Der Brompton-Thread!

  • Brompti ist am Wochenende übrigens ein Jahr alt geworden. Knapp viertausend ziemlich geile Kilometer waren's, viel erlebt, viel gesehen, insbesondere bei der Critical Mass World Tour. Auf die nächsten viertausend!


    Witzig übrigens, dass die Kratzer im Lack entweder von den scheuernden Brems- und Schaltzügen stammen oder von Leuten, die Brompti ungefragt hochheben und anfassen und sich dann mit Schlüssel oder Ring verewigen. Aber das lässt sich wohl nicht verhindern. Vor ein paar Tagen zog im Zug jemand das Toolkit aus dem Rahmen, einfach so, das seinen Inhalt aufgrund der unsachgemäßen Handhabung anschließend auf dem Fußboden des bremsenden Zuges verteilte. Das war schon ein bisschen nervig.

  • Hat jemand eine Idee, was eine ordentliche Lackierung eines Faltrades kostet? Mir hat schon wieder jemand eine Kerbe in den Lack geschlagen und jedes Mal überlege ich, ob ich es nicht nächstes oder übernächstes Jahr doch noch weiß lackieren soll.


    Und um weiter beim Thema zu bleiben: Ein Brompton kann alles — auch den Tisch im Regionalexpress wieder anschrauben:

  • Mit Kosten kann ich nicht helfen (obwohl irgendwo in einer Roadbike 2015/16 mal eine Ausgabe mit Rahmenlackierungen war, mit Kontaktadressen). Es gibt hier im tiefen Süden aber einen Rahmenbauer. Der lackiert auch und hat vielleicht einen Preis:


    https://www.cubetto-rahmenbau.de/kontakt/


    Ich warne vor: Regensburg ist in der Oberpfalz und dort spricht man schon sehr dumpf und dunkel.


    Edit: Falsche Radzeitung. Hier ist ein Tour Artikel: https://www.tour-magazin.de/se…menlackierung/a16917.html


    Da sind auch (am Ende, nach der Werbung) mehrere Firmen verlinkt. Vielleicht sprechen die verständlicher.

  • Siehe Edit ;)


    Ja ist verständlich. Wobei die Post von Hamburg nach Regensburg wahrscheinlich genau so lange dauert wie von Hamburg Mitte nach Hamburg Stadtrand. Und der Paketbote im Regensburger Fall auch dort auf dem Radstreifen parkt um auszuladen. Wäre vielleicht eher ein Vorteil.

  • Früher wurden die Rahmen zum Sandstrahlen in die Behindertenwerkstatt gebracht. Bei dir in der Nähe:

    https://lebenleben.de/arbeit-p…ung/pulverbeschichtung-2/


    Oder eben kommerziell:

    http://www.pulverbeschichtung-hamburg.de/preise/


    Edit: Im Norden gibt es auch was:

    Zitat

    Betriebsstätte Hoedtke

    Pulverbeschichtung
    Industriestr. 2-6
    25421 Pinneberg
    Telefon: 04101 775708
    Telefax: 04101 775709
    E-Mail: pulver@lebenshilfe-online.de

  • Mal so aus Neugier gefragt - was wäre dir so eine Lackierung wert?

    Meinereiner würde sich gegen Versand entscheiden da es vor der Endabnahme zu Transportschäden kommen kann.

    Beziehungsweise wird es bei meinem Schicksal garantiert Transportschäden geben.

    Wenn man sich einen Lackierer vor Ort sucht könnte man beim Abholen direkt Schwachstellen oder Mängel reklamieren.

    Autolackierer sollten das können. So mit richtigem mehrschichtigen Lackaufbau.

    Sandstrahlen, entfetten, Rostschutz, grundieren, Lackieren. Der Lack sollte eher zäh als hart sein.

    Bei einer guten Pulverbeschichtung ist das ähnlich.

    Vorher braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Alle Innengewinde müssen durch abgeklebte Opferschrauben verschlossen sein,

    ebenso Lagersitze u.s.w. . Wenn man das selbst macht ist das eine aufwendige präzise Arbeit, ebenso das Entfernen der Schutzmaßnahmen ohne die Lackränder zu zerstören. Das sollte man jemanden machen lassen der damit Erfahrungen(auch mit Fahrradrahmen) hat. Kostet dann natürlich extra.

    Wenn du dein Rad selbst nackich machst schätze ich mal rund 100€ für Vor- und Nachbereitung, und rund 250€ für die Lackierung.

    Und geh davon aus das dein Rad ein bis drei Monate weg ist.

    Wenn sowas ernsthaft lackiert wird ist das nicht trivial, hat dann aber eine Qualität mit der du glücklich wärst.

    Das ist dann auch mit einfach überduschen nicht zu vergleichen.

    Ich perönlich würde es folgendermaßen machen: mein potentielles Rad mach ich selbst nackich, dann bringe ich die Rahmenteile zu einem mir bekannten Motorradschrauber (Zweiradmechanikermeister) der sehr detailfreudig und präzise arbeitet der die Vorberitung macht und der regelmäßig einen Schwung Teile zum Lackierer bringt. Bei ihm kann ich mich drauf verlassen das er bei der Abholung jedes Detail begutachtet.

    Ich hoffe ich habe Licht ins Dunkle gebracht.

  • Brompti hat vor ein paar Wochen nach knapp 6.700 Kilometern ein neues Schwingenlager für knapp 90 Euro inklusive Einbau bekommen. Den Austausch des kompletten Antriebes habe ich selbst übernommen und verletzungsfrei hinbekommen, das waren dann noch mal knapp 80 Euro. Das Kettenblatt hätte wohl noch ein paar tausend Kilometer überlebt, ansonsten surrt da mittlerweile die vierte Kette.


    Das heißt allerdings nicht, dass eine Kette nur knapp 1.600 Kilometer schafft, denn die erste hatte ich ja umgehend nach zwei Monaten mit Kettenreiniger ruiniert. Im Prinzip sind wohl 2.000 Kilometer pro Kette drin. tfnab als erklärter Materialschänder schafft allerdings noch mehr — da würde ich ja interessieren, wie er das macht.

  • Woran stellt du fest, das die Kette verschlissen ist? Mit der Rohloff Lehre gibts einige Messfehler.

    Pflegst du die Kette? Und wenn ja, womit? Manchmal ist es besser gar nicht zu pflegen.

    In meinem Velomobil läuft die Kette seit ca. 10.000 km mit einer Kettenschaltung und jetzt nach dem Umbau auf Rohloffnabe weitere 2000km. Sie rutscht nicht durch und läuft sauber. Gepflegt wird nur mit PDL sobald etwas quietscht.

    Da die Kette etwa dreimal solang ist wie an einem Aufrechtrad entspricht die momentane Kilometerleistung etwa 4000 km. Sie sollte aber mindestens nochmal solange halten. Die Kette davor hat beim Vorbesitzer und mir zusammen ca. 35.000km gehalten.

    Also irgendwas machst du falsch. Oder du hast einen wahnsinnig starken Tritt.

    Gruß Delli

  • Fahre Ketten etwa 5000-7000km auf dem Radl und finde das schon kurz. Einmal ist mir eine Kette nach wohl so 9000km gerissen. Bis dahin lief die sorgenfrei.

    Auf die Idee eine Kette zu putzen komme ich nie, öle die Ketten auch nur mit Balistol, schon der Umwelt zuliebe


    Warum sind denn die Ketten bei einem Faltrad so empfindlich? Sind die hinteren Ritzl so klein?

  • Der Rohloff Lehre kannst du besonders bei kleinen Ritzeln nicht wirklich vertrauen, da sie den Rollenverschleiß mit mißt. Der ist bei kleinen Ritzeln besonders hoch, da die Kraft nur über wenige Glieder (Rollen) übertragen wird. Wenn die Kassette bzw. das Ritzel hinten schon Haifischzähne haben ist es natürlich vorbei. Ich würde aber beim Kettenwechsel immer gleich die Kassette/ Ritzel mit tauschen, da sonst die neu Kette und Ritzel sehr schnell verschleißt, da dann noch weniger Rollen jeweils im Eingriff sind und die Kräfte auf die einzelnen Zähne und Rollen sehr hoch werden.

    Ich vermeide wenn möglich das 11er Ritzel, bzw. nutze Kassetten die erst mit einem 13er anfangen und nehm dann lieber vorn eine Nummer größer, an meinen 20" Liegerädern gerne ein 62er Blatt.

    Gruß Delli

  • Moin zusammen,


    Ich stehe vor der Entscheidung mir ein Brompton Klapprad zuzulegen. Seit fast Wochen ringe ich nun schon mit mir... ^^


    Das liebe Geld...wie robust ist das Brompton (M3DR 1600€) für den aufgerufenen Preis?


    Ich würde das Rad täglich nutzen, für den Weg zur Arbeit...Rad-SBahn-Rad-Arbeit und das bei jeder Wetterlage. Ich habe einfach keine Lust mehr auf die ganze Verkehrslage rund um Hamburg. Abgestellt wird das Brompton auf Arbeit überdacht im Freien, ist also dem Wind, der Kälte und der Feuchtigkeit zusätzlich ausgesetzt. Bei mir zu Hause kann es im trockenen Keller stehen der nicht beheizt ist (Winter ca 10-15 Grad).

    Hauptsächlich mache ich mir Sorgen um Rost und ähnlichem Materialverschleiß durch Regen/Feuchtigkeit/Salzbelag(Winter).


    In dieser Preisklasse erwarte ich schon einiges, aber was sind eure Erfahrungen zum allgemeinen Verschleiß im Laufe der Jahre bei euren Brommis? Wie hoch sind evtl. Wartungskosten?

    Danke schonmal für eure Antworten ;)
    Gruß Kevin

  • Abgestellt wird das Brompton auf Arbeit überdacht im Freien, ist also dem Wind, der Kälte und der Feuchtigkeit zusätzlich ausgesetzt. Bei mir zu Hause kann es im trockenen Keller stehen der nicht beheizt ist (Winter ca 10-15 Grad).


    Hauptsächlich mache ich mir Sorgen um Rost und ähnlichem Materialverschleiß durch Regen/Feuchtigkeit/Salzbelag(Winter).

    Puh — eigentlich stehen unsere beiden Brommies ausnahmslos drinnen. Wie es um die Lebensdauer beim Parken vor der Tür bestellt ist mag ich nicht beurteilen; tatsächlich habe ich einige Brompton-Besitzer in meinem Umfeld, aber ich kenne niemanden, der wirklich regelmäßig draußen parkt.


    Ich habe mir bislang ein paar rostige Stellen in den Öffnungen des Rahmens angelacht, also in den offenen Rohren am Hinterbau und in der Lenkerstange vorne, dort wo im gefalteten Zustand der Regen reintropfen kann. Der Sache kann man mit etwas Ballistol und einem Q-Tipp zu Leibe rücken; dass das Brommie dort durchrostet ist eher nicht zu erwarten. Man bekommt ja mittlerweile auch eine ewig lange Garantie auf den Rahmen.

    In dieser Preisklasse erwarte ich schon einiges, aber was sind eure Erfahrungen zum allgemeinen Verschleiß im Laufe der Jahre bei euren Brommis? Wie hoch sind evtl. Wartungskosten?

    Mein blaues Brompton hat gerade etwa 7.200 Kilometer hinter sich. Ich habe vier Ketten zu jeweils 20 Euro verschlissen, wobei zwei unsachgemäßer Wartung zum Opfer gefallen sind. Zwei Mal habe ich die hinteren Ritzel ausgetauscht (16 Euro), einmal das Kettenblatt, das aber noch gar nicht verschlissen war (40 Euro), einmal die beiden Rollen beim Kettenspanner (22,50 Euro). Vor zwei Wochen musste das rechte Pedal verschleißbedingt ersetzt werden (14,80 Euro). Der mit Abstand teuerste Posten war bislang ein neues Schwingenlager für 90 Euro nach 6.500 Kilometern inklusive Montage. Zwei Mal habe ich bislang die Bremsbeläge (20 Euro) ausgetauscht, die wohl auch noch ein bisschen länger gehalten hätten.


    tfnab und harald_legner würden jetzt einwenden, dass sie mit ihren Verschleißteilen deutlich besser Haushalten können und noch sparsamer davongekommen sind. Bei Malte 1 war wohl schon mal das Kabel zum Rücklicht dem vielen Falten zum Opfer gefallen, bei mir stehen dann in ferner Zukunft noch neue Schalt- und Bremszüge an.


    Bis auf das Schwingenlager kann sogar ich mit meinen zehn linken Daumen alles selbst ersetzen, wobei natürlich ein gewisses Geschick für Fahrradmechanik die Lebensdauer der Verschleißteile wesentlich erhöht. Dass ich zu blöd für Kettenpflege bin und mir gleich zwei Ketten ruiniere, ist ja echt ein schlechter Witz.


    Als nächstes stehen ein Paar neue Felgen auf der Liste, die ich so langsam durchgebremst habe. Das ist tatsächlich eine Schwachstelle, die dem kleinen Radumfang und dem dort auftretenden Kräften geschuldet sind. Eine Felge gibt’s für 30 bis 40 Euro, die Montage kommt noch oben drauf.


    Wie auch immer: Ich finde, mit einem Brompton macht man grundsätzlich nichts verkehrt, wobei ich an deiner Stelle echt überlegen würde, ob es nicht doch drinnen parken kann.

  • Ein Brompton kann man doch wirklich überall mit rein nehmen. Ich habe meins bisher vielleicht 2-3 mal überhaupt draußen angeschlossen.


    Da ich das Faltrad hauptsächlich benutze, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin, hat mein Brompton bisher vermutlich noch keine Tausend Kilometer auf dem Buckel. Ersetzt oder getauscht habe ich daher auch noch nichts.

  • Danke für eure Antworten. Ich sehe schon, die bessere Wahl wäre das Brompton drinnen stehen zu haben. Das ist bei mir auf Arbeit leider nicht möglich. :(


    Ich arbeite in der Industrie und daher kann ich es höchstens mit in die Umkleide nehmen. Problem dabei, es passt nicht in meinen Schrank/Spind und dort irgendwo abstellen geht auch nicht, da es den Tag über zugänglich für jedermann ist (Langfinger).


    Was die Wartungskosten angeht, ist es ja noch recht überschaubar.

  • Im Hinblick auf den ganzjährigen Gebrauch gebe ich noch zu bedenken, dass Dein künftiges Brompton ein etwas anderes Verhalten hat:

    (+): ich hab noch kein Rad besessen, mit dem Kopfsteinpflaster angenehmer zu befahren wäre

    (-): kleine Kanten oder Schlaglöcher beeinflussen das Richtungsverhalten ziemlich stark; unangenehm ist auch Glätte -- hab mich in eilig genommenen Kurven schon bei nassem Asphalt gelegt.


    Zum Thema Rost: kann ich mich erinnern, dass mir ein freundlicher Bromptom-Verkäufer erklärte, dass nur das Scharnierteil aus rostendem Druckgusstahl besteht, der Rest des Rhamens aber nicht rosten soll.