Hamburg - Unfälle mit Radfahrern

  • Zitat

    Hinterreifen vom Laster fährt ihm über den Fuß, bleibt die Nacht im Krankenhaus.


    Also wohl glimpflicher ausgegangen als es sich zuerst anhand der Meldung vermuten ließ.

    Ist schon lange her, dass ich darauf hingewiesen habe. Im Krankenhaus sollte niemand mit der Polizei telefonieren!


    Ich bin damals, als mich ein falsch Abbiegender abgeräumt hat mit Rettungswagen in die Klinik befördert worden. Die haben alles mögliche gemacht, zum Glück keine inneren Verletzungen gefunden. Das Röntgen sagte "ein paar Rippen gebrochen" also bekommt man ein ordentliches Schmerzmittel und ein Bett. Zeitgleich habe ich selbstverständlich mit Frau und Arbeitgeber telefoniert (also eigentlich nicht ich, sondern die nette Polizei), und irgenwann, so im Halbschlaf bekam ich dann die Nachricht von meinem Chef, dass ein Polizist gerne noch meine Aussage zum Unfallhergang hätte.


    Völlig unter Drogen habe ich dann aus dem Krankenhaus angerufen - hatte ja sonst nix zu tun - und dem jungen Mann freundlich erklärt dass ich damit rechne "schon bald das Krankenhaus zu verlassen und nur ein oder zwei Rippchen angeknackst sind". Beides entsprach nicht 100% den tatsächlichen Verhältnissen, aber im Krankenhaus gibt es mehr als ein Aspirin, wenn man im Rettungswagen ankommt und in der Notfallmedizin kollabiert.


    Ich kann mich (leider) noch an die Worte des Polizisten erinnern: "Selbstverständlich können Sie auch später noch Anzeige erstatten, aber ich kann ja schon mal in den Unfallbericht "leichte Verletzung" schreiben". Das kann ich ihm absolut nicht übel nehmen - hätte ich derart erleichtert und entspannt von Zuhause angerufen wäre das alles richtig gewesen. War es halt nur nicht.

  • Ich kann mich (leider) noch an die Worte des Polizisten erinnern: "Selbstverständlich können Sie auch später noch Anzeige erstatten, aber ich kann ja schon mal in den Unfallbericht "leichte Verletzung" schreiben". Das kann ich ihm absolut nicht übel nehmen - hätte ich derart erleichtert und entspannt von Zuhause angerufen wäre das alles richtig gewesen. War es halt nur nicht.

    Klingt seltsam: stationäre Aufnahme, auch nur „zur Beobachtung“, ist amtlich festgelegt als „schwer verletzt“. Da gibt es keinen Spielraum, und so ein Polizist hat auch nichts davon, wenn er Unfälle leichter macht als sie sind.

  • Zitat

    Klingt seltsam: stationäre Aufnahme, auch nur „zur Beobachtung“, ist amtlich festgelegt als „schwer verletzt“. Da gibt es keinen Spielraum, und so ein Polizist hat auch nichts davon, wenn er Unfälle leichter macht als sie sind

    Das der Polizist nichts davon hat glaube ich sofort. Das ist halt Arbeitsalltag. Ist die amtliche Festlegung von Bundesland zu Bunderland anders?

  • Klingt seltsam: stationäre Aufnahme, auch nur „zur Beobachtung“, ist amtlich festgelegt als „schwer verletzt“. Da gibt es keinen Spielraum, und so ein Polizist hat auch nichts davon, wenn er Unfälle leichter macht als sie sind.

    Ich habe von der hiesigen Polizei die Info, dass nur zur Beobachtung über Nacht schwer verletzt bedeutet. Also Unfall früh um 8, bis 20 Uhr in der Klinik -> leicht verletzt. Unfall um 20 Uhr, bis 8 Uhr in der Klinik -> schwer verletzt.

  • Ich habe von der hiesigen Polizei die Info, dass nur zur Beobachtung über Nacht schwer verletzt bedeutet. Also Unfall früh um 8, bis 20 Uhr in der Klinik -> leicht verletzt. Unfall um 20 Uhr, bis 8 Uhr in der Klinik -> schwer verletzt.

    Die Festlegung steht in einem Bundesgesetz, und da ist von "über Nacht" keine Rede:


    § 2 (4) Verletzte sind Personen, die bei dem Unfall Körperschäden erlitten haben. Werden sie deshalb zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus aufgenommen, so gelten sie als Schwerverletzte.

  • Vielleicht interpretieren sie das "stationär" so. Wikipedia ist da uneindeutig. Es gibt mehrere Definitionen von (voll/teil)stationär, u.a. steht dort:

    Zitat

    Dabei umfasst die stationäre Abteilung des Krankenhauses die eigentlichen Bettenstationen in den medizinisch spezialisierten Abteilungen und die Intensivstation.

  • Ist das nicht der Radweg mit der höchsten Radfahrerdichte pro qm in Hamburg, oder?

    Wo Überholen einer Mutprobe gleicht? Unabhängig von Alkohol oder was auch immer ist dort die Kollisionswahrscheinlichkeit doch dort schon recht hoch sobald jemand nicht 100% bei der Sache ist.

  • Ist das nicht der Radweg mit der höchsten Radfahrerdichte pro qm in Hamburg, oder?

    Wo Überholen einer Mutprobe gleicht?

    Nein, der ist paar Meter weiter am östlichen Alsterufer. Auf der Kennedy-Brücke ist die Sicht frei und man kann zur Not über den Fußweg ausweichen.


    Aber die Wege sind trotzdem zu schmal (1.5m je Richtung), ordnungsgemäßes Überholen ist tagsüber kaum möglich. Mit Schuld an dem Unfall hat aus meiner Sicht die Politik, die diesen Missstand nicht behebt: Der Zwei-Richtungs-Verkehr müsste weg, dafür aber die ganze Radverkehrsführung stark angepasst werden: Radverkehr richtung Osten entweder nur auf dem südlichen Radweg, oder auf der Lombardsbrücke.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • (LGV Hamburg 2018, dl-de/by-2-0)


    Da ist gerade eine Baustelle, so dass nur ein regulärer Fahrstreifen zur Verfügung steht. Vielleicht ist der Radfahrer auf der Busspur gefahren, weil er weder auf dem "Radweg" fahren noch im Stau stehen wollte?


    In der Kurve gibt's keine Busspur, man muss da entsprechend sehr aufpassen.

    Oder der weiße PKW wurde auf eben diese Busspur gefahren.


    Oder es ist irgendwas anderes passiert.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Zwar nicht Hamburg, aber kurz hinter der Landesgrenze: Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Jugendlichen


    Ein älterer Kraftfahrer hat keine Lust auf Stau, fährt auf dem Geh- und Radweg um den Kreisverkehr herum und überfährt dabei zwei junge Frauen mit ihren Fahrrädern. Das muss wohl hier passiert sein.

    Das geht auch mit einer 34-jährigen Frau:

    https://www.mopo.de/im-norden/…kiert-polizistin-37183954


    Abgesehen vom Bundesland gibt es noch eine weitere Gemeinsamkeit:


    Norderstedt:

    Zitat

    Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr um 14:50 Uhr ein Skoda Fabia die Falkenbergstraße in Richtung Harksheide und hier in den Kreisverkehr.

    Lübeck:

    Zitat

    Hier war eine 34-Jährige mit ihrem Skoda Fabia auf der Hüxtertorallee unterwegs.

  • Zitat

    Gestern Nachmittag (11.08.2020) ist es am Kreisverkehr Falkenbergstraße/Langenharmer Weg zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein Pkw zwei Kinder auf ihren Fahrrädern erfasst hat.


    Ärgert mich regelmäßig, dass sowas offiziell als "Verkehrsunfall" gehandhabt wird. Ist es auch ein "Unfall", wenn ich mit dem Baseballschläger um mich schlage, wenn's an der Supermarktkasse mal wieder nicht schnell genug geht?