Der Grandweg bekommt eine Diagonalsperre

  • Auf der Kreuzung Grandweg/Stresemannallee (https://www.openstreetmap.org/#map=19/53.59239/9.96042) soll eine Diagonalsperre eingerichtet werden, um Durchgangsverkehr durch den Grandweg zu reduzieren. Mit dem Fahrrad wird man in alle Richtungen durch die Sperre fahren können :

    21-2515 - Diagonalsperre Grandweg/Stresemannallee/Behrkam... - Eimsbüttel

    Gleichzeitig soll der gesamte Kreuzungsbereich und die anliegenden Abschnitte der Stresemannallee und des Grandwegs (südlich) neu gestaltet werden. Das Vorhaben sieht so weit gut aus:

    Zitat

    4)    Bei der Neugestaltung der Stresemannallee soll folgendes berücksichtigt werden: Ein­richtung von Fahrradabstellplätzen, auch für Lastenräder, und von Service-Parkplätzen für Liefer- und Handwerksverkehr sowie für Pflegedienste (anstelle von neu eingerich­teten PKW-Stellplätzen).

    5)    Bei der Neugestaltung des Grandwegs (südlich der Kreuzung) soll folgendes berück­sichtigt werden: Statt der geplanten neuen Parkstände am westlichen Rand (teils halb­seitig) soll das Straßenbegleitgrün erhalten, ggf. ausgeweitet und aufgewertet werden sowie die Gehwege, die u.a. von vielen Kindern genutzt werden, breiter gestaltet werden.

    6)    Das bisher häufig praktizierte Wildparken auf nicht dafür vorgesehenen Flächen soll bau­lich verhindert werden.

    Auf der Kreuzung ist grad eine Baustelle. Ich habe Fotos von der Kreuzung vor der Baustelle gemacht, die ich hier noch hochladen möchte.

  • Chrik 10. Dezember 2021 um 11:18

    Hat den Titel des Themas von „Der Grandweg bekommt einen Diagonalsperre“ zu „Der Grandweg bekommt eine Diagonalsperre“ geändert.
  • Hab das hier gerade zufällig entdeckt. Welche Richtungen würden für KFZ dann noch befahrbar sein?

    wie auch immer es sein wird, ich prognostiziere schonmal noch größere Verstopfungen in der Stresemannallee zwischen Troplowitzstraße und Eidelstedter Weg.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Geplant ist, dass nur noch Nord-West und Süd-Ost frei ist, also Stresemannallee mit nördlichem Grandweg verbunden und Behrkampsweg mit dem südlichen Grandweg. Da der Behrkampsweg eine (partielle) Einbahnstraße ist, wird man wenig Verkehr von dort zum Grandweg haben.

  • Führt das nicht dazu, dass die Leute dann einfach den Umweg durch den Veilchenweg nehmen?

    Ich hätte ja die Sperre andersrum geplant: Grandweg-Nord mit Behrkampsweg verbinden, Streseallee mit Grandweg-Süd. Das gäbe im Grandweg dann die größte Verkehrsreduktion.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Grandweg-Nord mit Behrkampsweg verbinden, Streseallee mit Grandweg-Süd

    So wird es kommen.

    Teilentwidmung zur Durchfahrtsbeschränkung für Kfz im Kreuzungsbereich Stresemannallee/ Grandweg Nord (§ 8 in Verbindung mit § 7 HWG)

    Dort der Lageplan.

    Der Vorschlag einer Diagonalsperre kam übrigens von der örtlichen Straßenverkehrsbehörde (PK23). Allerdings hatte die übergeordnete Behörde Bedenken, weshalb sich die Ausführung verzögert hat.

    Eigentlich sollte der Grandweg während der Bauarbeiten von Hamburg Wasser bis Juni für Radler durchgängig befahrbar bleiben, aber irgendwie bekommen die das nicht hin mit der Beschilderung.

  • Das mit der Baustellenbeschilderung ist so, "weil es ne Baustelle ist". Hab gesehen, wie sich eines Morgens eine Radfahrerin beschwerte, als sie in eine Sackgasse geführt wurde und danach quer durch die Baustelle gefahren ist. Dann schüttelten alle den Kopf. Hab daraufhin gesagt, dass sie das einfach nicht verstanden haben und wollte es erklären, aber mit denen war halt nicht zu reden und ich konnte nicht längere Zeit stehen bleiben. "Das ist eine Baustelle, sieht man doch"

  • Zitat

    Die Fahrbahn des Grandwegs ist überwiegend ca. 7-9m breit. Der ruhende Verkehr steht teilweise auf Seitenstreifen, teilweise am Fahrbahnrand und teilweise erlaubt auf den Gehwegen

    Das "teilweise erlaubt auf Gehwegen" ist in der Realität nicht, was hier im Text gemeint ist: eigentlich überall wird im südlichen Grandweg auf Gehwegen geparkt, zum Teil ist dies erlaubt.

    Und auch bei dieser Planung werden einfach nebenbei zusätzliche Parkplätze gebaut -- auf der südwest-Seite der Kreuzung sind auf einem Grünstreifen plötzlich zwei KFZ-Plätze. Weiter in Richtung Süden sind halbflächige Parkstände baulich geplant, sogar in der Fahrbahnverengung! Alle diese markierten "Parkstände" waren vorher wild beparkte Grünflächen. Insgesamt kommen im Kreuzungsumfeld so ungefähr 13 neue KFZ-Stellplätze hinzu.

    Hier ein Foto davon:

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    Reipe die Planung hat sich dann offensichtlich seit November geändert. Ich habe von November noch Planungsunterlagen, bei denen die Diagonalsperre andersherum war.

  • Das kennt man ja. Kreisel Ochsenzoll: kein freier Rechtsabbieger zu sehen bei der Auslage der Unterlagen für den "Souverän".

    Dann wird doch einer gebaut. "Och jo, haben wir nachträglich geändert" ...

  • Und auch bei dieser Planung werden einfach nebenbei zusätzliche Parkplätze gebaut -- auf der südwest-Seite der Kreuzung sind auf einem Grünstreifen plötzlich zwei KFZ-Plätze. Weiter in Richtung Süden sind halbflächige Parkstände baulich geplant, sogar in der Fahrbahnverengung! Alle diese markierten "Parkstände" waren vorher wild beparkte Grünflächen. Insgesamt kommen im Kreuzungsumfeld so ungefähr 13 neue KFZ-Stellplätze hinzu.

    Der grüne Parkplatz auf dem Foto ist jetzt zumindest mit Sand überschüttet. Mal sehen, was noch passiert.

    Für den Grandweg selbst gibt's hier einen Workshop für Ideen ohne Auto (kein politisch eingebundener Workshop):

    Chrik
    10. Mai 2022 um 12:28

  • Die Diagonalsperre ist übrigens immer noch nicht da. Vielleicht liegt es daran, dass im Grandweg seit langer Zeit eine Wanderbaustelle ist und man das Ende der Bauarbeiten erst abwarten will, aber ich bin da nicht auf dem neuesten Stand.

  • Die Diagonalsperre ist übrigens immer noch nicht da. Vielleicht liegt es daran, dass im Grandweg seit langer Zeit eine Wanderbaustelle ist und man das Ende der Bauarbeiten erst abwarten will, aber ich bin da nicht auf dem neuesten Stand.

    Die Diagonalsperre soll noch im Frühjahr 2024 gebaut werden.

  • Vielleicht liegt es daran, dass im Grandweg seit langer Zeit eine Wanderbaustelle ist und man das Ende der Bauarbeiten erst abwarten will

    Laut https://bv-hh.de/eimsbuettel/do…bersicht-142187 hätte die Wanderbaustelle schon im Herbst 2023 fertig sein sollen. Ich tippe darauf, dass die (nur) noch einen Bauabschnitt vor sich haben und im Mai fertig werden. Eigentlich müsste der ganze Grandweg auch mal neu asphaltiert werden, aber das müssen derzeit wohl viele Straßen in Hamburg.

    Würde man die Diagonalsperre schon vor Fertigstellung einbauen, müssten KFZ aus Richtung Süden entweder einen U-Turn am Brunsberg machen oder durch Stresemannallee / Veilchenweg fahren, was beides recht große Umwege sind. Im Moment dürften viele Links in den Brunsberg abbiegen oder irgendwo wo's nicht erlaubt ist.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Laut https://bv-hh.de/eimsbuettel/do…bersicht-142187 hätte die Wanderbaustelle schon im Herbst 2023 fertig sein sollen. Ich tippe darauf, dass die (nur) noch einen Bauabschnitt vor sich haben und im Mai fertig werden. Eigentlich müsste der ganze Grandweg auch mal neu asphaltiert werden, aber das müssen derzeit wohl viele Straßen in Hamburg.

    Würde man die Diagonalsperre schon vor Fertigstellung einbauen, müssten KFZ aus Richtung Süden entweder einen U-Turn am Brunsberg machen oder durch Stresemannallee / Veilchenweg fahren, was beides recht große Umwege sind. Im Moment dürften viele Links in den Brunsberg abbiegen oder irgendwo wo's nicht erlaubt ist.

    Es wird eh spannend auf der Ecke, wenn der U5-Bau dort in gar nicht mal allzu ferner Zukunft startet ;)...

  • Ja, ich weiß, dass Hamburg einen schmutzigen Deal mit der Bundesregierung gemacht hat, aber noch ist nicht aller Tage Abend ...

    LOK Report - Hamburg: Geheime Korrespondenz weiter unter Verschluss - Prellbock Altona e. V. zum VET
    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die…
    www.lok-report.de
    Zitat

    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende die vor mehr als einem halben Jahr beantragte Offenlegung der als streng geheim eingestuften Korrespondenz mit der Bundesregierung und der Deutschen Bahn in Sachen VET, soweit diese in die Amtszeit des heutigen Verkehrssenators Dr. Anjes Tjarks fällt.


    Zitat

    Dazu Michael Jung, Sprecher von Prellbock Altona e. V.: Die beispiellose Informationsverweigerung bei diesem Milliarden-Projekt lässt nur einen Schluss zu: Senator Tjarks wurde vom Verkehrsministerium in Berlin genötigt, sich auf ein Tauschgeschäft einzulassen. Geld für die noch zu den Hamburger Zeiten von Olaf Scholz angeschobenen Pläne für die U5 gibt es aus Berlin nur, wenn der Senat den Bau des von Bundesverkehrsminister Wissing favorisierten VET akzeptiert. Eine Fehlplanung zieht hier eine weitere nach sich. Der Senat muss endlich den Mut aufbringen, sich von den verkehrspolitischen Fehlentscheidungen zu befreien, die auf das Konto von Olaf Scholz gehen. Dazu gehören auch die unsinnige Verlegung des Bahnhofs Altona an den Diebsteich und das Nein zu einer Stadtbahn.

  • Laut https://bv-hh.de/eimsbuettel/do…bersicht-142187 hätte die Wanderbaustelle schon im Herbst 2023 fertig sein sollen. Ich tippe darauf, dass die (nur) noch einen Bauabschnitt vor sich haben und im Mai fertig werden. Eigentlich müsste der ganze Grandweg auch mal neu asphaltiert werden, aber das müssen derzeit wohl viele Straßen in Hamburg.

    Hab da mal die Bauleute vor Ort gefragt. Die sind am letzten Bauabschnitt schon dran, wohl nur noch kleine Restarbeiten. Und dann soll durchaus nochmal asphaltiert werden.

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.

  • Zitat


    Im Verkehrsausschusses war am 2. November erneut deutlich geworden, dass der Bau des Tunnels für die S-Bahn-Reisenden in Hamburg am Ende keinerlei Vorteile bringt, dafür aber mit jahrelangen Bauarbeiten und Sperrungen verbunden wäre.

    Klar, zwei S-Bahn-Gleise vorher, zwei Gleise hinterher, nur paar Meter tiefer. Aber für die Eisenbahn gäbe es zwei zusätzliche Gleise und es wäre generell schön, die zu haben. Zu manchen Zeiten ist die Strecke einfach ein Nadelöhr. Aber ich zweifle hier an Kosten/Nutzen.

    Die U5 finde ich prinzipiell sinnvoll, aber ist halt schade, dass es so lange braucht, sowas zu bauen.

    Ich meinte gelesen zu haben, dass der VET nun erstmal vom Tisch sei, weil plötzlich 60 G€ fehlen. Oder täusche ich mich da irgendwie?

    Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.