• EIn Problem derzeit ist, dass die Kontakte derzeit viel mehr sind als im Frühjahr

    Das stimmt. Darum finde ich die Zahlen aus den letzten paar Wochen so spannend: soweit ich das sehen kann, blieben die Corona-Maßnahmen seit August ziemlich gleich. Und damit vermutlich auch die Anzahl der Kontakte.


    Der Anstieg im August passt ganz gut zur steigenden Anzahl von Tests. Deren Zahl wurde im Monatsverlauf ungefähr verdoppelt.


    Seit Anfang September ist die Zahl der Tests aber recht konstant. Und trotzdem sehen wir einen deutlichen Knick in den Zahlen: Seit Anfang Oktober geht es viel schneller aufwärts als im September.


    Woher kommt das?


    Mir fällt nur das Wetter ein: Ende September/Anfang Oktober hat sich bei uns das Leben ziemlich plötzlich von draußen noch drinnen verlagert. Anscheinend macht also bei den aktuellen Rahmenbedingungen das Wetter den Unterschied zwischen "langsamer Anstieg" und "Verdoppelung alle 8-9 Tage".


    Einen Rückschluss, welches die "Hauptursache" des Rückgangs im Frühjahr war, lässt das natürlich nicht zu.

  • Brauchst du nur auf Twitter schreiben und es schickt dir jemand ein Set. Manches muss man nicht bis zum Ende regeln.

    Wer ist denn nun "jemand"?

    Und kann man den auch abseits von Twitter erreichen?

    Ich halte es für keine gute Idee, medizinische Leistungen von irgendjemand finanzieren zu lassen.

    Und gleichzeitig drücken sich die eigentlich dafür zuständigen staatlichen Stellen vor ihrer Verantwortung und erklären sich für nicht zuständig.


    Cubernaut beispielsweise hatte ja beschrieben, was eine - seines Erachtens - sachgerechte Ausstattung mit Masken kostet. Wobei mir nicht ganz klar geworden ist, ob sich die 300 Euro auf einen Monat oder auf die Zeit seit März beziehen. Und den möglichen Ansteckungsrisiken in seinem Beruf denen sind auch Menschen in anderen Berufen ausgesetzt.


    Und auch wer gar keiner Berufstätigkeit nachgeht, der muss mal raus, was einkaufen, einfach mal andere Menschen sehen. (Das bedeutet ja nicht gleich, dass er mit denen eine "Corona-Party" macht.) Oder er muss was einkaufen, zum Arzt, zum Friseur etc.


    Und wenn die Bundesregierung aus sicher guten Gründen es für wichtig hält, dass in Pandemiezeiten bei solchen Aktivitäten Masken getragen werden, dann ist es die wirksamste und vermutlich auch die kostengünstigste Variante, das durch die Finanzierung der Masken zu finanzieren, anstatt auf Bußgelder zu setzen, die man sich als Radfahrer für Falschparker auf Radwegen wünschen würde.


    Kostengünstig deshalb, weil es die Menschen mitnehmen würde und sie positiv überzeugt anstatt mit negativen Sanktionen zu drohen. Und letztlich spart eine erfolgreiche Kampagne, die meines Erachtens eine kostenlose Ausgabe von Masken für den Schutz vor Corona beinhaltet, die Folgekosten, die daraus entstehen, wenn Menschen erkranken.


    Und meines Erachtens hätte da auch das Schutzvisier seine Berechtigung. Aber leider haben sich viele Bundesländer dagegen entschieden. Schade! Denn auch das ist eine Möglichkeit, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu begünstigen. Wer mit einer irgendwie gearteten textilen Bedeckung eher nicht so gut klar kommt, der hat eine Alternative. Zumindest in einigen wenigen Bundesländern ist das so.

  • Ullie benutz doch mal die Suchfunktionen auf Twitter und/oder eine Suchmaschine deiner Wahl. Es gibt z.B. auch https://www.makervsvirus.org/ . Die haben auch Dr Lübbers mit Faceshield (zu tragen zusätzlich zur Maske) ausgestattet. Dort gibt's auch Leute, die nähen. Überhaupt gibt es jetzt wieder mehr Leute, die nähen (such doch mal auf Twitter) und Masken abgeben. Allerdings würde ich dir als Maskennäher keine Maske schicken, wenn du die nur haben willst, "weil der Staat sich nicht kümmert". Meine Familie und auch Bekannte haben im Frühjahr (Alltags-)Masken verschenkt, damit möglichst schnell jeder welche hat. Die Situation jetzt ist ganz anders.


    Ein Problem sehe ich aber bei Schutzmasken, die man im Berufsleben braucht, also so wie es cubernaut beschreibt: Bestimmte besonders gefährdete Personen müssen vom Arbeitgeber mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Im pflegerischen/medizinischen Bereich passiert das auch, aber das sind ja bei weitem nicht alle.

  • In Berlin ist es derzeit augenscheinlich nicht möglich, sich einer Grippeschutzimpfung zu unterziehen. Es gibt keine Impfstoff mehr. (Nachweise des vermelden Sachverhaltes nehme ich sehr gerne entgegen).


    Das wird lustig, wenn die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs medial verkündet wird.

  • Ich sehe schon, ich muss eine Literaturliste führen, um immer passende Links parat zu haben. Ich kann in diesem Internet nicht schnell genug wiederfinden, was ich suche :D

    Es gab eine schöne Grafik, wo die Anzahl der Tests und Fälle normalisiert aufgetragen wurde. Daran konnte man schön sehen, dass wahrscheinlich nicht nur die steigende Zahl Tests für den Anstieg verantwortlich sind. Ich weiß allerdings die genauen zeitlichen Zusammenhänge nicht mehr.


    Und nochmal: Ausgangspunkt war ja die Behauptung, dass Maßnahmen zur Reduktion in der Vergangenheit nichts gebracht hätten, weil es ja alles normales saisonales Atemwegserkrankungsgeschehen sei und diese Behauptung halte ich für nicht haltbar.


    Warum die Zahlen seit Anfang Oktober schneller aufwärts gehen als im September ist eine ganz andere Frage.


    Erstmal muss man bedenken, dass die positiven Tests von Anfang Oktober noch Ansteckungen aus dem September sind.


    Dann gibt's verschiedene Dinge, die sicherlich alle mehr oder weniger eine Rolle spielen. Mir sind folgende eingefallen:

    • Nach schulferien.org hatte die Hälfte Deutschlands noch Schulferien bis Ende August (bei 92% fing die Schule erst am 10.8. oder später wieder an)
    • Es gab viele Berichte, wie toll die Pandemie in Deutschland abläuft. Mehr Menschen pflegten wieder mehr Kontakte.
    • Einschränkende Maßnahmen galten noch sehr lange. Z.B. Kita-Regelbetrieb in Hamburg erst seit Anfang August oder so.
    • Es wurden im September und Oktober u.a. große Hochzeiten gefeiert, sogar noch größer als erlaubt (und sogar eine mit vorheriger Absprache, dass man die Teilnehmer nicht nennen würde ;(). Siehe z.B. https://www.rki.de/DE/Content/…f?__blob=publicationFile: "Es treten weiterhin bundesweit zahlreiche COVID-19-bedingte Ausbrüche in verschiedenen Settings auf. Fallhäufungen werden insbesondere beobachtet im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie u.a. in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete, Gemeinschaftseinrichtungen, verschiedenen beruflichen Settings und im Rahmen religiöser Veranstaltungen sowie in Verbindung mit Reisen bzw. Reiserückkehrern, wobei der Anteil der der Fälle mit Exposition im Ausland auf unter 10% gesunken ist."

    Und natürlich können jetzt Fenster nicht mehr auf Dauerkipp stehen etc. Das konnten sie aber auch im April nicht.


    Man muss überlegen, dass das alles so etwas wie ein großes Zufallsexperiment ist. Man weiß ja von dem Virus mittlerweile auch, dass die meisten Infizierten keine oder nur wenige Leute anstecken. Dafür aber einige überproportional viele anstecken (weil sie z.B. viele Kontakte pflegen oder auf große Events gehen und das zum Teil sogar mit Symptomen ;(). Wenn es also nur wenig Infizierte insgesamt gibt, ist die Wahrscheinlichkeit auch erstmal viel geringer, dass bei einem Treffen viele angesteckt werden. Dann dauert es erstmal eine Weile bis das Virus sich überall ausbreitet.

  • Ullie benutz doch mal die Suchfunktionen auf Twitter und/oder eine Suchmaschine deiner Wahl. Es gibt z.B. auch https://www.makervsvirus.org/ . Die haben auch Dr Lübbers mit Faceshield (zu tragen zusätzlich zur Maske) ausgestattet. Dort gibt's auch Leute, die nähen. Überhaupt gibt es jetzt wieder mehr Leute, die nähen (such doch mal auf Twitter) und Masken abgeben. Allerdings würde ich dir als Maskennäher keine Maske schicken, wenn du die nur haben willst, "weil der Staat sich nicht kümmert". Meine Familie und auch Bekannte haben im Frühjahr (Alltags-)Masken verschenkt, damit möglichst schnell jeder welche hat. Die Situation jetzt ist ganz anders.


    Ein Problem sehe ich aber bei Schutzmasken, die man im Berufsleben braucht, also so wie es cubernaut beschreibt: Bestimmte besonders gefährdete Personen müssen vom Arbeitgeber mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Im pflegerischen/medizinischen Bereich passiert das auch, aber das sind ja bei weitem nicht alle.

    Erst mal besten Dank für die Internetadresse.

    Aber: Was heißt denn nun die Situation ist jetzt ganz anders?

    Was genau ist denn anders?

    Anders ist zum Beispiel, dass die Passauer neue Presse kritisiert, dass in Bayern bald 500 Euro Bußgeld fällig werden sollen, wenn wer mal im entscheidenden Moment, nämlich dann wenn der "Corona-Sheriff" hinguckt, die Maske nicht vorschriftsmäßig umgebunden hat.

    Und im alles entscheidenden Moment, nämlich dann wenn die Maske vor einer Ansteckung schützen könnte, fehlt die Maske, weil man sich vor dem "Corona-Sheriff" sicher fühlt.

    Wobei die Qualität dieses Stück Stoffes nicht näher definiert ist.

    "Polizei und Ordnungsämter kontrollieren, Bußgelder von 500 Euro (Privatpersonen) bis 25.000 Euro (Unternehmer) drohen. Dazu kommt die neue Lust am Petzen, weil sich konkurrierende Betriebe gegenseitig anzeigen und selbsternannte "Corona-Sheriffs" als Sittenwächter aufspielen. Die ersten Erfahrungen zeigen jedoch: Bei den Betroffenen handelt es sich in den meisten Fällen nicht um generelle Maskenverweigerer, sondern um kurzzeitige Verstöße aus Unachtsamkeit."

    Passauer neue Presse vom 25.10.20

    https://www.pnp.de/lokales/sta…ass-verloren-3822909.html

    So ehrenwert das Anliegen der Makers vs. Virus auch sein mag, ich bewerte es als ein Engagement, dass Menschen hilft und damit auf gravierende staatliche Mängel hinweist. Und damit zu einem solideren und nachhaltigeren staatlichen Handeln anspornt. Jedoch nicht als eine Ersatz für staatliches Nichtstun oder gar das Falsche tun.

    Denn mit den in Bayern geplanten 500 Euro Strafe schafft man keine Akzeptanz für Corona-Schutzmaßnahmen, sondern die dafür zuständigen staatlichen Institutionen verspielen ihren Kredit an Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung.


    Ich weiß nicht wie die Maker vs. Virus zu solchen staatlichen Überreaktionen sich positionieren. Eine Haltung in der Form von "wir handeln das schon, keiner muss Angst vor 500 Euro Strafgeld haben, ihr könnt alle zu uns kommen und um eine Maske betteln", wäre für meinen Geschmack reichlich daneben.

  • Tatsächlich zeigt die Tabelle, dass eine bisher nicht in der Diskussion hier erörterte Form von Gesichtsvisier in Hamburg, Hessen und auch in Bayern erlaubt ist als Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung.

    Das ist falsch. Gesichtsvisiere jeder Art sind in Hamburg seit dem 12.10. nicht mehr zulässig. In Bayern ebenfalls nicht (mehr).

  • Ich habe gerade mal auf der Internetseite des Bayrischen Staatsministeriums für Gesundheit und Soziales nachgesehen und dort diese Aussage gefunden:

    Leider habe ich noch nicht rausbekommen, wie diese Mund-Nasen-Bedeckungen aus Klarsichtmaterial denn nun genau aussehen und ob zum Beispiel diese Mund-Nasen-Bedeckungen dazu gehören:

    https://smile-by-ego.com/

    Ausprobiert habe ich die noch nicht, aber schon mal in Gebrauch gesehen. Nachteil: Die Augenpartie ist nicht geschützt.

    Denselben Nachteil hat auch dieses österreichische Produkt:

    https://www.smileandbesafe.com/


    Selbstverständlich sind auch die ganz gewöhnlichen Gesichtsvisiere weiter zulässig, jedoch inzwischen in den meisten Bundesländern nicht mehr als einziger Corona-Schutz, sondern als Zusatz-Schutz.


    Die Bestimmungen ändern sich mittlerweile allerdings mit einer solchen Dynamik, dass jede Aussage dazu unter dem Vorbehalt steht, dass es die nächsten Tage wieder neue Bestimmungen geben kann.

  • https://www.n-tv.de/politik/Os…satz-article22119520.html


    Hier wäre dann Quelle der 23.10. an dem dieses ganze Gschmarri in Österreich und Deutschland verboten wurde.


    Sie haben den wichtigsten Satz der bayrischen Verordnung ja fast mit der Quelle überklebt. "Gesichtsvisiere, die einen mehr als zum Atmen notwendigen Abstand zum Gesicht aufweisen, erfüllen diese Bedingung [umlaufend bündig anliegend oder Spalt nur so groß, dass Atmen möglich] nicht."


    Ist es Ihnen wirklich so wichtig, andere Menschen schlechtest möglich zu schützen?

  • Nachteil: Die Augenpartie ist nicht geschützt.

    Dann setzen Sie doch einfach eine Schwimmbrille auf. Dürfte wirklich das einzige sein, das Aerosole abhält.

    Selbstverständlich sind auch die ganz gewöhnlichen Gesichtsvisiere weiter zulässig, jedoch inzwischen in den meisten Bundesländern nicht mehr als einziger Corona-Schutz, sondern als Zusatz-Schutz.

    Sie dürfen sich auch zusätzlich eine Salatschüssel auf den Kopf setzen. Erlaubt das Grundgesetz Ihnen ebenfalls. Ist dann sogar Rundumschutz!

  • Ich habe diesen Satz nicht fast überklebt, ganz offensichtlich können Sie ihn ja ganz gut lesen.

    Ich halte es für wichtig, das es Alternativen zum Tragen einer Stoffmaske gibt, die einem Gesichtsvisier ähnlich sind und die den Nachteil eines Gesichtsvisiers im Vergleich zu einer qualitativ hochwertigen textilen Mund-Nasen-Bedeckung nicht haben.

    Ich halte es auch für richtig, dass die bisher gängigen und jetzt anscheinend nur noch in Hessen (aber dort nicht in allen Landkreisen) erlaubten Gesichtvisiere weiter benutzt werden können, aber da hat sich der Gesetzgeber bzw. die Verwaltung vielerorts dagegen entschieden.

    Das mag richtig sein oder nicht. Konsequent wird es erst, wenn ebenfalls in diesem Zusammenhang das Tragen eines Bartes verboten wird, denn der beeinträchtigt massiv die Funktion einer Mund-Nasen-Bedeckung.

    Aber wer weiß, vielleicht kommt ja auch das bald:

    "Alle Mediziner, die in den Medien in den letzten Wochen immer wieder über die Corona-Epidemie aufklären, sind glattrasiert. Das gilt für die Alexander S. Kekulé, Christian Drosten genauso wie für Lothar Wieler, den Präsidenten des Robert-Koch-Instituts.", schreibt die Taz bereits am 4.4.2020

    Weiter heißt es:

    "Zugegebenermaßen ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass Virologen in ihren Pressekonferenzen demnächst der Bevölkerung Rasuren gegen das Coronavirus empfehlen oder die Politik neben einer Kontakt- auch noch eine Bartsperre erlässt. Allerdings verändert Corona jetzt schon unsere Wahrnehmung dessen, was schön ist. Was also, wenn wir nach all dem hier Haare im Gesicht einfach nicht mehr gerne anschauen?"

    https://taz.de/Bartmode-in-Coronazeiten/!5672818/

    Aber wie schon gesagt, das war Anfang April und wenn jetzt Leute Beifall klatschen, dass das angeblich so unsichere Gesichtsvisier endlich nicht mehr als Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung zugelassen ist, dann geht es den Bartträgern demnächst vielleicht auch an den Kragen, äh, den Bart.


    Entsprechende Untersuchungen zeigen, dass ein korrekt getragenes Gesichtsvisier weniger gut vor Infektionen schützt als eine korrekt getragene Mund-Nasen-Bedeckung. Das muss jedoch für die Politik ist nicht bedeuten, das man diese Visiere nicht mehr als Alternative zur textilen Mund-Nasen-Bedeckung zulässt.


    Sei's drum, demnächst sind dann ja erst mal die Bartträger dran. Und Zar Peter der Große ist ja dann sicher auch ein gutes Vorbild für so manchen Entscheider:

    https://img.welt.de/img/geschi…-Reformen-Peters-d-Gr.jpg

  • Zitat

    Entsprechende Untersuchungen zeigen, dass ein korrekt getragenes Gesichtsvisier weniger gut vor Infektionen schützt als eine korrekt getragene Mund-Nasen-Bedeckung. Das muss jedoch für die Politik ist nicht bedeuten, das man diese Visiere nicht mehr als Alternative zur textilen Mund-Nasen-Bedeckung zulässt.

    Sei's drum, demnächst sind dann ja erst mal die Bartträger dran. Und Zar Peter der Große ist ja dann sicher auch ein gutes Vorbild für so manchen Entscheider:

    Was soll der Quatsch?

    Ich habe solche Halbvisierträger mal im Discounter erlebt - das ist ein schlechter Witz.

    Und für die Vernunft einer glatten Rasur unter einer Maske muss ich keinen Zaren bemühen. Ein Blick auf 1914/1918 reicht ...

  • Und für die Vernunft einer glatten Rasur unter einer Maske muss ich keinen Zaren bemühen. Ein Blick auf 1914/1918 reicht ...

    Achja, gut dass du dran erinnerst, wir sind ja wieder irgendwie im Krieg: „Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, ..." Merkel-Zitat aus der FAZ vom 19.3.2020 mit einem Artikel zur Fernsehansprache der Bundeskanzlerin zur Coronakrise .

    Nachdem ich mich kürzlich mal mit zwei sogenannten "Querdenkern" unterhalten hatte, komme ich zu dem Schluss, dass es vernünftig ist, auf solche "Kriegs-Anleihen" zu verzichten. Das spornt die nur an in ihrer völligen Verweigerungshaltung zu verharren.

    Dagegen sollten die Maßnahmen, die zu ergreifen sind, vernünftig diskutiert und politisch entschieden werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, die gewählten Parlamente und Regierungen seien jetzt reine Erfüllungsgehilfen der Ärzteschaft und einer medizinischen Technokratie.

  • Nach unten mit einem rundum textilen Abschluss rund um den Hals, erlaubt es nicht nur das Grundgesetz sondern auch die Corona-Bestimmungen.


    Dann setzen Sie doch einfach eine Schwimmbrille auf. Dürfte wirklich das einzige sein, das Aerosole abhält.

    Sie dürfen sich auch zusätzlich eine Salatschüssel auf den Kopf setzen. Erlaubt das Grundgesetz Ihnen ebenfalls. Ist dann sogar Rundumschutz!

    Hehe Julius, Du treibst hier Schabernack mit religiösen Bekenntnissen. Das ist eine Verhohnepiepelung des Nudelsiebes das die Gläubigen des fliegenden Spaghettimonsters tragen - und das sie mit einer solchen textilen Verlängerung sicher durch die derzeitige Krise geleiten wird ;-)


    Ich sehe übrigens gerade, dass die Pastafaris nun eine schöne Website haben - https://www.pastafari.eu/ .

    Der Claim "Am Anfang war das Wort, und Wort war "Arrrrgh!" passt doch prima!

  • Hehe Julius, Du treibst hier Schabernack mit religiösen Bekenntnissen. Das ist eine Verhohnepiepelung des Nudelsiebes das die Gläubigen des fliegenden Spaghettimonsters tragen - und das sie mit einer solchen textilen Verlängerung sicher durch die derzeitige Krise geleiten wird ;-)

    Um mal was Passendes zu Halloween vorzustellen:

    Leuten mit welcher Mund-Nasen-Bedeckung würden Sie beim Einkaufen im Supermarkt lieber (lieber nicht) begegnen?

    a) https://i.ytimg.com/vi/ICOcK1SSlf4/hqdefault.jpg

    b) https://www.google.de/imgres?i…ocid=zha-A9nq38V3OM&hl=de

    c) https://cdn.prod.www.spiegel.d…8_w420_r1_fpx45_fpy45.jpg

  • Kleiner Tipp von jemanden der über lange Zeit im Home Office gearbeitet hat (und ab Montag wieder...): Klaren Tagesrhythmus einhalten, so gut es geht Arbeit+Freizeit trennen.

    Nach über einem halben Jahr Teleheimarbeit kann ich da nur zustimmen. Am Arbeitsplatz sitzen bleiben und den Bildschirm von HDMI (Arbeitsnotebook) auf DisplayPort (privates MacBook Pro) umschalten geht häufig gut, aber noch besser ist tatsächlich eine richtige Pause. Einfach mal vor die Tür gehen, das tut man bei Teleheimarbeit ohnehin viel zu selten.

    Aus medizinischer Sicht ist das Unsinn (abgesehen von der Bahnfahrt).

    Aus praktischer Sicht allerdings auch: Beim heutigen Gran Fondo bin ich zwischen Kappeln und Rieseby auf dem Schlei-Wanderweg, der offenbar gar nicht fürs Radfahren vorgesehen war, in der Dunkelheit insgesamt sechs Mal steckengeblieben und stand bis zum Knie im Matsch. Danach habe ich davon abgesehen, in diesem Zustand in der Kälte noch mit dem Rad zurück nach Kiel zu fahren und bin in Rieseby in die beinahe leere Bahn gestiegen. Das Ansteckungsrisiko war an diesem Abend vermutlich geringer als beim Einkaufen im Supermarkt, aber wenn man eine Radtour unternimmt, dann sollte man wohl gerade in Zeiten wie diesen sicherstellen, dass man auch wohlbehalten ohne allzu viele Kontakte wieder nach Hause kommt.

    Toilettenpapier

    Ja, es ist wieder soweit. Ich muss gestehen: Ich habe momentan auch 24 Rollen zu Hause gebunkert. Wir gehen grundsätzlich in den Tagesrandzeiten einkaufen und stehen seit über zwei Wochen vor diesem leeren Regal und irgendwann geht der Vorrat im Badezimmer zu Neige. Als dann plötzlich ein Angestellter mit Nachschub anrückte, sah ich meine Chance und griff zu.


  • 24 Rollen zu Hause gebunkert

    Sind ja nicht 24 Packungen, sondern je nach Familie ein normaler Mehrwochenvorrat.

    „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)

  • Als dann plötzlich ein Angestellter mit Nachschub anrückte, sah ich meine Chance und griff zu.

    Lustig übrigens eine A***-Filiale im Norden Hamburgs am Freitag. Ich mache den üblichen Großeinkauf für meine Nachbarin und mich mit Fahrradanhänger (den ich mit in die Filiale nehme) und bediene mich mit 4 Packungen von der Palette. Als ich mich an der Kasse anstelle, ruft der Kassierer über 10 Meter hinweg: "Nur eine!!!" Aha. Ich zurück zur Palette - und sehe dort einen kleinen handgeschriebenen Zettel "nur 1 pro Haushalt". Okay, denke ich, dann sind ja 2 erlaubt, weil 2 Haushalte. Nix da. Als ich dran bin und "ich kaufe für zwei Haushalte ein" sage, tönt er "das können Sie nicht beweisen, gemeint ist: 1 pro Einkauf, kommen Sie einfach nachher nochmal vorbei oder gehen Sie nach gegenüber zu R***mann". (Und ich war schon am überlegen, ob ich das mit kurzfristig aufs Handy gespielten Steuerbescheiden nachweisen soll ...)

    Ich habe "dann schreiben Sie das doch bitte dran" gebruddelt, habe eine Packung gekauft und bin gegenüber beim Drogeriemarkt aufgeschlagen. Leergefegt. Die waren entzückt, dass ihre Vorräte plötzlich nicht nur für die eigenen Kunden, sondern auch für die vom Discounter reichen sollten ...