Insektenparadies auf dem Balkon

Am 27. Februar 2020 ist das Forum von 9 Uhr bis mindestens 12 Uhr wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.
  • Wir können die Natur nicht zerstören, nur uns selbst. Wenn der Mensch nicht mehr da ist, wird man der Natur nach ein paar Hunderttausendjahren nicht mehr anmerken, dass er je da war. Nach ein paar Millionen Jahren wird man nicht mehr erkennen können, dass er je existiert hat, wenn man nicht mit Ausgrabungen beginnt.

    Der Planet hat schon schlimmeres überstanden als den Menschen. Es ist alles gut, solange man kein Mensch ist.

  • Es würde nicht gelingen.

    Es gab bereits wirkliche Katastrophen mit gut 90%iger Vernichtung des bis dahin entstandenen Lebens. Und jedesmal hat sich die Erde davon erholt, allerdings oft mit gänzlich neuen Entwicklungen.

    Nach einer solchen Katastrophe fing das Zeitalter der Dinosaurier an, nach der nächsten Katastrophe das der Säugetiere und so auch der Menschen. Wer weiß, was nach der nächsten Katastrophe an der Reihe ist? Der Erde an sich ist das egal. Die macht einfach weiter.

  • Wobei ich die bestehende Umwelt eigentlich schon echt toll finde. Und es wäre soooo schön, wenn meine Kinder und Kindeskinder noch etwas davon hätten... Da kommt mein menschliches Bedürfnis nach Fortbestehen, nach dem endlosen Leben, zur Geltung.


    Meine Mutter hat mir gerade ganz begeistert von der armen Fledermaus erzählt, die sich in ihre Wohnung verirrt hatte. So ein tolles Erlebnis, mal eine Fledermaus von ganz nah zu sehen! Sie haben sie abends sanft wieder rausbefördert, aber den Tag hat das arme Tier eben dort hinter'm Vorhang gehangen. Wenn es sowas nicht mehr gibt, weil erst die Insekten und dann die Fledermäuse weg sind... Das wäre echt schade!


    Auch, wenn sich mit Sicherheit auf Dauer anderes Leben bilden würde. Wir sehen ja auch um Tschernobyl herum, dass Menschen dort nicht leben können, aber die Natur sich ihr Reich zurückerobert.


    LG
    Anna


    LG
    Anna

  • Ich schreibe damit ja nicht gegen Naturschutz an. Ich stelle nur richtig, dass Naturschutz Menschenschutz ist. Der Natur ist ihr Zustand egal, der spielt sich wieder ein, wenn keiner mehr stört.


    Und wenn man nicht so überheblich ist und den Menschen als Teil der Natur sieht und nicht irgendwie nebendran oder obendrüber, so stört mit dem Menschen die Natur nur sich selber, bis es eben vorbei ist.

    Und natürlich wünsche ich allen Menschen, egal, wie alt oder jung, eine intakte lebenswerte Natur und Umwelt vorzufinden. Aber dafür müssen wir selber sorgen und auch benennen, was wir wollen: Nicht die Natur erhalten der Natur wegen, sondern der Menschen wegen.

  • Das Verschwinden des Menschen wäre ein großes Glück für die Erde.

    Was ist dieser Furz schon angesichts der Weltgeschichte?

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Aber bis wir alle verschwunden sind, habe ich mein verlaustes Insektenparadies erstmal um 7 Marienkäferlarven erweitert, die ich von der Linde unten gemopst habe. Sollte ich sehen, dass die Läuse weg sind, aber die Larven noch nicht verpuppt, dürfen sie nochmal umziehen. Letztes Jahr hat das gut geklappt, ich hatte keine Läuse mehr, dafür aber mehrere Marienkäferpuppen.


    Leider summen und brummen hier vornehmlich Fliegen. Die sind auch wichtig, ja, aber ich hatte mir ein bisschen mehr von den Bienen und Hummeln erhofft. Die verstecken sich aber wohl lieber unten an der Bille, dort blühen gerade die Trichterwinden so wunderhübsch. Pöh!


    LG
    Anna

  • Insektenparadiese gibt es nicht nur auf dem Balkon, auch im Grandweg werden diese im öffentlichen Raum aufgebaut:


    Sorry für schlechte Qualität, konnte beim Fotomachen nicht stehen bleiben...


    Ich habe schon überlegt, ob man auch "Grün"-Flächen, die im Moment zum Wildparken verwendet werden auf Wildbienen umpflanzen kann (natürlich dann inklusive Poller).

  • In meinem Bremshebel wohnt auch diesen Sommer wieder eine kleine Spinne, die jede Nacht Netze zwischen Lenker und Bremszügen baut. Heute habe ich sie das erste Mal in Aktion gesehen, als sie während der Fahrt gearbeitet hat, immer am Faden gesichert. Mein Rad sieht morgens jedenfalls immer so aus, als wäre es ewig im Keller gestanden. Die Fangquote dürfte gar nicht so schlecht sein.

  • Insektenparadies auf dem Fahrrad, also... :D Wie lustig!


    Ich kam gerade an einer brummenden Wiese vorbei. Das war toll! Die Gänse haben dort die Grashalme abgegrast und die Wildkräuter stehen gelassen. Die Fluginsekten freuen sich. So hat dieser heiße Sommer immerhin ein Gutes...


    LG
    Anna

  • Insektenparadies – Check


    Also: Blattläuse. Hummeln. Bienen. Marienkäfer (weil wegen die Blattläuse). Eier und Räupchen vom Kohlweißling. Grad saß noch irgendein heller Falter auf einem Blatt. Minierfliege. Blattzikaden (die waren ja mal, sind wieder weg).


    Ich find mich guuut :D


    Wobei viele Raupen das zeitliche segnen mussten. Ganz so viele kann mein Dschungel einfach nicht ernähren und es wäre schon echt schön, wenn ich egoistischer Mensch noch Grünzeug wiederfinden würde, wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme.


    LG
    Anna


  • Den hier habe ich gerade im Hinterhof entdeckt. Bisher hatte ich 2018 nur Engerlinge, Blattläuse und Wespen ;)

    Bei den Wildbienen bin ich nicht sicher, die nisten hier normalerweise in allem, was korrekt dimensionierte Löcher hat.

    Da ließe sich ja was mit Lenkergriffen aus Holz und so machen...

  • Eigentlich wollte ich die Vogeltränke um Vögel zu tränken.

    Bienen die ihren Durst löschen sind aber auch gut:


    biene01thkor.jpg


    biene02uwk14.jpg


    Rund 1600 Bilder hab ich in 2 Stunden mit dem Raspberry Pi gemacht ( https://learn.adafruit.com/ras…ime-lapse-camera/overview )

    und ein kleines Filmchen draus geschnitzt : https://www.youtube.com/watch?v=iTYua5zUF48&feature=youtu.be

    Vögel kamen nicht. Es sollen aber wohl welche gesehen worden sein.


    :)


    Es war mir nicht so bewusst das Bienen soviel trinken. Bei dem was die leisten ist es aber klar. Und Pollen sind ja auch ein staubtrocknes Thema...

  • Oh, das ist toll!


    Wenn wir in der KiTa draußen plantschen, kommen auch ganz fix viele Insekten an, um zu trinken. Weit und breit kein Gewässer (erst im Stadtpark wieder), Pfützen sind gerade rar – toll, dass Du eine Möglichkeit anbietest :D


    Ich muss Montag mal schauen, dass ich mit den Kindern da was installiere. Gießende werden sich finden ;)

    LG
    Anna