Das 9-Euro-Ticket kommt

  • Da gibt es insbesondere Züge von Stuttgart oder Ulm gen Bodensee, welche nicht von DB Regio sondern vom Fernverkehr betrieben werden.

    Da gibt es für Stuttgart-Singen eine Sonderregelung : https://www.rnd.de/reise/9-eur…WR2LZZSNVGRM5R73D24M.html

    Und Ulm-Friedrichshafen wird ohnehin stündlich mit IRE-Zügen und stündlich mit RE-Zügen , also Nahverkehr, bedient. Es gibt dort nur ein IC-Zugpaar, in dem dieses Ticket nicht gilt

  • Tja ... Zu dem Passus in den Tarifbedingungen ...

    "Die Nutzung von Zügen des Fernverkehrs mit dem „9-Euro-Ticket für Neukunden“ ist ausgeschlossen. Dies gilt auch für solche Strecken, auf denen Züge des Fernverkehrs mit anderen Fahrkarten des SPNV genutzt werden dürfen."

    ... gab es im Bahnfan-Forum Drehscheibe Online (DSO) diverse Meinungen ...

    Einige beharrten darauf, dass das ein 9€T-Nutzungsverbot in diesen ICs ist. Andere meinten:


    1. In den meisten dieser Züge gilt es doch, denn sie sind ja nicht nur "Züge des Fernverkehrs" mit IC-Nummer, sondern gleichzeitig auch RE mit RE-Nummer und somit "Züge des Nahverkehrs" (nicht alle, angeblich gibt es paar IC mit NV-Freigabe OHNE RE-Nummer gleichzeitig ...)


    2. Dann gibt es noch den Passus ...

    "3. Weiterhin gelten die „9-Euro-Ticket“ und „9-Euro-Ticket für Stammkunden“ zur Fahrt in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) der folgenden Landestarife, und Verkehrsverbünde."

    ... und in der darauffolgenden Liste findet sich dann:

    "BW-Tarif GmbH Strecken: alle Verkehrsmittel: alle"

    (und div einzelne Verbünde entlang der Strecke, in Ba-Wü herrscht ja Tarif-Kleinstaaterei ...)

    Und spätestens damit wäre durch die Hintertür auch in den ICs das 9€T wieder gültig.


    Ähnliches wurde für den NDS-Tarif geschlussfolgert, der taucht da ja auch auf ... (für Bremen westwärts oder so ...)


    Wer also einen guten Anwalt an der Hand hat, kann evtl. doch die meisten nutzen ...

    Für die IC/RE Stuttgart-Singen ist das ja nun für alle geklärt. Was B-W dafür gezahlt hat, wenn es was gezahlt hat, weiß noch keiner, und ob andere Länder ähnliches machen ...


    Was in den Bed. auf der B-Seite fehlt, sind die ganzen Busse. Von denen fahren ja auch ab und zu einige verbundfrei und eigenwirtschaftlich, bspw. welche, die hauptsächlich lukrativen Schülerverkehr machen ... Gilt es auch da? Ich vermisse da bisher eine bundesweite Übersichtsseite.

    Bei der Gültigkeit bzgl. Landesgrenzen gab es bei DSO auch einige Diskussionen, weil da nur wenige direkt aufgezählt sind, aber auch da über die Hintertür Verbundtarif einige mehr überfahrbar sein sollten ...

  • 9-Euro-Ticket: Deutsche Bahn will Extrageld für Intercity-Regionalexpress-Kombizüge
    Ist das jetzt Nahverkehr oder Fernverkehr? Manche Züge der Deutschen Bahn sind Intercity und Regionalexpress zugleich. Die Bahn will das 9-Euro-Ticket ab…
    www.spiegel.de


    Zitat

    Der Dortmunder Verkehrsforscher Martin Randelhoff veröffentlichte auf Twitter eine – nicht ganz übersichtliche – Übersicht. Oft gebe es auf denselben Strecken aber Alternativen mit echten RE-Zügen, ohne Doppelleben als IC. Seine Faustregel, um nicht aus Versehen den Fernverkehr zu nutzen: »Steig einfach in nix Weißes mit 'nem roten Strich.«

  • Die ersten Schlaumeier mit 9-Euro-Ticket hat das Zugpersonal heute schon mal im Nahverkehr aufgegriffen. Einerseits kann ich ja nachvollziehen, dass man sich halt das prominent im DB-Navigator beworbene 9-Euro-Ticket holt und irgendwie denkt, man könne damit dann schon losfahren, andererseits muss man einen Geltungsmonat auswählen und ich kann mir nicht so richtig vorstellen, inwiefern die mediale Berichterstattung über dieses Thema wohl an den Leuten vorbeigegangen sein muss.

  • Schöne Idee. Vielleicht probiere ich in Stade auch mal den Bus aus. In den 12 Jahren, in denen ich hier wohne, bin ich ein einziges Mal mit dem Bus gefahren, weil man mit dem Fahrrad immer und sogar zu Fuß oftmals schneller ist. Das Angebot kenne ich daher kaum.

  • Schöne Idee. Vielleicht probiere ich in Stade auch mal den Bus aus. In den 12 Jahren, in denen ich hier wohne, bin ich ein einziges Mal mit dem Bus gefahren, weil man mit dem Fahrrad immer und sogar zu Fuß oftmals schneller ist. Das Angebot kenne ich daher kaum.

    Da Sie vermutlich noch gut zu Fuß bist, will ich Ihnen einen interessanten Hinweis geben, worauf Sie beim Busfahren unter anderem achten können, um die Qualität der Arbeit der KVG einzuordnen:

    Ich bin häufiger schon mit Leuten Bus gefahren, die nicht so gut zu Fuß sind. Und ich hatte mal ein paar Wochen ein steifes Knie. Deshalb achte ich inzwischen fast immer darauf.

    Alle Omnibusse neueren Datums müssen eine Absenk-Funktion (anderer Ausdruck "Kneeling-Funktion" von in die Knie gehen) haben.

    Leider machen die Fahrer nur selten davon Gebrauch. Selbst dann, wenn offensichtlich jemand mit Kinderwagen, Einkaufstrolley oder Rollator zusteigt, gönnen manche Fahrer ihren Fahrgästen nicht diese Erleichterung beim Einsteigen.

    Und eigentlich ist es auch eine Sache des Nahverkehrsunternehmens, das mit dem "Kneeling" bei Schulungen so intensiv zu behandeln, dass es klappt.

    Wenn Sie Gelegenheit haben, dann achten Sie mal darauf. Bei den allermeisten Bussen, merken Sie das Absenken daran, dass der Bus in eine leichte Schräglage geht, weil die meisten Busse nur einseitig absenken.

    Hier ein Link zu einer Beschreibung mit Kurzfilm von der Freiburger Verkehrs AG-Internetseite:

    Wenn der Bus in die Knie geht - Kneeling - VAG Blog
    Unsere Busse gehen regelmäßig in die Knie - und zwar für Euch! Genaugenommen reden wir gerade von "Kneeling". Das beschreibt das Absenken des Busses
    blog.vag-freiburg.de

    Mein Motto: Kneeling immer für alle. Denn der Busfahrer kann gar nicht immer darauf achten oder es manchmal auch gar nicht sehen, ob jemand beim Ein- und Aussteigen auf die Kneeling-Funktion angewiesen ist.

  • Ich bin ja bekanntlich Berufspessimist, aber als jemand, der auf die Eisenbahn angewiesen ist, wie man so schön sagt, wundere ich mich schon, wie ich hier in den nächsten Monaten wohl aus Lüneburg rauskomme, wenn baustellenbedingt nur ein Viertel der Nahverkehrszüge fährt und der Fernverkehr auch noch ausgedünnt wird. Heute war das Wetter eher mäßig, kalt und nass, und trotzdem waren am Sonntagnachmittag so gut wie alle Nahverkehrszüge komplett überfüllt.


    Unter anderem mit Fahrrädern, die nicht nur die 32 Stellplätze des Fahrradwagens in Anspruch nahmen, sondern sich auch noch in beinahe jedem Türraum stapelten und sogar — ein ganz schweres Tabu! — im Mehrzweckabteil klemmten:



    Wir räumten dann unsere beiden Brommies beiseite und verzogen uns auf die andere Seite des Mehrzweckwagens, damit noch zwei weitere Kinderwagen Platz finden könnten, aber anstatt der Kinderwagen standen dort zu meinem Ärger gleich noch ein paar weitere Fahrräder. Das ist jetzt nicht nur eine blöde Anekdote, sondern ein Hinweis für mich, dass es grundsätzlich mit Rücksicht und so weiter und so fort in den nächsten drei Monaten wohl nicht so gut funktionieren wird. Womöglich ist das einer dieser Gründe, weswegen wir über ein grundsätzliches Verbot der Fahrradmitnahme diskutieren.



    Weiter geht’s im erixX. Der Zug ist fast leer und um zwei fahrradlose Fahrgäste auf den Klappsitzen des Fahrradabteils stapelten sich die Räder.



    Wie gesagt: Nur zehn Prozent mehr Fahrgäste hier und da und dort oder mal ein Zugausfall, schon kann man die Fahrt vergessen. Und gerade zwischen Hannover, Lüneburg und Hamburg wundere ich mich wirklich, wie das wohl funktionieren soll.

  • Würde ja sagen nimm den Umweg über Buchholz, aber die Strecke gibt's nicht mehr. Oder über Lauenburg, aber die Brücke dort muss auch mal irgendwann saniert werden.


    Wie gut, dass ich in Hamburg wohne und (nahezu) alles mit dem Rad erreiche.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Vor allem ist es ja auch so, dass wir momentan bei meinem Arbeitgeber selbst entscheiden können, ob wir zu Hause oder im Bureau arbeiten. Diese Regelung wird aber irgendwann im Sommer vermutlich gegen eine nicht ganz so flexible Lösung ausgetauscht im Sinne von mindestens zwei Mal pro Woche ins Bureau oder so. Und sicherlich wird es nicht so sein wie auf Westerland, wo man auch ohne Neun-Euro-Ticket an einigen Sommerwochenenden Angst haben musste, vor der nächtlichen Betriebspause nicht mehr von der Insel runterzukommen, aber ich verspüre nicht so viel Lust, zwei Mal pro Woche mit einer Sardienenbüchse die baustellenbedingt verlängerte Fahrzeit von 50 Minuten zu genießen.


    Whatever. Wir werden’s schon überleben.

  • Vor allem ist es ja auch so, dass wir momentan bei meinem Arbeitgeber selbst entscheiden können, ob wir zu Hause oder im Bureau arbeiten. Diese Regelung wird aber irgendwann im Sommer vermutlich gegen eine nicht ganz so flexible Lösung ausgetauscht im Sinne von mindestens zwei Mal pro Woche ins Bureau oder so. Und sicherlich wird es nicht so sein wie auf Westerland, wo man auch ohne Neun-Euro-Ticket an einigen Sommerwochenenden Angst haben musste, vor der nächtlichen Betriebspause nicht mehr von der Insel runterzukommen, aber ich verspüre nicht so viel Lust, zwei Mal pro Woche mit einer Sardienenbüchse die baustellenbedingt verlängerte Fahrzeit von 50 Minuten zu genießen.


    Whatever. Wir werden’s schon überleben.

    Gehst Du davon aus, dass es unter der Woche auch mehr wird? Und wenn ja, hast Du die Möglichkeit der Gleitzeit?
    Ich fahre immer zw. 09:30 und 10:30, da ist kaum was los.
    Und was den 9-Euro-Ticket-Hype angeht:
    Sylt konnte man ja auch schon mit dem Quer-Durch-Deutschland-Ticket kostengünstig fluten. Oder mit dem SH-Ticket.
    Ich gehe davon aus, dass es Anfangs voll wird, sich aber sehr schnell wieder normalisiert. Ausgenommen natürlich die schon immer prekären Wochenenden und Feiertage.

  • Gehst Du davon aus, dass es unter der Woche auch mehr wird? Und wenn ja, hast Du die Möglichkeit der Gleitzeit?
    Ich fahre immer zw. 09:30 und 10:30, da ist kaum was los.

    Grundsätzlich können wir kommen und gehen wie wir lustig sind, in der Praxis hat sich das aber aufgrund gemeinsamer Termine und der Zusammenarbeit an einem Thema eher auf das klassische Nine-To-Five-Ding eingependelt. Insofern ist da nach vorne und hinten tatsächlich nicht ganz so viel Spielraum.


    Ich kann natürlich auch deutlich früher aufbrechen, aber dann hocke ich halt im Zweifelsfall bis zum letzten Termin um 17 Uhr im Bureau oder gar noch länger.

  • Beim SPIEGEL gibt es jetzt hinter der Bezahlschranke eine Liste von besonders gut gefüllten Strecken, auf denen es morgen eng werden könnte. Bis auf Hamburg-Bremen und Hamburg–Flensburg/Kiel ist eigentlich sternförmig alles nach und von Hamburg dabei.


    (S+) Neun-Euro-Ticket: Wo es in Bahnen und Bussen ab Mittwoch besonders eng wird
    Millionen Menschen haben sich das 9-Euro-Ticket schon geholt – Mittwoch beginnt das große Verkehrsexperiment. Es zeichnet sich ab: Vielerorts wird Platz knapp.…
    www.spiegel.de

  • Das war die Satire. Die Realität: die DB hat heute nacheinander zwei Züge von Altona nach Westerland und Elmshorn ausfallen lassen. Grund: "Bauarbeiten".


    Hintergrundinfos:

    „Die Deutsche Bahn vor sich selbst retten“
    Heute (01.06.2022) steht Prellbock Altona vor dem Bahnhof Altona und verteilt sein aktuelles Infoblatt zum Thema "9€ Ticket" Die drei-monatige interessante…
    prellbock-altona.de

  • heute erste Fahrt in einem RE und ich könnt direkt schreien

    - rappelvoll, also wirklich sardine-packed

    und dann steigert sich natürlich das nerv-Potenzial der üblichen Vollpfosten.


    "ich muss hier noch rein!" mit dem Rad. *drück* *stopf*

    "ich muss hier raus, machen sie die Tür auf!" - ja, Züge mit dem lustigen ausfahrbahren Brettchen am Ausstieg brauchen da halt länger

    keine Maske, Maske abnehmen zum husten, Maske übers Kinn... das ist das Übliche, hey...


    Wenn dann noch die simpelsten Regeln wie

    - erst aussteigen lassen, dann einsteigen

    - Gepäck verstauen und nicht einfach in den Gang stellen

    missachtet werden: einfach nur schlimm. schlimm, schlimm, schlimm.


    ich bin am Mittwoch vor Himmelfahrt auch unterwegs gewesen. Reisewelle dachte ich da. War voll. aber nicht soooo voll.

    hab keinen Bock mehr. Werde nur noch in Tagesrandzeiten oder Mittags (aber nicht freitags) fahren. Oder nur mit Zügen, die am Start der Reise eingesetzt werden.

  • Ich war gestern späten Nachmittag von Ahrensburg nach Hbf in der RB81 (?). Viel Platz und keine Probleme.

    Da fährst Du ja auch gegen die Lastrichtung. Und die Züge die in Ahrensburg beginnen sind dann sowieso leer.


    Oft sind solche Züge dann auch nur an einer Stelle voll. Manchmal lohnt es sich einfach mal nicht da einzusteigen, wo die Treppe ist sondern ans Bahnsteigende zu laufen. Oder von außen reinzugucken. Wirklich überfüllt sind Züge normalerweise nur wenn der Zug vorher ausgefallen ist.


    Die Straßen sind weiterhin voll. In Hammerbrook wie immer alle Parkplätze voll - bei bester ÖPNV-Anbindung. Das ist rational einfach nicht zu erklären, warum so viele trotzdem mit dem Auto fahren.