Woche 18 vom 27. April bis 3. Mai 2026

  • „Radwegestopp 2.0“: Berliner Koalition streicht zentrale Ziele aus dem Mobilitätsgesetz
    Keine Radwege an allen Hauptstraßen, keine Entschärfung von jährlich 30 Unfallschwerpunkten: Die SPD sieht darin einen Kompromiss, der neue Möglichkeiten…
    www.tagesspiegel.de
    Zitat

    Laut dem neuen Entwurf darf bei Platzmangel nicht nur diese Breite unterschritten, sondern auf Radwege komplett verzichtet werden. Dieser Verzicht soll auch dann möglich sein, wenn „im unmittelbaren Umfeld“ eine geeignete Strecke auf Nebenstraßen vorhanden ist.

    das dürfte interessant werden. Wenn die StVB hier Arsch in der Hose hätte: dTv hoch, kein Radweg -> zack, T30 möglich. :whistling:

  • die Kommentarspalte glüht :rolleyes:

    wers lesenmag: bullshit-bingo-Zettel rauslegen oder Trinkspielausstattung organisieren. :whistling:

    Ach, wenn es doch bloß eine Interessenvertretung der Radfahrer gäbe, die die Zahlen vernünftig einordnet und den ganzen abschreckenden und entmächtigenden Schwachsinn richtig stellt.

  • Bericht aus dem Gerichtssaal zu einem tödlichen Fahrradunfall, von hinten überfahren

    Saale-Orla-Kreis: Ein Mensch wird aus dem Leben gerissen und auf das Warum gibt es keine Antworten
    „Es hätte eigentlich nicht passieren dürfen“: Bedrückender Prozess um fahrlässige Tötung eines Radfahrers auf der Landesstraße L 1107 zwischen Moderwitz und…
    www.otz.de

    Einmal editiert, zuletzt von Peter Viehrig (28. April 2026 um 07:23) aus folgendem Grund: Wie bereits erläutert, werden Links zu archive.today und allen seinen Ablegern entfernt.

  • Vor meinem inneren Auge hängt da ein Skodafahrer hinter einem Benz hinter einem Radfahrer. Der Benz schert aus und überholt. Der Skodafahrer schert auch aus, um _einen_ Radfahrer zu überholen. Mit vielleicht einem halben Meter, man möchte ja nicht auf die Gegenspur.

    Aber dass die Polizei ihren Job nicht macht und wohl auch keiner tiefer nach dem Versagen des Notbremsassistenten forscht ...

  • die Zeit dröselt die Unfall-Statistik zum Radfahren etwas auf:

    Radunfälle in Deutschland: Alte Männer, die auf E-Bikes steigen
    Die Zahl tödlicher Radunfälle wächst. Sie ist so hoch wie in kaum einem anderen EU-Land. Das hat mit Autos und schlechten Wegen zu tun – aber auch mit den…
    www.zeit.de
    Zitat

    Einen genauen Blick wirft die Studie auf das vermeintliche Radlerparadies Niederlande. Dort ist die Zahl getöteter Radfahrer pro eine Million Einwohner ebenso wie ihr Anteil an allen Verkehrstoten weit höher als in jedem anderen EU-Land. [...]

    Doch selbst in Bezug auf die insgesamt zurückgelegten Kilometer sterben dort mehr Radfahrer als in Deutschland – trotz wesentlich besserer Infrastruktur.


    Zitat

    Weil all das [Radwege, Temporeduzierung, Kontrollen] aber bisher nicht passiert, beobachtet Jana Kühl, Professorin mit Schwerpunkt Radverkehr an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter, gerade einen Stimmungswandel à la: »Radfahren ist gefährlich, fahrt lieber mit dem Auto.« Dabei war Radfahren früher noch viel gefährlicher. Vor 2004 starben jedes Jahr mehr Radler als heute, vor 1992 sogar mehr als doppelt und 1980 mehr als dreimal so viele.

  • hui, gleich der nächste Aufreger

    https://www.zeit.de/zeit-magazin/l…hen-datenschutz

    Auf der hannover.de-Seite gibt es ein Onlineformular, das sich "Parkverstoßanzeige" nennt.

    In dem Vorwort dazu heißt es:

    "Die Feststellung und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten ist grundsätzlich Aufgabe von Polizei und Ordnungsbehörden. Halt- und Parkverstöße können jedoch auch durch Privatpersonen bei uns zur Anzeige gebracht werden. Eine entsprechende Anzeige stellt eine Anregung an uns als Verfolgungsbehörde dar, den Sachverhalt nach dem allgemeinen Untersuchungsgrundsatz zu ermitteln; über eine Verfolgung des Verstoßes entscheiden wir nach pflichtgemäßem Ermessen."

    Anzeigen von Parkverstößen | Stadt Hannover

    In dem von DMHH verlinkten Zeitartikel heißt es:

    "In einem feinen Münchner Viertel zeigt ein Vater Gehwegparker an. 700 in sechs Monaten."

    Vermutlich gelten diesbezüglich in München dieselben Regeln wie in Hannover.

    Und das wiederum bedeutet, dass der Vater in keinem einzigen Fall einen Gehwegparker angezeigt hat.

    Er hat lediglich Hinweise auf Gehwegparker gegeben.

    Auf der hannover.de-Seite heißt es an der angegebenen Stelle zu der Frage, ob die Ordnungsbehörde aufgrund des Hinweises Anzeige gegenden Falschparker erstattet: "... über eine Verfolgung des Verstoßes entscheiden wir nach pflichtgemäßem Ermessen." (ebenda)

    Leider ist nicht der ganze Zeit-Artikel lesbar in dem Link von DMHH. Die reißerische Überschrift ist jedenfalls kein guter Journalismus.

    Woher die Zahl 700 stammt ist unklar. Wenn es in München so geregelt ist, wie in Hannover kann eigentlich niemand die Zahl der Anzeigen bei irgendjemandem abfragen, denn in dem Text auf hannover.de heißt es:

    "Sie erhalten als Anzeigeerstatter*in grundsätzlich keine Rückmeldung zum Ausgang oder Bearbeitungsstand des Verfahrens." Der in dem Artikel erwähnte Vater kann gar nicht wissen, wieviele Anzeigen es gegen die Gehwegparker gegeben hat, auf die er hingewiesen hat.

    Wie die Zahl angebliche Zahl 700 Anzeigen zustande kommt ist unklar! Möglicherweise hat der Münchner Vater die Hinweise auf die Parkverstöße mit der app weg.li an die Stadtverwaltung gemeldet und die Zahl der Hinweise dem Journalisten genannt. Die Zahl der Anzeigen die daraufhin von der Stadtverwaltung erstellt wurden, muss jedoch nicht der Zahl der Hinweise entsprechen, die der Vater an die Stadtverwaltung gesendet hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (29. April 2026 um 09:47) aus folgendem Grund: Link zu hannover.de eingefügt, Hinweis auf weg.li eingefügt

  • Ach, wenn es doch bloß eine Interessenvertretung der Radfahrer gäbe, die die Zahlen vernünftig einordnet und den ganzen abschreckenden und entmächtigenden Schwachsinn richtig stellt.

    ;)Na ich dachte, du bist "der Herr der Zahlen" und klärst hierzu auf.;)

    "41 % der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren nutzen das Fahrrad bzw. Pedelec regelmäßig, d.h. täglich oder mehrmals pro Woche - als Verkehrsmittel und/oder in der Freizeit.
    • Der Anteil regelmäßiger Nutzerinnen und Nutzer ist gegenüber den Vorjahren leicht gestiegen (2023: 39 %, 2021: 38 %)."

    Das ist ein Zitat aus dem "Fahrrad-Monitor 2025 Kurzbericht".

    https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/StV/fahrrad-monitor-deutschland-2025-kurzfassung-deutsch.pdf?__blob=publicationFile

    In dem von DMHH verlinkten Zeit-Artikel heißt es: "2025 ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Fahrradfahrer auf 462 gestiegen. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte."

    Verkehrssicherheit: Jeder sechste Verkehrstote war mit dem Rad unterwegs
    Die Zahl der Radlerinnen und Radler unter den Verkehrstoten hat 2025 erneut zugenommen. Besonders betroffen sind E-Bike-Fahrer und ältere Menschen.
    www.zeit.de

    Beide Zahlen, die der Fahrradnutzer*innen, als auch die der tödlich verunfallten steigen geringfügig. Ist jetzt nicht so sonderlich verwunderlich. Aber es ist auch nicht so schwer, es herauszufinden.

    Schwieriger wird ein Zahlenvergleich, der die gestiegene E-Bike-Nutzung mit berücksichtigt. Und unklar bleibt bei dem Zeit-Artikel, was genau mit "E-Bike" gemeint ist. Mein Eindruck ist: E-Bike wird gerne benutzt um negativ zu emotionalisieren.

    Richtiger hätte es "Pedelec" statt "E-Bike" heißen müssen. Vermutlich sind die Mehrzahl der in dem Artikel als E-Bike bezeichneten Fahrzeuge tatsächlich Pedelecs.

  • Man hätte auch titeln können: "Jeder sechste Verkehrstote war mit dem Motorrad unterwegs".

    …bei weniger als einem Viertel der Radfahrleistung. Aber an Motorradfahrern stört sich das autofahrende Establishment nicht, weswegen da auch keine Sau für mehr und schönere Ghettos kampaignen will.