaublichen Vorfalls vom Montag vor: Autofahrer macht Jagd auf Radfahrer
    tip Netphen. Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme der Polizei in Siegen. Laut Pressesprecher Niklas Zankowski liegt eine Anzeige gegen den Autofahrer vor.
    www.siegener-zeitung.de


    Video dazu:

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  • So etwas krasses habe ich noch nicht erlebt. Beeindruckend, wie der Radsportler das rote Auto vor Kratzern bewahrt hat. Und gut, dass er nicht allein war.

    Dass hier eine Strafanzeige gestellt wurde, ist im Sinne aller, die ähnliches, wenn auch in abgeschwächter Form, erlebt haben. Hoffen wir, dass das öffentliche Interesse an dem Prozess anhält. Und dass das Strafmaß höher ausfällt als in folgendem Fall vor 10 Jahren:

    Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr mit vorsätzlicher Körperverletzung
    AG Dachau - Az.: 1 Cs 53 Js 12791/11 - Urteil vom 12.09.2011 I. Der Angeklagte ist schuldig des vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr
    www.strafrechtsiegen.de


    Malte: Gibt es hier im Forum einen Thread mit Urteilen zu gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr?

  • "Die Ermittlungen laufen". Und laufen, und laufen...


    Und während die Ermittlungen laufen, werden auch morgen und übermorgen wieder Hunderttausende Radfahrer behupt, bedrängt, mit Wischwasser besprüht, beleidigt, beschimpft, mit dem Tod bedroht. Alles ohne Ermittlungen.


    Ja leider dauern solche Verfahren viel zu lange und werden viel zu selten überhaupt geführt. Das ließe sich vermutlich nur lösen, wenn auch Innensenatoren mit dem Rad unterwegs wären....

    Die Menschheit hat es geschafft zum Mond zu fliegen, ein weltumspannendes Datennetzwerk aufzubauen aber ist zu blöde einem simplen Virus keine Verbreitungswege zu geben?

  • Ja leider dauern solche Verfahren viel zu lange und werden viel zu selten überhaupt geführt. Das ließe sich vermutlich nur lösen, wenn auch Innensenatoren mit dem Rad unterwegs wären....

    Das Problem ist nicht die Windschutzscheibenperspektive der Ordnungshüter und der Justiz, jedenfalls nicht direkt. Das Problem ist das Prinzip Radweg. Aus logischer Hinsicht ist es völlig ausgeschlossen, dass man Radfahrer leichter übersieht als zB Krafträder. Das geht ebensowenig wie dass ein Förster im Hochsitz eine Antilope übersieht, während er eigentlich auf Rehe lauert. In dem Augenblick, wo der Gesetzgeber sagt, es bestünde dahingehend doch ein Unterschied, der Radwegebau und Benutzungspflichten aus Verkehrssicherheitsgründen zwingend erforderlich mache, billigt er indirekt die Tolerierung bewusster Übergriffe und Kurzschlusshandlungen gegenüber Fahrbahnradlern. Und im Grunde weiß das auch jeder, dass das genau so gemeint ist. Die angeblich „angeborene“ Angst vor dem Auto von hinten ist in Wahrheit nur die gelernte Sorge davor, dass dem genervten Autofahrer hinter mir gleich (und völlig zurecht!) der Kragen platzen könnte, weil ich bloß ein Radfahrer bin.

    Diese Denke lähmt die Wehrhaftigkeit des Gemeinwesens gegenüber motorisiertem Fahrbahnradlermobbing natürlich ganz enorm. Genau gegen/wegen solcher Übergriffe baut man Radwege, da braucht man keine Täter zu verfolgen.

  • Ist schon 1 Monat alt:

    Tödlicher LKW-Unfall in Düsseldorf: Freispruch für Fahrer
    Das Amtsgericht Düsseldorf hat heute einen LKW-Fahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Er hatte vor knapp einem Jahr mit seinem Sattelzug…
    www1.wdr.de


    Verhandlung vor Gericht:

    Ein LKW-Fahrer hat beim Abbiegen einen Fußgänger getötet.


    Urteil:

    Freispruch für den LKW-Fahrer. Denn selbst bei größter Sorgfalt hätte er den Fußgänger an der unbeleuchteten Kreuzung nicht sehen können.


    In jedem Industriebetrieb wäre die Konsequenz:

    Sofortiges Erlöschen der Betriebserlaubnis der betroffenen Maschine. Denn es wurde gerichtlich festgestellt, dass der sichere Betrieb selbst bei größtmöglicher Sorgfalt unmöglich ist. Erst nach Lösung des Problems darf die Maschine wieder in Betrieb genommen werden.


    Konsequenz im Straßenverkehr:

    Schulterzucken, weitermachen.


    Das ist doch einfach nur krank!

  • In jedem Industriebetrieb wäre die Konsequenz:

    Sofortiges Erlöschen der Betriebserlaubnis der betroffenen Maschine.

    Außer, es wäre ein "systemrelevanter" Betrieb, dessen Aufsichtsrat aus Sektflötenschlürfenden Politikern besteht und der zu X Prozent dem Staat gehört. Dann gäbs dort auch ein "Schulterzucken, Weitermachen". Passt alles.

  • Malte: Gibt es hier im Forum einen Thread mit Urteilen zu gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr?

    Ich fände eine Sammlung von § 315c Abs. 1 Ziffer 2 StGB ehrlich gesagt spannender.

    Also "Gefährdung des Straßenverkehrs" in Verbindung mit einer der "sieben Todsünden des Straßenverkehrs". Ich frage mich ständig bei Nahüberholern, Abbiegern u.ä., ob das 315c ist oder nicht.


    Aber leider lässt sich das mit Google praktisch nicht recherchieren. Denn wenige Zeilen höher in §315c Abs. 1 Ziffer 1 StGB sind die Strafen für schwere Alkoholverstöße geregelt. Das überstrahlt jedes Suchergebnis.


    Kennt jemand eine gute Sammlung mit Urteilen, in der die ganzen Alkohol-Straftaten NICHT enthalten sind?

  • Der WDR hat auch noch darüber berichtet (ab 17:33)


    https://www.ardmediathek.de/vi…05NTUyLTY0ZmVhM2MzN2M0Mw/


    Der Herr wurde schon angezeigt wegen Nötigung dieses Jahr, Staatsanwaltschaft hat es nicht weiterverfolgt.

    Merkwürdige Berichterstattung. Erst wird das finale Zur-Strecke-Bringen für den dramatischen Einstieg gezeigt und danach die eigentlich vorangegangene Aktion zu Fuß mit der Textzeile "Der zweite Angriff folgte direkt ..."

    Da braucht man ja kaum noch die Fahrradpolizistin monieren, die beim Heranfahren bald mit dem Pedal am Bordstein schrammt.