• Trifft es zu, was die Firma Emix behauptet, dann haben freilich Nüßleins Maskendeals nichts mit der Emix zu tun:

    "„Medien, welche Emix mit den Ermittlungen gegen Herrn Nüsslein in Verbindung bringen, werden wir darauf aufmerksam machen, dass keine solchen Verbindungen vorhanden sind und gegebenenfalls – insbesondere, wenn die Frage nach oder den Anschein einer Verbindung ohne Beleg aufgeworfen wird – juristisch belangen.“

    Das sagt die Medienanwältin der Emix in:

    Inside Paradeplatz vom 2.3.21:

    Deutscher Masken-Krimi: Spuren in die Schweiz

    https://insideparadeplatz.ch/2…en-krimi-spuren-nach-zug/

  • Die Wanderungen sind doch aber nicht dem Einzelhandel anzulasten.

    Ach Nein?

    Ich zitiere hier mal aus einer (vermeintlich "hoffnungsvolleren") Zeit, kurz nach Ende des strengen Lockdowns im April letzten Jahres:

    "Händler: Stadt Hannover müsste Cityparken kostenlos machen

    Ab Montag öffnen die meisten Geschäfte in Hannovers Innenstadt wieder. Damit sich Besucher bei der Anreise mit Bussen und Bahnen nicht infizieren, schlägt Cityhändler Reinhard Sander vor, die Stadt könne übergangsweise die Parkgebühren auf Null setzen. Doch die will das nicht."

    https://www.haz.de/Hannover/Au…parken-Hannover-sagt-nein


    Und ich wage mal eine provokante Prognose: Eine vornehmlich auf den ÖPNV gestützte Verkehrsinfrastruktur ohne privaten KFZ-Verkehr wäre besser geeignet eine Pandemie einzugrenzen und zurückzudrängen als die gegenwärtig bestehende Verkehrsinfrastruktur.


    Eine ÖPNV-Verkehrsinfrastruktur ist deutlich zentraler auf Mittelzentrum und Oberzentrum ausgerichtet und verringert so eine landesweite Pandemieausbreitung.


    Und das dehne ich mal aus auf das was noch bevorsteht: Eine Fernreise-Verkehrsinfrastruktur ohne Flugreisen wäre ebenfalls besser geeignet eine Pandemie einzugrenzen und zurückzudrängen als die gegenwärtig bestehende Fernreise-Verkehrsinfrastruktur.


    Eine Fernreise-Verkehrsinfrastruktur, die auf Eisenbahn- und Schiffsverkehr basiert, schränkt die Streckenlängen und die Pandemieausbreitung ein.

  • Das macht es nur nicht besser, wenn sich Leute zum illegalen Haarschnitt im Wald treffen oder leise Party feiern, damit es die Nachbarn nicht mit bekommen.

    Haare schneiden im Wald halte ich jetzt irgendwie für unrealistisch. Und wenn wärs eh nicht so schlimm, an der frischen Luft ist das Ansteckungsrisiko ja gering.

    Was die Parties angeht sprichst du einen wichtigen Punkt an. Ich glaube, dass sich gerade aus solchen Gründen der Lockdown (nochmal: damit meine ich nicht alle Hygienemaßnahmen, sondern nur Schließungen) auch negativ auf das Infektionsgeschehen auswirken kann. Da treffen sich dann Menschen in einer kleinen unbelüfteten Wohnung und hinterher gibt auch niemand jemals zu an dem treffen teilgenommen zu haben (weils ja illegal ist). Dann sollen sich die Leute lieber legal in einem Restaurant mit vernünftigem Hygienekonzept und Kontaktliste treffen.

  • Ja, sehe ich sehr ähnlich. Ein Restaurant mit Hygienekonzept wäre vermutlich sicher, der Haarschnitt im Wald auch (und die Übertreibung muss halt manchmal sein). Es reicht aber leider schon, mit dem Hund spazieren zu gehen um zu sehen: unüberwacht und unüberlegt klappt der Abstand nicht. Selbst im Wald bilden sich sehr schnell Grüppchen - die Reden nur kurz, weil die Menschen den Sozialkontakt dringend brauchen. Einige der Gruppen bleiben aber zu nah und zu lange und immer wieder gibt es welche, die sich zum "Feiern" getroffen haben.


    Ich setze das mal in Anführungszeichen, aber wenn mehr als 5 Personen nachts um 10 mit ein paar Flaschen Bier auf einer unbeleuchteten Lichtung sitzen, dann ist das halt genau das was vermieden sein sollte. Aber nicht alle dieser Zusammenkünfte sind geplant.

  • 2 von 700 BT-Abgeordneten bei Korruption erwischt, Dunkelziffer unbekannt. Das ergibt eine 7-Tage-Inzidenz von mindestens 285. Was nun? Ich bin für Abriegeln.


    Wenn mans auf die Unionsabgeordneten bezieht, liegt die Korruptions-7-Tage-Inzidenz bei ca. 810.

  • Also in dem Artikel steht, dass er im Rahmen seines Jobs als Innenminister nach Rostock gefahren ist. Und weil er schon mal da war, war er auch shoppen. Das finde ich jetzt nicht verwerflich.

    Tja, quod licet Iovi non licet bovi. Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich eine Dienstreise so zurechtzubasteln, dass er "nebenbei" noch Privatgeschäfte erledigen kann.

  • Das stimmt schon, aber das ist für mich kein Grund das verwerflich zu finden. Jetzt mal Corona außen vor gelassen hat auch nicht jeder die Möglichkeit tolle Fernreisen zu machen oder teure Autos zu fahren oder in edlen Restaurants essen zu gehen, dann ist es doch nicht verwerflich wenn Leute diese Sachen tun wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

  • Die Region Hannover ist einer der Landkreise in Niedersachsen, wo der aktuelle Wert der 7-Tage-Inzidenz um die 100 pendelt, bzw. knapp bis deutlich darüber ist.

    Von diesem Wert sind viele Öffnungsschritte abhängig.

    Der Wert des Landes Niedersachsen (siehe erste Quelle) ist entscheidend.

    Es gibt in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Cloppenburg, Vechta, Region Hannover, und Peine also in 6 von 45 Landkreisen (einige davon sehr Bevölkerungsstark / inkl. kreisfreie Städte) Werte über 100, zum Teil deutlich über 100 im ländlichen Raum Cloppenburg sind es fast 150.

    Gestern war auch in Salzgitter der Wert noch über 100, heute ist er bei 99,7.


    Ich habe hier mal Zahlen zum Inzidenzwert aus drei verschiedenen Quellen angegeben. Es ist einerseits verständlich, dass es manchen unter den Nägeln brennt, wieder zu öffnen. Trotzdem finde ich es nicht gut, dass jetzt in der Presseberichterstattung oft so getan wird, als sei alles völlig unklar und deshalb entschuldbar, wenn jeder macht was er will. Besonders ärgerlich fand ich gestern, dass einzelne Geschäfte öffneten und das als so eine Art Protestaktion kommunizierten.


    Inzidenzwert in der Region Hannover am Mittwoch, 10. März 2021:

    121,1

    Quelle: Land Niedersachsen

    https://www.niedersachsen.de/C…le_lage_in_niedersachsen/

    abgerufen um 11:20 Uhr

    Dort ist angegeben: Datenstand: 10.03.2021, 09:00

    Die Daten stammen von den Gesundheitsämtern in Niedersachsen.

    Dieser Inzidenzwert ist ausschlaggebend! (Siehe unten!)


    Inzidenzwert in der Region Hannover am Mittwoch, 10. März 2021:

    109,1

    Quelle:

    https://www.corona-in-zahlen.d…kreise/region%20hannover/

    abgerufen um 11:25

    Dort ist angegeben: Aktualisiert am 10. März 2021,

    die verwendeten Daten wurden erhoben durch das Robert Koch Institut (RKI).


    Inzidenzwert in der Region Hannover am Mittwoch, 10. März 2021:

    107,5

    Quelle: Region Hannover auf http://www.hannover.de

    https://www.hannover.de/Leben-…virus-der-Region-Hannover

    abgerufen um 11:30

    Dort ist angegeben: Stand 9. März 2021

    Die Daten beruhen auf den Angaben der einzelnen Kommunen an das Gesundheitsamt der Region Hannover.


    "Insgesamt gibt es täglich drei neue Inzidenzwerte – den des Robert-Koch-Instituts (99,2) sowie den der Gesundheitsämter in Niedersachsen (103,8) und der Region Hannover (102,2). „Der Wert des niedersächsischen Gesundheitsamtes ist maßgeblich“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau am Montag."

    Quelle: Sportbuzzer vom 8.3.2021

    https://www.sportbuzzer.de/art…100-fragen-antworten-faq/

    2 Mal editiert, zuletzt von Ullie () aus folgendem Grund: Inzidenzwert Hannover 121,1 (nicht 121,7), ich hatte den Landkreis Leer in der Aufzählung vergessen

  • Das stimmt schon, aber das ist für mich kein Grund das verwerflich zu finden. Jetzt mal Corona außen vor gelassen hat auch nicht jeder die Möglichkeit tolle Fernreisen zu machen oder teure Autos zu fahren oder in edlen Restaurants essen zu gehen, dann ist es doch nicht verwerflich wenn Leute diese Sachen tun wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

    Naja, wenn du so anfängst, kannst du aber alles irgendwie umdeklarieren. Für Individualsport im Freien darfst du z.B. auch in vielen Fällen in andere Bundesländer / Landkreise. Da könnte ich also einfach mit dem Fahrrad hinfahren, das ganze dabei als Radsport deklarieren und dann wo ich zufällig schon mal da bin einkaufen... Das wäre ungefähr das gleiche.

  • Bei der Bewertung der derzeitigen Corona-Lockdown-Lage wird anscheinend gerne vergessen, dass bis vor wenigen Wochen noch der Vorschlag auf dem Tisch lag, wesentliche Öffnungsschritte nicht zu wagen, bevor nicht der Wert für die 7-Tage-Inzidenz unter 35 gefallen ist.

    "Öffnung erst ab 7-Tage-Inzidenz von 35

    Der Handel fordert vor dem Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine baldige Öffnung aller Geschäfte und Läden. Doch das geschieht erst ab einer bundesweit stabilen 7-Tage-Inzidenz von 35."

    Südwest-Zeitung vom 11. Februar 2021

    https://www.swp.de/panorama/ha…-2-2021-hde-54968697.html

    Die neue 35 heißt jetzt 100 und trotzdem wird gehadert und dagegen Sturm gelaufen.

    "Warum dürfen Friseure öffnen und Lebensmittelgeschäfte randvoll sein, während Textilgeschäfte, die vielleicht nur zehn Menschen in einem großen Laden haben, dies ohne Terminabsprache nicht tun dürfen? Das ist schwer erklärlich, und wir müssen willkürlich wirkende Dinge immer wieder den Menschen erläutern. Das fällt zunehmend schwer. Dabei ist bei uns allen die Sorge sehr groß, dass der Verdruss immens wächst und wir im Herbst bei den Wahlen diesen Verdruss zu spüren bekommen. Das möchten wir nicht. Die Menschen müssen Vertrauen haben, dass der Staat in dieser Krise gut organisiert ist und seine Maßnahmen vernünftig erklären kann."

    HAZ-Printausgabe von heute, 11.3.2021: „Wir haben gewarnt“: Oberbürgermeister verzweifeln am Corona-Wirrwarr

    Die getroffenen Maßnahmen vernünftig erklären, wie es die drei Oberbürgermeister fordern, wird freilich zunehmend schwieriger, je mehr vereinzelte Öffnungsschritte dazu kommen. Und die Forderung nach weiteren Öffnungen wird mit großer Macht gerade von denen propagiert, die einerseits viel zu verlieren haben, wenn nicht bald wieder der Laden rund läuft, andererseits aber noch mehr zu verlieren haben, wenn es dadurch erneut zu großflächigen und entschiedenen Schließungen kommen sollte.

  • Die 100 als neue 35 haben wir in schätzungsweise 2-3 Wochen wieder oder schneller. Hier war der Tiefstand der Neuinfektionen am 28.2. erreicht mit 41,2 pro 100.000, seither gehen die Zahlen nur in eine Richtung, nach oben aktuell wieder 69,1.

    Am 28. wurden die Schulen geöffnet, ich befürchte es dauert keine 14 Tage mehr und sie sind wieder komplett im "home-schooling" Modus. Die heutigen 14.356 Neuinfektionen stehen recht deutlich dafür, dass die 3. Welle nun eintritt bzw. schon in vollem Gange ist.

    Ich wünschte meine Erwartung seit der Schulöffnung (ob diese nun kausal für die Zunahme der Inzidenzzahlen ist oder nicht) würden nicht eintreten aktuell wird sie leider übererfüllt.

  • Die 100 als neue 35 haben wir in schätzungsweise 2-3 Wochen wieder oder schneller. Hier war der Tiefstand der Neuinfektionen am 28.2. erreicht mit 41,2 pro 100.000, seither gehen die Zahlen nur in eine Richtung, nach oben aktuell wieder 69,1.

    Was mir Sorgen macht:

    Es wird selbst von höchsten Würdenträgern in den Kommunen rundheraus abgelehnt, sich einzig an dem Inzidenzwert zu orientieren.

    So kritisiert der Oberbürgermeister von Salzgitter:

    "OB Klingebiel enttäuscht von neuer Coronaverordnung des Landes (...)

    Das Festhalten am Inzidenzwert für Neuinfektionen als einzigem Indikator für Öffnungen aller Bereiche des täglichen Lebens ist nicht zielführend.“"

    Internetseite der Stadt Salzgitter, https://www.salzgitter.de/pres…/ob_corona-verordnung.php

    Einerseits kann man den "Frust" des Oberbürgermeisters verstehen.

    Die Inzidenzwerte für Salzgitter bewegen sich im Bereich um 100:



    Freitag
    05.03.2021
    Samstag
    06.03.2021
    Sonntag
    07.03.2021
    Montag
    08.03.2021
    Dienstag
    09.03.2021
    Mittwoch
    10.03.2021
    Donnerstag
    11.03.2021

    Salzgitter, Stadt103,6100,7102,6103,6106,499,7120,8



    Quelle: https://www.niedersachsen.de/C…le_lage_in_niedersachsen/


    In Teilen der Bevölkerung trifft OB Klingebiel damit auf offene Ohren. Es sind jedoch vorwiegend die Teile der Bevölkerung, die ohnehin mehr oder weniger alle Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für überflüssig halten, bzw. grundsätzlich anzweifeln, dass überhaupt ein Pandemie-Geschehen stattfindet.


    Jedenfalls habe ich festgestellt, dass bei einigen Zeitgenossen die Begeisterungsfähigkeit für Klingenbiels Aussagen sehr hoch ist. Gleichzeitig tendiert die Bereitschaft sich ernsthaft darüber Gedanken zu machen, welche andere Indikatoren herangezogen werden sollen, um Entscheidungen über weitere Lockerungen vom Lock-Down zu treffen, gegen Null.


    Da kommen dann schnell solche Aussagen wie: "Das mit den Schließungen ist doch ohnehin alles Quatsch, das Leben soll endlich wieder ganz normal weiter gehen."


    Und ich fürchte, das Landräte und Bürgermeister wie Klingebiel Löschpapier ins Feuer werfen, wenn sie die bestehende Corona-Verordnung verteufeln, ohne ein wirklich brauchbares Alternativkonzept vorweisen zu können.


    Sollten zum Beispiel weitere Werte mit einbezogen werden, wie zum Beispiel Krankenhausbetten-Auslastung, Todesraten, Anzahl schwerer Verläufe, Reproduktionswert usw., so würden dafür zahlreiche weitere Grenzwerte festgelegt werden müssen, so dass die Entscheidung für oder gegen weitere Öffnungen noch weniger nachvollziehbar ist als jetzt und deshalb noch stärker in der Kritik stünde.


    Letztlich besteht die Gefahr, dass Oberbürgermeister wie der von Salzgitter mit ihrer pauschalen Kritik das Geschäft der Corona-Leugner und mancher sog. "Querdenker" befeuern.

  • Es wird selbst von höchsten Würdenträgern in den Kommunen rundheraus abgelehnt, sich einzig an dem Inzidenzwert zu orientieren.

    Und zwar zu Recht.


    Zitat

    Gleichzeitig tendiert die Bereitschaft sich ernsthaft darüber Gedanken zu machen, welche andere Indikatoren herangezogen werden sollen, um Entscheidungen über weitere Lockerungen vom Lock-Down zu treffen, gegen Null.

    Quatsch. Solche Vorschläge machen verschiedene Experten seit dem Herbst. Siehe z.B. hier die "Corona Ampel" von Streeck: https://www.merkur.de/welt/cor…pt-ampel-zr-90212122.html



    Sollten zum Beispiel weitere Werte mit einbezogen werden, wie zum Beispiel Krankenhausbetten-Auslastung, Todesraten, Anzahl schwerer Verläufe, Reproduktionswert usw., so würden dafür zahlreiche weitere Grenzwerte festgelegt werden müssen, so dass die Entscheidung für oder gegen weitere Öffnungen noch weniger nachvollziehbar ist als jetzt und deshalb noch stärker in der Kritik stünde.


    Abgesehen davon, dass der Reproduktionswert gar kein eigenständig erhobener Indikator ist, sondern lediglich eine Kennzahl die man aus der Inzidenz berechnet und die deren Trend beschreibt: Ich finde eine Entscheidung nachvollziehbarer, die auf Grund einer klaren Datenlage getroffen wird, als eine Entscheidung, die auf Grund eines Wertes getroffen wird, der zum größten Teil davon abhängt, wie man ihn misst.

  • Siehe z.B. hier die "Corona Ampel" von Streeck:

    Sein Vorschlag: Die Pandemie so steuern, dass die Intensivbetten ständig voll ausgelastet sind.

    Die ganzen Toten und Menschen mit Langzeitfolgen nehmen wir einfach in Kauf.


    Halte ich für den falschen Weg. Ganz allgemein fällt Streeck seit letztem Frühling schon mit vielen falschen Aussagen auf. Man sollte ihn einfach ignorieren.

  • Und zwar zu Recht.

    Die Kommunen sollten dankbar sein dafür, dass eine klare Festlegung auf die 7-Tage-Inzidenzwerte es ihnen ermöglicht, Entscheidungen zu Ladenöffnungen etc. schlüssig zu begründen. Würden noch andere Kenngrößen herangezogen, dann würde es immer weniger nachvollziehbar, wie Entscheidungen zustande kommen.

  • Ich finde eine Entscheidung nachvollziehbarer, die auf Grund einer klaren Datenlage getroffen wird, als eine Entscheidung, die auf Grund eines Wertes getroffen wird, der zum größten Teil davon abhängt, wie man ihn misst.

    Das ist exakt die Argumentation mit der die Autolobby es seit Jahrzehnten ablehnt, dass in Kommunen solche Maßnahmen wie Umweltzonen oder Dieselfahrverbote eingeführt werden.

    "Das politische Klima in der Debatte ist inzwischen vergiftet. FDP-Ratsherr Jens Meyburg warf der Stadt vor, die Umweltzone auf Basis falscher Zahlen beschlossen zu haben. 2006 sei der Feinstaubgrenzwert nur an 27, nicht an 53 Tagen überschritten worden. Mönninghoff wies dies zurück. Zwar stimme die Zahl 27 – jedoch nur, weil das Berechnungsverfahren geändert worden sei." Zitat aus:

    HAZ vom 27. August 2008: Nach Einführung der Umweltzone

    https://www.haz.de/Hannover/Th…infuehrung-der-Umweltzone