US-Wahl 2020: Trump oder Biden?

  • Ist gemäß dem interessanten Artikel seit 1977 ja zum Glück nicht mehr so.

    Ist mir aber neu gewesen, vielen Dank für den Hinweis darauf!

    Auch eine schöne Anekdote für den Geschichtsunterricht. Ich muss vorher allerdings bei Gelegenheit noch einmal andere Quellen bemühen.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Bei Trump wahrscheinlich auf acht Ausrufezeichen geändert.

    Zu anspruchsvoll, da Shift-Taste erforderlich. 😉

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Der Fakt ist erschreckend.

    Mich hat bei dem Link gestört, dass man zu einer Cookieschleuder kommt. (Wenn man nicht wusste, was von Daily Mail zu halten ist, dann ist es jetzt klar.) Ich hab's mal ausprobiert, die Privacy Settings anzupassen. Hat fast zehn Minuten gedauert, weil man n+1 Firmen mit fantasievollen Namen einzeln auswählen muss, ein globales Nein gibt's natürlich nicht.

  • Ja, daher würde ich es auch noch nicht als Fakt ansehen, sondern unbedingt weitere Quellen bemühen zur Verifizierung.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Vielleicht machen sich die Dems mal ran, das Wahlrecht in Ordnung zu bringen. Das dürfte ihnen dann die nächsten Wahlen deutlich erleichtern :)

    Aber ob man so eine Änderung durch den Supreme Court bekommt?

    Das letztere wäre glaub eine vergleichsweise leichte Hürde, wenn ich diesen Beitrag von vor wenigen Wochen richtig in Erinnerung habe:

    https://www.zdf.de/dokumentati…tem-in-der-krise-100.html

    Dummerweise waren die Reps nämlich schon schneller ...

  • Vielleicht machen sich die Dems mal ran, das Wahlrecht in Ordnung zu bringen.

    Meines Wissens nach ist das Problem spieltheoretisch recht einfach beschrieben:

    Über die Details der Durchführung der Wahlen und die Verteilung der Wahlmänner entscheiden die einzelnen Staaten, nicht der Bund.


    Nun steht die jeweils regierende Partei vor der Frage, ob sie weiterhin "Winner takes all" anwenden oder die Wahlmänner proportional verteilen. Aber warum sollte ein Gouverneur letzteres anstreben? Die Wahrscheinlichkeit ist ja sehr hoch, dass seine Partei auch bei den nächsten Präsidentschaftswahlen wieder vom "Winner takes all" profitiert.


    Alternativ könnte man versuchen, das ganze Wahlmännersystem abzuschaffen. Dazu bräuchte man Einigkeit zwischen den Parteien. Die sehe ich nichtmal am Horizont.

  • SPIEGEL ONLINE beschreibt den momentanen Stand der rechtlichen Rahmenbedingungen, inwiefern die Stimmauszählung um Mitternacht gestoppt werden muss: Nicht jede Stimme zählt

    Welche Gremien könnten/dürften sowas denn entscheiden?

    Das erklärt Alexander Keyssar im SPIEGEL-Interview direkt darunter: So könnte das unfaire US-Wahlsystem reformiert werden


    Eine Änderung oder gar Abschaffung des Wahlleutesystems ist momentan natürlich eher unwahrscheinlich, weil entweder die eine oder die andere Partei kein Interesse daran hat, das zu jeweils zu ihren Gunsten führende System zu ändern. Und die Präsidentschaftswahl wird ja grundsätzlich beinahe nur in den so genannten Swingstates entschieden: Die Einwohner von Kalifornien oder New York können zwar zur Wahl gehen, aber es ist von vornherein klar, dass die Stimmen der Wahlleute ihres Bundesstaates an den demokratischen Kandidaten gehen.


    Keyssar geht allerdings davon aus, dass die Republikaner plötzlich bereit für eine Reform sein könnten, wenn bisher republikanische Hochburgen wie Texas oder Georgia an die Demokraten fallen und das „Winner take all“-System für die rote Seite unpopulär wird. Er erwähnt auch einen ominösen, mir nicht bekannten Pakt von Bundesstaaten, die grundsätzlich bereit sind, ihr Wahlleutevotum anhand der bundesweiten Wahlergebnisse zu orientieren und nicht mehr alle Wahlleutestimmen dem Ergebnis des eigenen Staates zu unterwerfen.

  • Das Problem ist eigentlich. Beide Kandidaten sind keine gute Wahl für die Welt. Ich verweise da einfach mal auf einen sehr guten Blog.


    Das Problem was vermutlich entsteht ist, wenn es um eine alternative zu Trump geht, dann ist sieht man erst einmal jeden Kandidaten als gut an.


    Aber wenn die Grundeinstellung der Kandidaten im Kern gar nicht so verschieden sind und es eigentlich nur darum geht, ob es populistisch oder etwas eleganter vorgetragen wird, dann ist es nur die Wahl zwischen dem geringeren Übel. Also in etwa so, als wenn man hier wählen müsste, ob Gauland oder Spahn Kanzler wird.

    Doomsday: It's nature's revenge for what we've done (Chris Pohl)

  • Unabhängig davon, dass du hier Spahn etwas Unrecht tust - ein seniler Greis wie Biden lt. Darstellung von Trump ist Spahn nun nicht. Ich sehe irgendwie die Vize Harris da kommen..

    Ich wünsche es den Amis nicht aber 4 weitere Jahre Trump danach ist der Spuk allerspätestens vorbei. Bin gespannt wie die Wahl ausgeht und was Trump macht, sollte er wider seiner Erwartung verlieren und wer dann alles betrogen haben soll.

  • Die Analogie stimmt insoweit, daß man über Biden geteilter Meinung sein *kann*, im Gegensatz zu Trump. Das ist bei Spahn vs. Gauland genauso.


    Über einen Politiker überhaupt geteilter Meinung sein zu *können*, halte ich inzwischen für ein wesentliches politisches Qualitätsmerkmal.

  • Bitte nochmal das Original lesen. Da werden Trump und Biden genannt - und als Übertragung auf Deutschland "in etwa" Gauland und Spahn.

    Das bedeutet: Gauland wird mit Trump und Spahn mit Biden verglichen.

    Gleichfalls.


    Zum mitmeißeln nochmal gemeinsam:


    Aber wenn die Grundeinstellung der Kandidaten im Kern gar nicht so verschieden sind und es eigentlich nur darum geht, ob es populistisch oder etwas eleganter vorgetragen wird, dann ist es nur die Wahl zwischen dem geringeren Übel.

    Das bedeutet in diesem Fall als Analogie: Nazi und konzilianter Nazi.