Beiträge von Autogenix

    Man kann aber auch prima im Mischverkehr mit zHg 50 km/h fahren. Sogar prima im Mischverkehr mit zHg vom 100 km/h. Das stört sicher die Autofahrerenden, aber mir als Radler geht das völlig am Hintern vorbei.

    Die Frage ist, wie kommt der ADFC auf diese Aussage? Kann er das belegen, ist es gefühlt, wurden die Mitglieder befragt und haben demokratisch über die richtige Geschwindigkeit abgestimmt?

    Gerade innerorts an den 50er Strecken ist oft das Problem, dass der Radverkehr schon vor Jahrzehnten beiseite geräumt wurde, damit der KFz-Verkehr ungestört ist, mit entsprechenden unzumutbaren und gefährlichen Führungen.

    Warum soll diese Land eine komplett neue Infrastruktur schaffen, wenn es "das Radwegnetz" schon gibt?

    Laut StVZO §63a ist ein Fahrrad ein Fahrzeug, dass, siehe StVO §2, im Regelfall auf der Fahrbahn fährt. Die Fahrspuren sind normal mind. 2,5 m breit, als absolut ausreichend für ein Fahrrad, sogar zum sicheren überholen von Fahrrad zu Fahrrad reicht das.

    Ich bin durchaus dafür, dass man sinnvolle Infra anlegt, also z. B. Radschnellwege z. B. wo wirklich zu erwarten ist, dass dann auch jemand darauf fährt. Aber einfach überall überflüssige Radwege, die keinen Vorteil haben, das macht keinen Sinn.

    Nur weil einige ADFC-Mitglieder sich das nicht vorstellen können, müssen Milliarden Euros in eine parallele Verkehrsinfra gesteckt werden, die dann auch noch a) meistens deutlich gefährlicher ist und b) langsamer und umständlicher zu befahren?

    Mal abgesehen vom Umweltschutz, den Kosten, bis das verwirklicht ist, da sprechen wir über Dinge die werden viele, viele Jahrzehnte dauern.

    Mal abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen, also Leuten die auf Berghütten leben z. B., dürfte das heute schon so sein.

    Die meisten in diesem Land wohnen in Häusern die "erschlossen" sind, haben also in der Regel einen kurzen Weg zu einer Straße, und damit zu Radinfrastruktur.

    § 39 ist ja nur für Schilder, Ampel ist § 37.

    Und in § 37 steht eben nicht das Ampeln rechts stehen und das ist imho Absicht, weil sie die ganze Straße regeln, außer es gibt eigene Abbiege-Pfeile , oder (4) Ampel für einzelne Fahrspuren oder explizit Ampeln für Verkehrsarten.

    Ich gehe davon aus, dass §39 besagt, Schilder werden links passiert wenn sie nicht über, oder auf mehrspurigen Kraftfahrstraßen, auf beiden Seiten stehen.

    Ich meine mich erinnern zu können, das es einiges an Rechtssprechung gab, wegen Geschwindikeitsüberschreitungen auf der AB, und dessen Tenor war, steht ein Schild nur links, ist es nicht gültig.

    §39 (2) gilt doch auch nur für die Fahrbahn, [Zeichen 237][Zeichen 240][Zeichen 241-30] hängt in der Regel da, wo man etwas findet zum dranhängen. Da stellt in der Regel niemand extra ein Pfosten auf. Schließlich "weiß man wie es gemeint ist" TM


    Typisches Beispiel, wenn man KFz-Lenker fragt, nachdem sie einen ansprechen auf der Fahrbahn, warum man dort radelt, wenns doch einen Radweg gibt !!11!!, warum sie das Schild sehen und dann weiterfahren, gibts maximales Unverständnis.

    Lustigerweise hatte ich am Freitag genau so ein Erlebnis, Frau mittleren Alters steht an einer Kreuzung, mit leuchtendorangem Fahrradhelm. Sie fuhr zur Kreuzung auf dem Geh/Radweg Ordnungsgemäß, allerdings gibt dann gar keine Radlampel, die Fahrbahnampel hängt hängt 3m hinter einem, denn man steht auf einer Verkehrsinsel rum. Sie entschied sich dann die Kreuzung so zu passieren. Fuhr weiter und bei der nächsten Ampel geradeaus auch gleich bei Rot drüber. Beides mit eher so semi-ordentlicher Verkehrsbeobachtung.

    Deswegen trägt sie, aus gutem Grund. sicher so einen gut sichtbaren Helm.

    Andererseits kennt auch unsere StVB die aktuelle Gesetzeslage nicht wirklich und deswegen kann man als Radfahrer eben nicht an jeder Kreuzung Risiko- oder Fehlerfrei passieren, wenn man sich an die StVO halten würde.

    Und, auch wenn ich in der Regel halte, wenn ich rechts abbiege auf eine Radverkehrsanlage, finde ich es unnötig und es sollte in die VwV, dass an solchen Kreuzungen immer Radl- [Zeichen 720] hängen sollten.

    Wie oben schon erwähnt· fehlt für Evidenz simpel die Fallzahl. Wenn in 10 Jahren im Profisport unter 30 Leute tödlich verunfallen, davon dann über 2/3 wohl jenseits des Wirkbereichs einens Fahrradhelms, dann lässt sich daraus sowieso keine Aussage für irgendetwas stellen, weder dafür, noch dagegen.


    Was mich ernsthaft erstaunt ist, wie viele der Profis von einem Auto erlegt werden.

    Und ohne weiteres durch bessere Sicherheitsvorkehrungen sowie bessere und schnellere medizinische Versorgung erklärbar.


    Die medizinische Versorgung ist, zumindest in West-Deutschland, was Reaktionszeiten und Einsatzfahrzeuge angeht, sicher seit den 1990er nicht relevant gestiegen. Die Medizin im Krankenhaus in den Notfallaufnahme, mag sein.

    Dafür dürfte die Anzahl der Hobbyradsportler irgendwo im Faktor 2-10 gestiegen sein.

    schau mal hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von…_Radrennfahrern

    die Länge der Liste in den jeweiligen Dekaden ist ähnlich. sollte doch aber abnehmen? :whistling:

    In der Annahme, das die Anzahl der Radsportler ständig angestiegen ist, wäre es erstaunlich.


    PS: Bei der Liste ab 2020, wenn ich mich nicht verzählt habe: 10 in der Liste, davon 8 von einem KFz/LKW erlegt.

    Bei der Liste der 2010er, 23 in der Liste, 20 davon von Kfz/LKW/Bus/Motorrad erlegt.

    Da bleibt die Gruppe derer, wofür ein Helm konstruiert wurde, erstaunlich klein.

    Es gibt bisher keine empirisch valide Statistik, keine wissenschaftlich sattelfeste Evidenz, die das belegt. Keine. Weltweit. Und die Annahme, daß Helme statistisch signifikant die Schwere von Verletzungen reduzieren, die Todesrate aber nicht, ist inkonsistent. Täten sie das eine, täten sie zwingend auch das andere.

    Man mag sich fragen, woran die Wirkungslosigkeit von Fahrradhelmen liegt. Das wurde bisher aber nie untersucht, da man noch beim versuchten Wirkungsnachweis festhängt.


    Hat es denn überhaupt jemand jemals versucht?

    Das ist so irre. Milliarden versenken für Radwegebau entlang von Straßen versenken, weil statt 1 dann 2 Radfahrer pro Tag da entlangfahren könnten. Aber klar: das ist eine Steigerung um 100%!!! das lohnt doch mal!


    Vor allem, wenn man bedenkt, dass man ja weniger MIV haben will ......




    aber das will man ja gar nicht wirklich.