Woche 10 vom 02. bis 08. März 2026

  • stell dir vor, du hast einen ca. 80m langen verkehrsberuhigten Bereich in der Innenstadt ausgewiesen, durch den du bestimmte Buslinien fahren lässt, aber auch MIV. Immerhin hast du es geschafft, den vbB auch wirklich in einen niveaugleichen Ausbauzustand zu überführen. Der tatsächlich intensive Fußverkehr dankt es dir immerhin. Klar könntest du den MIV da rausnehmen, aber das willst du nicht, weil ... (Zufahrt TG zu einem kleinen Hotel-chen). Stattdessen lässt du das Durchfahren zu und legst auch beim tagtäglich praktizierten Falschparken die Hände in den Schoß und guckst zu. Du willst ja nicht unbegründet deinen hinterletzten Platz auf der Liste der abschlepp-durchsetzungs-stärksten Städte aufgeben.

    Leider werden die Buslinien regelmäßig durch Falschparker aufgehalten.

    Und als Stadtverwaltung kommst du auf welche grandiose Lösung? Na?

    Knöllchen-Alarm in Jena: Wo das wilde Parken bald vorbei ist
    Eine neue Tempo-20-Zone und ein Halteverbot werden von der Stadt vorbereitet.
    www.otz.de
    Zitat

    In verkehrsberuhigten Bereichen ist das Parken grundsätzlich nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt, kurzes Halten jedoch sei zulässig. Zusätzlich dürfen Fahrzeugführer mit einem blauen EU-Behindertenparkausweis oder mit einem orangefarbenen Behindertenausweis in einem solchen Bereich parken, solange sie den Verkehrsfluss nicht behindern oder gefährden. Dadurch sei die Ahndung von Verstößen in der Praxis oft schwierig, heißt es von der Stadt.

    Richtig! du hebst die Anordnung zum vbB kurzerhand auf und verdammst den Fußverkehr ins Nirvana. Auf Grund der fehlenden Gehwege ist also nach StVO fast immer im Gänsemarsch hintereinander zu gehen. Vorsicht, nicht stolpern (die Blumenkästen stehen auf dem Vorsprung schon nicht mehr). und nicht über die Außengasto steigen!

    Und natürlich wird sich das Falschparken und Legalparken jetzt ... äh... sofort ändern. :whistling::saint:

    Es ist zum Mäusemelken mit dieser Stadt...

  • und noch was lustiges:

    Pedanterie in Baden-Württemberg: Boris Palmer soll seinen »Dienstwagen« stehen lassen
    Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist offenbar wegen eines seit einem Tag ungültigen Fahrradkennzeichens angeschwärzt worden. Die Polizei wurde…
    www.spiegel.de

    tja, S-Pedelec halt :whistling:

    Zitat

    [...] Glück hingegen, dass ich in meinem Dienstkalender einen Termin für morgen 9 Uhr nachweisen konnte. Das neue Kennzeichen liegt im Rathaus bereit und wird dann von den Stadtbaubetrieben montiert. Denn es handelt sich um den Dienstwagen des Oberbürgermeisters.

    :/

    Zitat

    Es ist eine irre Regelung. Es wäre sinnvoll, eine Übergangsfrist von drei Tagen festzulegen. Es sei nicht möglich, das andere Kennzeichen schon vorher zu montieren.

  • Gute Nachrichten, Dooringunfälle sind so gut wie gelöst. Wir brauchen alle nur ein ABS am Pedelec.

    (S+) Technik gegen Bremsunfälle: Warum ABS bei Fahrrädern sinnvoll ist
    Die Zahl der Alleinunfälle mit E-Bikes steigt. Radfahrer stürzen, weil sie zu schnell fahren, ein Bordstein im Weg ist oder ein Rad wegrutscht. Eine noch kaum…
    www.spiegel.de

    "Das bedeutet einen Sicherheitsgewinn nicht nur bei Vollbremsungen in Schrecksituationen, wenn etwa eine Autotür plötzlich geöffnet wird und auf den Radweg schwingt; sondern auch beim Bremsen auf nassem Laub, Sand auf dem Radweg oder auf Schotterwegen." Auch der ADFC wird mit den Worten »Gerade für Pedelecs, mit denen man mühelos auf 25 Kilometer pro Stunde beschleunigen kann, wäre das ein Plus an Sicherheit.« zitiert.

  • Seit 2004 ist ABS beim Auto Pflicht, bei Motorrädern ab 125 ccm, bzw. 11kW erst seit 2017.

    Gut möglich, dass ABS irgendwann auch bei Speed-Pedelecs (max. 4 kW) Pflicht wird.

    Und dann könnte irgendwann auch die ABS-Pflicht für Pedelecs ins Spiel kommen.

    Pedelecs sind jedenfalls deutlich weiter verbreitet als Motorräder oder Speed-Pedelecs.

    Wenn ABS am motorisierten Zweirad Sinn macht, dann könnte durch eine Pedelec-Pflicht jedenfalls eine deutlich größere Anzahl sicherheitstechnisch erreicht werden, als bei Motorrädern oder Speed-Pedelecs. Und selbstverständlich müssen dann auch Elektro-Tretroller damit ausgestattet werden. Vielleicht senkt das ja deutlich die Unfallzahlen in dieser Fahrzeugklasse?

  • Beim Motorrad war mal die Rede davon, das ABS etwa 10% der Unfälle vermeiden könnte.

    Beim Radl, dass in der Regel nach 4-8m zum Stillstand zu bremsen ist, kann ich mir so etwas kaum vorstellen.

    Gut, mit den elektrischen Radln ist aber der Anteil an ordentlichen Bremsen am Rad gestiegen, die meisten Alltagsradl waren früher so schlecht ausgerüstet, dass ein Überbremsen fast unmöglich war. Insofern mag ABS durchaus Sinn haben.

    Mit dem Bio-Radl ist man ja davor sicher noch eine Zeitlang gefeit.

  • Mit dem Bio-Radl ist man ja davor sicher noch eine Zeitlang gefeit.

    IMO sind Stürze über den Lenker wegen blockierender Vorderradbremsen dank der besser dosierbaren Hydraulik-Scheibenbremsen am Fahrrad sehr viel seltener als vor einem Vierteljahrhundert. Jörg Penninger bzw „den Penninger machen“ als Synonym für den Salto über den Lenker ist offenbar schon in Vergessenheit geraten..

  • Kannte ich nicht.

    Auch wenn es inzwischen besser geworden ist, die meisten Alltagsfahrräder werden durchaus auch absichtlich mit Bremsen ausgeliefert, die so eine Aktion zumindest sehr schwer machen. In der Regel sind die Bremsbeläge entsprechend stumpf.

    Bin immer wieder entsetzt, wenn ich fremde Räder fahre, mit welchen Bremsen sich die Leute in den Verkehr stürzen.