Tatütata, die neue StVO ist da

  • Sie suchen eine Quelle dafür, dass Menschen den Tempobegrenzer verteufeln? Nehmen Sie zum Beispiel diese Karikatur aus der Autobild vom 27.1.2017:

    https://cache.pressmailing.net…begrenzung-f-r-alle-autos

    Hier der Artikel dazu: https://www.presseportal.de/pm/53065/3545885

    "Die Straßen sind frei, die Sicht ist perfekt und der Termin rückt näher: Viele Autofahrer treten in dieser Situation schon mal aufs Gaspedal und fahren ein paar Stundenkilometer schneller als erlaubt." (Quelle wie angegeben) Was folgt ist der Versuch den automatischen Tempobegrenzer zu verteufeln. "Zwangsbremse" ist das immer wieder verwendete Wort, mit dem Auto-Bild dagegen Stimmung macht.


    Womit wir auch bei der Quelle sind für den ersten Befund:

    Die Autofahrerei ist verknüpft mit einem hohen Suchtpotenzial und hoch infektiös, weil es den Tempovirus verbreiten hilft, eine gefährliche Suchterkrankung. Denn die Vernunft und der Verstand sprechen ganz klar dafür, den automatischen Begrenzer verbindlich einzuführen, genau so wie es bereits seit Jahren eigentlich ein Tempolimit auf Autobahnen hätte geben müssen.

    Was anderes als eine gefährliche Suchterkrankung soll denn dafür verantwortlich sein, dass es immer noch kein generelles Tempolimit auf Autobahnen gibt? Oder das zu schnelles Fahren vom Verkehrsminister als Kavaliersdelikt verharmlost wird?

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie () aus folgendem Grund: Datum der Quelle korrigiert

  • Beitrag von Nbgradler ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Ach, das wird eh nix. ().
  • Wenn ich die Meldung richtig verstehe, bekommt man kein Fahrverbot mehr, wenn man auf ner Landstraße mit 200 fährt?

    Wenn man buchstabentreu liest, ist das so zu verstehen. Ich denke aber, dass es durchaus auch an anderen Örtlichkeiten Fahrverbote geben soll. Nur eben erst bei höheren Geschwindigkeitsübertretungen. Gut 20 km/h drüber gilt halt immer noch als Kavaliersdelikt und gehört vielerorts zum guten Ton beim motorisierten Fahren. Den Spass will Herr Scheuer den Leuten nicht nehmen.


    Welche Frage sich mir stellt: Baustellen auf Autobahnen sind ja noch releativ klar abgegerenzte Bereiche. Aber wie liegt man die Bereiche um Schulen und Kindergärten fest, für die der besondere Schutz der schärferen Ahndung einer Geschwindigkeitsübetertung gelten soll?

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)

  • Welche Frage sich mir stellt: Baustellen auf Autobahnen sind ja noch releativ klar abgegerenzte Bereiche. Aber wie liegt man die Bereiche um Schulen und Kindergärten fest, für die der besondere Schutz der schärferen Ahndung einer Geschwindigkeitsübetertung gelten soll?

    Also wenn 200 Meter vorher ein Schild "30 Schule" steht mit dem Hinweis "400 m", dann würde ich ja mal sagen: 400 Meter.

    Aber so wie ich Scheuer kenne, meint er vermutlich: die 4 Meter Breite des Schultores.

  • Also wenn 200 Meter vorher ein Schild "30 Schule" steht mit dem Hinweis "400 m", dann würde ich ja mal sagen: 400 Meter.

    Aber so wie ich Scheuer kenne, meint er vermutlich: die 4 Meter Breite des Schultores.

    Wenn es so ausgeschildert ist, hast du mit Sicherheit recht. Wie sieht es aber z.B. mit entsprechenden Einrichtungen in "Tempo 30 Zonen" aus, oder mit Schulen die innerorts an Durchgangsstrassen liegen? Grundstücksgrenze gem. Flurkarte des Kasteramtes? Der Bereich der Einfriedung? Und wie erkennt der Ortsunkundige die Widmung des Geländes und damit die Chance hier einen qualifizierten Geschwindingkeitsverstoss begehen zu können?

    Ich radle durch die Heide, ich pflüge durch die Saat, hurra ich verblöde, für mich bezahlt der Staat.

    (Frei nach Rötger Feldmann)

    Einmal editiert, zuletzt von krapotke ()

  • Der Herr Scheuer hat nun einen Kompromiss vorgeschlagen: Ein Entzug der Fahrerlaubnis ist nur noch dann vorgesehen, wenn man mindestens 21 km/h zu schnell vor Schulen oder Kindergärten fährt: Scheuer schlägt Kompromiss im Streit um Führerscheinentzug vor

    Wow. Obwohl Scheuer 2014 "freiwillig" auf seinen Doktortitel verzichten musste, verdanken wir ihm jetzt sogar ein neues Naturgesetz:


    "Die Wahrscheinlichkeit, seinen Führerschein wegen Zuschnellfahrens abgeben zu müssen, sinkt quadratisch mit dem Abstand der Entfernung zu Schulen und Kindergärten."


    Erst sehr viel später werden nachfolgende CSU-Verkehrsminister "erkennen", dass Schüler und Kindergartenkinder nicht dortselbst wohnen, sondern täglich von zu Hause dorthin und von dort wieder nach Hause gehen/radeln. Aber soweit sind wir vermutlich noch nicht...