Hamburg - Unfälle mit Radfahrern

  • Beim IronMan ist heute in Hamburg ein Motorrad mit einem Fotografen mit einem Rennradler zusammengestoßen:

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    Der Motorradfahrer starb, der Triatleth ist offenbar schwer verletzt worden:

    Toter bei Ironman in Hamburg – Jan Frodeno macht Organisatoren Vorwürfe
    Ein Motorrad kollidierte mit einem Radfahrer. Ein Mensch starb, zwei wurden verletzt. Das Rennen ging trotz Protesten weiter.
    www.abendblatt.de
  • Waren da zu viele Motorräder auf der Strecke? Sieht in dem Clip auf jeden Fall so aus.

    Deswegen die ganze Veranstaltung abbrechen? Hm, schwierig. Ich hätte die Entscheidung auch nicht treffen wollen.

    Was mich nervt ist, dass jetzt im Nachhinein alle Welt sich darüber empört, dass das Rennen weiter lief.

    Wem hätte ein Abbruch geholfen? Wäre es im Sinne des Verstorbenen gewesen? Keine Ahnung.

    Aber es hätte sicher den Traum vieler Hobbysportler die teils weite Anreisen und erhebliche Kosten auf sich genommen haben, zerstört.

    Einigen Sportlern hätte es sicher auch die Teilnahme an der WM gekostet, weil sie sich hier in HH nicht mehr qualifizieren konnten.

  • Deswegen die ganze Veranstaltung abbrechen? Hm, schwierig. Ich hätte die Entscheidung auch nicht treffen wollen.

    Was mich nervt ist, dass jetzt im Nachhinein alle Welt sich darüber empört, dass das Rennen weiter lief.

    Was wäre wohl los, wenn der Motorradfahrer den Crash überlebt hätte und stattdessen der Triathlet gestorben wäre?

  • Ehrlich gesagt glaube ich, dass der Aufschrei nicht ganz so groß gewesen wäre und alle dem Motorradfahrer die Schuld geben würden.

    Mir ist es auch ein Rätsel wie der Motorradfahrer den Triathleten übersehen nicht gesehen haben soll, dazu werde ich aber hier keine Vermutungen in den Raum stellen, weil ich nicht dabei war.

    An der Stelle wo der Unfall passiert ist, bin ich selbst regelmäßig mit dem Rennrad unterwegs.

  • Mir ist es auch ein Rätsel wie der Motorradfahrer den Triathleten übersehen nicht gesehen haben soll, dazu werde ich aber hier keine Vermutungen in den Raum stellen, weil ich nicht dabei war.

    An der Stelle wo der Unfall passiert ist, bin ich selbst regelmäßig mit dem Rennrad unterwegs.

    Es kursiert ein Video vom Crash. Das Motorrad überholte mit hohem Tempo einen Pulk von anderen Mediamotorrädern, die fahbahnmittig neben den Athleten herfuhren. Der Fahrer fuhr praktisch auf dem linken Fahrbahnrand, so dass der Athlet im Gegenverkehr keine Chance hatte.

  • Ja, das Video kenne ich, der Motorradfahrer ist also frontal auf den Sportler zugefahren. Er hätte ihn also sehen können. Man weiß ja nichts darüber wie die Fahrer so ausgebildet sind und was ihre Erfahrungen bei solchen Veranstaltungen sind. hat er vielleicht die Geschwindigkeit unterschätzt oder nur darauf geachtet, dass der Fotograf auf seiner Maschine gute Fotos schießne kann? Alles Spekulation.

    Ich weiß nur, dass bei den UCI Profi-Radrennen alle Fahrer von Kfz (Autos und Motorräder) die das Rennen begleiten (sportliche Leiter, Kampfrichter, Presse & TV etc.) extra Kurse absolvieren müssen um überhaupt im Tross mitfahren zu dürfen.

  • Auch der frühere Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle, der als Experte für den NDR im Einsatz war, sagte dem Abendblatt: „Es waren viel zu viele Motorräder auf der Strecke. Das dürfte jedem schon auf den ersten 15 Radkilometern klar gewesen sein.“

    Obwohl der Motorradfahrer nicht hätte überholen dürfen, sei das tödliche Manöver auch durch die enge Strecke provoziert worden. Man müsse nun „Konsequenzen“ aus dem Unglück ziehen.

    stör ich mich zu unrecht an dem "provoziert"?

    Les ich das nur falsch?

    :/

    ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, dass es Wettkampfbesprechung gab mit Begleitfahrzeugführern: nicht auf Gegenspur fahren, weil: Gegenverkehr

    Wie provoziert denn so eine Strecke?

  • stör ich mich zu unrecht an dem "provoziert"?

    Les ich das nur falsch?

    :/

    ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, dass es Wettkampfbesprechung gab mit Begleitfahrzeugführern: nicht auf Gegenspur fahren, weil: Gegenverkehr

    Wie provoziert denn so eine Strecke?

    Nein, machst du nicht.

    Könnte es auch sein das Unfall- und Todesursache ein internistisches Problem des Motorradfahrers gewesen ist ? Oder konnte man das schon ausschließen ?

    Dazu gibt es noch keine Informationen.

    Aber ich denke das Überholen war schon ein Problem, und das wurde eher nicht durch ein gesundheitliches Problem ausgelöst.


    Ich bin gespannt was das alles für Folgen nach sich ziehen wird (z.B. für die Cyclassics). Die Strecke muss ja auch vorher behördlich genehmigt worden sein.

  • Sehe ich das richtig, Hin- und Rückstrecke einer (Auch-)Radsportveranstaltung (also Wettkampf), abgefilmt von motorisierten Begleitfahrzeugen, die mal eben lange nebenher fahren auf einer zweispurigen Fahrbahn - gleichzeitig? Und man wundert sich über Unfälle?

    Interessantes Realitätsverzerrungsfeld. Vielleicht kann man das irgendwie messen?

    ebayForumKopfverkl.jpg
    Peter Viehrig

    "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."
    (Andreas Müller)

  • Gelegentlich habe ich auch schon Übertragungen von Radsporteriegnissen angesehen. Dabei habe ich oft beobachtet, dass Begleitmotorräder der Medien mit einem Fahrer und einem Kameramann als Beifahrer besetzt sind. Der Beifahrer sitzt dabei verkehrt herum auf seinem Sitz, so dass Fahrer und Beifahrer Rücken an Rücken sitzen.

    Mir ist nicht klar geworden, warum der Motorradfahrer anscheinend gegen die Fahrtrichtung der Rennradfahrer fuhr. Wollte er die ganze Radfahrerschar abfilmen? Von vorne kommend?

    Warum stand er dazu nicht einfach am Straßenrand?

  • Sehe ich das richtig, Hin- und Rückstrecke einer (Auch-)Radsportveranstaltung (also Wettkampf), abgefilmt von motorisierten Begleitfahrzeugen, die mal eben lange nebenher fahren auf einer zweispurigen Fahrbahn - gleichzeitig?

    Ja.

    Gelegentlich habe ich auch schon Übertragungen von Radsporteriegnissen angesehen. Dabei habe ich oft beobachtet, dass Begleitmotorräder der Medien mit einem Fahrer und einem Kameramann als Beifahrer besetzt sind. Der Beifahrer sitzt dabei verkehrt herum auf seinem Sitz, so dass Fahrer und Beifahrer Rücken an Rücken sitzen.

    Mir ist nicht klar geworden, warum der Motorradfahrer anscheinend gegen die Fahrtrichtung der Rennradfahrer fuhr. Wollte er die ganze Radfahrerschar abfilmen? Von vorne kommend?

    Warum stand er dazu nicht einfach am Straßenrand?

    Die Rennradfahrer fuhren dort in beide Richtungen. Der Motorradfahrer wollte die in seine Richtung fahrenden Radfahrer (war offenbar die Spitzengruppe) & Motorräder (Kampfrichter, Presse, TV usw.) überholen und ist dabei mit dem entgegen kommenden Radfahrer kollidiert.

  • Die Rennradfahrer fuhren dort in beide Richtungen. Der Motorradfahrer wollte die in seine Richtung fahrenden Radfahrer (war offenbar die Spitzengruppe) & Motorräder (Kampfrichter, Presse, TV usw.) überholen und ist dabei mit dem entgegen kommenden Radfahrer kollidiert.

    Danke für den Hinweis. Eine sehr unglücklich angelegte Rennstrecke. Warum wurde kein Rundkurs ohne Begenungsverkehr angelegt?

  • Das ist wohl eine der Fragen die für die Zukunft zu klären sein werden.

    Einzige Alternative (meine Meinung) wäre hier der Rückweg über Süderquerweg - Ochsenwerder Landscheideweg - Ochsenwerder Landstraße - Hofschläger Weg gewesen, allerdings wären dann dort die Anwohner vom Verkehr abgeschnitten gewesen. :/

    Die anderen Strecken sind zu kurvig für solche Veranstaltungen.

    Ansonsten ist das Gebiet ja durch Elbe und A25 begrenzt, also eher eine Sackgasse für solche Veranstaltungen.

    Weitere Routen hätten noch mehr Straßensperrungen in HH bedeutet oder sogar noch Koordination mit angrenzenden Bundesländern.

    Ist schon ganz schön komplex sowas.

  • Bei der Tour de France hat man das auf den Champs-Élysées durch Absperrgitter gelöst - zwei Reihen mit Abstand, und zwischen diesen Reihen pendelt ein Motorradfahrer. Klar, man hat mehr Breite, und das Stück ist kurz.

    Was mich auch verwundert: zu lesen "die deutschen Behörden konnten das Rennen nicht beenden". Äh - hat die Polizei keine Rechte mehr, nur weil jemand in den USA eine Veranstaltung auf deutschen Straßen durchführt? Bei Demos oder Konzerten sind die nicht so zimperlich. Was wäre passiert, wenn die jeden Fahrer, der Zeuge des Unfalls wurde, rausgezogen und sofort vernommen hätten?

  • vermutlich wollten sie sagen:

    "die deutschen Behörden konnten das Rennen nicht beenden, ohne befürchten zu müssen, in Regress genommen zu werden"

    darum auch der Rückgriff auf die Gefahrensituation: wenn ... da Orkan wäre oder Hochwasser: hätte man begründen können den Abbruch. Aber bei "nur" punktuellem Ereignis ohne eindeutige Wiederholungsgefahr, dessen Umfahrung möglich war und zeitlich vermutlich begrenzt: joa, eine rechtliche Handhabe, das "Spektakel" zu beenden würde ich da aus dem Bauch heraus auch nicht sehen wollen. :/

  • Wieder Unfall auf Hamburger Ironman-Strecke: Rennradfahrer schwer verletzt
    Erneuerter Unfall auf der Hamburger Ironman-Strecke: Ein 27-jähriger Rennradfahrer ist in Ochsenwerder am Dienstagabend mit einem Transporter kollidiert
    www.mopo.de

    Typischer Rennrad-Unfall-am-Deich: Ins Heck eines haltenden Transporters gefahren.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Dieses Bild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt.“

    Die KI ist so dumm wie die Menschen, die sie füttern. Sie hat die Radwegfurt „vergessen“.

    Ist das jetzt due neue Methode, um Gruselbilder veröffentlichen zu können, ohne Gebühren für die getürkten FUD-Motive der Stockfoto-Agenturen bezahlen zu müssen?