Beiträge von Nathanael

    Ich trage nun seit 'nem halben Jahr FFP2, danke. Oder CPA.


    Die Brille beschlägt nicht, weil die Maske falsch sitzt, das bekomme ich mittlerweile auf die Reihe. Ich schwitze einfach gut, ich gebe immer viel Wärme ab. Und meine Brille ist relativ großflächig vor den Augen. Durch die Form der Brille, die dann quasi auf der Maske aufsitzt, kann die Wärme vom Gesicht nicht weg und der Dunst schlägt sich deswegen auf der Brille nieder.


    Wenn die Maske falsch säße, würde die Kondensation im Atemrhythmus stattfinden. Tutse aber nicht. Meine Brille ist einfach, gerade, wenn die Luft kühler ist, generell direkt neben der Nase immer ein bisschen beschlagen.


    Aber danke für die Hinweise.

    Ich denke, auch, wenn mich als Brillenträgerin Masken ziemlich nerven, dass ich weiterhin FFP2-Masken in den Öffis tragen werde. Tut mir nicht weh, meine Lungenkapazität gibt das her und genau das will ich mir auch erhalten...

    Ich kenne eine Person, die nur zu solchen Zeiten einkauft, weil sie gern Ruhe hat. Und weil die Regale dann alle schon aufgefüllt sind und so.


    So, ab Dienstag wieder Notbetreuung. Yay. Wie lange war jetzt eingeschränkter Regelbetrieb? 4 Wochen? Ups...

    Äh... wo sind da die Kitas? Ich kann nicht glauben, ernsthaft nicht, dass es in Kitas keine Ansteckungen gibt. So nah, wie Erzieher*innen und Kinder sich kommen...

    Das ist ein riesig cooles Prinzip. Ich fürchte nur, dass meine durch das isolierende Jahr auf's minimalste zurückgefahrene Sozialkompetenz damit überfordert wäre.


    Aber ich werde das erstmal im Blick behalten – sowas müsste auch coronaconform machbar sein. Wenn es nur um's Übernachten geht. Und das ist ja mein Ziel...

    Naja, wenn die Campingplätze dicht sind, dann kann ich sie nicht nutzen :D


    Und ohne Campingplatz habe ich kein Strom für mein Uralthandy und ohne Uralthandy werde ich nicht alleine eine Fahrradtour machen.


    Außerdem wäre mir Wildzelten über mehrere Nächte doch etwas zu krass.


    Deswegen hätte ich so gern Campingplätze...

    Hm, und wenn ich das jetzt beschließe?


    Ich will so gern Ende April 'ne Fahrradtour machen. Allein. So mit auf Campingplätzen pennen und halt von HH nach B radeln, in aller Ruhe.


    Wenn schon meine ganzen Cons ausfallen und ich meine Großeltern nicht sehe, kann dann nicht bitteschön wenigstens das was werden?


    Aber vermutlich nicht. Dabei habe ich gerade erst neu entdeckt, dass ich gern eine Fahrradtour plane und dass mir das wirklich Spaß bringt. Ey.

    Wobei ich auch sagen muss: Ich kann nicht mehr. Echt nicht.


    Vor Corona hatte ich noch die Einstellung: Ich gehe das mit der Ausbildungsplatzsuche locker an, mir gefällt es in meiner Kita, im Konzept, im Team. Wir hatten gerade mit Supervision begonnen, das Team wuchs großartig zusammen, so hätte ich's aushalten können.


    Nun sind die Fortschritte, die wir im Team gemacht haben, durch die krasse Kohortentrennung, durch die Gruppentrennung, wieder komplett verschwunden, wir gehen alle auf dem Zahnfleisch und wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten, ohne unsere Ausgleiche nutzen zu können. Aktuell haben wir Notbetreuung, also recht wenige Kinder – so ist es okay. Aber es graut uns allen dermaßen davor, dass demnächst die Gruppen wieder voll sind, wir wissen nicht, wie wir das psychisch schaffen sollen.


    In der Kita zig Haushalte jeden Tag, privat treffe ich oft tagelang keinen Menschen und wenn, dann nur mit Abstand – das kann's doch nicht sein!!!


    Die Kinder müssen in die Kita zurück, klar. Aber ich habe seit Oktober keine Chorprobe mehr gehabt, für meinen Rücken müsste ich dringend wieder bouldern gehen und wann ich meine Großeltern wiedersehe, steht in den Sternen. Wie soll ich arbeiten können, wenn die Perspektive fehlt?


    Gestern saß ein Fünfjähriger auf meinem Schoß. WIr haben uns gestern in der Gruppe geeinigt, dass man zu Corona die ganzen schlimmen Wörter sagen darf. Und da hat er sich mal so richtig ausgekotzt. Und wenn ein 5jähriger schon so viele Punkte zusammenbekommt... echt. Es geht nicht mehr. Ich wünsche mir ein anderes Konzept. Irgendwas mit schnelleren Impfungen und meinetwegen auch QR-Codes.

    Ich habe jetzt zum ersten Mal seit Beginn dieses Lockdowns Home Office und habe gar nicht mehr groß gefragt, ob ich per Skype mit den Eltern und Kindern reden darf. Beim letzten Mal war die Antwort nämlich 'Nein', und äh, naja, ich soll die Kinder aber von zu Hause aus kontaktieren. Ich bin eines dieser Urzeittiere ohne Handy-Flatrate, also...


    Heute hat es auch supergut geklappt. Ich bin ein bisschen aufgeregt, wie es morgen dann aussieht, wenn mehr Eltern Zeit hatten, meine Mail mit dem Angebot zu lesen.

    Wenn ich bedenke, dass ich im Unterricht unter'm Tisch gelesen habe, finde ich es weniger verwerflich, wenn Kinder nebenbei daddeln. Wobei es wirklich schwer ist, online Kinder zu erreichen.


    Ich habe gerade den ersten Morgenkreis per Skype gemacht. Es waren 3 Kinder dabei. Eines hat die ganze Zeit die Emojis gedrückt, sodass es andauernd blau mit Herz oder Daumen hoch war. Eines hat ganz brav teilgenommen. Eines hat sich hinter'm Sofa versteckt. Gut, das war der erste Online-Morgenkreis, aber dennoch – wenn ein Kind zu schüchtern ist, habe ich Pech gehabt. Normalerweise würde mir das schüchterne Kind auf dem Schoß herumkrabbeln, aber das geht online halt einfach nicht.


    Deswegen denke ich, dass geteilte Klassen mit versetzter Anwesenheit zumindest in den jüngeren Jahrgängen schon echt wichtig wären.


    Wobei, äh, mein Brüderchen ist jetzt 13 und eventuell aktuell nicht in der Lage, sich Hilfe zu holen, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei sind beide Eltern telefonisch gut erreichbar...

    Die öffis dichtmachen? Ha. Hahahaha. Hahahahahahaha. Ist ja wohl zum Glück kein wirklicher Plan, aber allein die Idee...


    Können wir bitte, bitte bei den Kitas anfangen? Wir drehen durch. Wir drehen allesamt am Rad. Alles ist dicht, wir haben keine Möglichkeit, irgendwie Ausgleich zu unserem ohnehin schon stressigen Job zu finden – aber in einer Gruppe kamen heute 15 vo 18 Kindern. In der anderen 19 von 23 Kindern. Meine Gruppe hat Glück – 10 von 17 Kindern.


    Ich darf als Single nur meinen Corona-Buddy treffen. Meine beste Freundin schon nicht mehr. Aber in meinem Job sehe ich meine Kollegin, die 10 Kinder und (mit Mundnasenschutz und Abstand) die Eltern der 10 Kinder. Die Kinder kriechen auf meinem Schoß herum, mir in den Ärmel, wenn ihnen kalt ist, niesen mir aus Versehen direkt ins Gesicht. Aber sobald ich die Kita verlasse, darf ich niemanden mehr treffen.


    Ehrlich. Ich kotze. Ver.Di ist schon dran, denen habe ich 'ne Mail geschrieben.


    Entschuldigt, das hat nichts zur Diskussion beigetragen. Es musste kurz raus.

    Ach, das wird doch jetzt noch nicht entschieden. Vermutlich erfahren die Schulen und Kitas in Deutschland dann am 8. Januar, wie es ab dem 11 weitergeht. Sonst haben wir doch nicht genug zu tun.


    Ein bis zwei Tage Vorlaufzeit reichen doch völlig, um neue Konzepte zu planen und Turnhallen in Gruppenräume zu verwandeln und Händewaschkonzepte für Schulen aufzustellen...

    Ich muss die Beleidigung 'Widerborstiges Streifenhörnchen' ganz unbedingt abspeichern, damit ich den nächsten Knappüberholer damit betiteln kann.


    In Hamburg ist so gut wie alles dicht. Das ist okay. Was weniger okay ist, finde ich, ist, dass die Kitas im 'Regelbetrieb' geöffnet haben, sodass die Eltern keinen zusätzlichen bezahlten Urlaub für die Betreuung bekommen. Das wäre wohl anders, wenn die Kitas wirklich dicht wären.


    https://www.lto.de/recht/nachr…treuung-verdienstausfall/


    Für mich bedeutete das: Am Montag erfahren, dass ab Mittwoch darum gebeten wird, die Kinder daheim zu behalten. Spontan die gruppeninterne Weihnachtsfeier (ohne Eltern, selbstredend) von Mittwoch auf Dienstag verschieben. Am Montag noch keine weiteren Infos haben.


    Am Dienstagmittag dann während der Feier (aufgedrehte, überzuckerte, laute Kinder um mich herum...) erfahren, wer ab Mittwoch arbeitet, wie viele Kinder kommen, beschließen, wer wann arbeitet, dass die Gruppen einer Kohorte (immer zwei Gruppe sind eine Kohorte, die sich in Pausen etc. auslösen darf und unterstützen darf) zusammengelegt werden, in welchen Räumlichkeiten gearbeitet wird, achja, die Eltern darüber (also: Betreuung in anderen Räumlichkeiten) selbst informieren, weil die Leitung andere Dinge zu tun hat und das nicht zusätzlich noch wuppen kann.


    Am Mittwoch dann: Von 16 Kindern sind 6 da. Das ist mehr als ein Drittel! Insgesamt haben wir so in unserer Kohorte 13 Kinder! Denn: Wie sollen Eltern so spontan eine andere Betreuung für die Kinder organisieren? Nicht alles geht im Home Office. Die Tierärztin, zum Beispiel, die bekommt halt so spontan keinen Urlaub mehr, wenn sie überhaupt noch welchen hat. Und da ja keine Kitaschließung herrscht, sondern Regelbetrieb, bekäme sie halt keinen zusätzlichen Urlaub.


    Ich fühle mich verarscht. Die Masken, die wir bekommen haben, sitzen so beschissen, dass ich mir dank meines schmalen Gesichtes voll gegen den Hals atme. Wenn sie nicht gerade eine Falte bildet, die mir beim Sprechen in den Mund gelangt. Und in meinem Job muss ich viel reden, anders geht's halt nicht. Ich bin also ungeschützt einer großen Anzahl an Haushalten ausgeliefert. Ich kann mich privat distanzieren, so viel ich will, jeden Tag habe ich Kontakt zu 13 Menschen, die keinen Abstand halten können und sollen.


    Naja.


    Ich bin also mit allem zufrieden, nur nicht damit, dass die Kitas geöffnet sind. Ich bin gern in der Notbetreuung, kein Ding, ich mag es, einen Tagesablauf zu haben und Menschen zu sehen und die Gören mag ich zu allem Überfluss auch noch. Aber das... das ist 'ne Farce.

    Allerdings wird es gewiss eine besondere Herausforderung sein, für den öffentlichen Raum hinreichend robuste Abfalleimer-Modelle zu entwickeln, bei denen der Deckel mit Pedal geöffnet werden kann. Hat schon mal wer so was irgendwo im öffentlichen Raum gesehen?

    Ja, hier in HH gibt es zumindest vor'm Mercado in Altona welche. Die sind mit Pedal bedienbar, was ich ganz okay finde. Die sind halt absolut pflandflaschensammelunfreundlich, ich mag sie deswegen nicht wirklich, weil viele Leute es halt verpennen, Pfand danebenzustellen... Dafür können die Krähen den Mülleimer nicht mehr ausräumen.


    LG
    Anna

    Gegen die Einsamkeit, die jetzt viele Kinder ziemlich hart trifft, gibt es die Aktion, einen Regenbogen ins Fenster zu hängen – als Zeichen dafür, dass man seine Freunde vermisst, und dass man stark ist und daheim bleibt.


    Natürlich habe ich sowas während der Notbetreuung gemacht :D Während die Kinder lieber Regenbögen für die heimischen Fenster malten, panschte ich ein bisschen mit Farbe und habe 'nen ganz Großen gemalt.


    Und gestern, als ich vom Gitarrenspiel am Fluss wieder heimlief, sah ich an einem Balkon einen kleinen Regenbogen hängen. Darauf eine Mutter mit Kleinkind. Ich sprach sie darauf an und so kam es, dass ich für die beiden ein Lied spielte.


    Sie tanzten dazu <3 Es war so wunderwunderschön. Irgendwie sprechen sich Fremde häufiger an, ich erlebe wunderbare Rücksichtsnahme, die sonst in einigen Bereichen eher nicht erfolgt.


    Ein Beispiel ist auch, dass Rechtsabbiegende mich auf den 105km Rad in HH in dieser Woche nicht nur grundsätzlich sahen, sondern mir auch noch freundlich zunickten oder lächelten oder winkten O.o


    Ich leide zwar unter'm Rumsitzen daheim, aber hoffe, dass eine größere Wertschätzung dem gegenüber entsteht, auf das wir gerade verzichten. Wer hätte gedacht, das Arbeiten so schön sein kann :D


    LG
    Anna

    Ich vermute, dass es auch noch andere Flächen zum Spielen gibt – nicht nur Spielplätze. Im Wald ist sehr viel mehr Platz und die Kinder sind sinnvoller beschäftigt...


    Wir dürfen nicht im Betrieb bleiben, wenn wir nicht für die Notbetreuung eingeplant sind. Nichtmal für Papierkram. Den dürfen wir auch nicht mit heimnehmen, das ist fies – man hätte soooo viel Zeit für Portfolioarbeit und Elterngesprächvorbereitung...

    Ich bin als Erzieherin jetzt auf Abruf bereit – zwischen 6 und 18:00 laut Geschäftsführung. Naja, wenn ich halt 6:00 morgens angerufen werde, bekommen die halt 'ne komplett verschnarchte Anna ans Telefon, dann ist das halt so.


    Und sonst darf ich jetzt allein in meiner Wohnung bleiben und äh... Tjoa, halt Sachen machen. Auch mal schön. Chor entfällt, Bouldern logischerweise auch, so gemütliche Runden mit Freunden fallen irgendwie auch flach. Naja, dann wird halt gestrickt...

    Meine rollifahrende Freundin wusste, welches Wahllokal für sie geeignet ist. Also ist es definitiv möglich. Ich finde es merkwürdig, dass es ihr möglich war, das vorher zu wissen, und ihm offensichtlich nicht.


    Mein Wahllokal ist auch insofern barrierefrei, dass man mit dem Rolli bis zur Eingangstür fahren kann (dank flacher Rampe), die allerdings ist nur händisch zu öffnen – für geübte, kräftige Rollifahrer machbar, alle anderen brauchen dabei dann wiederum Hilfe. Da direkt neben diesem Glas-Windfang jemand saß, wäre aber jeder auf jeden Fall reingekommen.


    Aber ja: Leute, dieauf Rollstühle oder Rollatoren oder sonstige Fortbewegungshilfen angewiesen sind, haben oft gelitten. Busse und SBahnen derart überfüllt, dass sie nicht mehr reinpassen, Fahrstühle, die ausfallen, zugeparkte Gehwege und ich habe gestern an der Kurt-Schumacher-Alle eine Ampelquerung für Fußgänger gefunden, wo der Bordstein nicht abgesenkt ist. Wenn man da als Rollifahrer erst runterplumpst, kommt man auf der anderen Seite nicht mehr hoch. Großartig. Bei Regen auch kaum zu sehen.


    Ein Thema, über das man sich seitenweise aufregen kann.