Beiträge von geisterradler

    eine Bäckerfiliale hier um die Ecke bittet jetzt darum mit Karte zu bezahlen. Wer trotzdem in Bar zahlt, soll seine Kontaktdaten in ein Formular eintragen, das offen auf der Theke liegt. :thumbdown:


    Der Kunde weiß nicht was mit diesen Daten in Zukunft passiert. Die Filiale weiß nicht, ob die Daten überhaupt korrekt sind...

    Dafür gibt es wohl keinerlei Rechtsgrundlage. Freundlicher Hinweis auf DSGVO und die Zweckbindung einer Datenerhebung. Es gibt zwar vielleicht wichtigeres im Moment - aber das ist ein Fall für den Landesdatenschutzbeauftragten. Und - nachdem schon bei der bayrischen Wahl aus hygienischen Gründen auf eigene Stifte verwiesen wurde, stellt sich mal die Frage wie der Bäcker das regeln mag.

    Was mir Sorgen bereitet ist die Frage, was sein wird, wenn die Infektionszahlen zurückgehen und die Spezialisten erklären, dass es möglich sei, zur "Normalität" zurückzukehren. Stürzen wir uns dann in eine Art gigantische Nachhol-Orgie?

    Ja, und die Bundesregierung hat hier in 2012 mal erforschen lassen, was dann passiert.
    dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf - der aktuell relevante Teil kommt ab Seite 55 - die Antwort auf die Frage Seite 66 - unter der Prämisse dass die nach Infektion erworbene Immunität auf Grund der Mutation des Virus nicht für lange Zeit reicht.

    Wie "Vergütungszwang"? Mehr als das Schlagwort finde ich in dem Artikel nicht.


    Wie soll das gehen? Legt der Gesetzgeber einen Mindestpreis fest, oder wie?

    Ja, sorry - ich hatte die zweite Seite von dem Artikel verlinkt. Auf der ersten Seite https://www.golem.de/news/verg…chaerfen-1803-133596.html steht:


    "Denn nach dem Willen Voss' wird aus dem freiwilligen Leistungsschutzrecht wie in Deutschland "ein unveräußerliches Recht auf eine faire und angemessene Vergütung" für die digitale Nutzung von Presseerzeugnissen."


    Damit gibt's dann keine kostenlose Lizenz mehr.

    Überhaupt nichts, oder?


    Nur die Kleinen hätten dann ein Problem. Aber warum ist Google dann eigentlich dagegen? Denen kann es doch nur recht sein, wenn kleinen Webseiten das Leben schwer gemacht wird.

    Google dürfte Angst vor der "nächsten Runde" haben. Im ersten Zug ist das ja so abgelaufen:

    - Verleger: Hey Google Kohle raus oder auf uns zu listen

    - Google: Okay, wir listen euch nicht mehr

    - Verleger: Öhm, wir haben ja gar keine Visits mehr....

    - Google: Naja, wenn ihr uns eine kostenlose Lizenz für eure Schlagzeilen und Teile eurer Teaser einräumt listen wir euch wieder.


    Dies Argumentation steht kleinen Portalen natürlich nicht zur Verfügung, da hast Du Recht. Aber an der Stelle soll ein Vergütungszwang kommen, siehe https://www.golem.de/news/verg…aerfen-1803-133596-2.html

    So richtig "bekloppt" wird es an der Stelle, an der das amerikanische Vorbild eingeblendet wird. 3Minuten40

    https://youtu.be/bwZ-63LozwY?t=221

    Das ist doch nun wirklich nicht mehr zum Aushalten.

    Vor allem nicht die Begründung, dafür, dass das gezeigte amerikanische Modell bei uns in Deutschland nicht funktioniert.

    Angeblich, so der Film, aus Platzmangel.

    Die paar Sekunden in dem Video sind auch grob verzerrend dargestellt. Eine etwas komplettere Variante davon ist hier zu geniessen. https://www.youtube.com/watch?v=qrxxX-59b58 - . Das war wohl auch ein (einmaliger?) Versuch den Elterntaxi-Unsinn effektiver zu gestalten. Der ist aber wohl laut Einschätzung aller Beteiligten in die Hose gegangen, mit Stau bis zum Horizont. Wie man dieses Video so darstellen kann erschließt sich wohl nur einem Qualitätsjournalisten.

    Na, da sind wir doch mal alle froh, dass es ein technischer Fehler war und nicht Lynchjustiz von einem fehlgeleiteten Aktivisten für freie Radstreifen dem aus Versehen ein Grillanzünder auf den Vorderreifen gefallen ist. Beim Teasertext hatte ich schon fast vermutet, dass der Text mit "Der Staatsschutz ermittel nach 129a" endet.

    Wobei ich genau an dieser Stelle sogar nachvollziehen kann, warum die Leute auf der falschen Seite fahren. Jedenfalls, wenn sie aus der Gartenstraße (im Bild vor dem gelben Haus) kommen und zum Bahnhof wollen (20m hinter mir). In diesem Zustand ist der "Radweg" aber keinesfalls für Gegenverkehr geeignet und der Fußweg ist ebenfalls stark frequentiert. Es geht um diesen Abschnitt, der Teil einer wichtigen Fahrradroute aus den südwestlichen Stadtteilen zum Bahnhof ist: https://goo.gl/maps/dh7y45UY3w5PRTi96


    Hat jemand eine Idee, wie man das lösen könnte? Der Abschnitt ist auch eine der am stärksten vom Kfz-Verkehr belasteten Straßen. Ein zweimaliges Queren der Fahrbahn oder zweimaliges Linksabbiegen auf / von der Fahrbahn würde dort keine Akzeptanz finden. Ich bin auf dem Rückweg an der Stelle abgestiegen und gerollert, wenn Platz war, aber für eine Fahrrad-Hauptroute finde ich das uncool. Wenn man der Fahrbahn einen Meter abknapst, könnte man auf dem kurzen Stück gerade so die Mindestbreite für einen Zweirichtungsradweg rausholen. Dabei hat aber auch der Fußweg vermutlich allenfalls Mindestbreite.


    Die Fahrbahn ist dort 8m breit. Zu wenig für die Anlage eines Radfahrstreifens, weil dann weniger als 6,50m Restfahrbahn bleiben. Um dort mehr Platz zu schaffen, müsste man an das Grundstück ran (Landesbehörde).

    Wie wäre es denn, wenn man parallel zur Bahn hinter dem Regierungsgebäude 4 Meter breit einen Radweg baut? Hinter dem Landesbetrieb könnte ein Anschluß an die Gartenstraße gemacht werden.

    Ullie, Du hast das ja hier öfters formuliert - aber 80 auf der Autobahn und 60 auf Landstrasse wird nie mehrheitsfähig sein. Es wird Teilbereiche geben, wo so etwas sinnvoll ist, und auch getan wird. Und, teilweise hast Du das doch heute schon. Ich hatte gestern das zweifelhafte "Vergnügen" mit dem Auto ans andere von Düsseldorf zum halbjährlichen Rituals des Refenwechsels fahren zu dürfen. Ging leider nur mit dem Auto ;-). Die Strecke ist ein Mix aus Autobahn, Landstraße und Stadt, so jeweils ein Drittel. Das Ergebnis übertrifft Deine Forderung.

    Die nächste Spritztour führte zu einem SUV weniger:

    https://www.mopo.de/im-norden/…---totalschaden--33405234

    Wie niedlich sich das anhört.... "Da hat der Enkel einfach das Auto seines Opas gemopst" Der kleine Lausjunge, der... da kriegt er jetzt aber tüchtig Ärger, dieser Frechdachs. Nur mal gut, dass kein Kind im Kinderwagen ohne Helm im Weg war, oder ein Radfahrer vor mir aus auch mit Helm der "ihne leider nicht retten konnte". Eklig, dieses Wording.

    Ich hatte gestern bei schönstem Oktoberwetter Gelegenheit die neue "Umweltspur" in Düsseldorf zu fahren. Dort wurde tatsächlich stadteinwärts auf mehreren Kilometern eine komplette Richtungsfahrbahn für ÖPNV, Radfahrer, Fahrgemeinschaften und E-Autos freigemacht. Ich bin da gegen 11:00 lang - also nachdem der morgendliche Irrsinnn eigentlich schon vorbei ist. Es sah trotzdem ähnlich wie auf dem Bild im WZ-Artikel aus. Die Sache mit der Fahrgemeinschaft scheint der gemeine Pendler noch nicht antizipiert zu haben, E-Autos und Busse habe ich auch nicht gesehen. Das einzige KFZ auf dem Fahrstreifen war ein Falschparker - mit Zettel an der Scheibe.


    https://www.wz.de/nrw/duesseld…t-nicht-rund_aid-46606253


    In Gegenrichtung bei der Rückfahrt dann wieder 'normale' Verhältnisse. Gehweg mit Radfahrerfreigabe - zwei Fahrspuren und die Wahl zwischen

    - ich lass mich anhupen weil ich durch meine Linie das Nutzen der zweiten Spur zum überholen einfordere

    - ich lasse mich gefährdend überholt

    - ich verziehe mich auf den Gehweg


    Die Fahrt hat mir ganz deutlich gezeigt, wie krass ungerecht die Infrastruktur verteilt ist. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Die Aktion der Stadt Düsseldorf ist auf jeden Fall keine Feigenblattaktion à la Max-Brauer-Alle in HH oder die "Huh wir kriegen leider keine Schilder-Nummer" in Berlin. Das trifft den autofahrenden Pendler und Düsseldorfer ins Mark und zeigt jedem der in diesem Dauerstau sitzt (oder daran vorbei radelt), dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Ich bin gespannt, ob die Politik die Menschen hier mitnehmen kann und den Gegenwind in Gestalt von Petitionen, Klagen und dem üblichen Geschrei aushält. Eine Verbesserung von ÖPNV und Park-and-Ride muss auf jeden Fall ganz schnell erfolgen.

    Sehe ich auch so. Licht bei Tag ist ja auch ein Sicherheitsgewinn. Den Lichtreflex des Scheinwerfers sieht der Autofahrer vielleicht noch bevor er die Tür aufreisst... Und jedes Motorrad/Roller etc.. hat auch Licht an. Bei Akkulicht würde ich für mich mal ein Fragezeichen dranmachen, ob ich das tagsüber anhätte. Beim Rennrad habe ich das jedenfalls nicht.

    Die Randonneur Setups von Rose für das Backroad und Procross sind auch mit Nabendynamo. Da ist dann
    der hier: https://bike.shimano.com/en-US…7000s700/DH-UR705-3D.html verbaut.

    Ansonsten - sportliche Definition von "Bahnhofsrad" die Du da machst ;-)

    Klaas Heufer-Umlauf hätte seinen Spaß gehabt, siehe https://www.youtube.com/watch?v=QZUeW8cQQbo

    Ich bin über dieses schöne Beispiel gestolpert: SEAT definiert SUV jetzt als "SEAT Urban Vehicles" und hat den Slogan "Own the city" erfunden.

    https://www.youtube.com/watch?v=bVW2Dv_L7bk


    Ja, kann man machen. Als Volkswagenmarke einen Eigentumsanspruch auf die Stadt anmelden. Es ist aber eine komische Stadt. Außer dem SEAT und dem heldenhaften Feuerwehrauto sieht man keine Autos. Keine Momentaufnahme der Castellana zur Rush Hour, oder Sao Paulo, wenn denen eine Aufnahme der A100 oder der AVUS zu popelig ist ...

    Also - wenn ich jetzt Werber bei

    - Specialized

    - Simplon

    - Stevens

    - Scott

    - s'cool

    - Santa Cruz


    wäre, wüsste ich was zu tun ist ;-)

    es soll also erstmal Alternativen geben. Alternativen zum Auto. Und die Alternative darf natürlich nicht teurer sein. oder umständlicher. oder länger brauchen. oder mit weniger Komfort bieten. Oder nicht exakt am Zielort halten. oder oder oder.


    Klingt total plausibel...

    Alles eine Frage des Gestaltungswillens:
    - darf nicht teurer sein? Die Kosten, die bislang sozialisiert werden den Nutzern der KFZ auferlegen. Ansonsten - 1€ pro Tag für ne Netzkarte funktioniert, siehe Wien. Und wenn man den Studenten ein Semsterticket zwangsweise dazu gibt, geht das auch auch anderen Bevölkerungsgruppen.
    - umständlicher - länger brauchen? Groningen und einige andere Städte in .nl machen es vor. Dort _ist_ es umständlicher, mit dem Auto in der Stadt zu fahren als mit dem Rad oder zu Fuß.
    - weniger Komfort ist dann das, was vielleicht noch übrig bleiben mag, aber da wird die Abwägung dann nach Bewertung der o.g. Punkte u.U. anders als heute ausfallen.