Beiträge von geisterradler

    Bei bewusster Verschmutzung der Umwelt sollten eigentlich die Terror-Paragraphen herhalten. Der Bundesanwalt müsste sich einschalten - aber wegen Umweltverschmutzung ist m.W. noch nicht mal Anklage erhoben worden?

    Wie schon gesagt - ich finde dass die Schwelle für die Anwendung der Terrorparagraphen im StGb viel zu niedrig gehängt ist - siehe linksunten und co. Dennoch - immerhin gibt's ja in 129a, (2) Satz 3 die Indikation für Straftaten nach §330a. Das sind "Schwere Gefährung durch Freisetzen von Giften". Aber das war ja nicht das Ziel dieser Leute - Ziel war halt "nur" möglichst viel Geld zu machen... Von daher eher kriminelle Vereinigung - also 129 und nicht 129a. Die kriminelle Vereinigung wird an der Beweisbarkeit scheitern, aber was wäre mit 330a? Angeklagt ist ja derzeit wohl nur Betrug (der armen Aktionäre und/oder der Kunden), mittelbare Falschbeurkundung und strafbare Werbung?

    Das wird hier aber auch gerade etwas OT.

    Ich bin da inhaltlich völlig bei Dir - mit Ausnahme Deines Wunsches die 129a und Freunde unsachgemäss zu verwenden. Unterstell meinem "sogar" einen leichten Beiton von Sarkasmus, dann passt es.

    Das war beim Bescheißen mit Abgaswerten anders. Da erlaubten die Vorschriften die Trickserei.

    Nein. Deswegen sitzen in den USA ja auch ein paar Leute im Knast und für einige andere ist die Welt um einiges kleiner geworden. Und sogar in in .DE stehen einige Verdächtige vor Gericht. Die sind über das, was die Regelung an legaler Beschissmöglichkeit eingeräumt hat - und das war nicht wenig - deutlich hinaus gegangen.

    Magst bitte für uns alle nachschauen? Auch noch Busspur und Z.254. Danke!

    Der ADFC hat eine Übersicht gemacht, ich hoffe das ist noch aktuell (April 2020):

    https://www.adfc.de/artikel/bu…katalog-fuer-radfahrende/


    was da nicht steht:


    118100 Sie benutzten die Autobahn/Kraftfahrstraße *) mit einem nichtmotori-

    sierten Fahrzeug.

    § 18 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 StVG; 78 BKat; § 2 Abs. 4 BKatV 0

    Bußgeld: 10,00


    141175 Sie benutzten als Radfahrer/Führer eines Elektrokleinstfahrzeugs *)

    den Verkehrsbereich, obwohl dieser für Sie durch Zeichen 250/254 **)

    gesperrt war.

    § 41 Abs. 1 iVm Anlage 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 141.4 BKat 0

    Bußgeld 25,00


    Für den Busstreifen finde ich keine Regelung für Radlinge, nur das hier:

    141202 Sie benutzten verbotswidrig einen Sonderfahrstreifen (Zeichen 245)

    für Omnibusse oder Taxen.

    § 41 Abs. 1 iVm Anlage 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 147 BKat 0

    Bußgeld 15,00




    Den Bußgeldkatalog gibt's beim KBA - https://www.kba.de/DE/Zentrale…_blob=publicationFile&v=5

    Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, an dem unser Zweitwagen die Trennung verkündet bekam. Es war ein Novembertag mit Höchststrafenwetter ( 2° und Graupel). Ich wollte mich ins Auto setzen um zur Arbeit zu fahren. Meine Frau war schon weg, die Nachbarn auch. Als ich die Tür öffnen wollte, zeigte schon die Zentralverriegelung durch Arbeitsverweigerung, dass der Wagen länger nicht gewegt worden war - die Batterie war leer. Die Nachbarn waren auch alle weg, also nix mit "mal eben Starthilfe". Ich habe dann zweimal geflucht und mich aufs Rad gesetzt, ADAC hätte zu lange gedauert. Bonus war dann, dass der Graupel aufhörte und die Sonne rauskam. Später, als dann klar war dass die Karre in einem Jahr keine 500km gefahren war, war die Entscheidung dann ganz einfach...

    Also im Selbstversuch wurde der Radfahrer auch nicht gesehen:

    Heisst ja im Klartext, dass die Software auf diesen Fall schlicht nicht programmiert ist. Also wird man da nachbessern müssen, wenn man das Zeug auch in .NL verkaufen will - oder in .DE Kreuzungen nach diesem Muster bauen will. Die ganzen Assistenzsysteme werden einer weltweiten Vereinheitlichung von Schildern und Markierungen Vorschub leisten.

    Gleich zwei Bezirke sagen Nein zu Fahrradstraßen


    https://www.stuttgarter-nachri…ea-b2b1-f472f332da23.html

    Bei Stuttgart Feuerbach glaube ich das sofort. Ich hab im Sommer eine Bikepackingtour von Ecke Düsseldorf ins Kleinwalsertal gemacht. Da hat mich Komoot dann auch über Bietigheim nach Stuttgart Feuerbach geschickt. Das Stück entlang der B27 war der schlimmste Teil der ganzen fast 700km. Bei der KFZ-Menge da müssen die alle Benzin im Hirn haben, das geht gar nicht anders.

    Wo wir hier schon bei den "Raser-Bekenntnissen" sind.

    Wer von euch Autofahrern nutzt Fahrzeuge mit automatischen Tempobegrenzern, bzw. Tempolimit-Überschreitungsanzeigern. Und wer schaltet sie auch tatsächlich ein?


    Wie machen das andere Autofahrer? Vor allem wie machen das diejenigen, die über die beschriebenen Technik verfügen? Meines Wissens heißt das ISA (=Intelligent Speed Adaption). Aber vielleicht gibt's auch andere Namen dafür?

    Die Sache mit dem hinterlegten Kartenmaterial kannst Du gerade bei onboard-Navis größtenteils vergessen. Da gibt es zum einen die Änderungen die im Kartenmaterial noch nicht enthalten sind und temporär aufgestellte Schilder. Dann sind da gerade auf Autobahnen noch die elektronischen Schilderbrücken die das Tempolimit nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen regeln.

    Die Verkehrzeichenerkennung ist z.B. bei unserm 2018er Toyota unbrauchbar. Brücke mit 13t zulässigem Gesamtgewicht? 130km/h. Schilder mit Zusatzzeichen werden nicht erkannt (7-18Uhr oder so), Ortseingangsschilder werden nicht erkannt. Darauf einen Tempomaten oder Limiter abzustützen ist komplett unbrauchbar. Systeme von anderen Herstellern sollen das gerüchteweise besser können.. aber so bei 100% wird das nicht sein.

    Weil von vielen die Erfahrung gemacht wurde, dass unter dem Level der Erregung und Darstellung von "fürchterbar gefährlich" einfach nichts passiert.

    Und ich nehme mich da nicht aus. Weder bei Formulierung von Strafanzeigen noch bei Schriftwechsel zu RWBP.

    Eigentlich doof, so eine "Gefährdungseskalationsspirale"

    Mit dem Verweis auf Gefahr im Verzug triggerst Du beim zuständigen Sachbearbeiter den "cover my ass mode". Der wird dann schauen, dass er das entweder wem anders auf den Tisch legen kann, rechtssicher begründen kann warum er weiterhin nix tut, oder aber tatsächlich Abhilfe schaffen.

    Sie antwortet, dass man ja nicht immer und überall kontrollieren könne oder dass das die Aufgabe des Landkreises sei. Wo kontrolliert wird, steht immer vorher in der Zeitung. Dann wissen wenigstens alle, wo überall nicht kontrolliert wird und man ohne Konsequenzen rasen darf kann.

    Na, dann ist ja zumindest bei uns (Bergisches Land / Wuppertal) noch Hoffnung:
    "Die Polizei Wuppertal hat sich entschieden, aktuell keine Blitzermeldungen mehr zu veröffentlichen. Sie weist aber darauf hin, dass man weiter „immer überall mit Kontrollen rechnen“ müsse.


    https://rp-online.de/nrw/staed…geblitzt-wird_iid-8976189

    Vor ca. 15 Jahren hab ich in Fürstenfeldbruck erlebt, wie ein KfZ mitten in der Stadt links an einer Querungshilfe vorbeifuhr und dabei beinahe das kleine Mädchen überfuhr, das seiner Mutter auf dem Kinderfahrrad vorausgeeilt war. Ich hab das Kennzeichen gesehen und der völlig erschütterten Mutter meine Adresse gegeben und mich als Zeuge angeboten, falls sie Anzeige erstatten will.


    Ein paar Tage später hat sie mich angerufen und mir mitgeteilt, dass die Polizei "ermittelt" hätte, dass es sich um ein Firmenfahrzeug handelt, aber nicht rauskriegen kann, wer zu der Zeit damit gefahren ist. Verfahren eingestellt, "es ist ja nichts passiert".

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die 272€ das Erinnerungsvermögen des Geschäftsführers nachhaltig beflügelt hätten.

    Ich bin da echt bei den Holländern - Bußgelder die richtig weh tun. Lange Frist zum Begleichen, wenn man nicht bezahlt +50%, wenn man immer noch nicht zahlt +100%. Ratenzahlung - kein Problem. Und - Halterhaftung für Bußgelder. Ich denke, die Anzahl der Fälle wo in .de in KFZ-Besitzer nicht weiss, und auch nicht rauskriegen kann, wer mit seinem helix Blechle gefahren ist, bewegt sich im Promillebereich.

    Die Polizei Dresden macht gleich mal deutlich, dass Tempolimits vor Schulen doch nicht so wichtig sind: Die blitzen bei 30 km/h erst ab 46 km/h, damit die Autofahrer "Luft zum Atmen" haben.


    Im Ergebnis wirkt diese Trennung der Strafen ziemlich bekloppt. So sind halt politische Kompromisse. 1 Monat Fahrverbot für 20 drüber halte ich auch für zu viel. Aber das Thema hatten wir ja schon :-)

    Ich finde, die Niederlande machen das ganz richtig in Sachen Geldbußen - hier mal ein Grußkarte die eine Bekannte von den Niederlandischen Verkehrsbehörden bekommen hat. Die Sanktion entfaltet ja die erwünschte Wirkung. Zum Fahrverbot in Holland wg. Geschw. habe ich nur unvollständige Informationen gefunden - wie ab 50km/h Überschreitung der zHG.

    Mit Vmax 60 kann das doch kein S-Pedelec sein. 4-rädrig und mehr als 45km/h wäre doch eher Klasse L7e. Eigentlich ein sinnvolles Fahrzeug für die Stadt weil der Flächenverbrauch halt niedriger als beim Auto ist - aber auf keinen Fall auf irgend etwas was hier so als Fahrradinfrastruktur durchgeht.

    Naja, doch. Die Auswahl ist lediglich relativ schmal, aber Shimano hat beispielsweise momentan PD-T8000 im Angebot, mit denen ich sehr zufrieden bin, sowie PD-EH500, an denen sich Reflektoren nachrüsten lassen — die SM-PD68 sind allerdings meines Erachtens der größte *%"$§&#, man tritt sie beim Einklicken kaputt und der Metallbügel verbiegt sich, so dass die Dinger ständig klappern.

    PD-T8000 hängt seit 8 Jahren an meinem Treckingrad und macht einen prima Job.

    Ich war Ende Juni für 4 Tage zu einem Tralrunning Camp im Kleinwalsertal. Da ich für 4 Tage mit dem Auto da runterfahren grenzwertig fand, bin ich aus Solingen mit dem Rad runtergefahren. War eine super schöne Tour, Rennrad ohne Rucksack, Tagesetappen ca. 150km, 2x Zelten 2x bei Freunden übernachtet. Die Rückfahrt konnte ich aus Zeitgründen dann nicht komplett mit dem Rad machen. Die erste Option war dann Rückfahrt mit der Bahn.

    Ich fand das Buchungssystem der Bahn abschreckend. Dies und die Frage "was passiert, wenn auf Grund einer Verspätung ein Anschluß nicht klappt" hat den Ausschlag gegeben die Bahn nicht zu nehmen. Ich bin dann mit dem Flixbus von Ulm bis Köln Airport gefahren. Der Buchungsvorgang war total einfach "1 Fahrgast und 1 Fahrrad" - that's it. Von Ulm bis Frankfurt lag mein Rad unten im Gepäckabteil, gut gesichert. Von Frankfurt bis Köln war es hinten am Träger. Preislich ist der Bus da ebenfalls vorn. Bleibt als Bahnvorteil, dass man im Zug mehr Platz hat - zumindest wenn man einen Sitzplatz (reserviert) hat, und das Ding nicht komplett überfüllt ist. Schade eigentlich für die Bahn - da ginge so vieles besser.